57,13 über 100 Rücken: Regan Smith holt sich ihren WELTREKORD zurück!

(19.06.2024) Es ist bereits der zweite Weltrekord, der bei den US Trials in Indianapolis in dieser Woche zu Fall gebracht wurde! Nachdem Gretchen Walsh am ersten Wettkampftag über die 100m Schmetterling mit einer neuen Allzeit-Bestmarke überraschen konnte, legte Regan Smith in der vergangenen Nacht (MEZ) eindrucksvoll nach und schnappte sich den Weltrekord über die 100m Rücken, den sie bereits vor fünf Jahren erstmals ihr Eigen nennen durfte. 

In 57,13 Sekunden blieb Smith genau zwei Zehntel unterhalb der bisherigen Bestmarke von ihrer australischen Dauerrivalin Kaylee McKeown. Diese hatte der 22-jährigen Amerikanerin den Weltrekord im Jahr 2021 abgenommen und seitdem kontinuierlich verbessert. Es sei Teil des Plans gewesen, sich diesen Rekord in dieser Woche zurückzuholen, sagte Smith im Interview nach ihrem Glanzrennen. Mit den zwei frischgebackenen Weltrekordhalterinnen Walsh und Smith wird auch das amerikanische Lagenquartett der Damen zweifellos als favorisierte Staffel um Olympiagold nach Paris reisen. 

Das zweite Einzelticket über die 100m Rücken sicherte sich Katharine Berkhoff, die in starken 57,91 Sekunden erneut unter der Marke von 58 Sekunden blieb. 

Zwei weitere Olympiatickets wurden im Finale der Männer über die 800m Freistil vergeben. Hier triumphierte erwartungsgemäß der amtierende Olympiasieger Bobby Finke, der sich in 7:44,22 Minuten gegenüber der nationalen Konkurrenz um Luke Whitlock (7:45,19) durchsetzen konnte. Beide werden in Paris unter anderem auf die deutschen Hoffnungsträger Sven Schwarz und Oliver Klemet treffen.  

In den Halbfinals des vergangenen Wettkampftages zeigten Amerikas Schwimm-Asse ebenfalls reihenweise überzeugende Leistungen. Insbesondere Matt Fallon, der über die 200m Brust in 2:07,39 Minuten lediglich 22 Hundertstel über dem amerikanischen Rekord blieb. Luca Urlando wird im Finale über die 200m Schmetterling nach seiner Vorleistung von 1:54,64 Minuten als der Gejagte an den Start gehen. 

Nach der erfolgreichen Qualifikation für Paris über die 100m Schmetterling, kündigte Torri Huske auch über die 100m Freistil ihre Ambitionen für einen Platz im amerikanischen Olympiateam an. In 52,90 Sekunden blieb die hochdekorierte 21-Jährige als einzige Schwimmerin des Feldes unterhalb der 53 Sekunden Marke. 

Bei den Männern war Chris Guiliano (47,25) über die selbe Strecke am schnellsten unterwegs. Aber auch Jack Alexy, Caeleb Dressel und Hunter Armstrong haben gute Aussichten, im Endlauf ganz vorne mitzumischen. 

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EUROPAMEISTER! Melvin Imoudu glänzt mit Gold & Silber

(18.06.2024) Dickes Achtungszeichen bei der Schwimm-EM 2024 in Belgrad! Über die 100m Brust schnappte sich Melvin Imoudu in neuer Bestzeit am Dienstag die Goldmedaille. Später durfte er sogar noch eine Silberplakette in der Lagenstaffel bejubeln.

In einer herausragenden Zeit von 58,84 Sekunden über die 100m Brust der Herren schwamm Melvin Imoudu nicht nur zum ersten Mal überhaupt in seiner Karriere unter die Marke von 59 Sekunden, sondern direkt auch auf sein Premierenpodest bei einer großen internationalen Meisterschaft. Bis auf eine Zehntel kam er zudem an dem Deutschen Rekord von Lucas Matzerath heran, welcher das Podest in diesem Finale mit seiner Zeit von 59,33 Sekunden um sechs Hundertstel verfehlte und auf Platz vier anschlug. Silber und Bronze gingen an den türkischen Schwimmer Berkay Omer Ogretir (59,23) und den Litauer Andrius Sidlauskas (59,27).

Imoudus Goldrennen war am Dienstag nicht der einzige Medaillen-Coup für das deutsche Team und auch diesmal mischte der Potsdamer kräftig mit. Nachdem die deutsche 4x100m Lagen mixed Mannschaft im Finallauf auf dem undankbaren vierten Platz gelandet war, spielte sich im Anschluss Dramatisches ab und das Blatt wendete sich. Durch die Disqualifikationen der Mannschaften aus Griechenland und Polen kletterte das deutsche Team auf den zweiten Platz hinauf und ist somit Vize-Europameister.

In 3:48,12 Minuten bescherte die Besetzung um Maya Werner, Melvin Imoudu, Luca Nik Armbruster und Nina Jazy dem deutschen Team die zweite Medaille des Tages. Die israelische Mannschaft landete durch die Disqualifikationen in 3:45,74 Minuten auf dem ersten Rang. In 3:48,79 Minuten ging Bronze an das Team aus Ungarn.

Ein weiteres Finale mit deutscher Beteiligung sahen wir über die 800m Freistil der Damen. In 8:40,32 Minuten schwamm Jeannette Spiwoks zu Platz fünf. Gold ging mit deutlichem Vorsprung an die Ungarin Ajna Kesely (8:29,96) vor der Britin Fleur Lewis (8:33,54). Bronze gewann Deniz Ertan (8:34,31) aus der Türkei.

Im Halbfinale über die 100m Freistil der Herren gingen mit Peter Varjasi und Martin Wrede zwei Starter aus dem deutschen Team an den Start. Beide konnten ihre Zeit aus den heutigen Vorläufen nicht steigern und sich demnach nicht für das morgige Finale qualifizieren. Varjasi (48,83) landet im Gesamtranking auf dem elften Platz, Wrede (49,09) auf Platz 15.

Auch für Jessica Felsner reichte es nicht für den Einzug in das Finale der 50m Schmetterling der Damen. Mit ihrer Zeit von 26,82 Sekunden wurde es Platz 15.

Cornelius Jahn und Christian Diener bestritten gemeinsam das erste von zwei Halbfinals im Wettkampf der 200m Rücken männlich. In jeweils 1:59,54 Minuten und 2:02,54 Minuten schwammen sie auf die Plätze zehn und 16, wodurch es in beiden Fällen nicht für eine Finalqualifikation reichte.

In den weiteren Finals schwammen folgende Schwimmer auf das Podest:

  • 200m Rücken (w):
    • 1. Camila Rebelo (POR 2:08,95)
    • 2.  Dora Molnar (HUN 2:09,02)
    • 3. Eszter Szabo Feltothy (HUN 2:09,21)
  • 50m Schmetterling (m);
    • 1. Stergios Marios Bilas (GRE 23,15)
    • 2. Simon Bucher (AUT 23,19)
    • 3. Daniel Gracik (CZE 23,26)
  • 100m Freisti (w):
    • 1. Barbora Semanove (SVK 53,50)
    • 2. Barbora Janickova (SVK 54,17)
    • 3. Nikolett Padar (HUN 54,22)

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Bild: Patrick Wallbaum (Archiv)

US Trials: Lydia Jacoby verpasst Chance auf Olympia-Titelverteidigung

(18.06.2024) Nach ihrem Überraschungsgold von Tokio über die 100m Brust verpasste Lydia Jacoby nun ähnlich unerwartet die Chance auf ihre Titelverteidigung bei den Olympischen Titelkämpfen von Paris. Bei den US Trials in Indianapolis gelang es der Trainingspartnerin von Deutschlands WM-Medaillengewinnerin Anna Elendt nicht, sich auf ihrer Paradestrecke für Olympia zu qualifizieren.

In 1:06,37 Minuten musste sich Jacoby der nationalen Konkurrenz um Lilly King (1:05,43) und Emma Weber (1:06,10) geschlagen geben. Da bei Olympia pro Nation lediglich zwei Aktive auf jeder Strecke an den Start gehen dürfen, wird die amtierende Olympiasiegerin als Drittplatzierte der laufenden Trials nicht mit nach Paris fahren. Auf der doppelten Distanz wird Lydia Jacoby im Laufe dieser Woche dann aber eine erneut Qualifikationschance bekommen. 

Genau wie Lily King qualifizierte sich auch Ryan Murphy über die 100m Rücken für seine dritten Olympischen Spiele. In 52,22 Sekunden schwamm der Doppelolympiasieger von Rio sowohl an die Spitze des nationalen Klassements als auch auf Platz eins der aktuellen Weltjahresbestenliste. Gesellschaft in Paris wird er unter anderem von Hunter Armstrong (52,72) bekommen. 

Über die 200m Freistil ging es für die amerikanischen Schwimm-Asse neben den Einzeltickets auch um die begehrten Staffelplätze für die 4x200m Quartette der Männer und Frauen. In 1:44,89 Minuten machte Luke Hobson seine erste Olympiateilnahme perfekt. Und auch Chris Guiliano (1:45,38) wird in Paris das Doppel aus Einzel und Staffel bestreiten dürfen. In einem insgesamt sehr engen Rennen konnten sich zudem Drew Kibler (1:45,60) und Kieran Smith (1:45,61) für einen Platz im Team USA empfehlen. 

Bei den Damen führte wieder einmal kein Weg an der Erfolgsgarantin Katie Ledecky vorbei, die sich in 1:55,22 Minuten souverän durchsetzte. Den zweiten Einzelstartplatz sicherte sich Claire Weinstein (1:56,18) nur knapp vor Paige Madden (1:56,36), die wie Ledecky bereits über die 400m Freistil für Paris qualifiziert ist. Komplettiert werden wird die Staffel bei den Olympischen Spielen von Erin Gemmell (1:56,75). 

Im Finale der 400m Lagen der Damen triumphierte Katie Grimes (4:35,00), die in Paris auch im Freiwasser an den Start gehen wird. Das zweite Ticket sicherte sich nur knapp dahinter die Silbermedaillengewinnerin von Tokio Emma Weyant (4:35,56). 

Im einzigen Halbfinale des Abends bewies Regan Smith auch über die 100m Rücken, dass sie aktuell in herausragender Form ist. Die ehemalige Weltrekordhalterin verbesserte ihre Bestzeit um einige Hundertstel auf 57,47 Sekunden und blieb im Fernduell mit Dauerrivalin Kaylee McKeown nur 14 Hundertstel über deren Weltrekord. Bei den australischen Trials in der vergangenen Woche hatte sich McKeown in 57,41 Sekunden ebenfalls eindrucksvoll präsentiert. Es bleibt also mit Spannung abzuwarten, ob sich Regan Smith im Endlauf noch einmal steigern kann. Mit Katharine Berkhoff (57,83) blieb eine weitere US-Amerikanerin als erst fünfte Schwimmerin überhaupt erstmals unter der Marke von 58 Sekunden.  

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Bild: Texas Longhorns

Schwimm-EM: Imoudu und Matzerath auf Medaillenkurs

(17.06.2024 | Bild: Tino Henschel) Nur wenige Wochen vor den Olympischen Spielen testen die beiden deutschen Brust-Asse Melvin Imoudu und Lucas Matzerath derzeit bei den Schwimm-Europameisterschaften in Serbien ihre Form und wecken dabei direkt Medaillenhoffnungen. Im Halbfinale schwamm Imoudu in 59,28 Sekunden sogar mit der schnellsten Zeit des Feldes in den Endlauf.

Auf Rang drei des Semifinals deutete auch Lucas Matzerath in 59,71 Sekunden an, dass er im Finale am Dienstag vorn mitmischen dürfte. Zwischen die beiden Deutschen schob sich heute nur der Türke Berkay Ogretir (59,54).

Beinahe hätte es zum Auftakt der EM-Beckenwettbewerbe direkt das erste Edelmetall für deutsche Team gegeben. Die DSV-Damen verpassten jedoch über die 4x200m Freistil die Medaillenplätze nur denkbar knapp. Nach 8:01,67 Minuten schlug das Quartett aus Maya Werner (2:01,03), Leonie Kullmann (2:00,05), Nicole Maier (1:58,14) und Celine Rieder (2:02,45) nur hauchdünne neun Hundertstel hinter der Staffel aus der Türkei auf dem undankbaren vierten Platz an. Den Sieg sicherte sich das Team aus Israel (7:51,83) vor dem ungarischen Vierer (7:52,92).

De deutschen Herren belegten nach 7:13,95 Minuten den fünften Rang. Danny Schmidt (1:48,92) Philipp Peschke (1:47,46), Jarno Bäschnitt (1:48,23) und Marius Zobel (1:49,34) überzeugten allesamt, doch die Medaillenränge waren heute rund vier Sekunden entfernt. Auf dem Podium standen am Ende des Wettkampftages die Teams aus Litauen (7:08,04), Ungarn (7:09,59) und Griechenland (7:09,73).

Maya Werner hatte vor ihrem Staffeleinsatz auf einen Start im Halbfinale über die 200m Rücken verzichtet. Hier buchte Dora Molnar, die später Ungarns Staffel zu Platz zwei verhalf, in 2:09,67 Minuten die Bahn vier für das morgige Finale. 

Kein Weiterkommen gab es in den Semifinals heute für Luca Nik Armbruster und Nina Sandrine Jazy. Die Essenerin belegte über die 100m Freistil in 55,37 Sekunden Rang zwölf. Die Top-Leistung der Zwischenrunde kam von Barbora Seemanova (53,95) aus Tschechien.

Über die 50m Schmetterling schwamm Armbruster in 23,53 Sekunden auf Rang zehn. Der Favorit fürs morgige Finale ist der Grieche Stergios Bilas (23,06). Dessen Teamkollege Apostolos Papastamos durfte heute bereits über Gold jubeln. Er gewann in 4:10,83 Minuten die 400m Lagen vor den beiden Ungarn Balasz Holo (4:11,51) und Gabor Zombori (4:11,70).

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Deutsche Mehrkampfmeisterschaften 2024: Alle Champions & Platzierten

(17.06.2024) Mehr als 300 junge Talente haben am Wochenende bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Braunschweig für schnelle Zeiten und spannende Rennen gesorgt. Besonders stark präsentierte sich dabei der Nachwuchs vom Berliner TSC, der insgesamt drei DM SMK Champions in seinen Reihen feiern durfte.

Mehrere Talente, die bereits 2023 bei den Mehrkampfmeisterschaften triumphierten, konnten dieses Kunststück auch 2024 wiederholen. So gelang es neben den beiden TSClerinnen Nele Rochow und Mia Marie Junga auch Tom Bodusch (SSG Leipzig), Franz Markutzik (Hofheimer SC) und Mika-Frederik Martin (Dresdner SC) ihre Titel zu verteidigen.

Auf dem Programm standen am Wochenende die Strecken über die 400m Freistil, die 200m Lagen sowie 50m Beine und die 100m- und 200m-Strecken in der Schwimmart, die der jeweilige Sportler für sich gewählt hat sowie auch 25m in Delphinbewegung sowohl in Rücken- als auch Bauchlage.

Den Ausschlag für Titel und Medaillen gaben nicht die Einzelstrecken, sondern es kam auf die Gesamtleistung über alle Strecken einer Mehrkampfwertung an. Nach den 200m Lagen am Sonntag wurden die Punkte der jeweiligen Events addiert und so für jede Schwimmart die Champions ermittelt. Diese jungen Talente konnten sich letztlich die Podestplätze sichern:

Die Medaillenplatzierungen der DM SMK 2024:

weiblich Jahrgang 2012:

Rücken:

  1. Laetitia Adelhardt (SC Wfr. München) 3.154
  2. Ina Cichon (SG Bergheim) 3.080
  3. Lotte Schupp (HSV Wernigerode) 2.949

Brust: 

  1. Nele Rochow (Berliner TSC) 3.576
  2. Lia Hartmannshenn (SG Mönchengladbach) 2.872
  3. Katharina Slach (SV Augsburg) 2.774

Schmetterling:

  1. Mia Marie Junga (Berliner TSC) 3.281
  2. Juliana Jackisch (SG Frankfurt) 2.977
  3. Melissa Felicity Both (Berliner TSC) 2.930

Kraul:

  1. Linnea Denner (SC Chemnitz) 3.516
  2. Henrijette Kobus (Dresdner SC) 3.433
  3. Lou Koch (SV Berolina) 3.322

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männlich Jahrgang 2012:

Rücken:

  1. Tom Bodusch (SSG Leipzig) 2.819
  2. Mick Günter Birgel (SSG Leipzig) 2.452
  3. Nikita Zemliansky (Berliner TSC) 2.398 

Brust:

  1. Franz Markutzik (Hofheimer SC) 2.378
  2. Zichen Guo (SCW Eschborn) 2.141
  3. Joshua Li (SC Chemnitz) 2.040

Schmetterling:

  1. Leonard Salan (BSV Medizin Marzahn) 2.531
  2. Adrian Klose (SCW Eschborn) 2.470
  3. Valentin Flache (VW Mannheim) 1943

Kraul:

  1. Mika-Frederik Martin (Dresdner SC) 2.997
  2. Daniel Severyuk (SSG Leipzig) 2.444
  3. Louis Leon Löhnert (Berliner TSC) 2.373

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weiblich Jahrgang 2013:

Rücken:

  1. Mathilda Kalau von Hofe (Potsdamer SV) 2.762
  2. Laura Yiyi Tan (Hofheimer SC) 2.528
  3. Emma Wittlake (SG Neukölln Berlin) 2.468 

Brust:

  1. Valentina Basile da Costa (SG Bayer) 2.602
  2. Tjorven Ida Abrahams (SG Gelsenkirchen) 2.352
  3. Luna Tittmann (SC Chemnitz) 2.278

Schmetterling:

  1. Felicia Wilicki (SG Schöneberg Berlin) 2.444
  2. Amelie Nzounpe (SC Delphin Geldern) 2.389
  3. Yuma Zoe Zibret (SSG Saar Max Ritter) 2.227

Kraul:

  1. Lia Jeß (SC Aqua Berlin) 2.527
  2. Sára Szabó (SGS Münster) 2.451
  3. Nina Maria Reusch (SGS Hannover) 2.388

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männlich Jahrgang 2013

Rücken:

  1. Paul Bruno von Loesch (Berliner TSC) 2.037
  2. Jasper Müller (SSG Leipzig) 1.794
  3. Simon Warnke (SV Fürstenfeldbrucker Wasserratten) 1.730

Brust:

  1. Ferdinand Goebel (SC Chemnitz) 1.798
  2. Niklas Wiese (Dresdner SC) 1.635
  3. Janne Fokken (SG Mönchengladbach) 1.626 

Schmetterling:

  1. Moritz Schwabe (Hofheimer SC) 1.864
  2. Nevio Knebel (SGR Karlsruhe) 1.790
  3. Fabian Brauer (SSG Leipzig) 1.755

Kraul:

  1. Malon Vos (AWV 09 Hamburg) 1.940
  2. Thies Scharlau (SGS Münster) 1.927
  3. Ömer Burak Yildirim (SG Rhein-Mosel) 1.894

Imoudu schwimmt als Zweitschnellster ins EM-Halbfinale

(17.06.2024 | Bild: Tino Henschel) Mit fünf Halbfinaltickets und drei Finalplätzen ist das deutsche Team in die Beckenevents der Schwimm-EM 2024 in Belgrad (Serbien) gestartet. Besonders stark präsentierten sich die deutschen Brustschwimmer.

Über die 100m-Distant qualifizierte sich Melvin Imoudu (59,43) mit der zweitschnellsten Zeit des Feldes für den Endlauf. Nur der Litauer Andrius Sidlauskas (59,36) war am heutigen Morgen flotter unterwegs. Ebenso im Halbfinale mit dabei sein wird Lucas Matzerath (1:00,09), der als Vierter weiterkam. Den Sprung unter die Top 16 hatte auch der EM-Debütant Noel de Geus (1:00,66) auf Rang elf geschafft, da aber pro Nation nur zwei Aktive in die Halbfinals einziehen können, musste er den beiden Olympia-Fahrern Imoudu und Matzerath den Vortritt überlassen.

Gute Ausgangspositionen erarbeiteten sich auch Nina Sandrine Jazy, Luca Nik Armbruster und Maya Werner. Über die 100m Freistil sprintete Jazy in einem sehr engen Feld in 55,06 Sekunden als Sechste ins Semifinale. Jeweils auf Position acht kamen Luca Nik Armbruster (50m Schmetterling - 23,53) und Maya Werner (200m Rücken - 2:12,85) eine Runde weiter.  

Werner verhalf später auch an der Seite von Leonie Kullmann, Celine Rieder und Nicole Maier der deutschen 4x200m Freistilstaffel (8:27,61) zum Finaleinzug. Da hier nur acht Teams an den Start gingen, konnte es das deutsche Quartett locker angehen lassen und buchte mit Platz sieben des Vorlaufs eine Randbahn für das Finale am Nachmittag. 

Die deutschen Herren hingegen mussten etwas mehr Gas geben. In 7:16,22 Minuten lieferten Danny Schmidt, Marius Zobel, Philipp Peschke und Jarno Bäschnitt die viertschnellste Zeit des Feldes ab und haben damit eine vielversprechende Position fürs Finale. 

Einen Platz in den morgigen Endläufen erarbeitete sich zudem Jeannette Spiwoks, die über die 800m Freistil in 8:45,10 Minuten auf Platz sechs das Finalticket buchte.

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US Trials: Walsh und Huske erneut schneller als Weltmeisterin Köhler

(17.06.2024) Am zweiten Tag der US Trials in Indianapolis sorgte zwar nicht erneut ein überraschender Weltrekord für Aufsehen, aber zahlreiche Glanzleistungen und absolute Weltklassezeiten gab es dennoch zu bestaunen.

Nachdem Gretchen Walsh im Halbfinale über die 100m Schmetterling mit einem neuen Weltrekord beeindruckte, verfehlte sie diesen im Endlauf um gerade einmal 13 Hundertstelsekunden. In 55,31 Sekunden setzte sich die 21-Jährige gegen die extrem starke nationale Konkurrenz durch und wird dank dieser Leistungen als Goldfavoritin bei ihrer olympischen Premiere in Paris auftreten. Gesellschaft bekommt Walsh dort unter anderem von Torri Huske, die in 55,52 Sekunden die viertschnellste jemals geschwommene Zeit ins Becken zauberte.

Walsh und Huske sind damit die absoluten Top-Favoritinnen, wenn es um die Vergabe des Olympiasieges in Paris geht und damit auch die schärfsten Konkurrentinnen der deutschen Weltmeisterin Angelina Köhler. Die internationalen Gegnerinnen der US-Amerikanerinnen können beinahe schon froh sein, dass nur zwei Athletinnen pro Nation in Paris starten dürfen. Denn trotz einer eindrucksvollen Zeit von 55,62 Sekunden musste sich in der vergangenen Nacht Regan Smith hinter Walsh und Huske als undankbare Dritte zufrieden geben und wird über diese Strecke somit nicht die Möglichkeit bekommen, in Paris anzugreifen. Seit den Olympischen Spielen von Tokio 2021 waren kein Schwimmerinnen mehr schneller als die drei US-Stars in der vergangenen Nacht.

Auch für den Sieger über die 400m Lagen Carson Foster werden die olympischen Titelkämpfe in Paris die Ersten sein. In 4:07,64 Minuten sicherte sich Foster souverän das Olympia-Ticket. Dahinter konnte sich auch Chase Kalisz (4:09,39) für einen Platz im Team USA empfehlen.

Im Finale über die 100m Brust triumphierte der amtierende Weltmeister Nic Fink, der sich in 59,08 Sekunden auch für einen der eng umkämpften Plätze in der amerikanische Lagenstaffel anpreisen konnte. In einem packenden Rennen, in dem sieben von acht Schwimmern unter einer Minute anschlugen, schwamm Charlie Swanson (59,16) hinter Fink zu Silber und dem damit verbundenen Olympiaticket.

Auch in den Halbfinals zeigten Amerikas Schwimm-Asse überzeugende Vorstellungen, die es in den entscheidenden Endläufen dann heute Nacht zu toppen gilt. Über die 200m Freistil sicherten sich Katie Ledecky (1:55,25) und Kieran Smith (1:45,39) die Favoritenbahn. Gleiches gelang der zweifachen Olympiasiegerin Lilly King über die 100m Brust in 1:05,57 Minuten. Und über die 100m Rücken wird Ryan Murphy (52,65) im Finale als Gejagter an den Start gehen.

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US-Trials: WELTREKORD von Köhler-Konkurrentin Gretchen Walsh | inkl. VIDEO

(16.06.2024) Mit einem lautstarken Kracher haben in der Nacht zu Sonntag (MEZ) die US Trials 2024 begonnen. Direkt im ersten Event des Finaltages des Olympia-Qualifikationsmeetings stellte die 21-jährige Gretchen Walsh einen neuen Weltrekord über die 100m Schmetterling auf.

In 55,18 Sekunden unterbot sie die bisher von Schwedens Superstar Sarah Sjöström gehaltene Bestmarke um satte drei Zehntelsekunden. Damit war sie auch fast eine Sekunde schneller als der Deutsche Rekord (56,11), den Angelina Köhler im Februar im Semifinale auf dem Weg zu ihrem Weltmeistertitel aufgestellt hatte.

Hinter Walsh blieben auch Torri Huske (55,79) und Regan Smith (55,92) unter der 56er-Marke. Sie allesamt haben heute Nacht noch einmal die Chance nachzulegen, denn den Weltrekord stellte Walsh im Halbfinale auf. Bei den US Trials werden die 100er und 200er-Strecken wie bei großen internationalen Meisterschaften im Vorlauf-Halbfinal-Final-Format ausgetragen.

Bereits fest für Paris planen kann Katie Ledecky. Die Starschwimmerin schwamm über die 400m Freistil in 3:58,35 Minuten souverän zum Sieg und zum insgesamt 20. Mal unter die Marke von vier Minuten. Für den Olympiasieg muss sie wahrscheinlich aber noch eine Schippe drauflegen. Im Fernduell hatte vor wenigen Tagen ihre australische Konkurrentin Ariarne Titmus (3:55,44) stark vorgelegt. Hinter Ledecky sicherte sich auch Page Maiden (4:02,08) einen Startplatz für Paris. Bei den Herren gingen die 400m-Olympiatickets an Aaron Shackell (3:45,46) und Kieran Smith (3:45.76).

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Bild: IMAGO / ZUMA Press Wire

Emotionales Abschiedsrennen: Cate Campbell verpasst 5. Olympiateilnahme

(15.06.2024) Am letzten Tag der australischen Trials in Brisbane konnten sich die australischen Schwimmstars noch einmal zahlreiche Tickets für die Olympischen Spiele in Paris sichern. Der Höhepunkt des Tages waren die 50m Freistil der Damen.

Gleich sechs Schwimmerinnen blieben in einem hochklassigen Rennen unter der Normzeit von 24,67 Sekunden, wobei Shayna Jack in 23,99 Sekunden die Nase vorne hatte und erstmals unter 24 Sekunden blieb. Dagegen verpasste die amtierende Olympiasiegerin Emma McKeon (24,32) mit nur 6 Hundertsteln Rückstand auf die zweitplatzierte Meg Harris (24,26) einen weiteren Einzelstart bei den Spielen. Für Meg Harris, die bereits für die 4x100m Freistil Staffel qualifiziert ist, bedeutet der zweite Platz die Qualifikation für ihren ersten olympischen Start auf einer Einzelstrecke. Emotional wurde es nach dem Rennen, als die vierfache Olympiasiegerin Cate Campbell, die in 24,76 Sekunden ihre fünfte Olympiateilnahme verpasste, unter dem Applaus ihrer Konkurrentinnen und des Publikums, ihre Schwimmkarriere für beendet erklärte.

Emotional wurde es auch auf den 400m Lagen der Herren. Nachdem William Petric und Brendon Smith am Donnerstag beide knapp an der Qualifikationszeit über 200m Lagen gescheitert waren, konnte die beiden heute in einem spannenden Rennen die geforderte Norm unterbieten. Brendon Smith, der australische Rekordhalter und Bronzemedaillengewinner von Tokio, hatte in 4:10,18 Minuten die Hand zuerst an der Wand und schob sich damit auf Platz 5 der Weltrangliste. Der erst 19-jährige William Petric erschwamm sich in 4:11,78 Minuten seine erste Olympiateilnahme.

Ähnlich sah das es bei den Damen aus. Auch hier konnten sich auf den 400m Lagen mit Ella Ramsey und Jenna Forrester ebenfalls zwei Schwimmerinnen für Olympia empfehlen. Während sich Ella Ramsay (4:36,56) in einem kontrollierten Rennen den Sieg schnappte, machte es Jenna Forrester spannender. In einer Zeit von 4:38,16 blieb sie nur knapp 3 Zehntel unter der Norm.

Noch knapper war es bei Matt Temple auf den 100m Schmetterling. Mit 51,15 Sekunden blieb er hauchzarte 2 Hundertstel unter australischen Qualifikationszeit von 51,17 Sekunden und kann sich über seine zweite Olympiateilnahme freuen. Pech hatte dafür der zweitplatzierte Ben Armbruster, der in 51,23 Sekunden einen weiteren Einzelstart verpasste. Als Trostpflaster dient ihm dabei sicherlich seine Qualifikation über die 50m Freistil in den zurückliegenden Tagen.

Als Medaillenanwärterin bei den Spielen dürfte sicher Lani Pallister zählen. Zum Abschluss der Trials triumphierte sie über die 1500m Freistil in souveränen 15:53,79 Minuten. Pallister, die Ende des vergangenen Jahres schon fast vier Sekunden schneller war (15:49,94), liegt nun hinter Isabel Gose auf Platz 4 der Weltjahresbestenliste. Im selben Rennen wusste auch die in Magdeburg trainierende Moesha Johnson (15:57,85) zu beeindrucken. Die Freiwasserspezialistin vollbrachte hierbei das Kunststück, sich sowohl für die Freiwasser- als auch für die Beckenwettbewerbe in Paris zu qualifizieren.

 

 

Australien: Mollie O’Callaghan siegt im 100m-Showdown

(14.06.2024) Der vorletzte Wettkampftag der australischen Olympiatrials in Brisbane brachte das hoch antizipierte 100m Freistil Finale der Damen, welches entscheidet mit welchem Team die Weltrekordhalterinnen und haushohen Favoritinnen für die 4x100m Freistil nach Paris reisen.

Den Titel und individuellen Startplatz sicherte sich Mollie O’Callaghan (52,33), welche am Mittwoch noch ihren Weltrekord über die doppelte Distanz abgeben musste. Die Silbermedaille und der zweite Startplatz in Paris ging an Shayna Jack (52,72). Jack musste gezwungenermaßen auf eine Teilnahme an den letzten Olympischen Spielen in Tokio verzichten, da sie infolge eines positiven Dopingtests aus dem Jahr 2019 einer zweijährigen Sperre unterlag und somit die Qualifikationswettkämpfe für Tokio nicht bestreiten konnte.

Mit Meg Harris (52,97) schwamm auch die Drittplatzierte unter 53 Sekunden. Somit dürfte in Paris kein Weg an der australischen Staffel vorführen. Auch die Altmeisterinnen Bronte Campbell (53,10) und Emma McKeon (53,33) qualifizierten sich als 4. bzw. 6. voraussichtlich für die Staffel.

In Paris könnten die Damen aus Down Under durchaus noch ein Schippe drauflegen: O'Callaghan, Jack, Harris und McKeon waren allesamt in diesem Jahr bereits schneller unterwegs. Vier Australierinnen liegen unter den Top 9 der aktuellen Weltrangliste. Eine beeindruckende Ausgangsposition so kurz vor den Olympischen Spielen.

Neben dem Freistilrennen standen auch die 200m Brust Finalläufe für beide Geschlechter auf dem Terminplan. Bei den Herren schlug der ehemalige Weltrekordhalter Zac Stubblety-Cook nach 2:07,40 Minuten als Erster an und buchte gemeinsam mit Joshua Yong (2:08,08) ein Ticket für die Olympischen Spiele. Mit dieser Zeit liegt Cook auf Platz drei der aktuellen Weltjahresbestenliste. Bei den Damen schaffte ebenfalls eine Athletin die geforderte Olympianorm (2:23,91) zu unterbieten. Das erst 19 Jahre alte Talent Ella Ramsay schwamm in neuer persönlicher Bestzeit von 2:22,87 Minuten deutlich unter die Qualifikationszeit und in die Top 10 des Weltrankings.

Zwei weitere Starter dürfen sich auf die Olympischen Spiele in knapp sechs Wochen freuen. Über die 200m Rücken der Herren schafften sowohl Bradley Woodward (1:56,22) als auch Se-Bom Lee (1:57,02) die geforderte Norm (1:57,28) und können nun somit für ihre erste Olympiateilnahme hintrainieren. Ein bitteren dritten Platz erzielte Joshua Edwards-Smith, da er in 1:57,10 Minuten ebenfalls die Norm unterbot, aber für jede Strecke nur zwei Athleten pro Nation antreten dürfen.

Der letzte Titel des Abends ging über die 1500m Freistil der Herren an Matthew Galea, welcher in 14:58,96 Minuten knapp unter 15 Minuten schwamm, die Pariser-Norm (14:54,29) jedoch verpasste.

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Schwimm-EM: Lea Boy ist Vize-Europameisterin

(14.06.2024) Bei den Schwimm-Europameisterschaften in Serbien liefern die deutschen Freiwasser-Asse mal wieder glänzende Auftritte ab. Im Vordergrund stand am Freitag Lea Boy, die über die Mega-Distanz von 25km zur Vize-Europameisterin gekürt wurde und dem deutschen Team die bereits dritte Medaille der diesjährigen EM bescherte.

Als eine der routiniertesten Freiwasserschwimmerinnen Deutschlands ging die in Würzburg trainierende Lea Boy über die 25km ins Wasser. Über das ganze Rennen hinweg schwammen alle Damen in einer Gruppe zusammen ihre Runden ab, bis sich die Italienerin Barbara Pozzobon zum Ende hin einen deutlichen Vorsprung erarbeitete. Demnach musste Boy in der Verfolgergruppe mit der Spanierin Candela Sanchez Lora um die Medaillenverteilung ringen. Auf dem letzten Kilometer schwamm Boy vorneweg und erreichte nach 5:25:37,7 Stunden mit etwa drei Minuten Rückstand auf die Siegerin das Ziel. Die Spanierin Sanchez Lora schlug nach 5:29:15,2 Stunden als Dritte an.

Im parallel stattfindenden Rennen der Herren gingen mit Moritz Bockes und Yeal Balz zwei deutsche Schwimmer an den Start. Bockes, der nach 5:09:59,3 Stunden als überzeugender Fünfter ins Ziel schwamm, gelang es bis zur finalen Runde im gesamten Feld der acht Herren mitzuschwimmen. Zum Schluss reichten die Kräfte allerdings nicht ganz, um bei den Podestplätzen mitzumischen. Balz musste deutlich früher vom Feld abreißen lassen und schwamm in 5:13:24,2 Stunden auf Position sechs ins Ziel. Für Dario Verani (5:08:50,9) und Matteo Furlan (5:08:56,6) wurde es ein italienischer Doppelsieg vor dem routinierten Ultramarathonschwimmer Axel Reymond aus Frankreich (5:09:00,5).

Am Samstag gehen die Freiwasser-Events der Schwimm-EM 2024 mit dem Teamrennen zu Ende.

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DM SMK 2024: Mehr als 300 Talente jagen Meistertitel im Mehrkampf

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(13.06.2024) Von Freitag bis Sonntag wird in Braunschweig um Meistertitel geschwommen: Bei den Deutschen Meisterschaften im Schwimmerischen Mehrkampf sind knapp 320 Talente der Jahrgänge 2012 und 2013 am Start.

Auf dem Programm stehen die Strecken über die 400m Freistil, die 200m Lagen sowie 50m Beine und die 100m- und 200m-Strecken in der Schwimmart, die der jeweilige Sportler für sich gewählt hat, sowie 25m Delphinbeinbewegung in Bauch- und Rückenlage.

Den Ausschlag für Titel und Medaillen geben nicht die Einzelstrecken, sondern es kommt auf die Gesamtleistung über alle Strecken einer Mehrkampfwertung an. Nach den 200m Lagen am Sonntag werden die Punkte der jeweiligen Events addiert und so für jede Schwimmart die Champions ermittelt.

Die Links zur Veranstaltung findet ihr hier:

 

Weltjahresbestzeit: McKeown schwimmt 2:03 über 200 Rücken!

(13.06.2024) Am vierten Tag der australischen Olympiaqualifikation in Brisbane zeigten die Schwimm-Asse aus Down Under erneut starke Leistungen. Allen voran Kaylee McKeown konnte auf den 200m Rücken einmal mehr ihre herausragende Form unter Beweis stellen und blieb in 2:03,30 Minuten klar unter der Normzeit des australischen Schwimmverbandes zur Qualifikation für Paris.

Ihre Zeit bedeutet nicht nur eine neue Weltjahresbestleistung, sondern ist zugleich auch die zweitschnellste jemals auf der Langbahn geschwommene Zeit auf den 200m Rücken. Schneller war bisher nur McKeown selbst, die im vergangenen Jahr bei ihrem Weltrekord nur 16 Hundertstelsekunden schneller war.  Zusammen mit den 200m Lagen und 100m Rücken, für die sich McKeown bereits in den letzten beiden Tagen qualifizieren konnte, erwartet sie bei den Olympischen Spielen ein volles Programm. Zusätzlich auf den 200m Rücken qualifizieren konnte sich zudem die erst 17-jährige Jaclyn Barclay. Die WM-Silbermedaillengewinnerin von Doha schlug in 2:07,88 Minuten zwar über vier Sekunden hinter McKeown an, blieb damit jedoch noch deutlich unter der Norm.

Nach ihrem gestrigen 200m Freistil-Weltrekord ließ sich Ariarne Titmus heute den Sieg über die 800m Freistil ebenfalls nicht nehmen. In starken 8:14,06 Minuten blieb Titmus nur eine halbe Sekunde über ihrem eigenen Landesrekord und schob sich in der Weltrangliste u.a. an Isabel Gose vorbei auf Platz drei. Auch Lani Pallister konnte sich als Zweitplatzierte in 8:18,46 Minuten souverän ihre erste Olympiateilnahme sichern.

Dagegen schaffte es auf den 100m Freistil der Herren lediglich Kyle Chalmers unter die Qualifikationszeit von 48,06 Sekunden zu schwimmen. In 47,75 Sekunden durchbrach der Olympiasieger als einziger Teilnehmer des Feldes die 48-Sekunden-Marke, schaffte es aber nicht seine Saisonbestzeit von 47,63 Sekunden zu verbessern. Hinter Chalmers konnten William Yang (48,08), Flynn Southam (48,11) und Jack Cartwright (48,40) einen Startplatz in der 4x100m Freistilstaffel ergattern. Am Start über die 100m Freistil war auch der in Australien trainierende deutsche Rekordhalter Josha Salchow. Mit 48,92 Sekunden qualifizierte er sich als Schnellster für das B-Finale. In diesem konnte er seine Vorlaufszeit nicht bestätigen und schlug in 49,43 Sekunden als Dritter an.

Stark präsentierten sich die Aussie-Damen auf den 200m Schmetterling. Hier qualifizierten sich mit Elizabeth Dekkers (2:06,01), die bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr in Fukuoka Silber auf dieser Strecke gewann, und Abbey Connor (2:06,82) gleich zwei Schwimmerinnen für die Sommerspiele in Paris. Dagegen konnte sich auf den 200m Lagen der Herren kein Schwimmer für einen Platz im Olympiateam empfehlen. Hier verpasste William Petric in 1:57,54 Minuten die Normzeit um gerade einmal drei Zehntel.

Zweites Gold! Leonie Beck auch über 5km Europameisterin

(13.06.2024) Zweiter Tag der Freiwasser-Events bei der Schwimm-EM in Serbien - zweite Goldmedaille für Leonie Beck! Nachdem die in Italien trainierende Würzburgerin am Mittwoch bereits über die 10km triumphierte, war sie heute auch im 5km-Rennen nicht zu schlagen.

Nach 58:25,3 Minuten hatte die 27-Jährige die Hand vor Ginevra Taddeucci (58:26,3) aus Italien und der Ungarin Bettina Fabian (58:28,7) an der Anschlagmatte. Das ganze Rennen über hatte Beck das Tempo an der Spitze mitbestimmt und beim entscheidenden Endspurt brachte sie wie schon tags zuvor die meiste Power ins Wasser.

„Ich bin sehr glücklich über das zweite Gold hier“, so Beck nach dem Rennen. „Ich fühlte mich noch etwas müde nach dem gestrigen Tag, also habe ich einfach versucht, immer eine gute Position zu halten, damit ich diesmal nicht erst eine Aufholjagd starten muss. Das gelang gut, im Endspurt habe ich es dann wieder gut hinbekommen.“  

Einen überzeugenden Auftritt lieferte auch Celine Rieder (58:38,6) ab, die als Siebte unter die Top Ten schwamm. Die Essenerin Jeannette Spiwoks (58:56,5) beendete das Rennen auf Rang zwölf.

Kurz zuvor waren auch die Herren über die 5km gefordert. Europameister wurde hier der Ungar David Betlehem (53:28,3) vor Marc-Antoine Olivier (53:28,7) aus Frankreich und dem Italiener Marcello Guidi (53:30,8). Der Frankfurter Niklas Frach (53:39,3) wiederholte den achten Platz, den er sich bereits im 10km-Rennen erschwommen hatte. Noah Lerch und Jonas Kusche belegten die Plätze 14 und 21.

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Talente-Trio für Junioren-EM 2024 nachnominiert

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(13.06.2024) Das deutsche Team für die Junioren-Europameisterschaften 2024 wächst um drei weitere Namen. Wie der Deutsche Schwimm-Verband bekannt gab, wurden auch Zara Selimovic (SG Essen/Jahrgang 2007), Selina Müller (SSG Leipzig/2006) und Daniel Olenberg (VfL Osnabrück/2007) ins Team für die vom 2. bis 7. Juli in Vilnius (Litauen) stattfindenden Titelkämpfe berufen. 

Die drei sind bereits zusammen mit dem Rest des Teams beim derzeit in Heidelberg stattfindenden JEM-Lehrgang. „Die JEM-Vorbereitung läuft bisher gut, mit Freude werden dabei auch die Angebote abseits des normalen Trainings angenommen“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes

Das deutsche Team für die Junioren-Europameisterschaften 2024:

weiblich: Noelle Benkler, Jette Lenz, Sophie Lenze, Lena Ludwig (alle SV Nikar Heidelberg), Julia Ackermann, Yara Fay Riefstahl, Lise Seidel (alle SC Chemnitz), Julianna Dora Bocska, Laura Sophie Kohlmann, Zara Selimovic (alle SG Essen), Alina Baievych (TB 1888 Erlangen), Lena Sophie Bauer (SG Neukölln Berlin), Klara Sophie Beierling (SG Berliner Wasserratten), Anna Maria Börstler (SC Magdeburg), Mira Helget (SG Region Karlsruhe), Marian Plöger (VfL Sindelfingen), Linda Roth (SV Cannstatt), Hannah Schneider (Hofheimer SC), Leni von Bonin (Dresdner SC 1898), Ewa zur Brügge (SV Halle/Saale), Selina Müller (SSG Leipzig) 

männlich: Hugo Engelien, Finn-Constantin Kleinheinz, Johannes Liebmann (alle SC Magdeburg), Kenneth Bock, Jan Malte Gräfe, Noah Schötz (alle Potsdamer SV), Finn Hammer, Julian Koch, Simon Reinke (alle SG Essen), Lukas Fritzke, Michael Raje (beide SSG Saar-Max Ritter), Vincent Passek, Maximilian Warkentin (beide Berliner TSC), Jonathan Samuel Turck, Daniel Olenberg (beide VfL Osnabrück), Franz Ahnert (Erfurter SSC), Subäjr Biltaev (SV Cannstatt), Melvyn Faber-Billot (SG Frankfurt), Emilian Hollank (TSV Riedlingen), Leo Leverkus (SG Region Karlsruhe), Sascha Macht (SSG Leipzig) 

Doppelt unter WELTREKORD! Titmus und O'Callaghan zeigen Hammerrennen

(12.06.2024) Einen Weltrekord zu unterbieten ist für viele Athleten das absolute Highlight der Karriere. Bei den australischen Olympiatrials in Brisbane ist dieses Kunststück der Freistilspezialistin Mollie O’Callaghan bereits zum zweiten Mal über 200m Freistil der Damen gelungen. In 1:52,48 Minuten pulverisierte die 20-jährige ihren eigenen Weltrekord (1:52,85). Trotzdem musste sich O’Callaghan mit dem zweiten Platz zufriedengeben.

Der Titel und somit auch der neue Weltrekord ging stattdessen an die Mittelstreckenspezialistin Ariarne Titmus in 1:52,23 Minuten. Nachdem sie über die doppelte Distanz am Montag den Weltrekord noch haarscharf verpasste, machte sie es heute über die 200m besser und ist dadurch über beide Strecken die schnellste Frau aller Zeiten.

In einem packenden Rennen schwammen die zwei Ausnahmeathletinnen die ganze Zeit Kopf an Kopf und waren bis zum Anschlag nie mehr als zwei Zehntelsekunden auseinander. Damit dürfen die Australierinnen sich berechtigte Hoffnungen auf einen Doppelerfolg in Paris machen, da sie beide aktuell über eine Sekunde schneller als jeglichen Konkurrentinnen in der Welt sind. Auch die 4x200m Freistilstaffel dürfte aufgrund dieser Leistung als klarer Favorit in den Wettkampf gehen. Die Schwimmwelt kann sich auf ein spannendes Rematch in Paris freuen, wo die erste Frau unter 1:52 Minuten schwimmen könnte.

Obwohl kein weiterer Wettkampf im Abschnitt an dieses atemberaubende Finale herankommen konnte, überzeugten die Herren in drei verschieden Finals ebenfalls. Nachdem sie sich bereits an Tag 1 ein packendes Rennen über die 400m Freistil lieferten, ging der Zweikampf zwischen Elijah Winnington und Sam Short in die nächste Runde. Über die doppelte Freistildistanz hatte Short erneut das Nachsehen. In 7:46,52 Minuten verpasste der nationale Rekordhalter nicht nur den Titel, sondern auch die geforderte Olympianorm (7:45,80). Besser tat es Winnington. Mit knapp eineinhalb Sekunden Vorsprung sicherte sich der 24-Jährige in 7:44,90 Minuten neben seinem zweiten Titel auch seinen zweiten Startplatz für die Olympischen Spiele.

Einen weiteren Rekord konnte auch der Sprintstar Cameron McEvoy aufstellen. Zwar setzte der nationale Rekordträger über die 50m Freistil in 21,35 Sekunden keine neue Bestmarke, die Qualifikationszeit für Paris (21,88) unterbot er trotzdem souverän und qualifizierte sich somit für seine vierten Olympischen Spiele. Dieses Meisterstück hat kein anderer männlicher australischer Schwimmer jemals erreicht. Sollte er in Paris auch noch eine Medaille über die 50m gewinnen, würde er ein weiteres Novum für das australischen Herrenteam schaffen, da dies ebenfalls keinem Australier jemals gelungen ist. Im letzten Finale des Tages gewann Bowen Gough in 1:56,18 Minuten die 200m Schmetterling, verpasste das Ticket für Paris (1:54,97) jedoch deutlich.

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EM-Titel für Gregorio Paltrinieri | Niklas Frach unter den Top Ten

(12.06.2024) Nachdem sich Leonie Beck am Morgen über die 10km im Freiwasser den ersten Titel bei den Schwimmwettbewerben der laufenden Europameisterschaften in Belgrad sicherte, waren wenige Stunden später auch die Herren über die selbe Strecke gefordert. Mit Gregorio Paltrinieri setzte sich auch hier einer der absoluten Topfavoriten souverän gegenüber der internationalen Konkurrenz durch. 

In 1:49:19,6 Stunden schwamm Paltrinieri nicht nur zu seinem insgesamt sechsten EM-Gold im Freiwasser, sondern machte zudem auch den Medaillensatz für das italienische Team an diesem Tagen komplett. Gut zwanzig Sekunden dahinter gab es einen packenden Vierkampf um die weiteren Medaillen zu bestaunen, der letztendlich erst im Fotofinish entschieden wurde. Nach Auswertung des Bildmaterials wurde dem Franzosen Marc-Antoine Olivier der Silberrang zugesprochen. Bronze ging unmittelbar dahinter an David Betlehem aus Ungarn vor den beiden Italiener Domenico Acerenza und Dario Verani. 

Aus deutscher Sicht überzeugte allen voran Niklas Frach mit einer gelungenen Top-Ten Platzierung. In 1:49,48,7 Stunden verpasste der Frankfurter auf Platz acht die Medaillenränge nach einem starken Rennen nur um wenige Sekunden. Mit Platz 11 für Jonas Kusche (1:50:16,8) sowie Platz 18 für Noah Lerch (1:53:55,1) zeigte das deutsche Aufgebot insgesamt ein gutes Mannschaftsergebnis.

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Goldene Generalprobe: Leonie Beck schwimmt zum EM-Titel

(12.06.2024) Weniger als einen Monat, bevor es in Paris um Olympiamedaillen geht, darf Leonie Beck bereits ihren ersten internationalen Titel des Jahres feiern. Über die olympische Distanz von 10km schwamm die 27-Jährige am Mittwoch bei den Schwimm-Europameisterschaften in Serbien zum Sieg.

Nachdem die in Italien trainierende Würzburgerin lange Zeit die Konkurrentinnen die Führungsarbeit machen ließ, warf sie zum Ende des Rennens den Turbo an. Im Zielsprint setzte sich Beck nach 2:00:54,8 Stunden haarscharf gegen die Italienerin Barbara Pozzobon durch. Deren Teamkollegin Giulia Gabbrielleschi holte knapp vier Sekunden dahinter die Bronzemedaille.

„Das ist ein großartiges Ergebnis und gibt zusätzliches Selbstvertrauen auf dem Weg nach Paris“, so Beck, die mit dem heutigen Sieg ihren 2022 gewonnen EM-Titel verteidigte.

Mit Lea Boy (2:01:24,5) landete eine zweite deutsche Schwimmerin unter den Top Ten. Sie sicherte sich den zehnten Platz knapp vor ihrer Nationalteamkollegin Jeannette Spiwoks

Ein gelungener Start für das deutsche Team in die Schwimm-EM 2024 und am Nachmittag geht es Schlag auf Schlag weiter! Dann greifen die deutschen Herren an, ebenfalls über die 10km.

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Bild: Archiv

Livestream der Schwimm-EM 2024 | Kostenfrei online schauen

Zwei Wochen lang geht es bei den Schwimm-Europameisterschaften 2024 um Titel und Medaillen. Im Livestream der Schwimm-EM 2024 gibt es vom 10. bis 23. Juni alle Entscheidungen im Internet zu sehen. Dazu muss lediglich vorher ein kostenfreier Account angelegt werden.

Alle Livestreams der Schwimm-EM 2024 gibt es auf  --> DIESER SEITE  <-- !

Livestream der Europameisterschaften 2024 | Kostenfrei die EM 2024 online schauen

Zwei Wochen lang geht es bei den Europameisterschaften 2024 um Titel und Medaillen. Im Livestream der Schwimm-EM 2024 gibt es vom 10. bis 23. Juni alle Entscheidungen im Internet zu sehen. Dazu muss lediglich vorher ein kostenfreier Account angelegt werden.

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Nur 0,08 Sekunden über Weltrekord! Kaylee McKeown setzt Achtungszeichen

(11.06.2024) Bei der laufenden Olympiaqualifikation in Brisbane stellen derzeit die australischen Schwimmstars ihr Können unter Beweis und setzten dabei dicke Ausrufezeichen. Zu Beginn des heutigen Finalabschnittes schwamm so zum Beispiel Kaylee McKeown über die 100m Rücken an ihren eigenen Weltrekord heran.

In 57,41 Sekunden schlug McKeown nur acht Hundertstel über ihrer Rekordmarke als Erste an und sicherte sich damit in ihrem zweiten Finallauf auch ihren zweiten Startplatz bei den Olympischen Spielen. Mit ihr wird in Paris auch Mollie OCallaghan (57,88) über diese Disziplin an den Start gehen.

Dass nicht nur die Schwimmerinnen der jüngeren Generation einiges drauf haben, stellte Emily Seebohm unter Beweis. Für die vierfache Olympionikin und Mutter reichte es zwar nicht für einen Platz im diesjährigen olympischen Team, allerdings konnte sie mit ihrer Zeit von 1:01,14 Minuten noch an der Spitze der australischen Schwimmerinnen mitmischen.

Im Gegensatz zu den Frauen fielen die Ergebnisse des Rennens der 100m Rücken männlich enttäuschend aus. Es konnte sich keiner der Schwimmer für einen Einzelstart bei Olympia qualifizieren, da alle Finalteilnehmer über der vom australischen Schwimmverband festgelegten Normzeit blieben. Überraschenderweise gelang auch Isaac Cooper, der bei den Olympischen Spielen in Tokio über diese Strecke zu Bronze schwamm, keine Qualifikation. Mit seiner Endzeit von 53,46 Sekunden schwamm er 0,25 Sekunden zu langsam für den Einzelstart. Cooper bleibt lediglich die Möglichkeit, für die 4x100m Lagenstaffel nominiert zu werden. 

Im Finale der 200m Freistil der Herren konnte sich Maxim Giuliani in 1:45,83 Minuten als einziger Schwimmer für einen olympischen Startplatz qualifizieren. Zudem wird er sicherlich auch in der 4x200m Freistilstaffel der Herren zum Einsatz kommen, für welche sich auch Neill Thomas (1:46,02), Elijah Winnington (1:46,08) und Kai Taylor (1:46,26) auf den Plätzen zwei bis vier empfahlen.

Keine australische Starterin werden wir voraussichtlich in Paris über die 100m Brust der Damen sehen. Die Schnellste des Endlaufs, Jenna Strauch, schlug in 1:06,90 Minuten über eine halbe Sekunde über der geforderten Normzeit an, womit es nicht für die Olympiaqualifikation reichte. Auch ihr bleibt noch die Hoffnung für einen Startplatz in der 4x 100m Lagenstaffel der Damen. 

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3:55! Ariarne Titmus kratzt am 400m-Weltrekord

(10.06.2024) Mit mehreren Weltklassezeiten haben heute die australischen Olympia-Trials in Brisbane begonnen und die Teilnehmenden aus Downunder sendeten direkt überzeugende Signale an die internationale Konkurrenz. Besonders die Damen bewiesen ihre Topform knapp anderthalb Monate vor den Olympischen Spielen in Paris 2024. Allen voran die Ausnahmeschwimmerin Ariarne Titmus.

Im ersten Finale des Abends, den 400m Freistil, kratzte die Freistilspezialistin und Olympiasiegerin aus Tokio über diese Strecke an ihrem eigenen Weltrekord aus dem vergangenen Jahr. Mit einer Spitzenzeit von 3:55,44 Minuten war die 23-Jährige fast 7 (!) Sekunden schneller als die Zweitplatzierte und verpasste ihre eigene Bestmarke (3:55,38) um haarscharfe sechs Hundertstelsekunden. Bis zu den letzten 25m lag sie auf Kurs den Rekord zu brechen, brachte mit ihrer Endzeit aber trotzdem die zweitschnellste jemals geschwommene Zeit ins Wasser. Damit unterstrich Titmus ihre Titelambitionen und sendet ein klares Signal an ihre Dauerkonkurrentin Katie Ledecky aus den USA, welche in den kommenden Tagen bei den amerikanischen Trials ebenfalls um einen Olympiaplatz kämpfen wird.

Direkt im Anschluss konnten die Zuschauenden ein weiteres beeindruckendes und dieses Mal auch Rekordrennen bestaunen. Über die 200m Lagen der Damen unterbot die Rückenspezialistin Kaylee McKeown in 2:06,63 Minuten ihren eigenen nationalen Rekord (2:06,99) und kam bis auf eine halbe Sekunde an den Weltrekord der Iron Lady Katinka Hosszu (2:06,12) heran. Mit dieser Weltjahresbestzeit liegt die 22-Jährige auf Platz drei der ewigen Bestenliste und kann in den kommenden Tagen weitere Top-Zeiten über ihre Hauptdisziplin folgen lassen.

Ebenfalls mit von der Partie in Paris ist die am meisten dekorierte australische Olympionikin, Emma McKeon. Die 30-jährige Athletin dominierte die 100m Schmetterling, über die sie vor drei Jahren in Tokio die Bronzemedaille gewonnen hatte und unterbot in 56,85 Sekunden als einzige Athletin die geforderte Norm. Ihre persönliche Bestzeit und der nationale Rekord aus dem Jahr 2021 ist über eine Sekunde schneller, weswegen für Paris noch Hoffnung auf Steigerung besteht.

Bei den Herren stand aus deutscher Sicht ebenfalls ein wichtiges Finale auf dem Programm. Über die 400m Freistil kämpften die zwei letzten Weltmeister über diese Strecke (2022 & 2023), Elijah Winnington und Sam Short, und damit direkten Konkurrenten von Deutschlands Ausnahmeschwimmer Lukas Märtens um ihr Olympiaticket. Am Ende entschied Winnington mit einer Siegerzeit von 3:43,26 Minuten mit knapp sieben Zehntelsekunden Vorsprung vor Short (3:43,90) den Endlauf für sich und beide Athleten unterboten die geforderte Norm. Beide Schwimmer waren im April bereits zwei Sekunden schneller. Somit behält Märtens seinen souveränen ersten Platz in der Weltrangliste (3:40,33).

Im weiteren Herrenfinale, den 100m Brust, sicherte sich Sam Williamson mit neuer persönlicher Bestzeit von 58,80 Sekunden seine erste Goldmedaille dieser Trials und unterbot ebenso wie der Zweitplatzierte Joshua Yong (59,48) die geforderte Norm (59,49).

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Nele Schulze: Von Dänemark ins deutsche Olympiateam

(09.06.2024) Als Teil der 4x200m Freistilstaffel der Damen wird Nele Schulze in Paris ihr olympisches Debüt feiern. In den letzten Jahren ist die Freistilspezialistin auf der internationalen Bühne zu einer wichtigen Figur für die deutschen Schwimmquartette geworden. Ein Blick in die Vergangenheit verrät jedoch, dass dieser Weg alles andere als selbstverständlich war. Die 20-Jährige hat einen Großteil ihres Lebens nämlich gar nicht in Deutschland, sondern im benachbarten Dänemark verbracht.

Dorthin entschieden sich ihre Eltern in Neles ersten Lebensjahren auszuwandern und dort begann sie im jungen Alter auch mit dem Schwimmen, wo ihr Talent frühzeitig entdeckt und gefördert wurde. Da Nele jedoch weiterhin ausschließlich die deutsche Staatsbürgerschaft inne hatte, ergaben sich frühzeitig erste Herausforderungen als es um die Startberechtigung bei international Wettkämpfen ging. Als sie sich mit 13 Jahren für einen ersten solchen Wettkampf qualifizierte, durfte das Nachwuchstalent nicht für ihre damalige Heimat Dänemark antreten. Gemeinsam mit ihren Eltern entschied sie sich dann, fortan nach Flensburg zu pendeln, um dort zu trainieren. Das ständige Pendeln wurde bald zu einer Belastung und so zog Nele als 16-Jährige dann endgültig nach Deutschland zurück - zunächst nach Hamburg. Als ihr Trainer Florian Zarp wenige Zeit später dann jedoch an den Bundesstützpunkt in Berlin wechselte, beschloss auch Nele, dem eine Chance zu geben. 

"Seitdem bin ich wunschlos glücklich hier."

In der Trainingsgruppe von Lasse Frank bestreitet die mehrfache Deutsche Meisterin ihr Training seitdem gemeinsam mit anderen nationalen Schwimm-Assen wie Angelina Köhler und Ole Braunschweig, die diesen Sommer als Trio in Paris an den Start gehen werden. In dieser starken Trainingsgruppe, in der das gesamte Team mit Olympiaambitionen in die Saison gestartet ist, fühlt sich Nele mittlerweile super wohl, auch wenn es angesichts der Lebens- und Trainingsumstellung ein wenig Zeit gebraucht hat, um in der neuen Heimat so richtig anzukommen. Nele erzählt, dass sie vor ihrem Wechsel nach Berlin oft mit dem Gedanken in die Schwimmhalle gekommen ist: "Je mehr man trainiert, desto besser und immer drauf da." In den letzten Jahren hat sie dann jedoch verstärkt gemerkt, dass auch Themen wie Schlaf und Erholung sehr wichtig sind.

In der laufenden olympischen Saison fokussiert sich Nele ausschließlich auf das Schwimmen, was unter anderem durch die Sportförderung der Bundeswehr ermöglicht wird. "Ich bin extrem dankbar, dass ich es im Moment so machen kann, mich nur auf das Schwimmen zu konzentrieren", erzählt Nele Schulze. "Das war etwas, das schon immer ein Traum war". Die erfolgreiche Olympiaqualifikation spricht zweifellos dafür, dass sich dieser Fokus auf den Leistungssport bewährt hat. 

 "Ich hatte ein krasses Vertrauen in mich selbst, in mein Training und das was ich leisten kann."

Bereits im ersten Wettkampf des Qualifikationszeitraums für die Titelkämpfe in Paris, konnte sich Nele dank starker Zeiten auf den 200m Freistil für einen Staffelplatz empfehlen, den sie dann bei der Deutschen Meisterschaft mit noch schnelleren Zeiten perfekt machte. Die Wochen dazwischen waren emotional ziemlich belastend und durch Nervosität geprägt, aber gleichzeitig auch eine sehr schöne und aufregende Zeit. In enger Zusammenarbeit mit einer Psychologin, fand die aussichtsreiche Olympiakandidatin Wege sich abzulenken und sich vermehrt auf Erholung und eine ausgewogene Ernährung zu konzentrieren.

Ursprünglich war die Schwimmerin der SG Neukölln Berlin mit dem Ziel in die Saison gestartet, die Einzelnorm für Paris über die 200m Freistil zu knacken. Die Enttäuschung über die verpasste Norm war, wie Nele selbst berichtet, am Anfang ziemlich groß, doch seitdem überwiegt die Freude über den erreichten Staffelplatz im Olympiateam. Im entscheidenden Finallauf bei den Deutschen Meisterschaften brauchte sie nach dem Anschlag einige Momente Zeit, um anhand der ihrer eigenen Zeiten und denen der nationalen Konkurrenz zu realisieren, dass es tatsächlich für den Staffelplatz gereicht hat. "Mathe ist eigentlich nicht meine Stärke, aber in dem Moment konnte ich es plötzlich und habe gewusst, dass ich mir tatsächlich das Ticket für Paris gesichert habe.", erinnert sich Nele.

Bild: Tino Henschel

In Hinblick auf ihre ersten Olympischen Spiele freut sie sich neben dem Staffelrennen vor allem auch auf die Eröffnungsfeier. "Ich glaube ich werde bei der Eröffnungsfeier die ganze Zeit weinen und eine Gänsehaut haben.", sagt Nele voraus. Insgesamt möchte das noch junge Schwimmtalent dieses besondere Erlebnis einfach genießen, denn dafür hat sie die vergangenen zehn Jahre tagtäglich gearbeitet. Wenn dabei dann auch noch eine neue Bestzeit herausspringen würde, wäre das Olympiamärchen perfekt. Um in wenigen Wochen in Paris dann die bestmögliche Leistung zu erzielen, trainiert Nele Schulze aktuell in ihrer Berliner Heimat und absolviert einzelne Einheiten in der Höhenkammer, bevor es dann in der zweiten Junihälfte ins Höhentrainingslager in die Türkei geht. Nach der Olympiaeinkleidung steht außerdem noch ein unmittelbares Vorbereitungstrainingslager in Berlin mit großen Teilen des Olympiateams an, bevor es dann endlich heißt: Paris, here we come!

"Mein Ziel ist es, dass die Olympischen Spiele in Paris nicht meine Letzten sind."

Nele Schulze konnte in den letzten Jahren bereits wertvolle Erfahrungen auf der internationalen Bühne sammeln. Zu ihren größten Erfolgen zählen zweifellos die zwei Finalteilnahmen bei der WM in Fukuoka im vergangenen Jahr sowohl mit der 4x100m Freistil als auch 4x100m Lagen Mixedstaffel. Und auch bei den Europameisterschaften in Rom 2022 stand die damals 18-Jährige gemeinsam mit dem 4x100m Lagenquartett der Damen im Endlauf. 

In den nächsten Jahren soll neben weiteren Teilnahmen bei internationalen Titelkämpfen dann auch irgendwann eine olympische Medaille hinzukommen. "Ich glaube fest daran, dass ich das schaffen kann", blickt Nele optimistisch auf die Zukunft. Das Allerwichtigste sei es jedoch, weiterhin das zu tun, was sie glücklich macht und die Freude am Schwimmen nicht zu verlieren. 

Denn auch wenn Nele Schulze sehr viel positive Energie ausstrahlt, ist die Realität oftmals komplexer. In unserem Interview sprach sie erstmals öffentlich über mentale Herausforderungen, zu denen Panikattacken und eine posttraumatische Belastungsstörung zählen. Langezeit fragte sie sich: warum habe ich mit diesen Schwierigkeiten zu kämpfen? Durch die enge Zusammenarbeit mit einer Psychologin kann Nele mittlerweile jedoch auch verstärkt die positiven Seiten sehen. Die Auseinandersetzung mit ihrer mentalen Gesundheit hat ihr nicht nur innere Stärke gegeben, sondern auch ihre Wertschätzung der positiven Momente verbessert. Zudem ist Nele traumabedingt übersensibilisiert und kann Dinge besser erspüren, was ihrem Wassergefühl zu Gute kommt. "Das Wichtigste ist es, zu akzeptieren, dass es so viele Tiefs wie auch Hochs geben wird.", reflektiert das ehrgeizige Schwimmtalent. Nachdem sie lange geschwiegen hat, möchte Nele nun offen über das Thema mentale Gesundheit sprechen, auch wenn sie sich dadurch möglicherweise angreifbar macht. So möchte sie andere Personen mit ähnlichen Diagnosen inspirieren und zeigen, dass sich sportliche Träume nichtsdestotrotz realisieren lassen. 

"Zeiten zählen nicht" | WM-Medaillengewinnerin darf nicht zu Olympia

(07.06.2024) Bei den Olympischen Spielen in Tokio sorgte 2021 die Südafrikanerin Tatjana Schoenmaker mit ihrem Triumph über die 200m Brust und der Silbermedaille über die 100m-Strecke für eine der großen Sensationen. Dass es im Land am Kap der guten Hoffnung noch weitere vielversprechende Brustschwimmerinnen gibt, stellte seitdem auch ihre Nationalteamkollegin Lara van Niekerk unter Beweis. Sie wollte eigentlich in Paris ebenfalls nach Olympischem Edelmetall greifen - doch daraus wird nun wohl nichts.

Obwohl van Niekerk mehrfach die geforderte Olympianorm (1:06,79) über die 100m Brust unterboten hatte, wurde sie vom südafrikanischen Verband nicht für die Spiele in Paris nominiert. "Ich habe mich bei zwei Gelegenheiten qualifiziert, doch aus Gründen, die nicht in meiner Macht stehen, zählten die Zeiten nicht", schreibt van Niekerk auf ihrem Instagram-Account. Es breche ihr das Herz, nicht bei den Olympischen Spielen starten zu dürfen.

Warum genau ihre Leistungen von 1:06,65 und 1:06,74 Minuten, die sie bei Wettkämpfen in Südafrika 2023 ins Becken gebracht hatte, nicht für die Qualifikation gewertet werden, geht aus ihren Worten nicht hervor. Einheimische Medien berichten jedoch, der nationale Verband habe es versäumt, die Wettkämpfe beim Weltverband als offizielle Qualifikationsevents für Paris 2024 registrieren zu lassen - durchaus überraschend angesichts dessen, dass einer der Wettkämpfe die dortigen nationalen Meisterschaften waren. Beide Leistungen tauchen auch in den offiziellen Bestenlisten des Weltverbandes auf.

Da van Niekerk, somit in der Annahme, sie habe ihre Norm bereits sicher, in diesem Jahr nicht noch einmal schneller war, scheint ihr Traum von Paris tatsächlich geplatzt zu sein. Dass sie auf der internationalen Bühne mitmischen kann, zeigte die 21-Jährige unter anderem jeweils über die 50m Brust mit dem Vize-Titel bei der Kurzbahn-WM 2022 und Bronze bei der Langbahn-WM im selben Jahr.

Bild: Symbolfoto

USA: WM-Medaillengewinnerin wegen Dopings für 4 Jahre gesperrt

(07.06.2024) Die US-Amerikanische WM-Medaillengewinnerin Kensey McMahon wurde von der amerikanischen Anti-Doping-Agentur USADA für vier Jahre gesperrt. Bei der 24-jährigen Freistilspezialistin wurde im Rahmen einer Probe bei den nationalen Meisterschaften im Juli 2023 die verbotene Substanz Vadadustat nachgewiesen.

Das erst seit kurzem für medizinische Zwecke zugelassene Mittel stimuliert die Produktion von Hämoglobin und Erythrozyten und wird bei bestimmten Arten von Blutarmut verschrieben.

McMahon hatte bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften 2022 die Bronzemedaille über die 1500m geholt. Zudem schwamm sie im selben Jahr im Freiwasser über die 25km auf WM-Platz zehn. Da diese Resultate vor dem positiven Dopingtest erzielt wurden, bleiben sie weiterhin bestehen. 

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