Léon Marchand wird globaler Speedo Markenbotschafter

Mit vier olympischen Goldmedaillen und insgesamt sieben WM-Titel gehört Léon Marchand längst zu den herausragenden Figuren des internationalen Schwimmsports. Nun geht der französische Starschwimmer den nächsten Schritt seiner Karriere außerhalb des Wettkampfbeckens: Marchand wird globaler Markenbotschafter für Speedo.
Für Léon Marchand ist die Partnerschaft mit Speedo eine ganz besondere Kooperation: "Ich bin mit Speedo aufgewachsen. Die Marke war auf jedem Schritt meiner Reise dabei. Für mich ist es entscheidend, keine Angst vor dem Scheitern zu haben. Genau diese Haltung ist tief in der Geschichte von Speedo verankert und hat einige der ikonischsten Momente unseres Sports möglich gemacht. Gemeinsam wollen wir der nächsten Generation zeigen, dass Rückschläge nur Teil des Weges zur Größe sind – und eine neue, aufregende Ära des Schwimmens einläuten.”.
Im Rahmen der neuen Partnerschaft wird Marchand zukünftig auch eng in die Produktentwicklung eingebunden sein. Seine Expertise und persönlichen Erfahrungen sollen dabei helfen, Materialien, Schnitte und Technologien weiterzuentwickeln, um Schwimmerinnen und Schwimmer möglichst effizient zu unterstützen. Und auch auf die Talentförderung wird die Partnerschaft einen großen Fokus legen: In enger Zusammenarbeit mit dem Schwimmnachwuchs wird Léon Marchand junge Aktive auf ihrem Weg begleiten und ihnen helfen, ihr volles Potenzial zu entfalten. Rückschläge zu akzeptieren und daraus zu lernen – diese Botschaft soll im Zentrum stehen.
Die Ernennung Marchands zum globalen Markenbotschafter von Speedo sendet ein klares Zeichen: Der Schwimmsport steht vor einer neuen Generation von Athleten und Athletinnen, die vor allem durch ihre Haltung Einfluss nehmen wollen. Marchand verkörpert genau diesen Ansatz – und Speedo setzt darauf, mit ihm gemeinsam die Zukunft des Schwimmens aktiv zu gestalten.
Bild: Speedo
Masters Kurzbahn-EM 2025: Alle wichtigen Links

Seit dem frühen Mittwoch Morgen finden im polnischen Lublin die Kurzbahn-Europameisterschaften der Masters statt – am selben Ort wo vergangenen Woche auch die Titelkämpfe der offenen Klasse ausgetragen wurden. Bei den fünftägigen Titelkämpfen sind nun die Masters gefordert, auf der europäischen Bühne um Titel und Rekorde zu schwimmen.
Insgesamt sind etwa 1500 Masters aus 36 Nationen gemeldet. Die deutschen Farben werden in Lublin von 115 Aktiven vertreten. Sowohl das extrem starke Abschneiden der deutschen Masters bei den Weltmeisterschaften in Singapur als auch die zahlreichen Rekorde, die zuletzt bei den DKM aufgestellt wurden, lassen auf erfolgreiche Titelkämpfe hoffen!
Wichtige Links zum Thema:
Magdeburgerin Renée Ivonne Gold siegt beim OCEANMAN World Final

Am zurückliegenden Sonntag fand in Dubai das Finale der OCEANMAN World Championships 2025 statt – einem Freiwasser-Event mit weltweiter Beteiligung. Mit dabei war die Magdeburgerin Renée Ivonne Gold, die in der Juniorenwertung sogar zum Sieg schwamm.
Beim 5km Freiwasserrennen zeigte die erst 16-Jährige einen überzeugenden Auftritt und setzte sich mit ihrer Zeit von 1:14,16 Stunden an die Spitze des Junioren-Rankings. Und auch in der offenen Wertung durfte sich Renée Ivonne Gold über eine vordere Platzierung freuen: Beim Sieg der Ecuadorianerin Angie Medina (1:12,19) wurde Gold Zweite.
Auch die dreifache Freiwasser-Weltmeisterin Leonie Beck reiste für das OCEANMAN World Final nach Dubai. Gemeinsam mit dem ukrainischen Topschwimmer Mykhailo Romanchuk sprang sie abseits der Wettbewerbe für einen sogenannten "Social Swim" ins Wasser.
Bild: Christian Gold
Kurzbahn-EM 2025: Der finale Medaillenspiegel

Die diesjährigen Kurzbahn-Europameisterschaften waren für das deutsche Team von zahlreichen Medaillenerfolgen geprägt – insgesamt neunmal waren die deutschen Farben auf dem Podium vertreten.
Für jeweils doppeltes Edelmetall sorgten Isabel Gose (Gold 400m & 800m Freistil) und Maya Werner (Silber 1500m Freistil, Bronze 800m Freistil). Auch Anna Elendt kürte sich über die 200m Brust erstmals zur Kurzbahn-Europameisterin. Hinzu kam Silber durch Lukas Märtens (400m Freistil) sowie jeweils Bronzemedaillen für Florian Wellbrock (1500m Freistil), Nina Holt (100m Rücken) und Cedric Büssing (400m Lagen).
Im finalen Medaillenspiegel setzte sich das deutsche Team dank dieser starken Medaillenausbeute auf Rang Vier. An die Spitze schwamm sich hier das Team aus Italien mit insgesamt 9x Gold, 5x Silber und 6x Bronze.
Der finale Medaillenspiegel der Kurzbahn-EM 2025:
|
|
Land |
Gold |
Silber |
Bronze |
Gesamt |
|
1 |
Italien |
9 |
5 |
6 |
20 |
|
2 |
Niederlande |
7 |
4 |
2 |
13 |
|
3 |
Großbritannien |
3 |
4 |
4 |
11 |
|
4 |
Deutschland |
3 |
2 |
4 |
9 |
|
5 |
Irland |
3 |
1 |
3 |
7 |
|
6 |
Spanien |
3 |
1 |
2 |
6 |
|
7 |
Schweiz |
3 |
1 |
0 |
4 |
|
8 |
Estland |
3 |
0 |
0 |
3 |
|
9 |
Frankreich |
2 |
8 |
3 |
13 |
|
10 |
Polen |
2 |
2 |
4 |
8 |
|
11 |
Dänemark |
2 |
1 |
0 |
3 |
|
12 |
Ungarn |
1 |
4 |
1 |
6 |
|
13 |
Kroatien |
1 |
1 |
1 |
3 |
|
14 |
Belgien |
0 |
4 |
1 |
5 |
|
15 |
Türkei |
0 |
2 |
1 |
3 |
|
16 |
Tschechien |
0 |
1 |
1 |
2 |
|
16 |
Litauen |
0 |
1 |
1 |
2 |
|
16 |
Schweden |
0 |
1 |
1 |
2 |
|
19 |
Ukraine |
0 |
1 |
0 |
1 |
|
20 |
Österreich |
0 |
0 |
3 |
3 |
|
20 |
Israel |
0 |
0 |
3 |
3 |
Auch die punktbesten Leistung wurden im Rahmen der Kurzbahn-EM honoriert. Bei den Damen durfte sich Isabel Gose mit ihrem 800m Rennen (972 Punkte) über den vierten Platz und eine Prämie von 13,000€ freuen. Und auch für ihren Europarekord über die 400m Freistil erhielt Gose eine finanzielle Auszeichnung. Mit Anna Elendt schaffte eine weitere deutsche Schwimmerin den Sprung unter die Top 15 (100m Brust - 928 Punkte). Mit 999 Punkte steht Marrit Steenbergen souverän an der Spitze des Rankings. Die Niederländerin hatte den Titelkämpfen mit vier Einzelgoldmedaillen und fünf Europarekorden zweifellos ihren Stempel aufgedrückt.
Auch bei den Herren triumphierte mit Caspar Corbeau ein Niederländer in der Punktewertung – im Vorlauf über die 100m Brust sammelte Corbeau 986 Punkte. Für die beste deutsche Platzierung sorgte hier Florian Wellbrock in seinem Bronzerennen über die 1500m Freistil (957 Punkte).
Bild: European Aquatics
US Open: Kaii Winkler begeistert mit drei neuen Altersklassenrekorden

Parallel zu den Kurzbahn-Europameisterschaften wurden vergangenen Woche in Austin die US Open ausgetragen, bei denen zahlreiche Schwimmstars mit starken Zeiten zum Jahresabschluss glänzten und auch die angereisten deutschen Schwimmer mit Finalteilnahmen und Rekorden auf sich aufmerksam machten.
Insbesondere Kaii Winkler präsentierte sich bei den US Open in bestechender Form, stellte über gleich drei Strecken neue Altersklassenrekorde bei den 19-Jährigen auf und brachte auch die Deutschen Rekorde in der offenen Klasse gehörig ins Wackeln. In 21,93 Sekunden sprintete Winkler, der zugunsten der US Open auf einen Start bei der Kurzbahn-EM verzichtete, das erste Mal auf der Langbahn unter die Marke von 22 Sekunden. Die nationale Bestmarke von Damian Wierling verpasste der Olympiateilnehmer nur um zwölf Hundertstelsekunden. Auch über die doppelte Strecke schickte Kaii Winkler in 48,17 Sekunden lautstarke Grüße an die nationale Konkurrenz um Rekordhalter Josha Salchow. In 51,51 Sekunden trug sich Student der North Carolina State University zudem über die 100m Schmetterling in die Rekordbücher ein. Der Deutsche Rekord von Steffen Deibler ist lediglich drei Zehntel schneller. Über die 200m Freistil reichte es für Winkler in 1:46,65 Minuten zwar nicht zu einem Altersklassenrekord, aber dennoch zu einer deutlichen neuen Bestzeit.
Für einen deutschen Podiumsplatz sorgte in Austin aber jemand anderes: Über die 200m Rücken schwamm der Deutsche Vizemeister Cornelius Jahn in 1:59,06 Minuten zur Bronzemedaille. Mit Björn Kammann war ein weiterer deutscher Startet in zahlreichen A-Finals vertreten. Über die 100m Schmetterling schmetterte der in Tennessee studierende Hamburger in 51,95 Sekunden auf Platz 6. Über die doppelte Distanz beendete Kammann das Rennen in 1:58,40 Minuten auf Rang 7 und rundete seine starken Auftritte mit einem siebten Platz über die 50m Rücken (Finale 25,44 | Vorlauf 25,24) ab.
Für zwei besonders große Achtungszeichen sorgte wieder einmal Summer McIntosh. Über die 400m Freistil setzte die kanadische Startschwimmerin in 3:55,37 Minuten die zweitschnellste je geschwommene Zeit ins Becken. Nur bei ihrem Weltrekord vor sechs Monaten war McIntosh selbst schneller. Und auch über die 200m Schmetterling glänzte die dreifache Olympiasiegerin mit einer Ausnahmezeit von 2:02,62 Minuten. Im Allzeit-Ranking steht diese Leistung an vierter Position.
Alle Ergebnisse der US Open 2025 gibt es hier: US Open 2025 Ergebnisse
Bild: Archiv
DMSJ-Bundesfinale 2025: Alle Siegerteams und Platzierungen

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Zwei Tage lang ging es am Wochenende in Wuppertal um die Deutschen Mannschaftsmeistertitel der Jugend. Dabei bestimmten auch in diesem Jahr vor allem wieder die Teams der SSG Leipzig das Geschehen, die mit insgesamt vier Titeln begeisterten.
Als einziger Verein in allen Altersklassen vertreten, war die SSG Leipzig in der weiblichen B- und DU-Jugend sowie bei den Jungs in der B- und C-Jugend nicht zu schlagen. Hinzu kamen zwei weitere Podestplätze in der A-Jugend und ein Altersklassenrekord für Mitja Bauer. Über die 100m Rücken verbesserte der 17-Jährige seine eigenen Bestmarke von den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften um weitere vier Zehntelsekunden auf 52,49 Sekunden.
Die weiteren Meistertitel gingen an den SV Halle/Saale (A-Jugend weiblich), den Berliner TSC (C-Jugend weiblich) und den SC Magdeburg (D-Jugend männlich). Zudem triumphierte die männliche A-Jugend der SG Essen in neuer DMSJ-Rekordzeit.
Bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend treten die besten Nachwuchsteams des Landes in mehreren Staffelwettbewerben gegeneinander an. Am Ende siegen in den unterschiedlichen Altersklassen jeweils die Teams mit der schnellsten Gesamtzeit.
Hier alle Platzierungen des DMSJ-Bundesfinals 2025:
|
|
weiblich |
A-Jugend |
männlich |
|
|
1 |
SV Halle/Saale |
21:29,26 |
SG Essen |
18:40,52 |
|
2 |
SSG Leipzig |
21:49,55 |
SSG Leipzig |
19:03,03 |
|
3 |
Potsdamer SV |
21:55,87 |
SG Bayer |
19:35,75 |
|
4 |
SG Bayer |
21:58,46 |
Team Bochum |
19:47,19 |
|
5 |
SSG 81 Erlangen |
22:53,87 |
SG Frankfurt |
20:02,48 |
|
6 |
Team Bochum |
22:54,96 |
SG Stadtwerke München |
20:07,14 |
|
7 |
Delmenhorster SV |
23:00,81 |
SC Wiesbaden 1911 |
20:16,22 |
|
8 |
SG Frankfurt |
23:23,56 |
1.FCN Schwimmen |
dsq. |
|
|
weiblich |
B-Jugend |
männlich |
|
|
1 |
SSG Leipzig |
22:12,79 |
SSG Leipzig |
20:02,35 |
|
2 |
SG Essen |
22:14,91 |
Wfr. Spandau 04 |
20:05,28 |
|
3 |
SG Dortmund |
22:18,12 |
SG Essen |
20:14,40 |
|
4 |
HT16 Hamburg |
22:28,73 |
SG Frankfurt |
20:26,60 |
|
5 |
Berliner TSC |
22:29,93 |
SV Cannstatt |
20:38,52 |
|
6 |
Team Bochum |
22:32,49 |
SG Stadtwerke München |
20:46,03 |
|
7 |
SV Cannstatt |
22:35,73 |
SG Neuss |
20:47,48 |
|
8 |
SSG Saar Max Ritter |
22:49,35 |
SV Nikar Heidelberg |
20:48,56 |
|
|
weiblich |
C-Jugend |
männlich |
|
|
1 |
Berliner TSC |
22:29,39 |
SSG Leipzig |
22:08,91 |
|
2 |
SC Magdeburg |
22:57,56 |
SG Essen |
22:18,18 |
|
3 |
SG Dortmund |
23:09,88 |
SV Gelnhausen 1924 |
22:53,41 |
|
4 |
SG Frankfurt |
23:15,01 |
Hamburger SC |
22:54,76 |
|
5 |
SC Wfr. München |
23:27,93 |
SV Halle/Saale |
22:58,33 |
|
6 |
SG Schwimmen Münster |
23:48,00 |
Wfr. Spandau 04 |
23:10,96 |
|
7 |
SSG Leipzig |
23:50,56 |
SG Dortmund |
23:13,26 |
|
8 |
SG Mühlheim |
23:51,86 |
Berliner TSC |
23:17,13 |
|
9 |
SG Bayer |
23:52,61 |
Sport-Union Neckarsulm |
23:18,09 |
|
10 |
SV Nikar Heidelberg |
23:57,69 |
SV Nikar Heidelberg |
23:32,43 |
|
11 |
SV Cannstatt |
24:07,18 |
SG Neuss |
24:17,36 |
|
12 |
SG Essen |
24:09,26 |
SG Frankfurt |
24:22,78 |
|
|
weiblich |
D-Jugend |
männlich |
|
|
1 |
SSG Leipzig |
22:01,64 |
SC Magdeburg |
22:30,16 |
|
2 |
SG Schöneberg Berlin |
22:40,71 |
SG Neukölln Berlin |
22:40,03 |
|
3 |
SG Stadtwerke München |
22:52,16 |
Berliner TSC |
22:46,80 |
|
4 |
SG Dortmund |
22:52,42 |
Dresdner SC 1898 |
22:49,46 |
|
5 |
SC Regensburg |
22:59,54 |
Hofheimer SC |
22:57,13 |
|
6 |
Dresdner SC 1898 |
23:04,17 |
SSG Leipzig |
23:05,16 |
|
7 |
SC Magdeburg |
23:06,76 |
Wfr. Spandau 04 |
23:11,67 |
|
8 |
Hofheimer SC |
23:12,54 |
1.FCN Schwimmen |
23:17,68 |
|
9 |
SG Essen |
23:13,61 |
SG Dortmund |
23:38,70 |
|
10 |
DSW 1912 Darmstadt |
23:34,50 |
SSF Bonn |
23:53,74 |
|
11 |
SV Augsburg 1911 |
23:35,98 |
Sport-Union Neckarsulm |
24:09,38 |
|
12 |
SG Gladbeck/Recklinghausen |
23:47,36 |
SG Frankfurt |
24:25,85 |
Bild: SSG Leipzig
Cedric Büssing glänzt mit Bronze zum Abschluss der Kurzbahn-EM

Im letzten Finalabschnitt der Kurzbahn EM in Lublin gewann Cedric Büssing über die 400m Lagen die bronzene Medaille für das deutsche Team. Beim Sieg des Italieners Alberto Razzetti (3:58,79 Minuten) entwickelte sich ein spannender Kampf um die Plätze zwei bis drei. Während der Brite Max Litchfield (4:03,25 Minuten) seinen Vorsprung ins Ziel rettete, war es Büssing, der keine vier Zehntel vor dem vierten Platz anschlug und sich in 4:03,51 Minuten die Bronzemedaille sicherte.
Ein weiteres Highlight aus deutscher Sicht war das 50m Brust Finale der Herren, bei dem mit Melvin Imoudu und Malte Gräfe zwei deutsche Schwimmer auf den Startblock stiegen. Während Imoudu in 26,07 Sekunden knapp über seiner Vorlaufzeit auf dem fünften Platz landete, sprintete Gräfe nochmals vier Hundertstelsekunden unter seinem im Halbfinale aufgestellten deutschen Jahrgangsrekord. In 26,12 Sekunden schwamm er direkt hinter seinem Teamkollegen auf Platz sechs. Der Sieg ging an den Italiener Simone Cerasuolo in 25,67 Sekunden.
Für einen weiteren Altersklassenrekord sorgte Vincent Passek, der der 4x50m Lagen Staffel in 23,31 Sekunden zu einem aussichtsreichen Start verhalf. Auf der Favoritenbahn 4 schwammen die deutschen Herren in 1:32,46 Minuten schlussendlich zwei Hundertstel unter ihrer Vorlaufzeit. Das reichte aber nicht, um entscheidend um die Medaillen mitzuschwimmen – am Ende wurde es Platz 7 für Vincent Passek, Malte Gräfe (25,86), Maurice Grabowski (22,21) und Rafael Miroslaw (21,08). In 1:30,49 Minuten belegten das italienische Quartett den ersten Platz.
Spannung boten auch die Herren Finals ohne deutsche Beteiligung. Über die 50m Rücken siegte der Este Ralf Tribuntsov in 22,68 Sekunde nur um eine Haaresbreite vor dem Tschen Miroslav Knedla in 22,69 Sekunden. Über die 50m Freistil schlugen nach dem Sieger Jere Hribar aus Kroatien in 20,70 Sekunden zwei Schwimmer gleichzeitig auf dem zweiten Platz an: Der Franzose Maxime Grousset und der Ukrainer Nikita Sheremet, der seinen erst vor fünf Tagen aufgestellten World Junior Rekord um weitere drei Hundertstel verbesserte, teilten sich in 20,81 Sekunden den Silberrang. In einem sehr knappen 200m Schmetterling Rennen, das Platz eins bis sechs gerade mal um sieben Zehntel trennte, siegte der Schweizer Noe Ponti in 1:50,17 Minuten.
Auch bei den Damen durfte das deutsche Team zum Abschluss der Kurzbahn-EM erneut über Edelmetall jubeln. Mehr dazu gibt es hier: Vize-Europameisterin! Maya Werner schwimmt zur nächsten EM-Medaille | Lagenstaffel erneut mit Rekord
Die wichtigsten Links zur Kurzbahn-EM 2025:
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- Kurzbahn-EM 2025: Startlisten und Ergebnisse
Bild: Tino Henschel / Archiv
Vize-Europameisterin! Maya Werner schwimmt zur nächsten EM-Medaille | Lagenstaffel erneut mit Rekord

Für Maya Werner hätten die Kurzbahn-Europameisterschaften in Lublin wohl kaum erfolgreicher verlaufen können. Nach Platz 4 über die 400m Freistil und Bronze über die 800m Freistil, kürte sich Werner über die 1500m Freistil nun zur Vize-Europameisterin. Und auch die deutsche Lagenstaffel feierte mit einem weiteren Deutschen Rekord einen eindrucksvollen Ausklang der Titelkämpfe.
Nachdem sich Maya Werner gestern im Vorlauf über die 1500m Freistil in einem Rennen alleine gegen die Uhr in die Runde der Top 8 schwamm, setzte sich die U23-Europameisterin zum Ende des ersten Renndrittels an die zweite Position und verteidigte diese dann souverän. In 15:47,00 Minuten blieb Werner erstmals deutlich unter der Marke von 16 Minuten und freute sich auf dem Silberrang über ihr zweites Edelmetall bei den Titelkämpfen in Lublin. Diese Ausbeute war sonst nur Isabel Gose gelungen. Nicht zu schlagen war dieses Mal die Italienerin Simona Quadarella, die die Abwesenheit ihrer Dauerrivalin Gose zu nutzen wusste und sich in schnellen 15:29,93 Minuten den EM-Titel sicherte. Hinter Quadarella und Werner entwickelte sich ein packender Dreikampf um Bronze, den die Ungarin Ajna Kesely (15:51,73) schlussendlich zu ihrem Gunsten entschied.
Auch für die deutsche 4x50m Lagenstaffel hätte es beinahe mit einer Medaille zum EM-Abschluss geklappt. Weniger als vier Zehntelsekunden fehlten Nina Holt (26,72), Anna Elendt (29,39), Angelina Köhler (24,80) und Nina Jazy (23,80) als Fünfte für einen Platz auf dem Podium. Grund zur Freude gab es dennoch: In 1:44,71 Minuten verbesserte das Quartett den erst am Morgen aufgestellten Deutschen Rekord erneut um 4,4 Zehntel. Gold ging an die Staffel aus den Niederlanden (1:42,83) – angeführt von Marrit Steenbergen, die über die 50m Rücken in 25,47 Sekunden für ihren insgesamt fünften(!) Europarekord in dieser Woche sorgte. Diesen hatte nur wenige Minuten zuvor die frischgebackene Europameisterin Sara Curtis aufgestellt. Silber ging an die Lagen-Damen aus Schweden (1:43,79) gefolgt von Italien (1:44,33).
Anna Elendt konnte ihrer Goldmedaille über 200m Brust auch über die Einzelstrecke kein weiteres Edelmetall hinzufügen. In 29,69 Sekunden landete die deutsche Rekordhalterin im Finale über 50m Brust auf dem siebten Rang. Den Sieg schnappte sich wie schon über die doppelte Distanz Eneli Jefimova aus Estland in neuer Veranstaltungsrekordzeit von 28,81 Sekunden. Auch die Weltrekordhalterin Ruta Meilutyte konnte da nicht entscheidend gegen halten und schlug nach 29,22 Sekunden auf dem Silberrang an. Florine Gaspard (29,34) aus Belgien komplettierte das Podium.
In ihrem ersten EM-Finale zeigte Noelle Benkler über die 400m Lagen ein beherztes Rennen, das nach 4:35,05 Minuten mit einer weiteren Bestzeit und einem starken vierten Platz belohnt wurde. Für Begeisterung sorgte die neue Kurzbahn-Europameisterin Justina Kozan aus Polen, die auf der Freistilstrecke einen satten Rückstand von fünf Sekunden aufholte und in 4:28,56 Minuten als Erste anschlug. Dahinter sorgten Alba Vazquez Ruiz (4:29,57) und Emma Carrasco Cadens (4:31,27) für ein spanisches Doppelpodium.
Über die 50m Rücken gab es einen weiteren Europarekord zu bejubeln, der nur nicht besonders lange halten sollte. Kurzzeitige Rekordhalterin und somit Goldgewinnerin wurde die Italienerin Sara Curtis in 25,49 Sekunden. Zur Vize-Europameisterin kürte sich Analia Pigree (25,96) aus Frankreich, die ihre Hände in einem packenden Finish nur eine Hundertstelsekunde vor der Drittplatzierten Maaike de Waard (25,97) aus den Niederlanden an der Wand hatte.
Für Sara Curtis sollte dies jedoch nicht das einzige Edelmetall an diesem letzten Wettkampftag sein. Auch über die 50m Freistil sprintete die 19-Jährige Italienerin aufs Podium: In 23,41 Sekunden schwamm sie gemeinsam mit der Französin Beryl Gastaldello zu Silber. Den Titel sicherte sich Katarzyna Wasick (23,20), die vor heimischen Publikum ihr erstes Gold bei internationalen Titelkämpfen perfekt machte.
Über die 200m Schmetterling wurde die Nachfolgerin von Angelina Köhler gesucht. In Abwesenheit der deutschen Titelverteidiger schmetterte Ellen Walshe aus Irland zur Goldmedaillen. In 2:03,24 Minuten setzte sich Walshe gegenüber der Konkurrenz um Langbahn-Europameisterin Helena Bach (2:03,55) aus Dänemark und der Italienerin Anita Gastaldi (2:04,07) durch.
Bei den Herren setzte Cedric Büssing mit einer überraschenden Bronzemedaille einen glanzvollen Schlusspunkt. Mehr dazu gibt es hier: Cedric Büssing glänzt mit Bronze zum Abschluss der Kurzbahn-EM
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Kurzbahn-EM: Lagenstaffeln glänzen mit Deutschem Rekord und Vorlaufbestzeit

Am letzten Tag der Kurzbahn-Europameisterschaften in Lublin präsentierte sich das deutsche Team in den Vorläufen in bestechender Form! Während die Lagenstaffel der Damen mit einem neuen Deutschen Rekord begeisterte, jubelten die Lagenherren über die Vorlaufbestzeit. Und auch über die 400m Lagen werden die deutschen Farben jeweils aussichtsreich in den Finals vertreten sein.
In 1:45,15 Sekunden verbesserte die 4x50m Lagenstaffel um Nina Holt (26,62), Anna Elendt (29,42), Angelina Köhler (24,92) und Nina Jazy (24,19) den bisherigen Deutschen Rekord aus dem Jahr 2009 um satte 1,4 Sekunden. Mit dieser von herausragenden Einzelzeiten geprägten Leistung darf sich das deutsche Quartett am Abend berechtigte Hoffnungen auf einen Platz auf dem Podium machen. Lediglich die Staffel aus den Niederlanden war in 1:44,75 Minuten schneller unterwegs.
Die deutschen Herren werden das Finale sogar als die Vorlaufsbesten bestreiten. In 1:32,48 Minuten setzten Vincent Passek (23,40), Malte Gräfe (25,62), Maurice Grabowski (22,27) und Josha Salchow (21,19) eine starke Zeit ins Becken, an die die internationale Konkurrenz nicht heran kam. Startschwimmer Passek verbesserte über die 50m Rücken seinen Altersklassenrekord aus dem gestrigen Halbfinale um weitere neun Hundertstelsekunden. Für die Medaillenentscheidung am Abend lässt sich schon jetzt ein spannungsgeladenes Rennen vorhersagen, denn die Top Acht Team qualifizierten sich allesamt innerhalb von sechs Zehntelsekunden.
Über den Sprung in ihr erstes EM-Finale durfte sich Noelle Benkler freuen. Über 400m Lagen steht die Vizeeuropameisterin der Junioren in 4:35,31 Minuten als Fünfte im Finale und könnte somit im Kampf um die Medaillen ebenfalls ein Wörtchen mitreden. Für die schnellste Zeit am Vormittag sorgte die Spanierin Alba Vasquez Ruiz in 4:32,56 Minuten.
Auch Cedric Büssing schwamm sich über die 400m Lagen souverän in die Runde der Top 8. In 4:05,91 Minuten qualifizierte sich der Olympia-Finalist als Sechster für den Endlauf. Hier wird Jakub Bursa (4:04,68) aus Tschechin auf der Favoritenbahn Vier an den Start gehen. Für den zweiten deutschen Starter Jeremias Pock reichte eine neue Bestzeit von 4:11,45 Minuten für Rang 16 und somit nicht für eines der Finaltickets.
Im letzten Finalabschnitt am Abend werden zudem auch Maya Werner (1500m Freistil), Anna Elendt, Melvin Imoudu und Malte Gräfe (jeweils 50m Brust) in den Medaillenentscheidungen zu sehen sein.
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Kurzbahn-EM: Nina Holt krault auf Platz 6 | Zwei Europarekorde für Marrit Steenbergen

Nach ihrem Medaillen-Coup über 100m Rücken war Nina Holt heute im Finale über die 100m Freistil und somit über eine ihr besser vertrauten Strecke gefordert. Zudem schwamm sich Anna Elendt erneut in das EM-Finale, während Angelina Köhler auf die anvisierte Titelverteidigung freiwillig verzichtete.
In 52,16 Sekunden zeigte Nina Holt über die 100m Freistil ihre bislang schnellste Zeit bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Lublin und durfte sich gegen die starke internationale Konkurrenz über einen guten sechsten Platz freuen. Für ein weiteres Achtungszeichen sorgte die Niederländerin Marrit Steenbergen, die wie schon über die 100m Lagen und 200m Freistil in neuer Europarekordzeit zu Gold schwamm. Silber schnappte sich die Französin Beryl Gastaldello, die in 50,60 Sekunden ebenfalls eine extrem schnelle Zeit ins Becken setzte. Die italienische Staffel-Weltrekordhalterin Sara Curtis sprintete in 51,26 Sekunden auf den Bronzerang.
Schon vor diesem Glanzauftritt hatte Marit Steenbergen über die 200m Lagen für Begeisterung gesorgt, denn in 2:01,83 Minuten verpasste sie eine Weltrekord-Überraschung nur um zwei Zehntelsekunden. Aber auch hier stellte Steenbergen eine neue kontinentale Bestmarke auf und krönte sich souverän zur neuen Europameisterin. Die weiteren Medaillenplätze sicherten sich Ellen Walshe (2:04,78) aus Irland und die Israelin Anastasia Gorbenko (2:05,32).
Anna Elendt machte über die 50m Brust indes ihr drittes EM-Finale perfekt. In 29,64 Sekunden rutschte die 200m Brust Siegerin als Achte in den Endlauf. In einem vermutlich sehr engen Rennen wird Eneli Jefimova (29,00) aus Estland als Gejagte an den Start gehen, die bereits über die doppelte Distanz triumphiert hatte.
Überraschend ohne deutsche Beteiligung fand hingegen das Halbfinale über 200m Schmetterling statt. Um ihre Kräfte für die Lagenstaffel zu schonen, entschied sich Angelina Köhler dazu, ihren Start abzumelden und wird ihren Titel von 2023 somit nicht verteidigen können. Besonders gute Aussichten darauf, Köhler's Nachfolgerin zu werden, hat die Dänin Helena Bach, die den EM-Titel bereits auf der Langbahn inne hat und in 2:04,37 Minuten zur schnellsten Halbfinalszeit schmetterte.
Die weiteren Halbfinals über die 50m Freistil und 50m Rücken entschieden die polnische Sprintspezialistin Katarzyna Wasick (23,30) und die Britin Lauren Cox (26,17) für sich. Cox schickt sich somit an, am morgigen letzten Wettkampftag ihren Golderfolg der doppelten Strecke zu wiederholen.
Bei den Herren glänzte Johannes Liebmann mit einem neuen Junioren-Weltrekord und Melvin Imoudu und Malte Gräfe weckten ebenfalls Medaillenhoffnungen. Mehr dazu gibt es hier: Wieder Juniorenweltrekord! Johannes Liebmann verpasst EM-Medaille nur knapp
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Wieder Juniorenweltrekord! Johannes Liebmann verpasst EM-Medaille nur knapp

Als Vorlaufschnellster und frischgebackener Junioren-Weltrekordhalter ging Johannes Liebmann bei der Kurzbahn-EM im Finale über die 800m Freistil an den Start. Auch wenn es hauchdünn nicht mit der erhofften Medaille klappte, konnte Liebmann mit einem weiterem Weltrekord begeistern.
In 7:30,47 Minuten verbesserte das Magdeburger Ausnahmetalent seine Rekordzeit erneut um eine halbe Sekunde und schlug als Vierter nur 3,3 Zehntel hinter den Medaillenrängen an. Seine Außenseiterrolle sollte Johannes Liebmann damit nun offiziell abgelegt haben. Nach Silber über die 1500m Freistil war der Ungar Zalan Sarkany wie schon bei der Kurzbahn-EM im vergangenen Jahr nicht zu schlagen und schwamm in 7:26,84 Minuten zum EM-Titel. Den Silberrang sicherte sich Lucas Henveaux (7:28,03) aus Belgien, der ähnlich wie Daniel Wiffen vor allem auf der zweiten Rennhälfte auftrumpfte. In 7:30,14 Minuten setzte sich Wiffen knapp gegenüber Johannes Liebmann durch und steigerte seine Medaillenausbeute in Lublin somit auf einmal Gold und zweimal Bronze. Auch Oliver Klemet war im Finale mit von der Partie und untermauerte in 7:35,71 seinen starken Auftritt aus dem Vorlauf – eine Leistung, die mit dem sechsten Platz belohnt wurde.
Die nächste Medaillenchance für das deutsche Team gibt es morgen am letzten Wettkampftag über die 50m Brust. Dafür schwammen sich mit Melvin Imoudu und Malte Gräfe gleich zwei deutsche Hoffnungsträger in eine vielversprechende Ausgangsposition. In 25,94 Sekunden knackte Imoudu erstmals die Marke von 26 Sekunden und blieb nur sieben Hundertstel über dem Deutschen Rekord von Fabian Schwingenschlögl. Damit qualifizierte sich der WM-Fünfte als Vierter für die morgige Medaillenentscheidung. Für Malte Gräfe wird es das erste EM-Finale in der offenen Klasse sein. Mit seiner Zeit von 26,16 Sekunden sprintete der Junioren-Weltrekordhalter auf Rang 7 und setzte seine beeindruckende Altersklassenrekord-Serie fort.
Über die 50m Rücken konnten die beiden deutschen Starter hingegen nicht ins Halbfinale vorstoßen – aber auch hier gab es zumindest einen neuen Altersklassenrekord zu bejubeln. In 23,49 Sekunden knackte Vincent Passek die bisherige Bestmarke von Christian Diener bei den 19-Jährigen um fünf Hundertstelsekunden. Rang 14 reichte jedoch nicht für eines der eng umkämpften Finaltickets. Auch Ole Braunschweig erlebte als 16. das Halbfinal-Aus und wird seine Silbermedaillen von den letzten Titelkämpfen somit nicht verteidigen können. Für die schnellste Zeit des Feldes sorgte wie schon in den Vorläufen Ralf Tribuntsov (22,63) aus Estland.
Einen sehr erfolgreichen Wettkampftag erlebte Maxime Grousset: Über die 100m Freistil setzte sich der Franzose in 45,17 Sekunden eindrucksvoll gegen die internationale Konkurrenz durch und nahm so bereits zum vierten Mal bei diesen Titelkämpfen auf dem Siegerpodest Platz. Über die 50m Freistil könnte Grousset morgen dann nach seiner fünften Einzelmedaille greifen, denn auch in diesem Halbfinale sorgte er in 20,83 Sekunden für die Topzeit des Feldes. Die Silbermedaille über die 100m Freistil schnappte sich Jere Hribar (45,64) aus Kroatien. Das Podium komplettierte der Brite Matthew Richards (45,82), der sich das Finalticket erst im Ausschwimmen erkämpft hatte.
Auch über die 200m Lagen stand heute die Medaillenentscheidung auf dem Programm. Zum neuen Kurzbahn-Europameister krönte sich der Spanier Hugo Gonzalez de Oliveira in 1:51,39 Minuten. Silber ging an Alberto Razzetti (1:52,05) aus Italien, dicht gefolgt von Berke Saka (1:52,25) aus der Türkei.
Zudem waren die Männer im Halbfinale über 200m Schmetterling gefordert. Hier schmetterte der Schweizer Schwimm-Star Noe Ponti in 1:51,53 zur schnellsten Zeit der Halbfinals und wird im Endlauf eingeschlossen von den zeitgleichen Zwillingen Krzysztof und Michal Chimielewski (1:51,66) auf Bahn Vier auf Titeljagd gehen.
Mehr zu den heutigen Damen-Events, wo Nina Holt einen weiteren Finalauftritt hatte und eine Niederländerin für Begeisterung sorgte, gibt es hier: Kurzbahn-EM: Nina Holt krault auf Platz 6 | Zwei Europarekorde für Marrit Steenbergen
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Kurzbahn EM: Maya Werner schwimmt ins 1500m Finale | Nächster Altersklassenrekord für Malte Gräfe

Nachdem Maya Werner gestern mit Bronze über die 800m Freistil zu ihrer ersten EM-Medaille schwamm, steht die U23-Europameisterin auch über die 1500m Freistil im Finale. Zudem konnten sich sechs weitere deutsche Aktive am vorletzten Wettkampftag der Kurzbahn-EM in Lublin Halbfinaltickets schnappen.
Im ersten Lauf alleine gegen die Uhr zeigte Maya Werner ein beherztes Rennen und reihte sich im Gesamtklassement mit ihrer Zeit von 16:08,32 Minuten an siebter Position ein. Als klare Favoritin wird Simona Quadarella (15:48,82) die morgige Medaillenentscheidung bestreiten, nachdem sie sich bei diesen Titelkämpfen bislang zweimal Isabel Gose geschlagen geben musste, die als amtierende Kurzbahn-Weltmeisterin auf einen Start verzichtete. Stattdessen wurde das deutsche Team neben Maya Werner auch von Fabienne Wenske und Julia Ackermann vertreten, die beide ihr EM-Debüt feierten. Die Deutsche Kurzbahnmeisterin Fabienne Wenske wurde in 16:21,28 Minuten Vierzehnte – Julia Ackermann landete in 16:23,71 Minuten einen Platz dahinter.
Über die 50m Brust der Herren konnten sich Melvin Imoudu und Malte Gräfe beide unter die Top 10 schwimmen und stehen somit souverän im Halbfinale. Imoudu kam in 26,06 Sekunden bis auf zwei Zehntel an den Deutschen Rekord heran und hat als Fünfter gute Aussichten, auch den Sprung in das Finale perfekt zu machen. Juniorenweltrekordhalter Gräfe verbesserte in 26,35 Sekunden wieder einmal seinen eigenen Altersklassenrekord und steht als Zehnter erstmals in einem EM-Halbfinale.
In dieses schwamm sich auch Anna Elendt über die 50m Brust – ebenfalls auf Rang Zehn liegend. Nach ihrem Goldtriumph vom Vorabend setzte Elendt eine Zeit von 29,98 Sekunden ins Wasser. Die zweite deutsche Starterin Lena Ludwig beendete ihre ersten Europameisterschaften in 30,94 Sekunden auf einem guten 30. Platz. Eneli Jefimova, frischgebackene Kurzbahn-Europameisterin über die 100m Brust, glänzte in 29,48 Sekunden mit der Topzeit des Feldes.
Mit Ole Braunschweig und Vincent Passek stehen gleich zwei Deutsche im Halbfinale über 50m Rücken. Nach Silber bei den letzten Titelkämpfen sprintete Braunschweig in 23,27 Sekunden auf einen vielversprechenden sechsten Platz. Deutlich spannender um das Halbfinal-Ticket machte es Passek, der sich in 23,64 Sekunden auf dem sechszehnten Platz einordnete. Den Alterklassenrekord von Christian Diener verpasste der WM-Halbfinalist dabei nur um eine Zehntelsekunde. In den Vorläufen nicht zu schlagen war Ralf Tribuntsov aus Estland, der den Rückensprint in schnellen 22,86 Sekunden absolvierte.
Vorläufe der besonderen Art gab es über die 200m Schmetterling der Damen. Da lediglich 16 Schwimmerinnen an den Start gingen, hatten alle einen Platz im Halbfinale sicher. Titelverteidigerin Angelina Köhler lies es daher am Vormittag ruhig angehen und schlug nach 2:15,48 Minuten als Sechszehnte an. Zur Vorlaufbestzeit schmetterte die Langbahn-Europameisterin Helena Bach (2:06,12) aus Dänemark.
Die Herren konnten ihre Kräfte über die 200m Schmetterling hingegen nicht schonen. In 1:56,44 Minuten beendete der Deutsche Kurzbahnmeister Jarno Bäschnitt den Vorlauf auf Rang 24 und verpasste somit den Sprung ins Halbfinale. An die Spitze des Klassements setzten sich die Zwillinge aus Polen Krzysztof Chimielewski (1:50,93) und Michal Chimielewski (1:50,94), die neben einander schwimmend nur eine Hundertstel getrennt voneinander anschlugen.
Erneut knapp an den Halbfinalplätzen vorbei schrammte Josha Salchow über die 50m Freistil. In 21,37 Sekunden verpasste der Topsprinter das Weiterkommen als 19. um gerade einmal vier Hundertstelsekunden. Schnellster war der Italiener Leonardo Deplano (20,98), der nach seinem Staffelweltrekord als Einziger die 21 Sekunden Marke unterbieten konnte.
Auch bei den Damen konnte keine deutsche Schwimmerin unter die Top 16 vorstoßen. In 24,57 Sekunden wurde Nina Jazy 25. – Julianna Bocska landete in 24,85 Sekunden auf Platz 30. Für die Topzeit des Feldes sorgte die Italienerin Sara Curtis (23,45), die auch die Vorläufe über 50m Rücken in 25,97 Sekunden für sich entscheiden konnte. Hier war keine deutsche Schwimmerin am Start.
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Gose und Elendt glänzen mit EM-Titeln | Auch Holt und Werner auf dem Podium

Am vierten Wettkampftag der Kurzbahn-EM in Lublin wurden die deutschen Damen von einer Erfolgswelle getragen! Zwei EM-Siege, zwei Bronzemedaillen, ein neuer Deutscher Rekord sowie ein weiterer Altersklassenrekord standen am Ende des Finalabschnitte zu Buche.
Über die 800m Freistil machte Isabel Gose ihren zweiten Goldstreich bei den laufenden Titelkämpfen perfekt und krönte sich in starken 8:01,90 Minuten erneut zur Kurzbahn-Europameisterin. Ihren bisherigen Deutschen Rekord verbesserte Gose dabei um mehr als dreieinhalb Sekunden und stellte zudem einen neuen Veranstaltungsrekord auf. Das Rennen war von einem packenden Kopf-an-Kopf Rennen mit der Italienerin Simona Quadarella geprägt, die Gose auf den letzten 100 Metern dann jedoch ziehen lassen musste und in 8:03,00 Minuten auf dem Silberrang anschlug. Dahinter bescherte Maya Werner dem deutschen Team weiteres Edelmetall und durfte sich in 8:14,41 Minuten über Bronze und ihr erstes Podium bei internationalen Meisterschaften freuen.
Gleiches gelang auch Nina Holt: Über die 100m Rücken schnappte sich die etablierte Freistilschwimmerin durchaus überraschend die Bronzemedaille, auch wenn sie in 56,72 Sekunden knapp über ihrem Deutschen Rekord aus dem Halbfinale blieb. In einem engen Rennen um die Medaillen schwammen die Britin Lauren Cox (56,51) und Maike De Waard (56,62) aus den Niederlanden zu Gold und Silber. Bereits morgen wird Nina Holt erneut in einem Medaillenrennen angreifen können, denn über die 100m Freistil qualifizierte sie sich in 52,56 Sekunden als Achte für das Finale. Dort wird Sara Curtis (51,29) als die Gejagte an den Start gehen, nachdem die junge Italienerin gestern schon mit einem Staffel-Weltrekord geglänzt hat.
Für das zweite deutsche Gold des Tages sorgte Anna Elendt über die 200m Brust – eine besonders Große Freude für die Weltmeisterin, nachdem sie über die 100m Brust nur um eine Hundertstelsekunde an den Medaillenrängen vorbei geschrammt war. Auf der langen Bruststrecke setzte sich Elendt nun nach 75 Metern an die Spitze des Feldes und gab ihre Führung danach nicht mehr her. Am Ende stoppte die Uhr für die frischgebackene Kurzbahn-Europameisterin nach 2:18,16 Minuten. Vizeeuropameisterin wurde die Britin Angharad Evans (2:18,90), gefolgt von Kotryna Teterevkova (2:19,30) aus Litauen.
Ein besonders enges Finale, in dem die Medaillen erst im Anschlag vergeben wurden, gab es über die 100m Schmetterling zu verfolgen – mit der deutschen Hoffnungsträgerin Angelina Köhler mitten drin im Geschehen. In 55,83 Sekunden blieb Köhler nur drei Zehntel über ihrem Deutschen Rekord und schmetterte damit auf Platz 6. Mit ihrer Bestzeit hätte es für die Weltmeisterin des vergangenen Jahres Gold geben können. Den EM-Titel erkämpfte sich stattdessen die Dänin Martine Damborg, die sich in 55,52 Sekunden über ihr zweites Gold und einen weiteren Junioren-Europarekord freute. Die weiteren Podestplätze gingen knapp dahinter an die Niederländerin Tessa Giele (55,55) und Louise Hansson (55,69) aus Schweden.
Zudem waren Noelle Benkler und Linda Roth im Halbfinale über die 200m Lagen gefordert. Trotz beeindruckender Leistungssteigerungen konnten sich die beiden Nachwuchstalente nicht in die Runde der Top 8 schwimmen. In 2:08,99 Minuten war Linda Roth satte 1,86 Sekunden schneller als in den Vorläufen am Morgen und verpasste das Finalticket als Zehnte denkbar knapp. Noelle Benkler verbesserte in 2:09,30 Minuten abermals ihren eigenen Altersklassenrekord und beendete das Rennen auf Rang 13. Als Schnellste zog die Britin Freya Colbert (2:06,42) in das morgige Finale ein.
Auch bei den Herren hatte das deutsche Team eine überraschende Medaillenchance. Mehr dazu gibt es hier: Kurzbahn-EM: Jeremias Pock schwimmt auf Rang 6 über 200m Brust
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Kurzbahn-EM: Jeremias Pock schwimmt auf Rang 6 über 200m Brust

Am vierten Tag der Kurzbahn-Europameisterschaften belegte Jeremias Pock einen starken sechsten Rang über die 200m Brust. In 2:04,52 Minuten konnte Pock nicht ganz an seine Halbfinalleistung (2:03,06) heranschwimmen. Der Sieg ging an den Spanier Carles Coll Marti (2:00,86), der sich gegen den Weltrekordhalter Caspar Corbeau (2:01,27) aus den Niederlanden auf dem Silberrang durchsetzen konnte. Dahinter freute sich der Österreicher Luka Mladenovic (2:02,48) über den Gewinn der Bronzemedaille. Für ein weiteres Highlight in diesem Finale sorgte der Brite Filip Nowacki, der mit seiner Zeit von 2:02,96 Minuten einen neuen Junioren-Europarekord aufstellte.
Als weiterer deutscher Starter war in der heutigen Finalsession war Cedric Büssing im 200m Lagen-Halbfinale vertreten. In 1:55,76 Minuten konnte Büssing seine Zeit aus dem Vorlauf um eine knappe halbe Sekunde steigern, mit welcher er den 13. Platz belegte. Die schnellste Zeit brachte der Spanier Hugo Gonzalez de Oliveira (1:52,68) ins Becken.
Für einen Überraschungscoup über die 100m Schmetterling sorgte Maxime Grousset: In 48,10 Sekunden setzte sich der Franzose mit neuem Europameisterschaftsrekord gegen den Schweizer Noe Ponti (48,11) durch. Ponti musste sich dabei erst im Anschlag um zarte 0,01 Sekunden geschlagen geben. Den dritten Platz erschwamm der Italiener Michele Busa (49,21).
In einem engen Rennen krönte sich Thomas Ceccon (Italien - 49,29) zum Europameister über die 100m Rücken. Dahinter landeten der Franzose Mewen Tomac (49,46) und der Brite Oliver Morgan (49,68) auf den weiteren Medaillenrängen.
Ohne deutsche Beteiligung fand das Halbfinale über die 100m Freistil statt. In diesem hatte erneut der Franzose Maxime Grousset mit einer Zeit von 45,65 Sekunden die Nase vorne und wird morgen von der Favoritenbahn 4 starten.
Die deutschen Damen erlebten heute einen wahren Medaillenregen. Mehr dazu gibt es hier: Gose und Elendt glänzen mit EM-Titeln | Auch Holt und Werner auf dem Podium
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Vorlaufbestzeit und nächster Junioren-Weltrekord für Johannes Liebmann!

Bereits über die 400m Freistil hatte Johannes Liebmann bei der Kurzbahn-EM mit einem neuen Junioren-Weltrekord und Platz Vier für Begeisterung gesorgt. Nun setzte die Nachwuchshoffnung über die doppelte Strecke noch einen oben drauf: Mit einem weiteren Weltrekord schnappte sich Liebmann die Favortinenbahn 4 für das morgige Finale über die 800m Freistil – eine berechtigte Medaillenchance!
Denn mit seiner Zeit von 7:30,94 Minuten hätte Johannes Liebmann im vergangenen Jahr bei der Kurzbahn-WM Silber gewonnen. Den bisherigen Junioren-Weltrekord von Sven Schwarz verbesserte der 18-Jährige Schützling von Bernd Berkhahn um mehr als fünf Sekunden und stellte somit auch erneut einen neuen Altersklassenrekord auf. Auch Weltrekordhalter und Olympiasieger Daniel Wiffen (7:34,60) kam nicht entscheidend an Liebmanns Fabelzeit heran, der somit verdient als Vorlaufschnellster in die Medaillenentscheidung gehen wird.
Auch Oliver Klemet präsentierte sich in starker Form und schwamm in 7:36,34 Minuten als Sechster ins morgige Finale – Premiere für Klemet in Lublin. Florian Wellbrock wird im Rennen um die Medaillen hingegen nicht mit von der Partie sein: Nach seinem Bronzeerfolg gestern über die 1500m wirkte Wellbrock noch nicht wieder ausreichend bei Kräften und beendete den Vorlauf nach 7:47,73 Minuten abgeschlagen auf Rang 18.
Ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk machte sich Noelle Benkler. Über die 200m Lagen blieb die nun 18-Jährige in 2:09,94 Minuten erstmals under der Marke von 2:10 Minuten und verbesserte ihren eigenen Altersklassenrekord von der DKM erneut um vier Zehntelsekunden. Damit steht Benkler als Elfte im Halbfinale, wo sie von einem weiteren deutschen Nachwuchstalent Gesellschaft bekommen wird. Denn in 2:10,85 Minuten jubelte auch Linda Roth über ihren ersten Startplatz im einem EM-Halbfinale, den sich die junge Magdeburgerin als Sechszehnte sicherte. Nachdem die Marrit Steenbergen gestern mit zwei neuen Europarekorden begeistert hatte, schwamm die hochdekorierte Niederländern in 2:08,20 Minuten erneut zur Vorlaufbestzeit und untermauerte abermals ihre herausragende Form bei diesen Titelkämpfen.
Cedric Büssing machte über die 200m Lagen ebenfalls den Einzug ins Halbfinale perfekt. Mit seiner Zeit von 1:56,21 Minuten qualifizierte sich der frischgebackene Deutsche Kurzbahnmeister als 14. für die Runde der Top 16 am Abend. Der zweite deutsche Starter Jeremias Pock meldete den Vorlauf hingegen ab, um sich auf das 200m Brust Finale zu konzentrieren. Als Drittschnellster des Halbfinals weckte Pock hier überraschend Medaillenhoffnungen. Die Vorlaufbestzeit schnappte sich der Brite Duncan Scott in 1:53,74 Minuten, der gestern bereits über die 200m Freistil triumphiert hatte.
Auch Nina Holt dürfte heute Abend gestärkt von zwei Deutschen Rekorden mit Medaillenambitionen über die 100m Rücken an den Start gehen. Hinzu kommt das Halbfinale über die 100m Freistil, für das sich Holt als Sechste in 52,51 Sekunden souverän qualifizierte. Nina Jazy (53,66) und Julianna Bocska (54,07) erlebten auf den Plätzen 25 und 30 hingegen das Vorlauf-Aus. In 51,90 Sekunden setzte sich die Britin Eva Okaro an die Spitze des Klassements.
Bei den Herren war über die 100m Freistil ebenfalls ein deutschen Trio am Start – doch ein Ticket fürs Halbfinale konnte sich nicht gesichert werden. Besonders knapp war es für den Olympiafinalisten Josha Salchow, der in 47,04 Sekunden als Zwanzigster nur um neun Hundertstel am Halbfinale vorbeischrammte. Rafael Miroslaw schlug in 47,54 Sekunden auf Rang 33 an, Timo Sorgius (47,59) wurde knapp dahinter 36. Zur schnellsten Zeit der Vorläufe sprintete Tomas Lukminas aus Litauen, der in 45,87 Sekunden als einziger Schwimmer die 46er Marke knacken konnte.
Am Abend erwarten uns zahlreiche Finalentscheidungen mit deutschen Medaillenhoffnungen, wenn Isabel Gose, Anna Elendt, Angelina Köhler, Nina Holt, Jeremias Pock und Maya Werner ins Lubliner Wettkampfbecken springen.
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Nächster Deutscher Rekord! Nina Holt weckt Medaillenhoffnungen bei der EM

Schon im Vorlauf hatte Nina Holt am Donnerstag bei der Kurzbahn-EM in Polen mit einem Deutschen Rekord über die 100m Rücken glänzen können. Am Abend wiederholte die Magdeburgerin dieses Kunststück im Halbfinale.
In beeindruckenden 56,60 Sekunden war Holt mehr als eine halbe Sekunde schneller als ihre Bestmarke vom Morgen. Und schwamm sich damit auch in den Kreis der Medaillenanwärterinnen: Nur die Britin Lauren Cox war in 56,52 Sekunden heute einen hauch schneller als Holt. Wir dürfen uns also auf ein spannendes Finale freuen. Auf Platz zwölf blieb Lise Seidel in 58,53 Sekunden knapp über ihrem im Vorlauf aufgestellten Altersklassenrekord.
Ebenfalls souverän im Endlauf steht Anna Elendt über die 200m Brust. In 2:19,50 Minuten kam die in den USA lebende Frankfurterin als Dritte weiter. Die Favoritenbahn sicherte sich Ellie McCartney (2:18,81) aus Irland.
Auch Angelina Köhler greift am Freitag erneut an, wenn die EM-Medaillen ausgeschwommen werden. Über die 100m Schmetterling qualifizierte sich die Berlinerin in 56,17 Sekunden als Fünfte fürs Finale. Die Spitzenzeit der Halbfinals lieferte in 55,39 Sekunden die Schwedin Louise Hansson ab.
Die Medaillenentscheidungen fanden bei den Damen am Donnerstag ohne deutsche Beteiligung statt. Gleich zwei Ausrufezeichen setzte hier die Niederländerin Marrit Steenbergen, die sowohl über die 100m Lagen als auch die 200m Freistil neue Europarekorde aufstellte.
Zunächst knackte sie in 56,26 Sekunden den bisher von Katinka Hosszu gehaltenen Europarekord über die 100m Lagen. Die weiteren Podestplätze gingen dahinter an Roos Vanotterdijk (56,80) aus Belgien und Anastasia Gorbenko (57,17) aus Israel. Später legte Steenbergen über die 200m Freistil nach: In 1:50,33 Minuten schwamm sie eine Zehntel schneller als der bisherige Europarekord von Sarah Sjöström. Neben ihr auf dem Podest standen diesmal Minna Abraham (1:51,47) aus Ungarn und die Britin Freya Colbert (1:51,94).
In den Finals der Herren bescherte Florian Wellbrock dem deutschen Team am Donnerstag die nächste Medaille. Mehr dazu gibt es hier: Florian Wellbrock schwimmt zu EM-Medaille | Pock als Dritter im 200m Brustfinale
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Florian Wellbrock schwimmt zu EM-Medaille | Pock als Dritter im 200m Brustfinale

Nächste Medaille für das deutsche Team bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Lublin: Über die 1500m Freistil konnte sich Florian Wellbrock nach einem starken Rennen die Bronzemedaille sichern. Dabei musste Wellbrock das Edelmetall in schnellen 14:19,26 Minuten bis auf die letzten Meter gegen David Betlehem aus Ungarn verteidigen.
Davor lieferten sich der Ire Daniel Wiffen (14:13,96) und der zweite Ungar im Feld, Zalan Sarkany (14:15,51), ein packendes Duell um die Goldmedaille. Sarkany führte das Feld dabei auf den ersten 1400m an, konnte jedoch dem starken Schlussspurt von Daniel Wiffen nichts entgegensetzen.
Für ein weiteres Highlight aus deutscher Sicht sorgte Jeremias Pock, der sich über die 200m Brust für den Endlauf qualifizieren konnte. Nach einem couragierten Rennen schlug Pock in 2:03,06 Minuten als insgesamt Drittschnellster an. Der zweite deutsche Halbfinalist, Kenneth Bock, verpasste als Zehnter in 2:04,47 Minuten das Finale nur um knapp 0,15 Sekunden. Die schnellste Halbfinalzeit brachte der Spanier Carles Coll Marti (2:01,91) ins Becken. Im morgigen Titellauf werden wir auch den Österreicher Luka Mladenovic sehen, der sich als Vierter qualifizieren konnte.
Mit Ole Braunschweig und Vincent Passek waren auch im 100m Rücken-Halbfinale zwei deutsche Starter vertreten. Für eine Finalteilnahme reichte es für beide Trainingspartner nicht. Während Ole Braunschweig in 51,24 Sekunden auf Platz 15 landete, musste sich Vincent Passek in 51,62 Sekunden mit Rang 16 begnügen. Auf der Favoritenbahn vier wird morgen der Brite Oliver Morgan starten, der in einer Zeit von 49,62 Sekunden anschlug.
Ohne deutsche Beteiligung fand das Finale über die 100m Lagen statt. Hier schnappte sich der Schweizer Noe Ponti seinen bereits zweiten EM-Titel in dieser Woche. In 50,52 Sekunden setzte sich Ponti mit einem neuen Veranstaltungsrekord nur hauchzart gegen Maxime Grousset (50,53) aus Frankreich durch. Dahinter durfte das Team aus Österreich jubeln: In 51,60 Sekunden gewann Heiko Gigler Bronze vor seinem Teamkollegen Luka Mladenovic (51,63)
Knapp war auch das 200m Freistil-Finale. Dabei lieferten sich die beiden Briten Duncan Scott (1:40,54) und Jack McMillan (1:40.94) ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei Scott die Hände zuerst an der Wand hatte. Dahinter schlugen Evan Bailey aus Irland und der Pole Kamil Sieradzki in 1:41,48 Minuten gleichzeitig auf Rang drei an.
Im Finale der 4x50m Freistil-Mixedstaffel sorgte die italienische Mannschaft für einen Kracher: In 1:27,26 Minuten stellten die Italiener in der Besetzung Leonardo Deplano, Lorenzo Zazzeri, Silvia Di Pietro und Sara Crutis einen neuen Weltrekord auf. Dabei holten die Italiener bereits den dritten Staffeltitel bei den laufenden Meisterschaften. Dahinter komplettierten die Teams aus Ungarn (1:28,04) und den Niederlanden (1:28,42) das Podium.
Ebenfalls ohne deutsche Vertreter wurde das 100m Schmetterling-Halbfinale ausgetragen. Die schnellste Zeit kam dabei erneut von Noe Ponti in 48,82 Sekunden. Mit von der Partie wird dabei der Österreicher Simon Bucher (49,92), der sich als Fünfter für den Endlauf qualifizieren konnte.
In den Damenfinals weckte Nina Holt Medaillenhoffnungen für das deutsche Team im Halbfinale über 100m Rücken. Mehr dazu gibt es hier: Nächster Deutscher Rekord! Nina Holt weckt Medaillenhoffnungen bei der EM
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Nina Holt glänzt mit Deutschem Rekord | Vorlaufbestzeit für Gose

Der nächste Deutsche Rekord bei der Kurzbahn-EM in Lublin ist gefallen! Nachdem Nina Holt zum Saisonauftakt bereits die nationale Bestmarke über 100m Rücken kräftig zum Wackeln gebracht hatte, konnte Holt die Rekordzeit von Daniela Samulski aus dem Jahr 2009 nun erstmals unterbieten.
In 57,29 Sekunden verbesserte Nina Holt den Deutschen Rekord um fünf Hundertstelsekunden – auch dank extrem starker Unterwasserphasen. Mit dieser Glanzleistung steht die schnellste deutsche Rückenschwimmerin, die eigentlich primär auf den Freistilstrecken zuhause ist, zudem als vielversprechende Zweite im Halbfinale. Schneller war lediglich die Britin Lauren Cox (57,03).
Doch die neue Bestmarke von Nina Holt sollte nicht der einzige Rekord bleiben, mit dem die deutschen Schwimmerinnen über die 100m Rücken begeistern konnten. Lise Seidel, die als Zehnte ebenfalls im Halbfinale steht, stellte in 58,43 Sekunden den Altersklassenrekord von Laura Riedemann bei den 19-Jährigen ein. Zwei Altersklassen darunter sorgte Linda Roth in 58,93 Sekunden für eine neue Bestmarke – wird trotz eines hoch anzurechnenden 13. Rangs jedoch nicht im Halbfinale zu sehen sein, da pro Nation lediglich zwei Plätze zu vergeben sind.
Aus eben diesem Grund verpasste auch Malte Gräfe über die 200m Brust den Sprung in die nächste Runde, der in 2:05,82 Minuten ebenfalls mit einem neuen Altersklassenrekord glänzte. Die bisherige Bestmarke von Marco Koch verbesserte Gräfe um satte 7,5 Zehntel. Schneller als der Juniorenweltrekordhalter über die 50m Brust, der am Ende 13. wurde, waren Jeremias Pock (2:05,40) und der Deutsche Kurzbahnmeister Kenneth Bock (2:05,63), die als Siebter und Neunter im Halbfinale mit von der Partie sein werden. Für die schnellste Zeit der Vorläufe sorgte der Spanier Carles Coll Marti in 2:03,32 Minuten.
Nach dem Hundertstelkrimi und Platz Vier über die 100m Brust schwamm sich Anna Elendt über die doppelte Strecke sicher in die Runde der Top 16. In 2:21,94 Minuten qualifizierte sich Elendt beim Vorlaufsieg der Britin Angharad Evans (2:20,83) als Fünfte und hat damit gute Aussichten, auch den Sprung ins Finale perfekt zu machen. Das Hundertstelpech lag dieses Mal auf der Seite von Lena Ludwig, die in 2:25,58 Minuten als 17. nur um eine Hundertstelsekunde ausschied.
Zwei weitere Halbfinaltickets schnappten sich Ole Braunschweig (51,18) und Vincent Passek (51,48) über die 100m Rücken der Männer. Die beiden Berliner sorgten auf den Plätzen 15 und 17 dafür, dass auch in diesem Halbfinale die deutschen Farben gleich doppelt vertreten sein werden. Passek profitierte dabei von der Nationenregelung. Mit dem Britin Oliver Morgan (49,55) und Miroslav Knedla (49,99) aus Tschechien blieben zwei Schwimmer am Morgen unter der Marke von 50 Sekunden.
Angelina Köhler war in den Vorläufen über ihre Paradestrecke 100m Schmetterling gefordert. In 56,57 Sekunden qualifizierte sich Köhler – nach Platz 6 über die 50m Schmetterling gestern – als Dritte souverän für das Halbfinale. Die schnellste Zeit setzte die Finnin Laura Lahtinen ins Wettkampfbecken von Lublin, die in 55,39 Sekunden als einzige Schwimmerin schneller als Angelina Köhlers Deutscher Rekord (55,50) war. Die beiden deutschen Schmetterlingsherren konnten hingegen nicht in das Halbfinale vorstoßen. Luca Nik Armbruster beendete das Rennen in 51,38 Sekunden auf Rang 21, während sich Josha Salchow (51,68) als 28. im Klassement einordnete. Zur Topzeit schmetterte derweil der amtierende Langbahn-Weltmeister Maxime Grousset (49,58) aus Frankreich.
Nach ihrem Goldtriumph mit Europarekord zum Auftakt der Titelkämpfe, schickt sich Isabel Gose auch über die 800m Freistil an, weiteres Edelmetall zu sammeln. Mit ihrer Zeit von 8:13,70 Minuten steht die Vizeweltmeisterin auf der Kurzbahn als Schnellste im morgigen Finale. Dort bekommt Gose erneut Gesellschaft von ihrer Magdeburger Trainingspartnerin Maya Werner, die sich in 8:21,90 Minuten als Fünfte ebenfalls sicher für den Endlauf qualifizierte. Beide hatten gestern das Halbfinale über die 200m Freistil abgemeldet, um sich auf die längere Strecke zu fokussieren – eine vorausschauende Strategie, die sich ausgezahlt hat!
Zum Abschluss des heutigen Vormittagsabschnittes stand zudem die 4x50m Freistil Mixedstaffel auf dem Programm. Das deutsche Quartett um Josha Salchow, Rafael Miroslaw, Nina Holt und Nina Jazy lag langezeit aussichtsreich im Rennen um die eng umkämpften Finaltickets, wurde aufgrund eines Frühstarts beim letzten Wechsel nachträglich jedoch disqualifiziert. In die Favoritenposition schwamm sich die Staffel aus Polen (1:29,27).
Neben den zahlreichen Halbfinal-Starts wird das deutsche Team im heutigen Finalabschnitt auch durch Florian Wellbrock vertreten, der über die 1500m Freistil nach einer Medaillen greifen könnte.
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Hundertstelpech! Weltmeisterin Anna Elendt schrammt an EM-Medaille vorbei

Trotz zahlreicher Medaillenhoffnungen konnte das deutsche Team am zweiten Wettkampftag bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Lublin nicht erneut mit Edelmetall glänzen. Besonders knapp machte es Anna Elendt, die nach ihrem WM Triumph die Medaillenränge über die 100m Brust nur um eine Hundertstelsekunde verpasste.
In 1:03,91 Minuten setzte Elendt ihre bisher schnellste Zeit in Lublin ins Wettkampfbecken und verpasste auch ihren Deutschen Rekord, den sie im Oktober aufgestellt hatte, nur um weniger als eine Zehntelsekunde. Dennoch waren drei Athletinnen schneller, die somit am Ende anstatt der Weltmeisterin auf dem Siegertreppchen Platz nehmen durften. In neuer Veranstaltungsrekordzeit von 1:02,82 Minuten kürte sich Titelverteidigerin Eneli Jefimova aus Estland mit deutlichem Vorsprung erneut zur Kurzbahn-Europameisterin. Über die Silbermedaille jubelte Florine Gaspard (1:03,73) aus Belgien, dicht gefolgt von der Israelin Anastasia Gorbenko (1:03,90), die ihre Fingerspitzen eine Hundertstel schneller als Anna Elendt an der Wand hatte.
Nur einen Wimpernschlag hinter den Podestplätzen landete auch Angelina Köhler über die 50m Schmetterling. Nachdem Köhler mit ihrem Deutschen Rekord im Halbfinale ihre Medaillenambitionen untermauert hatte, blieb sie in 25,14 Sekunden acht Hundertstel über ihrer Rekordmarke und beendete das Rennen auf Rang 6. Mit neuem Junioren-Europarekord (24,61) schmettere die Dänin Martine Damborg zu Gold und setzte sich gegen die international hochdekorierten Roos Vanotterdijk (24,84) aus Belgien und der Französin Beryl Gastaldello (24,93) durch.
Auch Lise Seidel hatte sich über die 200m Rücken eines der begehrten Finaltickets gesichert und zeigte sich auf der internationalen Bühne wieder einmal mehr als konkurrenzfähig. In 2:05,45 Minuten kam die deutsche Nachwuchshoffnung zwar nicht ganz an ihre Bestzeit aus dem Halbfinale heran, dürfte mit einem starken fünften Platz aber dennoch zufrieden sein. Neue Kurzbahn-Europameisterin wurde die Spanierin Carmen Weiler Sastre (2:01,66), die bei der Siegerehrung Gesellschaft durch die Britin Katie Shanahan (2:02,79) und Pauline Mahieu (2:03,02) aus Frankreich bekam.
Nachdem Isabel Gose und Maya Werner das Halbfinale über die 200m Freistil jeweils abmeldeten, um sich auf das morgige 800m Rennen zu fokussieren, wurde das deutsche Team hier einzig von Nina Holt vertreten. In 1:54,66 Minuten konnte Holt das erste Mal überhaupt die Marke von 1:55 Minuten unterbieten und verpasste den Sprung in das Finale dennoch hauchdünn. Gerade einmal 1,4 Zehntel fehlten der Neuntplatzierten zum Weiterkommen. Auf Bahn Vier wird im Finale die Britin Freya Colbert zu sehen sein, die in 1:51,94 Minuten zur Topzeit schwamm. Nach Bronze über die 400m Freistil greift Colbert somit bereits nach ihrer zweiten Medaille bei diesen Titelkämpfen.
Das zweite Halbfinale des Tages über die 100m Lagen fand ohne deutsche Beteiligung statt. Mit Marrit Steenbergen (57,96) und Barbora Janickova (57,97) aus Tschechien blieben zwei Schwimmerinnen unter die Marke von 58 Sekunden und werden die Medaillenentscheidung somit auf den Mittelbahnen bestreiten.
Nur wenige Minuten später verhalf Marrit Steenbergen als Schlussschwimmerin der niederländischen 4x50m Lagen Mixedstaffel zu Silber (1:36,18). Schneller war lediglich das Quartett aus Italien. In 1:36,09 Minuten jubelten Francesco Lazzari, Simone Cerasuolo, Silvia Di Pietro und Sara Curtis neben dem EM-Titel auch über einen neuen Veranstaltungsrekord. Bronze schnappte sich die Staffel aus Polen (1:36,98).
Auch bei den Männern lag das Hundertstelglück heute nicht auf Seiten des deutschen Teams. Mehr dazu gibt es hier: Kurzbahn-EM: Platz 8 für Lucas Matzerath | Märtens verpasst den Finaleinzug
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Kurzbahn-EM: Platz 8 für Lucas Matzerath | Märtens verpasst den Finaleinzug

In 57,15 Sekunden schwamm Lucas Matzerath im Endlauf über die 100m Brust zum achten Platz. Der Titel ging hier an Caspar Corbeau (NED) in 55,85 Sekunden, vor Huseyin Emre Sacki (TUR - 56,22) und Luka Mladenovic (AUT - 56,27).
Für Lukas Märtens hat es im Halbfinale der 200m Freistil um knappe 0,18 Sekunden nicht für den Einzug in das morgige Finale gereicht. In 1:42,28 Minuten beendete der Magdeburger den Wettbewerb auf Rang Zehn. Über die doppelte Strecke war Märtens gestern souverän zur Silbermedaille geschwommen. Auch der zweite deutsche Halbfinalist Timo Sorgius (1:43,03) konnte als 15. nicht unter die Top 8 vorstoßen. Die schnellste Zeit der Halbfinals brachte der Brite Duncan Scott (1:41,58) ins Wasser.
Jeremias Pock schwamm mit seiner Zeit von 52,60 Sekunden im 100m Lagen Halbfinale zum zwölften Platz und verpasste somit den Sprung ins Finale. Über eine neue Bestzeit durfte sich Pock dennoch freuen. Schnellster des Feldes war der Schweizer Noe Ponti (51,24).
Zuvor schnappte Ponti sich in 21,54 Sekunden den EM-Titel über die 50m Schmetterling. Silber und Bronze gingen an Sebastian Szabo (HUN - 21,89) und Maxime Grousset (FRA - 21,99).
In dem Finale über 200m Rücken, das ohne deutsche Beteiligung stattfand, gewann der erst 18-Jährige John Shortt mit neuem Junioren-Weltrekord Gold. Der Ire schwamm in 1:47,89 Minuten an Mewen Tomac (FRA - 1:48,62) vorbei und verdrängte den Franzosen auf den Silberrang. Das Podium komplettierte der Tscheche Jan Cejka (1:49,43).
Die Damen-Events am heutigen Wettkampftag waren ebenfalls von knappen Entscheidungen geprägt, bei denen dem deutschen Team mehrfach das nötige Quäntchen Glück fehlte. Mehr dazu gibt es hier: Hundertstelpech! Weltmeisterin Anna Elendt schrammt an EM-Medaille vorbei
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Kurzbahn-EM: Florian Wellbrock steht im 1500m Finale | Nächster Altersklassenrekord für Johannes Liebmann

Auch am zweiten Tag der Kurzbahn-Europameisterschaften in Lublin präsentierte sich das deutsche Team in vielversprechender Form. Nach Gold und Silber durch Isabel Gose und Lukas Märtens zum Auftakt, könnten schon heute Abend weitere Medaillen folgen. Und auch für das 1500m Freistilfinale, das für morgen auf dem Programm steht, konnte sich mit Florian Wellbrock ein deutscher Hoffnungsträger in aussichtsreiche Position schwimmen.
Anders als bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr, als Florian Wellbrock in den Zeitläufen zur Silbermedaillen schwamm, werden die langen Freistilstrecken bei diesen Titelkämpfen wieder im Vorlauf-Finale-Format ausgetragen. Die Aufgabe, sich gegen die starke Konkurrenz ins Final zu schwimmen, meisterte Wellbrock mit Bravour: In 14:30,53 Minuten qualifizierte sich der amtierende Weltrekordhalter als Sechster für das Medaillenrennen. Als Gejagter wird der Ungar Zalan Sarkany (14:23,95) das Finale bestreiten, der im vergangenen Jahr Kurzbahnweltmeister über die 800m Freistil wurde.
Oliver Klemet fehlte hingegen eine gute halbe Sekunde, um ebenfalls den Sprung unter die Top 8 zu schaffen. Trotz seiner starken Zeit von 14:33,56 Minuten schied Klemet als Neunter denkbar knapp aus. Nach seinem Junioren-Weltrekord über die 400m Freistil stand auch Johannes Liebmann direkt wieder auf dem Startblock und pulverisierte erneut einen Altersklassenrekord von Sven Schwarz. In 14:36,21 Minuten blieb Liebmann fast acht Sekunden unter der bisherigen Bestmarke und reihte sich nach einem beherzten Rennen im Endklassement an elfter Position ein.
Nach ihren Medaillenerfolgen am gestrigen Tag waren Lukas Märtens und Isabel Gose am Vormittag bereits wieder über die 200m Freistil gefordert. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren waren die Vorläufe über diese Strecke vor allem von der "2 Aktive pro Nation"-Regelung geprägt, die aufgrund der nationalen Duelle für extrem schnelle Zeiten sorgte. So setzten sich drei Briten (alle Teil der olympischen Goldstaffel von Paris) an die Spitze des Vorlaufrankings, werden aber nur als Duo bestehend aus dem 400m Sieger von gestern Jack McMillan (1:41,41) und Duncan Scott (1:41,58) im Halbfinale erneut zu sehen sein. Auch das deutsche Team schickte ein Quartett an den Start – mit dem besten Abschneiden für Timo Sorgius (1:42,39) und Lukas Märtens (1:42,40), die sich auf den Plätzen 9 und 10 souverän für die nächste Runde qualifizierten. Für Rafael Miroslaw (1:43,79 | Platz 24) und Jarno Bäschnitt (1:45,05 | Platz 45) ist hingegen bereits nach den Vorläufen Schluss.
Ähnlich sah es auch bei den Damen aus, wo drei Schwimmerinnen aus Ungarn unter den Top 4 lagen – angeführt von der Vorlaufschnellsten Minna Abraham (1:53,51). Aus deutscher Sicht sorgte Nina Holt in 1:55,04 Minuten für die Topzeit, die somit als Sechste ebenso wie Isabel Gose (1:56,28) auf Rang 17 im Halbfinale steht. Unmittelbar hinter Gose verpasste Maya Werner (1:56,39) als drittbeste Deutsche das Weiterkommen aus eben diesem Grund. Das starke Magdeburger Teamergebnis komplettierte Linda Roth als 21. in 1:56,95 Minuten.
Ein Halbfinalticket schnappte sich auch Jeremias Pock über die 100m Lagen. In 52,85 Sekunden machte Pock nicht nur auf Rang Zehn den Sprung in die nächste Runde perfekt, sondern hätte bei der DKM in Wuppertal mit dieser Zeit auch souverän Gold gewonnen. An die Spitze des Klassements schwamm sich der Grieche Andreas Vazaios in 52,09 Sekunden. Titelverteidiger Bernhard Reitshammer (52,55) schied hingegen als Sechster aus, da zwei Österreicher schneller waren. Bei den Damen ging die Topzeit der Vorläufe über 100m Lagen an Marrit Steenbergen aus den Niederlanden in 57,99 Sekunden. Eine deutsche Schwimmern war nicht am Start.
Ohne deutsche Beteiligung wird auch die Medaillenentscheidung der 4x50m Lagen Mixedstaffel heute Abend von statten gehen. Trotz starker Einzelleistungen konnten sich Ole Braunschweig (23,32), Lena Ludwig (30,92), Maurice Grabowski (22,13) und Nina Jazy (24,27) keines der eng umkämpften Finaltickets sichern. In 1:40,64 Minuten beendete das deutsche Quartett das Rennen auf Rang 12 – für einen Platz unter den Top 8 fehlten 1,3 Sekunden.
Bereits am gestrigen ersten Wettkmapftag konnten sich Anna Elendt (100m Brust), Lucas Matzerath (100m Brust), Angelina Köhler (50m Schmetterling) und Lise Seidel (200m Rücken) in die Finals schwimmen – alle vier mit Medaillenchancen, die es am Abend ebenfalls zu verfolgen gilt!
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US Open 2025: Hochkarätig besetzter Jahresabschluss für McIntosh, Marchand, Walsh und Co.

Parallel zu den Kurzbahn-Europameisterschaften finden ab heute in Austin die US Open statt, bei denen zahlreiche US-Stars und hochdekorierte internationale Gäste zum Jahresabschluss zusammenkommen. Auch wenn ein direkter Vergleich zur Kurzbahn-EM nicht möglich ist, da in den USA auf der 50m-Bahn geschwommen wird, könnten die US Open ein wichtiger Fingerzeit für das bald beginnende Schwimmjahr 2026 sein.
Insbesondere die in Austin ansässige Trainingsgruppe von Erfolgscoach Bob Bowman ist bei den US Open in großer Stärke vertreten, angeführt von den beiden Olympiastars Leon Marchand und Summer McIntosh. Beide sind jeweils über die 400m Freistil, 200m Schmetterling, 100m Schmetterling, 100m Rücken und 100m Brust gemeldet und probieren sich so teils auf eher ungewöhnlichen Strecken. Für weltmeisterlichen Glanz sorgen zudem auch Gretchen Walsh, Kate Douglass, Katharine Berkhoff, Hubert Kos, Pieter Coetze und Ahmed Jaouadi, die allesamt das hochkarätige Starterfeld verstärken.
Nachdem er zuletzt seinen Trainingsstandort verlegte, wird auch Caeleb Dressel in Austin mit von der Partie sein und seine aktuelle Form auf den Sprintstrecken testen. Überraschend nicht in den Meldelisten zu finden, ist hingegen Katie Ledecky, die bei der letzten Ausgabe der US Open im Frühjahr mit einem neuen Weltrekord über die 800m Freistil begeistert hatte.
Aber auch die deutschen Farben werden in Austin verteten sein: So wird unter anderem Kaii Winkler bei den US Open ins Geschehen eingreifen – nachdem er sich aufgrund der langen Anreise gegen einen Start bei der Kurzbahn-EM in Polen entschieden hat. Zudem nutzen auch Cornelius Jahn, Björn Kammann und Celina Schmidt die Gelegenheit, während der laufenden Collegesaison in das 50m Wettkampfbecken zu springen.
Links zum Thema:
• Startlisten und Ergebnisse US Open 2025
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EM-Silber für Märtens | Liebmann knackt Junioren-Weltrekord

Zum Auftakt der Kurzbahn-Europameisterschaften im polnischen Lubin setzten die deutschen Freistilspezialisten in den Finals der Herren über 400m erste Ausrufezeichen. Lukas Märtens sicherte sich in 3:36,51 Minuten Silber und musste sich lediglich dem neuen Europameister Jack McMillan aus Großbritannien (3:36,33) geschlagen geben. Trotz eines eindrucksvollen Endspurts konnte Märtens den Briten nicht mehr abfangen.
Unmittelbar dahinter schrammte Johannes Liebmann als Vierter nur um 0,37 Sekunden an den Medaillenrängen vorbei. Der Magdeburger Youngster lieferte mit 3:37,39 Minuten jedoch einen Paukenschlag ab und stellte einen neuen Junioren-Weltrekord auf. Bronze holte der Ire Daniel Wiffen in 3:37,02 Minuten.
Auch im Halbfinale über 100 m Brust fielen die Entscheidungen knapp aus. Lucas Matzerath schaffte mit einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorlauf in 56,82 Sekunden als Siebter mit persönlicher Bestzeit den Einzug ins Finale. Pech hatte der Olympia-Vierte von Paris, Melvin Imoudu: Mit 56,85 Sekunden lag er nur drei Hundertstel hinter Matzerath, schied jedoch als Zehnter aus. Favorit für das morgige Finale ist der Niederländer Caspar Corbeau, der mit 55,77 Sekunden die schnellste Zeit beider Halbfinals erzielte.
Über die 50m Schmetterling war Maurice Grabowski in 22,75 Sekunden knapp schneller als im heutigen Vorlauf und belegte damit einen guten 14. Platz. Die Halbfinalbestzeit markierte der Schweizer Weltrekordhalter Noe Ponti in 21,51 Sekunden und brachte damit einen neuen Veranstaltungsrekord ins Becken.
Auch das 200m Rücken-Halbfinale fand mit deutscher Beteiligung statt. Cedric Büssing kam in diesem in 1:53,82 Minuten auf Rang 16. Auf Bahn vier werden wir morgen John Shortt aus Irland sehen, der in 1:48,84 Minuten der schnellste Halbfinalist war.
Ohne deutsche Beteiligung fand der Endlauf über die 4x50m Freistil-Staffel der Herren statt. Die deutsche Mannschaft verpasste mit Platz 12 im Vorlauf den Sprung ins Finale. Den Titel schnappte sich das Quartett aus Italien (1:22,90) mit der Besetzung Leonardo Deplano, Lorenzo Zazzeri, Giovanni Guatti und Thomas Ceccon. Silber und Bronze gingen an die Mannschaften aus Polen (1:23,63) und Kroatien (1:23,79).
In den Finals der Damen hatte Isabel Gose einen lauten Kracher gezündet. Mehr dazu gibt es hier: EM-Gold und EUROPAREKORD! Isabel Gose zündet Kracher zum EM-Auftakt
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EM-Gold und EUROPAREKORD! Isabel Gose zündet Kracher zum EM-Auftakt

Erstes Finale, erster Titel für das deutsche Team bei den Kurzbahn-Europameisterschaften im polnischen Lublin. Zum Auftakt der Titelkämpfe entschied Isabel Gose am Dienstag die 400m Freistil für sich.
Dabei unterbot sie in 3:54,33 Minuten sogar den bisher von der Spanierin Mireia Belmonte gehaltenen Europarekord. Ihre persönliche Bestleistung steigerte Gose um mehr als zwei Sekunden. Nach EM-Gold auf der Langbahn 2022 - ebenfalls über die 400m Freistil - ist es für Gose der erste Titel bei Kurzbahn-Europameisterschaften.
Dahinter sicherten sich die Italienerin Simona Quadarella (3:56,70) und Freya Colbert (3:56,71) aus Großbritannien die weiteren Medaillen. Gerade einmal eine Hundertstel trennte die beiden.
Hinter den Medaillengewinnerinnen zeigte auch Maya Werner ein beherztes Rennen. In 4:01,46 Minuten schlug die Magdeburger Trainingskollegin von Isabel Gose auf einem starken vierten Rang an.
Beinahe hätte es zum Abschluss des Wettkampftages noch eine weitere Medaille für die deutschen Damen gegeben. Über die 4x50m Freistil mussten sich Angelina Köhler, Nina Jazy, Nina Holt und Julianna Bocska gerade einmal eine Hundertstel hinter den Podesträngen mit Platz vier zufrieden geben. In 1:35,76 Minuten blieb das deutsche Quartett sieben Hundertstel über dem nationalen Rekord, den das Team im Vorlauf aufgestellt hatte. Die Medaillen gingen stattdessen an die Niederlande (1:33,85), Italien (1:34,30) und Polen (1:35,75).
In den Halbfinals zeigte Angelina Köhler zuvor bereits einen souveränen Auftritt über die 50m Schmetterling: In 25,06 Sekunden stellte sie einen neuen Deutschen Rekord auf. Ihre bisherige, erst vor wenigen Wochen aufgestellte Bestmarke, unterbot sie um eine viertel Sekunden. Schneller war in den Semifinals nur die Französin Beryl Gastaldello, die in 25,00 Sekunden weiterkam.
Über die 100m Brust positioniere sich Anna Elendt in 1:04,06 Minuten aussichtsreich für das morgige Finale. In der Semifinal-Runde lieferte die in den USA trainierende Frankfurterin damit die viertschnellste Zeit ab. Die Favoritenbahn vier wird am Mittwoch die junge Estin Eneli Jefimova (1:03,28) belegen.
Auch Lise Seidel darf in Lublin Finalluft schnuppern. Die Chemnitzern schwamm über die 200m Rücken in 2:05,19 Minuten als starke Fünfte in den Endlauf. Die Top-Leistung kam hier von Pauline Mahieu (2:03,67) aus Frankreich.
Die Zusammenfassung der heutigen Herrenfinals gibt es hier: EM-Silber für Märtens | Liebmann knackt Junioren-Weltrekord
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Kurzbahn-EM: Isabel Gose untermauert Favoritenrolle | Frauenstaffel glänzt mit Rekord

Zum Auftakt der Kurzbahn-Europameisterschaften in Lublin präsentierte sich das deutsche Team in bestechender Form! Neben zahlreichen Medaillenchancen und Tickets für die Finals bzw. Halbfinals gab es zudem einen neuen Deutschen Rekord sowie drei Altersklassenrekorde zu bejubeln.
Als klare Goldfavoritin wird Isabel Gose am Abend das Finale über die 400m Freistil bestreiten. Bereits an der Spitze der Meldeliste geführt, schlug Gose in starken 3:56,90 Minuten mit über drei Sekunden Vorsprung und der drittschnellsten Zeit des Jahres an. Auch ihren eigenen Deutschen Rekord aus dem Vorjahr brachte die hochdekorierte Magdeburgerin kräftig zum Wackeln: Lediglich sechs Hundertstelsekunden fehlten zu einer neuen Bestmarke. Mit Maya Werner steht noch eine zweite deutsche Hoffnungsträgerin im Finale, die in 4:02,04 Minuten als Viertplatzierte ebenfalls Medaillenambitionen haben dürfte. Und auch Linda Roth (4:07,24) erlebte auf Rang 14 ein gelungenes EM-Debüt.
Im Doppelpack gehen auch Lukas Märtens und Johannes Liebmann auf Medaillenjagd über die 400m Freistil – jedoch in überraschender Reihenfolge. Während Lukas Märtens als Olympiasieger, Weltmeister und Weltrekordhalter auf der Langbahn erwartungsgemäß unter die Top 8 schwamm, begeisterte Johannas Liebmann mit einer Fabelzeit von 3:38,29 Minuten, zog als 6. ins Finale ein und pulverisierte den Altersklassenrekord bei den 18-Jährigen von Sven Schwarz um satte 4,7 Sekunden. Märtens war das Rennen souverän von vorne geschwommen, lag zwischenzeitlich auf Weltrekordkurs und machte es um den Finaleinzug dann doch noch sehr spannend: Mit seiner Zeit von 3:38,38 gilt es als Siebtplatzierter am Abend dann von der Außenbahn aus anzugreifen. Die Finalbahn Vier sicherte sich Titelverteidiger Daniel Wiffen (3:37,04). Das starke deutsche Ergebnis komplettierte Oliver Klemet, der in 3:42,59 Minuten auf Rang 23 anschlug.
Die hohe Leistungsdichte im deutschen Team zeigte sich auch über die 100m Brust der Männer, wo in den Vorläufen ein Quartett an den Start ging. Am Ende setzten sich die Routiniers Melvin Imoudu (57,08) und Lucas Matzerath (57,48) durch und qualifizierten sich als 5. und 11. für das Halbfinale. Imoudu ist amtierender Europameister auf der Langbahn – beste Aussichten auf den Kurzbahntitel hat der Niederländer Caspar Corbeau, der in 55,54 Sekunden als einziger Schwimmer die 56er Marke knacken konnte und nur 2,6 Zehntel über dem Weltrekord blieb. Auch wenn Malte Gräfe als 17. des Gesamtklassements und als drittschnellster Deutscher den Sprung in die nächste Runde verpasste, dürfte das Nachwuchstalent mit der EM-Premiere sehr zufrieden sein: in 57,72 Sekunden verbesserte Gräfe seinen eigenen Altersklassenrekord um sechs Zehntelsekunden. Nur eine Hundertstel dahinter und somit auf Rang 18 liegend untermauerte Jeremias Pock (57,73) das starke Mannschaftsergebnis.
Bei den Damen wird Anna Elendt das deutsche Team im Halbfinale über die 100m Brust vertreten. In 1:04,22 Minuten zeigte die Weltmeisterin die zweitschnellste Zeit der Vorläufe. Schneller als Elendt war lediglich die Langbahn-Europameisterin Eneli Jefimova (1:03,44) aus Estland. Für Lena Ludwig steht nach ihrem ersten EM-Start Platz 21 zur Buche: in 1:06,58 Sekunden war die Deutsche Kurzbahnmeisterschaften nochmal sieben Hundertstel schneller als zuletzt bei den Titelkämpfen in Wuppertal.
Eine ähnliche Leistungssteigerung gelang auch Lise Seidel über die 200m Rücken. In 2:05,94 Minuten zog die WM-Achte als Dritte ins Halbfinale ein und stellte ebenfalls einen neuen deutschen Altersklassenrekord auf. Am schnellsten unterwegs war die Britin Katie Shanahan (2:04,85). Bei den Männern schrammte Cedric Büssing nur um eine Zehntelsekunden am Halbfinale vorbei. Auch Büssing steigerte seine DKM-Zeit aus Wuppertal nochmals und beendete das Rennen nach 1:53,82 Minuten auf Platz 20.
Souverän in die nächste Runde schwamm sich Angelina Köhler über die 50m Schmetterling. Mit ihrer Zeit von 25,42 Sekunden steht die Deutsche Rekordhalterin als Achte im Halbfinale. Für die Topzeit des Feldes sorgte die Schwedin Louise Hansson in 25,17 Sekunden. Und auch bei den Männern steht mit Maurice Grabowski ein deutscher Schwimmer im Halbfinale. Grabowski machte in 22,83 Sekunden sein erstes EM-Halbfinale perfekt und schrammte um gerade einmal eine Hundertstelsekunde an einem möglichen Ausschwimmen vorbei. Luca Nik Armbruster verpasste in 23,14 Sekunden hingegen den Halbfinaleinzug und schied als 26. aus. Zur Vorlaufsbestzeit schmetterte der Schweizer Weltrekordhalter Noè Ponti (21,86).
Angelina Köhler war zum Abschluss des ersten Vorlaufabschnittes auch am Deutschen Rekord der 4x50m Freistilstaffel der Damen beteiligt. Gemeinsam mit Nina Jazy (24,19), Nina Holt (23,40) und Julianna Bocska (24,08) verbesserte Startschwimmerin Köhler (24,02) die bisherige Rekordmarke aus dem Jahr 2009 um eine Sekunde. In 1:35,69 Minuten zog das deutsche Quartett mit der zweitschnellsten Zeit ins Finale ein. Schneller war lediglich die Staffel aus den Niederlanden (1:35,42).
Die Freistilstaffel der Männer wird hingegen nicht Teil der Medaillenentscheidung am Nachmittag sein. In 1:25,74 Minuten kamen Josha Salchow (21,58), Maurice Grabowski (21,67), Rafael Miroslaw (21,09) und Luca Nik Armbruster (21,40) nicht über den zwölften Platz hinaus. Auf der Favoritenbahn 4 wird im Finale die Mannschaft aus Kroatien (1:23,51) ins Becken springen.
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