25 für Paris: Diese Deutschen haben sich für Olympia qualifiziert

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(25.04.2024 | Bilder: Tino Henschel) Rien ne va plus - Nichts geht mehr! Mit dem heutigen Ende der Deutschen Meisterschaften in Berlin ist für die deutschen Schwimm-Asse auch das Qualifikationsfenster für die Olympischen Spiele 2024 geschlossen. Insgesamt 25 Schwimmerinnen und Schwimmern gelang es, sich für Paris zu empfehlen.
Einen besonders vollen Streckenplan bei den Olympischen Spielen erarbeiteten sich Isabel Gose und Lukas Märtens. Gose qualifizierte sich über die 200, 400, 800 und 1500m Freistil für Einzelstarts und wird auch in der 4x200m Freistilstaffel eine wichtige Rolle spielen. Märtens gelang es über die 200 und 400m Freistil sowie die 200m Rücken die Olympianorm zu unterbieten. Auch er ist zudem in der 4x200m Freistilstaffel gefordert. Es bleibt abzuwarten, ob beide wirklich alle Starts in Angriff nehmen oder sich auf spezifische Events konzentrieren.
Ob die unten stehenden Namen tatsächlich das deutsche Schwimmteam für Paris bilden werden, entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund. Diesem wollen die Verantwortlichen des Deutschen Schwimm-Verbandes in dieser Woche ihre Nominierungsvorschläge unterbreiten. Dafür tagt am Donnerstag der Nominierungsausschuss des DSV. Es bleibt also abzuwarten, ob es zum Beispiel zusätzliche Nominierungen für Staffeln geben wird oder ähnliches.
Diese deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer haben sich gemäß der Nominierungsrichtlinien für Olympia 2024 qualifiziert:
Damen:
- Isabel Gose (200, 400, 800, 1500m Freistil, 4x200m Freistil)
- Angelina Köhler (100m Schmetterling, 4x100m Lagen - Schmetterling)
- Leonie Märtens (400m Freistil / 1500m Freistil)
- Anna Elendt (4x100m Lagen - Brust / ggf. 100m Brust*)
- Nina Holt (4x100m Lagen - Freistil)
- Laura Riedemann (4x100m Lagen - Rücken)
- Julia Mrozinski (200m Freistil, 4x200m Freistil)
- Nele Schulze (4x200m Freistil)
- Nicole Maier (4x200m Freistil)
- Leonie Beck (10km)
Herren:
- Lukas Märtens (200m Rücken / 200m, 400m Freistil, 4x100m Freistil**, 4x200m Freistil)
- Rafael Miroslaw (200m Freistil, 4x100m Freistil, 4x200m Freistil)
- Sven Schwarz (800m, 1500m Freistil)
- Florian Wellbrock (1500m / 10km)
- Ole Braunschweig (100m Rücken / 4x100m Lagen - Rücken)
- Marek Ulrich (100m Rücken)
- Cedric Büssing (400m Lagen)
- Oliver Klemet (400m Freistil, 800m Freistil, 10km)
- Luca Nik Armbruster (4x100m Lagen - Schmetterling)
- Melvin Imoudu (100m Brust / 4x100m Lagen - Brust)
- Lucas Matzerath (100m Brust)
- Artem Selin (50m Freistil)
- Josha Salchow (100m Freistil, 4x100m Freistil, 4x100m Lagen – Freistil, 4x200m Freistil)
- Peter Varjasi (4x100m Freistil)
- Timo Sorgius (4x200m Freistil)
* Anna Elendt unterbot die Olympianorm bei einem Time Trial im Rahmen eines Qualifikationswettkampfes. Ob dies oder z.B. eine ihrer Vorjahresleistungen ihr zu einem Start über die Einzelstrecke verhelfen, entscheidet der Verband. Laut internationalen Regularien wäre sie dank ihrer 2023er Leistungen für den Einzelstart qualifiziert.
** Lukas Märtens hat den Startplatz gemäß den Qualifikationskriterien erschwommen, wird diesen jedoch möglicherweise nicht wahrnehmen.
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Nina Sandrine Jazy & Maya Werner knacken EM-Normen zum DM-Abschluss


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(29.04.2024 | Bild: Tino Henschel) Das deutsche Olympiateam der Damen konnte am letzten Wettkampftag der Schwimm-DM in Berlin nicht weiter wachsen. Dennoch zeigten die schnellsten deutschen Schwimmerinnen einige Glanzleitungen, die mit EM-Tickets und Altersklassenrekorden belohnt wurden.
Nachdem sie bereits im Vorlauf ihren eigen Deutschen Altersklassenrekord verbessern konnte, setzte Nina Sandrine Jazy im Finale nochmal eine Schippe drauf und schwamm in 24,91 Sekunden erstmals unter die magische Marke von 25 Sekunden. Damit sicherte sich die 18-jährige Essenerin souverän das Ticket für die Europameisterschaften und zudem den Meistertitel. Ebenfalls mit der Olympianorm geliebäugelt hatte die Zweitplatzierte Jessica Felsner, die in 25,12 Sekunden doch recht klar über die geforderten Zeit für Paris (24,70) blieb. Auf den Bronzerang sprintete unmittelbar dahinter Nele Schulze (25,14), die in den letzten Tagen bereits mehrfach über Edelmetall jubeln durfte.
Mit zu den Europameisterschaften in Belgrad (Serbien) wird diesen Sommer auch Maya Werner fahren, die ihre Bestzeit über die 200m Rücken in 2:11,54 Sekunden um beeindruckende drei Sekunden steigern konnte. Nachdem die Heidelbergerin gestern die Qualifikation für die 4x200m Freistil Olympiastaffel nur knapp verpasst hatte, sind der Deutsche Meistertitel und der EM-Startplatz sicherlich zumindest ein kleiner Trost. Die weiteren Medaillen sicherten sich Lise Seidel (2:13,56) und Lina Kröger (2:16,09).
Nach ihrem ersten Deutschen Meistertitel über die 100m Brust auf einer Erfolgswelle schwimmend, triumphierte Lena Ludwig auch über die doppelte Distanz und stellte in 2:27,45 Minuten einen neuen Altersklassenrekord bei den 17-Jährigen auf. Auch die beiden in den USA trainierenden Kim Herkle (2:29,69) und Celina Schmidt (2:30,23) hatten an den vergangenen Wettkampftagen bereits auf dem Siegertreppchen stehen dürfen.
Zu Gold schmetterte durchaus erwartungsgemäß Angelina Köhler über die 50m Schmetterling. In 25,99 Sekunden setzte sich die 100m-Weltmeisterin souverän mit einer halben Körperlänge Vorsprung gegen die nationale Konkurrenz durch. Auf dem Silberrang landete Anna Maria Börstler (26,85) vor der erst 13-jährigen Lara Anna Vandenhirtz (27,21), die im Vorlauf einen neuen Altersklassenrekord aufgestellte hatte.
Über die 800m Freistil der Damen war im Vorfeld vermutet worden, dass Isabel Gose womöglich den Deutschen Rekord von Sarah Wellbrock (8:16,43) angreifen könnte. Dies gelang der in starker Form auftrumpfenden Magdeburgerin zwar nicht, in 8:19,48 zeigte Gose aber dennoch eine überzeugende Vorstellung. Goses australische Trainingskollegin Moesha Johnson landete in 8:27,56 Minuten auf dem zweiten Platz. Dahinter verpasste Leonie Märtens in 8:33,40 Minuten zwar ihr drittes Olympia-Ticket, sicherte sich in einem packenden Duell gegen Jeannette Spiwoks (8:33,72) aber zumindest die Bronzemedaille.
Zwei Olympiatickets gab es heute hingegen noch bei den Herren. Die Zusammenfassung der Männerfinals gibt es hier --> Dramatik pur! Marek Ulrich holt das Olympia-Ticket im Alleingang gegen die Uhr
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Dramatik pur! Marek Ulrich holt das Olympia-Ticket im Alleingang gegen die Uhr


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(29.04.2024 | Bild: Tino Henschel) Was für eine Dramatik zum Abschluss der Schwimm-DM in Berlin. Am letzten Tag der Deutschen Meisterschaften bewies allen voran Marek Ulrich absolute Nervenstärke und erkämpfte sich im Rennen alleine gegen die Uhr doch noch das ersehnte Olympia-Ticket über die 100m Rücken.
Nachdem der Leipziger am ersten Wettkampftag über die Einzelstrecke knapp die Olympia-Norm verpasst hatte, gestern jedoch mit neuer Bestzeit über die 50m glänzte, ließen sich die Verantwortlichen des Deutschen Schwimm-Verbandes davon überzeugen, dem 27-Jährigen heute noch eine Chance auf Paris zu geben. Nach dem Ende der A-Finals ging Ulrich also noch einmal im Rahmen eines als "Rekordversuch" angemeldeten Rennens ins Becken und kämpfte sich unter den Anfeuerungsrufen des Publikums, das von seinem Coach Frank Embacher am Hallenmikrofon angeheizt wurde, in einem aufopferungsvollen Rennen doch noch zum Olympia-Ticket.
In 53,71 Sekunden schwamm Ulrich drei Hundertstel schneller als die geforderte Qualizeit - eine Punktlandung, die mit tosendem Applaus belohnt wurde. Marek Ulrich wird damit ebenso wie der Berliner Ole Braunschweig das deutsche Aufgebot in Paris über die 100m Rücken vertreten. Beide waren auch vor drei Jahren in Tokio Teil des Olympia-Teams. Ulrichs Qualifikation sichert somit zudem auch die deutsche 4x100m Lagenstaffel ab.
Die letztmögliche Qualichance nutzte ebenso eindrucksvoll auch Artem Selin, der über die 50m Freistil die Olympia-Normzeit knackte. In 21,90 Sekunden blieb Selin dabei nur neun Hundertstel über dem Deutschen Rekord, den er in Paris sicherlich erneut angreifen wird. Auf den zweiten Platz sprintete Josha Salchow (22,06), der einen weiteren Olympiastartplatz lediglich um eine Zehntel verpasste. Komplettiert wurde das Podium von Moritz Schaller (22,38).
Auch über die 200m Rücken wurde der Deutsche Rekord gehörig zum Wackeln gebracht. In 1:56,00 Minuten blieb der in herausragender Form nach Berlin gereiste Lukas Märtens gerade einmal 13 Hundertstel über der nationalen Bestmarke, die Jan-Philip Glania im Jahr 2012 aufgestellt hatte. Mit dieser Glanzzeit wäre Märtens bei den vergangenen Spielen in Tokio Fünfter geworden - was in Paris drin sein wird, zeigt sich dann in gut drei Monaten. In Schlagdistanz zur Olympia-Norm (1:57,50) war zudem auch Christian Diener geschwommen, der sich in 1:58,22 Minuten am Ende mit der Qualifikation für die Europameisterschaften zufrieden geben musste. Gleiches erreichte auch der Drittplatzierte Cornelius Jahn (1:58,58).
Mit großer Spannung waren an diesem finalen Wettkampftag auch die 1500m Freistil der Männer erwartet worden, denn es ging neben dem nationalen Meistertitel auch um den zweiten Olympia-Startplatz an der Seite von Florian Wellbrock. Über diesen darf sich nun Sven Schwarz freuen, der sich auf der zweiten Rennhälfte von seinem direkten Kontrahenten Oliver Klemet absetzen konnte und in 14:49,22 Minuten erneut die geforderte Norm bestätigte. Klemet blieb in 1:58,64 Minuten zwar ebenfalls unterhalb der Qualifikationszeit, konnte Schwarz im internen Ranking jedoch nicht entscheidend verdrängen. Den Sieg sicherte sich souverän Florian Wellbrock, der in 14:42,28 Minuten nicht nur die zweitschnellste Zeit des Jahres ins Wasser zauberte sondern auch gut zwei Sekunden schneller war, als bei seinem Vizeweltmeistertitel in Doha Anfang des Jahres. Wellbrock selbst zeigte sich nach dem Rennen positiv überrascht von dieser starken Zeit.
Über die 50m Schmetterling schmetterte mit Luca Nik Armbruster ein weiterer bereits für Paris qualifizierter Schwimmer zu seinem zweiten Deutschen Meistertitel in diesem Jahr. Der nationale Rekordhalter setzte sich in 23,30 Sekunden gegenüber der Konkurrenz um Arsenii Kovalov (23,60) und Jörn Ferichs (23,97) durch, die ebenfalls mit sub-24 Sekunden Zeiten glänzen konnten.
Über die 200m Brust verpassten die deutschen Schwimm-Asse hingegen sowohl die Olympia- als auch EM-Tickets. Besonders spannend machte es Maximilian Pilger, der sich in 2:12,15 Minuten zwar zum neuen Deutschen Meister kürte, die geforderte EM-Norm um eine Zehntel denkbar knapp verpasste. Durchaus enttäuscht über die verpasste Qualifikation dürfte auch der Zweitplatzierte Marco Koch (2:13,19) sein, der damit in dieser Saison bei keinem internationalen Höhepunkt zu sehen sein wird. Bronze ging an den gebürtigen Ukrainer Volodymyr Lisovets (2:13,33).
Die Zusammenfassung der heutigen Damenfinals gibt es hier --> Nina Sandrine Jazy & Maya Werner knacken EM-Normen zum DM-Abschluss
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Schwimm-DM: Artem Selin wackelt im Vorlauf an der Olympianorm


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(27.04.2024 | Bild: Tino Henschel) Der letzte Tag der Deutschen Meisterschaften 2024 ist angebrochen und damit auch die letzte Gelegenheit, um sich Tickets für die Olympischen Spiele oder Europameisterschaften 2024 zu sichern. In den Vorläufen am Sonntag meldete Artem Selin mit einer schnellen Zeit über die 50m Freistil seine Olympia-Ambitionen an.
In 22,05 Sekunden fehlten dem in den USA trainierenden Wiesbadener nur 0,09 Sekunden zur Olympianorm, die er nun im Finale erneut angreifen kann. Die Qualifikationszeit für die Schwimm-EM hat er damit bereits unterboten. Auf Rang zwei der Vorläufe war auch Josha Salchow in 22,35 Sekunden schnell unterwegs.
Bei den Damen waren Jessica Felsner und Nina Sandrine Jazy in den Vorläufen über die 50m Freistil in 25,04 Sekunden zeitgleich. Die Olympianorm über diese Strecke steht bei 24,70 Sekunden, beide blieben damit aber unter der EM-Norm. Jazy stellte zudem einen neuen Deutschen Altersklassenrekord bei den 19-Jährigen auf.
Spannend wird es heute auch bei den Rückenschwimmern. Über die 200m-Distanz hatte Lukas Märtens bereits in der vergangenen Woche die Olympianorm unterboten, heute lieferte der Magdeburger in 1:58,81 Minuten die Vorlaufbestzeit ab. Knapp dahinter schwamm Cornelius Jahn (1:58,86) in den Endlauf. Ihm fehlte zuletzt beim Meeting in Eindhoven nur eine halbe Sekunde zur Olympianorm (1:57,50). Auch Christian Diener war an selber Stelle nicht allzu weit weg von der geforderten Zeit gewesen. Der Potsdamer wird heute ebenfalls im Finale eine weitere Chance bekommen.
Gleiches gilt wohl auch für Marek Ulrich. Nachdem der Leipziger über die 100m Rücken das Olympiaticket verfehlt hatte, trumpfte er gestern mit einer neuen persönlichen Bestzeit über die 50m-Distanz auf. Das weckt doch noch einmal Hoffnungen und Ulrich bekommt heute voraussichtlich am Nachmittag nach den A-Finals die Chance in einem Rennen allein gegen die Uhr noch einmal die Olympianorm über die 100m Rücken anzugreifen.
Auf dem Programm stehen heute Nachmittag zudem die schnellsten Zeitläufe über die 800m Freistil der Damen mit Isabel Gose und über die 1500m Freistil der Herren mit Florian Wellbrock, Sven Schwarz und Oliver Klemet. In den langsamer gemeldeten Zeitläufen am Vormittag konnte Alina Baiyevich über die 800m Freistil in 8:48,63 Minuten die Normzeit für die Junioren-EM unterbieten.
Im Finale über die 200m Rücken der Damen könnten am Nachmittag vor allem die Youngsters triumphieren. Die Vorlaufbestzeit kam von der 18-jährigen Chemnitzerin Lise Seidel (2:14,48), die damit erneut unter der Normzeit für die Junioren-EM blieb. Knapp hinter ihr landete die ein Jahr ältere Heidelbergerin Maya Werner (2:14,82). Möglicherweise rückt über diese Strecke die EM-Norm von 2:13,30 Minuten ins Visier. Werner war es bereits gelungen, sich über die 200m Freistil für die Europameisterschaften zu qualifizieren.
Über die 200m Brust sollte man neben der ohnehin über allem schwebenden Olympianorm ebenfalls die Normzeit für die Schwimm-EM (2:12,05) im Blick haben, die mehrere Athleten angreifen könnten. Im Vorlauf kamen die schnellsten Zeiten von Max Pilger (2:14,22) und Mathis Schönung (2:14,24). Auch der eigentlich auf den kurzen Strecken beheimatete Melvin Imoudu (2:14,71) und der Routinier Marco Koch (2:14,80) werden im Finale am Nachmittag dabei sein.
Im Finale über die 200m Brust der Damen trifft Kim Herkle (2:30,06) auf die beiden jungen Talente Hannah Schneider (2:31,90) und Lena Ludwig (2:32,16), die in den zurückliegenden Tagen bereits über die kürzeren Bruststrecken auf dem Podest standen.
Bereits für Olympia qualifiziert ist Luca Nik Armbruster, der heute nach der Vorlaufbestzeit über die 50m Schmetterling (23,17) im Finale nach dem Titel über diese Strecke greifen wird. Gleiche gilt für Angelina Köhler (26,08) bei den Damen. Zudem stellte Lara Anna Vandenhirtz über die 50m Schmetterling in 27,03 Sekunden einen neuen Deutschen Altersklassenrekord bei den 14-Jährigen auf.
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Julia Mrozinski schnappt sich das Olympia-Einzelticket | Isabel Gose glänzt mit Bestzeit


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(27.04.2024 | Bild: Tino Henschel) Es war das erwartete Highlight der Damenevents bei den Deutschen Meisterschaften am Samstag: Über die 200m Freistil lieferten sich die Schwimmerinnen einen packenden Kampf um die Olympiatickets und am Ende gab es nicht nur Qualifikantinnen für die Staffel, sondern auch zwei unterbotene Einzelnormen.
Die Top-Leistung brachte einmal mehr Isabel Gose ins Becken, die in 1:56,66 Minuten eine neue Bestzeit aufstellte und nun über vier Einzelstrecken für Olympia qualifiziert ist. Im Fahrwasser der Europameisterin zauberte auch Julia Mrozinski ein grandioses Rennen ins Becken. Sie stand vor allem für die Staffelplätze auf dem Zettel, legte aber noch einen drauf: In 1:57,22 Minuten kämpfte sich die in den USA trainierende Eschbornerin ebenfalls unter die Norm für Paris (1:57,26) und darf damit bei Olympia auch im Einzel starten.
Hinter Gose und Mrozinski buchte auch die Bronzemedaillengewinnerin Nele Schulze (1:59,34) ihr Ticket für die deutsche 4x200m Freistilstaffel bei Olympia. Knapp wurde es im Kampf um den vierten Platz im Quartett. Die Heidelbergerin Maya Werner hatte im Vorlauf in 1:59,06 Minuten stark vorgelegt, konnte dies im Finale in 1:59,54 Minuten aber nicht ganz bestätigen. Die für die Olympianominierung entscheidende Durchschnittszeit war damit nur hauchdünne sechs Hundertstel langsamer als die Leistungen, die die in den USA trainierende Nicole Maier vor kurzem beim Meeting in San Antonio vorgelegt hatte. Damit darf sich nun voraussichtlich Nicole Maier über das Ticket nach Paris freuen.
Das Staffelranking für die 4x200m Freistilstaffel bei Olympia:
- Isabel Gose - 1:56,86 (1:56,66/1:57,06) - Berlin
- Julia Mrozinski - 1:57,91 (1:57,22 / 1:58,59) - Berlin
- Nele Schulze - 1:58,96 (1:59,34 / 1:58,58) - Berlin
- Nicole Maier - 1:59,24 (1:58,39/2:00,08) San Antonio
- Maya Werner - 1:59,30 (1:59,54/1:59,06) Berlin
Einen starken Auftritt legte in den weiteren Finals am Samstag einmal mehr das Erlanger Spitzentalent Alina Baievych hin. In 2:11,04 Minuten feierte sie über die 200m Schmetterling ihren ersten nationalen Titel in der offenen Klasse auf der Langbahn und stellte einen neuen Deutschen Altersklassenrekord bei den 15-Jährigen auf. Zudem unterbot Baievych damit die Normzeiten für die Europameisterschaften der Junioren und der offenen Klasse und verwies keine Geringere als die 100m-Weltmeisterin Angelina Köhler (2:12,62) auf den Silberrang. Komplettiert wurde das Podium von der Dresdnerin Leni von Bonin, die in 2:14,08 Minuten erneut die Junioren-EM-Norm unterbot.
Über die 200m Lagen verbuchten Kim Emely Herkle (2:14,44) und Linda Roth (2:15,49) einen Doppelsieg für den SV Cannstatt. Bronze ging an die Münchnerin Julia Titze (2:16,00). Linda Roth blieb damit ebenso unter der Normzeit für die Junioren-EM wie Noelle Benkler (2:16,60) auf Platz vier. Beide hatten die Qualifikationszeit bereits in der vergangenen Woche geknackt, jetzt aber nochmal eine ordentliche Schippe draufgelegt.
Spannende Entscheidungen gab es heute zudem auf den Sprintstrecken. Über die 50m Brust sicherte sich Julia Titze in 32,01 Sekunden den Titel mit nur einer Hundertstelsekunde Vorsprung vor Lena Ludwig (32,02). Wiederum nur sieben weitere Hundertstel dahinter ging Bronze an die Hofheimerin Hannah Schneider (32,09). Im ebenfalls nicht-olympischen Finale über die 50m Rücken schwamm die Magdeburgerin Anna Maria Börstler in 28,29 Sekunden mit neuem Deutschen Altersklassenrekord (AK18) zum Titel. Die weiteren Medaillen holten sich im Gleichflug nur zwei Hundertstel voneinander getrennt die Schwestern Laura (28,64) und Lena Riedemann (28,66).
Die Zusammenfassung der heutigen Herrenfinals gibt es hier --> Weltjahresbestzeit! Lukas Märtens lässt's auch über die 200m krachen
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(27.04.2024 | Bild: Patrick Wallbaum) Lukas Märtens drückt mit einer Spitzenleistung nach der anderen den Deutschen Meisterschaften in Berlin seinen Stempel auf. Nachdem er über die 400m Freistil bereits am Weltrekord rüttelte, zeigte er heute seine Qualitäten auf der halben Distanz.
In 1:44,89 Minuten war er bereits im Vorlauf schnell unterwegs gewesen, doch im Finale legte der Magdeburger noch eine ordentliche Schippe drauf. In 1:44,14 Minuten schwamm er so schnell wie nie zuvor in seiner Karriere und stellte damit eine neue Weltjahresbestleistung auf. Im Ranking der schnellsten Schwimmer aller Zeiten über die 200m Freistil klettert Märtens auf den siebten Platz - nur haarscharf hinter der australischen Schwimmlegende Ian Thorpe, dessen persönliche Bestzeit bei 1:44,06 Minuten stand.
Hinter Märtens lieferte auch der Frankfurter Danny Schmidt in 1:48,61 Minuten eine neue persönliche Bestzeit ab, die aber ebenso wie beim Bronzemedaillengewinner Philipp Peschke (1:49,00) nicht mehr dazu reichte, um noch in den Kampf um die Plätze in der deutschen 4x200m-Staffel bei Olympia einzugreifen. Diese gehen hinter Märtens nun an Rafael Miroslaw, Josha Salchow und Timo Sorgius, die allesamt ihre entscheidenden Leistungen bereits vor diesem Wochenende ins Becken gebracht hatten. Peschke und auch der Fünftplatzierte Jarno Bäschnitt - beide Jahrgang 2005 - zeigten mit Vor- und Endlaufzeiten unter 1:50 Minuten aber, dass die deutsche 4x200m-Staffel eine gute Zukunftsperspektive hat.
Das Staffelranking für die 4x200m Freistilstaffel bei Olympia:
- Lukas Märtens - 1:44,51 (1:44,14/1:44,89) Berlin, DM
- Rafael Miroslaw - 1:45,92 (1:45,95/1:45,89) Doha
- Josha Salchow - 1:47,82 (1:47,73/1:47,91) Berlin Open
- Timo Sorgius - 1:47,87 (1:47,55/1:48,18) Berlin Open
- Danny Schmidt - 1:49,10 (1:48,61/1:49,58) Berlin, DM
- Philipp Peschke - 1:49,33 (1:49,00/1:49,67) Berlin, DM
Einen harten Kampf mit der Olympianorm im Visier lieferten sich zuvor im heutigen Finalabschnitt David Thomasberger und Ramon Klenz über die 200m Schmetterling. Beide kämpften aufopferungsvoll, doch die Norm von 1:55,78 Minuten war heute einen Tick zu weit entfernt. In 1:56,96 Minuten fehlte dem frisch gebackenen Meister Thomasberger letztlich etwas mehr als eine Sekunde. Ramon Klenz schlug dahinter in 1:58,23 Minuten mit einer Steigerung im Vergleich zum Vorlauf an, doch die Enttäuschung war ihm nach dem Rennen sichtlich anzusehen. Ein kleines Trostpflaster gibt es für David Thomasberger: Der Leipziger ist für die Europameisterschaften im Juni in Belgrad qualifiziert. Hinter den beiden Routiniers schnappte sich der Sindelfinger Marc Sauer (2:00,20) die Bronzemedaille.
Dass es nicht immer um die Olympiatickets gehen muss, um in Berlin für Ausrufezeichen zu sorgen zeigten Melvin Imoudu und Ole Braunschweig. Über die 50m Rücken sprintete Braunschweig in 24,64 Sekunden bis auf sieben Hundertstel an seinen Deutschen Rekord heran. Dahinter sorgte der Leipziger Marek Ulrich in 24,87 Sekunden nach der verpassten Olympiaqualifikation ebenfalls für einen Fingerzeig, dass er nun stattdessen bei der Schwimm-EM voll angreifen dürfte. Das Berliner Spitzentalent Vincent Passek (25,28) sicherte sich Bronze und auf Rang sechs sorgte der Bremer Mitja Bauer in 25,84 Sekunden für einen Deutschen Altersklassenrekord bei den 16-Jährigen.
Eine Schippe drauf legte Melvin Imoudu, der über die 50m Brust in 26,62 Sekunden einen neuen Deutschen Rekord aufstellte. Die weiteren Medaillen gingen hier an Noel de Geus (26,83) und den in Hamburg trainierenden Ukrainer Volodymyr Lisovets (27,18). Mehr zu diesem Rennen gibt es hier --> 26,62! Melvin Imoudu zündet nächsten Rekordkracher über 50m Brust
Titel Nummer zwei in Berlin gab es heute für Cedric Büssing, der über die 200m Lagen in 1:59,94 Minuten als Einziger die Minutenmarke knackte. Dahinter sorgte Finn Wendland in 2:00,36 Minuten für einen neuen Deutschen Altersklassenrekord bei den 19-Jährigen und verwies damit Jeremias Pock (2:00,49) beim Anschlag auf den Bronzeplatz. Kleiner Wermutstropfen für die beiden: Die Normzeit für die Schwimm-EM (2:00,30) verpassten sie damit nur um Haaresbreite. Auf Rang vier schwamm Finn Hammer (2:02,69) erneut souverän unter die Normzeit für die Junioren-Europameisterschaften.
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26,62! Melvin Imoudu zündet nächsten Rekordkracher über 50m Brust


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(27.04.2024 | Bild: Patrick Wallbaum) Es muss nicht immer um Olympia-Tickets gehen, um bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin die Ausrufezeichen zu setzen! Über die nicht-olympischen 50m Brust sorgte Melvin Imoudu am Samstag für einen neuen Deutschen Rekord.
In 26,62 Sekunden unterbot er die bisherige Bestmarke, die er erst vor zwei Wochen in Eindhoven ins Becken gezaubert hatte, um satte zwölf Hundertstel. "Ich bin super happy. Die letzten Wochen liefen einfach gut", meinte Imoudu, der sich zuvor bereits über die 100m Brust das Ticket zu seinen ersten Olympischen Spielen geschnappt hatte. In der Weltrangliste schiebt sich Imoudu damit an die fünfte Position und ist nun an 13. Stelle der schnellsten Schwimmer aller Zeiten über die 50m Brust.
Im Fahrwasser des Champions lieferte auch Noel de Geus eine bärenstarken Auftritt ab und kam in 26,83 Sekunden dem bisherigen Rekord Imoudus beeindruckend nahe. Bronze ging an den in Hamburg trainierenden Ukrainer Volodymyr Lisovets (27,18).
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Aus 6 mach 4: Packender Showdown um die Olympia-Staffelplätze


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(27.04.2024 | Bild: Christian Gold) Wer schnappt sich die Tickets für die deutschen Olympiastaffeln? Nachdem die Besetzung der 100m-Teams bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin bereits ausgeschwommen wurde, fällt heute die Entscheidung bei der Vergabe der Startplätze in den 4x200m-Quartetten. In den Vorläufen sorgten besonders die Damen für eine spannende Ausgangssituation.
Bei den Damen blieben heute gleich fünf Athletinnen im Vorlauf unter der 2-Minuten-Marke und dürfen sich damit allesamt Hoffnungen auf Startplätze in der Olympiastaffel machen. Fest gesetzt sein dürfte Isabel Gose, die heute in 1:57,06 Minuten die Spitzenzeit des Feldes und ihre vierte Olympia-Einzelnorm ablieferte. Doch dahinten ist das Rennen offen. Stark Vorlaufzeiten brachten Nele Schulze (1:58,58) und Julia Mrozinski (1:58,59) ins Becken, die am Vormittag nur eine Hundertstelsekunde trennte. Auch Maya Werner (1:59,06) und Nina Holt (1:59,89) verschafften sich gute Ausgangspositionen.
Entscheidend ist nun, welche Leistungen im Finale nachgelegt werden, denn die Staffeltickets gehen an jene vier Schwimmerinnen, deren Leistungen aus Vor- und Endlauf im Durchschnitt am besten waren. Im Rennen um Paris ist auch noch die in den USA trainierende Nicole Maier, die in diesem Monat beim Meeting in San Antonio vorgelegt hatte, in Berlin aber nicht am Start ist. Sechs Schwimmerinnen kämpfen also um die vier Staffelplätze. So sieht das aktuelle Staffelranking aus - diese Durchschnittszeiten gilt es zu schlagen bzw. zu verbessern:
4x200m Freistil Damen
- Isabel Gose 1:57,83 (1:57,66/1:57,99) - Magdeburg
- Nicole Maier 1:59,24 (1:58,39/2:00,08) San Antonio
- Nele Schulze 1:59,66 (1:59,54/1:59,77) Berlin
- Maya Werner 2:00,39 (2:00,10/2:00,68) Stockholm
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Bei den Herren dürften zwei Plätze in der 4x200m-Staffel fest vergeben sein. Kaum zu toppen sein werden die Leistungen von Lukas Märtens, der heute im Vorlauf in 1:44,89 Minuten eine Spitzenleistung vorlegte, und von Rafael Miroslaw, dessen 1:45er-Zeiten von der Schwimm-WM in Doha ihm das Olympaticket sichern dürften. In Berlin ist er nicht am Start.
Dahinter rangieren derzeit Josha Salchow und Timo Sorgius auf den Staffelplätzen. Um sie noch zu verdrängen, wird sich die Konkurrenz im Finale deutlich steigern müssen. Zwar blieben fünf der bisher nicht genannten Athleten unter 1:50 Minuten, der beste von ihnen war Sven Schwarz (1:49,39). Der Abstand zu den Leistungen, die Salchow und Sorgius in der vergangenen Woche vorgelegt hatten, ist damit jedoch bereits beachtlich. Im Finale müssten 1:46er Zeiten abgeliefert werden, um die beiden noch abzufangen. Wir dürfen gespannt sein, ob hier jemandem eine Überraschung gelingt. So sieht das aktuelle Staffelranking bei den Herren aus:
4x200m Freistil Herren
- Lukas Märtens 1:45,48 (1:45,21/1:45,74) Doha
- Rafael Miroslaw 1:45,92 (1:45,95/1:45,89) Doha
- Josha Salchow 1:47,82 (1:47,73/1:47,91) Berlin
- Timo Sorgius 1:47,87 (1:47,55/1:48,18) Berlin
Die Zusammenfassung der weiteren Vorlaufevents vom Samstag gibt es hier --> Letzte Chance für Paris: Klenz und Thomasberger greifen über 200 Schmetterling an
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Letzte Chance für Paris: Klenz und Thomasberger greifen über 200 Schmetterling an


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(27.04.2024 | Bild: Tino Henschel) Die Olympia-Qualifikationsphase der deutschen Schwimmasse neigt sich dem Ende zu. Nur noch heute und morgen können sie sich bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin für Paris empfehlen. Hoffnungen auf Olympia machen sich heute Nachmittag noch Ramon Klenz und David Thomasberger über die 200m Schmetterling.
In der vergangenen Woche hatte David Thomasberger ebenfalls im Vorlauf und ebenfalls in Berlin einen Angriff auf die Norm von 1:55,78 Minuten gestartet, war aber um weniger als eine Sekunde darüber geblieben. Im Finale war dann keine Steigerung mehr möglich. In dieser Woche wählt der Leipziger eine andere Taktik und ließ es heute im Vorlauf ruhig angehen. In 2:02,91 Minuten kam er mit der viertschnellsten Zeit weiter. Ramon Klenz hingegen legte direkt los und lieferte in 1:58,92 Minuten die Vorlaufbestzeit ab. Wie viel Luft nach oben noch ist, wird das Finale zeigen.
Im Frauenfinale wird die 100m-Meisterin Angelina Köhler heute auch auf der bisher für sie eher ungewohnten langen Schmetterlingsstrecke nach dem Titel greifen. In 2:13,68 Minuten schwamm die bereits für Olympia fest gesetzte Köhler die Vorlaufbestzeit vor der jungen Erlangerin Alina Baievych, die in 2:13,80 Minuten die Normzeit für die Junioren-Europameisterschaften unterbieten konnte.
Spannend wird heute auch der Kampf um die Olympia-Startplätze in den 4x200m-Staffeln. Mehr dazu gibt es hier ➡️ Aus 6 mach 4: Packender Showdown um die Olympia-Staffelplätze
Bereits für Olympia qualifiziert ist auch Cedric Büssing, der nach dem Paris-Ticket über die 400m Lagen nun heute auf der halben Distanz nach dem Meistertitel greift. Im Vorlauf setzte er in 2:02,51 Minuten die Vorlaufbestzeit vor Jeremias Pock (2:02,89). Beide sahen durchaus so aus, als könnten sie im Finale noch die eine oder andere Schippe drauflegen. Zwei Youngsters durften in den Vorläufen über die 200m Lagen internationale Tickets bejubeln: Sowohl Finn Hammer (2:03,67) als auch Sascha Macht (2:03,80) unterboten die Normzeit zur Qualifikation für die Junioren-Europameisterschaften. Beide werden heute Nachmittag im A-Finale noch einmal zu sehen sein.
Bei den Damen sicherte sich Kim Herkle (2:16,60) die Bahn vier für den Endlauf über die 200m Lagen. Dahinter blieb Noelle Benkler in 2:18,25 Minuten ein weiteres Mal unter der Normzeit für die Junioren-EM. Diese hatte sie bereits in der vergangenen Woche abgeliefert.
Keine Olympiatickets werden heute über die 50m Rücken und Brust vergeben. Trotzdem ging es hier bereits am Vormittag voll zur Sache: Über die 50m Rücken der Herren kam Ole Braunschweig in 24,79 Sekunden bis auf 2,2 Zehntel an seinen Deutschen Rekord heran. Bei den 2011ern konnte der Spandauer Jannis Kube in 27,92 Sekunden den Deutschen Jahrgangsrekord einstellen. Die Vorlaufbestzeit der Damen ging an das Magdeburger Sprinttalent Anna Maria Börstler (28,54).
Nah dran am Deutschen Rekord war in den Vorläufen auch Melvin Imoudu. Über die 50m Brust sprintete er in 26,96 Sekunden ebenfalls bis auf 2,2 Zehntel an seine nationale Bestmarke heran. Bei den Frauen wird über diese Strecke Lena Ludwig (32,32) auf der Finalbahn vier starten.
Auch heute wurden am Vormittag bereits die ersten Titel vergeben, diesmal über die 4x200m Freistil. Bei den Damen waren Greta Marlene Kolbeck, Lilly-Fay Wallbaum, Victoria Suchantke und Alena Gemici für W98 Hannover (8:30,16) nicht zu schlagen und ließen damit die Teams vom SV Halle/Saale (8:32,37) und der SG Frankfurt (8:34,67) hinter sich.
Die 4x200m Freistil der Herren gewann die Crew vom SC Wiesbaden (7:40,22) in der Besetzung Diego Alfons Heinze, Shelipov Bogdan, Adrian Eichler und Felix Hofmann vor W98 Hannover (7:45,39) und dem VfL Osnabrück (7:52,25).
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Zwischenstand: Diese Deutschen haben ihre Olympiatickets sicher


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(25.04.2024 | Bild: Tino Henschel) Die ersten beiden Tage der Deutschen Meisterschaften in Berlin liegen hinter uns, und die Schwimmelite liefert sich in der Bundehauptstadt einen packenden Kampf um die Olympiaticket. Wir werfen einen Blick darauf, welche Schwimmerinnen und Schwimmer bereits sicher für Paris planen dürfen.
Zwei Tage, bevor sich das Nominierungsfenster schließt, stehen sieben Damen und zwölf Herren bereits für das Olympiateam fest. Neue Einzelnormen wurden dabei bisher in Berlin nicht geknackt - allen war es entweder vorher bereits gelungen, die geforderten Zeiten zu erbringen oder sie sind für Staffeleinsätze vorgesehen.
Auch ein Fragezeichen gibt es mit Blick auf die Olympiatickets bereits: Für die 4x100m Freistilstaffel hatte sich eigentlich Lukas Märtens als viertbester Athlet qualifiziert. Da aber in Paris am Tag der Staffel auch die 400m Freistil ausgetragen werden, über die Märtens als Titelfavorit gilt, wird er sehr wahrscheinlich nicht in der Staffel antreten. Auf Platz fünf des Staffelrankings liegt der bereits für die Lagenstaffel als Schmetterlingschwimmer qualifizierte Luca Nik Armbruster und nur 0,005 Sekunden dahinter der Potsdamer Ole Mats Eidam. Es bleibt nun abzuwarten, wie der Deutsche Schwimm-Verband hier entscheidet und ob Ole Mats Eidam ebenfalls ein Ticket nach Paris erhält. Eine wichtige Formalie in dieser Frage: Alle für Paris nominierten Schwimmer müssen auch tatsächlich im Wettkampf eingesetzt werden. Das Staffelranking laut Deutschem Schwimm-Verband:
- Josha Salchow 48,04 (Endlauf 47,85/Vorlauf 48,23)
- Peter Varjasi 48,51 (48,57/ 48,45)
- Rafael Miroslaw 48,70 (48,63/48,77)
- Lukas Märtens 48,985 (48,86/49,11)
- Luca Nik Armbruster 49,10 (49,05/49,15)
- Ole Mats Eidam 49,105 (49,19/49,02)
Am Samstag und Sonntag wird es erneut spannend in Berlin. Offen sind noch die Besetzungen der deutschen 4x200m-Staffeln und auch auf der einen oder anderen Einzelstrecke könnte es noch Normerfüller geben. Das deutsche Team für Paris wird also noch um einige Namen wachsen.
Diese deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer sind bisher sicher für Olympia qualifiziert:
Damen:
- Isabel Gose (400, 800, 1500m Freistil)
- Angelina Köhler (100m Schmetterling, 4x100m Lagen - Schmetterling)
- Laura Riedemann (4x100m Lagen - Rücken)
- Leonie Märtens (400m Freistil / 1500m Freistil)
- Anna Elendt (4x100m Lagen - Brust / ggf. 100m Brust*)
- Nina Holt (4x100m Lagen - Freistil)
- Leonie Beck (10km)
Herren:
- Lukas Märtens (200, 400m Freistil, 4x100m Freistil**)
- Sven Schwarz (800m Freistil)
- Florian Wellbrock (1500m / 10km)
- Ole Braunschweig (100m Rücken / 4x100m Lagen - Rücken)
- Cedric Büssing (400m Lagen)
- Oliver Klemet (400m Freistil, 800m Freistil, 10km)
- Luca Nik Armbruster ( 4x100m Lagen - Schmetterling)
- Melvin Imoudu (100m Brust / 4x100m Lagen - Brust)
- Lucas Matzerath (100m Brust)
- Josha Salchow (100m Freistil, 4x100m Freistil, 4x100m Lagen - Freistil)
- Rafael Miroslaw (4x100m Freistil)
- Peter Varjasi (4x100m Freistil)
* Anna Elendt unterbot die Olympianorm bei einem Time Trial im Rahmen eines Qualifikationswettkampfes. Ob dies oder z.B. eine ihrer Vorjahresleistungen ihr zu einem Start über die Einzelstrecke verhelfen, entscheidet der Verband. Laut internationalen Regularien wäre sie für den Einzelstart qualifiziert.
** Lukas Märtens hat den Startplatz gemäß den Qualifikationskriterien erschwommen, wird diesen jedoch möglicherweise nicht wahrnehmen.
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Holt schwimmt in die Olympiastaffel | Gose glänzt mit Spitzenzeit


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(26.04.2024 | Bild: Tino Henschel) Die Magdeburger Damen durften heute bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin jubeln. Zum einen qualifizierte ich die in der Elbestadt trainierende Nina Holt für den begehrten Platz als Freistilschwimmerin in der Olympialagenstaffel. Zum anderen lieferte Isabel Gose über die 1500m Freistil eine beeindruckende neue Bestzeit auf.
Verpasste Isabel Gose gestern auf den 400m Freistil noch um Haaresbreite ihre Bestzeit, so steigerte sie heute ihren Hausrekord über die 1500m Freistil mit einer bemerkenswerten Leistung. In 15:52,02 Minuten schwamm sie 2,05 Sekunden schneller als bei den Weltmeisterschaften des vergangenen Jahres. Zusätzlich kletterte die Magdeburgerin mit ihrer Leistung auf den dritten Platz in der Weltjahresbestenliste.
Ihre Mannschaftskollegin Leonie Märtens, die das heutig 1500m-Rennen auf Platz drei beendete, konnte in 16:12,48 Minuten zwar nicht noch einmal unter die geforderte Olympianorm schwimmen. Da sie aber bereits am vergangenen Wochenende die Norm unterbot, steht ihrem Start in Paris nun nichts im Weg. Zwischen Märtens und Gose schob sich mit Moesha Johnson (16:05,51) eine weitere Schwimmerin vom SC Magdeburg. Celine Rieder - ebenfalls SC Magdeburg - und Jeannette Spiwoks von der SG Essen schwammen in 16:14,62 Minuten bzw. 16:21,76 Minuten zudem unter die geforderte EM-Norm.
Ein "Neuzugang" im Olympiateam steht seit heute fest: Den Kampf um den Staffelplatz in der 4x 100m Lagenstaffel entschied Nina Holt (SC Magdeburg) souverän für sich. Die 100m Freistil gewann sie in 54,46 Sekunden und schwamm auf die Hundertstel genau dieselbe Zeit wie im Vorlauf. Zwar konnte sowohl die Zweitplatzierte Nele Schulze (SG Neukölln e.V. Berlin) in 54,60 Sekunden, als auch die Drittplatzierte Julia Mrozinski (SCW Eschborn) in 54,88 Sekunden keinen Olympiastartplatz ergattern, aber beide empfehlen sich für einen Einzelstartplatz bei der diesjährigen Europameisterschaft. In den jüngeren Jahrgängen schwamm die Essenerin Julianna Dora Bocska in 55,60 Sekunden unter die geforderte Qualifikationszeit der Junioren-Europameisterschaft.
Die Normzeit für die EM der Junioren unterbot zudem Lena Ludwig vom SV Nikar Heidelberg zum wiederholten Mal. Im Rennen der 100m Brust der Damen schwamm Ludwig in neuer Bestzeit von 1:08,69 Minuten dabei sogar zum Meisterschaftstitel in der offenen Klasse. Durch Hannah Schneider vom Hofheimer SC (1:09,12 Minuten) und Celina Schmidt von den Wasserfreunden Spandau (1:10,11 Minuten) auf den Plätzen zwei und drei wurde das Feld komplettiert. Mit diesen Ergebnissen kann Anna Elendt, wie zu erwarten, mit einem Start in dem olympischen Lagenstaffel rechnen. Ob wir die in Texas trainierende Brustspezialistin in Paris auch auf der Einzelstrecke sehen werden, bleibt abzuwarten, gilt aber durchaus als wahrscheinlich.
Auch in den Teamwettbewerben ging es heute rund: Den Sieg der gemischten 4x200m Freistilstaffel ergatterte die Mannschaft der TPSK 1925 in 8:08,58 Minuten mit der Besetzung Alexander Menzel, David Vandenhirtz, Jana Spinner und Rebecca Dany. Silber und Bronze gingen an die SG Bayer (8:14,25 Minuten) und den SC Wiesbaden 1911 (8:18,38 Minuten).
Die Zusammenfassung der heutigen Herrenevents gibt es hier --> 800m: Wellbrock holt den Titel – doch Klemet den Olympiastartplatz
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800m: Wellbrock holt den Titel – doch Klemet den Olympiastartplatz


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(26.04.2024 | Bild: Tino Henschel) Titel gewonnen und dennoch wollte bei Deutschlands Aushängeschild der vergangenen Jahre Florian Wellbrock im heutigen Finalabschnittes der Deutschen Meisterschaften in Berlin keine rechte Freude aufkommen. Trotz seines Erfolges über 800m Freistil jubelten am Ende seine Trainingspartner.
Da Sven Schwarz dank seiner Platzierung bei der WM in Doha bereits einen Startplatz für die Olympischen Spiele über die 800m Freistil sicher hatte und Wellbrocks Trainingspartner Oliver Klemet in der zurückliegenden Woche mit 7:46,03 Minuten die Norm (7:51,65) unterbieten konnte und eindrucksvoll vorlegte, musste Wellbrock heute nachziehen. Nur so hätte er sich noch den dritten Einzelstart bei Olympia sichern können.
Dank eines starken Schlusssprints gewann der Olympiasieger am Ende in 7:50,82 Minuten zwar den Titel, für den erhofften 800m-Start in Paris reichte das dennoch nicht. Dieser geht nun an Klemet, der in 7:51,92 Minuten heute knapp hinter Wellbrock anschlug, aber dank seiner Leistung aus der Vorwoche das 800m-Ticket sicher in der Tasche hat. Somit startet Florian Wellbrock bei den Beckenwettbewerben in Paris lediglich über die 1500m Freistil. Mit dem Drittplatzierten Arne Schubert glänzte heute ein weiterer Magdeburger und stellte in 7:53,92 Minuten einen neuen deutschen Altersklassenrekord für die 17-Jährigen auf.
Die mit Hochspannung erwarteten 100m Freistil der Herren brachten ebenfalls keine Veränderung bezüglich der Staffelqualifikanten mit sich - aber ein dickes Fragezeichen. Wie zu erwarten, gewann der frisch gebackene deutsche Rekordhalter Josha Salchow in 48,33 Sekunden und bestätigte damit seine herausragende Form. Zweiter wurde der in Florida trainierende Peter Varjasi (48,57), welcher sich durch eine Durchschnittszeit von 48,51 Sekunden seinen Staffelplatz in der 4x100 Freistil Staffel sicherte. Lange Zeit sah es so aus, als ob Lukas Märtens seinen Platz im Pariser Quartett abgeben müsste, aber auf den letzten Metern zog der Mittelstreckenstar nochmal an und gewann in neuer persönlicher Bestzeit (48,86) die Bronzemedaille.
Das Problem: Es gilt als sicher, dass Märtens nicht in der Staffel antreten wird, da am selben Wettkampftag in Paris auch seine Paradestrecke, die 400m Freistil, ansteht. Mit Luca Nik Armbruster, welcher heute eine Durchschnittszeit von 49,10 Sekunden hatte und der bereits in der 4x100 Lagenstaffel die Schmetterlingsstrecke übernimmt, stände ein bereits qualifizierter Ersatz bereit. Nahezu ebenso schnell wie Armbruster war jedoch in Berlin mit Blick auf die Durchschnittszeiten der Potsdamer Ole Mats Eidam. Wie der Deutsche Schwimm-Verband in der Sache entscheidet und ob Eidam nominiert wird, bleibt nun abzuwarten. Das Staffelranking laut Deutschem Schwimm-Verband:
- Josha Salchow 48,04 (Endlauf 47,85/Vorlauf 48,23)
- Peter Varjasi 48,51 (48,57/ 48,45)
- Rafael Miroslaw 48,70 (48,63/48,77)
- Lukas Märtens 48,985 (48,86/49,11)
- Luca Nik Armbruster 49,10 (49,05/49,15)
- Ole Mats Eidam 49,105 (49,19/49,02)
Auch über diese Strecke gab es zudem einen neuen Deutschen Altersklassenrekord: Martin Wrede stellte als Sechster in 49,45 Sekunden eine neue Nachwuchsbestmarke für die 18-Jährigen auf.
Die 100m Brust sorgten bezüglich des Siegers für keine Überraschungen. Durch die Absage des stärksten Konkurrenten, Lucas Matzerath, wurde der Potsdamer Melvin Imoudu seiner klaren Favoritenrolle gerecht. In 59,15 Sekunden zeigt er erneut seine bestechende Form und knackte einmal mehr die Olympianorm (59,49). Sein großer Traum ist nun das Olympiafinale, wie er nach dem Sieg ankündigte. Mit Imoudu und Matzerath stehen nun auch die zwei deutschen Qualifikanten für Paris 2024 fest. Der Zweitplatzierte Noel de Geus (59,98) aus Hildesheim knackte ebenfalls die 1-Minuten-Marke und somit auch die EM Norm (1:00,20). Dritter wurde Maximilian Pilger (1:00,30) von der SG Essen.
Zum Abschluss der Herrenentscheidungen am Freitag ging ein weiterer Staffeltitel an die SG Frankfurt. Die 4x100m Freistil schwamm das Quartett um Sebastian Pierre Louis, Chad Le Clos, Tobias Düll und Danny Schmidt in 3:20,93 Minuten und war damit knapp 1 Sekunde vor dem SC Wiesbaden (3:22,02). Bronze ging an W98 Hannover in 3:25,70.
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WM-Finalist Lucas Matzerath muss Teilnahme an Schwimm-DM absagen


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(24.04.2024) Der mehrfache WM-Finalist Lucas Matzerath wird nicht bei den am Donnerstag beginnenden Deutschen Meisterschaften in Berlin teilnehmen können. Der in Bochum trainierende Frankfurter sagte seine Starts bei der Schwimm-DM 2024 aus gesundheitlichen Gründen ab.
Nach einer viralen Erkrankung sei Matzerath zwar seit kurzem wieder im Training, habe aber von ärztlicher Seite noch keine Freigabe für einen Start bei den Titelkämpfen in Berlin erhalten, teilte sein Trainer Mark Jayasundara vor Beginn der Schwimm-DM mit. Das Ziel für Matzerath laute aber weiterhin eine gute Platzierung im Olympiafinale von Paris zu erzielen.
Ob der 23-Jährige bei den Olympischen Spielen dabei sein wird, entscheidet nun die Konkurrenz in den kommenden Tagen. Bei der Schwimm-WM im Februar hatte Matzerath über seine Paradestrecke 100m Brust die geforderte Norm unterboten und sich damit ins vorläufige Team für Paris geschwommen. Aus diesem könnte er nur verdrängt werden, sollten zwei andere Deutsche bis zum Ende des Qualifikationszeitraums schneller sein.
Dies war am Wochenende zwar bereits dem Potsdamer Melvin Imoudu gelungen. Es wäre jedoch durchaus eine Überraschung, sollte in Berlin ein weiterer Konkurrent die von Matzerath vorgelegte Zeit von 59,30 Sekunden unterbieten können.
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Kampf um die Olympiatickets: Märtens verzichtet auf die langen Kanten


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(24.04.2024) Es wird ernst für Deutschlands Schwimm-Asse! Bei den am Donnerstag beginnenden Deutschen Meisterschaften in Berlin geht es nicht nur um Titel und Medaillen, sondern die Schwimm-DM ist auch die letzte Gelegenheit, um sich ins Team für die Olympischen Spiele 2024 zu schwimmen. Besonders spannend wird es auf den Langstrecken der Herren, denn hier hat Deutschland gleich mehrere Schwimmer von internationalem Format aufzubieten.
So streiten sich der Olympiasieger Florian Wellbrock, der U23-Europameister Sven Schwarz, der Olympia-Vierte Henning Mühlleitner und auch der Team-Weltmeister Oliver Klemet um die noch zu vergebenden Startplätze auf mittleren und langen Kraulstrecken. Ein Widersacher wird zumindest über die 800 und 1500m Freistil nicht mit von der Partie sein: Der Magdeburger Lukas Märtens verzichtet auf seine Olympiachance über diese Distanzen, wie er im Vorfeld der Schwimm-DM erklärte.
"Die 800m passen bei Olympia nicht so gut in mein Programm, da gibt es Überschneidungen mit den 200m. Und mir geht es ja um Medaillen in Paris, nicht um möglichst viele Finalteilnahmen“, so Märtens, der bereits im Herbst erklärt hatte, in dieser Saison auch die 1500m nicht in den Fokus nehmen zu wollen. Bei den Olympischen Spielen in Tokio hatte er diese Strecke noch im Programm stehen und über die 800m wurde Märtens vor zwei Jahren Vize-Europameister. Dass er auf beide Events in Paris verzichtet, zeigt, wie ernst es der 22-Jährige mit seinen Ambitionen über die 200 und 400m Freistil nimmt.
Für beide Strecken ist Märtens bereits sicher qualifiziert, hinzu kam in der vergangenen Woche noch die Olympianorm über die 200m Rücken. Bei der Schwimm-DM kann der dreifache WM-Medaillengewinner also ohne Druck frei aufschwimmen und so vielleicht weitere Achtungszeichen in Richtung der internationalen Konkurrenz schicken, wie es ihm am zurückliegenden Wochenende bereits mit seiner Zeit von 3:41,98 Minuten über die 400m Freistil gelungen war.
Auch Florian Wellbrock (1500m / 10km), Sven Schwarz (800m) und Oliver Klemet (10km) sind zwar bereits sicher für Paris qualifiziert, wollen ihrem Programm aber jeweils weitere Starts hinzufügen. So kämpfen Klemet und Wellbrock um den zweiten Startplatz über die 800m hinter Sven Schwarz. Am zurückliegenden Wochenende schob sich Klemet hier vor seinen Magdeburger Trainingskollegen Wellbrock, der nun in Berlin zurückschlagen möchte. "Den 800m-Platz möchte ich erstmal nicht so ohne Weiteres hergeben“, kündigt Wellbrock an. „Olympische Spiele sind der falsche Wettkampf, um anderen Leuten die Plätze herzuschenken.“
Klemet hat zudem über die 400m Freistil die Nase vorn im Kampf um den zweiten Startplatz hinter dem bereits gesetzten Lukas Märtens. Für diese Strecke bekommt er in Berlin ebenso wie über die 1500m Freistil Konkurrent von Sven Schwarz, der sich in der Bundeshauptstadt auf jene beiden Events konzentrieren wird. Nicht vergessen sollte man zudem Henning Mühlleitner, der mittlerweile in Berlin seine Trainingsbahnen zieht und sich dort in aufsteigender Form präsentierte. Den Olympia-Vierten von Tokio sollte man nicht nur über die 400m Freistil sondern auch im Rennen um die Staffelplätze im 4x200m-Team auf dem Zettel haben.
Wie so oft ist das Olympiajahr zudem auch für junge Talente eine Gelegenheit, sich in den Fokus zu schwimmen. Vielleicht kann ja auch in Berlin das eine oder andere Talent glänzen. Während bei den Herren bereits zehn Schwimmer die Olympianormen erfüllen konnten, waren es bei den Damen bisher "nur" drei Athletinnen. Die kommenden Tage könnten auch dieses Bild zurechtrücken. Für spannende Wettbewerbe ist also gesorgt! Wir werden ab Donnerstag für euch live aus Berlin über die Deutschen Meisterschaften 2024 berichten.
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(24.04.2024) In der aktuell auf Hochtouren laufenden Qualifikationsphase für die Olympischen Spiele in Paris geht es für Deutschlands Schwimm-Asse neben den begehrten Einzelnormen auch um die eng umkämpften Staffelplätze.
Fest steht bereits, dass das deutsche Team in Paris über sechs der sieben Staffelevents antreten wird. Einzig das 4x100m Freistil Quartett der Damen konnte sich nicht qualifizieren. Die Besetzung der Staffeln ist hingegen noch alles andere als in Stein gemeißelt. Den Olympia-Startplatz bekommen die vier Personen, die am Ende des Qualifikationszeitraums die schnellsten Durchschnittszeiten aus Vorlauf und (Halb-)Finale an einem Wettkampftag nachweisen können.
Nach aktuellem Stand gäbe es neun Aktiven die ausschließlich für die Staffeln nach Paris reisen würden. Aber auch einige der 13 Normerfüller über die Einzelstrecken dürfen auf Staffelteilnahmen hoffen.
Die endgültige Entscheidung darüber, wer Deutschland in den Olympia-Staffeln vertreten darf, fällt noch in dieser Woche, wenn die nationale Schwimmelite ab Donnerstag bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin zusammen kommt.
Das nationale Ranking um die Olympia-Staffelplätze (Stand 24.April 2024):
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- Isabel Gose 1:57,83 (1:57,66/1:57,99) Magdeburg
- Nicole Maier 1:59,24 (1:58,39/2:00,08) San Antonio
- Nele Schulze 1:59,66 (1:59,54/1:59,77) Berlin
- Maya Werner 2:00,39 (2:00,10/2:00,68) Stockholm
4x100m Lagen Damen
- Rücken: Laura Riedemann 1:01,02 (1:01,07/1:00,96) Magdeburg
- Brust: Anna Elendt 1:06,81 (1:06,81/1:06,81) San Antonio
- Schmetterling: Angelina Köhler 56,26 (56,11/56,41) Doha
- Freistil: Nina Holt 54,31 (54,22/54,40) Magdeburg
4x100m Freistil Herren
- Josha Salchow 48,04 (47,85/48,23) Berlin
- Rafael Miroslaw 48,70 (48,63/48,77) San Antonio
- Peter Varjasi 48,79 (48,70/ 48,89) San Antonio
- Lukas Märtens 49,09 (48,89/49,28) Magdeburg
4x200m Freistil Herren
- Lukas Märtens 1:45,48 (1:45,21/1:45,74) Doha
- Rafael Miroslaw 1:45,92 (1:45,95/1:45,89) Doha
- Josha Salchow 1:47,82 (1:47,73/1:47,91) Berlin
- Timo Sorgius 1:47,87 (1:47,55/1:48,18) Berlin
4x100m Lagen Herren
- Rücken: Ole Braunschweig 53,70 (53,93/53,48) Berlin
- Brust: Melvin Imoudu 59,20 (59,33/59,07) Eindhoven
- Schmetterling: Eric Friese 51,89 (51,84/51,93) San Antonio
- Freistil: Josha Salchow 48,04 (47,85/48,23) Berlin
4x100m Lagen Mixed
- Rücken: Ole Braunschweig 53,70 (53,93/53,48) Berlin
- Brust: Melvin Imoudu 59,20 (59,33/59,07) Eindhoven
- Schmetterling: Angelina Köhler 56,26 (56,11/56,41) Doha
- Freistil: Nina Holt 54,31 (54,22/54,40) Magdeburg
McKeown, O'Callaghan, Titmus schwimmen Weltbestzeiten wie am Fließband


(23.04.2024) Spitzenleistungen wie am Fließband! Bei den Australischen Meisterschaften präsentierten sich die Schwimm-Asse aus Down Under am Wochenende in Topform. Und das obwohl die Titelkämpfe nicht, wie in den meisten anderen Ländern, der Olympia-Qualifikation dienten.
Mit absoluten Weltklasseleistungen hervorstechen konnte wieder einmal Kaylee McKeown, die zu insgesamt vier nationalen Meistertiteln schwamm. Neben eindrucksvollen Triumphen über die 200m Lagen (2:06,99) und 400m Lagen (4:28,22) präsentierte sich die 22-jährige Rückenspezialistin auch über zwei ihrer Paradestrecken in bestechlicher Form. In 2:03,84 Minuten zeigte McKeown über die 200m Rücken die sechstschnellste Performance aller Zeiten. Und auch über die 50m Rücken schwamm die dreifache Weltrekordhalterin in 27,07 Sekunden bis auf 2,1 Zehntel an die globale Bestmarke heran. Über alle vier Strecken steht die australische Star-Schwimmerin zum aktuellen Zeitpunkt an Platz 1 der Weltjahresbestenliste.
Gleiches gelang auch Mollie O'Callaghan über die 200m Freistil. In 1:53,57 Minuten zauberte die Weltrekordhalterin neben der Weltjahresbestzeit auch die siebtschnellste jemals geschwommene Zeit ins Becken. Und auch über die halbe Distanz war O'Callaghan in 52,27 Sekunden flott unterwegs. Zudem bewies die mehrfache Weltmeisterin über die eher ungewohnten Rückenstrecken in 27,16 bzw. 58,09 Sekunden, dass sie national und international mehr als konkurrenzfähig ist.
Als einer von nur drei Schwimmerinnen in diesem Jahr gelang es Ariarne Titmus über die 400m Freistil in 3:59,13 Minuten die magische Marke von vier Minuten zu unterbieten. Auch diese Glanzleistung wurde neben dem nationalen Meistertitel mit einer neuen Weltjahresbestzeit belohnt. Ein dickes Ausrufezeichen an die internationale Konkurrenz schickte auch Elizabeth Dekkers, die über die 200m Schmetterling in 2:05,20 Minuten um einiges schneller als die amtierende Weltmeisterin von Doha schwamm.
Dass neben den australischen Damen auch die Herren ganz vorne in der Weltspitze mitmischen können, zeigten bei den nationalen Titelkämpfen vergangene Woche insbesondere Kyle Chalmers in 47,63 Sekunden über die 100m Freistil und Matthew Temple in 50,80 Sekunden über die 100m Schmetterling. Mit diesen Topzeiten haben beide gute Aussichten, bei den Olympischen Spielen in den Kampf um die Medaillen einzugreifen, sofern sie sich für die Wettkämpfe in Paris qualifizieren.
Bereits sicher für Olympia gesetzt ist der japanische Schwimmstar Daiya Seto, der als Gast nach Australien gereist war. Bei den japanischen Trials im März hatte Seto über die 400m Lagen überraschend die geforderte Normzeit verpasst, die er an diesem Wochenende in 4:10,44 Minuten nun aber um zwei Zehntel unterbieten konnte. Neben der sicheren Qualifikation über die 200m Lagen, kann der Bronzemedaillengewinner von Doha nun möglicherweise doch noch mit einem Olympiastart über beide Lagenstrecken liebäugeln. Die Entscheidung darüber obliegt dem japanischem Schwimmverband.
Nachdem sich die Schwimm-Asse aus Down Under im Rahmen ihrer nationalen Meisterschaften spektakulär warm geschwommen haben, werden nun alle Augen auf die australischen Trials gerichtet sein, die Mitte Juni stattfinden und das Team für Paris bestimmen werden.
Para Schwimmen: EM-Gold und Weltrekord für Taliso Engel


(23.04.2024 | Bild: Paraschwimmen Deutschland) Gold gewonnen und zweimal schneller als der alte Weltrekord an einem Tag geschwommen: Taliso Engel ist seiner Favoritenrolle bei der Para Schwimm-EM auf Madeira mehr als gerecht geworden und jubelte über den Titel auf seiner Paradestrecke 100 Meter Brust (Startklasse SB13).
Nach sensationellem Weltrekord im Vorlauf (1:02,22) lieferte Engel im Finale am Montag wieder eine beeindruckende Leistung ab, gewann in 1:02,69 Minuten deutlich und blieb damit erneut unter seinem bisherigen Weltrekord, den er bei den Paralympics in Tokio aufgestellt hatte (1:02,97). „Ich bin sehr, sehr zufrieden mit der Zeit und hätte nicht gedacht, dass ich im Vorlauf schon so schnell schwimmen kann. Ich bin super happy, vor allem nach den Schwierigkeiten in den vergangenen Monaten mit meinem Ohr“, sagt der sehbehinderte Schwimmer vom TSV Bayer 04 Leverkusen.
Engel hat seit einiger Zeit Probleme mit dem rechten Ohr und kann dort nichts mehr hören. Im Oktober wurde ihm operativ ein spezielles Implantat eingesetzt, das langfristig zu Verbesserungen führen soll, allerdings Zeit braucht. Das beeinträchtigt ihn im Alltag sehr – nicht jedoch im Becken. Das zeigte der 21-Jährige eindrucksvoll mit zwei Glanzleistungen im Vorlauf sowie im Finale und er belohnte sich mit Weltrekord und Gold an einem Tag – was für ein Ausrufezeichen auf dem Weg nach Paris.
Weitere Medaillen für das deutsche Team holten Charlotte Kast mit Silber über 400 Meter Freistil (6:01,84 / S7), die bereits tags zuvor Dritte wurde und beim EM-Debüt nun schon zwei Medaillen in zwei Rennen sammelte. Auch Josia Topf gewann Silber über 150 Meter Lagen (2:58,30 / SM3) und Mira Jeanne Maack mit Bronze und deutschem Rekord über 100 Meter Rücken (1:20,26 / S8).
Am heutigen Dienstag starten u. a. Gina Böttcher und Tanja Scholz über 150 Meter Lagen, Verena Schott über 200 Meter Lagen und Malte Braunschweig über 100 Meter Schmetterling. Nach dem zweiten von sieben Wettkampftagen hat die Nationalmannschaft von Bundestrainerin Ute Schinkitz zweimal Gold, zweimal Silber und dreimal Bronze auf dem Medaillenkonto.
Text: Kevin Müller / DBS
Der deutsche Kader für die Para Schwimm-EM (Alter, Geburtsort, Verein):
Gina Böttcher (23 / Brandenburg a. d. Havel / SC Potsdam), Malte Braunschweig (23 / Berlin / Berliner Schwimmteam), Johanna Döhler (13 / Berlin / Berliner Schwimmteam), Taliso Engel (21 / Lauf a. d. Pegnitz / TSV Bayer 04 Leverkusen), Philip Hebmüller (17 / Neuss / Düsseldorfer SC), Justin Kaps (22 / Berlin / Berliner Schwimmteam), Charlotte Kast (15 / Berlin / Berliner Schwimmteam), Mira Jeanne Maack (20 / Berlin / Berliner Schwimmteam), Tanja Scholz (39 / Elmshorn / PSV Neumünster), Verena Schott (35 / Greifswald / BPRSV e.V.), Maike Naomi Schwarz (30 / Yokohama (Japan) / SC Potsdam), Elena Semechin (30 / Nowowoskresenowka (Kasachstan) / Berliner Schwimmteam), Tabea Nele Teschauer (17 / Berlin / Berliner Schwimmteam), Josia Topf (20 / Erlangen / SV Erlangen), Maurice Wetekam (18 / Dortmund / TSV Bayer 04 Leverkusen)
UPDATE: Bisher 13 deutsche Schwimmer für Olympia qualifiziert


(23.04.2024) Den doppelten Angriff auf die Olympia-Tickets am vergangenen Wochenende in Berlin und Magdeburg nutzen zahlreiche deutsche Schwimm-Asse in eindrucksvoller Manier. Die Glanzleistungen manifestierten sich neben den Deutschen Rekorden von Josha Salchow und Ole Braunschweig auch durch das siebenfache Unterbieten der geforderten Normzeiten für die Olympischen Spiele in Paris.
So konnten sich neben Salchow (100m Freistil) und Braunschweig (100m Rücken) auch Leonie Märtens und Oliver Klemet für die heiß begehrten Einzelstartplätze der Beckenevents in Paris empfehlen. Den beiden Ausdauerspezialisten gelang dies sogar gleich zweifach: die jüngere Schwester von Lukas Märtens knackte die Olympianorm sowohl über die 400m als auch 1500m Freistil, während der erfahrene Freiwasserschwimmer mit Starts über die 400m und 800m Freistil liebäugeln darf. Sicher qualifiziert sind die vier Olympiakandidaten für die Beckenwettbewerbe allerdings noch nicht, denn nur die zwei schnellsten Normerfüller im nationalen Ranking werden bei den Titelkämpfen in Paris letztendlich ins Geschehen eingreifen dürfen. (Oliver Klemet ist jedoch bereits für das 10km-Freiwasserrennen sicher gesetzt.)
Aktuell ist dies beispielsweise über die 800m Freistil der Männer die Situation, denn Oliver Klemet verdrängte mit seiner starken Zeit vom Wochenende Florian Wellbrock auf den dritten Platz der deutschen Normerfüller. Als amtierender Vizeweltmeister über die 1500m Freistil ist Wellbrock aber zumindest über diese Strecke bereits sicher für die Olympischen Spiele gesetzt.
Die Möglichkeit über eine weitere Einzelstrecke zu starten, sicherte sich am Wochenende Lukas Märtens über die 200m Rücken. Bei den zurückliegenden Weltmeisterschaften hatte sich Märtens erstmals international über diese Strecke erprobt und mit dem 13. Platz im Halbfinale überzeugen können. Angesichts des vollen Wettkampfprogramms für den Magdeburger, zu dem vermutlich auch Staffeleinsätze gehören werden, bleibt jedoch abzuwarten ob Märtens in Paris tatsächlich über die Rückenstrecke angreifen wird.
Nur wenige Tage vor den entscheidenden Deutschen Meisterschaften in Berlin und dem damit verbundenen Ende der Olympia-Quali würden zum aktuellen Zeitpunkt drei Schwimmerinnen und zehn Schwimmer als deutsches Aufgebot über die Einzelstrecken nach Paris reisen.
Die Normerfüller für die Olympischen Spiele 2024 in Paris:
| Damen | Herren | |
| Strecke | ||
| 0:24,70 | 50 Freistil | 0:21,96 |
| 0:53,61 | 100 Freistil |
0:48,34 |
| 1:57,26 | 200 Freistil | 1:46,26 Lukas Märtens Rafael Miroslaw (1:45,84) |
|
4:07,90 |
400 Freistil |
3:46,78 |
| 8:26,71 Isabel Gose |
800 Freistil |
7:51,65 |
|
16:09,09 |
1500 Freistil | 15:00,99 Florian Wellbrock Sven Schwarz (14:47,89) |
| 1:06,79 | 100 Brust |
0:59,49 |
| 2:23,91 | 200 Brust | 2:09,68 |
| 0:59,99 | 100 Rücken |
0:53,74 |
| 2:10,39 | 200 Rücken |
1:57,50 |
| 0:57,92 Angelina Köhler |
100 Schmett. | 0:51,67 |
| 2:08,43 | 200 Schmett. | 1:55,78 |
| 2:11,47 | 200 Lagen | 1:57,94 |
| 4:38,53 | 400 Lagen |
4:12,50 |
.
Fett = sicher für Olympia qualifiziert
Name (Zeit) = Norm erfüllt, aber noch nicht sicher qualifiziert
535 Aktive: Das Meldeergebnis der Schwimm-DM 2024 ist da


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(22.04.2024) Das Meldeergebnis für die Deutschen Meisterschaften 2024 ist ab sofort online verfügbar. Insgesamt 535 Aktive von 146 Team werden ab Donnerstag bei der Schwimm-DM 2024 in Berlin am Start sein. Das ist nahezu exakt die gleiche Teilnehmerzahl wie im zurückliegenden Jahr (531).
Ein besonderes Augenmerk liegt bei den Deutschen Meisterschaften 2024 nicht nur auf der Titeljagd, sondern auch dem Kampf um die Olympiatickets. Die Schwimm-DM ist die letzte Gelegenheit, um die Normzeiten für Paris zu knacken.
Bisher gelang es auf den Einzelstrecken 13 Aktiven, die Qualifikationsvoraussetzungen für die Olympischen Spiele zu erfüllen. Bei den bis Sonntag laufenden Deutschen Meisterschaften dürfte noch der eine oder andere Name hinzukommen. Spannung verspricht zudem das Rennen um die Plätze in den deutschen Olympiastaffeln.
Links zum Thema:
23 positive Tests! Chinesischer Dopingskandal schlägt hohe Wellen


(22.04.2024 | Bild: Tino Henschel) Schlagzeilen zum Thema Doping gehören in der Sportwelt leider seit vielen Jahren zum Alltag. Wie an diesem Wochenende öffentlich bekannt wurde, liegt nun ein neuer Dopingverdacht gegen 23 chinesische Schwimmerinnen und Schwimmer vor, der im laufenden olympischen Jahr große Wellen schlagen könnte.
Aufgedeckt durch die Recherche von der ARD und der New York Times kam an die Öffentlichkeit, dass nur sieben Monate vor den zurückliegenden Olympischen Spielen in Tokio Anfang 2021 zahlreiche chinesische Aktive positiv auf das Dopingmittel Trimetazidin getestet wurden. Unter ihnen sind die spätere Doppel-Olympiasiegerin Zhang Yufei sowie Wang Shuan und Yang Junxuan, die ebenfalls in Tokio Gold holten, oder auch der Weltmeister und Weltrekordhalter Qin Haiyang. Das Herzmedikament Trimetazidin wird von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) als verbotene Substanz eingestuft, da es die Muskelübersäuerung verzögert und dadurch intensiveres Training sowie den Aufbau von Muskelmasse begünstigt. Auch der chinesische Schwimmstar Sun Yang, der bereits wegen Dopings verurteilt wurde, nutzte eben dieses Medikament.
Bezugnehmend auf die Vorwürfe behauptet die chinesische Dopingagentur (CHINADA), dass die leistungssteigernde Substanz den Schwimmern unwissentlich in einem Hotel zugeführt worden sei, in dem sich die auffälligen Aktiven zum Zeitpunkt der Entnahme der positiven Dopingproben für eine Verbandsmaßnahme aufhielten. Rückstände in der Küche jenes Hotels hätten darauf schließen lassen. Die Welt-Anti-Doping-Agentur scheint diese Begründung der CHINADA akzeptiert zu haben und leitete keine eigene Untersuchung ein. Der Aufruhr in der gesamten Schwimmwelt ist dementsprechend groß. Zahlreiche international renommierte Athleten wie Adam Peaty, Lily King und Léon Marchand äußerten sich über Social Media bestürzt über den neuesten Dopingskandal und forderten die Sperre des chinesischen Teams für die anstehenden Titelkämpfe in Paris.
Das Vorgehen der Anti-Doping-Behörden wirft durchaus Fragen auf, auch ob man nach den positiven Tests Anfang des Jahres 2021 für den Zeitraum der Untersuchung vorläufige Sperren hätte aussprechen müssen. Von den 23 Beschuldigten gingen später 13 Aktive bei den Olympischen Spielen in Tokio an den Start. Wären sie dort nicht teilnahmeberechtigt gewesen, hätte das einige Ergebnisse kräftig durcheinander gewürfelt. So hätten beispielsweise die Damen der deutschen 4x200m Freistilstaffel einen Platz nach vorn rücken können - über diese Strecke triumphierte in Tokio das chinesische Quartett mit Zhang Yufei in seinen Reihen. Dass die entsprechenden Platzierungen nachträglich aberkannt werden, gilt trotz des Dopingverdachts als eher unwahrscheinlich.
Auch der Deutsche Schwimm Verband bezog in einer Pressemitteilung Stellung zu dem Thema und betonte allen voran die Bedeutung von sauberem Sport und der entscheidende Rolle von nationalen und internationalen Anti-Doping-Agenturen. So sagte DSV-Leistungssportdirektor Christian Hansmann: „Die Nachrichten aus China sind beunruhigend, und sie erinnern uns daran, dass Transparenz ein unverzichtbarer Bestandteil des Anti-Doping-Kampfes ist. Jeder Mangel daran erschüttert nicht nur das Vertrauen in einzelne Institutionen, sondern in die Glaubwürdigkeit des gesamten Sports".
Parallel zu den aktuell stattfindenden Chinesischen Meisterschaften und nur wenige Monate vor den Olympischen Spielen in Paris, wird der neueste Dopingverdacht den Schwimmsport in den nächsten Wochen zweifellos überschatten. Ob es tatsächlich Konsequenzen geben wird, bleibt abzuwarten. Es scheint unwahrscheinlich, dass die positiv getesteten Aktiven noch belangt werden können. Das Vorgehen der WADA-Verantwortlichen hingegen steht nun auf dem Prüfstand und könnte Auswirkungen auf das Handeln bei künftigen Dopingfällen haben. Auch das US-Amerikanische FBI hat mittlerweile Ermittlungen gestartet - in den USA gibt es seit einigen Jahren harte Gesetze gegen Betrugsfälle im Sport, darunter auch Doping.
Links zum Thema:
- Massendoping-Verdacht in China - WADA handelt nicht - ARD, Stand: 21.04.2024
- "Top Chinese Swimmers Tested Positive for Banned Drug, Then Won Olympic Gold" - New York Times, 20.04.2024
Berlin: Sorgius & Salchow empfehlen sich für die Olympiastaffel


(21.04.2024) Nach seinem überraschenden Deutschen Rekord am Freitag über die 100m Freistil schauten am letzten Tag der Berlin Open erneut alle Augen auf den Heidelberger Josha Salchow. Vor dem Wettkampf kündigte er bereits an, auch über die doppelte Distanz angreifen zu wollen und schon im Vorlauf unterstrich er mit einer neuen persönlicher Bestzeit von 1:47,91 Minuten seine Kampfansage.
Im Finale konnte er diese Zeit über die 200m Freistil sogar nochmal um zwei Zehntel steigern und schlug am Ende nach 1:47,73 Minuten an. Für den Sieg reichte es am Ende dennoch nicht. Mit einer starken neuen Bestzeit und klugen Renneinteilung zog der Leipziger Timo Sorgius auf der letzten Bahn noch vorbei und gewann das Rennen in 1:47,55 Minuten. Beide Starter empfehlen sich mit diesen Einzelleistungen für eine Nominierung in der Olympiastaffel über die 4x200m Freistil.
Mit einer Teilnahme an seinen dritten Olympischen Spielen liebäugelt auch der Potsdamer Christian Diener. Der Rückenspezialist brachte über seine Paradedistanz, die 200m, im Vorlauf eine Zeit von knapp unter 2 Minuten (1:59,96) ins Wasser, konnte sich im Finale jedoch nicht noch weiter steigern. Trotzdem gewann er nach 2:00,34 Minuten mit fast drei Sekunden Vorsprung vor der Konkurrenz. Für die Qualifikationsnorm der Pariser Spiele (1:57,50) muss sich Diener jedoch noch deutlich steigern.
Seinen zweiten Sieg in Berlin sicherte sich Louis Schubert über die 100m Schmetterling. In 53,90 Sekunde ließ er der anderen Startern keine Chance und holte sich somit zwei Gold und eine Silbermedaille über die Schmetterlingstrecken.
Nach diesem Wettkampf haben die Teilnehmenden nun noch eine Chance sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Die Deutschen Meisterschaften beginnen am Donnerstag, den 25. April, und sind der der letzte Wettkampf im vorgegebenen Qualifikationszeitraum.
Die weiteren Siege des heutigen Finalabschnittes gingen an:
Magdeburg: Märtens knackt Olympianorm über 200m Rücken


(21.04.2024 | Bild: Christian Gold) Das Highlight des dritten Wettkampftages beim Qualifikationsmeeting in Magdeburg lieferte am Sonntag Lukas Märtens mit der Unterbietung der Olympia-Normzeit über die 200m Rücken. Ebenfalls tat sich durch die Rennen der 200m Freistil einiges im Hinblick auf die Startplätze in den Olympischen 4x 200m Freistilstaffeln.
Nachdem er über die 200 und 400m Freistil bereits die Olympiatickets in der Tasche hat, darf Lukas Märtens nun auch die 200m Rücken als potentielle dritte Strecke für die Beckenwettbewerbe der Olympischen Spiele auf seine Liste schreiben. In 1:56,18 Minuten unterbot er die geforderte Normzeit von 1:57,50 Minuten deutlich. Ob er tatsächlich über die Rückenstrecke in Paris starten wird, bleibt nun abzuwarten, denn auch in der 4x200m-Staffel wird Märtens für Deutschland gefordert sein.
Zu Beginn des Wettkampfabschnittes zeigte sich auch seine Teamkollegin Isabel Gose in Top-Form. Zwar ist Gose in Paris bereits fest für die 800m Freistil gesetzt, schwamm aber heute in starken 8:19,17 Minuten um ganze 1,64 Sekunden an ihre Bestzeit heran, mit welcher sie bei der WM am Anfang des Jahres zur Vizeweltmeisterin wurde. Nur wenige Minuten später sprang die Magdeburgerin erneut ins Wasser. Über die 200m Freistil schwamm sie in 1:57,66 Minuten lediglich um vier Hundertstelsekunden an der geforderten Olympia-Normzeit vorbei. In der kommenden Woche hat sie bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin die Chance, über diese Distanz erneut anzugreifen. Im nationalen Ranking befindet sich Gose mit ihrer Zeit an der Spitze und empfiehlt sich damit für einen Platz in der 4x 200m Freistilstaffel der Frauen.
Einen der noch zu vergebenen Staffelplätze erhofft sich ebenfalls Goses Trainingspartnerin Nina Holt. Mit ihre Zeiten von 2:00,02 und 2:01,14 Minuten über die 200m Freistil ist sie mitten drin im Rennen um einen der Plätze im deutschen 4x200m-Quartett und hat in der kommenden Woche bei den Deutschen Meisterschaften die Gelegenheit nachzulegen. Bei den Herren sollte man nach dem heutigen Tag auch Oliver Klemet (1:48,37 / 1:48,40) und Marius Zobel (1:48,74 / 1:50,19) auf dem Zettel haben, die ebenfalls zu den Kandidaten für das 4x200m-Team zählen. Da diese Strecke heute auch beim Meeting in Berlin auf dem Programm steht, kann die dortige Konkurrenz möglicherweise noch kontern.
Bei den jüngeren Jahrgängen sorgte Jannis Kube aus Spandau erneut für einen neuen Altersklassenrekord. Knackte er gestern den Rekord der 13-Jährigen über die 100m Rücken, so tat er dies heute nun auch über die doppelte Distanz. Die 200m Rücken absolvierte der junge Berliner in 2:11,38 Minuten und pulverisierte seine vorherige Bestmarke um 8,33 Sekunden.
Zudem konnten folgende Schwimmer der jüngeren Jahrgänge heute die Normzeiten für die Junioren-Europameisterschaft in Litauen erfüllen:
- 1500m Freistil M: Johannes Liebmann (15,25,66 Minuten, SC Magdeburg), Finn-Constantin Kleinheinz (15:33,98 Minuten, SC Magdeburg)
- 200m Freistil M: Arne Schubert (1:49,71 Minuten, SC Magdeburg)
Links zum Thema:
Berlin: Ole Braunschweig knackt Olympianorm über 100m Rücken


(20.04.2024 | Bild: Tino Henschel) Starker Auftritt vor heimischem Publikum! Bereits im Vorlauf der Berlin Swim Open schwamm Ole Braunschweig heute über die 100m Rücken in 53,48 Sekunden unter die Olympianorm (53,74 Sekunden). Damit kam er zudem bis auf eine Hundertstelsekunde an seine persönlichen Bestzeit heran.
Im Finale konnte der deutsche Rekordhalter über die 50m-Strecke seine Vorlaufzeit zwar nicht weiter unterbieten, blieb in 53,93 Sekunden aber erneut unter der 54er-Marke. Auch Marek Ulrich, der im Vorlauf in 53,88 Sekunden nur 14 Hundertstel an der Olympianorm vorbeigeschrammt war, konnte sich im Finale nicht mehr steigern. Sowohl seine Vorlauf- als auch seine Endlaufzeit (54,20 Sekunden) reichen jedoch für die Unterbietung der EM-Norm.
Weitere EM-Normen schwammen im 50m Freistil Finale Josha Salchow (22,23 Sekunden) und Artem Selim (22,24 Sekunden). Damit war nicht nur das Finale eine spannende Entscheidung, sondern auch das Unterbieten der EM-Norm, die bei 22,25 Sekunden von beiden Schwimmern somit sehr knapp unterboten wurde. Salchow hatte sich gestern bereits mit einem Deutschen Rekord über die doppelte Strecke fürs Olympiateam empfohlen. Über die 400m Freistil gelang es Leonie Kullmann eine weitere EM-Norm zu erfüllen. In 4:10,19 Minuten blieb sie sechs Hundertstel unter der geforderten Pflichtzeit.
Auch einige weitere Normen für die Junioren-Europameisterschaften konnten im Finalabschnitt unterboten werden. Dies gelang gleich zwei Schwimmerinnen über die 200m Schmetterling. Yara Fay Riefstahl schwamm bereits im Vorlauf unter der JEM-Norm (2:14,26) und bestätigte ihre Zeit (2:14,30) im Finale. Nur eine Zehntelsekunde dahinter schwamm Leni von Bonin ins Ziel, die sich nach ihrer 400m Lagen JEM-Norm nun auch die Norm über die 200m Schmetterling (2:14,40 min) sicherte.
Ein besonders spannendes Rennen lieferten sich die Damen auf dem 100m Freistil. Linda Roth, die ebenfalls im Vorlauf bereits unter der JEM-Norm geschwommen war, bestätigte ihre Zeit und schlug nach 55,36 Sekunden knapp hinter Nele Schulze (55,12 Sekunden) an. Nur knappe drei Zehntel dahinter war Lise Seidel in 55,62 Sekunden im Ziel, die damit ebenfalls die geforderte JEM-Norm von 55,70 Sekunden unterbieten konnte.
Weitere JEM-Normen schwammen Franz Ahnert über die 200m Lagen (2:04,07), Kenneth Bock über die 200m Brust (2:15,25), Vincent Passek über die 100m Rücken (55,18 Sekunden) und Michael Raje über die 50m Freistil (22,95 Sekunden).
Die Sieger des Finalabschnitts in Berlin am Samstag:
- 200m Schmetterling (w): Anja Crevar (2:13,41 min)
- 200m Lagen (m): Ramon Klenz (2:02,17 min)
- 100m Freistil (w): Nele Schulze (0:55,12 min)
- 100m Rücken (m): Ole Braunschweig (0:53,93 min)
- 200m Brust (w): Kay-Lyn Löhr (2:31,02 min)
- 200m Brust (m): Kenneth Bock (2:15,25 min)
- 50m Rücken (w): Lena Riedemann (0:28,79 min)
- 50m Schmetterling (m): Louis Schubert (0:24,59 min)
- 50m Schmetterling (w): Klara Sophie Beierling (0:27,21 min)
- 50m Freistil (m): Josha Salchow (0:22,23 min)
- 400m Freistil (w): Leonie Kullmann (4:10,19 min)
- 400m Freistil (m): Henning Mühlleitner (3:51,44 min)
2. Tag - 2. Olympianorm: Leonie Märtens & Oliver Klemet erneut auf Kurs Richtung Paris


(20.04.2024 | Bild: Christian Gold) Am zweiten Tag des Qualifikationswettkampfes in der Elbestadt Magdeburg wurden erneut Olympianormen geknackt. Leonie Märtens und Oliver Klemet empfahlen sich über die 1500m bzw. 800m Freistil für weitere Olympia-Tickets.
Zu Beginn des heutigen Finalabschnittes schwamm die Magdeburgerin Leonie Märtens in neuer Bestzeit von 16:02,99 Minuten ganze acht Sekunden unter die geforderte Olympia-Normzeit und darf nach der gestrigen Qualifikation über die 400m Freistil über eine weitere Ausdauerstrecke auf einen Start bei de Spielen in Paris hoffen.
Auch für ihren Teamkollegen Oliver Klemet bedeutet seine Zeit von 7:46,03 Minuten über die 800m Freistil eine weitere Olympiaqualifikationsnorm. Mit dieser Zeit verdrängt er seinen Trainingspartner Florian Wellbrock auf den dritten Platz in der Liste der Anwärter auf die Olympiastartplätze über dieser Strecke. In der kommenden Woche wird sich entscheiden, ob Wellbrock über die 800m Freistil noch einmal angreifen wird, oder ob für ihn lediglich die 1500m Freistil in Paris auf dem Programm der Beckenwettbewerbe stehen werden.
Die Magdeburgerin Nina Holt schwamm über die 100m Freistil der Damen in beachtlich schnellen 54,22 Sekunden zwar nicht unter die Olympia-Normzeit, empfiehlt sich jedoch für den Platz in der Lagenstaffel. Im Vorlauf hatte sie in 54,40 Sekunden ähnlich schnell vorgelegt. Zu aktuellem Stand liegt Holt durch diese Leistungen auf dem ersten Platz im nationalen Ranking und das mit fast einer ganzen Sekunde Vorsprung. Es bleibt nun abzuwarten, wie sich das Feld bis nach den Deutschen Meisterschaften in der kommenden Woche verschieben wird.
Dass Lukas Märtens ebenfalls um einen Staffelplatz kämpft, zeigt sein Ergebnis über die 100m Freistil der Herren. Den Ausdauerspezialisten trennten mit seiner Zeit von 48,89 Sekunden lediglich 55 Hundertstel von der geforderten Einzelnormzeit. Ein Platz in der deutschen 4x100m Freistilstaffel liegt für ihn im Bereich des Möglichen, allerdings hat das Multitalent schon für die 200m und 400m Freistil einen Startplatz in Paris sicher und dürfte auch in der 4x200m-Staffel eine wichtige Rolle spielen. Seine Vielseitigkeit stellte Märtens auch beim Sieg über die 100m Rücken in 54,49 Sekunden unter Beweis.
Bei den Schwimmern der jüngeren Jahrgänge gab es heute zwei neue Altersklassenrekorde und einige JEM-Qualifikationen. Über die 100m Rücken der Herren setzte der erst dreizehn-Jährige Jannis Kube ein Ausrufezeichen. Der Schwimmer der Wasserfreunde Spandau schlug nach 59,62 Sekunden an und verbesserte den zwölf Jahre alten deutschen Altersklassenrekord von Johannes Hintze (1:01,16 Minuten) um mehr als anderthalb Sekunden.
Auch Hugo Engelien vom SC Magdeburg sorgte für einen neuen deutschen Altersklassenrekord im Jahrgang 2008. Über die 200m Brust schwamm er in 2:16,68 Minuten zur neuen Bestmarke und steigerte somit den vorherigen Altersklassenrekord um 0,38 Sekunden. Mit dieser Zeit qualifizierte er sich für die Junioren-Europameisterschaften in Litauen.
Seine Trainingskollegin Anna Maria Börstler tat es ihm gleich und qualifizierte sich ebenfalls für den Juniorenwettbewerb, da sie über die 100m Rücken sie in 1:01,63 Minuten unter die geforderte Qualifikationszeit schwamm. Gleiches gilt für Johannes Liebmann, der über die 800m Freistil in 8:02,37 Minuten die JEM-Norm pulverisierte, ähnlich wie tags zuvor bereits über die 400m.
Auch morgen gibt es in Magdeburg noch die Chance sich für einen der begehrten Startplätze für die Olympischen Spiele zu empfehlen, bevor sich der Qualifikationszeitraum nach den Deutschen Meisterschaften in der kommenden Woche endgültig schließt.
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Oliver Klemet und Leonie Märtens knacken die Olympianormen in Magdeburg


(19.04.2024) Nicht nur bei den Swim Open in Berlin wuchs am Freitag das deutsche Team für die Olympischen Spiele 2024 - auch beim Wettkampf in Magdeburg wurden Normzeiten für Paris geknackt. Über die 400m Freistil gelang es Oliver Klemet und Leonie Märtens unter den geforderten Pflichtzeiten zu bleiben.
Bei den Herren lieferten sich Klemet und sein Trainingskollege Lukas Märtens über diese Strecke ein Duell auf absolutem Weltklasseniveau. Am Ende musste sich Klemet in 3:42,81 Minuten zwar mit Platz zwei zufrieden geben, blieb damit aber souverän unter der Olympianorm (3:46,78). Zum Vergleich: Mit dieser Zeit hätte er bei der Schwimm-WM im Februar auf dem Podest gestanden.
Noch stärker war am Freitag aber Lukas Märtens. In 3:41,98 Minuten sicherte er sich nicht nur den Sieg, sondern war damit auch eine Sekunde schneller als im Finale der Schwimm-WM, bei der er Platz drei belegt hatte. Märtens liegt damit in der Weltrangliste nun direkt hinter den beiden Australiern Elijah Winnington (3:41,41) und Samuel Short (3:41,64), die erst gestern in Down Under vorgelegt hatten.
Märtens stand bereits vor diesem Wochenende als Olympiafahrer fest - könnte in Paris nun aber auch Begleitung aus der eigenen Familie bekommen. Seine jüngere Schwester Leonie Märtens unterbot heute in 4:07,69 Minuten ebenfalls die Olympianorm über die 400m Freistil. Sicher hat sie ihr Ticket jedoch noch nicht: Sollte eine andere bisher nicht qualifizierte Athletin bis zum Ende des Qualifikationszeitraums noch schneller sein, würde jene Schwimmerin den Olympiastartplatz erhalten. Gleiches gilt übrigens auch für Oliver Klemet.
Fest gesetzt ist über die 400m Freistil hingegen schon Isabel Gose. Die Magdeburgerin war auch heute über die 400m Freistil nicht zu schlagen und schwamm in starken 4:03,01 Minuten zum Sieg. Sie kam damit bis auf wenige Zehntel an den Deutschen Rekord (4:02,69) heran, mit dem sie bei den Weltmeisterschaften zu Jahresbeginn auf dem Podest gelandet war.
In den weiteren Events des Tages glänzte Anna Maria Börstler über die 50m Rücken in 28,30 Sekunden mit einem neuen Deutschen Altersklassenrekord bei den 18-Jährigen. Bei den Herren konnte Lukas Märtens auch über diese Strecke in 25,60 Sekunden einen weiteren Sieg einfahren.
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Bild: LEN / Archiv