USA: Deutsche Podesthoffnungen bei Division II College-Meisterschaften

In den USA läuft die College-Saison weiterhin auf Hochtouren. In dieser Woche (10. bis 14. März) finden in Evansville (Indiana) die nationalen Meisterschaften in der Division II – mit zahlreichen deutschen Hoffnungsträgern.
Allen voran dürfte der Blick auf Jeremias Pock gerichtet sein, der zuletzt mit zwei neuen College-Rekorden für Begeisterung sorgte. Im letzten Jahr hatte Pock für sein Team der University of Indianapolis vier Podestplätze gesichert – inklusive dem Meistertitel über die 400Y Lagen – und zählt auch in diesem Jahr über die Brust- und Lagenstrecken stets zu den absoluten Topfavoriten.
Mit Maurice Grabowski (Lynn University) ist noch ein zweiter deutscher Schwimmer mit von der Partie, der im Dezember bei den Kurzbahn-Europameisterschaften an den Start ging. Grabowski startet bei den College-Meisterschaften über die 50Y und 100Y Freistil sowie 100Y Schmetterling und 100Y Rücken. Zudem werden Silas Büssing, Jan Schmidt (beide University of Indianapolis) und Ben Vester (Colorado Mesa University) die deutschen Farben in der Männerkonkurrenz vertreten.
Auch bei den Damen haben die deutschen Gäste gute Chancen auf vordere Platzirungen. So stand Celina Schmidt (University of Indianapolis) im vergangenen Jahr zweimal im A-Finale und konnte bei den zurückliegenden Conference Meisterschaften im Februar vier Einzelstrecken gewinnen. Und auch ihre Teamkollegin Caprice Schlüter sowie Malaika Schneider (Lynn University) sind in den Startlisten aussichtsreich platziert.
Wichtige Links zum Thema: Ergebnisse NCAA Division II 2026
WERBUNG: Falls ihr ebenfalls Interesse am Studium in den USA und den Möglichkeiten eines Sportstipendiums habt, dann hilft euch das Team von Scholarbook gern weiter. Klickt euch einfach rein und testet eure Chancen auf ein Stipendium:
Bild: Tino Henschel
Mehr als ein Dutzend Rekorde bei Masters-DM Lange Strecke

Für mehr als 650 Master standen am letzten Wochenende die Deutschen Meisterschaften "Lange Strecke" in Stuttgart auf dem Programm. Auch in diesem Jahr präsentierten sich die Aktiven in starker Form und stellten mehr als ein Dutzend neue nationale Bestmarken auf. Und auch ein neuer Europarekord steht nach Abschluss der Titelkämpfe in den Rekordbüchern.
Für den Europarekord sorgte die Männerstaffel der SG Dortmund über die 4x200m Freistil. In 10:58,82 Minuten begeisterten Markus Reinhardt, Klaus-Peter Katthöfer, Gerd Keitmann und Volker Rumpel in der Altersklasse 280+ mit einer neuen europäischen Bestmarke.
Mit über 90 Jahren stellte sich Helga Reich den 1500m Freistil und schlug nach 37:43,15 Minuten als neue Deutsche Meisterin und Rekordhalterin an. Auch bei allen Zwischenzeiten ab 100 Metern war Reich stets schneller als die bestehenden Deutschen Rekorde in der AK 90. Ihren zweiten Titel feierte sie über die 400m Freistil (9:34,15) – erneut in Rekordzeit.
Über einen weiteren Eintrag in die Rekordbücher durfte sich auch Frank Gruner freuen. Der hochdekorierte Master des SCW Eschborn schmetterte über die 200m Schmetterling in 2:30,73 Minuten zu einer neuen Bestmarke in der AK 55. Zudem gab es Gold über die 200m Rücken (2:20,77) und 400m Freistil (4:29,80).
Drei Siege und einen Deutschen Rekord gab es auch für Maren Spietzack (SG Heddesheim). In der AK 35 entschied Spietzack die 400m Freistil (4:39,48), 400m Lagen (5:13,06) und 1500m Freistil (17:55,68) für sich – letzteres in Rekordzeit.
Eine ebenso erfolgreiche Ausbeute gab es für Jens Keil (SG Bayer), der in der AK 60 das Goldtriple perfekt machte. Auch Keil glänzte über die 200m Schmetterling (2:43,57) mit einer neuen nationalen Bestmarke und war zudem über die 400m Lagen (5:42,16) und 200m Brust (2:53,17) nicht zu schlagen. Hinzu kam außerdem noch eine Bronzemedaille über die 400m Freistil (5:14,20).
Für die deutschen Masters heißt es nun, den Blick wieder vermehrt auf die kürzeren Strecken zu richten. Die nächsten Deutschen Meisterschaften stehen dann Mitte Juli in Gera an.
Neue Deutsche Masters-Rekorde im Überblick:
|
SG Dortmund |
AK 280+ |
4x200m Freistil |
10:58,82 (=EMR) |
|
Helga Reich |
AK 90 |
1500m Freistil |
37:43,15 |
|
Maren Spietzack |
AK 35 |
1500m Freistil |
17:55,68 |
|
Petra Rosenkranz |
AK 65 |
800m Freistil |
11:35,21 |
|
Karsten Dellbrügge |
AK 60 |
800m Freistil |
9:42,30 |
|
Verena Haselhoff |
AK 60 |
200m Rücken |
2:50,20 |
|
Nina Runge |
AK 50 |
200m Rücken |
2:41,87 |
|
Gabriele Brkowski |
AK 65 |
400m Lagen |
6:41,11 |
|
Jens Keil |
AK 60 |
200m Schmetterling |
2:43,57 |
|
Frank Gruner |
AK 55 |
200m Schmetterling |
2:30,73 |
|
SSG Braunschweig |
AK 120+ |
4x200m Freistil |
8:15,44 |
|
Helga Reich |
AK 90 |
400m Freistil |
9:34,15* |
|
Petra Rosenkranz |
AK 65 |
400m Freistil |
5:39,93 |
|
Jeanette Seitz |
AK 50 |
200m Brust |
3:02,68 |
|
Matthias Bendel |
AK 30 |
200m Brust |
2:19,87 |
* Angangszeit von 1500m Freistil war in 09:06,10 Minuten schneller und somit bereits ein DMR.
Alle Ergebnisse gibt es hier: Ergebnisse Master-DM Lange Strecke 2026
Bild: HD Media
Pro Swim Series: Märtens Rivale Sam Short glänzt mit drei Rekorden

Im Rahmen der Pro Swim Series, die in den vergangenen Tagen im US-amerikanischen Westmont ausgetragen wurde, sorgten zahlreiche US-Stars und die hochdekorierten internationalen Gäste für schnelle Zeiten und Rekorde. Insbesondere Weltrekordhalter Lukas Märtens dürfte das Geschehen mit Spannung verfolgt haben, denn mit dem Sam Short präsentierte sich einer seinen größten Konkurrenten in bestechender Form.
Über seine Paradestrecke 400m Freistil zeigte der Vizeweltmeister aus Singapur in 3:43,49 Minuten eine sehr solide Leistung, mit der Short gleichzeitig den bisherigen Veranstaltungsrekord von Sun Yang verbesserte. Und auch über die 800m Freistil (7:40,98) und 1500m Freistil (14:52,33) glänzte Sam Short jeweils mit neuen Rekorden. Da konnten auch die zuvor stark eingeschätzten Bobby Finke und Daniel Wiffen nicht gegenhalten – beide schlugen jeweils mit erheblichen Rückstand hinter dem Australier an.
Drei Siege gab es auch für Summer McIntosh, die ihre beeindruckende Vielseitigkeit abermals unter Beweis stellte. Sowohl über die 200m Freistil (1:53,80), 200m Lagen (2:08,21) als auch 200m Schmetterling (2:04,72) war die 19-jährige Ausnahmeschwimmerin eine Klasse für sich. Lediglich über die 800m Freistil musste sich die Kanadierin in einem packenden Duell Katie Ledecky geschlagen geben. In 8:08,57 Minuten setzte sich Ledecky um knapp zwei Sekunden gegenüber McIntosh (8:10,45) durch. Und auch die 400m Freistil (4:00,54) sowie die 1500m Freistil (15:40,86) entschied die US-amerikanische Langstreckenspezialistin souverän und mit schnellen Zeiten für sich.
Zwei weitere Veranstaltungsrekorde gingen auf das Konto von Chris Guiliano, der über die kurzen Freistilstrecken seine eindrucksvollen Sprintfähigkeiten untermauerte. Über die 100m Freistil begeisterte der Staffelolympiasieger von Paris direkt im Vorlauf mit einer neuen Weltjahresbestzeit von 47,38 Sekunden. Und auch über die 50m Freistil sprintete Guiliano in 21,43 Sekunden zu einer neuen Rekordzeit.
Ebenfalls in starker Form präsentierte sich Kate Douglass, die über die 100m Brust (1:06,42), 200m Brust (2:22,01) und 100m Freistil (53,45) das Gold-Triple perfekt machte. Über die 100m Schmetterling wurde zudem Gretchen Walsh in 55,20 Sekunden ihrer Favoritenrolle gerecht und hält nun die zehn schnellsten je geschwommenen Zeiten.
Für eine weitere Weltjahresbestzeit sorgte Regan Smith über die 200m Rücken (2:04,90) während Léon Marchand (1:57,56) dieselbe Strecke bei den Männer für sich entschied. Und auch über die 200m Brust war der viermalige Olympiasieger in 2:10,06 nicht zu schlagen.
Hier gibt es alle Ergebnisse: Ergebnisse Pro Swim Series Westmont 2026
Bild: Speedo | Wade
Mehrjährige Haftstrafen nach Tod von 12-jährigem Nachwuchsschwimmer

Der Tod eines 12-jährigen Nachwuchsschwimmers bei den nationalen Meisterschaften in Ägypten hatte für großes Aufsehen und Bestürzung gesorgt. Nun zieht der Fall auch juristische Konsequenzen mit sich. Ein Gericht verurteilte vier Verantwortliche zu jeweils drei Jahren Haft mit zusätzlicher "schwerer Arbeit".
Das Unglück ereignete sich Ende des vergangenen Jahres. Der junge Schwimmer Youssef Mohamed Ahmed Abdel Malik war während seines Rennen im Becken untergegangen – der Vorfall blieb jedoch minutenlang unbemerkt.
Augenzeugenberichte ebenso wie spätere Ermittlungen ergaben, dass bei der Veranstaltung offenbar zahlreiche Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten worden waren. Unter anderem sollen Rettungsschwimmer sowie Personen des Kampfgerichts nicht auf ihren vorgesehenen Positionen gewesen sein. Auch deshalb war unmittelbar nach dem Unglück die rechtliche Aufarbeitung des Falls eingeleitet worden.
Ein Gericht verurteilte nun den Veranstaltungsleiter sowie drei Rettungsschwimmer zu jeweils drei Jahren Haft. Gegen das Urteil legten alle vier Angeklagten Einspruch ein. Dafür hinterlegten sie jeweils eine Kaution von 10.000 ägyptischen Pfund – umgerechnet etwa 200 Euro.
Weitere 14 Personen, die ebenfalls angeklagt waren, wurden dagegen freigesprochen. Zu ihnen zählt auch der Vorsitzende des Ägyptischen Schwimmverbands.
Im Laufe der Untersuchungen wurde zudem bestätigt, dass der junge Schwimmer unter keinen bekannten gesundheitlichen Problemen litt, die den Unfall hätten erklären können.
Der Tod von Youssef Mohamed Ahmed Abdel Malik hatte vielerorts eine Debatte über die Sicherheitsstandards bei Sportveranstaltungen ausgelöst.
Elena Semechin fordert Grundeinkommen von 3500 Euro im Parasport

Die zweifache Paralympics-Siegerin Elena Semechin fordert bessere finanzielle Rahmenbedingungen für Athletinnen und Athleten im Parasport. In einem Interview mit Sports Illustrated sprach sich die Erfolgsschwimmerin für ein monatliches Grundeinkommen von mindestens 3500 Euro sowie ein umfassendes Versicherungspaket aus.
Damit könnten sich Sportlerinnen und Sportler vollständig auf den Sport und ihre Leistungen konzentrieren, argumentiert Semechin. "Es geht nicht um Sonderrechte, sondern um faire Rahmenbedingungen", sagte die mehrfache Welt- und Europameisterin.
Die Forderung richtet sich sowohl an die Politik als auch Sportverbände. Elena Semechin hat bereits konkrete Vorschläge ausgearbeitet, um eine öffentliche Diskussion über die finanzielle Situation im Parasport anzustoßen.
Für Semechin spielte das Thema in den letzten Monaten eine besonders entscheidende Rolle. Während ihrer Schwangerschaft verlor sie eigentlich ihren Kaderstatus – und damit auch die entsprechende finanzielle Förderung. Für die 32-Jährige wurde zwar eine Sonderregelung gefunden, doch das grundlegende Problem bleibt bestehen.
In den sozialen Medien erhielt Semechin bereits breite Unterstützung: Zahlreiche andere Athletinnen und Athleten teilten ihre Forderungen und machten damit auf das strukturelle Problem aufmerksam.
Elena Semechin steht derzeit kurz vor ihrem Comeback nach der Geburt ihres ersten Kindes. Ihr nächstes großes Ziel sind die Paralympics 2028 – es wären ihre fünften Spiele. Zunächst richtet sich der Blick im Parasport jedoch auf die Winterspiele: Diese werden heute in Mailand und Cortina d'Ampezzo eröffnet.
Bild: Tino Henschel
Mehr als 650 Aktive: Die Masters-DM Lange Strecke 2026 steht an!

An diesem Wochenende (06. bis 08. März) geht es in Stuttgart um nationale Meistertitel, denn die Internationalen Deutschen Meisterschaften der Masters Lange Strecke stehen an. Bereits zum 40. Mal finden diese Titelkämpfe statt.
Erwartet werden mehr als 650 Aktive aus Deutschland, der Schweiz und der Ukraine. Damit liegt das Teilnehmerfeld nur knapp unter der Rekordzahl des Vorjahres.
Auf dem Programm der Meisterschaften stehen Entscheidungen über die 200m Schmetterling, Rücken und Brust, über die 400m Lagen, als auch über 800m und 1500m Freistil. Zudem werden auch in mehreren Staffelwettbewerben Meistertitel vergeben.
Die deutschen Masters konnten in diesem Kalenderjahr bereits mit zwei neuen Deutschen Rekorden auf der Langbahn glänzen. Ob weitere Bestmarke schon an diesem Wochenende hinzu kommen, werden drei spannungsgeladene Wettkampftage in Stuttgart zeigen.
Wichtige Links zum Thema:
Kaderrichtlinien 2026/27 fürs Freiwasser veröffentlicht

Während der Qualifikationszeitraum für die Freiwasser-Europameisterschaften weiterhin auf Hochtouren läuft, lohnt sich bereits jetzt ein Blick voraus – auf die kommende Saison 2026/27. Denn dafür hat der Deutsche Schwimm-Verband in dieser Woche die neuen Kaderbildungsrichtlinien im Freiwasser veröffentlicht.
Die höchste Förderstufe bleibt weiterhin der Olympiakader. In diesen können Athletinnen und Athleten berufen werden, die bei den Europameisterschaften über die olympische Distanz von 10km eine Medaille gewinnen.
Darunter folgt der Perspektivkader. Für eine Nominierung sind unter anderem EM-Platzierungen unter den Top 10 über die 10km bzw. unter den Top 8 über die halbe Distanz von 5km gefordert. Zusätzlich eröffnen auch die Freiwasser-Weltrangliste, die Weltcup Gesamtwertung oder eine vordere Platzierung beim Knockout Sprint der Europameisterschaften Möglichkeiten für eine Aufnahme in den Perspektivkader. Für alle U23-Aktive gelten leicht angepasste Kriterien. Hier sind zudem auch die Ergebnisse, die im Rahmen der JEM oder JWM erzielt werden, ausschlaggebend.
Für den Nachwuchskader 1 sind insbesondere die Deutschen Meisterschaften im Freiwasser entscheidend: In den Altersklassen 16 bis 17 sowie 18 bis 19 Jahre erhalten jeweils die Top Zwei Kaderstatus.
Auch für den Nachwuchskader 2, der die jüngeren Jahrgänge umfasst, bilden die Ergebnisse bei den Deutschen Meisterschaften eine zentrale Grundlage. Ergänzend kann auch eine erfolgreiche Qualifikation für die Europameisterschaften der Junior*innen zur Aufnahme in den Kader führen.
Wichtige Links zum Thema: Kaderbildungsrichtlinien Freiwasserschwimmen 2026/27
Olympia 2028: Ticket-Registrierung endet in wenigen Tagen

Das weltweite Interesse an den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles ist riesig: Bereits mehr als fünf Millionen Menschen haben sich für den Ticketkauf registriert.
Seit Mitte Januar haben Fans die Möglichkeit, sich für den Erwerb von Tickets vormerken zu lassen. Schon in den ersten 24 Stunden nutzten rund 1,5 Millionen Interessierte diese Chance – seitdem kommen täglich im Schnitt etwa 100.000 neue Registrierungen hinzu.
Eine solche Registrierung garantiert allerdings noch keine Tickets. Die Vergabe erfolgt im nächsten Schritt über ein Lotteriesystem, bei dem unter allen Registrierten Zeitfenster ausgelost werden. In diesen können dann ab dem 31.März Eintrittskarten für die einzelnen Sportveranstaltungen erworben werden.
Wer noch teilnehmen möchte, hat bis zum 18. März Gelegenheit, sich den über fünf Millionen Registrierungen anzuschließen.
Die wichtigsten Informationen zum Ticketkauf für LA 2028 gibt es hier noch einmal zusammengefasst: Olympia 2028: Infos zum Ticketkauf veröffentlicht
Europatour für Freiwasser-Masters angekündigt

Der europäische Schwimmverband European Aquatics hat nähere Informationen zur neuen dreiteiligen Europatour für Masters im Freiwasserschwimmen veröffentlicht. In diesem Jahr dürfen sich die Masters erstmals auf diese internationale Wettkampfserie mit Gesamtwertung freuen.
Der Auftakt erfolgt am 19. April in Protoras auf der Insel Zypern. Geschwommen wird ein 3km-Rennen, das parallel zum Freiwasser-Europacup der offenen Klasse ausgetragen wird. Die Anmeldung ist bereits seit Mitte Februar uns bis zum 8. April möglich. Die Startgebühr beträgt 50 Euro.
Teilnahmeberechtigt sind Schwimmerinnen und Schwimmer der Altersklassen 20 bis 90+. Neben den einzelnen Rennen wird es auch einen Gesamtwertung über alle drei Rennen geben.
Die zweite Station der Europatour findet am 24. Juli im ungarischen Sukoró statt. Das große Finale wird dann im Rahmen der Europameisterschaften Ende August (28.8) in Šamorín stattfinden.
Enhanced Games: US-Star will bei den Dopingspielen sauber antreten

Die sogenannten Enhanced Games stehen in der Schwimmwelt weiterhin in der Kritik. Nun rückt mit dem US-Schwimmer Hunter Armstrong ein prominenter Name in den Fokus: Der zweifache Staffel-Olympiasieger kündigte an, bei dem umstrittenen Wettbewerb antreten zu wollen – allerdings ohne leistungssteigernde Substanzen einzunehmen.
Armstrong wäre damit der erste bekannte Schwimmer, der bei den Enhanced Games im Mai ausdrücklich "sauber" starten möchte. In mehreren Interviews betonte der mehrfache Weltmeister, dass er keinerlei leistungssteigernde Mittel zu sich nehmen wolle. Vielmehr sehe er die Veranstaltung als eine entscheidende finanzielle Einnahmequelle – ohne seine sportliche Integrität aufs Spiel zu setzen.
Die Enhanced Games locken mit hohen Antritts-, Sieg- und möglichen Weltrekordprämien. Hunter Armstrong hatte zuletzt offen über die finanziellen Herausforderungen im Leistungssport gesprochen – und sogar über ein mögliches Karriereende nachgedacht. Nun soll ein "sauberer" Start bei den Enhanced Games Abhilfe schaffen und für Armstrong gleichzeitig die Chance auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2028 wahren. Doch genau hier liegt eine große Unsicherheit.
Der Weltverband World Aquatics hatte im Vorfeld erklärt, dass Athletinnen und Athleten bei einer Teilnahme an den Enhanced Games von eigenen Veranstaltungen ausgeschlossen werden. Ob dies auch gilt, wenn jemand nachweislich ohne leistungssteigernde Substanzen startet, ist bislang unklar. In Gesprächen zwischen Hunter Armstrong und dem Weltverband habe es dazu keine klare Aussage gegeben – ein Risiko, das der ehemalige Weltrekordhalter über die 50m Rücken bereit ist einzugehen. Ob dieser Spagat zwischen den umstrittenen Enhanced Games und den Regularien von World Aquatics tatsächlich aufgeht, dürfte in den nächsten Wochen mit Spannung weiter verfolgt werden.
Bild: USA Swimming
Comeback auf der Langbahn: Adam Peaty bestreitet ersten Wettkampf seit Olympia

Beim Edinburgh International am übernächsten Wochenende (13. bis 15. März) steht ein besonderes Comeback im Fokus: der dreifache Olympiasieger Adam Peaty kehrt auf die Langbahn zurück.
Der mittlerweile 31-jährige britische Schwimmstar war seit seinem Gewinn der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Paris keinen Wettkampf mehr auf der 50m-Bahn geschwommen. Auch auf einen Start bei den letzten Weltmeisterschaften in Singapur hatte Peaty verzichtet.
Nach einer längeren Trainingspause bestritt Adam Peaty im Rahmen der Weltcup-Serie im Herbst 2025 erstmals wieder internationale Wettkämpfe – allerdings ausschließlich auf der Kurzbahn. Nun folgt bei dem stark besetzten Event in Edinburgh der nächste Schritt.
Peaty ist der amtierende Weltrekordhalter über die 50m und 100m Brust und hat angekündigt, auf jeden Fall bis zu den Olympischen Spielen in Los Angeles 2028 aktiv zu bleiben.
Neuer Termin für Masters-EM | Registrierung ab sofort möglich

In diesem Jahr ist einiges in Bewegung geraten rund um die Masters-Europameisterschaften. Nachdem die Titelkämpfe zunächst von Paris nach Šamorín verlegt wurden, ist nun auch der Termin noch einmal nach vorne gezogen worden. Neuer Starttermin ist der 18. August 2026.
Die Beckenschwimm-Wettbewerbe finden vom 18. bis 24. August statt – dort wo im vergangenen Sommer bereits die U23-EM sowie die Europameisterschaften der Junior*innen ausgetragen wurden. Im Anschluss folgen vom 26. bis 28. August die Freiwasser-Events – ebenfalls in Šamorín.
Mit dem Launch der offiziellen Veranstaltungsseite gibt es nun auch bereits die Möglichkeit, sich für die Masters-EM zu registrieren: Die einmalige Registrierungsgebühr beträgt 60 Euro, für jede Einzelmeldung werden zusätzlich 50 Euro fällig.
Besonders hervorzuheben ist zudem ein wichtiges Zeichen für die Inklusion der Titelkämpfe: Erstmals sind die Europameisterschaften explizit auch für Aktive mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen offen. Sie sollen ganz regulär in das Wettkampfgeschehen integriert werden
Wichtige Links zum Thema: Offizielle Website European Aquatics Masters Championships 2026
McIntosh, Ledecky, Marchand und Co: Topstars greifen bei Pro Swim Series in Westmont an

Anfang Januar hatte Anna Elendt beim ersten Wettkampf der Pro Swim Series in ihrer amerikanischen Heimat Austin mit mehren Podestplatzierungen glänzen können. In dieser Woche erlebt die renommierte Pro Swim Series nun ihre Fortsetzung: vom 4. bis 7. März sind zahlreiche internationale Schwimm-Stars in Westmont (Illinois) zu Gast – wenn auch dieses Mal ohne die deutsche Weltmeisterin.
Mit besonderer Spannung wird das erneute Duell zwischen Katie Ledecky und Summer McIntosh über die 800m Freistil erwartet. Bei den zurückliegenden Weltmeisterschaften hatten die beiden gemeinsam mit Lani Pallister für eine packende Medaillenentscheidung gesorgt, die nun zumindest in Teilen eine mögliche Neuauflage erfährt. Sowohl Ledecky als auch McIntosh sind bekannt dafür, auch abseits der Saisonhöhepunkte für extrem schnelle Zeiten zu sorgen.
Auch bei den Herren sind die langen Freistilstrecken extrem stark besetzt. Hier deutet sich sogar ein Dreikampf an: Bobby Finke und Daniel Wiffen, die bei den Olympischen Spielen in Paris mit jeweils zwei Medaillen begeistern konnten, werden im direkten Aufeinandertreffen gegen den australischen Vizeweltmeister Sam Short schwimmen. Vor allem auch auf den 400m Freistil könnte Short für wichtige Richtzeit sorgen, an der sich im weiteren Saisonverlauf dann auch Weltrekordhalter Lukas Märtens messen dürfte.
Auch der französische Ausnahmeschwimmer Léon Marchand wird in dieser Woche mit von der Partie sein. Gleiches gilt für zahlreiche Topstars aus dem US-amerikanischen WM-Team wie Gretchen Walsh, Kate Douglass, Regan Smith, Shaine Casas und Luke Hobson.
Deutsche Schwimmerinnen und Schwimmer sind dieses Mal nicht in Westmont vertreten. Ein Blick auf die starke internationale Konkurrenz lohnt sich dennoch zweifellos.
Wichtige Links zum Thema: Meldelisten Pro Swim Series Westmont 2026
Bild: Tino Henschel
USA: Auch Cornelius Jahn glänzt mit Medaille bei College-Meisterschaften

In der letzten Woche standen in den USA erneut einige regionale College-Meisterschaften der Division I im Wettkampfkalender. Auch bei diesen Titelkämpfen waren wieder einige deutsche Schwimmer in den A-Finals vertreten und schafften teils sogar den Sprung auf das Podest.
Bei den Big 10 Conference Championships glänzte Cornelius Jahn mit Silber über die 200Y Rücken (1:39,40). Zudem durfte sich Jahn mit seinem Team der Ohio State University über zwei Staffelmedaillen freuen.
Gleich dreimal in den A-Finals vertreten war Ole Mats Eidam, der an der University of Michigan trainiert. Über die 50Y Freistil sprintete Eidam in 19,16 Sekunden auf Rang Fünf, über die 100Y Freistil (42,23) und 100Y Schmetterling (44,71) gab es jeweils den sechsten Platz.
Bei den parallel stattfindenden Big 12 Conference Championships schwamm Finn Winkler – Bruder von Olympiateilnehmern Kaii Winkler – über die 200Y Lagen in 1:44,99 Minuten auf Rang Sieben. Hinzu kamen auch für Winkler Podestplätze mit den Staffeln der University of Utah.
Ende März stehen in den USA dann die nationalen College-Meisterschaften an, wo die schnellsten Schwimmer der zahlreichen Universitäten dann im direkten Aufeinandertreffen auf Titeljagd gehen werden. Auch hier dürften zahlreiche deutsche Hoffnungsträger mit von der Partie sein.
WERBUNG: Falls ihr ebenfalls Interesse am Studium in den USA und den Möglichkeiten eines Sportstipendiums habt, dann hilft euch das Team von Scholarbook gern weiter. Klickt euch einfach rein und testet eure Chancen auf ein Stipendium: Kostenlose Chanceneinschätzung für Collegestipendien bei Scholarbook
Imoudu und Werner schneller als die EM-Normen

Noch bevor Ende März der offizielle Qualifikationszeitraum für die Schwimm-EM 2026 beginnt, haben mehrere deutsche Schwimmerinnen und Schwimmer am vergangenen Wochenende mit unterbotenen Normzeiten erste Ausrufezeichen gesetzt. Bei den Swim & Fun Days in Essen sowie beim Piranha-Meeting in Hannover zeigten allen voran Melvin Imoudu und Maya Werner, dass sie gute Chancen auf einen Platz im deutschen EM-Team haben.
Nachdem Melvin Imoudu bereits Ende Januar in Luxemburg unter Beweis gestellt hat, dass er über die 50m Brust die Normzeit für die Europameisterschaften unterbieten kann, legte er in Essen nun über die doppelte Strecke nach. In 59,66 Sekunden blieb der Olympiavierte über die 100m Meter Brust unter der bald geforderte Qualifikationszeit. Über die 50m Brust schlug Imoudu nach 27,58 Sekunden an – erneut mit Veranstaltungsrekord, wenn auch etwas langsamer als bei seinem Auftritt in Luxemburg – und setzte sich unter anderem gegen Juniorenweltrekordhalter Malte Gräfe (27,88) durch. Für Gräfe steht die U23-Norm für die EM bei 27,55 Sekunden.
Auch Cedric Büssing absolvierte in Essen ein straffes Wettkampfprogramm und sicherte sich insgesamt drei Siege. Besonders überzeugend präsentierte sich der Deutsche Rekordhalter auf seiner Paradestrecke 400m Lagen, die er in 4:23,71 Minuten souverän für sich entschied.
Parallel dazu ging es beim Piranha-Meeting in Hannover ebenfalls um schnelle Zeiten. Hier unterbot Maya Werner über die 400m Freistil die U23-Norm in 4:11,72 Minuten. Noch schneller unterwegs was Isabel Gose, die in 4:08,48 Minuten lediglich acht Hundertstelsekunden an der EM-Norm in der offenen Klasse vorbeischrammte. Werner und Gose standen zuletzt bei den Weltmeisterschaften gemeinsam im Finale über die 400m Freistil.
Für ein packendes Duell sorgten über dieselbe Strecke auch Oliver Klemet und Florian Wellbrock. In Abwesenheit von Sven Schwarz, der seinen Start kurzfristig abmeldete, setzte sich Klemet in 3:50,17 Minuten knapp gegen Wellbrock durch, der das Rennen nach 3:51,06 Minuten beendete. Die EM-Norm liegt hier bei 3:46,60 Minuten.
Ebenfalls in Hannover mit von der Partie war Nina Holt, die über die 50m Freistil (25,74) und 200m Freistil (2:04,53) jeweils den Sieg davontrug.
Bild: Tino Henschel
Neues Format: DSV veranstaltet ''Deutsche Sprintmeisterschaften''

In den vergangenen Jahren wurden die Deutschen Meisterschaften im Schwimmen mehrfach im Rahmen des sportartenübergreifenden Multisport-Events "Die Finals" ausgetragen. Auch wenn die Schwimm-DM in diesem Jahr deutlich früher im Kalender steht, werden die deutschen Schwimm-Asse auch 2026 erneut bei den Finals gefordert sein und um Meistertitel kämpfen. Dafür hat der Deutsche Schwimm-Verband ein neues Wettkampfformat entwickelt, für das in dieser Woche die Ausschreibung veröffentlich wurde.
So werden die Deutschen Sprint- und Lagenmeisterschaften vom 23. bis 26. Juli ihre Premiere in Hannover feiern. Im Mittelpunkt stehen die 50m Strecken, auf denen die sogenannten Sprintmeisterschaften ausgetragen werden. Die Titeljagd folgt dabei einem Eliminationsprinzip: Nach den Vorläufen treten die acht Schnellsten gegeneinander an. Im ersten Zwischenlauf scheiden die langsamten zwei Schwimmer*innen aus, im darauffolgenden Rennen die langsamsten drei. Die verbleiben Top drei schwimmen anschließend in einem dritten Rennen um den den Meistertitel. Zwischen den einzelnen Entscheidungen liegen jeweils nur wenige Minuten.
Darüber hinaus werden in den einzelnen Schwimmarten weitere Titel vergeben. In einer Kombinationswertung werden die Leistungen über die 100m und 200m Strecken addiert – allerdings nicht anhand der geschwommenen Zeiten, sondern auf Basis der Punktetabelle des Weltverbandes, die im Verhältnis zum aktuellen Weltrekord stehen. Auch eine Langstreckenwertung über die 400m und 800m Freistil soll es geben.
Das Teilnehmerfeld bei der Premiere des neuen Meisterschaftsformats wird stark besetzt sein: All diejenigen, die im August das deutsche Team bei den Europameisterschaften in Paris im Becken vertreten werden, sind laut Nominierungsrichtlinien verpflichtet, auch in Hannover an den Start zu gehen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, sich über die nationale Bestenliste zu qualifizieren.
Wichtige Links zum Thema: Ausschreibung 'Die Finals' Schwimmen 2026
Ort und Datum der Süddeutschen Meisterschaften 2026 stehen fest

Das Datum und die Gastgeber der Süddeutschen Meisterschaften der offenen Klasse und Jahrgänge 2026 stehen fest: Vom 22. bis 24. Mai kämpfen die Schwimmerinnen und Schwimmer der süddeutschen Landesverbände erneut in Stuttgart um Titel und Medaillen.
Die Hauptstadt Baden-Württembergs war bereits 2025 Gastgeber der Süddeutschen Meisterschaften. Damals wurde das Event vom Turnerbund Bad Cannstatt ausgerichtet, diesmal trägt die SV Region Stuttgart gemeinschaftlich die Verantwortung.
Die Pflichtzeiten sowie die Streckenfolge für die Süddeutschen Meisterschaften 2026 können der Vorankündigung unter diesem Link entnommen werden. Die Ausschreibung mit weiteren Details wird in Kürze veröffentlicht.
Bereits in der vergangenen Woche fanden in Wetzlar die Süddeutschen Meisterschaften 2026 auf den langen Strecken statt. Neu waren hierbei erstmals die 5000m, bei denen man sich für die Qualifikation zu den internationalen Freiwasserevents des Jahres 2026 empfehlen konnte.
Erfolgreichster Verein bei den Süddeuschen Meisterschaften der langen Strecken 2026 wurde der SC Wiesbaden 1911 mit vier von möglichen sechs Titeln in der offenen Wertung und 19 Medaillen in den Nachwuchswertungen. Alle Champions der offenen Klasse von den Süd- sowie Norddeutschen Meisterschaften 2026 sind hier zu finden --> Die Champions der Norddeutschen und Süddeutschen Meisterschaften 'Lange Strecke' 2026
Deutsche WM-Asse greifen in Hannover und Essen an

An diesem Wochenende richten sich die Blicke der deutschen Schwimmfans auf gleich zwei stark besetzte Wettkämpfe: das Piranha-Meeting in Hannover und die Swim & Fun Days in Essen. An beiden Standorten sind zahlreiche Schwimmerinnen und Schwimmer am Start, die zuletzt die deutschen Farben auf der internationalen Bühne vertreten haben.
In Hannover stehen vor allem die 400m Freistil im Fokus: Hier könnten Sven Schwarz, Isabel Gose, Florian Wellbrock, Oliver Klemet und Maya Werner allesamt für Achtungszeichen sorgen. Nina Holt wird hingegen auf den kürzeren Freistildistanzen zu sehen sein und wenige Wochen vor Beginn der EM-Qualifikation vermutlich erste Richtzeiten für die nationale Konkurrenz setzen.
Parallel dazu versprechen die Swim & Fun Days in Essen ebenso spannende Rennen. Insbesondere auf den Bruststrecken könnte sich die Potsdamer Trainingsgruppe um Melvin Imoudu, Malte Gräfe und Kenneth Bock einmal mehr zu schnellen Zeiten pushen. Zudem nutzen Cedric Büssing, Jeannette Spiwoks und Laura Sophie Kohlmann das heimische Becken, um sich vor vertrauter Kulisse zu präsentieren.
Los geht es sowohl in Hannover als auch in Essen bereits heute Nachmittag – mit besten Voraussetzungen für ein hochklassiges Schwimmwochenende!
Wichtige Links zum Thema:
Startlisten & Ergebnisse Piranha-Meeting 2026
Startlisten & Ergebnisse Essener Swim & Fun Days 2026
Zurück im Training: Olympiasieger Ryan Murphy möchte ein viertes Mal zu Olympia

Anderthalb Jahre ist es her, dass Ryan Murphy bei den Olympischen Spielen in Paris seinen letzten Wettkampf bestritten hat, wo der US-amerikanische Rückenspezialist mit einem kompletten Medaillensatz begeistern konnte. Seitdem hatte Murphy auch sein Trainingspensum deutlich reduziert – das Karriereende war vermutet worden. Doch es gibt Neuigkeiten: Ryan Murphy hat neue Motivation geschöpft und die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles fest im Blick.
Mit dem erklärten Ziel, nach Rio, Tokio und Paris seine vierten Olympischen Spiele perfekt zu machen, ist der fünfmalige Olympiasieger nach anderthalb jähriger Auszeit nun wieder ins Training eingestiegen. "Olympische Spiele zu Hause! Ich weiß, dass ich es bereuen würde, wenn ich mir die Gelegenheit entgehen lasse.", erklärte Ryan Murphy in einem Interview mit NBC.
Seit gut einem Monat zieht der mittlerweile 30-Jährige bereits wieder seine Trainingsbahnen: "Ich habe erst letzten Monat angefangen, also bin ich immer noch dabei wieder in Form zu kommen. Im Moment bekomme ich ganz schön mein Fett weg, während ich so langsam den Rost abschüttle, wieder ein Gefühl fürs Wasser bekomme und meine Fitness zurückgewinne. Aber ich freue mich drauf.“.
In Murphy's Abwesenheit war das US-amerikanische Männerteam auf den Rückenstrecken zuletzt schwach aufgestellt. Bei der WM in Singapur schaffte es über die 100m und 200m Rücken kein amerikanischer Schwimmer ins Finale. Sollte Ryan Murphy zu alter Stärke zurückfinden, stehen die Chancen auf seine vierten Olympischen Spiele alles andere als schlecht.
Weltverband streicht Staffelevent aus WM-Wettkampfprogramm

Der Weltverband World Aquatics hat in dieser Woche ein aktualisiertes Regelbuch veröffentlicht, aus dem einige prinzipielle Neuerungen hervorgehen. Neben Veränderungen im Wettkampfprogramm von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen betrifft dies auch technische bzw. schwimmerische Details.
Eine entscheidende Neuheit ist die Aufnahme der 50m Strecken ins olympische Wettkampfprogramm, die bereits im Vorfeld öffentlich kommuniziert wurde. Überraschend allerdings: Um die geschwommenen Strecken bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen einander anzupassen, wird die 4x100m Freistil Mixedstaffel zukünftig nicht mehr bei Weltmeisterschaften Teil des Programms sein. Bei den letzten Weltmeisterschaften in Singapur schaffte es das deutsche Quartett um Josha Salchow, Rafael Mirsolaw, Nina Holt und Nina Jazy ins Finale und glänzte mit einem neuen Deutschen Rekord. Bei den Europameisterschaften diesen Sommer in Paris wird die Staffel jedoch weiterhin Bestandteil der Titelkämpfe sein.
Eine schwimmerische Regeländerung betrifft die Freistil- und Schmetterlingsstrecken. Wie zuvor bereits beim Rückenschwimmen erlaubt, darf der Anschlag nun auch bei Freistil und Schmetterling vollständig Unterwasser erfolgen. Sobald der Kopf die 5m Markierung durchbricht, dürfen die Aktiven bis zum Anschlag mit dem gesamten Körper Unterwasser sein.
Zudem sollen die Zähltafeln für die langen Strecken fortan auch in 400m Freistil Rennen zum Einsatz kommen – sowohl auf der Lang- als auch Kurzbahn. Gleiches gilt auch für das akustische Signal, das das baldige Rennende ankündigt.
Für alle neuen Regelungen wurde eine Übergangsfrist bis einschließlich Dezember 2026 gesetzt, bis zu der alle vom Weltverband etablierten Neuheiten vollständig realisiert werden müssen.
Das komplette neue Regelbuch von World Aquatics gibt es hier: Competiton Regulations
USA: Podestplätze für Winkler, Koch und Dramm bei College-Meisterschaften

In der vergangenen Woche fanden vielerorts in den USA die regionalen College-Meisterschaften in der Division I statt – die Vorstufe der nationalen Titelkämpfen. Auch zahlreiche deutsche Schwimmerinnen und Schwimmer, die in den USA studieren, präsentierten sich stark. Kaii Winkler, Julian Koch und Louis Dramm durften sich auf den Einzelstrecken jeweils über Podestplätze freuen.
Alle drei starteten bei den ACC Championships – der Atlantic Coast Conference. Gleich drei Podestplatzierungen gab es für Kaii Winkler, der an der North Carolina State University trainiert. Über die 100Y Freistil (41,10) schnappte sich der Olympiateilnehmer Silber, über die 200Y Freistil (1:31,27) und 100Y Rücken (44,62) jeweils den Bronzerang.
Über die 100Y Freistil hätte es beinahe ein deutsches Doppelpodium gegeben. In 41,26 Sekunden schrammt Julian Koch als Vierter nur hauchdünn am Podest vorbei. Dafür schmetterte der Schwimmer der University of Pittsburgh über die 100Y Schmetterling (44,56) auf Rang Drei.
Bronze sicherte sich auch Louis Dramm über die 200Y Lagen (1:41,40). In seinem vierten Jahr an der University of North Carolina schaffte es Dramm auch über die doppelte Strecke ins A-Finale und wurde in 3:41,42 Minuten Fünfter. Ebenfalls im A-Finale vertreten waren Martin Wrede über die 50Y Freistil (18,81 – Platz 4) und Kim Herkle über die 200Y Brust (2:07,52 – Platz 8).
Bei den parallel stattfindenden Big 10 Championships gelang Nicole Maier und Marian Plöger der Sprung unter die Top 8. Für die University of Southern California startend sicherte sich Olympiateilnehmerin Maier über die 100Y Freistil (47,83) und 200Y Freistil (1:43,19) jeweils den vierten Platz und wurde über die 50Y Freistil (21,93) Sechste. Plöger schwamm über die 1650Y Freistil in 16:10,68 Minuten auf den siebten Platz und feierte mit ihrem Team der University of Michigan zudem den Gesamtsieg.
Für einen neuen College-Rekord in der höchsten Liga sorgte zudem Claire Curzan. Über die 200Y Rücken blieb die mehrfache Weltmeisterin in 1:46,09 Minuten 7,3 Zehntel unter der bisherigen Bestmarke.
Im März stehen in den USA dann die nationalen College-Meisterschaften auf dem Programm. Auch hier haben die deutschen Gäste vielversprechende Aussichten, mit vorderen Platzierungen zu glänzen.
WERBUNG: Falls ihr ebenfalls Interesse am Studium in den USA und den Möglichkeiten eines Sportstipendiums habt, dann hilft euch das Team von Scholarbook gern weiter. Klickt euch einfach rein und testet eure Chancen auf ein Stipendium: Kostenlose Chanceneinschätzung für Collegestipendien bei Scholarbook
Bild: Tino Henschel
Heimathalle von Wellbrock und Co. weiterhin gesperrt

Seit Weihnachten schon ist in der Elbeschwimmhalle in Magdeburg – Trainingsstätte von Florian Wellbrock, Lukas Märtens, Isabel Gose und Co. – kein Wassertraining möglich. Grund dafür sind gravierende Sicherheitsbedenken an der Dachkonstruktion, die bei einer regelmäßig stattfindenden Überprüfung festgestellt wurden. Seitdem gilt das 50m Becken als gesperrt – der Zeitpunkt für eine mögliche Wiedereröffnung unklar.
Für die Aktiven des SC Magdeburg bedeutet die Sperrung Elbeschwimmhalle eine große Umstellung, die zahlreichen logistischen Herausforderungen mit sich bringt. So zieht die Trainingsgruppe von Bernd Berkhahn aktuell ihre Bahnen im Magdeburger Stadtteil Diesdorf, was mit einer deutlich weiteren Anreise verbunden ist.
Die Auswirkungen sind auch im Wettkampfbetrieb spürbar. Zuletzt mussten die Norddeutschen Meisterschaften "Lange Strecke" ebenfalls nach Diesdorf verlegt werden, wo Wettkämpfe bislang lediglich mit Handzeitnahme durchführbar sind. Eine elektronische Zeitmessung soll jedoch zeitnah installiert werden. Denn Mitte April steht der traditionsreiche Gothaer & Friends Pokal auf dem Programm, der als wichtiger Bestandteil der EM-Qualifikation gilt.
Die Herausforderungen um die Elbeschwimmhalle heben die Bedeutung von modernen und vor allem sicheren Trainingsstätten hervor. Die Perspektiven für Magdeburg sind diesbezüglich dennoch positiv, denn Ende des vergangenen Jahres wurde die Finanzierung für ein nationales Schwimmzentrum bestätigt. Mehr dazu hier: 51 Mio. Euro! Finanzierung für nationales Schwimmzentrum in Magdeburg gesichert
Doch an erster Stelle steht erst einmal die Wiedereröffnung der Elbeschwimmhalle. Eine zeitliche Orientierung hierfür gibt es jedoch noch nicht.
Comeback nach Babypause: Elena Semechin ab März zurück im Wettkampfbecken

Nur wenige Monate nach der Geburt ihres ersten Kindes im September richtet Elena Semechin den Blick wieder zurück ins Wettkampfbecken. Die zweifache Paralympics-Siegerin kündigte auf Instagram an, schon bald ihre Rückkehr ins Wettkampfgeschehen zu feiern.
Der erste Start nach der Babypause ist bereits terminiert: Am 20. März wird wird Elena Semechin in Barcelona ins Becken springen. Der Wettkampf dort ist Teil der World Series 2026 und markiert für die 32-Jährige einen besonderen Moment – es ist zugleich das Becken, in dem sie zu Beginn ihrer Schwangerschaft vor einem Jahr ihr bislang letztes Rennen bestritt.
"Ich freue mich jetzt schon darauf, wieder auf den Startblock zu steigen und alles zu geben. Auf das Ergebnis bin ich gespannt und wünsche mit natürlich, mindestens so schnell zu sein wie bei meinem letzten Rennen zu Beginn meiner Schwangerschaft, genau bei dem selben Wettkampf in dem selben Becken vor einem Jahr.", schrieb Semechin auf Instagram.
Die World Series im Para-Schwimmen macht in diesem Jahr auch in Berlin Station: Vom 7. bis 9. Mai wird die internationale Wettkampfserie in Berlin zu Gast sein – unmittelbar vor den Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM). Auch hier wird Elena Semechin voraussichtlich mit von der Partie sein.
Bild: Tino Henschel
Die Champions der Norddeutschen und Süddeutschen Meisterschaften 'Lange Strecke' 2026

Nachdem in der vergangenen Woche die Norddeutschen Meisterschaften auf den langen Strecken in Magdeburg ausgetragen wurden, war an diesem Wochenende der Süden in Wetzlar an der Reihe. Wir haben für euch den Überblick aller Titelträger*innen der offenen Klasse zusammengestellt.
|
Norddeutschland |
|
Süddeutschland |
|
Isabel Gose 56:15,61 |
5000m Freistil (w) |
Anouk Walther 1:00:57,87 |
|
Johannes Liebmann 51:46,49 |
5000m Freistil (m) |
Diego Alfons Heinze 54:51,10 |
|
|
|
|
|
Moesha Johnson 8:33,60 |
800m Freistil (w) |
Yvonne Prehn 9:07,15 |
|
Johannes Liebmann 7:56,60 |
800m Freistil (m) |
Diego Alfons Heinze 8:26,64 |
|
|
|
|
|
Moesha Johnson 16:19,98 |
1500m Freistil (w) |
Giovanna Vieten 18:04,67 |
|
Johannes Liebmann 15:06,27 |
1500m Freistil (m) |
Florentin Bensalah 16:36,43 |
|
|
|
|
|
Linda Roth 4:48,64 |
400m Lagen (w) |
Lina Winkler 5:11,14 |
|
Luca Schöttge 4:35,67 |
400m Lagen (m) |
Jannes Schmidt 4:30,52 |
Auch Nordrhein-Westfalen wird auf den langen Strecken noch gefordert sein. Hier finden die Titelkämpfe vom 7. bis 8. März in Düsseldorf statt.
Bild: Tino Henschel
Olympia 2028 im Blick: Nicolas Santos kündigt Comeback an

In dieser Woche feierte der 14-fache WM-Medaillengewinner Nicolas Santos seinen 46. Geburtstag – und kündigte darüber hinaus sein Comeback an. Denn das erklärte Ziel: Der brasilianische Routinier und Ex-Weltrekordhalter möchte noch einmal an den Olympischen Spielen teilnehmen.
Schon 2008 und 2012 war Nicolas Santos bei olympischen Titelkämpfen dabei, beendete seine schwimmerische Laufbahn aber ursprünglich bereits vor einigen Jahren. 2022 wurde er das letzte Mal Weltmeister – Gold bei der Kurzbahn-WM in Melbourne über 50m Schmetterling – mit 42 Jahren ein Rekord! Bei seinem Comeback, das Santos vergangene Woche auf Instagram verkündete, soll seine Paradestrecke – die 50m Schmetterling – erneut im Fokus stehen. Denn über diese Strecke soll es mit der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles klappen. Dort wäre der brasilianische Schwimmstar dann 48 Jahre alt.
Doch die Olympiatickets für die neu zum Wettkampfprogramm hinzugefügten Sprintstrecken sind begrenzt und international eng umkämpft. Mehr zu den geplanten Qualifikationswegen gibt es hier: Olympia 2028: Gerade einmal 6 Startplätze für die neuen 50m-Events?
Nach seinem vorläufigen Karriereende hatte Nicolas Santos seine Schwimmbrille tatsächlich nie so richtig an den Nagel gehangen. In den letzten Jahren bestritt er zahlreiche Master-Wettkämpfe und glänzte oft mit schnellen Zeiten, die seine Comeback-Ambitionen nun beflügelt haben könnten.