DJM 2024: Doppelgold und Altersklassenrekord für Jannis Kube

NEWS zur DJM 2024 powered by Speedo
(22.05.2024 | Bild: Tino Henschel) Am ersten Tag der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften durfte ein Nachwuchstalent gleich doppelt über Gold und oben drauf noch einen neuen Altersklassenrekord jubeln: der Berliner Jannis Kube triumphierte im Jahrgang 2011 bei den Titelkämpfen in seiner Heimatstadt sowohl über die 200m Schmetterling als auch über die 100m Freistil, wo er schneller schwamm als je ein deutscher Altersgenosse zuvor.
Über die 100m Freistil verbesserte der Schwimmer der Wasserfreunde Spandau 04 die bisherige Bestmarke bei den 13-Jährigen in 54,23 Sekunden um fünf Hundertstelsekunden. Und auch über die 200m Schmetterling war Jannis Kube in 2:18,48 Minuten nicht zu schlagen.
Der Magdeburger Johannes Liebmann schwamm im heutigen Finalabschnitt ebenfalls gleich zweifach zu Gold mit einem beeindruckenden Doppelschlag über die 200m Schmetterling und 1500m Freistil im Jahrgang 2007.
Nachdem am Vormittag bereits die Medaillen in den Jahrgängen 2009, 2010 und 2011 über die 1500m Freistil vergeben wurden, legten die älteren Jahrgänge im schnellsten Zeitlauf im Finalabschnitt nach. Im Jahrgang 2008 schwamm Ivan Korolev (TV Gut Heil Billstedt) in 15:43,72 Minuten mit eindrucksvollen 20 Sekunden Vorsprung zum Meistertitel. Deutlich enger war es im Jahrgang 2007, wo sich Johannes Liebmann in 15:29,08 Minuten knapp gegenüber seinem Teamkollegen des SC Magdeburgs Finn-Constantin Kleinheinz (15:30,28) durchsetzen konnte. In 16:09,73 Minuten war Jakob Werner (DSW 1912 Darmstadt) im Jahrgang 2006 nicht zu schlagen.
Das zweite Gold des Tages sicherte sich Johannes Liebmann in einem packenden Zweikampf über die 200m Schmetterling. In 2:04,77 Minuten hatte der Magdeburger seine Hände sechs Hundertstel vor Kristian Kyziridis (SSG Leipzig) an der Anschlagmatte. Ein Dreikampf hatte sich im Vorlauf für den Jahrgang 2009 angedeutet. Letztendlich setzte sich Nils Nolte (Berliner TSC) in 2:10,13 Minuten jedoch souverän mit zweieinhalb Sekunden Vorsprung gegenüber der gleichaltrigen Konkurrenz durch. Einen spannungsgeladenen Dreikampf gab es dann aber im Jahrgang 2008 zu bestaunen. Zu Gold schmetterte Roland Bordas (SC Magdeburg) in 2:06,14 Minuten, nur einen Wimpernschlag vor Leo Leverkus (SGR Karlsruhe, 2:06,19) sowie seinem Zwillingsbruder Rudolf Bordas (2:06,37). Leo Leverkus war zuvor bereits über die 1500m Freistil zu Bronze geschwommen. Die weiteren Meistertitel über die Schmetterlingsstrecke sicherten sich wie bereits erwähnt Jannis Kube sowie Jacob Furqueron (Jg. 2010, Kaiserslauterer SK, 2:13,63) und Tobias Scholz (Jg. 2006, Potsdamer SV, 2:03,16).
Neben dem neuen Altersklassenrekord von Jannis Kube glänzte über die 100m Freistil vor allem Larus Thiel. Der Schwimmer der SG Bayer sprintete in 50,83 Sekunden satte drei Sekunden schneller als die Konkurrenz im Jahrgang 2009. Bei den 2010ern ging die Goldmedaille an Nils Woddow (SG Ruhr) in 54,75 Sekunden. Lediglich eine Hundertstel entschied über den Meistertitel im Jahrgang 2008, wo sich Felix Brandner (TSV Altenfurt-Nürnberg) in 51,57 Sekunden im Anschlag gegenüber David Cicero (SC Regensburg) behaupten konnte. Und auch Daniel Olenberg (Jg. 2007, VFL Osnabrück, 51,26) und Michael Raje (Jg. 2006, SSG Saar Max Ritter, 50,29) waren in ihren Altersklassen nicht zu schlagen.
Mit den 50m Brust stand zudem eine kurze Sprintstrecke auf dem Programm. Hier gingen die Goldmedaillen an Gibran Arroum (Jg. 2011, SG Hamburg West, 33,60), Frederik Raschke (Jg. 2010, SG Frankfurt, 31,20), Nikolas Friedrich Petzold (Jg. 2009, Potsdamer SV, 30,10), Louis Hoffmann (Jg. 2008, SG Neukölln Berlin, 28,91), Subäjr Biltaev (Jg. 2007, SV Cannstatt, 28,33) und Emilian Hollank (Jg. 2006, TSV Riedlingen, 28,23). Bemerkenswert ist hierbei insbesondere, dass sich die Siegerzeiten von Altersklasse zu Altersklasse konstant gesteigert haben.
Auch bei den Damen wurde am Mittwoch schnell geschwommen. Die Zusammenfassung der Finals gibt es hier: DJM 2024: Goldjägerinnen Baievych, Roth & Co. triumphieren zum Auftakt
.
Die wichtigsten Links zur DJM 2024:
DJM 2024: Goldjägerinnen Baievych, Roth & Co. triumphieren zum Auftakt


NEWS zur DJM 2024 powered by Speedo











(22.05.2024) Es waren spannende Rennen zum Auftakt der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin am Mittwoch, doch in den Finals der Damen setzten sich am Ende fast ausschließlich die Schwimmerinnen auf der Favoritenbahn vier durch.
Zu Beginn des Finalabschnitts schwamm so zum Beispiel über die 200m Schmetterling in den Jahrgängen 2010 bis 2006 jeweils die vorlaufschnellste Sportlerin ungefährdet zur Goldmedaille. Einzig die Damen im Jahrgang 2011 lieferten sich ein enges Rennen. In 2:27,31 Minuten schlug die Leipzigerin Anna Franziska Hunger nur drei Zehntel vor Mila Mauermann (2:27,61 Minuten) von der SWV TuR Dresden an. Das Treppchen komplementiert Ida Kittelmann von der SG Schöneberg Berlin (2:28,51 Minuten). Die schnellste 200m Schmetterling Zeit schwamm im Jahrgang 2009 standesgemäß die amtierende Deutsche Meisterin der offenen Klasse, Alina Baievych (2:13,42) von der TB 1888 Erlangen. Sie hatte im vergangenen Jahr mit neun Titeln den Rekord für die meisten DJM-Goldmedaillen eingestellt. Die weiteren Titel über die 200m Schmetterling gingen an Hannah Sabine Schmitt (2010 - 2:16,62), Lotte Schmidt-Seithe (2008 - 2:18,32), Leni von Bonin (2:14,88) und Seike Schlump (2006 - 2:14,81).
Kurios wurde es über die 50m Brust. Hier gewannen die Siegerinnen in den Jahrgängen 2008, 2007 und 2006 in der jeweils identischen Zeit von genau 31,99 Sekunden die Goldmedaille. Bei den 16–Jährigen schwamm Hannah Schneider vom Hofheimer SC das erste Mal unter der 32-Sekunden Marke und gewann somit ihre erste Medaille der DJM 2024. Im Jahrgang 2007 war Lena Ludwig vom SV Nikar Heidelberg als erste an der Wand. Sie hatte bereits bei den offenen deutschen Meisterschaften im April den Titel über diese Strecke gewonnen. Im Finale der ältesten Schwimmerinnen war die Hannoveranerin Lilly-Fay Wallbaum nach ebenfalls den berüchtigten 31,99 Sekunden mit knappen drei Zehnteln Vorsprung auf die Zweitplatzierte Klara Antok von den Wasserfreunden Spandau 04 (32,31 Sekunden) im Ziel. Ebenfalls ganz oben auf dem Podest standen Hanna Marie Mertig (2011 - 35,16), Valeria Alexandra Nekrasov (2010 - 33,69) und Sophie Wendler (2009 - 32,88).
Auch über die abschließenden 100m Freistil setzten sich in den älteren Jahrgängen die Favoritenbahnen durch. Im Jahrgang 2008 gewann Linda Roth vom SV Cannstatt ungefährdet in 55,11 Sekunden in neuer persönlicher Bestzeit ihren ersten deutschen Jahrgangstitel 2024. Auch sie hatte im vergangenen Jahr in Berlin bereits kräftig abgeräumt. Knapper war das Rennen um die Goldmedaille im Jahrgang 2006. Dort trafen die beiden bereits für die Junioren-EM qualifizierten Julianna Dora Bockska (SG Essen) und Lise Seidel (SC Chemnitz) aufeinander. Im Anschlag trennte die beiden gerade einmal neun Hundertstel. Das bessere Ende hatte die Chemnitzerin, die in 55,84 Sekunden die Hand knapp vor der Essenerin an der Wand hatte. Weniger knapp war das 100m Freistil Finals bei den 17-Jährigen. Dort gewann Svenja Götting vom SSG Reutlingen / Tübingen in 56,48 Sekunden. Auch im Jahrgang 2010 gewann Emma Antonia Schaal vom Berliner TSC mit über einer Sekunde Vorsprung in 57,07 Sekunden und verbesserte ihre Vorlaufzeit damit um 2,5 Sekunden. Den 2009er Titel schnappte sich Nana Hemaa Boateng Sekyere (57,84) und Anja Schaumburger (1:00,35) holte die 2011er Goldmedaille.
Starke Auftritte gab es auch in den Finals der Herren. Die Zusammenfassung gibt es hier --> DJM 2024: Doppelgold und Altersklassenrekord für Jannis Kube
Die wichtigsten Links zur DJM Schwimmen 2024:
- DJM 2024 - LIVESTREAM
- DJM 2024 - Ergebnisse und Startlisten
- DJM 2024 - Zeitplan
- DJM 2024 - Alle News auf einen Blick
(Bild: Archiv)
DJM 2024: Erste Podestplätze in den Vorläufen und klare Favoriten für die Finals


NEWS zur DJM 2024 powered by 











(22.05.2024) Zum Auftakt der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften 2024 in Berlin fielen die ersten Medaillenentscheidungen bereits in den Vorläufen. Bei den 1500m Freistil männlich standen bereits vor dem Finalabschnitt die Gewinner der Gold-, Silber-, und Bronzemedaillen der Jahrgänge 2011 bis 2009 fest, da keine Schwimmer dieser Altersklassen im schnellsten Lauf im Finalabschnitt an den Start gehen werden.
Im Jahrgang 2011 schwammen dabei Akram Ammar (Wasserfreunde Spandau, 18:01,07), Georgios Bakalidis (SG Neuss, 18,02,06) und Burak Simsek (TPSK 1925, 18:12,80) zu den Plätzen eins bis drei. Im Jahrgang 2010 schnappten sich Christian Schubert (Dresdener SC, 16:52,16), Pedro Stier (SG Neukölln e.V. Berlin, 17:12,84) und Jonas Hirsch (SV Mannheim, 17:27,69) die Medaillen. Simon Brugger (SV Bayreuth, 16:16,06), Jonas Lieschke (Hamburger SC, 16:23,40) und Mattheo Straßburger (STV Limbach-Oberfrohna, 16:29,40) machten die Podestplätze im Jahrgang 2009 unter sich aus.
Im ersten Wettkampf der DJM-Vorläufe am Mittwoch, den 200m Schmetterling weiblich, ging unter anderem die amtierende deutsche Meisterin der offenen Klasse an den Start. Im Jahrgang 2009 sicherte sich Alina Baievych von der TB 1888 Erlangen in 2:15,40 Minuten souverän die mittlere Startbahn für das am Nachmittag stattfindende Finale. Auch Leni von Bonin zog als Favoritin des Jahrgangs 2007 in das Finale über diese Strecke ein. Die Dresdenerin schwamm mit ihrer Zeit von 2:15,54 Minuten schon im Vorlauf an ihre Bestzeit (2:14,08) heran.
Bei dem männlichen Finale der 200m Schmetterling des Jahrgangs 2009 gestaltet sich die Medaillenjagd spannend. Die schnellsten drei Schwimmer der Vorläufe, Lukas Yifan Xie (SG Essen 2:13,02 Minuten), Nils Nolte (Berliner TSC 2:13,55) und Simon Brugger (SV Bayreuth 2:13,88), trennten lediglich 0,86 Sekunden voneinander. Auch in den Jahrgängen 2008 bis 2006 lagen jeweils die ersten drei Vorlaufschnellsten nur weniger als eine Sekunde auseinander.
Mit Lena Ludwig ging auch über die 50m Brust eine frisch gebackene deutsche Meisterin an den Start. Sie zog in 32,06 Sekunden in den Finallauf des Jahrgangs 2007 ein und war somit die schnellste Schwimmerin des gesamten Feldes.
In den Vorläufen der 100m Freistil der Damen sicherten sich unter anderem auch einige Teilnehmerinnen der kommenden Junioren-Europameisterschaften einen Platz im Finale. Somit gehen Julianna Dora Bocska von der SG Essen (55,88), Lise Seidel vom SC Chemnitz (55,95) und Jette Lenz (56,61) im Finale des Jahrgangs 2007 an den Start. Im Jahrgang 2008 qualifizierte sich Linda Roth vom SV Cannstatt in 55,26 Sekunden mit 1,56 Sekunden Vorsprung für den Endlauf.
Einen ebenso deutlichen Vorsprung vor seinen Konkurrenten erschwamm sich über die 100m Freistil männlich Larus Thiel von der SG Bayer. In 52,61 Sekunden geht er mit 1,42 Sekunden Vorsprung auf Bahn vier im Finale der 2009er Herren an den Start.
Die Schnellsten der heutigen Vorläufe:
- 200m Schmetterling (w): Alina Baevych 2009 TB 1888 Erlangen - 2:15,40
- 200m Schmetterling (m): Johannes Liebmann 2007 SC Magdeburg - 2:04,86
- 50m Brust (w): Lena Ludwig 2007 SV Nikar Heidelberg - 32,06
- 50m Brust (m): Emilian Hollank 2006 TSV Riedlingen - 27,98
- 100m Freistil (w): Linda Roth 2008 SV Cannstatt - 55,26
- 100m Freistil (m): Michael Raje 2006 SSG Saar Max Ritter - 50,75
- 1500m Freistil (m): Maurice Luca Ruess 2007 SV Nikar Heidelberg - 16:09,97 (zeitschnellster Lauf im Finalabschnitt)
Deutsches Olympiateam testet Form beim AP Race in London


(21.05.2024) Adam Peaty lädt ein: Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr kommen große Teile der europäischen Schwimmelite an diesem Wochenende zu einem Kräftemessen beim AP Race in London zusammen. Mit dabei sind auch große Teile des deutschen Olympiateams.
Der Wettkampf in London gilt für die deutschen Olympia-Nominierten als praktisch gelegener Formtest gegen die internationale Konkurrenz, bevor es in die unmittelbare Vorbereitung für die anstehenden Olympischen Spiele geht. So wird neben Florian Wellbrock und Isabel Gose unter anderem auch die Berliner Trainingsgruppe um Angelina Köhler, Nele Schulze und Ole Braunschweig in die britischen Hauptstadt reisen.
Dort werden neben zahlreichen britischen Schwimm-Assen wie Adam Peaty, Duncan Scott und James Guy auch hochkarätige Gäste aus den Niederlanden erwartet, darunter Arno Kamminga und Tes Shouten.
Kanada: 11-Jährige krault 100m unter 1 Minute


(19.05.2024) Kanada zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten Schwimmnationen weltweit. Und auch der kanadische Nachwuchs trumpft regelmäßig mit starken Zeiten auf.
So stellte die 11-Jährige Annie Xu vor wenigen Tagen bei einem Wettkampf in der kanadischen Provinz Ontario gleich zwei nationale Altersklassenrekorde auf. Die Nachwuchsschwimmerin des Markham Aquatic Clubs, die bislang insbesondere über die Freistilstrecken auf sich aufmerksam machte, verbesserte die bisherige Bestmarke über die 400m Freistil in 4:26,52 Minuten um beeindruckende acht Sekunden. Diese wurde von keiner Geringeren als der spätere Weltrekordhalterin Summer McIntosh gehalten.
Auch über die 100m Freistil schwamm Annie Xu in 59,64 Sekunden schneller als je eine kanadische Elfjährige zuvor und knackte zudem erstmalig in ihrer jungen Schwimmlaufbahn die magische Minutenmarke.
DSV schickt 9-köpfiges Freiwasserteam zur Schwimm-EM


(17.05.2024) Der Deutsche Schwimm-Verband hat neun Aktive für die Freiwasserwettbewerbe bei den Europameisterschaften in Belgrad nominiert. Angeführt wird das Team bei den vom 12. bis 15. Juni stattfindenden Titelkämpfen von Leonie Beck.
Die Doppel-Weltmeisterin und Gesamtweltcupsiegerin des vergangenen Jahres nutzt die Titelkämpfe an der Flussinsel Ada Ciganlija zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Paris, während die anderen beiden deutschen Olympiaschwimmer Florian Wellbrock und Oliver Klemet in dieser Zeit ein Höhentrainingslager in Spanien zur Olympiavorbereitung absolvieren.
Wettkampfpraxis sammeln wird Beck auch schon beim Europacup-Auftakt in Piombino (ITA) am morgigen Samstag. Auch beim nächsten Weltcuprennen eine Woche später in Golfo Aranci auf Sardinien wird die in Italien trainierende Würzburgerin das DSV-Team vertreten. Im März hatte sie bereits den Weltcupauftakt in Ägypten gewonnen.
Das deutsche Team für die EM
Frauen: Leonie Beck, Lea Boy (beide SV Würzburg 05), Celine Rieder (Sport-Union Neckarsulm), Jeannette Spiwoks (SG Essen)
Männer: Niklas Frach (SG Frankfurt), Jonas Kusche (SC Chemnitz 1892), Noah Lerch (SSG Günzburg-Leipheim), Yaël Balz, Moritz Bockes (beide SG Stadtwerke München)
WELTREKORD! Summer McIntosh setzt neue 400-Lagen-Bestmarke


(17.05.2024) Nächste Ausnahmeleistung von Kanadas Schwimm-Supertalent Summer McIntosh: Bei den Olympiatrials in Ontario sorgte die 17-Jährige am Donnerstag für einen neuen Weltrekord über die 400m Lagen.
In 4:24,38 Minuten war sie anderthalb Sekunden schneller als die bisherige Weltbestmarke, die sie im zurückliegenden Jahr ebenfalls bei den kanadischen Trials aufgestellt hatte. Sie löste damals die ungarische Iron Lady Katinka Hosszu als Weltrekordhalterin ab.
Logischerweise sicherte sich McIntosh so auch die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Paris, bei denen sie als haushohe Favoritin über die lange Lagenstrecke gilt. Und nicht nur hier: In den zurückliegenden Tagen löste sie auch über die 400 Freistil (3:59,06) and 200m Freistil (1:53,69) jeweils mit Weltklassezeiten ihre Tickets für Paris. In den kommenden Tagen wird McIntosh zudem in Ontario noch über die 200m Schmetterling und 200m Lagen antreten.
Bild: Swimming Canada / Archiv
Brasilien schickt 18-köpfiges Team zu Olympia


(16.05.2024) Nachdem vergangene Woche die Brasilianischen Meisterschaften ausgetragen wurden, die gleichzeitig als einzige Möglichkeit der Olympiaqualifikation dienten, wurde nun das brasilianische Team für Paris offiziell nominiert.
Sechs Schwimmerinnen und zwölf Schwimmer werden die brasilianischen Farben bei den Olympischen Spielen vertreten. Das Team zeichnet sich insbesondere durch ein hohes Level an Erfahrung aus, denn elf der Nominierten waren auch schon vor drei Jahren in Tokio mit von der Partie. Bei den Beckenwettbewerben dort hatte die starke südamerikanische Schwimmnation mit zwei Bronzemedaillen glänzen können.
Nach dem zurückliegenden Olympiaerfolg gelang es dem Drittplatzierten über die 200m Freistil Fernando Scheffer jedoch nicht, sich auch für Paris für die Einzelstrecke zu qualifizieren. Scheffer wird aber zumindest Teil der 4x200m Freistil Staffel sein. Der zweite Medaillengewinner Bruno Fratus hatte verletzungsbedingt auf einen Start bei den nationalen Meisterschaften verzichten müssen und wird somit im Sommer nicht an den olympischen Titelkämpfen teilnehmen.
Das brasilianische Olympiateam für Paris:
Damen:
- Stephanie Balduccini
- Maria Fernanda Costa
- Beatriz Dizotti
- Maria Paula Heitmann
- Gabrielle Roncatto
- Giovana Reis
- Ana Carolina Vieira
Herren:
- Nicolas Albiero
- Guilherme Basseto
- Guilherme Caribé
- Marcelo Chierighini
- Breno Correia
- Guilherme Da Costa
- Eduardo Moraes
- Kayky Mota
- Gabriel Santos
- Murilo Sartori
- Fernando Scheffer
1474 Talente! Das Meldeergebnis für die DJM 2024 ist da


NEWS zur DJM 2024 powered by 

(15.05.2023) Insgesamt 1474 Aktive werden in der kommenden Woche vom 22. bis 26. Mai bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin an den Start gehen. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Meldeergebnis für die DJM 2024 hervor.
Demnach werden 736 Mädchen und 738 Jungen aus 306 Vereinen bei den Nachwuchstitelkämpfen mit von der Partie sein. Das sind ungefähr so viele Teilnehmende wie im Vorjahr, als 1449 Schwimmtalente gemeldet waren.
Unter den Aktiven sind auch einige Namen, die schon bei den Deutschen Meisterschaften im zurückliegenden Monat in den Listen der Champions auftauchten. Gemeldet sind so Alina Baievych (TB 1888 Erlangen), Lena Ludwig und Noelle Benkler (beide SV Nikar Heidelberg) sowie Anna-Maria Börstler (SC Magdeburg), die allesamt als amtierende Deutsche Meisterinnen nach Berlin zurückkehren.
Links zum Thema:
ISC Kids 2024: Die Ausschreibung ist da! Bis 26.06. Meldungen abgeben


(28.03.2024) In den zurückliegenden Jahren hat sich der International Swim Cup in Berlin zu einem der beliebtesten Wettkämpfe Deutschlands entwickelt. Seit 2022 veranstalten die Gastgeber von der SG Schöneberg zudem eine eigene Kids-Edition des ISC. Dafür steht ist nun auch die Ausschreibung verfügbar! Am 07. Juli wird es in Berlins zweitgrößter Schwimmarena, der Sport-und Lehrschwimmhalle Schöneberg (SSH), soweit sein.
Beim "ISC Kids" messen sich junge Talente auf allen 50m-Distanzen sowie in 4x50m-Staffeln. Als Highlight stehen am Ende für die besten 50m-Asse die "Superfinals" über die 100m Lagen auf dem Programm. Zudem wird es für die Allerjüngsten kindgerechte Wettkämpfe über 25m-Strecken geben. Die Ausschreibung für den ISC Kids 2024 gibt es HIER. Meldungen für den ISC Kids können bis zum 26.06. abgegeben werden!
Sachpreise für Finals und Prämienläufe oder auch der eigene Veranstaltungsshop verleihen der KIDS-Edition den gewohnten ISC-Charakter. Und schonmal vormerken: Die gewohnte "große" Ausgabe des International Swim Cup in Berlin ist auch in diesem Jahr für den Herbst vorgesehen.
Links zum Thema:
- Ausschreibung ISC Kids Berlin 2024
- Veranstaltungswebsite ISC Kids Berlin 2024
- Eventshop International Swim Cup Berlin 2024
swimsportnews begleitet den International Swim Cup Berlin als offizieller Medienpartner. Wir werden euch über die neusten Entwicklungen rund um das neue Event auf dem Laufenden halten.
Dressel, Finke, Ledecky und Co. greifen in Atlanta an


(14.05.2024) In dieser Woche lohnt sich für Schwimmfans ein Blick in die USA, denn gut einen Monat bevor es bei den US Trials um die Olympiatickets geht, kommen zahlreiche amerikanische Schwimm-Asse zu einem Formtest zusammen.
So werden ab Mittwoch beim 2024 Atlanta Classic unter anderem Bobby Finke, Caeleb Dressel und Katie Ledecky auf die Jagd nach schnellen Zeiten gehen. Die international hochdekorierten Stars werden in Atlanta allesamt nicht nur ihre Paradestrecken in Angriff nehmen, sondern auch über das gewohnte Programm hinaus ins Wettkampfgeschehen eingreifen. Aus deutscher Sicht dürften insbesondere die Leistungen von Bobby Finke spannend zu beobachten sein, denn auf den langen Freistilstrecken zählt der Doppelolympiasieger von Tokio zu den engsten Konkurrenten des deutsche Power-Quartetts um Florian Wellbrock, Lukas Märtens, Oliver Klemet und Sven Schwarz.
Parallel werden in dieser Woche zudem Wettkämpfe in Indianapolis (Indiana), Austin (Texas), Irvine (Kalifornien) und Richmond (Virginia) stattfinden.
Keine Überraschungen: DSV schlägt 24 Aktive zur Olympianominierung vor


(13.05.2024) Nachdem der Qualifikationszeitraum für die Olympischen Spiele mit den Deutschen Meisterschaften vor zwei Wochen zu Ende gegangen ist, wird der Deutsche Schwimm-Verband nun 24 Aktive aus dem Beckenschwimmen zur Nominierung für die Spiele in Paris vorschlagen. Das gab der Verband am Montag bekannt.
Im Team gibt es keine Überraschungen: Alle Namen auf der Qualifikantenliste des DSV hatten sich gemäß der Nominierungsrichtlinien die Tickets nach Paris geschnappt. Zusätzliche Vorschläge z.B. für Staffeln gibt es keine. Die finale Entscheidung über die Nominierungen der Aktiven trifft der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) nun bis 4. Juni. Dies gilt jedoch als Formsache, es ist unwahrscheinlich, dass es noch einmal zu Änderungen kommen wird.
“Wir freuen uns, nach einer Qualifikation mit vielen Topleistungen, deutschen Rekorden und Bestzeiten eine schlagkräftige Besetzung für das Team Deutschland vorschlagen zu können und werden unseren Aktiven auf ihrem Weg nach Paris größtmögliche Unterstützung zukommen lassen”, sagte DSV-Leistungssportdirektor Christian Hansmann. Zur Olympiavorbereitung sind unter anderem noch Höhentrainingslager in Spanien oder der Türkei geplant.
DSV-Nominierungsvorschlag für die Olympischen Spiele 2024 in Paris (Beckenschwimmen):
Frauen: Isabel Gose (SC Magdeburg), Anna Elendt (SG Frankfurt), Nina Holt (SG Mönchengladbach), Angelina Köhler (SG Neukölln Berlin), Nicole Maier (SG Gladbeck/Recklinghausen) Leonie Märtens (SC Magdeburg), Julia Mrozinski (ECW Eschborn), Laura Riedemann (SV Halle/Saale), Nele Schulze (SG Neukölln Berlin)
Männer: Luca Nik Armbruster (SG Neukölln Berlin), Ole Braunschweig (SG Neukölln Berlin), Cedric Büssing (SG Essen), Melvin Imoudu (Potsdamer SV), Oliver Klemet (SG Frankfurt), Lukas Märtens (SC Magdeburg), Lucas Matzerath (SG Frankfurt), Rafael Miroslaw (SG HT16 Hamburg), Sven Schwarz (Waspo 98 Hannover), Josha Salchow (SV Nikar Heidelberg), Artem Selin (SC Wiesbaden 1911), Timo Sorgius (SSG Leipzig), Marek Ulrich (SSG Leipzig), Peter Varjasi (TB Erlangen 1888), Florian Wellbrock (SC Magdeburg)
Katie Ledecky peilt Olympia 2028 an


(13.05.2024) Für viele mag das Jahr 2028 noch in ferner Zukunft liegen. Dennoch richtet vor allem die Sportwelt schon jetzt das ein oder andere Augenmerk auf die übernächsten Olympischen Spiele, die in Los Angeles ausgetragen werden. Mit Katie Ledecky gab bereits eine absolute Schwimmgröße bekannt, ihre Schwimmkarriere unbedingt bis zu den Heimspielen fortsetzen zu wollen.
Diese Karriereambitionen betonte die siebenfache Olympiasiegerin in einem Interview mit NBS, nachdem sie es bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr bereits angedeutet hatte. "Olympia in Los Angeles ist sehr reizvoll. Nicht viele Athleten bekommen die Möglichkeit, bei Heimspielen anzutreten. Aktuell plane ich auf jeden Fall bis 2028 weiterzumachen, egal ob ich am Ende über eine oder mehrere Strecken oder auch nur in der Staffel dabei bin", erklärte Ledecky.
Im Jahr 2012 startete die hochdekorierte Amerikanerin als 15-Jährige erstmals bei Olympia und würde in Los Angeles somit mit 31 Jahren ihre fünften olympischen Wettkämpfe bestreiten. Zunächst einmal stehen für Katie Ledecky jedoch die Titelkämpfe in Paris bevor, für die sie als Favoritin über die 800m und 1500m Freistil gilt. Im kommenden Monat kann Ledecky bei den US Trials ihr Ticket nach Paris lösen.
24-köpfiges Team für Schwimm-EM 2024 berufen


(10.05.2024) Auch wenn die Europameisterschaften in einem olympischen Jahr nicht den allgemeinen Saisonhöhepunkt darstellen, bilden die Titelkämpfe dennoch eine attraktive Möglichkeit, sich auf der internationalen Bühne zu beweisen. Diese Chance werden in wenigen Wochen insgesamt 24 deutsche Schwimm-Asse nutzen, die in das EM-Team berufen wurden.
Für die Beckenwettbewerbe, die vom 17. bis 23. Juni in der serbischen Hauptstadt Belgrad ausgetragen werden, nominierte der Deutsche Schwimm-Verband sieben Schwimmerinnen und siebzehn Schwimmer.
Neben zahlreichen Nachwuchstalenten und erprobten Nationalschwimmern werden auch einige Olympiateilnehmer wie beispielsweise Melvin Imoudu und Lucas Matzerath das deutsche Aufgebot bei den Europameisterschaften verstärken und die Titelkämpfe somit als unmittelbare Vorbereitung auf Paris nutzen.
Auch aus internationaler Sicht wird es spannend zu sehen sein, welche Schwimmstars sich letztendlich entscheiden, vor den Olympischen Spielen auch bei der EM in den Kampf um die Medaillen einzugreifen.
Die Schwimmerinnen und Schwimmer wurden vom DSV für die EM 2024 nominiert:
Damen: Jessica Felsner, Nina Sandrine Jazy, Maya Werner, Nicole Maier, Celine Rieder, Jeannette Spiwoks, Leonie Kullman
Herren: Artem Selin, Luca Nik Armbruster, Björn Kammann, David Thomasberger, Cornelius Jahn, Christian Diener, Melvin Imoudu, Noel de Geus, Lucas Matzerath, Peter Varjasi, Martin Wrede, Ole Mats Eidam, Danny Schmidt, Marius Zobel, Philipp Peschke, Jarno Bäschnitt, Finn Wendland
400m-Olympiasieger Ahmed Hafnaoui verzichtet auf Paris


(09.05.2024) Auch wenn die Olympischen Spiele noch mehr als zwei Monate in der Ferne liegen, steht bereits in diesen Tagen fest, dass es über die 400m Freistil der Männer einen neuen Olympiasieger geben wird. Denn der tunesischen Titelverteidiger Ahmed Hafnaoui wird in Paris überraschend nicht mit von der Partie sein.
Hafnaoui hatte bei den Olympischen Spielen in Tokio auf der Außenbahn sensationell die Goldmedaille geholt und seinen Platz in der absoluten Weltspitze bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr mit Weltmeistertiteln (800m und 1500m Freistil) sowie einer Silbermedaille (400m Freistil) glanzvoll bestätigen können. Mit diesen Erfolgen hätte der mittlerweile 21-Jährige auch für Paris zum engsten Kreis der Favoriten über die langen Freistilstrecken gezählt, zu dem zweifellos auch die deutschen Schwimm-Asse Lukas Märtens, Florian Wellbrock, Oliver Klemet und Sven Schwarz gehören.
Wie das nationale Olympia Komitee nun aber bekannt gab, wird der tunesische Hoffnungsträger nicht für die anstehenden Olympischen Spiele nominiert werden. Hafnaoui selbst bestätigte diesen Umstand. Auch den angestrebten Trainingsortwechsel in die USA wird Hafnaoui nicht wie geplant umsetzen. Als Grund wird mittlerweile eine nicht näher definierte Verletzung genannt. Wie die sportliche Zukunft des erfolgreichsten tunesischen Schwimmers seit Oussama Mellouli aussehen wird, bleibt daher abzuwarten.
In Hinblick auf Paris sorgt das Fehlen des Titelverteidigers zweifellos für zusätzliche Spannung in einem ohnehin schon engen Favoritenfeld über die langen Freistilstrecken.
DSV nominiert 40 Talente für die Junioren-EM 2024


NEWS zur Junioren-EM 2024 powered by Speedo


(08.05.2024) Der Deutsche Schwimm-Verband hat die ersten 40 jungen Schwimmerinnen und Schwimmer für die Junioren-Europameisterschaften 2024 in Vilnius (Litauen) nominiert. Weitere Namen im Team für die vom 2. bis 7. Juli stattfindenden Titelkämpfe könnten noch hinzu kommen.
Die nun nominierten 19 Damen und 21 Herren haben im Qualifikationszeitraum im April die entsprechenden Normzeiten erfüllt und ihren Platz im Team damit sicher. Weitere freie Plätze können noch für außergewöhnlich guten Leistungen bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften vom 22. bis 26. Mai in Berlin unter Berücksichtigung der Gesamtgröße der Mannschaft vergeben werden.
„40 Athlet*innen ist eine erfreulich hohe Zahl, damit haben wir noch einmal ein deutlich größeres Team als im vergangenen Jahr zum gleichen Zeitpunkt. Das unterstreicht, dass im Nachwuchsbereich in den Vereinen gut gearbeitet worden ist“, sagt Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes.
Mit Alina Baievych, Marian Plöger, Anna Maria Börstler und Julia Ackermann in der weiblichen Jugend sowie Emilian Hollank auf männlicher Seite sind gleich mehrere Medaillisten der letztjährigen Junioren-EM in Belgrad wieder dabei. Ihre JEM-Premiere erlebt Linda Roth, die im Vorjahr mit sechs Medaillen (darunter viermal Gold) beim European Youth Olympic Festival (EYOF) abgeräumt hatte – sie macht nun den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung und soll die Mannschaft gut verstärken, auch in den Staffeln.
„Wir haben viele Finalhoffnungen dabei und hoffen jetzt, dass alle gesund bleiben, nachdem wir beim letzten Mal diesbezüglich ja etwas gebeutelt waren“, sagt Gooßes. Damit meint er auch Vincent Passek und Arne Schubert, die 2023 krankheitsbedingt auf einen Start verzichten mussten und jetzt umso motivierter an den Start gehen.
Das deutsche Team für die Junioren-EM Schwimmen in Vilnius (Stand: 08. Mai):
weiblich:
Noelle Benkler, Jette Lenz, Sophie Lenze, Lena Ludwig (alle SV Nikar Heidelberg), Julia Ackermann, Yara Fay Riefstahl, Lise Seidel (alle SC Chemnitz), Julianna Dora Bocska, Laura Sophie Kohlmann (beide SG Essen), Alina Baievych (TB 1888 Erlangen), Lena Sophie Bauer (SG Neukölln Berlin), Klara Sophie Beierling (SG Berliner Wasserratten), Anna Maria Börstler (SC Magdeburg), Mira Helget (SG Region Karlsruhe), Marian Plöger (VfL Sindelfingen), Linda Roth (SV Cannstatt), Hannah Schneider (Hofheimer SC), Leni von Bonin (Dresdner SC 1898), Ewa zur Brügge (SV Halle/Saale)
männlich:
Hugo Engelien, Finn-Constantin Kleinheinz, Johannes Liebmann, Arne Schubert (alle SC Magdeburg), Kenneth Bock, Jan Malte Gräfe, Noah Schötz (alle Potsdamer SV), Finn Hammer, Julian Koch, Simon Reinke (alle SG Essen), Lukas Fritzke, Michael Raje (beide SSG Saar-Max Ritter), Vincent Passek, Maximilian Warkentin (beide Berliner TSC), Franz Ahnert (Erfurter SSC), Subäjr Biltaev (SV Cannstatt), Melvyn Faber-Billot (SG Frankfurt), Emilian Hollank (TSV Riedlingen), Leo Leverkus (SG Region Karlsruhe), Sascha Macht (SSG Leipzig), Jonathan Samuel Turck (VfL 1899 Osnabrück)
Deutscher Altersklassenrekord für Larus Thiel in Dortmund


(08.05.2024) Bei den Nordrhein-Westfälischen Jahrgangsmeisterschaften glänzte ein Nachwuchstalent am Wochenende ganz besonders. Denn bei den in Dortmund ausgetragenen Titelkämpfen sprintete Larus Thiel über die 50m Freistil zu einem neuen Deutschen Altersklassenrekord.
Mit seiner Zeit von 23,34 Sekunden stellte der Schwimmer der SG Bayer die bisherige Bestmarke bei den 15-Jährigen von Maximilian Oswald aus dem Jahr 2009 ein - das Jahr in dem der mehrfache Deutsche Jahrgangsmeister geboren wurde.
Larus Thiel konnte bei den Jahrgangsmeisterschaften in NRW zudem auch die 200m Freistil (1:59,85), 50m Schmetterling (25,01) und 100m Schmetterling (57,44) für sich entscheiden.
Links zum Thema:
21,71! Frankreichs Sprintstar Florent Manaudou in starker Form


(06.05.2024) Bei den am Wochenende in Lyon ausgetragenen 2024 Open des Gones präsentierte sich Frankreichs Schwimm-Elite wenige Monate vor den Heimspielen in Paris in überzeugender Form.
Insbesondere der 33-jährige Sprintkönig Florent Manaudou glänzte über die 50m Freistil mit einer starken Zeit von 21,71 Sekunden - und das schon in den Vorläufen. Für Manaudou war dies die schnellste Zeit in diesem Jahr, mit der er nun auf dem neunten Platz in der Weltrangliste steht.
Im Finale war der Olympiasieger von 2012 in 21,83 Sekunden dann nochmal ähnlich flott unterwegs. Durchaus erwähnenswert: Florent Manaudou stand bei den drei letzten Olympischen Spielen über die kurze Freistilstrecke immer auf dem Podium und wird somit auch in Paris vermutlich zum Kreis der Favoriten zählen.
Auch über die 100m Freistil griff Manaudou ins Wettkampfgeschehen gegen die nationale Konkurrenz ein. In 49,11 Sekunden musste er sich nur von Maxime Grousset (48,72) geschlagen geben, der in Lyon zudem über die 100m Schmetterling (52,38) triumphierte.
Mitte Juni wird es dann für Frankreichs Schwimm-Asse ernst, wenn im Rahmen der Französischen Meisterschaften (16.-21.06) die Olympiatickets vergeben werden.
Wasserfreunde aus Hannover schwimmen nächsten Staffelrekord


(06.05.2024 | Bild: Patrick Wallbaum) Nächster Rekordversuch, nächster Deutscher Staffelrekord. Nachdem die Damen der Wassersportfreunde 98 aus Hannover vor wenigen Wochen eine neue nationale Bestmarke über die 4x50m Brust ins Wasser zauberten, legten die Herren am vergangenen Wochenende eindrucksvoll nach.
Im Rahmen des W98 Hannover Diapolo Meets war für die 10x100m Freistil Staffel ein Rekordversuch angemeldet worden, der in souveräner Manier gemeistert wurde. In 8:41,76 Minuten waren der angehende Olympia-Teilnehmer Sven Schwarz und seine Teamkollegen Mikael Guliyev, Markus Kriks, Florian Quappill, Nikita Schewz, Tillmann Lau, Mitja Ebeling, Leonard von Hunnius, Finn Wendland und Martin Wrede schneller unterwegs als je eine deutsche Staffel zuvor.
Die schnellste Einzelzeit kam dabei von Schlussschwimmer Martin Wrede, der in 49,90 Sekunden die 50 Sekunden Marke knacken konnte. Den bisherigen Deutschen Rekord hielt seit 2010 die SG Essen in 8:48,70 Minuten.
Die Champions der Süddeutschen Meisterschaften 2024


(06.05.2024) Nur eine Woche nach den nationalen Titelkämpfen in Berlin, richtete der SV Delphin Ingolstadt am vergangenen Wochenende die Süddeutschen Meisterschaften aus.
Wir haben hier eine Übersicht all derjenigen Schwimmerinnen und Schwimmer erstellt, die die Siege in der offenen Klasse davontrugen.
Die Champions der Süddeutschen Meisterschaften 2024:
.
|
|
Damen |
Herren |
|
50m Freistil |
Pia Helli Henning SG Frankfurt 26,47 |
Sebastian Pierre-Louis SG Frankfurt 23,06 |
|
100m Freistil |
Pia Helli Henning SG Frankfurt 57,21 |
Chris Gabriel Popii SV Nikar Heidelberg 52,87 |
|
200m Freistil |
Lena Schirmer SSG Saar Max Ritter 2:07,03 |
Nick Beratz SSV Lahr 1921 1:55,04 |
|
400m Freistil |
Marie Strohalm SG Frankfurt 4:27,08 |
Adrian Eichler SC Wiesbaden 1911 4:07,86 |
|
50m Brust |
Sophie Wendler TSV 1909 Gersthofen 32,99 |
Sebastian Pierre-Louis SG Frankfurt 28,62 |
|
100m Brust |
Sophie Wendler TSV 1909 Gersthofen 1:12,33 |
Mathis Schönung SG EWR Rheinhessen-Mainz 1:02,29 |
|
200m Brust |
Mira Kolbmann SC Prinz Eugen München 2:38,21 |
Marco Koch SG Frankfurt 2:14,41 |
|
50m Rücken |
Nora Flehmig SSG Coburg 30,35 |
David Cicero SC Regensburg 26,90 |
|
100m Rücken |
Nikoletta Bujak TG Geislingen 1:04,46 |
Fritz Dietz SG Frankfurt 57,07 |
|
200m Rücken |
Mira Helget SGR Karlsruhe 2:17,98 |
Peer Möller SG Frankfurt 2:06,60 |
|
50m Schmetterling |
Stella Lentge SG Frankfurt 27,87 |
Tymur Olmechenko TB 1888 Erlangen 25,20 |
|
100m Schmetterling |
Stella Lentge SG Frankfurt 1:02,83 |
Jeremias Pock TSV Altenfurt-Nürnberg 55,33 |
|
200m Schmetterling |
Helena Jurack SSG Saar Max Ritter 2:21,56 |
Ankush Yalgi SG Frankfurt 2:06,03 |
|
200m Lagen |
Marie Strohalm SG Frankfurt 2:24,00 |
Jeremias Pock TSV Altenfurt-Nürnberg 2:01,68 |
|
4x100m Freistil |
SG Frankfurt Lentge/ Henning/ Strohalm/ Lehr 3:56,79 |
SG Frankfurt Dietz/ Düll/ Wrzesniewski/ Pierre-Louis 3:31,94 |
|
4x100m Lagen |
SG Frankfurt Schneider/ Lehr/ Lentge/ Henning 4:26.58 |
SG Frankfurt Dietz/ Koch/ Düll/ Pierre-Louis 3:54,48 |
|
4x200m Freistil |
SG Frankfurt Henning/ Lehr/ Strohalm/ Lentge 8:33,62 |
SG Frankfurt Yalgi/ Wrzesniewski/ Düll/ Dietz 7:50,31 |
|
4x100m Freistil mixed |
SG Frankfurt Düll/ Lehr/ Henning/ Pierre-Louis 3:41,45 |
|
|
4x100m Lagen mixed |
SG Frankfurt Dietz/ Koch/ Lentge/ Henning 4:04,60 |
.
TIPP: Swimfreaks war in diesem Jahr offizieller Sponsor der Süddeutschen Meisterschaften! Da Swimfreaks-Stand vor Ort die Eventsachen bereits schnell ausverkauft waren, könnt ihr sie online nachbestellen! Klickt euch einfach hier rein --> Eventshop der Süddeutschen Meisterschaften 2024 - Ingolstadt
Links zu den Süddeutschen Meisterschaften 2024:
Olympia-Medaillengewinner Bruno Fratus verzichtet verletzungsbedingt auf Paris


(03.05.2024) Nachdem er vor drei Jahren bei den Olympischen Spielen in Tokio noch über die Bronzemedaille auf den 50m Freistil jubeln durfte, wird der brasilianische Top-Schwimmer Bruno Fratus diesen Erfolg bei den Titelkämpfen in Paris nicht wiederholen können.
Nachdem der 34-jährige Sprintstar in den zurückliegenden Monaten vermehrt mit Verletzungen zu kämpfen hatte, gab er diese Woche auf den sozialen Medien bekannt, dass er aktuell nicht in der Form ist, bei den anstehenden Brasilianischen Meisterschaften an den Start zu gehen. Da diese gleichzeitig die einzige Qualifikationsmöglichkeit für Olympia-Tickets darstellen, wird der mehrfache Medaillengewinner bei Weltmeisterschaften in Paris nicht Teil des brasilianischen Teams sein.
Auch die zurückliegende WM in Doha hatte Fratus aufgrund einer Knieoperation absagen müssen. Fratus betonte jedoch, dass die Absage der Olympischen Spiele in Paris noch nicht das Karriereende bedeuten. Sein Körper zahle aktuell allerdings den Preis für die jahrelang hohe Belastung.
China: 11-Jährige schwimmt 4:40 über 400 Lagen


(02.05.2024) Bei den zurückliegenden Chinesischen Meisterschaften sorgte neben altbekannten Gesichtern auch die erst 11-jährige Yu Zidi für Aufsehen. Denn das junge Ausnahmetalent erstaunte nicht nur mit einigen Hammerzeiten, sondern kürte sich über die 400m Lagen sogleich zur chinesischen Vizemeisterin.
Mit ihrer Zeit von 4:40,97 Minuten hätte Yu Zidi vergangene Woche bei den Deutsche Meisterschaften die lange Lagenstrecke sogar souverän für sich entschieden - und das mit mehr als sieben Sekunden Vorsprung. Auch die vom Weltverband geforderte Olympianorm war für die im Oktober 2012 geborene Nachwuchshoffnung gerade einmal zweieinhalb Sekunden entfernt.
Besonders stark präsentierte sich Yu Zidi zudem über die 400m Freistil, die sie in beeindruckenden 4:10,73 Minuten absolvierte. Zum Vergleich: der Deutsche Altersklassenrekord der 12-Jährigen (geboren im Jahr 2012) steht bei 4:33,83 Minuten und wird seit 1979 von Trixi Kubin gehalten.
Die weiteren Leistungen Yu Zidis bei den chinesischen Meisterschaften:
- 50m Freistil – 26.41
- 100m Freistil – 56.32
- 200m Freistil - 2:00.32
- 400m Freistil – 4:10.73
- 800m Freistil – 8:45.47
- 1500m Freistil – 16:46.40
- 100m Rücken – 1:05.06
- 100m Brust – 1:14.41
- 200m Schmetterling – 2:14.04
- 400m Lagen – 4:40.97
Mit gerade einmal neun Jahren wurde Yu Zidi bei einem kleinen Provinzwettkampf dank auffallend starker Leistungen entdeckt und trainiert seitdem in Hengshui als Teil des "Hebei Provincial Swimming Training" Programms. Die zukünftige Leistungsentwicklung des jungen chinesischen Schwimmtalents darf auf jeden Fall mit Spannung verfolgt werden.
Fast 1000 Schwimmtalente bei den Süddeutschen Meisterschaften! Das Meldeergebnis ist da


(02.05.2024) Fast 1000 Schwimmerinnen und Schwimmer greifen am Wochenende bei den Süddeutschen Meisterschaften in Ingolstadt nach Medaillen und Bestzeiten. Dies geht aus dem Meldeergebnis der Süddeutschen Meisterschaften hervor.
Mehr als 160 Vereine gastieren bei den vom SV Delphin Ingolstadt ausgerichteten Titelkämpfen - ein rekordverdächtiges Teilnehmerfeld. Die Süddeutschen Meisterschaften sind gemeinsam mit den Norddeutschen Meisterschaften und den NRW-Landesmeisterschaften die zweithöchsten überregionalen Titelkämpfe Deutschlands. Das Sportbad Ingolstadt mit seinem 10-Bahnen-Becken bietet dafür hervorragende Bedingungen.
TIPP: Swimfreaks ist in diesem Jahr offizieller Sponsor der Süddeutschen Meisterschaften! Am Swimfreaks-Stand könnt ihr von Freitag bis Sonntag T-Shirts und Pullover mit dem Eventlogo sowie unseren Swimfreaks-Designs bedrucken lassen!


Neu in diesem Jahr: Im Gegensatz zu zurückliegenden Saisons gibt es keine getrennten Wettkämpfe für die jüngeren und älteren Jahrgänge, sondern es findet eine große Süddeutsche Meisterschaft für die Jahrgänge 2005 bis 2011 sowie der offenen Klasse statt.
Links zu den Süddeutschen Meisterschaften 2024:
UPDATE: Diese Nachwuchstalente haben bislang die JEM-Normen geknackt


NEWS zur JEM 2024 powered by Speedo


(30.04.2024) Bei den am vergangenen Wochenende ausgetragenen Deutschen Meisterschaften wurden nicht nur die letzten Olympia-Tickets vergeben, sondern auch erneut zahlreiche Normzeiten für die Junioren-Europameisterschaften geknackt.
Für die Anfang Juli in Vilnius (Litauen) stattfindenden Titelkämpfe konnten sich im Rahmen der ersten Qualifikationsphase 37 Nachwuchstalente empfehlen. Diese Bilanz ist durchaus beeindruckend und spricht für die erfolgsversprechende Nachwuchsarbeit im deutschen Schwimmsport. Im vergangenen Jahr hatte sich das deutsche Aufgebot bei der JEM bestehend aus 35 Aktiven einen starken zweiten Platz in der Teamwertung gesichert.
Als Normerfüller neu dazu gekommen sind bei den deutschen Meisterschaften folgende junge Schwimmerinnen und Schwimmer: Julianna Dora Bocska, Klara Sophie Beierling, Alina Baievych, Ewa zur Brügge, Sascha Macht, Lukas Fritzke, Simon Reinke, Leo Leverkus, Melvyn Faber-Billot, Jan Malte Gräfe, Finn Hammer, Julian Koch, und Victor Sanin.
Ein besonders straffes Wettkampfprogramm könnte der Cannstatterin Linda Roth bevorstehen. Das 16-jährige Allroundtalent konnte sich über insgesamt sechs Einzelstrecken für die JEM empfehlen.
Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (22.-26. Mai) wird es erneut die Möglichkeit geben, sich die noch freien Startplätze bei den Junioren-Europameisterschaften zu schnappen. Auf den Einzelstrecken darf jede Nation maximal vier Personen an den Start schicken. Entscheidend ist jedoch, dass alle bereits Qualifizierten nicht mehr von ihren Startplätzen verdrängt werden können. Auf folgenden Strecken gibt es dementsprechend noch Tickets zu holen:
Damen:
50m Freistil (1), 100m Freistil (1), 200m Freistil (3), 400m Freistil (1), 800m Freistil (2), 1500m Freistil (2), 100m Brust (2), 200m Brust (2), 100m Rücken (1), 200m Rücken (1), 100m Schmetterling (1), 200m Schmetterling (1), 200m Lagen (1)
Herren:
50m Freistil (3), 100m Freistil (2), 200m Freistil (1), 800m Freistil (1), 200m Brust (1), 100m Rücken (3), 200m Rücken (3), 100m Schmetterling (1), 200m Schmetterling (4), 200m Lagen (1), 400m Lagen (2)
Die bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften erzielten Leistungen werden zudem auch über die Staffelplätze entscheiden.
Die Normerfüller für die Junioren-Europameisterschaften 2024:
|
Frauen Jg. 2006 |
Frauen Jg. 2007-2009 |
|
Männer Jg. 2006-2008 |
|
|
|
Strecke |
|
|
0:25,65 |
0:25,95 |
50 Freistil |
0:23,15 |
|
0:55,70 |
0:56,40 |
100 Freistil |
0:50,50 |
|
2:01,00 |
2:02,40 |
200 Freistil |
1:51,10 |
|
4:15,00 |
4:18,10 |
400 Freistil |
3:54,60 |
|
8:45,80 |
8:52,20 |
800 Freistil |
8:08,70 |
|
16:45,80 |
16:58,00 |
1500 Freistil |
15:36,70 |
|
1:09,60 |
1:10,50 |
100 Brust |
1:03,10 |
|
2:29,60 |
2:31,40 |
200 Brust |
2:17,10 |
|
1:02,20 |
1:03,00 |
100 Rücken |
0:56,20 |
|
2:15,20 |
2:16,90 |
200 Rücken |
2:02,40 |
|
1:00,30 |
1:01,00 |
100 Schmett. |
0:54,20 |
|
2:13,80 |
2:15,40 |
200 Schmett. |
2:01,60 |
|
2:16,70 |
2:18,40 |
200 Lagen |
2:04,40 |
|
4:50,30 |
4:53,90 |
400 Lagen |
4:27,10 |
. *Sollten wir jemanden übersehen haben, bitten wir um kurze Mitteilung um diejenigen noch ergänzen zu können.
Medaillenregen für Deutschlands Para-Schwimmteam bei der EM


(29.04.2024) 18 Medaillen, ein Gold-Hattrick, Debütanten-Edelmetall, ein Weltrekord und ein bemerkenswertes Comeback: Die deutsche Nationalmannschaft im Para Schwimmen hat bei den Europameisterschaften auf Madeira (Portugal) einige Ausrufezeichen gesetzt und vier Monate vor Beginn der Paralympics wichtige Erkenntnisse mitgenommen. Erfolgreichste Athletinnen waren Gina Böttcher und Verena Schott, zudem holte Taliso Engel EM-Gold mit Weltrekord.
Sieben Mal Gold, sechs Mal Silber und fünf Mal Bronze gewann das deutsche Team und belegte damit Platz sieben im abschließenden europäischen Medaillenspiegel dieser auch für andere Nationen geöffneten Wettbewerbe, bei denen erstmals wieder Aktive aus Russland und Belarus als sogenannte neutrale paralympische Teilnehmende starteten. „Wir wissen, dass eine EM immer ein anderer Maßstab ist als eine WM oder die Paralympics. Daher schauen wir nicht nur auf die Medaillen, sondern vor allem auch auf die Zeiten und die direkte Auseinandersetzung mit den anderen Nationen. Insgesamt können wir viel Motivation und Selbstbewusstsein für den weiteren Weg in Richtung Paris mitnehmen, viele Zeiten lassen uns optimistisch sein“, betont Bundestrainerin Ute Schinkitz
Allen voran zeigte Taliso Engel seine bestechende Form trotz einiger gesundheitlicher Rückschläge in den vergangenen Jahren und anhaltender Schwierigkeiten mit dem rechten Ohr, auf dem er auch nach dem Einsetzen eines speziellen Implantats noch kaum etwas hört. Dies beeinträchtigt ihn jedoch mehr im Alltag als im Becken. Über seine Paradestrecke 100 Meter Brust gewann der sehbehinderte Athlet von der SG Bayer nicht nur den EM-Titel, sondern stellte im Vorlauf sogar einen neuen Weltrekord auf. Mit 1:02,22 Minuten war er 0,75 Sekunden schneller als 2021 bei den Paralympics. „Ich konnte endlich meine Bestzeiten aus Tokio knacken, daher bin ich sehr zufrieden mit der EM – auch wenn ich im Finale gerne noch schneller gewesen wäre“, sagt Engel, dem auch ein deutscher Rekord über 200 Meter Lagen gelang.
Zur dreifachen Europameisterin krönte sich Gina Böttcher, für die es die ersten internationalen Titel ihrer Karriere waren. „Dass es drei Goldmedaillen werden, hätte ich im Leben nicht gedacht. Das zeigt, dass sich die Arbeit im Training ausgezahlt hat. Mit Blick auf die Paralympics gibt mir das Selbstvertrauen“, sagt die 23-Jährige vom SC Potsdam. Lob gab es daher auch von der Bundestrainerin: „Ich bin positiv begeistert von ihren Leistungen. Gina hat ihre tolle Entwicklung absolut unterstrichen.“
Noch mehr Edelmetall sammelte Verena Schott, die direkt am ersten Wettkampftag Europameisterin wurde und zudem den goldenen Schlusspunkt setzte. Dazu gewann die 35-Jährige vom BPRSV aus Cottbus einmal Silber und zweimal Bronze. Die mit sechs Medaillen erfolgreichste deutsche Athletin der Weltmeisterschaften 2023, Tanja Scholz, erzielte eine Bronzemedaille, musste dann jedoch weitere Strecken absagen. Wichtig für sie war die internationale Klassifizierung. Josia Topf meldete sich nach seinem WM-Ausfall im Vorjahr nun mit drei Silbermedaillen zurück. Ein bewegendes Comeback auf der großen internationalen Bühne feierte Maike Naomi Schwarz, die im April 2021 mit schweren Depressionen eine mehrjährige Pause einlegen musste. Die Athletin vom SC Potsdam verpasste bei ihrer Rückkehr zwar das Treppchen knapp, schwamm aber über 100 Meter Rücken deutschen Rekord und die Paralympics-Norm.
Gold ging auch an Elena Semechin (geb. Krawzow) auf ihrer Paradestrecke 100 Meter Brust. Die sehbehinderte Schwimmerin, die den nach den Spielen in Tokio festgestellten Hirntumor nach kräftezehrender Chemotherapie vorerst besiegt hat, ist damit aktuelle Paralympics-Siegerin, Welt- und Europameisterin. Teamkollege Malte Braunschweig vom Berliner Schwimmteam gewann Silber über 100 Meter Schmetterling und Mira Jeanne Maack Bronze über 100 Meter Rücken. Zudem freute sich die Debütantin Charlotte Kast über Silber und Bronze bei ihrem ersten großen internationalen Auftritt. Die 15-Jährige profitierte dabei von überschaubarer Konkurrenz auf europäischer Ebene. Jüngste deutsche Athletin war Johanna Döhler mit 13 Jahren, der über 400 Meter Freistil ein deutscher Rekord gelang.
„Alle 15 Athletinnen und Athleten haben es ins Finale geschafft, das freut uns sehr. Einige haben ihre Ambitionen auf Edelmetall in Paris untermauert. Viele Vorhaben wurden gut umgesetzt, gleichzeitig haben wir aufgezeigt bekommen, woran wir in den kommenden Wochen und Monaten noch arbeiten müssen. Nach einer kurzen Verschnaufpause werden wir uns weiter mit Volldampf auf die Paralympics vorbereiten“, sagt Bundestrainerin Ute Schinkitz. Nächster Halt auf dem Weg nach Paris sind die Internationalen Deutschen Meisterschaft in Berlin vom 30. Mai bis 2. Juni. Bei den Spielen im Nachbarland hat das Nationalteam zwölf Startplätze erkämpft, sieben deutsche Schwimmerinnen und fünf Schwimmer werden das Team Deutschland Paralympics in Paris vertreten.
Die deutschen Medaillen im Überblick:
Gold: 3x Gina Böttcher (150m Lagen/SM4; 50m Rücken/S4; 50m Freistil/S4), 2x Verena Schott (100m Rücken/S6; 50m Schmetterling/S6), Taliso Engel (100m Brust/SB13), Elena Semechin (100m Brust/SB12)
Silber: 3x Josia Topf (150m Lagen/SM3; 50m Rücken/S3; 50m Freistil/S3), Malte Braunschweig (100m Schmetterling/S9), Charlotte Kast (400m Freistil/S7), Verena Schott (200m Lagen/SM6)
Bronze: 2x Verena Schott (100m Brust/SB5; 400m Freistil/S6), Charlotte Kast (200m Lagen/SM7), Mira Jeanne Maack (100m Rücken/S8), Tanja Scholz (50m Brust/SB2)
Text: DBS / Bild: Tino Henschel
