Angelina Köhler bucht WM-Finalticket | Isabel Gose schwimmt auf Platz 5 der Welt

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Nachdem Lukas Märtens mit der Goldmedaille über die 400m Freistil den deutschen WM-Auftakt im Becken von Singapur perfekt machte und auch Luca Armbruster mit einem neuen deutschen Rekord glänzte, zeigten sich auch die deutschen Damen im ersten Finalabschnitt in bestechender Form.  

Wie schon im olympischen Finale von Paris schwamm Isabel Gose über die 400m Freistil auf einen starken fünften Platz. In 4:02,90 Minuten steigerte die Freiwasser-Staffelweltmeisterin ihre Leistung aus dem Vorlauf deutlich, auch wenn sie knapp acht Zehntel über ihrem Deutschen Rekord aus Paris blieb. Bereits morgen wird Gose über ihre Paradestrecke 1500m Freistil dann erneut ins WM-Geschehen eingreifen. In ihrem ersten Finale bei Weltmeisterschaften sicherte sich die frischgebackene U-23 Europameisterin Maya Werner (4:09,38) den achten Platz – sammelte als WM-Debütantin aber zweifellos wichtige Erfahrungen für zukünftige Rennen und untermauerte erneut, dass sich ihr Wechsel nach Magdeburg sportlich auszahlt.

In dem hochkarätig besetzten Feld schnappte sich die erst 18-jährige kanadische Ausnahmeschwimmerin Summer McIntosh in 3:56,26 Minuten ihre erste Goldmedaille bei diesen Titelkämpfen und hatte bei ihrem Triumph über die 400m Freistil einen größeren Vorsprung als ursprünglich vermutet. Dass die Chinesin Bingjie Lie mit neuem Asienrekord (3:58,21) auf dem Silberrang landete, war ebenfalls eine Überraschung, da sich dahinter niemand Geringeres als Katie Ledecky (3:58,49) mit der Bronzemedaille zufrieden geben musste – eine WM-Medaille, die der hochdekorierte Amerikanerin bislang in ihrer eindrucksvollen Edelmetallsammlung noch fehlte. 

Über die 200m Lagen könnte dann am morgigen Tag direkt der zweite WM-Titel für Summer McIntosh warten. Am Ende eines anspruchsvollen Wettkmapftages setzte sich die amtierende Olympiasiegerin und Weltrekordhalterin in 2:07,39 Minuten an die Spitze des Halbfinal-Klassements. Engste Verfolgerin könnte die Amerikanerin Alex Walsh (2:08,49) werden, die nach ihrer Disqualifikation im Olympischen Finale – wo sie als Dritte angeschlagen hatte – vermutlich noch eine Rechnung bei internationalen Titelkämpfen offen hat. 

Auch Angelina Köhler durfte sich in den Halbfinals beweisen und konnte über die 100m Schmetterling ihre Chance auf eine Titelverteidigung bewahren. In 56,75 Sekunden war Köhler zwar gut zweieinhalb Zehntel langsamer als in den Vorläufen, machte als Fünftplatzierte aber dennoch äußerst souverän den Sprung ins Finale perfekt. Die Favoritenrolle wird dort jedoch die US-amerikanische Weltrekordhalterin Gretchen Walsh inne haben, die in 56,07 Sekunden zeitgleich mit der Belgierin Roos Vanotterdijk die schnellste Zeit ins Becken schmetterte. 

Zum Abschluss des ersten Wettkampftages standen traditionell die Staffelentscheidungen auf dem Programm. Über die 4x100m Freistil gab es den erwartet packenden Zweikampf zwischen Australien und den USA zu bestaunen, der erst auf den letzten Metern zu Gunsten Australiens entschieden wurde. In 3:30,60 Minuten setzte sich das australische Quartett um Mollie O'Callaghan, Meg Harris, Milla Jansen und Olivia Wunsch knapp gegenüber dem Team USA (3:31,04) durch. Über Bronze jubelte die Staffel aus den Niederlanden (3:33,89), deren Schlussschwimmerin Marrit Steenbergen in 51,64 Sekunden zudem für die schnellste Splitzeit des gesamten Feldes sorgte. 

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Luca Armbruster schmettert mit Deutschem Rekord ins WM-Finale

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Nachdem Lukas Märtens zum Auftakt der Beckenevents bei der Schwimm-WM am Sonntag mit dem Titel über die 400m Freistil für ein Highlight sorgte, ließen die deutschen Herren auch in den Halbfinals schnelle Zeiten folgen.

Ein Ausrufezeichen setzte Luca Armbruster, der über die 50m Schmetterling in 22,91 Sekunden einen neuen Deutschen Rekord aufstellte. Die bisherige Bestmarke, die er im Mai in Berlin gesetzt hatte, unterbot er um eine Hundertstelsekunde. Mit dieser Ausnahmeleistung sicherte sich Armbruster auch einen Platz im morgigen Finale - als Siebter buchte er in einem engen Feld sein Endlaufticket. Die Favoritenbahn vier wird der Franzose Maxime Grousset (22,61) belegen.

Über die 100m Brust weckt Lucas Matzerath sogar leise Medaillenhoffnungen. In 58,93 Sekunden schwamm der in Bochum trainierende Frankfurter als Vierter ins morgige Finale. Die Top-Zeit der Halbfinals kam in 58,24 Sekunden vom Chinesen Qin Haiyang.

Im Vorlauf war Matzerath in 58,75 Sekunden sogar bis auf eine Hundertstel an seinen Deutschen Rekord herangeschwommen, hat also bereits gezeigt, dass er sogar noch ein paar Zehntel schneller kann. Wir dürfen uns somit morgen auf ein packendes Finale freuen. Dieses wird leider ohne Melvin Imoudu stattfinden. Der Europameister von 2024 belgte in 59,43 Sekunden den zehnten Platz. Gerade einmal sieben Hundertstel fehlten ihm zum Weiterkommen.

Das einzige Herrenevent des Finalabschnitts ohne deutsche Beteiligung waren die 4x100m Freistil der Herren. Das deutsche Team hatte hier im Vorlauf auf Platz zehn den Endlauf nur um 15 Hundertstel verpasst. Im Kampf um den Titel bescherte Kyle Chalmers seinem australischen Team in 3:08,97 Minuten mit neuem WM-Rekord den Titel. Dabei fing er als Schlussschwimmer das US-Team (3:09,64) ab, das lange Zeit geführt, sich aber auf den letzten Metern sogar noch vom italienischen Quartett (3:09,58) abfangen lassen musste, das sich die Silbermedaille holte.

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Bild: Tino Henschel / Archiv

 

WELTMEISTER! Lukas Märtens macht das Titel-Triple perfekt

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Lukas Märtens hat es tatsächlich geschafft: Nach dem sensationellen Olympiasieg 2024 und dem Weltrekord im Frühjahr hat sich der Magdeburger nun auch den Weltmeistertitel über die 400m Freistil gesichert!

Zum Auftakt der Beckenwettbewerbe bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Singapur entschied Märtens am Sonntag direkt das erste Finale für sich und bescherte dem deutschen Team, wie schon auf den Tag genau vor einem Jahr in Paris, erneut einen Start nach Maß.

In einem packenden Finale sicherte sich Märtens in 3:42,35 Minuten mit gerade einmal zwei Hundertsteln Vorsprung vor dem Australier Sam Short die Goldmedaille. Dahinter komplettierte der Südkoreaner Kim Woomin in 3:42,60 Minuten das Podium. Märtens' Trainingskollege Oliver Klemet belegte in 3:46,86 Minuten den achten Platz.

Nachdem Märtens auf der ersten Rennhälfte das Tempo bestimmt hatte, zog sein australischer Konkurrent Short zunächst vorbei. Kopf-an-Kopf gingen beide bei der letzten Wende rum und lieferten sich einen spannenden Kampf auf der finalen Bahn, die Märtens um wenige, entscheidende Hundertstel schneller absolvierte als Short.

Für Märtens ist es nach Silber und zweimal Bronze der erste Titel bei Weltmeisterschaften. Mit 23 Jahren hat er damit nun Gold bei Olympia, WM und EM sowie einen Weltrekord auf dem Konto.

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Bild: IMAGO / Archiv

Schwimm-WM: Märtens auf Podestkurs | Matzerath wackelt am Deutschen Rekord

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Für das deutsche Team hätten die Weltmeisterschaften in Singapur nach den Erfolgen im Freiwasser auch im Becken wohl kaum besser beginnen können. Insbesondere auf den Einzelstrecken glänzten die deutschen Aktiven in den Vorläufen am ersten Wettkampftag der Titelkämpfe mit starken Leistungen, die mit zahlreichen Tickets für die Finals und Halbfinals belohnt wurden. Zudem brachte Lucas Matzerath den deutschen Rekord kräftig zum Wackeln.

Den Anfang machte Olympiasieger und Weltrekordhalter Lukas Märtens, der über die 400m Freistil nichts Anbrennen lies und sich in 3:43,81 Minuten kontrolliert als Zweiter für das Finale qualifizierte. Dort wird das deutsche Team – wie schon bei Olympia – gleich doppelt vertreten sein, denn auch Oliver Klemet (3:45,72) sicherte sich als Siebter erfolgreich das Ticket für den Endlauf. Bahn Vier für das Finale schnappte sich der Australier Samuel Short, der in 3:42,07 Minuten zur schnellste Zeit der Vorläufe schwamm. Short hatte 2023 WM-Gold über die 400m Freistil gewonnen. Sein australischer Teamkollege und Vizeolympiasieger Elijah Winnington (3:46,37) verpasste als Zehnter hingegen das Weiterkommen. Im Finale schnappte sich Märtens später den Titel. Mehr dazu hier --> WELTMEISTER! Lukas Märtens macht das Titel-Triple perfekt

Auch bei den Damen wird ein deutsches Duo das Finale über die 400m Freistil bestreiten. Nach Platz Fünf bei den Olympischen Spielen und Bronze bei den letzten Weltmeisterschaften, wird Isabel Gose (4:05,07) als Siebte der Vorläufe von der Außenbahn aus ins Geschehen eingreifen. Gleiches gilt für Maya Werner (4:06,75), die bei ihrer WM-Premiere direkt den Finaleinzug perfekt machte und als Achtplatzierte dabei unter Anderem von der Disqualifikation der neuseeländischen Titelverteidigerin Erika Fairweather profitierte. Ungeachtet von dieser Disqualifikation und auch von der Abwesenheit ihrer amerikanischen Teamkollegin Claire Weinstein, ging die Topzeit der Vorläufe in 4:01,04 Minuten auf das Konto von Katie Ledecky. 

Wie Lukas Märtens zeigte auch Angelina Köhler über ihre Paradestrecke die zweitschnellste Leistung der Vorläufe und schmetterte über die 100m Schmetterling in 56,49 Sekunden souverän ins Halbfinale. Schneller als die Titelverteidigerin war lediglich die US-amerikanische Weltrekordhalterin Gretchen Walsh, die in 55,68 Sekunden ihre Favoritenrolle eindrucksvoll untermauerte. Olympiasiegerin Torri Huske war überraschend nicht am Start. Es wurde berichtet, dass Teile des amerikanischen Teams in der unmittelbaren Vorbereitung auf die Titelkämpfe in Singapur mit einer Lebensmittelvergiftung zu kämpfen hatten. 

Beinahe hätte es gleich zum Auftakt der Titelkämpfe auch mit einem neuen Deutschen Rekord geklappt. Über die 100m Brust glänzte Lucas Matzerath mit einer starken Zeit von 58,75 Sekunden und blieb dabei nur eine Hundertstel über seiner eigenen nationalen Rekordmarke. Einzig der unter neutraler Flagge startende Kirill Prigoda (58,53) zeigte eine noch schnellere Vorstellung. Der Sprung unter die Top 16 gelang auch dem zweiten deutschen Starter Melvin Imoudu ebenso souverän, der in 59,58 Minuten auf Rang Zehn landete und somit ebenfalls solide Aussichten auf einen Finalplatz hat.

Eine wahre Punktlandung legte Luca Nik Armbruster über die 50m Schmetterling hin. In 23,28 Sekunden sprintete der Deutsche Rekordhalter auf Platz Sechzehn und damit ins Halbfinale – und das mit genau einer Hundertstel Vorsprung auf den Nächstplatzierten. Einen Vorgeschmack darauf, wie eng es bei den Sprintentscheidungen auch in Singapur zugehen könnte, verdeutlichten die geteilten Vorlaufschnellsten Noé Ponti aus der Schweiz und der Franzose Maxime Grousset, die beide nach 22,74 Sekunden anschlugen. 

Lediglich die zwei deutschen 4x100m Freistilstaffeln konnten nicht in die nächste Runde vorstoßen. Bei den Herren fehlten Josha Salchow (48,21), Rafael Miroslaw (48,32), Kaii Winkler (47,52) und Luca Nik Armbruster (48,84) in einem extrem engen Feld nur fünfzehn Hundertstel für einen Platz im WM-Finale. Dort wird es insbesondere darum gehen, das Quartett aus den USA (3:11,17) zu schlagen. 

Wie auch die deutschen Männer beendeten Nina Holt (54,36), Nina Jazy (54,54), Julianna Dora Bocska (54,64) und Lise Seidel (54,76) das Staffelrennen in 3:38,30 Minuten mit guten Einzelleistungen auf dem zehnten Platz. Zum Finaleinzug fehlten hier allerdings gut 1,3 Sekunden. Auf Bahn Vier wird erneut das Team USA (3:33,57) auf Titeljagd gehen.

Beim einzigen Event ohne deutsche Beteiligung in diesem ersten Wettkampfabschnitt schnappte sich Tara Kinder die Vorlaufbestzeit über die 200m Lagen der Damen. In 2:09,45 Minuten setzte sich die Australierin im direkten Aufeinandertreffen hauchdünn gegenüber der Weltrekordhalterin und Olympiasiegerin Summer McIntosh (2:09,46) durch. Das kanadische Ausnahmetalent wird zudem im Finale über die 400m Freistil zu sehen sein. 

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Die Starts des deutschen Teams bei der Schwimm-WM 2025 (Becken)

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Die vom 27. Juli bis 03. August in Singapur stattfindenden Weltmeisterschaften sind für Deutschlands Beckenschwimmer der diesjährige Saisonhöhepunkt. Neben dem Verzicht der 4x200m Damenstaffel wartete die endgültige Bekanntgabe der deutschen WM-Starts mit weiteren Überraschungen auf.

So wird der 400m Freistil-Weltrekordhalter Lukas Märtens auf einen Start über die 200m Freistil verzichten. Märtens liegt über die 200m Freistil derzeit auf Rang drei der Weltrangliste und belegte bei den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr einen starken fünften Rang.

Stattdessen wird Lukas Märtens über die längeren 800m Freistil an den Start gehen. „Beides, also 200 und 800 Meter, funktioniert einfach nicht nach den 400 Metern innerhalb von drei, vier Tagen“, sagte Märtens zu der Entscheidung, die wohl erst kurz vor Meldeschluss feststand.

Außerdem wird –wie bereits berichtet- Maya Werner einen Einzelstart über die 200m Freistil bekommen. Zusätzlich darf Werner, die ursprünglich nur über die 400m Freistil qualifiziert war, über die 800m Freistil starten, da sie für diese die Normzeit beim Gewinn des U23-EM-Titels unterbieten konnte.

Die WM-Starts der DSV-Mannschaft im Beckenschwimmen:*

Isabel Gose: 400m Freistil, 800m Freistil, 1500m Freistil

Angelina Köhler: 50m Schmetterling, 100m Schmetterling, 50m Freistil

Anna Elendt: 50m Brust, 100m Brust, 200m Brust

Nina Holt: 100m Freistil

Maya Werner: 200m Freistil, 400m Freistil, 800m Freistil

Lise Seidel: 200m Rücken

Nina Jazy: 4x100m Freistil

Julianna Bocska: 4x100m Freistil

Lukas Märtens: 400m Freistil, 800m Freistil, 200m Rücken

Josha Salchow: 50m Freistil, 100m Freistil, 100m Schmetterling

Oliver Klemet: 400m Freistil

Sven Schwarz: 800m Freistil, 1500m Freistil

Florian Wellbrock: 1500m Freistil

Melvin Imoudu: 50m Brust, 100m Brust

Lucas Matzerath: 50m Brust, 100m Brust

Luca Nik Armbruster: 50m Schmetterling, 100 Schmetterling

Vincent Passek: 50m Rücken

Cedric Büssing: 400m Lagen

Rafael Miroslaw: 4x100m Freistil

Kaii Liam Winkler: 4x100m Freistil

Jarno Bäschnitt: 4x200m Freistil

Timo Sorgius: 4x200m Freistil

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* weitere Staffelstarts möglich

 

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Bild: Tino Henschel

Olympiasieger Lukas Märtens: ''WM-Gold fehlt mir noch''

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Mit seinem Olympiasieg sorgte Lukas Märtens nicht nur für den ersten Triumph des deutschen Teams in Paris, sondern beendete mit seiner olympischen Goldmedaille die lange Durststrecke der deutschen Schwimmer seit 1988. Zuletzt trug sich der 23-jährige Erfolgsschwimmer dann auch erstmals in die Weltrekordbücher ein. Bei den Swim Open in Stockholm knackte Märtens den Fabelweltrekord von Paul Biedermann über die 400m Freistil und schickte in der post-olympischen Saison somit ein dickes Ausrufezeichen an die internationale Konkurrenz. Bei den anstehenden Weltmeisterschaften in Singapur wird der Olympiasieger und Weltrekordhalter über die 400m Freistil nun als großer Favorit eingeschätzt. 

Dieser Rolle ist sich der Weltjahresbeste durchaus bewusst, doch Lukas Märtens versucht sich von dem damit verbundenen Druck nicht beeinflussen zu lassen: „Man darf es einfach nicht größer machen als es ist. Es darf nicht die ganze Zeit im Kopf präsent sein. Natürlich kann man mal davon träumen, wie es wäre, wenn man Weltmeister wird. Das habe ich auch vor den Olympischen Spielen mal gemacht.“ – und diese Vision ist bekanntlich Wirklichkeit geworden. Im Umgang mit der Erwartungshaltung sei es für Märtens besonders wichtig, die Dinge einfach laufen zu lassen und auf sich und die eigenen Stärken zu vertrauen. 

Die Zeit nach Paris war für den frischgebackenen Olympiasieger eine ganz besondere: Neben dem großen Medieninteresse standen für Lukas Märtens auch viele Ehrungen an – vor allem in seiner Heimatstadt Magdeburg. „Als ich bei den Fußballern des 1. FC Magdeburg eingeladen wurde, da wurde mir das alles nochmal so groß vor Augen gehalten, wie besonders mein Erfolg ist und wie stolz alle sind“, blickt der Magdeburger Ehrenbürger auf eines der vielen Highlights des vergangenen Jahres zurück. Ehrungen wie diese und die damit verbundene Anerkennung sind für den Schwimmer auch deshalb so bedeutsam, um den Olympiaerfolg so richtig zu begreifen: „So wirklich real ist das Ganze für mich noch immer nicht. Ich glaube, dafür braucht man einfach länger als das eine Jahr. Die Zeit werde ich mir auf jeden Fall nehmen – ich lebe das jetzt einfach weiter.“. 

Doch die unmittelbare Zeit nach den Olympischen Spielen war auch von einigen Herausforderungen geprägt. Neben einer Nasen-OP galt es auch, den Wiedereinstieg ins Training zu meistern und aus dem Erlebten neue Motivation zu schöpfen. Insbesondere mit seinem Magdeburger Trainingskollegen Florian Wellbrock war Lukas Märtens im engen Austausch und holte sich wertvolle Tipps von Olympiasieger zu Olympiasieger ein. Nichtsdestotrotz überwiegen die unzähligen positiven Emotionen: „Es war eine sehr schöne Zeit, auf die ich immer wieder gern zurückblicke, vor allem auch wenn es vielleicht mal nicht so läuft.“.  Der Olympiasieg hat nicht nur Märtens Selbstvertrauen entscheidend gestärkt, sondern ihm auch großen Auftrieb und eine gewisse Selbstverständlichkeit gegeben, von der Deutschlands Vizesportler des Jahres 2024 noch immer zehrt. Die gewonnene Leichtigkeit wusste Märtens direkt im April beim ersten Wettkampf der Saison zu nutzen, als er bei den Swim Open in Stockholm mit einem neuen Weltrekord glänzte. In 3:39,96 Minuten knackte der Freistilspezialist als erster Schwimmer die Marke von 3:40 Minuten und verbesserte einen der letzten verbliebenen Textil-Weltrekorde aus dem Jahr 2009. Emotional kam der Weltrekord für Lukas Märtens schon recht nah an den Olympiatriumph heran, aber olympisches Gold bleibe weiterhin etwas ganz Besonderes, etwas Einmaliges. Die Leistung in Stockholm zeichne insbesondere auch der hohe Überraschungsfaktor aus, der die Freude über seinen ersten Weltrekord nur noch verstärkt habe. „Ich sehe das als weiteren Schritt auf meiner Reise, auf der ich mich weiterentwickle und die mich immer stärker macht. Der Weltrekord war ein weiterer Step und ich denke, die Reise hat noch lange kein Ende.“, ordnet Märtens diesen sportlichen Meilenstein ein. 

Ein weiterer sportlicher Meilenstein, der dem Magdeburger Schützling von Bernd Berkhahn auf seiner Reise noch fehlt, ist WM-Gold: „Ich bin ja schon Vizeweltmeister und Dritter bei der WM bin ich auch schon zweimal geworden – eine Medaille fehlt da auf jeden Fall noch. Und das wird auch mein Ziel sein.“. Bei den anstehenden Weltmeisterschaften in Singapur stehen die Aussichten für den Olympiasieger und Weltrekordhalter nicht schlecht: „Da muss man sich nicht verstecken, man darf sich aber auch nicht zu sicher sein. Das ist ganz wichtig und das weiß ich auch. Deswegen trainiere ich jeden Tag hart weiter, arbeite an meinen Schwächen, die ich auch als Weltrekordhalter auf jeden Fall noch habe. Und dann wird man sehen, wofür es reicht.“. Die internationale Konkurrenz gilt es keinesfalls zu unterschätzen. Schlussendlich wird die Tagesform entscheidend sein, denn für die größten Erfolge muss oftmals einfach alles stimmen. 

Wie schon bei den Olympischen Spielen in Paris steht Lukas Märtens auch bei den Titelkämpfen in Singapur wieder einmal der Herausforderung gegenüber, welche Strecken er neben den 400m Freistil in Angriff nehmen soll. Insbesondere die 200m und 800m Freistil sind vom Wettkampfprogramm nur schwer miteinander zu vereinbaren. Auf den Plätzen drei und zwei in der Weltrangliste liegend, wären die Medaillenchancen auf beiden Strecken durchaus gut. In Absprache mit Trainer Bernd Berkhahn entschied sich Märtens nun für den WM-Start über die 800m Freistil, die für ihn in diesem Jahr sogar seine geheime Lieblingsstrecke darstellen: „Das ist ein super-spannendes Feld. Ich denke, da ist für mich noch viel Potenzial da.“. Schneller war in diesem Jahr lediglich Sven Schwarz, der bei den Deutschen Meisterschaften nicht nur Märtens ebenfalls in Stockholm aufgestellten Deutschen Rekord verbesserte, sondern zudem mit einem neuen Europarekord beeindruckte. 

Neben den Einzelstarts über die 400m und 800m Freistil, sowie die 200m Rücken wird Lukas Märtens in Singapur voraussichtlich auch Teil von zahlreichen deutschen Staffeln sein – unter Anderem recht ungewohnt als Rückenschwimmer der 4x100m Lagenstaffel. Spannend wird zudem, ob der Vielstarter das Quartett über die 4x200m Freistil eventuell nur im Finale verstärken wird oder alternativ als letzter Starter in den Vorläufen gesetzt wird, um besser abschätzen zu können, wie viele Körner es für den Finaleinzug braucht. 

Für Lukas Märtens sind die am 27.Juli mit den 400m Freistil beginnenden Weltmeisterschaften in Singapur eine wichtige Station auf dem Weg zu den nächsten Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles. Drei Jahre vor der Mission Titelverteidigung geht es darum, sich jeweils optimal auf die Saisonhöhepunkte vorzubereiten und wichtige Lernmomente zu sammeln. In der unmittelbaren Vorbereitung auf die diesjährige WM wird die deutsche Medaillenhoffnung vieles ähnlich wie im Vorfeld der Olympischen Spiele gestalten – unter Berücksichtigung der veränderten Strecken, des Klimas und der Zeitverschiebung. Und wir erinnern uns alle gerne zurück: der Plan für Paris hätte für Lukas Märtens erfolgreicher wohl kaum verlaufen können. 

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EYOF: Zarina Selimovic und Anass Lahrach schwimmen zu Medaillen

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Nachdem die 4x100m Freistil Staffel der Jungs am Vortag die erste Medaille für das deutsche Team bei den diesjährigen EYOF-Wettkämpfen holte, legten Zarina Selimovic und Anass Lahrach im gestrigen Finalabschnitt gleich doppelt nach und durften jeweils über Bronze jubeln. 

Nach Platz Vier über die 400m Freistil, machte Zarina Selimovic nun über die 200m Freistil den Podestplatz perfekt. Beim Sieg und EYOF-Rekord der Italienerin Alessandra Mao (2:00,13) schwamm die 15-jährige Dortmunderin in 2:02,73 Minuten auf den Bronzerang und war somit nochmal ein paar Hundertstel schneller als bei ihrem DJM-Erfolg vor ein paar Wochen.  

Eine beeindruckende Verbesserung zeigte Anass Lahrach über die 200m Rücken. In 2:05,62 Minuten steigerte der ebenfalls 15-jährige Cannstätter seine Zeit von den Jahrgangsmeisterschaften um mehr als vier Sekunden und wurde dafür mit der Bronzemedaille belohnt. Den Sieg schnappte sich hier Austyn Anderson Manley (2:04,84) aus Großbritannien. 

Die deutsche 4x100m Lagen Mixedstaffel war ebenfalls in den Finals vertreten. In 4:06,66 Minuten verpassten Jannis Kube, Marlon Plamann, Evelyn Wegrotzki und Jennifer Herfert das Podest zwar um gut fünf Sekunden, durften sich aber über einen guten sechsten Platz freuen. Gold mit Hundertstelglück ging an das Quartett aus Italien (4:00,42). 

Zudem gelang Elias Himmelsbach der Sprung ins Finale über die 200m Freistil. In 1:56,58 Minuten qualifizierte sich das Leipziger Nachwuchstalent als Siebter für den am letzten Wettkampftag stattfindenden Endlauf. 

Bild: Tino Henschel

4:09! 16-Jähriger Japaner schwimmt Junioren-Weltrekord über 400m Lagen

Der japanische Nachwuchsschwimmer Yumeki Kojima hat beim 72. Tokai High School Athletic Meet einen neuen Junioren-Weltrekord über 400m Lagen aufgestellt. In herausragenden 4:09,38 Minuten unterbot der 16-Jährige die bisherige Bestmarke des Russen Ilya Borodin (4:10,02) deutlich und blieb als erster Junior überhaupt unter der 4:10-Minuten-Marke.

Gegenüber seiner bisherigen Bestzeit von 4:11,67 Minuten verbesserte sich Kojima um über zwei Sekunden. Besonders beeindruckend ist der Vergleich mit dem deutschen Rekord in der offenen Klasse: Cedric Büssing hält diesen mit 4:11,52 Minuten.

Mit seiner Zeit rangiert Kojima nun auf Platz fünf der aktuellen Weltjahresbestenliste, hinter seinem Landsmann Tomoyuki Matsushita (4:08,61). Bei den Weltmeisterschaften in Singapur wird Kojima jedoch nicht am Start sein.

Für gleich zwei neue Junioren-Weltrekorde sorgte zudem beim gleichen Wettkampf der ebenfalls 16-jährige Shin Ohashi. Über die 200m Brust setzte er in 2:06,91 Minuten eine neue Bestmarke und ließ über die 100m Brust in 58,94 Sekunden einen neuen Junioren-Weltrekord folgen.

Der ''Weltrekord-Tänzer'': Noè Ponti will Erfolgsserie bei der Schwimm-WM fortsetzen

Mit Olympia-Bronze über die 100m Schmetterling gelang dem Schweizer Topschwimmer Noè Ponti bei den Olympischen Spielen in Tokio 2021 der Durchbruch in die Weltspitze. Seitdem stand der 24-jährige Schmetterlingsspezialist bei zahlreichen Großveranstaltungen auf dem Podium und gilt auch bei den anstehen Weltmeisterschaften in Singapur als Medaillenanwärter und Hoffnungsträger für das Schweizer Team. 

„Die Olympiamedaille ist sicher einer der größten Erfolge, den ich bisher hatte und das bedeutet mir viel. Meine Karriere hat damit so richtig angefangen.“, blickt Ponti zurück. „Nach der Olympiamedaille sind viele andere Erfolge gekommen, aber für mich bleibt es einer der Wichtigsten.“. Bei den Olympischen Spielen von Paris verpasst Noè Ponti zweimal denkbar knapp die Medaillenränge. Platz 4 über die 100m Schmetterling und Platz 5 über die 200m Schmetterling ließen die erneuten Medaillenträume platzen. Die Enttäuschung war zunächst groß, denn das erklärte Ziel war es, mindestens eine Medaille zu gewinnen und den Erfolg von Tokio wenn möglich noch zu steigern. Doch gut ein Jahr später sieht der Schützling von Trainer Massimo Meloni das Ganze schon deutlich gelassener: „Manchmal gewinnst du, manchmal verlierst du. So ist das einfach.“.  

Um sich zu erholen und das Erlebte zu verarbeiten, hat sich auch Noè Ponti nach Paris eine längere Auszeit vom Schwimmen genommen – und kam stärker zurück denn je. Auch aufgrund der Olympia-Enttäuschung, die ihm geholfen hat, neue Motivation zu finden. Neben dreifachem Gold bei der Kurzbahn-WM glänzte Ponti im Verlauf der Kurzbahnsaison mit insgesamt fünf Weltrekorden, unter anderem auch beim Weltcup in Singapur und damit dem Austragungsort der anstehenden Titelkämpfe. Seinen ersten Weltrekord feierte der spätere Kurzbahn-Weltmeister über die 50m Schmetterling direkt beim ersten internationalen Wettkampf der Saison und aus dem Training heraus, was die Freude und Überraschung nur noch steigerte: „Du träumst dein ganzes Leben davon, einen Weltrekord zu brechen. Ich habe es geschafft.“. Drei weitere Rekorde über die 50m Schmetterling folgten und auch bei seinem WM-Triumph über die 100m Schmetterling schwamm Noè Ponti in 47,71 Sekunden schneller als je ein Schwimmer zuvor. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell schwimmen könnte“, erzählt Ponti in Hinblick auf die Rekordzeit, die er einem seiner großen Vorbilder Caeleb Dressel wegschnappte. 

Auf der Kurzbahn profitiert Noé Ponti insbesondere auch von seiner herausragenden Unterwasserarbeit. Ponti selbst beschreibt seine Art zu Schwimmen als sehr agil und verrät außerdem: „Viele Schwimmer haben mehr Kraft als ich. Bei mir ist es so, dass ich im Wasser mehr tanze als die anderen.“. Ursprünglich ist der aktuell einzige Schweizer Weltrekordhalter über seine ältere Schwester zum Schwimmen gekommen und auch als hochdekorierter Athlet spiele seine Familie noch immer eine große Rolle: „Sie haben mich in meiner Karriere immer unterstützt und sie werden mich immer unterstützen. Dafür bin ich sehr dankbar.“ Das Gefühl von Familiarität sei im Schweizer Schwimmsport ohnehin sehr präsent: „Wir sind ein kleines, aber dennoch gutes Land fürs Schwimmen. Wir haben viele Erfolge gefeiert, auch wenn wir kein großes Team sind.“. Tatsächlich hat die kleine Schwimmnation seit 2018 bei jeder internationalen Großveranstaltung stets mindestens eine Medaille gewonnen. 

Diese Erfolgsserie soll sich nun natürlich auch bei der WM in Singapur fortsetzen. Noè Ponti wird dort dann die 50m und 100m Schmetterling bestreiten, wo er jeweils als amtierender Kurzbahn-Weltmeister an den Start gehen wird. Jeweils unter den Top 4 in der Weltjahresbestenliste liegend, sei es das klare Ziel, jeweils ins Finale zu kommen und mindestens eine Medaille zu gewinnen. Das Ganze soll quasi eine vorgezogene Generalprobe sein, denn bei den Olympischen Spielen in Los Angeles soll es 2028 dann auch wieder mit Olympischen Edelmetall für Noè Ponti klappen.

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Bild: Arena / Gianmattia/LaPresse

EYOF: Freistilherren holen erste Medaille fürs deutsche Team

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Im Rahmen des European Youth Olympic Festival (EYOF), das in dieser Woche in Skopje stattfindet, durfte sich das deutsche Schwimm-Team am dritten Wettkampftag über die erste Medaille freuen. Über die 4x100m Freistil schnappte sich die Staffel um Jannis Kube, Elias Himmelsbach, Nils Woddow und Theodor Buscher Bronze. 

 In 3:31,23 Minuten fehlte der deutschen Staffel bei der EYOF-Medaillenpremiere nur sieben Hundertstel zum Silberplatz, den sich das Quartett aus Großbritannien erkämpfte. Der Sieg ging souverän an die Staffel aus Italien (3:29,12). 

Die deutsche Damenstaffel über die 4x100m Freistil war ebenfalls im Finale vertreten. Beim Sieg Spaniens (3:47,18) schwammen Antonia Schaal, Zarina Selimovic, Karla Brosche und Jennifer Herfert in 3:52,77 Minuten auf Platz Sechs. Gleiches gelang am Tag zuvor auch der 4x100m Freistil Mixedstaffel um Zara Selimovic, Jennifer Herfert, Jannis Kube und Nils Woddow. 

Und auch auf den Einzelstrecken waren die Medaillenränge für den deutschen Schwimmnachwuchs oft in Reichweite und die deutschen Farben somit oft in den Finalläufen vertreten. Für die beste Platzierung sorgte Zarina Selimovic über die 400m Freistil. In 4:20,90 Minuten landete die mehrfache Jahrgangsmeisterin auf einem starken vierten Platz. Evelyn Wegrotzki durfte sich über die 200m Schmetterling in 2:19,59 Minuten über Platz Fünf freuen. Auch bei den Jungs war das deutsche Team über die selbe Strecke unter den Top Acht vertreten. Mika Leonhardt schmetterte in 2:08,75 Minuten auf eben jenen achten Platz. Jeweils auf den siebten Platz schwammen Jannis Kube über die 100m Rücken (59,09) und Jennifer Herfert über die 100m Freistil (58,06). 

Zwei Wettkampftage bleiben dem europäischen Schwimmnachwuchs noch, um die Medaillenjagd bei der diesjährigen EYOF-Ausgabe fortzusetzen. 

Bild: IMAGO/Aleksandar Djorovic;

Deutschlands Lagenherren setzen Schlusspunkt bei der Universiade in Berlin

In letzten Finalabschnitt der Schwimmwettbewerbe der Universiade in Berlin schwamm die deusche 4x100m Lagenstaffel der Herren zu Platz sechs. Die eindeutigen Gewinner des Tages waren die USA, die in insgesamt neun Finals ganze sieben Siege einfahren konnten.

In der Besetzung Cornelius Jahn, Jeremias Pock, Björn Kamman und Ole Mats Eidam, starteten die deutschen Staffel Herren in ihr abschließendes Finale. Hier schlugen sie in der Endzeit von 3:36,47 Minuten auf dem sechsten Platz an. Der Sieg ging in 3:33,59 Minuten an die USA.

Die amerikanischen Herren entschieden zudem die jeweiligen Finals über die 200m Rücken (Daniel Troxell Diehl - 1:55,91) und 50m Freistil (Matthew Carls King - 21,84) für sich.

Auch die US-Damen waren heute kaum zu schlagen. So gewannen sie jeweils in den Rennen der 100m Brust (Emma Lebron Weber - 1:07,09), 50m Schemetterling (Maxine Charlize Parker - 24,54) sowie der 4x 100m Lagenstaffel Gold. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Tess Olivia Howley, die sich den Sieg über die 200m Schmetterling in einer beachtlichen Zeit von 2:05,69 Minuten schnappte.

Das deutsche Team beendet die Schwimmevents der University Games im eigenen Land somit mit einer Medaille. Björn Kammann hatte am Dienstag mit Silber über die 100m Schmetterling den Glanzpunkt des Gastgeberteams gesetzt. Mehr dazu gibt es hier --> Universiade: Björn Kammann schmettert zu Silber

Die weiteren Champions des Tages:

  • 400m Freistil W: Francisca Soares Martins (POR) - 4:07,50
  • 400m Lagen M: Takumi Mori (JPN) - 4:12,54

Bild: Symbolfoto / Archiv

Zwischen Studium und WM: Josha Salchow peilt Finalteilnahmen an

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Nach einem äußerst erfolgreichen Jahr 2024 mit dem deutschen Rekord und dem Olympiafinale über 100m Freistil will Josha Salchow bei den anstehenden Weltmeisterschaften in Singapur erneut voll angreifen. In diesem Jahr wartet jedoch eine besondere Herausforderung auf den jungen Deutschen:

Parallel zum Training schreibt Salchow seine Bachelorarbeit über duale Karrieren von Sportlern am Beispiel von Roger Federer. Abgabe-Termin: Der am erste Wettkampftag der Schwimm-WM. Das sieht er jedoch nicht als Belastung. „Wenn man nebenher beschäftigt ist, ist man fast besser drauf“, bleibt Salchow gelassen.

Zudem hatte Salchow in diesem Jahr bereits mit ganz anderen Herausforderungen zu kämpfen. Zu Beginn des Jahres lief es im Training überhaupt nicht gut für den Sprinter, der seinem australischen Trainer Peter Bishop nach Eindhoven gefolgt ist. „Ich hatte selbst viele Fragezeichen im Kopf. Ich war nicht auf dem Niveau, wie es eigentlich vorgesehen war“, reflektiert Salchow im Vorfeld der WM die schwierigen Monate zu Jahresbeginn. Umso positiver überrascht war er von der WM-Qualifikation, bei der er sich neben seiner Paradestrecke, den 100m Freistil, auch über 50m Freistil und 100m Schmetterling qualifizieren konnte.

Bei der WM wird Salchow jedoch auf einen Start über die 50m Freistil verzichten, da diese mit den 100m Schmetterling kollidieren. Auf dieser Strecke sieht Salchow noch großes Potenzial. Im Vorfeld der WM-Qualifikation hatte er sich nicht aktiv auf die 100m Schmetterling vorbereitet, will nun jedoch angreifen und liebäugelt mit dem deutschen Rekord sowie einer Zeit im Bereich von 50,5 bis 50,8 Sekunden. Damit hofft er, den Einzug ins Finale zu schaffen.

Auch über die 100m Freistil spekuliert Salchow auf eine Finalteilnahme, auch wenn er aufgrund der zunehmenden Leistungsdichte auf dieser Strecke keine Medaillenchancen sieht. Dennoch erkennt er durch seinen Wechsel nach Eindhoven weiteres Verbesserungspotenzial. Besonders durch die enge Zusammenarbeit mit den dortigen Sportwissenschaftlern sieht Salchow die Möglichkeit, seine Starts und Wenden weiter zu optimieren. Insgesamt betrachtet er den Ortswechsel als einen wichtigen, langfristigen Schritt für seine sportliche Karriere.

Ob sich dieser bereits frühzeitig auszahlt, wird sich in der kommenden Woche bei den Weltmeisterschaften zeigen.

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Universiade: Björn Kammann schmettert zu Silber

Am sechsten Tag der Schwimmwettbewerbe im Rahmen der Universiade schwamm Björn Kammann im Berliner Becken zu Silber über die 100m Schmetterling. Somit gewann er die erste Medaille für das Team der deutschen Schwimmer. Für Ole Mats Eidam, Nicole Maier, Simon Reinke, Jeremias Pock sowie Moritz Schaller gab es weitere souveräne Platzierungen.
Im Finale der 100m Schmetterling der Herren schwamm Björn Kammann in 51,70 Sekunden zu Silber und gewann somit die erste Medaille für das deutsche Team der Schwimmer. Ole Mats Eidam als weiterer Starter in diesem Rennen belegte in 52,31 Sekunden den sechsten Platz. Gold gewann der Italiener Gianmarco Sansone (51,40). 

Ebenfalls Platz sechs gab es füNicole Maier im 200m Freistil Finale. Mit ihrer Zeit von 1:58,76 Minuten verbesserte sie ihre Zeit des gestrigen Halbfinals um 0,54 Sekunden. Der Sieg ging mit Cavan Viola Gormsen (1:57,21) an die USA.

Im Endlauf über die 800m Freistil der Herren gab es erneut den sechsten Platz. Zu diesem schwamm Simon Reinke mit seiner Zeit von 8:01,16 Minuten. Gewinner dieses Wettbewerbs wurde Aleksandr Stepanov (AIN) in 7:46,51. 

Den fünften Platz geb es hingegen füJeremias Pock. Zu diesem schwamm er im Finale der 50m Brust mit einer Zeit von 27,65 Sekunden. Der Sieg ging durch Federico Rizzardi (27,14) erneut nach Italien.

Bei den Halbfinals mit deutscher Beteiligung sprang Ole Mats Eidam erneut ins Wasser. Hier gab es für ihn über die 50m Freistil in 22,49 Sekunden den zehnten Platz. FüMoritz Schaller wurde es in 22,57 Sekunden der zwölfte Platz.

Die Champions des Tages:

50m Rücken W: Leah Elizabeth Shackley (USA) - 27,31
200m Lagen W: Leah Geneva Hayes (USA) - 2:09,48
4x 200m Freistil M: USA 7:04,51
 
Bild: Archiv

''Kein One-Hit-Wonder'': Europarekordhalter Sven Schwarz will bei WM einen Schritt nach vorn machen

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Europarekord, die weltweit schnellste Zeit des Jahres – mit diesen Superlativen darf sich Sven Schwarz seit seinem 800m-Rennen in beeindruckenden 7:38,12 Minuten bei den Deutschen Meisterschaften Anfang Mai schmücken. Doch solche Vorleistungen bedeuten im Vorfeld der Weltmeisterschaften auch eine Menge Druck. Für Schwarz ist es dennoch „eine große Ehre, den Rekord zu halten“, wie er wenige Tage vor Beginn der WM in Singapur betont.

Besonders die Bestätigung seiner Leistung bei der U23-EM vor wenigen Wochen hat dem 23-Jährigen spürbar Erleichterung verschafft. „Das zeigt, dass meine Zeit kein One-Hit-Wonder war“, sagt Schwarz kurz vor dem Abflug nach Singapur. Trotz seiner starken Saisonleistungen versucht der junge Hannoveraner jedoch, die Erwartungen im Vorfeld der WM bewusst niedrig zu halten: „Das Ziel ist erstmal, ins Finale zu kommen. Jeder kann jeden schlagen, aber natürlich gehöre ich zu denen, die die besseren Zeiten haben.“

Neben seinem Nationalmannschaftskollegen Lukas Märtens traut Schwarz auch mehreren anderen Athleten zu, die 7:40-Minuten-Marke zu unterbieten – etwa Daniel Wiffen, Gregorio Paltrinieri oder Bobby Finke. Doch der Olympiafinalist von Paris sieht auch bei sich selbst noch Potenzial: „Ich glaube, ich kann noch einen Schritt nach vorne machen.“

Seine Entwicklung in diesem Jahr führt Schwarz vor allem darauf zurück, dass er verletzungs- und krankheitsfrei durchtrainieren konnte. Im vergangenen Jahr hatten ihn Magen-Darm-Probleme für insgesamt drei Wochen ausgebremst, in dieser Saison konnte er hingegen seinen Trainingsplan wie geplant umsetzen. Zudem bringt er inzwischen ein deutliches Plus an internationaler Erfahrung mit, was ihm beim Saisonhöhepunkt Sicherheit gibt.

Am Ende formuliert Schwarz dann doch ein klares Ziel: „Ich will schon das Ding gewinnen, aber so einfach wird’s nicht.“ Dennoch zeigt er sich zuversichtlich, in Singapur eine starke Leistung abrufen zu können. „Ich fühle mich gut vorbereitet und fit."

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Bild: Christian Gold

 

 

Universiade: Finalplätze für Eidam, Kammann und Maier

Im fünften Finalabschnitt der Schwimmwettbewerbe der Universiade in Berlin schwamm Ole Mats Eidam am Montag über die 100m Freistil zum fünften Platz und qualifizierte sich wenig später für den nächsten Finallauf. Björn Karmann und Nicole Maier schafften ebenfalls den Sprung ins Finale. Für Marian Plöger wurde es Platz sechs, Kim Herkle erreichte Platz 15.

Im Finale der 100m Freistil sprintete Ole Mats Eidam in 48,80 Sekunden auf den fünften Platz. Nicht nur seine Platzierung aus dem Halbfinale, sondern auch seine Zeit des gestrigen Rennens konnte er mit dieser Leistung eindeutig verbessern. So drückte er seine Zeit des Halbfinals um 0,26 Sekunden nach unten. Gold ging in diesem Rennen an Matthew Carl King (48,01 - USA).

Wenige Minuten später mischte Eidam erneut im Wettkampfgeschehen mit. Über die 100m Schmetterling qualifizierte er sich in 52,02 Sekunden als Zweiter für das morgige Finale. In diesem wird auch Björn Kammann an den Start gehen. Der in Tennessee trainierende Hamburger qualifizierte sich in 52,24 Sekunden auf Rang fünf.

Im nächste Rennen mit deutscher Beteiligung ging es mit den 1500m der Damen auf die lange Strecke. Hier schwamm Marian Plöger in 16:31,98 Minuten zum sechsten Platz. Auch auf dieser Strecke ging der Sieg mit Kate Morgan Hurst (16:15,40) an die USA.

Die Qualifizierung für das Finale über die 50m Brust erreichte Jeremias Pock in 27,53 Sekunden. Mit dieser Zeit zog der Student der University of Indianapolis als drittschnellster in die nächste Runde ein und weckt zudem Medaillenhoffnung.

Auch Nicole Maier sehen wir morgen im Finale. Über die 200m Freistil schwamm sie in 1:59,22 Minuten auf Rang sieben in die nächste Runde. Dieses Finale gestaltet sich spannend, da alle acht Finalstarterinnen maximal eine Sekunde voneinander trennt.

Kim Herkle schwamm über die 200m Lagen und ihrer Zeit von 2:17,24 Minuten zu Platz 15 und zog somit nicht in den Finallauf ein.

Die Champions des Tages:

  • 100m Schmetterling W: Leah Elizabeth Shackley (USA) - 58,16
  • 50m Rücken M: Pieter Theunis Coetze (RSA) - 24,49
  • 200m Brust W: Yumeno Kusuda (JPN) - 2:26,15
  • 4x 100m Freistil M: USA - 3:24,27

Universiade: Ole Mats Eidam sprintet ins nächste Finale

Im vierten Finalabschnitt der Universiade in Berlin schwamm sich Ole Mats Eidam am Sonntag in das Finale über die 100m Freistil. Cornelius Jahn und Kim Herkle mussten sich in den Halbfinals geschlagen geben.

Platz acht und somit die Qualifikation für den heutigen Finallauf über die 100m Freistil der Herren sicherte sich Ole Mats Eidam. In seiner Zeit von 49,06 Sekunden sehen wir den Student der University of Michigan in seinem zweiten Einzelfinallauf der Veranstaltung. Auch über die 50m Schmetterling hatte er schon den Sprung in die Schlussrunde geschafft.

In einem weiteren Halbfinale, dem der 50m Rücken, ging Cornelius Jahn an den Start. Er beendete diesen Wettbewerb auf Rang 15 in 25,60 Sekunden.

Auf Seiten der Damen im deutschen Team sprang Kim Herkle ins Wasser. Im Halbfinale über die 200m Brust schwamm sie in 2:29,28 Minuten auf den neunten Platz und verpasste den Finaleinzug lediglich um 0,24 Sekunden.

Die Champions des Tages:

  • 100m Rücken W: Helen Kennedy Noble (USA) - 58,78
  • 1500m Freistil M: Aleksandr Stepanov (AIN) - 14:55,98
  • 200m Brust M: Benjamin Patrick Delmar (USA) - 2:09,50
  • 200m Schmetterling M: Jack Andrew Dahlgren (USA) - 1:55,59
  • 4x 200m Freistil W: USA - 7:52,56

Bild: Symbolfoto / Archiv

Schwimm-WM 2025: Der Medaillenspiegel

Der Freiwasser-Medaillenspiegel bei der Schwimm-WM 2024 nach 7 von 7 Entscheidungen:

  Land Gold Silber Bronze Gesamt
1 Deuschland 4 - - 4
2 Australien 2 - 2 4
3 Japan 1 - 1 2
4 Italien - 6 - 6
5 Ungarn - 1 2 3
6 Frankreich - - 2 2
7 Monaco - - 1 1

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Der Becken-Medaillenspiegel bei der Schwimm-WM 2025 - ab 27.07.:

  Land Gold Silber Bronze Gesamt
           
           

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Bild: World Aquatics

Viertes WM-Gold! Florian Wellbrock schreibt Geschichte mit der Staffel

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(Bild: DSV / Jo Kleindl) Mit einem fantastischen Rennen gingen für das deutsche Team die Freiwasser-Wettbewerbe der Weltmeisterschaften in Singapur zu Ende. Die deutsche Staffel, bestehend aus dem Magdeburger Quartett Celine Rieder, Oliver Klemet, Isabel Gose und Florian Wellbrock, gewann im 4x1,5km Mixed nicht nur den Titel, sondern sorgte gleichzeitig für einen historischen Moment: Florian Wellbrock sicherte sich mit vier Goldmedaillen in vier Rennen eine perfekte Bilanz.

„Ich konnte gestern nicht gut schlafen, weil ich so nervös war. Ich wusste, wir können heute Geschichte schreiben. Ich bin so stolz auf mein Team, wir haben heute einen tollen Job gemacht“, freute sich Wellbrock nach dem Rennen.

Startschwimmerin Celine Rieder zeigte eine starke Leistung und übergab als Sechste an Oliver Klemet. Dieser schwamm die deutsche Mannschaft nach vorne auf Rang zwei, bevor Isabel Gose endgültig die Führung übernahm. Florian Wellbrock verteidigte diese in einem taktisch klugen Rennen gegen die Angriffe von Gregorio Paltrienieri (Italien) und David Betlehem (Ungarn) bis zum Schluss, sodass sich das deutsche Team, dessen Mitglieder alle in Magdeburg trainieren, nach 1:09:13,3 Stunden über den Titel freuen konnte. Dahinter holten Italien und Ungarn Silber und Bronze.

Damit ist das deutsche Team mit insgesamt vier Goldmedaillen die erfolgreichste Freiwasser-Mannschaft der diesjährigen Weltmeisterschaften. Wellbrock gewann in den vergangenen Tagen auch die 10km, 5km und den Knock-Out-Sprint. Weiter geht es für den 27-Jährigen und Co. ab dem 27. Juli mit den Beckenwettbewerben.

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Unschlagbar! Florian Wellbrock holt dritten WM-Titel in Singapur

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Florian Wellbrock hat erneut zugeschlagen: Im neuen Wettkampfformat, dem 3km-Knockout-Rennen, sicherte er sich bei den Weltmeisterschaften in Singapur am Samstag nach einer dominanten Vorstellung die Goldmedaille. 

„Mein drittes Gold war wirklich unerwartet, es war eine komplett neue Situation für mich, in einem Knockout-Rennen anzutreten“, zeigte sich Wellbrock, der in Singapur auch über die 5km und 10km gesiegt hatte, nach dem Rennen überrascht.

Beim 3km-Knockout-Rennen werden in drei Runden jeweils 1500m, 1000m und im Finale 500m geschwommen, wobei nach jeder Runde die langsamsten Schwimmer ausscheiden. Wellbrock gewann jede einzelne Runde und schlug im 500m-Finale 1,7 Sekunden vor dem Silbermedaillengewinner David Betlehem (Ungarn) an. Bronze ging erneut an Marc-Antoine Olivier (Frankreich). Der zweite deutsche Starter, Oliver Klemet, schied in Runde zwei aus und belegte am Ende Rang 17.

Bei den Damen riss dagegen die Magdeburger Siegesserie. Die in Magdeburg trainierende Australierin Moesha Johnson, die zuvor die 5km und 10km gewonnen hatte, erreichte diesmal gemeinsam mit Bettina Fabian (Ungarn) Rang drei. Der Sieg ging an die Japanerin Ichika Kajimoto vor Ginevra Taddeucci (Italien). Pech hatten die beiden deutschen Starterinnen Isabel Gose und Lea Boy, die zeitgleich auf Rang fünf landeten und die Bronzemedaille im Anschlag um nur 0,2 Sekunden verpassten.

In der Nacht zum Sonntag steht mit der 4x1,5km Mixedstaffel der letzte Freiwasserwettbewerb der Weltmeisterschaften an.

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Universiade: Eidam auf Platz vier | Deutsches Team mehrfach im Pech

Im heutigen Finalabschnitt der Schwimmwettbewerbe im Rahmen der Universiade vor dem Berliner Publikum in der SSE schwamm Ole Mats Eidam mit Platz vier über die 50m Schmetterling zum besten Ergebnis der deutschen Schwimmer. Bei den Halbfinals reichte es für alle Starter jeweils knapp nicht für den Finaleinzug.

Im Finale über die 50m Schmetterling der Herren starteten mit Ole Mats Eidam und Björn Kammann gleich zwei deutsche Schwimmer. In 23,55 Sekunden schlug Eidamm auf Platz vier an. Für Kammann wurde es in 23,68 der siebte Platz. Gold ging mit Simone Stefani (23,28) nach Italien.

Bei den heutigen Halbfinals mit deutscher Beteiligung war es vor allem für Jeremias Pock eine haarscharfe Entscheidung. Sein Rennen über die 200m Lagen beendete er in 2:00,62 Minuten auf Platz neun. Dabei fehlten ihm nur 1,5 Zehntelsekunden zum achten Platz und somit zum Startplatz im morgigen Finale.  

Für Phillip Peschke reichte es im Halbfinale der 200m Freistil ebenfalls nicht zum Einzug in das Finale. In seiner Zeit von 1:48,51 Minuten schrammte er lediglich 0,46 Sekunden an der Qualifikation für den Endlauf vorbei und wurde schlussendlich Elfter.

Im Halbfinale der Frauen über die 100m Freistil spielte sich bei Nicole Maier ähnliches ab. In 55,53 Sekunden beendete sie diesen Wettbewerb auf Rang 12. Auch Cornelius Jahn schwamm im Halbfinale der 100m Rücken lediglich 0,15 Sekunden am Finaleinzug vorbei. Mit seiner Zeit von 54,72 Sekunden wurde es für ihn Platz zehn.

Die Universiade-Champions des Tages:

  • 400m Lagen W: Leah Geneva Hayes (USA) - 4:36,04
  • 50m Schmetterling W: Daryna Nabojcenko (CZE) - 26,09
  • 100m Brust M: Denis Petrashov (KGZ) - 59,32
  • 200m Rücken W: Leah Elizabeth Shackley (USA) - 2:05,99
  • 50m Brust W: Emma Lebron Weber (USA) - 30,35

Bild: Symbolfoto / Archiv

Zweites WM-GOLD! Florian Wellbrock triumphiert auch über 5km!

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Nach seinem Triumph über die 10km hat Florian Wellbrock am Freitag sensationell auch die kürzeren 5km im Freiwasser bei den Weltmeisterschaften in Singapur gewonnen.

Nach 57:26,4 Minuten schlug Wellbrock klar als Erster vor seinen Dauerkonkurrenten Gregorio Paltrinieri (Italien) auf dem Silberrang und Marc-Antoine Olivier (Frankreich) auf Platz drei an. Sein Teamkollege Oliver Klemet landete auf einem guten neunten Rang. Wie bereits auf den 10km hielt sich Wellbrock über das gesamte Rennen im vorderen Bereich des Feldes auf und übernahm etwa ab der Hälfte endgültig die Führung.

Der heutige Triumph war bereits der siebte Freiwasser-WM Titel in Wellbrocks Karriere. Bei dem noch ausstehenden 3km Knockout-Rennen oder dem abschließenden Staffelrennen könnte Wellbrock in den nächsten Tagen nochmal nachlegen.

„Es tut einfach ganz gut, dass die letzten Monate sich einfach gelohnt haben“, zeigte Wellbrock sich nach dem Rennen erleichtert, der nach einem schwierigen Jahr 2024 wieder an seine frühere Form anknüpfen konnte.

Dass die Magdeburger Trainingsgruppe von Bernd Berkhahn im Freiwasser derzeit das Maß aller Dinge ist, stellte Moesha Johnson mit ihrem Sieg bei den Damen unter Beweis. In 1:02:01,3 Stunden setzte sich die Australierin erneut knapp gegen Ginevra Taddeucci aus Italien durch. Bronze ging an Ichika Kajimoto (Japan). Somit holte wie Florian Wellbrock auch Johnson das Freiwasser-„Double“ und sorgte für den vierten Magdeburger Triumph.

Bei den deutschen Athletinnen überzeugte Celine Rieder mit einem sehr starken fünften Rang. Auch Rieder selbst war mit ihrem Rennen zufrieden: „Gerade bei diesen Bedingungen hier habe ich das wirklich gut gemacht für’s erste Mal über 5 Kilometer“. Die zweite deutsche Starterin, Jeannette Spiwoks, war aus gesundheitlichen Gründen nicht gestartet.

Bereits in der kommenden Nacht zum Samstag geht es in Singapur weiter mit den neuartigen 3km-Knockoutsprints.

Die wichtigsten Links zur Schwimm-WM 2025:

Bild: World Aquatics / Archiv

Universiade: Eidam und Kammann schmettern ins Finale

In Berlin haben am Donnerstag die Schwimmevents der World University Games 2025 begonnen und zum Auftakt der Universiade lieferten Ole Mats Eidam und Björn Kammann direkt vielverprechende Auftritte ab. Über die 50m Schmetterling buchten beide Plätze für das morgige Finale.

In 23,24 Sekunden kam Eidam als Zweitschnellster des Halbfinals weiter. Nur der Italiener Simone Stefani war heute um eine Hundertstel schneller. Björn Kammann zog in 23,67 Sekunden als Sechster in den Endlauf ein.

Wenig später durften beide auch bereits erste Finalluft schnuppern: Im Endlauf über die 4x100m Freistil landeten sie gemeinsam mit Moritz Schaller und Philipp Peschke in 3:16,07 Minuten mit nur etwa einer Sekunden Rückstand auf die Podestplätze auf dem sechsten Rang.

Die Titel über die 4x100m Freistil gingen sowohl bei den Damen (3:36,21) als auch bei den Herren (3:12,36) an die USA. Das erste Einzelfinale der University Games 2025 hatte zuvor über die 400m Freistil der unter neutraler Flagge startende Nikolai Kolesnikov (3:46,66) gewonnen.

In den weiteren Halbfinals am Donnerstag war auch Jeremias Pock mit von der Partie. Über die 100m Freistil landete er in 1:01,36 Minuten auf dem 14. Platz.

Deutschland schickt acht Talente zur Junioren-WM 2025

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Der Deutsche Schwimm-Verband hat ein achtköpfiges Team für die Junioren-Weltmeisterschaften 2025 nominiert. Die Welttitelkämpfe der Nachwuchsschwimmer finden vom 19. bis 24. August im rumänischen Otopeni statt.

Nominiert wurden unter anderem Lena LudwigNoelle BenklerYara Fay RiefstahlJohannes Liebmann und Jan Malte Gräfe, die allesamt Anfang Juli bei der Junioren-EM in Samorin (Slowakei) Medaillen gewonnen hatten.

Theoretisch hätte das Team für die Junioren-WM sogar noch größer sein können. „Die Qualifikationsnormen hatten zwar noch weitere Sportler*innen erfüllt. Aufgrund des späten Termins werden in enger Abstimmung mit mir mitunter aber andere Prioritäten gesetzt. Hier geht es entweder um schulische Gründe oder auch um eine geordnete Planung der kommenden Saison“, erklärte Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes.

Das deutsche Team für die Junioren-WM 2025

Frauen: Lena Ludwig, Noelle Benkler (beide SV Nikar Heidelberg), Hannah Schneider (Hofheimer SC), Leni von Bonin (Dresdner SC), Yara Fay Riefstahl (SC Chemnitz)

Männer: Johannes Liebmann (SC Magdeburg), Jan Malte Gräfe (Potsdamer SV), Larus Thiel (SG Bayer)

Bild: Tino Henschel

Zweiter WM-Titel für Magdeburg: Moesha Johnson gewinnt die 10km in Singapur

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Nachdem der Start des 10km-Rennens der Damen bei den Weltmeisterschaften in Singapur zweimal verlegt werden musste, durften die Langstrecken-Asse kurz nach dem Auftaktsieg von Florian Wellbrock bei den Herren ins Wasser gehen. Die Australierin Moesha Johnson sorgte dabei für einen Doppelsieg der Magdeburger Trainingsgruppe von Coach Bernd Berkhahn. In 2:07:51,3 Stunden holte Johnson nach einer beeindruckenden Leistung Gold vor Ginevra Taddeucci (Italien) und Lisa Pou (Monaco).

Taddeucci und Johnson bestimmten über große Teile des Rennens das Tempo und zogen das Feld stetig weiter auseinander. Das hohe Tempo konnten die beiden deutschen Starterinnen Jeannette Spiwoks und Lea Boy nicht mitgehen. Spiwoks landete am Ende auf dem Rang 15, Lea Boy musste in der Hitzeschlacht bei Wassertemperaturen von über 30°C vorzeitig aufgeben.

Im Verlauf der 10km erhöhten die beiden Sportlerinnen immer weiter den Druck auf die Konkurrenz, sodass eine knapp 10-köpfige Spitzengruppe entstand, die auf den letzten 2 Kilometer auf fünf Schwimmerinnen schrumpfte. Die Silbermedaillengewinnern der Olympischen Spiele in Paris Moesha Johnson behauptete dabei auf den letzten Kilometern ihre Position an der Spitze und ließ Taddeucci und Pou im Endspurt keine Chance.

Am morgigen Donnerstag wird es einen Ruhetag geben, bevor am Freitag die Champions über die 5km ermittelt werden.

Die Zusammenfassung des Herrenrennens über die 10km findet ihr hier --> WELTMEISTER! Florian Wellbrock schwimmt zu Gold über 10km

Die wichtigsten Links zur Schwimm-WM 2025:

Bild: World Aquatics / Archiv

WELTMEISTER! Florian Wellbrock schwimmt zu Gold über 10km

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Grandioser Auftakt der Schwimm-WM 2025 für das deutsche Team! Im ersten Rennen der Freiwasserevents in Singapur krönte sich Florian Wellbrock zum erneuten Weltmeister über die 10km. Nach 1:59:55,5 Stunden verwies er seinen italienischen Dauerkonkurrenten Gregorio Paltrinieri sowie den Australier Kyle Lee auf die weiteren Podestplätze. Wellbrocks Trainingskollege Oliver Klemet landete dahinter auf dem vierten Platz.

„Ich denke mal, die Hitze spielt mir auch immer gut in die Karten, wir wissen, dass ich das gut kann. Ich war ein bisschen nervös vorher, weil es doch recht wellig war. Es hat sich ein bisschen angefühlt, wie in einer Waschmaschine bei 40 Grad, deswegen bin ich unheimlich froh, jetzt mit Gold aus dem Wasser zu kommen“, sagte Wellbrock nach dem Rennen.

Der 27-Jährige hatte vom Beginn des Rennens an das Geschehen an der Spitze mitbestimmt und auch Klemet hielt sich stets in Schlagposition. Auf die letzte Runde gingen beide dann sogar Seite an Seite an der Spitze des Feldes.

Wellbrock hielt das Tempo hoch, um einen Schlusssprint seiner Verfolger zu vermeiden. Der Plan ging auf: Auf den letzten Metern versuchte sich Gregorio Paltinieri, der zwischenzeitlich an Oliver Klemet vorbeigezogen war, zwar noch heranzukämpfen, doch der Abstand war bereits zu groß. Wellbrock schlug souverän mit mehr als drei Sekunden Vorsprung als Weltmeister an. Im Kampf um Bronze musste sich Oliver Klemet dann haarscharf seinem australischen Konkurrenten Kyle Lee geschlagen geben. Gerade einmal 0,1 Sekunde trennten die beiden.

Für Wellbrock ist es nach 2019 und 2023 der dritte Weltmeistertitel über die 10km. Nach den für ihn nicht zufriedenstellenden Olympischen Spielen 2024, bei denen er sich hatte mit Platz acht über die 10km zufrieden geben müssen, meldet er sich somit eindrucksvoll an der Spitze der internationalen Freiwasser-Elite zurück.

Es ging Schlag auf Schlag weiter mit den Freiwasserevents der Schwimm-WM 2025: Das Damenrennen über 10km fand direkt im Anschluss statt. Auch hier ging der Titel nach Magdeburg. Mehr dazu gibt es hier --> Zweiter WM-Titel für Magdeburg: Moesha Johnson gewinnt die 10km in Singapur

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Die wichtigsten Links zur Schwimm-WM 2025:

Bild: IMAGO / Insidefoto / Archiv

 

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