US-Verband beruft 106 Schwimmer in den Nationalkader 2024/25

Der US-Schwimmverband hat 106 Aktive in den Nationalkader für die Saison 2024725 berufen. Das sind zwölf Schwimmer mehr als noch im vergangenen Jahr (94).
Der amerikanische Nationalkader besteht aus den Top Sechs des Landes über jede olympische Strecke in der Vorsaison. Besonders vielseitig präsentierten sich Kate Douglass, Katie Grimes und Regan Smith, die sich allesamt über fünf Strecken den Nationalkaderstatus erschwammen. Bei den Männern gelang es Bobby Finke und David Johnson, sich über jeweils vier Strecken unter die nationalen Top Sechs zu schieben.
Die Athleten des Nationalkaders dürfen sich über Zugang zu den nationalen Trainingszentren sowie eine Sportler-Krankenversicherung freuen. Zudem erhalten sie Zuschüsse für die Reisen zu Wettkämpfen des US Verbandes. All diejenigen, die unter den Top 28 der Weltrangliste lagen, erhalten darüber hinaus auch eine finanzielle Förderung des Schwimmverbandes.
Alle Schwimmerinnen und Schwimmer, die es in den US-Nationalkader 2024/25 geschafft haben, könnt ihr HIER finden.
Der Schwimm-Medaillenspiegel der Paralympics 2024

Die paralympischen Schwimmwettbewerbe von Paris, die am vergangenen Wochenende zu Ende gingen, wurden vom chinesischen Team dominiert. Mit insgesamt 54 Medaillen - davon 22 Mal Gold - setzte sich China an der Spitze des Medaillenspiegels.
Auch die erfolgreichste Einzelstarterin der Titelkämpfe kommt aus den Reihen der chinesischen Schwimmer: die erst 19-jährige Jiang Yuyan kürte sich mit insgesamt siebenfachem Edelmetall bei ihren zweiten Paralympics zur fleißigsten Medaillensammlerin.
Doch auch die Ausbeute der deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer kann sich sehen lassen. Mit viermal Gold, dreimal Silber und dreimal Bronze landete das Team D auf dem zehnten Platz im Medaillenspiegel. Besonders stark präsentierte sich Josia Topf, der mit einem kompletten Medaillensatz gleich dreifach jubeln durfte. In Tokio hatte das deutsche Team lediglich fünf Medaillen aus dem Wasser gefischt und die Edelmetall Ausbeute drei Jahre später somit eindrucksvoll verdoppelt.
Anzumerken war zudem das Abschneiden der unter neutraler Flagge startenden Athletinnen und Athleten. Anders als bei den Olympischen Spielen standen die ausgewählten Aktiven aus Russland und Belarus, die aufgrund des Krieges in der Ukraine nicht offiziell für ihr jeweiliges Land an den Start gehen durften, zahlreich auf dem Siegerpodest. In der Endabrechnung hätten diese Erfolge Platz drei im Medaillenspiegel bedeutet, die sogenannten NPA (Neutrale Paralympische Athleten) gingen diesbezüglich jedoch außerhalb der offiziellen Wertung an den Start.
Schwimm-Medaillenspiegel der Paralympics 2024
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Bild: Tino Henschel
Technik Thema: Die Physik des Sprintens

Was unterscheidet das Sprinten vom „normalen“ Schwimmen? Natürlich, die Strecken sind kürzer und die Geschwindigkeit ist deutlich höher. Aber die eigentliche Antwort auf diese Frage liegt viel tiefer. Beim Sprinten verändern sich die Gegebenheiten im Zusammenspiel von Wasser und Schwimmer zum Teil gravierend. Das hat auch Auswirkungen auf Technik und Wasserlage. Die Physik des Sprintens gibt uns wichtige Hinweise darauf, wie wir im Schwimmbecken maximale Geschwindigkeiten erzielen können.
Physik… Da denken viele schnell an langwierige Schulstunden, stumpfe Theorie und trockene Formelherleitungen. Wie bedeutsam die Naturwissenschaft aber in der Praxis ist, zeigt sich gerade bei uns Schwimmern. Unsere Sportlerkollegen an Land haben festen Boden unter den Füßen, so wie man es als Mensch von Kindesbeinen an gewohnt ist. Wir Schwimmer hingegen müssen bei unseren Anstrengungen die Bedingungen eines fremden Elements beachten. Im Wasser sind die Abläufe und Wechselwirkungen weitaus komplexer. Läufer rennen immer auf festem Boden, egal ob sie sprinten oder einen Marathon absolvieren. Bei uns Schwimmern hingegen verändert sich das, was mit dem Wasser passiert, nicht nur in Abhängigkeit von Körpereigenschaften wie Muskulatur und Masse sondern schon allein durch die verschiedenen Geschwindigkeiten, mit denen wir uns durchs Wasser bewegen.
Der Tragflächenboot-Effekt und die Doppelwelle
Oft wird vermutet, dass Schwimmer es bei steigenden Geschwindigkeiten auch mit einem höheren Wasserwiderstand zu tun haben und Kraft aufwenden müssen, um diesen zu überwinden. In der Praxis zeigt sich aber: Diese Annahme ist im Grunde falsch, denn ein ganz anderer Effekt wirkt dem entgegen. Je schneller ein Körper sich im Wasser fortbewegt, desto größer wird sein Auftrieb, also die Kraft, die ihn entgegen der Schwerkraft nach oben aus dem Wasser drückt. In der Schifffahrt wird dies bereits seit mehr als 100 Jahren bei Tragflächenbooten genutzt. Bei diesen sorgt jener dynamische Auftrieb bei hohen Geschwindigkeiten letztlich dafür, dass der Rumpf des Bootes das Wasser gar nicht mehr berührt, sondern sich nur noch ein Tragflügel mit Antriebspropeller unter der Oberfläche befindet.
Wir Schwimmer können nun natürlich nicht so schnell wie ein Tragflächenboot durchs oder besser gesagt „übers“ Wasser pflügen. Aber dieser Effekt lässt sich auch bei uns beobachten. Sprinter, die mit hohen Geschwindigkeiten an die 2,0 m/s oder darüber durchs Wasser pflügen, liegen höher im Wasser als Athleten, die mit den für Mittel- und Langstreckenschwimmern typischen Geschwindigkeiten unterwegs sind. Bei Freistilschwimmern ist der Kopf dadurch nur noch wenige Zentimeter eingetaucht und bei den Brust- sowie Schmetterlingsschwimmern taucht der Oberkörper kaum mehr ins Wasser ab. Das hat den Effekt, dass der Körper dem Wasser frontal, also in Bewegungsrichtung, eine viel kleinere Angriffsfläche bietet und damit der Wasserwiderstand geringer ist als bei niedrigeren Schwimmgeschwindigkeiten.
Neben der Wasserlage des Schwimmers verändert sich mit steigender Geschwindigkeit auch das Wellenbild, das sich durch seine Fortbewegung im Wasser ergibt. Wer eher langsam schwimmt, der gleitet tatsächlich durch das Wasser hindurch und erzeugt damit relativ kleine und vielfältige Wellen. Je schneller ein Athlet schwimmt, desto mehr Druck übt er auf das Wasser aus, das zu einer Welle angehoben und vom Athleten sozusagen mitgeschleppt wird. Ab einer bestimmten Geschwindigkeit bilden sich so im Bereich des Körpers zwei Wellenberge, die sich mit dem Athleten mitbewegen. Der erste davon zeigt sich etwa im Bereich von Kopf und Schultern. Da der Körper beim Sprinten wie bereits beschrieben recht hoch im Wasser liegt, surft der Athlet quasi auf dieser Welle. Der zweite Wellenberg bildet sich auf der Höhe zwischen Knie oder Unterschenkel und den Füßen.
Du bist nie so schnell wie nach dem Start
Der eine oder andere fragt sich nun natürlich, wie komme ich denn überhaupt auf solche Geschwindigkeiten? Die Antwort ist recht simpel: Du bist bereits so schnell. Beim Start hat der Körper in der Luft eine Geschwindigkeit von vier bis fünf Metern pro Sekunde. Durch das Eintauschen ins Wasser wird diese natürlich schlagartig abgebremst, liegt aber immer noch bei über drei Metern pro Sekunde und somit deutlich über dem, was wir im Durchschnitt auf der gesamten Rennstrecke an Schwimmgeschwindigkeiten erzielen. Auch nach dem Abstoß bei der Wende bzw. dem Start von unten nehmen wir derart viel Speed auf. Beim Schwimmen geht es also – egal ob auf den 50m oder den 1500m – im Grunde darum, den darauf folgenden Geschwindigkeitsabfall zu verzögern und so lange wie möglich hohe Geschwindigkeiten zu halten.
Dafür erzeugen wir durch unsere Arm- und Beinarbeit immer wieder Impulse, um den Körper in Schwimmrichtung zu bewegen. Hier greift ein weiteres physikalisches Prinzip: Das von Kraft und Gegenkraft, auch als „Actio und Reactio“ bekannt. Das uns in der Schule bereits beigebrachte Wechselwirkungsprinzip besagt, dass zwischen zwei Körpern jede Aktion gleichzeitig eine gleich große Reaktion erzeugt, die auf den Verursacher der Aktion zurückwirkt. Einfach gesagt heißt das für uns Schwimmer wir brauchen eine Möglichkeit, uns vom Wasser abzudrücken.
Nix mit hohem Ellenbogen!
Hohe Wasserlage, Doppelwellen, Wechselwirkung… Aus diesen Erkenntnissen ergeben sich interessante Hinweise für die Sprinttechnik. Beim Kraulschwimmen lernen wir so zum Beispiel von klein auf, beim Armzug den Ellenbogen stehen zu lassen und die Hand am abgeknicktem Unterarm nach hinten zu ziehen. Über Wasser wiederum soll der Arm locker nach vorn gebracht werden mit dem Ellenbogen als höchstem Punkt. Schauen wir uns jetzt vor allem auf den 50m die Freistilsprinter bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen an, dann fällt direkt auf, dass die meisten von ihnen die Arme wie Windmühlenflügel gestreckt nach vorn und durchs Wasser prügeln. Der Grund ist nicht, dass sie beim Techniktraining nicht ganz aufgepasst haben, sondern dass sich diese Art zu schwimmen besser eignet, um den Körper auf kurzen Distanzen lange auf hoher Geschwindigkeit zu halten. Auch hier hilft der Blick in die Physik: Wie bereits beschrieben, bewegt sich bei hohem Speed nicht nur der Schwimmer im Becken nach vorn sondern auch das ihn umströmende und Wellen bildende Wasser. Das Problem: Versuche ich jetzt bei dieser Geschwindigkeit mit stark gebeugtem Ellenbogen den Arm nah am Körper zu ziehen, dann wird es schwer, eine zusätzlichen Impuls zu geben, da das Wasser sich dort ähnlich schnell bewegt wie der eigene Körper. Schwimmer sprechen dann davon, dass ihnen der Abdruck fehlt. Daher wird der Arm beim Sprinten deutlich gerader geführt. Damit fasst er tiefer und kann am nicht bewegten Wasser angreifen, um sich wegzudrücken. Da die Kraft so nicht nur nach hinten, sondern auch schräg nach unten wirkt, ergibt sich ein zweiter Vorteil: Um die widerstandsgünstige hohe Wasserlage aufrecht zu erhalten, macht es Sinn, immer wieder Impulse entgegen der Schwerkraft zu setzen, um den Körper nach oben zu heben.
Mit Schwung auf Sprintfrequenz
Aber auch über Wasser bleibt der Arm bei den Spitzensprintern zusehends sehr lang. Er wird nicht nur locker nach vorn geschlenkert, sondern aktiv zurückgeholt, um möglichst schnell den nächsten Armzug einleiten zu können. Denn beim Sprinten – das dürfte wenig überraschend sein – müssen hohe Frequenzen realisiert werden. Über sie können immer wieder Impulse gegen das Absinken des Körpers und für die Aufrechterhaltung der hohen Schwimmgeschwindigkeiten gesetzt werden. Bleiben diese aus, fehlen nicht nur wichtige antriebswirksame Kräfte. Sinkt der Körper nämlich etwas ab, greift der stärkere Wasserwiderstand. Ein paar Zentimeter reichen hier aus. Der Schwimmer wird dadurch abgebremst und der oben beschriebene dynamische Auftrieb nimmt ab, wodurch der Schwimmer noch tiefer eintaucht. Also: Maximal kurze Antriebspausen, hohe Frequenzen.
Dabei gilt es zu beachten, dass man sich nicht einfach so durchs Wasser wühlen darf, sondern dieses trotzdem noch richtig greifen können muss. Auch hierbei kommt es nicht nur auf die Arbeit unter Wasser an sondern auch auf den oberen Arm. Durch die aktive Rückholbewegung genau entgegengesetzt zum Zugarm bildet dieser quasi ein Schwungelement. Hier greift das Wechselwirkungsprinzip. Damit wir möglichst viel Kraft ins Wasser bringen können, wird über die Schulter und den gestreckten Arm ein Widerlager geformt. Wäre hier alles locker und flockig, würde die Kraft verpuffen und den eigenen Körper elastisch verformen. Unter anderem aus diesem Grund ist – nicht nur beim Sprinten – Körperspannung für Schwimmer von großer Bedeutung. Laut Physik-Experten ist fast die gleiche Leistung, die du als Antriebsleistung ins Wasser bringen willst, im Körper noch einmal nötig, um ein Widerlager zu bilden.
Durch die aktive Rückholbewegung mit der starken Rotation der Schulter wird diese zudem am Schwungarm komplett aus dem Wasser gehoben. Somit bietet die Schulter zum einen keine Angriffsfläche für den Wasserwiderstand. Zum anderen kann so die Hand weit nach vorn greifen und über die vordere Welle in das noch nicht vom Körper bewegte Wasser fassen. Lange Arme sind hierbei also von Vorteil. Aber: Diese windmühlenartige Technik ist äußerst anstrengend. So mancher hält das vielleicht im 50m-Sprint durch, aber für die 100m reicht es dann schon nicht mehr. Welche Art zu schwimmen am besten ist und wie stark z.B. die Ellenbogen zu beugen sind, hängt stark von den individuellen Fähigkeiten ab. Eines hilft aber in jedem Fall: Ein kräftiger Beinschlag.
Kick die Welle
Schaut man sich Spitzensprinter wie den Franzosen Florent Manaudou oder Großbritanniens Ben Proud aber auch breitschultrige Damen wie Ranomi Kromowidjojo an, könnte man zwar angesichts der muskulösen Oberkörper schnell vermuten, dass Sprinter vor allem aus den Armen heraus schwimmen. Dabei lohnt sich aber durchaus mal der Blick auf die kräftigen Oberschenkel. Denn beim Sprinten verschieben sich die Anteile, die Arm- und Beinarbeit an der Vortriebsleistung haben, deutlich in Richtung der unteren Extremitäten.
Entscheidend sind hier wieder die oben bereits beschriebenen Wellen. Während die vordere im Bereich des Kopfes durch die hohe Wasserlage relativ klein ist, bildet sich die hintere Welle im Beinbereich deutlich stärker aus. Vergleichen kann man dies mit einem Speedboot. Die Heckwelle verläuft sehr langgezogen ungefähr auf Höhe der Unterschenkel. Dies erweist sich als äußerst günstig für Schwimmer, denn bei der Ausholbewegung für den Kick kann der Fuß somit teilweise bis zum Unterschenkel aus dem Wasser herausgehen und steht sozusagen in der Luft. Damit sorgt er in der Phase, in der er keine Arbeit für den Vortrieb verrichtet, für keinen Wasserwiderstand, womit der Athlet deutlich größere Amplituden bei der Beinarbeit haben kann, als dies bei niedrigen Geschwindigkeiten möglich wäre. In der Abwärtsbewegung wiederum schlägt der Fuß von oben auf die Welle und trägt so kräftig zur Antriebsleistung bei. Da die hintere Welle bei steigenden Geschwindigkeiten vom Körper aus gesehen weiter nach hinten weg rutscht, hilft es übrigens möglichst groß zu sein, um sie voll nutzen zu können.
Surfende Schmetterlinge
Wir haben nun zwar stark auf die Freistiltechnik beim Sprinten geschaut. Die beschriebenen Effekte lassen sich aber auch in den anderen Schwimmarten bei hohen Geschwindigkeiten beobachten. Die Brust- und Schmetterlingschwimmer tauchen wie gesagt mit ihrem Oberkörper gar nicht mehr ab. Sie surfen sozusagen auf dem Wasser. Die Streckbewegung der Arme bei den Brustschwimmer erfolgt dabei sehr nah bzw. zum Teil auch über der Wasseroberfläche (Achtung: Laut Regel müssen die Ellenbogen unter Wasser bleiben). Dadurch wird ein geringer Wasserwiderstand geboten. Der Oberkörper fällt dann in der Streckung quasi von oben aufs Wasser und der nächste Armzug wird direkt eingeleitet.
Beim Schmetterlingsschwimmen ist im Vergleich zum Kraulschwimmen die Pause zwischen den Antriebsphasen der Arme länger, da ja beide Arme gleichzeitig entweder ziehen oder nach vorn gebracht werden. Um die Frequenz hoch und die antriebsunwirksamen Phasen klein zu halten, werden die Arme aktiv mit Schwung zurückgeholt. Das muss auch im Training geschult werden. Außerdem schlagen die Schmetterlinge wie die Kraulschwimmer mit den Füßen auf die hintere Welle. Die oben beschriebenen Effekte gilt es hier ebenso zu beachten und den Körper mit kräftiger Beinarbeit und gekonnter Delphinbewegung nach vorn zu kicken.
Man sieht: Nicht nur die beeindruckenden Leistungen und das einmalige Gefühl, sich im Element Wasser fortzubewegen, sind beim Schwimmen faszinierend. Auch die komplexen Vorgänge, die die Gesetze der Naturwissenschaft in unserem Sport so mit sich bringen, sorgen durchaus für überraschende Erkenntnisse. Dabei kratzen wir mit unseren Darlegungen gerade so an der Oberfläche. Viele Geheimnisse, die unser Sport mit sich bringt, wurden noch gar nicht gelüftet. Doch Stück für Stück kommt Licht ins Dunkel und für uns Schwimmer geht es nun darum, ohne Scheuklappen vor neuen Erkenntnissen das Beste aus diesen zu machen. Denn unsere Technik können wir ändern, die Physik des Schwimmens hingegen nicht.
Hinweis: Dieser Artikel erschien erstmals in der Frühjahresausgabe 2019 des swimsportMagazine. Alle noch verfügbaren Ausgaben der Zeitschrift für den Schwimmsport können im großen swimsportMagazine-Paket bestellt werden. Zum Sonderpreis erwarten euch hier mehr als 1500 Seiten geballtes Schwimmwissen --> Das swimsportMagazine-Paket
Wegen finanziellem Druck: Olympiasiegerin beendet ihre Karriere

Erst vor wenigen Wochen feierte Tatjana Smith (geb. Schoenmaker) bei den Olympischen Spielen von Paris mit doppeltem Edelmetall einen ihrer größten Karriereerfolge. In mitten der so erfolgreich verlaufenden Titelkämpfe entschied sich die 27-jährige Südafrikanerin jedoch überraschend, ihre Schwimmkarriere nach Olympia nicht weiter fortsetzen zu wollen. Nun sprach sie erstmals über die Gründe.
In einem Interview erklärte die Brustspezialistin, dass vor allem finanzieller Druck und die Schwierigkeit vom Leistungssport zu leben, sie zum frühen und durchaus unerwarteten Karriereende bewogen haben.
"Der Druck, meine Karriere zu beenden, kam von finanzieller Seite. Ich konnte mich glücklich schätzen, nach meinen Erfolgen von Tokio mit dem Schwimmen Geld zu verdienen. Davor war ich diesbezüglich stark von meinen Eltern abhängig und konnte finanziell nicht auf eigenen Beinen stehen.", erklärte Tatjana Smith in einem exklusiven Gespräch mit SportsBoom. Sowohl bei den Olympischen Spielen von Tokio als auch zuletzt in Paris, hatte Südafrikas erfolgreichste Olympionikin über die 100m und 200m Brust mit je einer Gold- und Silbermedaille glänzen können.
Doch trotz dieser Erfolge beschloss Smith noch während der Wettkämpfe in Paris den Schlussstrich unter ihre eindrucksvolle Karriere zu setzen - eine Entscheidung, die auch für sie selbst völlig unvermittelt kam. "Ich habe das Schwimmen nie fürs Geld machen wollen. Ich schwamm, weil ich den Sport liebe und das Kräftemessen liebe. Ich wollte schauen, wie weit ich mich selbst pushen und welche Limits ich brechen kann", reflektierte die südafrikanische Ausnahmeschwimmerin im Nachgang an Olympia.
In Zukunft möchte sich Smith für eine bessere finanzielle Wertschätzung im Schwimmsport stark machen.
Bild: IMAGO / ZUMA Press Wire
Deutsche Staffel wird Vize-WELTMEISTER bei der Freiwasser-JWM

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Bevor die Junioren-Weltmeisterschaften im Freiwasser in Alghero, Italien als beendet erklärt wurden, gab es zum Abschluss am Sonntag im 4x1,5km Mixed-Wettbewerb der U16-Staffeln die Silbermedaille für das deutsche Team.
Besetzt durch Sydney Savannah Ferch, Laura Marie Blumenthal Haz, Moritz Paul Erkmann und dem Junioren-Weltmeister Jonas Lieschke, schickte das deutsche U16-Team zunächst die Damen voraus und die Herren folgten. Eine Taktik, die aufging. In 1:13:54,30 schwamm das Quartett zu Silber.
Dem Gewinnerteam aus Ungarn (1:13:23,40) konnten sie nicht das Wasser reichen, aber auch das Team aus Italien (1:14:40,80) auf Platz drei schwamm erst 46,4 Sekunden nach den Deutschen ins Ziel. Deutlicher kann eine Entscheidung kaum ausfallen.
Zwei Stunden später starteten Luisa Rumler, Julia Ackermann, Finn-Constantin Kleinheinz und Lukas Paul Streuter in der 4x1,5 km U19-Staffel. In 1:13:17,20 Stunden landete das Team auf Platz acht. Der Sieg ging an Frankreich (1:11:45,70) vor den USA (1:11:45,90) und Spanien (1:11:46,00). Im Gegensatz zu den jüngeren Staffeln, fiel die Entscheidung um die Podestplätze hier enger aus. Letztlich entschied der Anschlag über Sieg und Niederlage.
Spannende Rennen gab es auch am Tag zuvor. Am Samstag wurden zum ersten Mal in der Geschichte der Junioren-Freiwasserwettbewerbe 3km-Knockout Sprints durchgeführt. Diese Distanz setzte sich zusammen, indem die Starterinnen und Starter in zwei verschiedenen Vorläufen pro Geschlecht zunächst ein 1,5km-Rennen absolvierten. Die 20 schnellsten zogen in das Halbfinale ein. In diesem wurde nach einer kurzen Pause ein Rennen über 1km bestritten. Abschließend ging es im Finallauf für die schnellsten zehn Schwimmer und Schwimmerinnen der vorherigen Runde in einem 500m-Rennen um den Titel der Sprint-Champions.
Aufseiten der Damen erschwamm Clemece Coccordano eine weitere Medaillie für Frankreich. Sie wurde Zweite und platzierte sich zwischen den beiden Amerikanerinnen Claire Weinstein und Brinkleigh Hansen, die zu Platz eins und drei sprinteten. Für Weinstein bedeutete dieser Erfolg bereits ihr zweites Gold in den Einzelstrecken der Veranstaltung. Für die deutschen Damen Hannah Gätjen und Julia Ackermann reichte es jeweils für Platz sechs und zehn.
Bei den Herren gelang es Kaito Tsujimori den ersten Titel der Geschichte des 3km Knockout Sprints nach Japan zu holen. Silber ging nach Griechenland, vertreten durch Vasileios Kakoulakis. Bronze und damit eine weitere Medaille bei diesen Junioren-Weltmeisterschaften ging mit Sacha Velly an Frankreich. Die beiden deutschen Moritz Paul Erkmann und Lukas Paul Streuter schafften es jeweils nicht in den Finallauf. Während Streuter nach den 1500m Vorläufen auf Platz 31 ausschied, beendete Erkmann den Sprintwettbewerb nach dem Halbfinale auf Rang 19.
Mit einmal Gold durch Jonas Lieschke über die 5km und einmal Silber in der U16-Mixed-Staffel beendete das deutsche Team die diesjährige Junioren-Weltmeisterschaft mit zwei Medaillen.
Bild: Archiv / European Aquatics
Paralympics: Gina Böttcher setzt den silbernen Schlusspunkt

Zehn Medaillen nach zehn Wettkampftagen - so lautet die eindrucksvolle Bilanz von Deutschlands paralympischen Schwimm-Assen. Am letzten Tag der Titelkämpfe in Paris durfte mit Gina Böttcher eine weitere deutsche Athletin über Edelmetall jubeln.
Über die 50m Rücken in der Startklasse S4 schwamm die 23-jährige Potsdamerin in 51,40 Sekunden auf den Silberrang und feierte somit ihre erste paralympische Medaille. Geschlagen geben musste sich Böttcher lediglich der Griechin Alexandra Stamatopoulou, die sich in 50,12 Sekunden den Sieg sicherte.
"Ich freue mich sehr, damit habe ich nicht gerechnet. Ich hatte auf Bronze gehofft – Silber macht mich jetzt sehr, sehr happy!", jubelte Böttcher nach ihrem Medaillenerfolg.
Nachdem er in den vergangenen Tagen bereits einen kompletten Medaillensatz perfekt gemacht hatte, musste Josia Topf bei seinem letzten Start doch noch dem straffen Wettkampfprogramm in Paris Tribut zollen. In 3:41,04 Minuten landete der erfolgreichste Athlet des Team D im Finale über die 200m Freistil in der Startklasse S3 auf dem fünften Platz. Zum Paralympics-Sieger kürte sich Umut Unlu (3:19,53) aus der Türkei.
Mit Verena Schott ging noch eine dritte deutsche Hoffnungsträgerin in den heutigen Finalläufen an den Start. Im Finale über die 100m Rücken der Startklasse S6 schwamm die Schwimmerin vom BPRSV Cottbus in 1:31,71 Minuten auf Platz 7. Über die Goldmedaille und einen neuen Weltrekord durfte die Chinesin Yuyan Jiang (1:19,44) jubeln.
Insgesamt konnte das deutsche Team in den Tagen von Paris viermal Gold, dreifaches Silber sowie drei Bronzemedaille auf dem Edelmetallkonto verbuchen. Diese starke Ausbeute verbunden mit zahlreichen Finalteilnahmen und deutschen Rekorden geben zweifellos Grund für Stolz und Zufriedenheit.
Links zu den Paralympics 2024:
Bild: Tino Henschel
Paralympics-Silber für Tanja Scholz | Josia Topf komplettiert Medaillensatz

Die Erfolgswelle der deutschen Para-Schwimmer setzte sich auch am vorletzten Wettkampftag der Titelkämpfe in Paris eindrucksvoll fort. Sowohl Tanja Scholz als auch Josia Topf gingen erneut erfolgreich auf Medaillenjagd und fügten der Edelmetallsammlung des Team D eine Silber- sowie eine Bronzemedaille hinzu.
Über die 50m Freistil in der Startklasse S4 fehlten der bereits mit Gold dekorierte Tanja Scholz nur wenige Zehntel, um ihren Goldtriumph zu wiederholen. In 40,75 Sekunden musste sich die 40-jährige Elmshornerin lediglich der US-Amerikanerin Leanne Smith geschlagen geben, die in neuer Weltrekordzeit (40,03) zum Paralympics-Titel schwamm.
Auch Josia Topf hatte in Paris bereits über Gold und Silber jubeln dürfen und komplettierte auf dem Bronzerang über die 50m Freistil in der Startklasse S3 nun seinen Medaillensatz. Beim Sieg von Umut Unlu (44,83) aus der Türkei zeigte das 21-Jährige Ausnahmetalent in 45,61 Sekunden eine überzeugende Vorstellung, trotz des straffen Wettkampfprogramms der letzten Tage. Mit dem Medaillen-Triple kürte sich der Erlanger zum bislang erfolgreichsten deutscher Sportler bei den Paralympics.
Mit Malte Braunschweig war ein weiterer deutscher Hoffnungsträger in den Finalläufen am gestrigen Tag vertreten. Über die 100m Schmetterling in der Startklasse S9 zeigte der Berliner ein beherztes Rennen und lag zwischenzeitlich lange auf Medaillenkurs. In einem sehr engen Feld, in dem die Plätze drei bis sechs lediglich 2,1 Zehntel von einander getrennt waren, landete Braunschweig am Ende in 1:01,29 Minuten jedoch außerhalb der Medaillenränge auf dem sechsten Platz. Gold ging an den Italiener Simone Barlaam, der mit einem neuen Europarekord (57,99) glänzte.
Vor dem letzten Wettkampftag haben Deutschlands Para-Asse dank der erfolge von Scholz und Topf somit neunfaches Edelmetall auf dem Medaillenkonto. Auf vier deutsche Starts verbunden mit berechtigten Final- und Medaillenhoffnungen dürfen sich Schwimm Fans zum Abschluss der paralympischen Wettbewerbe in Paris noch freuen.
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Bild: Tino Henschel
Junioren-Weltmeister! Jonas Lieschke holt Gold bei der Freiwasser-JWM

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An Tag zwei der Juniorenweltmeisterschaft im Freiwasserschwimmen in Alghero, Italien gab es Gold für Deutschland. Jonas Lieschke schwamm zum Sieg über die 5km. Seine Teamkollegen erreichten zudem zwei weitere Platzierungen in den besten Zehn.
Die erste Medaille für das deutsche Team und dann direkt Gold: Besser hätte Jonas Lieschke es nicht machen können. Über die 5km der Herren wählte der 15-jährige Hamburger den richtigen Kurs und schwamm nach 59:42,10 Minuten souverän als Erster in den Zielgarten.
Erst 13,30 Sekunden später folgte der Ungare Balint Kreisz (59:55,40) auf Platz zwei. Konstantinos Chourdakis aus Griechenland kam in 59:57,80 Minuten als Drittes ins Ziel. Ein weiterer deutscher Teilnehmer über diese Strecke war Mattheo Strassburger. Er schwamm nach 1:00:21,70 Stunden auf den zwölften Platz.
Im 5-km-Rennen der Frauen ging, vertreten durch Sydney Savannah Ferch lediglich eine deutsche Schwimmerin an den Start. Sie meisterte die Strecke in 1:04:33,20 Stunden, was ihr Platz sieben einbrachte. Die Siegerin, Brinkleigh Hansen (1:03:05,30), kam aus den USA. Silber und Bronze gingen jeweils an Anna Bartalos (1:03,09,50) aus Ungarn und Mahila Spennato (1:03:14,80) aus Italien.
Zum Tagesabschluss folgten dann die 7,5km-Strecken, die typischerweise bei Wettbewerben im Juniorenbereich geschwommen werden. Bei den Damen ging hier Laura Marie Blumenthal Haz an den Start. Nach 1:27:25,80 Minuten schlug sie auf Platz 13 an. Das bereits zweite Gold des Tages gewann in diesem Wettbewerb die USA. So schwamm Claire Weinstein (1:25:43,30), vor einigen Wochen noch bei den Olympischen Spielen in Paris mit der Silbermedaillengewinnerin in der 4x 200m Freistil Staffel gekürt, heute im Freiwasser an die Spitze des Feldes. Clara Martinez de Salinas Pena (1:25:46,00) aus Spanien und Nagy Napsugar (1:25:39,69) aus Ungarn kamen hinter ihr ins Ziel.
Bei den Herren schwamm Lukas Paul Steuter (1:19:07,60) über diese Strecke zu Platz sechs. Sein Teamkollege Finn-Constantin Kleinheinz (1:20:26,30) erreichte den elften Platz. Die Türkei schnappte sich hier gleich zwei Podestplätze. Emir Batur Albayrak (1:18:34,30) gewann Gold und Atakan Ercan (1:18:39,00) erhielt Bronze. Zwischen ihnen schob sich der Italiener Davide Grossi (1:18:34,50).
Am Samstagmorgen geht es weiter mit den 3km Knockout Sprints. Hier starten die Schwimmer und Schwimmerinnen des Wettbewerbes in mehreren Läufen in der Hoffnung, sich für die Halbfinals und das Finale zu qualifizieren, um so zum Sprintmeister ernannt zu werden.
Bild links: Via Hamburg Swimming
Nina Holt im Goldrausch bei WM der Rettungsschwimmer

Nur wenige Wochen nachdem Nina Holt in Paris ihre olympische Premiere feierte, glänzte sie wieder einmal mit herausragenden Leistungen bei den Weltmeisterschaften der Rettungsschwimmer. Bei den an der australischen Gold Coast ausgetragenen Titelkämpfen stand Deutschlands erfolgreichste Rettungsschwimmerin der letzten Jahre insgesamt fünfmal ganz oben auf dem Podest.
Neben zwei Staffelerfolgen schwamm Nina Holt über alle drei Einzeldisziplinen, die sie bei der WM in Angriff nahm, zu Gold. Wie schon bei den vergangenen Titelkämpfen vor zwei Jahren triumphierte die in Magdeburg trainierende 21-Jährige sowohl über die 50m Retten (33,20 Sekunden) als auch in der 100m Kombinierten Rettungsübung (1:05,75) und stellte in beiden Rennen neue Weltrekordzeiten auf. Zudem schwamm sie erstmalig zum WM-Titel im 200m Hindernisschwimmen (2:04,31).
Auch dank der überragenden Leistungen von Nina Holt sicherte sich das deutsche Team mit insgesamt fünf WM-Titeln und elf Medaillen den fünften Platz in der Nationenwertung. Mit dem Heimvorteil im Rücken siegten hier die Schwimmerinnen und Schwimmer aus Australien.
Bild: Archiv
2x Gold, 2x Weltrekord: Engel und Semechin zeigen Gold-Show in Paris

Was für ein Tag: Bei den paralympischen Schwimmwettbewerbe in Paris zündeten am Donnerstag die deutschen Asse allesamt Rekordkracher. So gewannen Taliso Engel und Elena Semechin jeweils in Weltrekordzeit Gold und Maurice Wetekam stellt einen neuen deutschen Rekord auf.
Schon mit dem Weltrekord im Vorlauf der 100m Brust (SB13) deutete es darauf hin, dass Taliso Engel gute Chancen haben würde, seinen Titel der zurückliegenden Paralympischen Spiele zu verteidigen. Diese Chance nutze er dann heute im Finale tatsächlich auf beeindruckende Art und Weise. In 1:01,90 Minuten war er erneut auf dem Niveau seines Weltrekord vom Vormittag (1:01,84) unterwegs und schwamm unangefochten zu Gold.
Ein Vorbeikommen gab es dabei nicht. Der Zweitschnellste, Nurdaulet Zhumagali (KAZ), kam 2,93 Sekunden später ins Ziel. Er erreichte nicht nur den Silberrang, sondern stellte zudem einen neuen paralympischen Rekord in der Startklasse SB12 auf. Das Podium komplettierte Vali Israfilov aus Azerbaijan in 1:05,35 Minuten.
Die Goldmedaille Nummer Zwei für das deutsche Team am heutigen Tag folgte direkt im Anschluss. Elena Semechin unterbot ihre eigene Bestmarke über die 100m Brust (SB13) bei den Damen um 0,17 Sekunden. In der Endzeit von 1:12,54 Minuten tat die Berlinerin, die einen Hirntumor besiegt und ein beeindruckendes Comeback gegeben hatte, es damit ihrem Teamkollegen gleich und verteidigt ihren Titel von Tokio. Die Brasilianerin Maria Gomes Santiago (1:15,62) und die Chinesin Zheng Jietong (1:20,03) schwammen jeweils zu Platz zwei und drei.
Maurice Wetekam hatte ebenfalls einen Grund zum Jubeln. Über die 200m Lagen (SM9) schwamm er in einer Zeit von 2:20,60 Minuten zu einem neuen deutschen Rekord. Mit dieser Leistung kam er auf den sechsten Platz. Gold ging an Timothy Hodge, der in 2:13,31 einen neuen paralympischen Rekord aufstellte. Silber und Bronze gewannen die beiden Franzosen Ugo Dider (2:15,98) und Hector Denayer(2:15,98).
In den Strecken ohne deutsche Beteiligung fielen ebenfalls Weltrekorde sowie Paralympische Rekorde. Bei den 100m Brust (SB7) der Frauen verbesserte Mariia Pavlova (AIN) in 1:26,09 Minuten ihren eigenen Weltrekord um 0,77 Sekunden und gewann somit Gold. Für den Italiener Antonio Fantin bedeutete seine Endzeit von 1:03,12 Minuten über die 100m Freistil (S6) der Herren ein neuer paralympischer Rekord. Ein weiterer paralympischer Rekord fiel bei den 100m Brust (SB11) der Damen. Dieser wurde von Daria Lukianenko (1:18,31) aufgestellt.
Außerdem gab es heute einen Dreifachsieg. Die chinesischen Herren räumten den kompletten Medaillensatz über die 50m Freistil (S5) ab. Jincheng Guo schwamm in neuer Weltrekordzeit von 29,33 Sekunden zu Gold. Auch er brach hiermit seine eigene Bestmarke, die zuvor bei 29,78 Sekunden lag. Hinter Jincheng schlugen Yuan Weiyi (30,80) und Wang Lichao (31,23) an. Einen weiteren Weltrekord knackten die Chinesen im 4x50m Lagen Mixed Wettbewerb (20 Punkte). 2:24,83 Minuten lautet ihre Zeit, was mit dem Gewinn der Goldmedaille einherging.
Links zu den Paralympics 2024:
Bild: Tino Henschel
Freiwasser Junioren-WM: Gätjen schwimmt unter die besten Zehn

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Zum Abschluss des Sommers nutzt der deutsche Freiwassernachwuchs bei den Junioren-Weltmeisterschaften noch einmal die Gelegenheit, sich in Alghero (Italien) mit den Besten der Welt zu messen. Der erste von vier Wettbewerbstagen wurde am Donnerstag mit den Rennen über die 10km der Damen und Herren eröffnet. Für das deutsche Team gab es eine Top-Ten Platzierung bei den Damen.
Für das deutsche Team gingen Hannah Gätjen (SG Storman Barsbüttel) und Luisa Rumler (SG Stadtwerke München) als einzige Starterinnen des Tages ins Wasser. Das Rennen war vom Anfang bis zum Ende von Spannung durchzogen. Die Podestplätze verteilten sich über die Runden hinweg immer neu und auch für Gätjen sah es lange gut aus.
Am Ende erreichte sie in 2:09:22,00 Stunden den siebten Platz und somit eine gute Platzierung in den Top-Ten. Rumler schwamm nach 2:10:43,40 Stunden auf den elften Platz. Die Entscheidung um die Medaillen fiel trotz der langen Distanz erst auf den allerletzten Drücker. In einem spannenden Dreikampf war die Hand der US-Amerikanerin Claire Stuhlmacher nach 2:09:15,90 Stunden als erste an der Anschlagmatte. Silber und Bronze gingen an Chiara Sanzullo (2:09:16,20) aus Italien und Georgia Makri (2:09:16,60) aus Griechenland.
Das Rennen der Herren fand ohne deutsche Beteiligung statt. Sacha Velly (1:59:44,20), der sich bereits die Goldmedaille bei den diesjährigen Junioren-Europameisterschaften in Wien erschwamm, setzte heute noch einen obendrauf und krönte sich zum Juniorenweltmeister. Mit satten 29,30 Sekunden Vorsprung vor Piotr Wozniak (2:00:13,60) aus Polen bewies Velly, dass er in Zukunft durchaus auch bei den Erwachsenen mitmischen wird. Bronze gewann der Lokalmatador Vincenzo Caso aus Italien in 2:00:15,80 Stunden und sicherte seiner Nation somit die zweite Medaille des Tages.
Am Freitag starten zunächst die Wettbewerbe über die 5km, bevor es zur Mittagszeit auf die 7,5km Strecken geht.
Bild: Symbolfoto / Archiv
Paralympics: Taliso Engel schwimmt Weltrekord im Vorlauf

Im heutigen Vorlaufsabschnitt bei den paralympischen Spielen in Paris ließ es das deutsche Team so richtig krachen. Taliso Engel, der Paralympics-Sieger über 100m Brust (SB13) von Tokio, zeigte heute, dass er diesen Titel mit allem, was er hat, verteidigen möchte.
In 1:01,84 Minuten stellte er einen neuen Weltrekord auf und verbesserte damit die alte, von ihm selbst gehaltene Bestmarke um fast vier Zehntel. Damit hat er nach den Vorläufen mehr als drei Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten und geht absoluter Top-Favorit ins Finale heute Abend.
Ebenso beeindruckend lieferte Elena Semechin (geb. Krawzow) ab. Auch sie konnte die 100m Brust (SB12) bei den Paralympics in Tokio für sich entscheiden, geht also als Titelverteidigerin ins Rennen. Die Berlinerin stellte in den Vorläufen unter Beweis, dass sie auch drei Jahre später wieder in der Lage ist, zu gewinnen. In 1:13,12 Minuten lieferte sie einen neuen paralympischen Rekord ab und schwamm mit der Vorlaufbestzeit ins Finale. Auch bis zu dem von ihr gehaltenen Weltrekord fehlt nicht mehr viel. Damit war Semechin am Morgen mehr als sechs Sekunden vor dem Rest des Feldes.
Über 200m Lagen (SM9) schwamm Maurice Wetekam in 2:21,71 Minuten auf Platz vier der Vorläufe, nur 13 Hundertstel hinter dem Drittplatzierten. Der Bronzemedaillengewinner über 100m Brust hat also gute Chancen, sein Kunststück zu wiederholen, und kann heute Abend ganz vorne um die Medaillen mitschwimmen.
Über 100m Brust der Damen in der Startklasse SB13 schwamm Johanna Döhler in 1:30,47 Minuten auf Platz 10. Damit hat die 14-Jährige alle Starts bei ihrem paralympischen Debut absolviert.
Über die gleiche Strecke, ebenfalls in der Startklasse SB13, schwamm Philip Hebmüller in 1:11,15 Minuten auf Platz 10 und verpasste damit das Finale, wie schon über 200m Lagen, nur um wenige Plätze. Auch für ihn waren es seine ersten Paralympischen Spiele.
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Bild: Tino Henschel
Livestreams der Junioren-WM im Freiwasserschwimmen 2024

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Vom 5. bis 8. Sepember 2024 finden im italienischen Alghero die Junioren-Weltmeisterschaften im Freiwasserschwimmen statt. Deutschland schickt ein zehnköpfiges Team an den Start. Die Events der Freiwasser-JWM könnt ihr im kostenfreien Livestream verfolgen. Unten findet ihr die einzelnen Livestreams der Junioren-WM 2024 im Freiwasserschwimmen.
Geschwommen werden in Alghero je nach Altersgruppe die 5km, 7,5km und 10km sowie 4x1500m. Hinzu kommt ein neues Event: Der "Knockout Sprint". Dabei sind drei Runden über 1500m, 1000m und 500m zu absolvieren und nach jeder Runde scheiden die hinten liegenden Aktiven aus.
Hier findet ihr die Livestreams der Junioren-WM im Freiwasserschwimmen:
05.09.2024: Junioren-WM LIVESTREAM - 10km
06.09.2024: Junioren-WM LIVESTREAM - 5km / 7,5km
07.09.2024: Junioren-WM LIVESTREAM - 3km Knockout
08.09.2024: Junioren-WM LIVESTREAM - 4x1,5km
Naomi Maike Schwarz: ''Ich hätte nicht gedacht, dass ich überhaupt hier stehe.''

Im heutigen Finalabschnitt bei den Paralympics in Paris richteten sich die Blicke des deutschen Teams auf Naomi Maike Schwarz (geb. Schnittger), die als einzige Vertreterin des Team D den Sprung in die Endläufe der besten Acht geschafft hatte. Im Finale über die 100m Freistil in der Startklasse S12 landete die 30-jährige Potsdamerin am Ende auf dem siebten Platz.
Bei ihren dritten Paralympics verbesserte die Silbermedaillengewinnerin von Rio ihre Zeit aus den Vorläufen um zweieinhalb Zehntel auf 1:02,73 Minuten. Für einen Platz auf dem Treppchen hätte Schwarz eine deutlich schnellere Zeit von 1:01,05 Minuten benötigt. Der Paralympics-Titel ging an die bereits mit Gold dekorierte Brasilianerin Maria Carolina Gomes Santiago, die in 59,30 Sekunden als einzige Athletin die Minutenmarke knackte. Doch wichtiger als Platzierungen und Medaillen war für Schwarz die Erfahrung insgesamt in Paris.
"Es ist irre, es ist einfach tough. Es war so viel, so eine Anspannung die letzten Monate. Das letzte Jahr, die letzten Jahre", erzählte Schwarz nach dem Rennen mit emotionalen Worten. Wegen einer Depression hatte die Spitzensportlerin 2021 nicht an den Spielen in Tokio teilnehmen können. Ein harter Schlag, doch Scharz kämpfte sich auf beeindruckende Art und Weise zurück in den Leistungssport und letztendlich nach Paris.
"Es war auf jeden Fall sehr herausfordernd. Ich hätte nicht gedacht, dass ich überhaupt hier stehe. Vor allem die zwei, drei, vier Stunden vor dem Rennen habe ich ganz schön zu kämpfen und versuche alles nochmal durchzugehen, was ich in der Therapie gelernt habe", sagte Schwarz. Wie ein Uhrwerk gehe sie immer wieder ihre Ängste, Sorgen und Gedanken mit ihrem Trainer Maik Zeh durch. "Ich habe mir viel Kraft für diese Anstrengung, alles mental oben zu halten, genommen", sagte Schwarz, die ihr großes Ziel aber verwirklichte: einfach wieder ins Wasser zu springen. Fünf Mal tat sie dies in Paris, fünf wichtige Schritte auf ihrem Weg zurück zu alter Stärke.
Während für Schwarz die Paralympics nun beendet sind, bleiben den weiteren deutschen Paralympics-Assen nun noch drei Tage, um die bisherige Medaillenausbeute von fünffachem Edelmetall zu steigern. Einige heiße Eisen hat das Team noch im Feuer, es bleibt also spannend in Paris.
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Naomi Maike Schwarz macht den nächsten Finaleinzug klar

Schon seit einer Woche kämpfen die Athleten bei den Paralympics in Paris um die Medaillen. Am siebten Wettkampftag konnte das deutsche Team einen weiteren Finaleinzug für sich verbuchen.
Über 100m Freistil (S12) schwamm Naomi Maike Schwarz in 1:02,99 Minuten auf Platz fünf der Vorläufe und qualifizierte sich damit souverän für den Endlauf. Die Athletinnen trennten in den Vorläufen oft nur Zehntelsekunden. Alles deutet also auf ein spannendes Finale hin. Auch über die 100m Rücken stand die Potsdamerin bei ihren dritten Paralympics bereits im Finale.
Mira Jeanne Maack, die Bronze-Medaillen-Gewinnerin über 100m Rücken, verpasste das Finale über 400m Freistil (S8) denkbar knapp um nur einen Platz. In 5:19,92 Minuten schwamm sie auf Platz 9.
Über 50m Brust (SB3) schwamm Gina Böttcher in 1:12,89 Minuten auf Platz 11. Böttcher hatte zuvor bereits den Einzug ins Finale über 150m Lagen geschafft und wird zudem noch über 50m Rücken an den Start gehen.
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Deutsche Talente greifen bei Junioren-WM im Freiwasser an

Die neue Saison hat mancherorts schon begonnen, doch im Nachwuchsbereich steht noch ein internationaler Höhepunkt der Saison 2023/24 auf dem Programm: Von Donnerstag bis Sonntag finden im italienischen Alghero die Junioren-Weltmeisterschaften im Freiwasserschwimmen statt. Deutschland schickt ein zehnköpfiges Team an den Start.
Die Mannschaft besteht vorrangig aus Talenten, die im Juli bereits bei den Junioren-Europameisterschaften im Freiwasserschwimmen überzeugen konnten. Insgesamt drei Medaillen hatte es bei den Titelkämpfen in Wien für das deutsche Team gegeben.
Unter anderem hatte der Chemnitzer Jonas Kusche Bronze über die 10km geholt und auch der deutschen U19-Staffel zu Platz drei verholfen. Aus gesundheitlichen Gründen musste Kusche aber die Teilnahme an der Junioren-WM absagen.
Geschwommen werden in Alghero je nach Altersgruppe die 5km, 7,5km und 10km sowie 4x1500m. Hinzu kommt ein neues Event: Der "Knockout Sprint". Dabei sind drei Runden über 1500m, 1000m und 500m zu absolvieren und nach jeder Runde scheiden die hinten liegenden Aktiven aus.
Das deutsche Team für die Junioren-WM im Freiwasserschwimmen 2024:
5km: Sydney Savannah Ferch (SG Dortmund/2009)
7,5km: Laura Marie Blumenthal Haz (SG Dortmund/2008)
10km: Hannah Gätjen (SG Stormarn Barsbüttel/2006), Luisa Rumler (SG Stadtwerke München/2006)
Staffelteilnehmerin*: Julia Ackermann (SC Chemnitz/2007)
5km: Jonas Lieschke (Hamburger SC/2009), Mattheo Straßburger (STV Limbach-Oberfrohna/2009)
7,5km: Finn-Constantin Kleinheinz (SC Magdeburg/2007), Lukas Steuer (Wasserfreunde 04 Spandau/2007)
Staffelteilnehmer*: Moritz Erkmann (SC Chemnitz/2008)
*) Die weitere Staffelbesetzung wird nach den Einzelrennen festgelegt.
Universiade 2025: Schwimm-Events finden in Berlin statt

Dass die World University Games im nächsten Sommer Station in Deutschland machen werden, steht schon seit einiger Zeit fest. Doch bislang war über den Austragungsort der Schwimmwettbewerbe noch gerätselt wurden. Nun steht fest: Es geht nach Berlin.
Alle zwei Jahre finden die internationalen Titelkämpfe für Studierende aus aller Welt statt. Auch im nächsten Sommer wird es wieder soweit sein, wenn vom 16. bis 27. Juli zahlreiche Sportevents in der Rhein-Ruhr-Region ausgetragen werden, die als offizieller Austragungsort der Universiade fungieren wird.
Aufgrund der besseren infrastrukturellen Gegebenheiten werden einige Sportarten jedoch in andere deutsche Städte ausgelagert. Neben Schwimmen wird es auch fürs Wasserspringen und Volleyball in die Bundeshauptstadt gehen.
Die Berliner Schwimmhalle im Europasportpark (SSE) gilt als eine der Schnellsten und Bestausgestatteten und bietet demnach ausgezeichnete Vorraussetzungen für die studentische Schwimm-Elite.
Erwartet werden im Rahmen der Universiade etwa 8500 Sportlerinnen und Sportler aus insgesamt 150 Ländern. Der nächste spannungsgeladene und mit Highlights gefüllte Sportsommer steht also bevor!
Paralympics: Hebmüller schrammt am Finale vorbei | Engel disqualifiziert

Über 200m Lagen (SM13) der Damen ging Johanna Döhleran den Start. Die 14-Jährige schwamm bei ihrem Paralympics-Debut in 2:51,33 auf Platz 12. Alle drei, Hebmüller, Engel und Doehler werden noch über 100m Brust an den Start gehen und dort ihr Können erneut unter Beweis stellen. Es bleibt also weiterhin spannend für das deutsche Team.
Über 50m Schmetterling (S6) schwamm Verena Schott in 41,07 Sekunden auf Platz 10. Die Vielstarterin stand bereits im Finale über 200m Lagen und 100m Brust und wird zudem noch über 100m Rücken an den Start gehen.
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Auf Gold folgt Silber: Josia Topf holt zweite Paralympics-Medaille

Nach seinem Golderfolg am gestrigen Tag, knüpfte Josia Topf bei den Paralympics in Paris unmittelbar an seine starken Leistungen an und schwamm ein weiteres Mal auf das Siegerpodest.
Über die 50m Rücken in der Startklasse S3 durfte der bislang fleißigste deutsche Medaillensammler über die Silbermedaille jubeln. In 47,06 Sekunden musste sich Topf lediglich dem Ukrainer Denys Ostapchenko (45,16) geschlagen geben, dessen Teamkollege Serhii Palamarchuk (50.48) zu Bronze schwamm.
Ebenfalls im Finale am heutigen fünften Wettkampf vertreten war die Berlinerin Elena Semechin (geb. Krawzow). Die Paralympics-Siegerin über die 100m Brust von Tokio wurde über die 50m Freistil der Startklasse S13 beim Sieg der Brasilianerin Maria Carolina Gomes Santiago (26,75) Sechste. In 27,98 Sekunden fehlten ihr zu den Medaillenrängen lediglich 3,8 Zehntelsekunden.
Das deutsche Team hat damit in Paris mittlerweile fünf Medaillen auf dem Konto. Jeweils zweimal Gold und Bronze sowie eine Silberplakette durfte das Team bereits bejubeln. Noch bis Samstag gehen die Schwimmwettbewerbe in Paris.
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Paris: Josia Topf erneut auf Medaillenkurs

Auch am fünften Tag der Paralympics konnte das deutsche Team in den Vorläufen überzeugen. Über 50m Rücken in der Startklasse S3 weckte Josia Topf erneut Medaillenhoffnungen.
Der Paralympics-Sieger über 150m Lagen kam in 49,14 Sekunden kam als Drittschnellster der Vorläufe weiter. Nur die beiden Ukrainer Denys Ostapchenko und Serhii Palamarchuk waren schneller. Im Finale heute Abend hat Topf somit gute Chancen erneut im Kampf um die Medaillen mitzumischen.
Über die 50m Freistil (S12 und S13) der Damen gingen gleich zwei deutsche Athletinnen an den Start. Elena Krawzow (S12) schwamm in 28,18 Sekunden auf Platz sieben der Vorläufe und wird im Finale versuchen sich in den Platzierungen noch weiter nach oben zu schwimmen. Naomi Maike Schwarz (S12) schlug in 28,81 Sekunden auf Platz 14 der Vorläufe an.
Über die 50m Freistil der Startklasse S9 und S8 verpasst Malte Braunschweig das Finale knapp. In 26,56 Sekunden kam er auf Platz 13. Der Italiener Simone Barlaam stellte in diesem Wettkampf einen neuen paralympischen Rekord auf (24,24 Sekunden).
Auch Taliso Engel (S13) schrammte über 50m Freistil knapp am Finale vorbei. In der Startklasse S12 und S13 kam er in 24,72 Sekunden auf Platz 10.
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11-jährige Chinesin schwimmt 2:09 über 200m Schmetterling

Nicht nur Sun Yangs Comeback sorgte bei den chinesischen Sommermeisterschaften vor einigen Tagen Tagen für Schlagzeilen. Auch die erst 11-jährige Yu Zidi zog die Blicke mit überraschend schnellen Zeiten auf sich.
Über die 200m Schmetterling schwamm sie in 2:09,86 Minuten zum Sieg und verbesserte damit ihre Bestzeit aus dem April um mehr als vier Sekunden.
Damals hatte sie bei den nationalen Frühjahres-Meisterschaften ein Mammutprogramm von zehn Strecken absolviert und unter anderem eine 4:40er Leistung über die 400m Lagen abgeliefert.
Bei den Sommermeisterschaften gab es für die im Oktober 2012 geborene Schwimmerin nun ein etwas schmaleres Programm. Neben den 200m Schmetterling bestritt Yu Zidi unter anderem auch die 200m Lagen, die sie in 2:12,57 Minuten für sich entschied.
Zum Vergleich: Die Deutschen Jahrgangs über beide Strecken stehen in Yus Altersklasse bei 2:20,09 Minuten über die 200m Schmetterling und 2:24,02 Minuten über die 200m Lagen.
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Doppelter Goldstreich: Tanja Scholz und Josia Topf triumphieren bei den Paralympics

Am vierten Wettkampftag der paralympischen Schwimmbewerbe durfte das deutsche Team über den ersten Triumph in Paris jubeln - und nur wenige Minuten später kam direkt eine zweite Goldmedaille hinzu.
Den Grundstein für den bislang erfolgreichsten Tag für Deutschlands Para-Asse legte Tanja Scholz über die 150m Lagen der Damen in der Starklasse SM4. Obwohl Scholz eigentlich sogar eine Startklasse "tiefer" (SM3) antritt, schwamm die Elmshornerin souverän zum Sieg.
In 2:51,31 Minuten verbesserte sie nicht nur ihre eigene nationale Bestmarke um gute zwei Sekunden, sondern stellte zugleich auch einen neuen paralympischen Rekord auf. Die Silbermedaille sicherte sich die unter neutraler Flagge startende Nataliia Butkova (2:54,68).
Auch die zweite deutsche Starterin Gina Böttcher hatte als Drittplatzierte der Vorläufe Medaillenhoffnungen geweckt, musste sich aber in einem packendem Duell um Bronze am Ende mit dem vierten Platz zufrieden geben. In 2:57,44 Minuten fehlten der dreifachen Europameisterin aus diesem Jahr lediglich 28 Hundertstel zum Bronzerang, der im Anschlag an die Brasilianerin Lidia Vieira da Cruz ging.
Der zweite Goldmoment des Abends ließ danach nicht lange auf sich warten, denn direkt im nächsten Finale der Männer über die 150m Lagen in der Startklasse SM3 war Josia Topf nicht zu schlagen. In 3:00,16 Minuten zeigte Topf eine wahre Glanzvorstellung und wurde seiner Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht.
Für den 21-jährigen Erlanger ist dies zweifellos der größte Erfolg seiner noch jungen Karriere. Die weiteren Medaillen gingen an das australische Duo Ahmed Kelly (3:02,16) und Grand Patterson (3:06,94).
Mit Verena Schott war einer weiteren deutschen Schwimmerin der Sprung in die Runde der Top Acht gelungen. Über die 100m Brust der Damen in der Startklasse SB5 schwamm die Bronzemedaillengewinnerin von Tokio in 1:49,35 Sekunden auf den fünften Platz. Den Paralympics-Titel erkämpfte sich hier die Britin Grace Harvey (1:42,33).
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Scholz, Topf und Böttcher wecken Medaillenhoffnungen bei den Paralympics

Die deutsche Mannschaft mischt bei den Paralympics in Paris weiter stark mit. Am Sonntag konnten gleich mehrere Teammitglieder in den Vorläufen aussichtsreiche Finalplatzierungen erschwimmen.
Über die 150m Lagen der Damen hat das Team im Finale der Startklasse SM4 heute gleich zwei heiße Eisen im Feuer. Tanja Scholz (2:55,89) und Gina Böttcher (2:58,49) qualifizierten sich mit der zweit- und drittschnellsten Zeit für den Endlauf am späten Nachmittag. Den Vortritt mussten sie am morgen nur der unter neutraler Flagge startenden Nataliia Butkova (2:55,71) überlassen.
Hoffnungen auf einen Podestplatz weckte auch Josia Topf. Ebefalls über die 150m Lagen zog er in 3:11,99 Minuten als Drittschnellster ins SM3-Finale ein. Die Australier Grant Patterson (3:07,88) und Ahmed Kelly (3:08,25) lieferten die Top-Leistungen der Vorläufe ab.
Über die 100m Brust Brust gelang zudem Verena Schott (1:53,87) mit Platz sechs der Einzug ins Finale der Startklasse SB5. Mira Jeanne Maack, die gestern über die 100m Rücken Bronze geholt hatte, beendete heute die 200m Lagen (SM8) auf Platz 13 in 3:05,39 Minuten.
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Paralympics: Mira Jeanne Maack holt Medaille mit Deutschem Rekord

Das deutsche Team setzt die glänzende Vorstellung bei den Paralympics weiter fort: Am Samstag schwamm die Berlinerin Mira Jeanne Maack in Paris aufs Podest.
Über die 100m Rücken sicherte sich die 20-Jährige im Finale der Startklasse S8 die Bronzemedaille und verbesserte dabei in 1:18,36 Minuten ihren erst im Vorlauf aufgestellten Deutschen Rekord.
Diese Bestleistung war auch notwendig, um im Kampf ums Podest die letztlich viertplatzierte Chinesin Zhen Tingting (1:18,96) hinter sich zu lassen. Den Titel schnappte sich die Britin Alice Tai (1:09,06) mit satten fünf Sekunden Vorsprung vor der unter neutraler Flagge startenden Viktoriia Ishchiulova (1:14,97).
Ebenfalls über die 100m Rücken, allerdings in der Startklasse S12, stand die Potsdamerin Naomi Maike Schwarz im Finale. In 1:15,08 Minuten stellte auch sie einen neuen Deutschen Rekord auf und schlug beim Sieg der Brasilianerin Maria Carolina Gomes Santiago (1:08,23) als Achte an.
Das deutsche Schwimmteam hat damit in Paris bisher zwei Bronzeplaketten auf dem Konto. Bereits am Freitag schwamm Maurice Wetekam über die 100m Brust auf Platz drei.
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Bild: Tino Henschel
Paralympics: Mira Jeanne Maack schwimmt als Drittschnellste ins Finale

Zwei Finaltickets gab es am Samstag fürs deutsche Schwimmteam bei den Paralympischen Spielen in Paris. Über die 100m Rücken gelang der Berlinerin Mira Jeanne Maack ein aussichtreicher Einzug in den Endlauf der Startklasse S8.
In 1:19,69 Minuten schwamm die 20-Jährige mit der drittschnellsten Zeit des Feldes ins Finale. Die Spitzenzeit des Morgens kam in 1:14,26 Minuten von der Britin Alice Tai.
Ebenfalls über die 100m Rücken, aber in der Startklasse S12 steht Naomi Maike Schwarz im Endlauf. Die Potsdamerin zog in 1:16,97 als Achte ins Finale ein, in dem die Brasilianerin Maria Carolina Gomes Santiago (1:09,60) auf der Bahn vier starten wird.
Ihr Debüt auf der paralympischen Bühne gab heute zudem die erst 14-jährige Johanna Döhler. Über die 400m Freistil wurde die Berlinerin in der Startklasse S13 in 5:10,84 Minuten Neunte.
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