Ledecky, Dressel, Manuel: Diese US-Stars starten bei Olympia 2024

(24.06.2024) Nach neun intensiven Wettkampftagen bei den US Trials in Indianapolis steht das amerikanische Schwimmteam für die Olympischen Spiele in Paris fest. Insgesamt werden 46 Aktive auf die Jagd nach olympischem Edelmetall gehen.
Am letzten Tag der Trials sicherte sich Simone Manuel über die 50m Freistil zusätzlich zu ihrem bereits sicheren Staffelstart auch noch das erhoffte Einzelticket für Paris. In 24,13 Sekunden setzte sich die 100m-Olympiasiegerin von 2016 hauchdünn gegenüber Gretchen Walsh (24,15) durch, die mit einem von zwei Weltrekorden in der vergangenen Woche zweifellos für einen Glanzmoment bei den Trials gesorgt hatte.
Im zweiten Rennen des Tages schwamm Bobby Finke souverän zum Sieg über die 1500m Freistil. In 14:40,28 Minuten schob sich der amtierende Olympiasieger zudem auf Platz zwei der Weltjahresbestenliste. Den zweiten Startplatz für die olympischen Titelkämpfe schnappte sich David Johnston (14:52,74).
Somit werden insgesamt 20 Schwimmerinnen und 26 Schwimmer das Team USA bei den Olympischen Spielen in Paris vertreten und sich anschicken, wie schon in Tokio, die Spitze des Medaillenspiegels zu erobern. Das Team zeichnet sich durch einen bunten Mix aus Olympia-Neulingen und bereits mit olympischen Edelmetall dekorierten Aktiven aus. Die Erwartungen für Paris sind nach den eindrucksvollen Leistungen bei den Trials entsprechend groß.
Das amerikanische Olympiateam für Paris (Stand Juni 2024):
Frauen:
- Katharina Berkhoff: 100m Rücken
- Phoebe Bacon: 200m Rücken
- Erika Connolly: 4x100m Freistil
- Kate Douglass: 100m Freistil, 200m Brust, 200m Lagen
- Erin Gemmell: 4x200m Freistil
- Katie Grimes: 400m Lagen, 1500m Freistil
- Torri Huske: 100m Freistil, 100m Schmetterling
- Lilli King: 100m, 200m Brust
- Katie Ledecky: 200m, 400m, 800m, 1500m Freistil
- Paige Madden: 400m, 800m Freistil, 4x200m Freistil
- Simone Manuel: 50m Freistil, 4x100m Freistil
- Anna Peplowski: 4x200m Freistil
- Alex Shackell: 200m Freistil, 4x200m Freistil
- Regan Smith: 100m, 200m Rücken, 200m Schmetterling
- Alex Walsh: 200m Lagen
- Gretchen Walsh: 50m Freistil, 100m Schmetterling, 4x100m Freistil
- Claure Weinstein: 200m Freistil
- Abbey Weitzeil: 4x100m Freistil
- Emma Weber: 100m Brust
- Emma Weyant: 400m Lagen
Männer:
- Jack Alexy: 100m Freistil
- Hunter Armstrong: 100m Rücken, 4x100m Freistil
- Shaine Casas: 200m Lagen
- Brooks Curry: 4x200m Freistil
- Caeleb Dressel: 50m Freistil, 100m Schmetterling, 4x100m Freistil
- Matt Fallon: 200m Brust
- Nic Fink: 100m Brust
- Bobby Finke: 800m, 1500m Freistil
- Carson Foster 200m, 400m Lagen
- Chris Guiliano: 50m, 100m, 200m Freistil
- Ryan Held: 4x100m Freistil
- Thomas Heilmann: 100m, 200m Schmetterling
- Luke Hobson: 200m Freistil
- David Johnston: 1500m Freistil
- Chase Kalisz: 400m Lagen
- Drew Kibler: 4x200m Freistil
- Matt King: 4x100m Freistil
- Keaton Jones: 200m Rücken
- Josh Matheny: 200m Brust
- Ryan Murphy: 100m, 200m Rücken
- Blake Pieroni: 4x200m Freistil
- Aaron Shackell: 400m Freistil
- Kieran Smith: 400m Freistil, 4x200m Freistil
- Charlie Swanson: 100m Brust
- Luca Urlando: 200m Schmetterling
- Luke Whitlock: 800m Freistil
Freiwasser-DM 2024: Alle Champions der Jugend und offenen Klasse

(24.06.2024 | Bild: Leverkus Sportfotografie) Vier Tage lang ging es bei den Deutschen Meisterschaften im Freiwasserschwimmen im Burghausener Wöhrsee zur Sache! Dabei konnte die für den SC Wiesbaden startende ungarische Nationalschwimmerin Anna Olasz sowohl die 5km als auch die 10km in der offenen Klasse für sich entscheiden.
Die mehrfache WM- und EM-Medaillengewinnerin war eigentlich vorrangig als Betreuerin der Wiesbadener Nachwuchsschwimmer in Burghausen und nutzte die beiden Rennen als Formtest - mit glänzendem Ergebnis.
Bei den Herren sicherte sich der Münchner Moritz Bockes den Titel über die 10km-Distanz vor Noah Lerch von der SSG Günzburg-Leipheim. Im 5km-Rennen zum Abschluss der Freiwasser-DM drehte Lerch am Sonntag dann den Spieß um und triumphierte seinerseits.
Insgesamt waren fast 500 Teilnehmende in Burghausen am Start. Neben Schwimmern aus Deutschland hatten auch Teams aus Österreich, der Schweiz und Dänemark gemeldet. Für die Nachwuchsschwimmer ging es zudem nicht nur über die 5 und 10km in den Wöhrsee, sondern auch über die 2,5km und die 7,5km. Die Champions der verschiedenen Altersklassen findet ihr weiter unten.
Die Medaillengewinner der offenen Klasse:
5km - männlich - offene Klasse:
- Noah Lerch - SSG Günzburg-Leipheim - 55:19,15
- Moritz Bockes - SG Stadtwerke München - 55:19,99
- Jaan Pasko - SC Magdeburg - 55:21,55
5km - weiblich - offene Klasse:
- Anna-Greta Olasz - SC Wiesbaden 1911 - 01:00:09,48
- Luisa Rumler - SG Stadtwerke München - 01:00:10,76
- Sydney Savannah Ferch - SG Dortmund - 01:00:11,23
10km - männlich - offene Klasse:
- Moritz Bockes - SG Stadtwerke München - 01:53:31,00
- Noah Lerch - SSG Günzburg-Leipheim - 01:53:32,16
- Jaan Pasko - SC Magdeburg - 01:53:37,48
10km - weiblich - offene Klasse:
- Anna-Greta Olasz - SC Wiesbaden 1911 - 02:04:22,76
- Lara Braun - SC Magdeburg - 02:04:23,75
- Anna Barth - SC Magdeburg - 02:05:19,04
4x1,25km - mixed
- SC Chemnitz von 1892 55:52,68
- SG Stadtwerke München 56:35,90
- Wasserfreunde Spandau 04 57:15,71
.
Die Champions der Nachwuchswertungen:
2,5km - männlich:
- 2012: Lamarana Jalloh - SGS Hamburg - 32:54,94
- 2011: Akram Ammar - Wasserfreunde Spandau 04 - 30:22,03
- 2010: Raphael Zesewitz - Dresdner SC 1898 - 29:03,03
- 2009: Jonathan Koepnick - 1.FCN Schwimmen - 28:34,34
- 2008: Luis Lengfellner - SC Regensburg - 28:34,39
2,5km - weiblich:
- 2012: Henrijette Kobus - Dresdner SC 1898 - 32:56,88
- 2011: Leni Tesche - SSG Saar Max Ritter - 30:40,18
- 2010: Marina Maja Krietenbrink - SG Essen - 30:29,83
- 2009: Melina Nitschke - SC Chemnitz von 1892 - 30:26,11
- 2008: Annika Dewdney - TB 1888 Erlangen - 30:22,96
5km - männlich - Jugend:
- 2010: Jannik Häfelinger - SG HT16 - 58:52,84
- 2009: Josef Strohalm - SG Frankfurt - 58:41,18
- 2008: Moritz Erkmann - SC Chemnitz von 1892 - 55:26,83
- 2007: Lukas Steuter - Wasserfreunde Spandau 04 - 55:24,56
- 2006: Jaan Pasko - SC Magdeburg - 55:21,55
- 2005: Eric Mühlenbeck - SV Halle / Saale - 55:21,91
5km - weiblich - Jugend:
- 2010: Marina Maja Krietenbrink - SG Essen - 01:02:10,38
- 2009: Sydney Savannah Ferch - SG Dortmund - 01:00:11,23
- 2008: Annika Dewdney - TB 1888 Erlangen - 01:00:15,61
- 2007: Marie Strohalm - SG Frankfurt - 01:00:24,12
- 2006: Luisa Rumler - SG Stadtwerke München - 01:00:10,76
- 2005: Lara Braun - SC Magdeburg - 01:00:12,84
7,5km - männlich - 2007 / 2008
- Finn-Constantin Kleinheinz - SC Magdeburg - 01:23:13,68
- Diego Alfons Heinze - SC Wiesbaden 1911 - 01:23:17,52
- Moritz Erkmann - SC Chemnitz von 1892 - 01:23:30,03
7,5km - weiblich - 2007 / 2008
- Aliyah Hösel - SC Chemnitz von 1892 - 01:34:08,89
- Laura Marie Blumenthal Haz - TB 1888 Erlangen - 01:34:14,53
- Annika Dewdney - TB 1888 Erlangen - 01:34:14,89
10km - männlich - 2005 / 2006:
- Jaan Pasko - SC Magdeburg - 01:53:37,48
- Christian Okrema - Wasserfreunde Spandau 04 - 01:59:00,32
- Jeremy Kunz - SV Zwickau von 1904 - 01:59:09,75
10km - weiblich - 2005 / 2006:
- Lara Braun - SC Magdeburg - 02:04:23,75
- Anna Barth - SC Magdeburg - 02:05:19,04
- Luisa Rumler - SG Stadtwerke München - 02:05:59,22
3x1,25km - männlich - Jugend A
- Wasserfreunde Spandau 04 42:16,32
- SV Cannstatt 42:35,53
- SV Würzburg 05 43:51,05
3x1,25km - männlich - Jugend B
- 1.FCN Schwimmen 43:35,16
- Dresdner SC 1898 43:35,27
- SGR Karlsruhe 44:07,36
3x1,25km - weiblich - Jugend A
- SC Magdeburg 45:56,16
- SG Regio Freiburg 52:11,86
- TG Biberach 52:18,54
3x1,25km - männlich - Jugend B
- SG Essen 47:36,35
- SG Frankfurt 47:52,68
- SC Wiesbaden 1911 50:17,34
4x1,25km - Jugend mixed
- SG Essen 01:00:36,49
- SG Stadtwerke München 01:00:42,61
- SG Stormarn Barsbüttel 01:02:13,22
.
Sieben Beckenmedaillen fürs deutsche Team bei der Schwimm-EM

(23.06.2024) Das deutsche Team beendet die Beckenwettbewerbe der Schwimm-Europameisterschaft 2024 mit sieben Medaillen auf dem Konto, davon jeweils drei Bronze- und Silbermedaillen, als auch eine Goldmedaille.
Neben dem Titel für Melvin Imoudu über die 100m Brust gab es jeweils Silber für Noel de Geus (50m Brust), Celine Rieder (1500m Freistil) und die gemischte Lagenstaffel. Bronzemedaillen sicherten sich Nicole Maier (200m Freistil) sowie die deutschen Mixedstaffeln über die 4x100m und 4x200m Freistil.
Im letzten Finalabschnitt der EM 2024 schwamm Maya Werner am Sonntag in einem spannenden Finale über die 400m Freistil mit zeitlicher Steigerung im Vergleich zum Vorlauf in 4:14,24 Minuten auf Rang fünf.
Der Sieg sicherte sich auf den letzten 100m Metern die Ungarin Ajna Kesely (4:06,56), die nach ihrem Europameisterschaftstitel über die 800m Freistil nun auch den Sieg in dieser Distanz auf Ihre Liste setzen kann. Keselys Aufholjagt nahm der Tschechin Barbora Seemanova die Chance, sich den dritten Titel dieser Europameisterschaft zu sichern, sodass sie sich mit ihrer Zeit von 4:06,72 Minuten mit dem zweiten Platz zufriedengeben muss. Platz drei ging an Francisca Martins (4:10,94) aus Portugal.
Ebenso packend gestaltete sich das 4x100m Lagen Finale der Herren. In der Besetzung Cornelius Jahn, Noel de Geus, Björn Kammann und Peter Varjasi landete das Team des DSV in 3:35,44 Minuten auf Platz sechs. Die Medaillenränge verteilten sich erst beim Anschlag, bei welchem die österreichische Mannschaft (3:33,41) die Hände als schnellstes an der Wand hatte. Weniger als eine Zehntel später erfolgte der Anschlag der polnischen (3:33,44) und ukrainischen (3:33,50) Mannschaft, die sich auf den Plätzen zwei und drei einfanden.
Weiter Medaillen sicherten sich Schwimmer folgender Nationen:
1500m Freistil (m):
- Kuzey Tuncelli (TUR 14:55,64)
- Mykhailo Romanchuk (UKR 15:00,99)
- Zalan Sarkany (HUN 15:06,67)
50m Freistil (m):
- Kristian Gkolomeev (GRE 21,72)
- Stergios Marios Bilas (GRE 21,73)
- Vladyslav Bukhov (UKR 21,85)
50m Brust (w):
- Dominika Sztandera (POL 30,55)
- Veera Kivirinta (FIN 30,65)
- Olivia Klingt Ipsa (SWE 30,90)
100m Rü (m):
- Apostolos Christou (GRE 52,23)
- Evangelos Makrygiannis (GRE 52,83)
- Ksawery Masiuk (POL 53,56)
200m Schmetterling (w):
- Helena Rosendahl Bach (DEN 2:07,88)
- Lana Pudar (BIH 2:08,15)
- Boglarka Telegdy Kapas (HUN 2:08,22)
200m Lagen (m):
- Hubert Kos (HUN 1:57,21)
- Ron Polonsky (ISR 1:57,36)
- Berke Saka (TUR 1:58,62)
4x 100m Lagen (w):
- POL (3:58,71)
- HUN (4:01,50)
- DEN (4:02,03)
Schwimm-EM: Werner und Lagenherren schwimmen in die Finals

(23.06.2024) Im letzten Vormittagsabschnitt der Europameisterschaften im Schwimmen in Belgrad wollten sich die deutschen Schwimm-Asse die Gelegenheit auf einen letzten Finalstart nicht entgehen lassen. So qualifizierte sich sowohl Maya Werner über die 400m Freistil der Damen als auch die 4x 100m Lagen Staffel der Herren für den Endlauf.
In 4:15,50 Minuten sicherte sich Maya Werner ihren Finaleinzug über die 400m Freistil der Damen auf dem vierten Platz. Die Vorlaufschnellste war am Vormittag die Portugiesin Francisca Martins, die in 4:14,77 Minuten lediglich 0,97 Sekunden vor Werner anschlug. Möglicherweise könnte Werner sich nach ihren Erfolgen in den Staffelwettbewerben somit auch eine Medaille in einem Einzelstart erschwimmen. Mit Leonie Kullmann ging eine weitere Schwimmerin des deutschen Teams an den Start. In 4:18,78 Minuten verpasste sie die Finalqualifikation um 1,07 Sekunden.
Auf Rang vier qualifizierte sich ebenfalls das Team der 4x100m Lagen der Herren. Cornelius Jahn, Noel de Geus, Björn Kammann und Peter Varjasi brachten eine Zeit von 3:36,95 Minuten ins Wasser und wecken erneut Hoffnung auf eine weitere Staffelmedaille. Ob die Schwimmer den Medaillensatz des deutschen Teams ausweiten und damit die diesjährigen Europameisterschaften glanzvoll abrunden können, werden wir am Abend sehen.
Links zur Schwimm-EM 2024:
US Trials: Katie Ledecky peilt 4. Olympiagold in Folge an

(23.06.2024) Am vorletzten Tag der US-Trials in Indianapolis standen mit Kate Douglass, Caeleb Dressel und Katie Ledecky ausschließlich bereits mit Gold dekorierte Aktive ganz oben auf dem Podest und konnten somit ihren Olympiaprogrammen weitere Strecken hinzufügen.
Über die 800m Freistil setzten sich wie schon über die halbe Distanz Katie Ledecky (8:14,12) und Paige Madden (8:20,71) an die Spitze des Klassements. Ledecky bekommt somit die Chance, zum vierten Mal in nach dem Olympiasieg in diesem Event zu greifen. Denn seit den Spielen von London im Jahr 2012 gingen alle Goldmedaillen auf den langen Freistilstrecken an den amerikanischen Superstar.
Über eindrucksvolle Olympiaerfahrung verfügt zweifellos auch Caeleb Dressel, der über die 100m Schmetterling in starken 50,19 Sekunden seinen zweiten Einzelstart für Paris perfekt machte. Gleiches gilt auch für den Youngster Thomas Heilmann, der in 50,80 Sekunden hinter Weltrekordhalter Dressel auf Platz Zwei schmetterte und bereits über die 200m Schmetterling qualifiziert ist.
Im Finale über die 200m Lagen schwamm Weltmeisterin Kate Douglass in 2:06,79 Minuten nicht nur auf Platz zwei der Weltjahresbestenliste, sondern auch die schnellste je auf amerikanischem Boden geschwommene Zeit. Nach Gold über die 100m Freistil und 200m Brust schickt sich die hochdekorierte 22-Jährige an, auch in Paris zu den fleißigsten Medaillensammlerinnen zu zählen. Auf dem zweiten Platz löste mit Alex Walsh (2:07,86) auch die Vize-Olympiasiegerin von Tokio ihr Ticket für die anstehenden olympischen Titelkämpfe.
Im einzigen Halbfinal-Event des Tages deutet sich für den Kampf um Gold über die 50m Freistil ein packendes Duell zwischen Gretchen Walsh (24,06) und Torri Huske (24,09) an. Beide hatten bereits über die 100m Schmetterling Gold und Silber unter sich ausgemacht.
Ein letzter Wettkampftag steht den amerikanischen Schwimm-Assen noch bevor, um die verbliebenen Plätze im Olympiateam zu füllen.
Silber beim Nationalteam-Debüt: Noel de Geus ist Vize-Europameister!

(22.06.2024) Die Schwimm-Europameisterschaften in Belgrad (Serbien) entwickeln sich zur Erfolgsbühne für die Debütanten im deutschen Nationalteam. Nachdem Nicole Maier ihre Premiere in der deutschen Mannschaft bereits mit Medaillen veredeln konnte, gelang dies am Samstag auch Noel de Geus.
Über die 50m Brust sprintete der 23-Jährige in einem packenden Rennen zur Silbermedaille und darf sich damit nun Vize-Europameister nennen. In 26,93 Sekunden schwamm der in den USA trainierende Hildesheimer sogar bis auf nur eine Hundertstel an den Meistertitel heran. Diesen schnappte sich in 26,92 Sekunden kein Geringerer als der Kurzbahn-Weltrekordhalter Emre Sakci aus der Türkei. Hinter den beiden schlug Kristian Pitshugin (27,02) aus Israel in dem engen Finale als Dritter an.
Weiteres Edelmetall gab es heute für eine der bisher bereits sehr überzeugenden deutschen Mixed-Staffeln. Über die 4x200m Freistil schwammen Danny Schmidt (1:49,45), Philipp Peschke (1:48,08), Nicole Maier (1:58,28) und Leonie Kullmann (1:59,75) in 7:35,56 Minuten auf den dritten Platz. Auf den letzten Bahnen lieferte sich Leonie Kullmann noch einen spannenden Kampf um Silber mit ihrer Konkurrentin aus Polen (7:35,08), das Quartett war aber letztlich eine knappe halbe Sekunden schneller als der deutsche Kraulvierer, der den DSV-Beckenschwimmern damit die siebte Medaille in Belgrad bescherte.
Auch Jessica Felsner hatte den Sprung in die heutigen EM-Finals geschafft. Über die 50m Freistil schwamm die Kölnerin in 25,19 Sekunden auf Platz sieben. Den Titel sicherte sich die Ungarin Petra Senanzky (24,56) mit nur drei Hundertsteln Vorsprung auf Theodora Drakou aus Griechenland. Die Dänin Julie Kepp Jensen (24,79) komplettierte das Podium.
In den Halbfinals am Samstag verpasste Cornelius Jahn über die 100m Rücken auf Platz zehn den Sprung ins Finale in 54,68 Sekunden nur um zwei Zehntel. Die schnellste Zeit des Feldes kam vom Griechen Apostolos Christou in 53,20 Sekunden.
Über die 200m Lagen schwamm Finn Wendland in 2:01,03 Minuten auf den elften Platz. Sein Nationalteamkollege Marius Zobel (2:02,94) landete auf Rang 16. Für den Einzug ins Finale, in dem Ron Polonsky (1:57,01) aus Israel auf Bahn vier schwimmen wird, war eine Zeit von 1:59,71 Minuten gefordert.
Die weiteren Medaillengewinner der Schwimm-EM 2024 am Samstag:
200m Schmetterling (m):
1. Kristof Milak - Ungarn - 1:54,43
2. Krzysztof Chmielewski - Polen - 1:54,78
3. Michal Chmielewski - Polen - 1:55,51
200m Lagen (w):
1. Anastasia Gorbenko - Israel - 2:09,75
2. Lea Polonsky - Israel - 2:11,18
3. Barbora Seemanova - Tschechien - 2:11,48
100m Rücken (w):
1. Adela Piskorska - Polen - 59,79
2. Danielle Hill - Irland - 1:00,19
3. Roos Vanotterdijk - Belgien - 1:00,58
Links zur Schwimm-EM 2024:
Bilder: European Aquatics / Bild rechts: Symbolbild
Schwimm EM: Deutsche Staffel im Finale | Auch Zobel, Wendland und Jahn kommen weiter

(22.06.2024) Am vorletzten Tag der Europameisterschaften in der serbischen Hauptstadt Belgrad zeigte das deutsche Aufgebot im Vorlaufabschnitt wieder einmal zahlreiche überzeugende Leistungen, die mit einer Reihe von Tickets für den anstehenden Finalabschnitt belohnt wurden.
Besonders aussichtsreich platziert ist die gemischte 4x200m Freistilstaffel, die mit der drittschnellsten Zeit in den Endlauf eingezogen ist. Jarno Bäschnitt (1:50,78), Philipp Peschke (1:55,32), Leonie Kullmann (2:06,51) und Nicole Maier (2:03,82) konnten es am Morgen jedoch ganz gemütlich angehen lassen, da gerade einmal fünf Staffeln an den Start gegangen waren, die sich somit allesamt für das Finale qualifizieren konnten. Im Kampf um die Medaillen sind daher von allen Quartetten große Leistungssteigerungen zu erwarten.
Über die 200m Lagen werden wir im Halbfinale mit Marius Zobel (2:03,17) und Finn Wendland (2:03,24) ein deutsches Duo zu sehen bekommen. Obwohl die beiden eigentlich auf den undankbaren Plätzen 17 und 18 landeten, verhalf ihnen die zwei Schwimmer pro Nation Regelung zum Weiterkommen in die nächste Runde.
Auch über die 100m Rücken wird das deutsche Team im Halbfinale vertreten sein. In 55,11 Sekunden schwamm Cornelius Jahn auf den zwölften Platz. Für Christian Diener (56,31) bedeutete Platz 23 hingegen das Aus im Vorlauf.
Lediglich über die 50m Freistil der Männer gelang es keinem der vier Deutschen, in das Halbfinale zu sprinten. Am schnellsten unterwegs war der Deutsche Meister Artem Selin, der in 22,61 Sekunden auf Platz 33 landete. Nur unmittelbar langsamer waren Martin Wrede (22,71/Platz 36), Peter Varjasi (22,74/Platz 37) und Ole Mats Eidam (22,79/Platz 39). Für den Einzug in die nächste Runde hätte eine Zeit von 22,27 Sekunden unterboten werden müssen.
Links zur Schwimm-EM 2024:
US Trials: Caeleb Dressel sprintet zum Einzelstart bei Olympia!

(22.06.2024) Nachdem der US-Amerikanische Sprintstar Caeleb Dressel bereits vor einigen Tagen mit einem Platz in der 4x100m Freistilstaffel seine dritte Olympiateilnahme perfekt machte, legte er vergangene Nacht (MEZ) bei den US Trials in Indianapolis nochmal einen drauf und sicherte sich auch einen Einzelstartplatz für Paris.
Über die 50m Freistil sprintete Dressel in 21,41 Sekunden schneller als die gesamte Konkurrenz und im weltweiten Vergleich die viertschnellste Zeit des Jahres. Auf dem zweiten Platz qualifizierte sich Chris Guiliano (21,69) als erster amerikanischer Schwimmer seit 1988 für die 50m bis 200m Freistilstrecken bei Olympischen Spielen.
Dressels Vorstellungen bei den Trials sind auch ein Zeichen an viele Zweifler, die dem US-Star nach zuletzt zwei harten Jahren kein solches Comeback zugetraut hatten. Nachdem Dressel 2022 seine Teilnahme bei der Schwimm-WM mitten während des Events abbrach, legte er zunächst eine Pause ein. Im zurückliegenden Jahr verpasste es der siebenfache Olympiasieger, sich für die Schwimm-Weltmeisterschaften zu qualifizieren. Nun jedoch meldet sich der 27-Jährige, der im Februar erstmals Vater wurde, eindrucksvoll zurück. Dass für Caeleb Dressel womöglich sogar noch ein zweites Einzelticket für Paris hinzukommen könnte, bewies er im Halbfinale über die 100m Schmetterling, welches er in überlegenen 50,79 Sekunden dominierte.
Ihr drittes Einzelticket für Paris schnappte sich auch Regan Smith und das erstmalig über die 200m Rücken. In 2:05,16 Minuten war die ehemalige Weltrekordhalterin für die nationale Konkurrenz nicht zu schlagen. Für den zweiten Startplatz im Team USA konnte sich dahinter die Vizeweltmeisterin von 2022 Phoebe Bacon (2:06,27) empfehlen.
Wie schon über die doppelte Distanz triumphierte Carson Foster auch über die 200m Lagen. In 1:55,65 Minuten schwamm er zudem auf den zweiten Platz in der aktuellen Weltjahresbestenliste. Unmittelbar dahinter jubelte Shaine Casas (1:55,83) über seine erste gelungene Olympiaqualifikation.
Im zweiten Halbfinal-Event des Tages über die 200m Lagen der Damen kam die schnellste Leistung von Kate Douglass (2:08,53), die bei den noch bis Sonntagnacht laufenden Trials bereits zweimal ganz oben auf dem Podest stand.
Links zum Thema:
Celine Rieder ist Vize-Europameisterin | Auch Freistilstaffel holt Medaille

(21.06.2024) Das deutsche Team kommt bei den laufenden Europameisterschaften im serbischen Belgrad immer mehr in Fahrt. Im heutigen Finalabschnitte glänzte das Team mit gleich doppeltem Edelmetall. Allen voran überzeugten Celine Rieder als Vize-Europameisterin über die 1500m Freistil sowie die 4x100m Freistil mixed Staffel auf dem Bronzerang.
Celine Rieder, die in der Magdeburger Erfolgstrainingsgruppe unter Bernd Berkhan trainiert, zeigte über die lange Freistilstrecke in 16:15,98 Minuten eine starke Vorstellung, die mit der Silbermedaille belohnt wurde. Geschlagen geben musste sich die Olympionikin von Tokio lediglich der Ungarin Vivien Jackl (16:06,37). Mit Jeannette Spiwoks war eine weitere deutsche Schwimmerin im Finale mit von der Partie. Die Freiwasserspezialistin landete in 16:33,57 Sekunden auf einem guten fünften Platz. Zur Bronzemedaille von der Britin Fleur Lewis (16:17,53) fehlten ihr allerdings gut sechzehn Sekunden.
Über Bronze durfte dann zum Abschluss des Wettkampftages die deutsche 4x100m Freistil mixed Staffel jubeln - und das mit gerade einmal einer Hundertstelsekunde Vorsprung auf den undankbaren vierten Platz. Das Quartett um Martin Wrede (49,29), Peter Varjasi (48,26), Nicole Maier (54,68) und Nina Sandrine Jazy (54,78) hatte das Hundertstelglück auf der eigenen Seite und blieb zudem in 3:27,01 Sekunden gerade einmal vier Zehntel über dem Deutschen Rekord. Den Sieg sicherte sich die Staffel aus Ungarn (3:25,69) vor dem Team aus Polen (3:26,53).
Über die 200m Freistil glänzte allen voran David Popovici mit einer eindrucksvollen Weltjahresbestzeit. In 1:43,13 Sekunden war der rumänische Schwimmstar nochmal gut eine Sekunde schneller unterwegs als Lukas Märtens, der während der Olympiaqualifikation in Berlin die bisherige Bestmarke aufgestellt hatte. Bei seinem heutigen EM-Triumph zauberte Popovici insgesamt die fünftschnellste jemals geschwommene Zeit ins Wasser und ließ der Konkurrenz um Danas Rapsys (1:45,65) aus Litauen und dem Schweizer Antonio Djakovic (1:46,32) nicht den Hauch einer Chance.
Auch in den Halbfinals zeigten sich Deutschlands Schwimm-Asse in vielversprechender Form: Über die 50m Brust verbesserte der Vorlaufschnellste Noel de Geus seine Leistung vom Morgen erneut um eine Hundertstel auf 27,06 Sekunden. Damit qualifizierte sich der 24-Jährige als Drittplatzierter für den Endlauf und hat somit bei seiner Premiere bei internationalen Meisterschaften direkt Aussichten auf eine Medaille.
Auch Jessica Felsner gelang über die 50m Freistil souverän der Sprung unter die Top Acht. In 25,00 Sekunden sprintete sie als Sechste in das morgige Finale am vorletzten Tag der Titelkämpfe in Belgrad. Pech hatte hingegen David Thomasberger. Der Leipziger schwamm über die 200m Schmetterling in 1:57,80 Minuten als Neunter um wenige Zehntel am Finale vorbei.
In den weiteren Finals landeten folgende Schwimmer auf dem Podest:
100m Schmetterling (w):
1. Roos Vanotterdijk (BEL 57,47)
2. Georgia Damasioti (GRE 57,74)
3. Sara Juvenik (SWE 58,06)
200m Brust (w):
1. Kristyna Horska (CZE 2:23,60)
2. Clara Rybak-Andersen (DEN 2:25,20)
3. Lisa Mamie (SUI 2:26,10)
50m Rücken (m):
1. Apostolos Christou (GRE 24,39)
2. Ksawery Masiuk (POL 24,63)
3. Evangelos Makrygiannis (GRE 24,74)
Links zur Schwimm-EM 2024:
Bilder: European Aquatics
Schwimm-EM: Noel de Geus zieht als Vorlaufschnellster ins Halbfinale ein

(21.06.2024) Am fünften Tag der Schwimm-EM in Belgrad erkämpfte sich die gemischte deutsche 4x100m Freistilstaffel einen Platz für den Finallauf. Noel de Geus brachte zudem die schnellste Zeit der 50m Brust ins Wasser und auch Jessica Felsner und David Thomasberger sehen wir in den Halbfinals.
Die deutsche 4x 100m Freistil mixed Staffel qualifizierte sich durch die Leistungen von Ole Mats Eidam, Martin Wrede, Maya Werner und Leonie Kullmann in 3:34,16 Minuten als vierte Mannschaft für das Finale. Der Abstand zu den Podestplätzen beträgt nach dem Vorlauf 2,33 Sekunden, sodass es abzuwarten bleibt, welche Leistungen die Schwimmer in einigen Stunden in Wasser bringen, und ob es dem deutschen Team gelingt, in den Kampf um die Medaillen einzugreifen.
Bei den Einzügen in die Halbfinals präsentiert sich unter anderem Noel de Geus in starker Form. Als Zeitschnellster schwamm er allen anderen voran in das Halbfinale über die 50m Brust der Herren. Mit seiner Zeit von 27,07 Sekunden war er mit 12 Zehntelsekunden Vorsprung zum nächstschnellsten Schwimmer an der Wand. Für Finn Wendland wurde es in 29,01 Sekunden der 33. Rang.
Über die Königsdisziplin der Sprintstrecken, den 50m Freistil, geht bei den Damen am heutigen Nachmittag Jessica Felsner an den Start. Sie schlug in drittschnellster Zeit von 24,97 Sekunden an. Ihre Mannschaftskollegin und Silbermedaillengewinnerin mit der Lagen mixed Staffel, Nina Jazy, verpasste in 25,73 Sekunden den Einzug in die nächste Runde um lediglich zwei Hundertstelsekunden und beendete den Wettkampf auf Platz 17.
Ebenfalls sehen wir im Halbfinale der 200m Schmetterling den deutschen Rekordhalter David Thomasberger. Auf Platz 16 sicherte er sich in 1:59,20 Minuten den letzten Qualifikationsplatz. Der Vorlaufschnellste war hier Krzysztof Chmielewski aus Polen, der sich in 1:55,65 Minuten noch vor dem Weltrekordhalter Kristof Milak (1:55,71), platzierte.
Links zur Schwimm-EM 2024:
Bilder: European Aquatics
US Trials: Routinier Ryan Murphy mit Weltjahresbestzeit

(21.06.2024) Am sechsten Tag der amerikanischen Olympiatrials in Indianapolis wussten vor allem diejenigen von sich zu überzeugen, die bereits in den vergangenen Wettkampftagen erfolgreich zu Olympiatickets geschwommen waren. So sicherten sich Ryan Murphy, Regan Smith, Kate Douglass und Lilly King jeweils ihren zweiten Einzelstartplatz für Paris.
In 1:54,33 Minuten stellte Ryan Murphy bei seinem Sieg über die 200m Rücken zudem eine neue Weltjahresbestzeit auf. Sowohl bei den Olympischen Spielen von Rio als auch Tokio hatte der 28-jährige Rückenspezialist über beide Rückenstrecken jeweils auf dem Podium gestanden, 2016 sogar zweimal ganz oben. Für den zweiten Startplatz im Team USA konnte sich dahinter Keaton Jones (1:54,61) empfehlen.
Ein spannungsgeladenes Rennen gab es auch über die 200m Brust der Damen zu bestaunen. Bei der Hälfte der Strecke sogar noch auf Weltrekordkurs gelegen, setzte sich Kate Douglass in starken 2:19,46 Minuten gegenüber der nationalen Konkurrenz durch. Auf Platz zwei machte Lilly King (2:21,93) die Qualifikation für das Brustdoppel perfekt. Unmittelbar nach dem Finale erlebte die 27-Jährige einen ganz besonderen Moment, denn ihr Freund machte ihr am Beckenrand einen Heiratsantrag.
Nach ihrer Glanzvorstellung mit neuem Weltrekord über die 100m Rücken triumphierte Regan Smith auch über die 200m Schmetterling. In 2:05,70 Sekunden war die Silbermedaillengewinnerin von Tokio zwar gut acht Zehntel langsamer als noch im Halbfinale, setzte sich aber dennoch souverän gegenüber ihrer Konkurrenz um Alex Shackell (2:06,69) durch. Und auch im morgigen Finale über die 200m Rücken wird Smith dank ihrer Halbfinalleistung von 2:06,41 Minuten als die Gejagte ins Becken springen.
In den weiteren Halbfinals schwammen sich Chase Kalisz (1:56,83) über die 200m Lagen sowie Chris Guiliano (21,59) über die 50m Freistil in die Favoritenposition. Insbesondere für den kurzen Freistilsprint könnte uns ein echtes Wimpernschlagfinale erwarten, denn die Top Acht trennten lediglich drei Zehntelsekunden.
Links zum Thema:
Medaille beim Debüt: Nicole Maier glänzt bei der Schwimm-EM

(20.06.2024) Bei der Europameisterschaft im Schwimmen in der serbischen Hauptstadt Belgrad macht Nicole Maier den Medaillensatz der deutschen Beckenmannschaft komplett und schwimmt bei ihrer internationalen Premiere in Bestzeit zu Bronze.
In einer starken Zeit von 1:57,36 Minuten über die 200m Freistil der Damen blieb Nicole Maier zum ersten Mal unter der Marke von 1:58-Minuten und sicherte sich damit Rang drei. Vom Anfang bis zum Ende des Rennens schwamm sie auf Medaillenkurs und pulverisierte dadurch regelrecht ihre Vorlaufzeit um fast anderthalb Sekunden. Maier hatte bereits im Rahmen der Olympia-Qualifikationsphase ihr Können aufblitzen lassen und sich für einen Platz in der deutschen 4x200m Freistilstaffel empfohlen. Dass sie (bisher) nicht für Paris nominiert wurde, habe laut DOSB und DSV formelle Gründe. Es bleibt abzuwarten, welche Entscheidung hier getroffen wird.
Die sportlichen Argumente hat Maier mit ihrem heutigen Auftritt deutlich untermauert. Für die deutsche Staffel wäre ihr Leistungsvermögen ein wichtiger Faktor. Mit ihrer heutigen Zeit kam sie sogar bis auf eine Zehntel an die Normzeit für einen Einzelstart in Paris heran. Bei Olympia mitmischen möchte über die 200m Freistil auch die Tschechin Barbora Seemanova. In 1:55,37 Minuten wurde sie unangefochtene Europameisterin und erschwamm sich somit nach ihrem Triumph auf den 100m Freistil nun auch den Titel über die doppelte Strecke. Zwischen Seemanova und Maier reihte sich die Ungarin Minna Abraham (1:57,22) ein.
Im 100m Schmetterling-Finale der Herren ging Luca Nik Armbruster auf volles Risiko. Nach einer schnellen Angangszeit wendete er nach der Hälfte des Rennens als Erster, konnte diesem Tempo allerdings nicht standhalten und schlug am Ende in 51,88 Sekunden auf Platz sieben an. Kristof Milak (50,82) und sein Mannschaftskollege Hubert Kos (50,96) bescherten den Ungaren mit Gold und Silber einen Doppelsieg. Bronze ging an Polen, vertreten durch Jakub Majerski (50,98).
Das deutsche Quartett um Martin Wrede, Peter Varjasi, Björn Kammann und Ole Mats Eidam schwamm im Finale 4x 100m Freistil männlich in 3:14,56 Minuten zu Platz sechs. In einem spannenden Kampf um die Podestplätze blieb der Gewinner bis zum Anschlag ungewiss. Nach mehreren Führungswechseln setzte sich letzten Endes die serbische Mannschaft mit Unterstützung des heimischen Publikums durch und schlug in 3:12,90 Minuten vor der Mannschaft aus Polen (3:13,25) und den Herren aus Griechenland (3:13,73) an.
Das erste Halbfinale über die 200m Freistil männlich bestritt Phillip Peschke. Trotz einer Leistungssteigerung im Vergleich zu seiner Vorlaufzeit reichte es am Ende in 1:48,24 Minuten nicht für den Einzug in das morgige Finale, sodass Peschke den Wettkampf auf dem 15. Platz beendete. In einem weiteren Halbfinale der Herren, dem der 50m Rücken, sprang Cornelius Jahn ins Wasser. In 25,38 Sekunden schwamm er auf Rang 11.
In den weiteren Finals landeten folgende Schwimmer auf dem Podest:
50m Rücken (w):
1. Danielle Hill (IRL 27,73)
2. Theodora Drakou (GRE 27,87)
3. Adela Piskorska (POL 28,00)
200m Br (m):
1. Lyubomir Epitropov (BUL 2:09,45) & Erik Persson (SWE 2:09.45)
3. Jan Kalusowski (POL 2:10,20)
Links zur Schwimm-EM 2024:
Bilder: European Aquatics
Spiwoks, Rieder & Freistilherren schwimmen in die EM-Finals

(20.06.2024) Nachdem die deutschen Staffeln bei den Schwimm-Europameisterschaften in Belgrad bisher ein überzeugendes Bild abgeliefert haben, winkt am heutigen Abend eine seichte Medaillenchance: Über die 4x100m Freistil qualifizierten sich die DSV-Herren souverän für den Endlauf.
In 3:15,24 Minuten lieferten Peter Varjasi, Ole Mats Eidam, Martin Wrede und Björn Kammann die viertschnellste Zeit des Feldes ab. Im Finale dürfte es laut werden: Auf der Favoritenbahn vier werden die Gastgeber aus Serbien (3:13,47) starten.
Über die 1500m Freistil der Damen richtet sich auch bei Jeannette Spiwoks (16:35,99) und Celine Rieder (16:38,15) der Blick auf die Spitzenpositionen. Sie lieferten im Vorlauf die dritt- und viertschnellste Zeit ab und können im morgigen Finale vorn angreifen. Die schnellste Zeit der Vorläufe kam von der Ungarin Viktória Mihályvári-Farkas (16:21,92).
In den heutigen Halbfinals darf sich Philipp Peschke erneut dem Publikum präsentieren. Über die 200m Freistil kam er in 1:48,67 Minuten als 15. eine Runde weiter. Knapp am Halbfinale vorbei schwamm Danny Schmidt (19. - 1:49,02). Zudem waren Jarno Bäschnitt (32. 1:49,96) und Marius Zobel (55. - 1:54,58) über diese Strecke am Start. Mit Spannung werden die weiteren Auftritte von Rumäniens jungem Superstar David Popovici erwartet. Er kratzte bereits über die 100m Freistil am Weltrekord und war heute auch auf der doppelten Strecke in 1:45,44 Minuten der Vorlaufschnellste.
Ebenfalls im Semifinale steht Cornelius Jahn (25,82), der über die 50m Rücken mit Rang 17. weiterkam. Für Christian Diener (26,23) und Artem Selin (26,37) gab es die Plätze 29 und 30.
Links zur Schwimm-EM 2024:
US Trials: Dritte Olympische Spiele für Caeleb Dressel und Simone Manuel

(20.06.2024) Am fünften Tag der US Trials in Indianapolis wächst das amerikanische Team für die Olympischen Spiele weiterhin kräftig an. Neben einigen Olympia-Neulingen konnten sich mit Caeleb Dressel und Simone Manuel auch zwei hochdekorierte Routiniers für ihre insgesamt dritten olympischen Titelkämpfe qualifizieren.
Dressel (47,53) und Manuel (53,25) sicherten sich jeweils einen der eng umkämpften Startplätze in den 4x100m Freistilstaffeln. Bei den Männern gingen die Einzelstartplätze über die 100m Freistil an den bereits über die doppelte Strecke qualifizierten Freistilspezialisten Chris Guiliano (47,38) sowie den amtierenden Vizeweltmeister Jack Alexy (47,47). Komplettiert wird das US-Quartett von Hunter Armstrong (47,78).
Bei den Damen triumphierte Kate Douglass (52,56), die ebenso wie Torri Huske (52,93) unterhalb der Marke von 53 Sekunden blieb. Auch die frischgebackene 100m Schmetterling Weltrekordhalterin Gretchen Walsh (53,13) stellte als Drittplatzierte erneut ihre starke Form unter Beweis.
Für Kate Douglass sollte dies jedoch nicht der einzige Erfolg des Tages bleiben, denn auch im Halbfinale über die 200m Brust (2:21,23) war die fünffache Medaillengewinnerin der WM von Doha nicht zu schlagen. Im morgigen Finale hat neben Douglass auch Lilly King (2:22,45) die Möglichkeit, ihrem Wettkampfprogramm in Paris einen zweiten Einzelstart hinzuzufügen.
Bereits erfolgreich für ihre insgesamt vierten Olympischen Spiele qualifiziert ist Katie Ledecky, die über die 1500m Freistil erwartungsgemäß ihren dritten Sieg bei den laufenden Trials feierte. In 15:37,35 Minuten ließ die Weltrekordhalterin die nationale Konkurrenz um Katie Grimes (15:57,77) souveräne zwanzig Sekunden hinter sich.
Ein weiteres Highlight des Wettkampftages präsentierte sich in Form eines neuen amerikanischen Rekordes, den Matt Fallon im Finale über die 200m Brust aufstellte. In 2:06,54 Minuten setzte sich der WM-Bronzemedaillengewinner aus dem letzten Jahr zudem an die Spitze der aktuellen Weltjahresbestenliste. Für den zweiten Startplatz in Paris konnte sich dahinter Josh Matheny (2:08,86) empfehlen.
Der 17-jährige Thomas Heilmann wird als jüngster Schwimmer des amerikanischen Olympiateams seit Michael Phelps im Jahr 2000 nach Paris reisen. Über die 200m Schmetterling machte Heilmann diesen Erfolg in 1:54,50 Minuten perfekt. Auf den zweiten Platz und damit ebenfalls zu Olympia schmetterte Luca Urlando (1:55,08).
Bei den Damen stand über die selbe Strecke das Halbfinale auf dem Programm, in dem Regan Smith beflügelt von ihrem Weltrekord über die 100m Rücken in 2:04,91 Minuten eine Klasse für sich war. Deutlich enger ging es im 200m Rücken Halbfinale der Männer zu, welches Keaton Jones in 1:55,49 Minuten zu seinem Gunsten entschied.
Links zum Thema:
Schwimm-EM: Maier & Armbruster buchen die Finaltickets

(19.06.2024) Nicole Maier liefert bei ihrem internationalen Debüt weiterhin eine überzeugende Leistung nach der anderen ab: Nachdem die in den USA trainierende Neu-Nationalschwimmerin bereits mit der 4x200m Freistilstaffel am Podium wackelte, zeigt sie nun auch über die Einzelstrecke ihr Können - und darf dies am Donnerstag auch im Finale wiederholen.
In 1:58,10 Minuten buchte Maier heute als Vierte des Halbfinals ihr Endlaufticket über die 200m Freistil und stellte damit auch eine neue persönliche Bestzeit auf. Die Bahn vier fürs Finale sicherte sich die Ungarin Minna Abraham (1:57,65). Maya Werner kam in 2:01,76 Minuten auf Platz 16.
Stark präsentierte sich auch Luca Nik Armbruster, der über die 100m Schmetterling in 51,83 Sekunden sein Endlaufticket buchte und damit wenige Wochen vor seinen ersten Olympischen Spielen schon internationale Finalluft schnuppern darf. Die Spitzenzeit der Halbfinals kam hier ebenfalls aus Ungarn: Hubert Kos schlug in 51,31 Sekunden als Schnellster an. Auch über diese Strecke hatte das deutsche Team zudem im Halbfinale zwei Eisen im Feuer. Björn Kammann landete in 52,45 Sekunden auf dem 12. Platz.
Über die 200m Brust hatte Finn Wendland den Sprung ins Halbfinale geschafft und sich hier im Vergleich zum Vorlauf in 2:14,85 Minuten auf Platz zwölf gesteigert. Schnellster der Semifinals war der Isländer Anton McKee in 2:10,14 Minuten.
Ein Achtungszeichen in Richtung der internationalen Konkurrenz schickte heute Rumäniens Starschwimmer David Popovici. Nachdem ihm der Chinese Pan Zhanle im Februar den Weltrekord über die 100m Freistil abgenommen hatte, zeigte der 19-jährige Youngster heute im EM-Finale, dass er pünktlich zu den Olympischen Spielen wieder in Top-Form sein dürfte. In 46,88 Sekunden blieb Popovici nur acht Hundertstel über dem Weltrekord von Pan Zhanle und nur zwei Hundertstel über seiner eigenen einstigen Bestmarke. Auf den weiteren Medaillenplätzen landeten mit klarem Abstand der Ungar Nandor Nemeth (47,49) sowie der serbische Lokalmatador Andrej Barna (47,66). Deutsche Schwimmer waren heute in den Finals nicht im Einsatz.
Die weiteren Podestplatzierungen bei der Schwimm-EM 2024 am Mittwoch:
200m Rücken (m):
1. Oleksandr Zheltiakov - Ukraine - 1:55,39
2. Apostolos Siskos - Griechenland - 1:55,42
3. Roman Mityukov - Schweiz - 1:55,75
50m Schmetterling (w);
1. Sara Junevik - Schweden - 25,68
2. Roos Vanotterdijk - Belgien - 26,08
3. Anna Ntountounaki - Griechenland - 26,18
100m Brust (w):
1. Eneli Jefimova - Estland - 1:06,41
2. Lisa Mamie - Schweiz - 1:07,15
3. Olivia Klint - Schweden - 1:07,73
400m Lagen (w):
1. Anastasia Gorbenko - Israel - 4:36,05
2. Vivien Jackl - Ungarn - 4:38,96
3. Zsuzsanna Jakabos - Ungarn - 4:40,24
800m Freistil (m):
1. Mykhailo Romanchuk - Ukraine - 7:46,20
2. Dimitrios Markus - Griechenland - 7:48,59
3. Zalan Sarkany - Ungarn - 7:49,29
4x100m Freistil (w):
1. Ungarn - 3:36,77
2. Dänemark - 3:38,48
3. Polen - 3:41,01
Links zur Schwimm-EM 2024:
Bild links: Tino Henschel
Schwimm-EM: Fünf Halbfinaltickets fürs deutsche Team

(19.06.2024) Fünfmal wird das deutsche Team am heutigen Abend bei den Europameisterschaften in Belgrad in den Halbfinals vertreten sein. Jeweils zwei Tickets für die Zwischenrunde gab es über die 200m Freistil der Damen und die 100m Schmetterling der Herren.
So zeigte Nicole Maier über die 200m Freistil in 1:58,83 Minuten eine weitere überzeugende Vorstellung, nachdem sie bereits in der 4x200m-Staffel ihr Können unter Beweis gestellt hatte. Sie kam mit der fünftschnellsten Zeit des Feldes weiter. Im Halbfinale steht auch Maya Werner, die als 18. der Vorläufe in 2:01,88 Minuten ihr Ticket buchte. Auch Leonie Kullmann (25. - 2:03,75) war heute über die 200m Freistil mit dabei.
Über die 100m Schmetterling gelang es Björn Kammann (52,10) auf Platz 8 sowie Luca Nik Armbruster (52,71) auf Rang 18 ins Semifinale einzuziehen. Zudem werden wir heute Nachmittag Finn Wendland (15. - 2:15,81) über die 200m Brust in der Runde der besten 16 sehen.
Die Medaillenentscheidungen werden hingegen am heutigen Mittwoch allesamt ohne deutsche Beteiligung über die Bühne gehen.
Links zur Schwimm-EM 2024:
57,13 über 100 Rücken: Regan Smith holt sich ihren WELTREKORD zurück!

(19.06.2024) Es ist bereits der zweite Weltrekord, der bei den US Trials in Indianapolis in dieser Woche zu Fall gebracht wurde! Nachdem Gretchen Walsh am ersten Wettkampftag über die 100m Schmetterling mit einer neuen Allzeit-Bestmarke überraschen konnte, legte Regan Smith in der vergangenen Nacht (MEZ) eindrucksvoll nach und schnappte sich den Weltrekord über die 100m Rücken, den sie bereits vor fünf Jahren erstmals ihr Eigen nennen durfte.
In 57,13 Sekunden blieb Smith genau zwei Zehntel unterhalb der bisherigen Bestmarke von ihrer australischen Dauerrivalin Kaylee McKeown. Diese hatte der 22-jährigen Amerikanerin den Weltrekord im Jahr 2021 abgenommen und seitdem kontinuierlich verbessert. Es sei Teil des Plans gewesen, sich diesen Rekord in dieser Woche zurückzuholen, sagte Smith im Interview nach ihrem Glanzrennen. Mit den zwei frischgebackenen Weltrekordhalterinnen Walsh und Smith wird auch das amerikanische Lagenquartett der Damen zweifellos als favorisierte Staffel um Olympiagold nach Paris reisen.
Das zweite Einzelticket über die 100m Rücken sicherte sich Katharine Berkhoff, die in starken 57,91 Sekunden erneut unter der Marke von 58 Sekunden blieb.
Zwei weitere Olympiatickets wurden im Finale der Männer über die 800m Freistil vergeben. Hier triumphierte erwartungsgemäß der amtierende Olympiasieger Bobby Finke, der sich in 7:44,22 Minuten gegenüber der nationalen Konkurrenz um Luke Whitlock (7:45,19) durchsetzen konnte. Beide werden in Paris unter anderem auf die deutschen Hoffnungsträger Sven Schwarz und Oliver Klemet treffen.
In den Halbfinals des vergangenen Wettkampftages zeigten Amerikas Schwimm-Asse ebenfalls reihenweise überzeugende Leistungen. Insbesondere Matt Fallon, der über die 200m Brust in 2:07,39 Minuten lediglich 22 Hundertstel über dem amerikanischen Rekord blieb. Luca Urlando wird im Finale über die 200m Schmetterling nach seiner Vorleistung von 1:54,64 Minuten als der Gejagte an den Start gehen.
Nach der erfolgreichen Qualifikation für Paris über die 100m Schmetterling, kündigte Torri Huske auch über die 100m Freistil ihre Ambitionen für einen Platz im amerikanischen Olympiateam an. In 52,90 Sekunden blieb die hochdekorierte 21-Jährige als einzige Schwimmerin des Feldes unterhalb der 53 Sekunden Marke.
Bei den Männern war Chris Guiliano (47,25) über die selbe Strecke am schnellsten unterwegs. Aber auch Jack Alexy, Caeleb Dressel und Hunter Armstrong haben gute Aussichten, im Endlauf ganz vorne mitzumischen.
Links zum Thema:
EUROPAMEISTER! Melvin Imoudu glänzt mit Gold & Silber

(18.06.2024) Dickes Achtungszeichen bei der Schwimm-EM 2024 in Belgrad! Über die 100m Brust schnappte sich Melvin Imoudu in neuer Bestzeit am Dienstag die Goldmedaille. Später durfte er sogar noch eine Silberplakette in der Lagenstaffel bejubeln.
In einer herausragenden Zeit von 58,84 Sekunden über die 100m Brust der Herren schwamm Melvin Imoudu nicht nur zum ersten Mal überhaupt in seiner Karriere unter die Marke von 59 Sekunden, sondern direkt auch auf sein Premierenpodest bei einer großen internationalen Meisterschaft. Bis auf eine Zehntel kam er zudem an dem Deutschen Rekord von Lucas Matzerath heran, welcher das Podest in diesem Finale mit seiner Zeit von 59,33 Sekunden um sechs Hundertstel verfehlte und auf Platz vier anschlug. Silber und Bronze gingen an den türkischen Schwimmer Berkay Omer Ogretir (59,23) und den Litauer Andrius Sidlauskas (59,27).
Imoudus Goldrennen war am Dienstag nicht der einzige Medaillen-Coup für das deutsche Team und auch diesmal mischte der Potsdamer kräftig mit. Nachdem die deutsche 4x100m Lagen mixed Mannschaft im Finallauf auf dem undankbaren vierten Platz gelandet war, spielte sich im Anschluss Dramatisches ab und das Blatt wendete sich. Durch die Disqualifikationen der Mannschaften aus Griechenland und Polen kletterte das deutsche Team auf den zweiten Platz hinauf und ist somit Vize-Europameister.
In 3:48,12 Minuten bescherte die Besetzung um Maya Werner, Melvin Imoudu, Luca Nik Armbruster und Nina Jazy dem deutschen Team die zweite Medaille des Tages. Die israelische Mannschaft landete durch die Disqualifikationen in 3:45,74 Minuten auf dem ersten Rang. In 3:48,79 Minuten ging Bronze an das Team aus Ungarn.
Ein weiteres Finale mit deutscher Beteiligung sahen wir über die 800m Freistil der Damen. In 8:40,32 Minuten schwamm Jeannette Spiwoks zu Platz fünf. Gold ging mit deutlichem Vorsprung an die Ungarin Ajna Kesely (8:29,96) vor der Britin Fleur Lewis (8:33,54). Bronze gewann Deniz Ertan (8:34,31) aus der Türkei.
Im Halbfinale über die 100m Freistil der Herren gingen mit Peter Varjasi und Martin Wrede zwei Starter aus dem deutschen Team an den Start. Beide konnten ihre Zeit aus den heutigen Vorläufen nicht steigern und sich demnach nicht für das morgige Finale qualifizieren. Varjasi (48,83) landet im Gesamtranking auf dem elften Platz, Wrede (49,09) auf Platz 15.
Auch für Jessica Felsner reichte es nicht für den Einzug in das Finale der 50m Schmetterling der Damen. Mit ihrer Zeit von 26,82 Sekunden wurde es Platz 15.
Cornelius Jahn und Christian Diener bestritten gemeinsam das erste von zwei Halbfinals im Wettkampf der 200m Rücken männlich. In jeweils 1:59,54 Minuten und 2:02,54 Minuten schwammen sie auf die Plätze zehn und 16, wodurch es in beiden Fällen nicht für eine Finalqualifikation reichte.
In den weiteren Finals schwammen folgende Schwimmer auf das Podest:
- 200m Rücken (w):
- 1. Camila Rebelo (POR 2:08,95)
- 2. Dora Molnar (HUN 2:09,02)
- 3. Eszter Szabo Feltothy (HUN 2:09,21)
- 50m Schmetterling (m);
- 1. Stergios Marios Bilas (GRE 23,15)
- 2. Simon Bucher (AUT 23,19)
- 3. Daniel Gracik (CZE 23,26)
- 100m Freisti (w):
- 1. Barbora Semanove (SVK 53,50)
- 2. Barbora Janickova (SVK 54,17)
- 3. Nikolett Padar (HUN 54,22)
Links zur Schwimm-EM 2024:
Bild: Patrick Wallbaum (Archiv)
US Trials: Lydia Jacoby verpasst Chance auf Olympia-Titelverteidigung

(18.06.2024) Nach ihrem Überraschungsgold von Tokio über die 100m Brust verpasste Lydia Jacoby nun ähnlich unerwartet die Chance auf ihre Titelverteidigung bei den Olympischen Titelkämpfen von Paris. Bei den US Trials in Indianapolis gelang es der Trainingspartnerin von Deutschlands WM-Medaillengewinnerin Anna Elendt nicht, sich auf ihrer Paradestrecke für Olympia zu qualifizieren.
In 1:06,37 Minuten musste sich Jacoby der nationalen Konkurrenz um Lilly King (1:05,43) und Emma Weber (1:06,10) geschlagen geben. Da bei Olympia pro Nation lediglich zwei Aktive auf jeder Strecke an den Start gehen dürfen, wird die amtierende Olympiasiegerin als Drittplatzierte der laufenden Trials nicht mit nach Paris fahren. Auf der doppelten Distanz wird Lydia Jacoby im Laufe dieser Woche dann aber eine erneut Qualifikationschance bekommen.
Genau wie Lily King qualifizierte sich auch Ryan Murphy über die 100m Rücken für seine dritten Olympischen Spiele. In 52,22 Sekunden schwamm der Doppelolympiasieger von Rio sowohl an die Spitze des nationalen Klassements als auch auf Platz eins der aktuellen Weltjahresbestenliste. Gesellschaft in Paris wird er unter anderem von Hunter Armstrong (52,72) bekommen.
Über die 200m Freistil ging es für die amerikanischen Schwimm-Asse neben den Einzeltickets auch um die begehrten Staffelplätze für die 4x200m Quartette der Männer und Frauen. In 1:44,89 Minuten machte Luke Hobson seine erste Olympiateilnahme perfekt. Und auch Chris Guiliano (1:45,38) wird in Paris das Doppel aus Einzel und Staffel bestreiten dürfen. In einem insgesamt sehr engen Rennen konnten sich zudem Drew Kibler (1:45,60) und Kieran Smith (1:45,61) für einen Platz im Team USA empfehlen.
Bei den Damen führte wieder einmal kein Weg an der Erfolgsgarantin Katie Ledecky vorbei, die sich in 1:55,22 Minuten souverän durchsetzte. Den zweiten Einzelstartplatz sicherte sich Claire Weinstein (1:56,18) nur knapp vor Paige Madden (1:56,36), die wie Ledecky bereits über die 400m Freistil für Paris qualifiziert ist. Komplettiert werden wird die Staffel bei den Olympischen Spielen von Erin Gemmell (1:56,75).
Im Finale der 400m Lagen der Damen triumphierte Katie Grimes (4:35,00), die in Paris auch im Freiwasser an den Start gehen wird. Das zweite Ticket sicherte sich nur knapp dahinter die Silbermedaillengewinnerin von Tokio Emma Weyant (4:35,56).
Im einzigen Halbfinale des Abends bewies Regan Smith auch über die 100m Rücken, dass sie aktuell in herausragender Form ist. Die ehemalige Weltrekordhalterin verbesserte ihre Bestzeit um einige Hundertstel auf 57,47 Sekunden und blieb im Fernduell mit Dauerrivalin Kaylee McKeown nur 14 Hundertstel über deren Weltrekord. Bei den australischen Trials in der vergangenen Woche hatte sich McKeown in 57,41 Sekunden ebenfalls eindrucksvoll präsentiert. Es bleibt also mit Spannung abzuwarten, ob sich Regan Smith im Endlauf noch einmal steigern kann. Mit Katharine Berkhoff (57,83) blieb eine weitere US-Amerikanerin als erst fünfte Schwimmerin überhaupt erstmals unter der Marke von 58 Sekunden.
Links zum Thema:
Bild: Texas Longhorns
Schwimm-EM: Imoudu und Matzerath auf Medaillenkurs

(17.06.2024 | Bild: Tino Henschel) Nur wenige Wochen vor den Olympischen Spielen testen die beiden deutschen Brust-Asse Melvin Imoudu und Lucas Matzerath derzeit bei den Schwimm-Europameisterschaften in Serbien ihre Form und wecken dabei direkt Medaillenhoffnungen. Im Halbfinale schwamm Imoudu in 59,28 Sekunden sogar mit der schnellsten Zeit des Feldes in den Endlauf.
Auf Rang drei des Semifinals deutete auch Lucas Matzerath in 59,71 Sekunden an, dass er im Finale am Dienstag vorn mitmischen dürfte. Zwischen die beiden Deutschen schob sich heute nur der Türke Berkay Ogretir (59,54).
Beinahe hätte es zum Auftakt der EM-Beckenwettbewerbe direkt das erste Edelmetall für deutsche Team gegeben. Die DSV-Damen verpassten jedoch über die 4x200m Freistil die Medaillenplätze nur denkbar knapp. Nach 8:01,67 Minuten schlug das Quartett aus Maya Werner (2:01,03), Leonie Kullmann (2:00,05), Nicole Maier (1:58,14) und Celine Rieder (2:02,45) nur hauchdünne neun Hundertstel hinter der Staffel aus der Türkei auf dem undankbaren vierten Platz an. Den Sieg sicherte sich das Team aus Israel (7:51,83) vor dem ungarischen Vierer (7:52,92).
De deutschen Herren belegten nach 7:13,95 Minuten den fünften Rang. Danny Schmidt (1:48,92) Philipp Peschke (1:47,46), Jarno Bäschnitt (1:48,23) und Marius Zobel (1:49,34) überzeugten allesamt, doch die Medaillenränge waren heute rund vier Sekunden entfernt. Auf dem Podium standen am Ende des Wettkampftages die Teams aus Litauen (7:08,04), Ungarn (7:09,59) und Griechenland (7:09,73).
Maya Werner hatte vor ihrem Staffeleinsatz auf einen Start im Halbfinale über die 200m Rücken verzichtet. Hier buchte Dora Molnar, die später Ungarns Staffel zu Platz zwei verhalf, in 2:09,67 Minuten die Bahn vier für das morgige Finale.
Kein Weiterkommen gab es in den Semifinals heute für Luca Nik Armbruster und Nina Sandrine Jazy. Die Essenerin belegte über die 100m Freistil in 55,37 Sekunden Rang zwölf. Die Top-Leistung der Zwischenrunde kam von Barbora Seemanova (53,95) aus Tschechien.
Über die 50m Schmetterling schwamm Armbruster in 23,53 Sekunden auf Rang zehn. Der Favorit fürs morgige Finale ist der Grieche Stergios Bilas (23,06). Dessen Teamkollege Apostolos Papastamos durfte heute bereits über Gold jubeln. Er gewann in 4:10,83 Minuten die 400m Lagen vor den beiden Ungarn Balasz Holo (4:11,51) und Gabor Zombori (4:11,70).
Links zur Schwimm-EM 2024:
Deutsche Mehrkampfmeisterschaften 2024: Alle Champions & Platzierten

(17.06.2024) Mehr als 300 junge Talente haben am Wochenende bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Braunschweig für schnelle Zeiten und spannende Rennen gesorgt. Besonders stark präsentierte sich dabei der Nachwuchs vom Berliner TSC, der insgesamt drei DM SMK Champions in seinen Reihen feiern durfte.
Mehrere Talente, die bereits 2023 bei den Mehrkampfmeisterschaften triumphierten, konnten dieses Kunststück auch 2024 wiederholen. So gelang es neben den beiden TSClerinnen Nele Rochow und Mia Marie Junga auch Tom Bodusch (SSG Leipzig), Franz Markutzik (Hofheimer SC) und Mika-Frederik Martin (Dresdner SC) ihre Titel zu verteidigen.
Auf dem Programm standen am Wochenende die Strecken über die 400m Freistil, die 200m Lagen sowie 50m Beine und die 100m- und 200m-Strecken in der Schwimmart, die der jeweilige Sportler für sich gewählt hat sowie auch 25m in Delphinbewegung sowohl in Rücken- als auch Bauchlage.
Den Ausschlag für Titel und Medaillen gaben nicht die Einzelstrecken, sondern es kam auf die Gesamtleistung über alle Strecken einer Mehrkampfwertung an. Nach den 200m Lagen am Sonntag wurden die Punkte der jeweiligen Events addiert und so für jede Schwimmart die Champions ermittelt. Diese jungen Talente konnten sich letztlich die Podestplätze sichern:
Die Medaillenplatzierungen der DM SMK 2024:
weiblich Jahrgang 2012:
Rücken:
- Laetitia Adelhardt (SC Wfr. München) 3.154
- Ina Cichon (SG Bergheim) 3.080
- Lotte Schupp (HSV Wernigerode) 2.949
Brust:
- Nele Rochow (Berliner TSC) 3.576
- Lia Hartmannshenn (SG Mönchengladbach) 2.872
- Katharina Slach (SV Augsburg) 2.774
Schmetterling:
- Mia Marie Junga (Berliner TSC) 3.281
- Juliana Jackisch (SG Frankfurt) 2.977
- Melissa Felicity Both (Berliner TSC) 2.930
Kraul:
- Linnea Denner (SC Chemnitz) 3.516
- Henrijette Kobus (Dresdner SC) 3.433
- Lou Koch (SV Berolina) 3.322
.
männlich Jahrgang 2012:
Rücken:
- Tom Bodusch (SSG Leipzig) 2.819
- Mick Günter Birgel (SSG Leipzig) 2.452
- Nikita Zemliansky (Berliner TSC) 2.398
Brust:
- Franz Markutzik (Hofheimer SC) 2.378
- Zichen Guo (SCW Eschborn) 2.141
- Joshua Li (SC Chemnitz) 2.040
Schmetterling:
- Leonard Salan (BSV Medizin Marzahn) 2.531
- Adrian Klose (SCW Eschborn) 2.470
- Valentin Flache (VW Mannheim) 1943
Kraul:
- Mika-Frederik Martin (Dresdner SC) 2.997
- Daniel Severyuk (SSG Leipzig) 2.444
- Louis Leon Löhnert (Berliner TSC) 2.373
.
weiblich Jahrgang 2013:
Rücken:
- Mathilda Kalau von Hofe (Potsdamer SV) 2.762
- Laura Yiyi Tan (Hofheimer SC) 2.528
- Emma Wittlake (SG Neukölln Berlin) 2.468
Brust:
- Valentina Basile da Costa (SG Bayer) 2.602
- Tjorven Ida Abrahams (SG Gelsenkirchen) 2.352
- Luna Tittmann (SC Chemnitz) 2.278
Schmetterling:
- Felicia Wilicki (SG Schöneberg Berlin) 2.444
- Amelie Nzounpe (SC Delphin Geldern) 2.389
- Yuma Zoe Zibret (SSG Saar Max Ritter) 2.227
Kraul:
- Lia Jeß (SC Aqua Berlin) 2.527
- Sára Szabó (SGS Münster) 2.451
- Nina Maria Reusch (SGS Hannover) 2.388
.
männlich Jahrgang 2013
Rücken:
- Paul Bruno von Loesch (Berliner TSC) 2.037
- Jasper Müller (SSG Leipzig) 1.794
- Simon Warnke (SV Fürstenfeldbrucker Wasserratten) 1.730
Brust:
- Ferdinand Goebel (SC Chemnitz) 1.798
- Niklas Wiese (Dresdner SC) 1.635
- Janne Fokken (SG Mönchengladbach) 1.626
Schmetterling:
- Moritz Schwabe (Hofheimer SC) 1.864
- Nevio Knebel (SGR Karlsruhe) 1.790
- Fabian Brauer (SSG Leipzig) 1.755
Kraul:
- Malon Vos (AWV 09 Hamburg) 1.940
- Thies Scharlau (SGS Münster) 1.927
- Ömer Burak Yildirim (SG Rhein-Mosel) 1.894
Imoudu schwimmt als Zweitschnellster ins EM-Halbfinale

(17.06.2024 | Bild: Tino Henschel) Mit fünf Halbfinaltickets und drei Finalplätzen ist das deutsche Team in die Beckenevents der Schwimm-EM 2024 in Belgrad (Serbien) gestartet. Besonders stark präsentierten sich die deutschen Brustschwimmer.
Über die 100m-Distant qualifizierte sich Melvin Imoudu (59,43) mit der zweitschnellsten Zeit des Feldes für den Endlauf. Nur der Litauer Andrius Sidlauskas (59,36) war am heutigen Morgen flotter unterwegs. Ebenso im Halbfinale mit dabei sein wird Lucas Matzerath (1:00,09), der als Vierter weiterkam. Den Sprung unter die Top 16 hatte auch der EM-Debütant Noel de Geus (1:00,66) auf Rang elf geschafft, da aber pro Nation nur zwei Aktive in die Halbfinals einziehen können, musste er den beiden Olympia-Fahrern Imoudu und Matzerath den Vortritt überlassen.
Gute Ausgangspositionen erarbeiteten sich auch Nina Sandrine Jazy, Luca Nik Armbruster und Maya Werner. Über die 100m Freistil sprintete Jazy in einem sehr engen Feld in 55,06 Sekunden als Sechste ins Semifinale. Jeweils auf Position acht kamen Luca Nik Armbruster (50m Schmetterling - 23,53) und Maya Werner (200m Rücken - 2:12,85) eine Runde weiter.
Werner verhalf später auch an der Seite von Leonie Kullmann, Celine Rieder und Nicole Maier der deutschen 4x200m Freistilstaffel (8:27,61) zum Finaleinzug. Da hier nur acht Teams an den Start gingen, konnte es das deutsche Quartett locker angehen lassen und buchte mit Platz sieben des Vorlaufs eine Randbahn für das Finale am Nachmittag.
Die deutschen Herren hingegen mussten etwas mehr Gas geben. In 7:16,22 Minuten lieferten Danny Schmidt, Marius Zobel, Philipp Peschke und Jarno Bäschnitt die viertschnellste Zeit des Feldes ab und haben damit eine vielversprechende Position fürs Finale.
Einen Platz in den morgigen Endläufen erarbeitete sich zudem Jeannette Spiwoks, die über die 800m Freistil in 8:45,10 Minuten auf Platz sechs das Finalticket buchte.
Links zur Schwimm-EM 2024:
US Trials: Walsh und Huske erneut schneller als Weltmeisterin Köhler

(17.06.2024) Am zweiten Tag der US Trials in Indianapolis sorgte zwar nicht erneut ein überraschender Weltrekord für Aufsehen, aber zahlreiche Glanzleistungen und absolute Weltklassezeiten gab es dennoch zu bestaunen.
Nachdem Gretchen Walsh im Halbfinale über die 100m Schmetterling mit einem neuen Weltrekord beeindruckte, verfehlte sie diesen im Endlauf um gerade einmal 13 Hundertstelsekunden. In 55,31 Sekunden setzte sich die 21-Jährige gegen die extrem starke nationale Konkurrenz durch und wird dank dieser Leistungen als Goldfavoritin bei ihrer olympischen Premiere in Paris auftreten. Gesellschaft bekommt Walsh dort unter anderem von Torri Huske, die in 55,52 Sekunden die viertschnellste jemals geschwommene Zeit ins Becken zauberte.
Walsh und Huske sind damit die absoluten Top-Favoritinnen, wenn es um die Vergabe des Olympiasieges in Paris geht und damit auch die schärfsten Konkurrentinnen der deutschen Weltmeisterin Angelina Köhler. Die internationalen Gegnerinnen der US-Amerikanerinnen können beinahe schon froh sein, dass nur zwei Athletinnen pro Nation in Paris starten dürfen. Denn trotz einer eindrucksvollen Zeit von 55,62 Sekunden musste sich in der vergangenen Nacht Regan Smith hinter Walsh und Huske als undankbare Dritte zufrieden geben und wird über diese Strecke somit nicht die Möglichkeit bekommen, in Paris anzugreifen. Seit den Olympischen Spielen von Tokio 2021 waren kein Schwimmerinnen mehr schneller als die drei US-Stars in der vergangenen Nacht.
Auch für den Sieger über die 400m Lagen Carson Foster werden die olympischen Titelkämpfe in Paris die Ersten sein. In 4:07,64 Minuten sicherte sich Foster souverän das Olympia-Ticket. Dahinter konnte sich auch Chase Kalisz (4:09,39) für einen Platz im Team USA empfehlen.
Im Finale über die 100m Brust triumphierte der amtierende Weltmeister Nic Fink, der sich in 59,08 Sekunden auch für einen der eng umkämpften Plätze in der amerikanische Lagenstaffel anpreisen konnte. In einem packenden Rennen, in dem sieben von acht Schwimmern unter einer Minute anschlugen, schwamm Charlie Swanson (59,16) hinter Fink zu Silber und dem damit verbundenen Olympiaticket.
Auch in den Halbfinals zeigten Amerikas Schwimm-Asse überzeugende Vorstellungen, die es in den entscheidenden Endläufen dann heute Nacht zu toppen gilt. Über die 200m Freistil sicherten sich Katie Ledecky (1:55,25) und Kieran Smith (1:45,39) die Favoritenbahn. Gleiches gelang der zweifachen Olympiasiegerin Lilly King über die 100m Brust in 1:05,57 Minuten. Und über die 100m Rücken wird Ryan Murphy (52,65) im Finale als Gejagter an den Start gehen.
Links zum Thema:
US-Trials: WELTREKORD von Köhler-Konkurrentin Gretchen Walsh | inkl. VIDEO

(16.06.2024) Mit einem lautstarken Kracher haben in der Nacht zu Sonntag (MEZ) die US Trials 2024 begonnen. Direkt im ersten Event des Finaltages des Olympia-Qualifikationsmeetings stellte die 21-jährige Gretchen Walsh einen neuen Weltrekord über die 100m Schmetterling auf.
In 55,18 Sekunden unterbot sie die bisher von Schwedens Superstar Sarah Sjöström gehaltene Bestmarke um satte drei Zehntelsekunden. Damit war sie auch fast eine Sekunde schneller als der Deutsche Rekord (56,11), den Angelina Köhler im Februar im Semifinale auf dem Weg zu ihrem Weltmeistertitel aufgestellt hatte.
NEW. WORLD. RECORD. 💥
— NBC Olympics & Paralympics (@NBCOlympics) June 16, 2024
Gretchen Walsh clocks 55.18 in her SEMI HEAT in the 100m women's fly!
📺 NBC & @peacock | #SwimTrials24 pic.twitter.com/3UX8qObvty
Hinter Walsh blieben auch Torri Huske (55,79) und Regan Smith (55,92) unter der 56er-Marke. Sie allesamt haben heute Nacht noch einmal die Chance nachzulegen, denn den Weltrekord stellte Walsh im Halbfinale auf. Bei den US Trials werden die 100er und 200er-Strecken wie bei großen internationalen Meisterschaften im Vorlauf-Halbfinal-Final-Format ausgetragen.
Bereits fest für Paris planen kann Katie Ledecky. Die Starschwimmerin schwamm über die 400m Freistil in 3:58,35 Minuten souverän zum Sieg und zum insgesamt 20. Mal unter die Marke von vier Minuten. Für den Olympiasieg muss sie wahrscheinlich aber noch eine Schippe drauflegen. Im Fernduell hatte vor wenigen Tagen ihre australische Konkurrentin Ariarne Titmus (3:55,44) stark vorgelegt. Hinter Ledecky sicherte sich auch Page Maiden (4:02,08) einen Startplatz für Paris. Bei den Herren gingen die 400m-Olympiatickets an Aaron Shackell (3:45,46) und Kieran Smith (3:45.76).
Links zum Thema:
Bild: IMAGO / ZUMA Press Wire
Emotionales Abschiedsrennen: Cate Campbell verpasst 5. Olympiateilnahme

(15.06.2024) Am letzten Tag der australischen Trials in Brisbane konnten sich die australischen Schwimmstars noch einmal zahlreiche Tickets für die Olympischen Spiele in Paris sichern. Der Höhepunkt des Tages waren die 50m Freistil der Damen.
Gleich sechs Schwimmerinnen blieben in einem hochklassigen Rennen unter der Normzeit von 24,67 Sekunden, wobei Shayna Jack in 23,99 Sekunden die Nase vorne hatte und erstmals unter 24 Sekunden blieb. Dagegen verpasste die amtierende Olympiasiegerin Emma McKeon (24,32) mit nur 6 Hundertsteln Rückstand auf die zweitplatzierte Meg Harris (24,26) einen weiteren Einzelstart bei den Spielen. Für Meg Harris, die bereits für die 4x100m Freistil Staffel qualifiziert ist, bedeutet der zweite Platz die Qualifikation für ihren ersten olympischen Start auf einer Einzelstrecke. Emotional wurde es nach dem Rennen, als die vierfache Olympiasiegerin Cate Campbell, die in 24,76 Sekunden ihre fünfte Olympiateilnahme verpasste, unter dem Applaus ihrer Konkurrentinnen und des Publikums, ihre Schwimmkarriere für beendet erklärte.
Emotional wurde es auch auf den 400m Lagen der Herren. Nachdem William Petric und Brendon Smith am Donnerstag beide knapp an der Qualifikationszeit über 200m Lagen gescheitert waren, konnte die beiden heute in einem spannenden Rennen die geforderte Norm unterbieten. Brendon Smith, der australische Rekordhalter und Bronzemedaillengewinner von Tokio, hatte in 4:10,18 Minuten die Hand zuerst an der Wand und schob sich damit auf Platz 5 der Weltrangliste. Der erst 19-jährige William Petric erschwamm sich in 4:11,78 Minuten seine erste Olympiateilnahme.
Ähnlich sah das es bei den Damen aus. Auch hier konnten sich auf den 400m Lagen mit Ella Ramsey und Jenna Forrester ebenfalls zwei Schwimmerinnen für Olympia empfehlen. Während sich Ella Ramsay (4:36,56) in einem kontrollierten Rennen den Sieg schnappte, machte es Jenna Forrester spannender. In einer Zeit von 4:38,16 blieb sie nur knapp 3 Zehntel unter der Norm.
Noch knapper war es bei Matt Temple auf den 100m Schmetterling. Mit 51,15 Sekunden blieb er hauchzarte 2 Hundertstel unter australischen Qualifikationszeit von 51,17 Sekunden und kann sich über seine zweite Olympiateilnahme freuen. Pech hatte dafür der zweitplatzierte Ben Armbruster, der in 51,23 Sekunden einen weiteren Einzelstart verpasste. Als Trostpflaster dient ihm dabei sicherlich seine Qualifikation über die 50m Freistil in den zurückliegenden Tagen.
Als Medaillenanwärterin bei den Spielen dürfte sicher Lani Pallister zählen. Zum Abschluss der Trials triumphierte sie über die 1500m Freistil in souveränen 15:53,79 Minuten. Pallister, die Ende des vergangenen Jahres schon fast vier Sekunden schneller war (15:49,94), liegt nun hinter Isabel Gose auf Platz 4 der Weltjahresbestenliste. Im selben Rennen wusste auch die in Magdeburg trainierende Moesha Johnson (15:57,85) zu beeindrucken. Die Freiwasserspezialistin vollbrachte hierbei das Kunststück, sich sowohl für die Freiwasser- als auch für die Beckenwettbewerbe in Paris zu qualifizieren.