LIVE | Schwimmen bei Olympia 2024 | Die Vorläufe am Dienstag

Volles Programm heute bei den Olympischen Spielen in Paris! Sechs Events stehen auf dem Programm, drei davon mit deutscher Beteiligung. Wir berichten für euch LIVE von den Olympischen Spielen aus Paris!

Heute ist Ausdauer gefragt. Nicht nur, weil die 1500m Freistil der Damen auf dem Programm stehen, sondern auch weil es der längste aller Vorlaufabschnitte wird. Bis ca. 13:30 Uhr geht es heute rund.

In unserem LIVE-Ticker aus Paris berichten wir euch alles unmittelbar, wenn es geschieht. (Tipp: Einfach ab und an den Artikel aktualisieren, um über die neusten Ereignisse zu lesen):

11:00 Uhr: 200m Schmetterling (m)

Der Abschnitt beginnt mit den 200m Schmetterling der Herren. Vier Läufe werden wir hier heute morgen sehen. Die Schwimmhalle ist wieder gut gefüllt - die französisschen Fans fiebern dem Start von Leon Marchand entgegen, der in Lauf 4 an den Start gehen wird.

Der zweite Lauf geht ins Wasser. Hier schwimmt der amtierende Weltmeister Tomoru Honda auf Bahn 4. Der Weltmeister bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Er schlägt als Letzter an. Den Lauf gewonnen hat Ilya Kharun aus Kanada in 1:54,06 Minuten.

Nun greift der Olympiasieger und Weltrekordhalter Kristof Milak ins Geschehen ein. Milak schwimmt ein kontrolliertes Rennen und entscheidet den Lauf für sich. Seine Zeit: 1:53,92 Minuten. Zweiter wird der Schweizer Noe Ponti (1:54,77). Und auch der Österreicher Martin Espernberger (1:55,19) sollte als Dritter des Laufes sicher im Halbfinale mit dabei sein.

Jetzt wird es laut, Leon Marchand steht hinter dem Startblock bereit. Marchand schlägt in 1:55,26 Minuten als Zweiter an. Der Italiener Alberto Razzetti hatte die Hände vor ihm an der Wand. Marchand ist damit als 6. für das Halbfinale qualifiziert und auch Martin Espernberger ist als 5. eine Runde weiter. Schnellster des Vorlaufs war standesgemäß Kristof Milak.

11:15 Uhr: 100m Freistil (m): Josha Salchow (Lauf 10 / Bahn 2)

 Es geht weiter mit den schnellen Freistilherren. Aus dem DSV-Team ist hier der deutsche Rekordhalter Josha Salchow am Start. Er wird in Lauf 10, also im letzten Lauf, starten.

Die Zeiten werden schneller - in Lauf 5 bleibt Lamar Taylor aus Bahamas als erster Schwimmer in 48,84 Sekunden unter der 50-Sekundenmarke. 

Der siebte Lauf steht bereit. Die Halle ist wieder am Kochen. Auf Bahn 5 startet der Franzose Rafael Fente-Damers. Der Franzose wird Dritter in 48,82 Sekunden. Das wird wohl nicht reichen für das Halbfinale, denn jetzt folgen die gesetzten Läufe.

Auch im nächsten Lauf startet mit Maxime Grousset ein weiterer Franzose. Und er wird Zweiter in 47,70 Sekunden. Den Lauf gewonnen hat der US-Amerikaner Jack Alexy in 47,57.

Den vorletzten Lauf gewinnt Mitfavorit David Popovici. Mit seiner Zeit von 47,92 Sekunden setzt er sich vorläufig auf Rang 3 des Gesamtrankings.

Die Spannung steigt für das deutsche Team. Gleich steigt Josha Salchow ins Wasser. Mit ihm im Lauf sind der Weltrekordhalter Pan Zahnle sowie Kyle Chalmers.

Salchow liegt nach 50m auf Rang 3.

Stark! Salchow wird Zweiter! Nur Kyle Chalmers war schneller. Salchow schwimmt in 48,25 Sekunde eine gute Zeit und zieht als Achter ins Halbfinale ein. 

Den Weltrekordhalter Pan Zhanle konnte Salchow hinter sich lassen. Dieser wäre um ein Haar ausgeschieden. Nur 6 Hundertstel trennten den Chinesen von Platz 16.

Die Vorlaufsbestzeit lieferte Jack Alexy in 47,57 Sekunden ab.

11:44 Uhr: 1500m Freistil (w): Isabel Gose (Lauf 2 / Bahn 3), Leonie Märtens (Lauf 3 / Bahn 1) 

Von der kurzen Freistilstrecke geht es nun zur längsten Beckendistanz - die Damen starten mit den 1500m Freistil.

Im ersten Lauf sind drei Schwimmerinnen am Start. Es wäre eine Überraschung, wenn diese um den Finaleinzug mitschwimmen könnten.

Im zweiten Lauf wird Isabel Gose an den Start gehen, in Lauf drei die zweite deutsche Starterin Leonie Märtens.

Nach 800m liegt Ching Hwee Gan aus Singapur in Führung. Neben ihr schwimmt die Chilenin Kristel Kobrich. Kobrich ist bereits zum 6. Mal bei den Olympischen Spielen am Start - beeindruckend!

Gan gewinnt den ersten Lauf in 16:10,13 Minuten.

Der zweite Lauf mit Isabel Gose steht bereit. Neben Gose wird die Italienierin Simona Quadarella auf Bahn 4 an den Start gehen. Nach 400m liegt Isabel Gose an dritter Stelle, ist aber in Schlagdistanz zur Führenden Anastasiia Kirpichnikova. 

Auch nach 800m schwimmt Gose gleichauf mit Kirpichnikova und Quadrarella. Das sieht bisher nach einem kontrollierten Rennen der Deutschen aus. Noch 300m sind zu schwimmen und die Italienerin Quadrarella konnte sich jetzt mit einer Körperlänge absetzen.

Quadarella gewinnt den Lauf. Isabel Gose wird in 15:53,27 Minuten Dritte. Das sollte wohl für den Endlauf reichen.

Jetzt wird es ernst für Leonie Märtens. Sie bekommt es unter anderem mit niemand geringerem als Katie Ledecky zu tun. Medaillenkandidatin Lani Pallister aus Australien verzichtet auf ihren Start in diesem Lauf aufgrund eines positiven Coronatests. Katie Ledecky schwimmt in diesem Lauf wieder allen davon. Nach 400m hat sie bereits einen Vorsprung von über 7 Sekunden auf Leonie Märtens. Die Deutsche liegt gerade auf Rang 2.

Auch nach 700m ist das Bild weiter unverändert - Ledecky baut ihren Vorpsrung immer weiter aus. Und Leonie Märtens kann weiter Platz 2 behaupten.

Zwei Drittel des Rennens sind vorbei. Die Chinesin Li Bingjie konnte sich auf Platz 2 vorschieben, aber Märtens bleibt dran!

Wie nicht anders zu erwarten gewinnt Katie Ledecky diesen Vorlauf. Sie beendet das Rennen in 15:47,43 Minuten. Märtens wird nach einem couragierten Auftritt Vierte in ihrem Lauf. Ihre Zeit von 16:08,69 Minuten reicht für den Endlauf. In Summation wird sie Vorlaufsachte. Isabel Gose zieht als 4. ins Finale ein und könnte morgen in die Medaillenvergabe miteingreifen.

12:39 Uhr: 100m Freistil (w)

Jetzt dürfen auch die Damen ihr Können auf den 100m Freistil unter Beweis stellen. Deutsche Starterinnen werden wir hier nicht sehen.

In Lauf zwei wird es direkt schnell. Sarah Sjöstrom startet von Bahn 4. Und entscheidet den Lauf für sich in 52,99 Sekunden. Zweite wird die Chinesin Yang Yunxuan vor Gretchen Walsh aus den USA.

Auch der nächste Lauf ist prominent besetzt mit der frischgebackenen 200m Olympiasiegerin Mollie O'Callaghan. Und auch die Französin Beryl Gastaldello ist mit am Start - es wird somit wieder stimmungsvoll in der Halle. O'Callaghan schlägt knapp vor ihrer Teamkollegin Shayna Jack als Erste an. Die Französin Beryl Gastaldello wird Dritte und ist bereits sicher für's Halbfinale qualifiziert.

Nun geht der letzte Lauf ins Wasser. Den Sieg schnappt sich Siobhan Haughey in 53,02 Sekunden. 

Die Vorlaufsbestzeit kommt von Sarah Sjöstrom. Mit Gastaldello und Marie Wattel sind zwei Französinnen für das Halbfinale qualifiziert - für Stimmung sollte heute Abend also gesorgt sein.

13:03 Uhr: 200m Brust (m)

Lauf eins geht an Bernhard Tyler Christianson in 2:15,62 Sekunden.

Der zweite Lauf ist im Wasser. Hier gewinnt der Japaner Yu Hanaguruma in 2:10,35 Minuten. Knapp dahinter schlägt Matt Fallon aus den USA an. 

Im vorletzten Lauf startet der ehemalige Weltrekordhalter Zac Stubblety-Cook. An seiner Seite ist mit Ippei Watanabe ein weiterer Japaner am Start. Eine starke zweite Rennhälfte von Stubblety-Cook. Nach 100m lag der Australier noch auf Rang 7, nach 200m hatte er jedoch die Hände als Erster an der Wand. Der Japaner Watanabe wird Dritter, dazwischen platziert sich Caspar Corbeau aus den Niederlanden.

Und schon ist der letzte Lauf im Wasser. Und wieder geht Leon Marchand an den Start. Direkt neben ihm ist der Weltrekordhalter Qin Haiyang. Der dürfte nachdem er auf die 100m Brust eine Medaille verpasst hatte mit ordentlich Wut im Bauch starten. Marchand wird bei jedem Atemzug lautstark angefeuert. Und liegt nach 100m mit über einer Sekunde Vorsprung in Führung. Im Anschlag wird er vom Koreaner Sung Jae Cho abgefangen, der in 2:09,45 Minuten die Vorlaufsbestzeit abliefert. Marchand hatte auf der letzten Bahn deutlich herausgenommen, qualifiziert aber souverän als Dritter für das Halbfinale.

Qin Haiyang schafft gerade so als 15. den Sprung in die nächste Runde.

13:20 Uhr: 4x200m Freistil (m): TEAM GER (Lauf 1 / Bahn 6) mit Lukas Märtens, Rafael Miroslaw, Josha Salchow, Timo Sorgius

Das DSV-Quartett ist direkt im ersten Lauf dran. Lukas Märtens ist der Startschwimmer für das deutsche Team. Märtens übergibt als Führender an Rafael Miroslaw. 1:45,66 Minuten ist eine sehr gute Vorlaufszeit. Miroslaw geht ähnlich schnell an wie zuvor Märtens. Und Miroslaw verteidigt die Führung gegenüber den USA. Nun ist Josha Salchow im Wasser. Miroslaw brachte eine Zeit von 1:46,35 Minuten ins Wasser. Und auch Salchow hält die Führung! Nun ist es an Timo Sorgius, die Staffel ins Finale zu schwimmen. Sorgius schlägt knappt hinter den Teams aus Frankreich und den USA als Dritter an. Die Zeit von 7:06,20 sollte für das Finale reichen. Das deutsche Team lag in diesem Rennen lange in Führung und musste sich erst kurz vor Schluss den beiden Topnationen geschlagen gegeben, das war eine respektable Leistung der deutschen Schwimmer.

Nun ist der letzte Vorlauf des Tages im Wasser. Die Staffel aus Großbritannien schwimmt von vorne weg. 1:45,04 Minuten die Angangszeit der Briten. Auch nach 400m ziehen die Briten vorne einsam ihre Kreise. Knappe drei Sekunden beträgt der Vorsprung auf die zweitplatzierten Litauer. Als Schlussschwimmer ist nun Tom Dean im Wasser. Dahinter rangiert das australische Team. Großbritannien gewinnt den Lauf in 7:05,11 Minuten vor Australien und China.

In der Endabrechnung landet Deutschland auf dem 5. Rang und wird somit heute Abend im Finale vertreten sein. Kleiner Nachtrag zu den deutschen Zeiten: Josha Salchow schwamm eine 1:46,18, Timo Sorgius schlug nach 1:48,01 an.

Das war es mit den heutigen Vorläufen. Heute Abend werden wir aus deutscher Sicht mehrere spannende Rennen erleben. Sven Schwarz schwimmt im 800m Freistilfinale, die deutsche 4x200m Freistilstaffel ist ebenfalls im Finale und Josha Salchow wird im Halbfinale über 100m Freistil an den Start gehen. Weiter geht es um 20.30 Uhr.

Bild: Christian Gold / Archiv

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Olympiasiegerin mit 17 Jahren: Summer McIntosh komplettiert ihre Titelsammlung

Seit ihrem sensationellen vierten Platz bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio ist Summer McIntosh fest in der Weltspitze etabliert. Fast ein Dutzend WM-Medaillen hat sie sich seitdem erschwommen, fünf davon in Gold, und zudem mehrere Weltrekorde aufgestellt. Lediglich ein Olympiasieg fehlte ihr noch - und auch den schnappte sie sich jetzt - mit erst 17 Jahren.

Nachdem sie in Paris bereits Silber über die 400m Freistil geholt hatte, ließ die Teenagerin heute der Konkurrenz über die 400m Lagen nicht den Hauch einer Chance. Schon am Anfang des Rennens setzte sie sich ab und baute von Lage zu Lage immer mehr Vorsprung zu ihren Konkurrentinnen auf. Nach 4:27,71 Minuten belohnte sich die Kanadierin mit Gold und schwamm so zu ihrer zweiten Medaille dieser Spiele.

Ganze 5,69 Sekunden später kam Katie Grimes (4:33,50) aus den USA als Nächstschnellste ins Ziel. Bronze ging mit Emma Weyant (3:34,93) ebenfalls an die US-Amerikaner. Die Erfolgsgeschichte von Summer McIntosh, die nach dem Ende der Spiele ihren 18. Geburtstag feiern wird, könnte in den nächsten Tagen noch weitergehen. Auch über die 200m Schmetterling und 200m Lagen geht sie als Mitfvoritin an den Start.

Spannend bis zum Ende. Das war das Motto der weitern Damenfinals des Tages. Im Endlauf über die 200m Freistil hielten sich die Favoritinnen Mollie O’Callaghan (1:53,27) und Ariarne Titmus (1:53,81) zunächst bedeckt. Bis nach der 150m-Wende lag Sibohan Haughey aus Hongkong in Führung, schluckte jedoch auf den letzten 50m die Wellen der spurtenden Australierinnen. Am Ende schlug O’Callaghan in neuem Olympiarekord vor Titmus an. Haughey wurde in 1:54,55 Minuten Dritte.

Das 100m Brust Finale gestaltete sich mindestens genauso spannend. Dieses Rennen entschied Tatjana Smith in 1:05,28 Minuten für sich. Bei den letzten Spielen 2020 gewann sie Gold über die 200m Brust, heute feierte sie unter Tränen den Titel auf der halben Strecke. Die Chinesin Tang Qianting gewann Silber in 1:05,54 Minuten. Unerwartete Dritte wurde Mona Mc Sharry aus Irland (1:05,59), denn lange sah es so aus, als würde Benedetta Pilato (1:05,60) sich von der Außenbahn aufs Podest schwimmen. Beim Anschlag jedoch schlug die Irin Haarscharfe 0,01 Sekunden früher an. Auch für die US-Amerikanerin Lilly King reichte es heute nicht. Nach Gold in Rio 2016 und Bronze in Tokio 2020 ging sie heute zeitgleich mit Pilato auf Platz vier leer aus.

Im einzigen Halbfinale des Tages, das der 100m Rücken, lieferte Regan Smith (57,97) die schnellste Zeit ab. Nur zwei Hundertstel langsamer schwamm die australische Olympiasiegerin von 2020 Kaylee McKeown (57,99). Die beiden Damen schenken sich sicherlich im morgigen Finale nichts und werden nebeneinander eifrig um den Titel schwimmen.

Das deutsche Team wurde heute im Finalabschnitt durch Lukas Märtens vertreten. Mehr zu seinem Rennen über die 200m Freistil gibt es hier: ''Es tat alles weh'' | Lukas Märtens wird Fünfter in historisch engem 200m-Olympiafinale

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Bild: IMAGO / ZUMA Press Wire

''Es tat alles weh'' | Lukas Märtens wird Fünfter in historisch engem 200m-Olympiafinale

Mutig geschwommen, doch leider wurde es am Ende nichts mit der zweiten Medaille für Lukas Märtens bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris. Nachdem der Magdeburger zum Auftakt der Schwimmevents am Samstag Gold über die 400m Freistil geholt hatte, schwamm er heute über die 200m auf Platz fünf.

In einem packenden Finale hatte der Magdeburger bis zur 150m-Wende das Tempo bestimmt, doch auf der letzten Bahn schob sich das Feld unglaublich eng zusammen. Am Ende schnappten sich der Rumäne David Popovici (1:44,72), David Richards (1:44,74) aus Großbritannien und der US-Amerikaner Luke Hobson (USA - 1:44,79) die Medaillen. Nur sieben Hundertstel trennten die Medaillengewinner - historisch knapp für ein Olympiafinale über die 200m Freistil.

"Es tat am Ende alles weh, es hat alles bis in die letzte Sehne gebrannt", beschreibt Märtens seinen Kampf auf den letzten Metern. Mit seine Endzeit von 1:45,46 Minuten landete er letztlich 6,7 Zehntel hinter den Medaillengewinnern zeitgleich mit Danas Rapsys auf Platz fünf. Der Litauer war der einzige im heutigen Finalfeld, der ebenso wie Märtens bereits über die 400m am Start war. Allerdings hatte Rapsys hier das Finale verfehlt.

"Ich bin viel zu schnell angegangen. Man muss ja bei den 100m nicht als Erster rumgehen, dafür sind hier andere Jungs im Feld, die von den 100m kommen", so Märtens Analyse seiner ersten beiden Bahnen, auf denen er dem Feld in 50,52 Sekunden vorausgesprintet war - mehr als eine halbe Sekunde schneller als im Halbfinale. Das habe sich dann auf der letzten Bahn bemerkbar gemacht, meint Märtens, der durchaus mit einer Medaille geliebäugelt hatte, aber dennoch mit seinem Ergebnis zufrieden ist.

Den Blick richtet er nun direkt nach vorn: Schon am morgigen Dienstag will er die deutsche 4x200m Freistilstaffel ins Olympiafinale führen und anschließend wagt er noch einen Ausflug auf die 200m Rücken. Ein hartes Programm. 

"Es ist schon sehr schwierig, über einen so langen Zeitraum, über so viele Strecken, die Spannung aufrecht zu erhalten. Bei Olympischen Spielen kann man natürlich auch nicht pokern und sagen, dieses Rennen schwimme ich jetzt mal ein wenig lockerer. Da muss man jede Strecke voll angehen und das zehrt natürlich", hatte Märtens bereits vor dem Spielen im Interview mit swimsportnews erklärt. 

Neben den 200m Freistil stand bei den Herren im heutigen Finalabschnitt nur eine weitere Strecke auf dem Programm. Über die 100m Rücken sicherte sich der Italiener Thomas Ceccon in 52,00 Sekunden den Olympiasieg vor Xu Jiayu (52,32) aus China und dem US-Star Ryan Murphy (52,39). 

Drei Olympiasiegerinnen wurden bei den Damen gekürt. Mehr dazu gibt es im Liveticker --> LIVE | Schwimmen bei Olympia 2024 | Die Finals am Montag

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Bild: IMAGO / Chai v.d. Laage

LIVE | Schwimmen bei Olympia 2024 | Die Finals am Montag

Fünf Champions werden heute im Finalabschnitt der Olympischen Spiele 2024 gesucht. Auch das deutsche Team hat wieder einen Medaillenkandidaten mit dabei. Wir berichten für euch LIVE von den Olympischen Spielen aus Paris!

Aus deutscher Sicht richten sich die Blicke heute vor allem auf das Finale der Herren über die 200m Freistil. Lukas Märtens geht hier auf der Bahn sechs an den Start und hat erneut Chancen auf Edelmetall. In den weiteren Endläufen werden etliche internationale Stars versuchen, sich eine der begehrten olympischen Plaketten zu sichern.

In unserem LIVE-Ticker aus Paris berichten wir euch alles unmittelbar, wenn es geschieht. (Tipp: Einfach ab und an den Artikel aktualisieren, um über die neusten Ereignisse zu lesen):

Die Spannung steigt - gleich geht es los!

20:30 Uhr: 400m Lagen (w) - FINALE

 Die Lagen-Damen laufen ein. Die Weltrekordhalterin Summer McIntosh blieb im Vorlauf heute morgen 13 Sekunden über ihrem Weltrekord und startet damit gleich von Bahn 3.

Die Athletinnen sind im Wasser. McIntosh ist nach der Schmetterling-Teilstrecke bereits über eine Sekunde in Führung.

Nach 200m liegt McIntosh weiter in Führung. Sie liegt eine knappe Sekunde unter ihrem eigenen Weltrekordtempo. Souverän gewinnt McIntosh das Renne, bleibt jedoch in 4:27,71 Minuten dann doch deutlich über dem Weltrekord.

Silber gewinnt die US-Amerikanerin Katie Grimes (4:33,40) knapp vor ihrer Teamkollegin Emma Weyant (4:34,93).

Das war ein klarer Start-Ziel-Sieg der jungen Kanadierin.

20:40 Uhr: 200m Freistil (m) - FINALE - mit Lukas Märtens

Es geht Schlag auf Schlag, es folgen direkt die 200m Freistil der Herren. Jetzt wird es ernst für den frischgebackenen Olympiasieger Lukas Märtens.

Märtens wird auf Bahn 6 ins Rennen gehen. Der Start ist erfolgt.

Nach 100m liegt Märtens vorne! Schade! Märtens lag bei 150m noch vorne, musste aber auf der letzten Bahn seinem hohen Angangstempo Tribut zollen. Am Ende schlägt er in 1:45,46 Minuten zeitgleich mit Danas Rapsys als Fünfter an. Gewonnen hat der Rumäne David Popovici (1:44,72) vor Matthew Richards und Luke Hobson.

Das war ein packendes Rennen! Nicht nur wegen der langen Führung von Märtens. Am Ende trennten den Erst- und den Vierplatzierten lediglich 15 Hundertstel.

Trotzdem eine starke Leistung von Märtens, der nach seinem Olympiasieg nicht viel Zeit zum Regenerieren hatte.

20:57 Uhr: 100m Rücken (w) - Halbfinale

Gerade läuft noch die Siegerehrung der 400m Lagen der Damen. Danach geht es weiter mit dem einzigen Halbfinale des heutigen Abends - 100m Rücken der Frauen.

Es wird laut in der Halle. Im ersten Halbfinale sehen wir nicht nur die Weltrekordhalterin Regan Smith, sondern auch die Französin Beryl Gastaldello, die mit dem Publikum im Rücken um den Finaleinzug kämpfen wird. Der Lauf geht an Regan Smith - sie schlägt in 57,97 Sekunden mit deutlichem Abstand als Erste an. Auf Rang zwei ist auch Kylie Masse sicher für das Finale qualifiziert. Die Französin Beryl Gastaldello wird Vierte in 59,29 Sekunden. Es bleibt abzuwarten, ob das für den Endlauf reichen wird.

Vorlaufsschnellste war die US-Amerikanerin Katharine Berkoff, die damit im zweiten Halbfinale aus der Mitte startet. Auch hier ist mit Emma Terebo eine weitere Französin vertreten. In einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen siegt Kaylee McKeown vor Katharine Berkoff. Auch McKeown bleibt in 57,99 Sekunden wie bereits Regan Smith unter der 58-Sekundenmarke.

Jubel brandet auf unter den französischen Fans. Beide Französinnen konnten sich für den Endlauf qualifzieren. 

Das verspricht ein spannendendes Finale morgen zu werden. Mit Smith, McKeown und Berkoff (im Vorlauf) bewegten sich drei Schwimmerinnen nahezu zeitgleich knapp unter 58 Sekunden.

21:19 Uhr: 100m Rücken (m) - FINALE

Im Moment werden noch die 200m Freistilherren geehrt. Im Anschluss kämpfen die Rückenschwimmer um weitere Medaillen.

Schnellster des Halbfinals war der Chinese Xu Jiayu. Beim Einlauf der Bahn drei wird es wieder laut in der Arena. Hier schwimmt der Franzose Yohann Ndoye-Brouard.

Der Italiener Thomas Ceccon krönt sich zum Olympiasieger. Er schwimmt eine Zeit von 52,00 Sekunden. Das Podium komplettieren Xu Jiayu (52,32) und Ryan Murphy (52,39). Pech hat der Grieche Apostolos Christou - er verpasst das Podium um 0,02 Sekunden. 

Und es gibt einen Rekord zu bestaunen. Pieter Coetze aus Südafrika stellt in 52,58 einen neuen Kontinentalrekord auf.

21:25 Uhr: 100m Brust (w) - FINALE

Es geht direkt weiter mit dem nächsten Finale. Mit einem starken Anschlag gewinnt Tatjana Smith aus Südafrika in 1:05,28 Minuten. Bitter für die Chinesin Tang Qianting - sie hatte das ganze Rennen über in Führung gelegen, kam aber nicht gut an die Wand ran und wird somit Zweite. Dritte wurde die Irin Mona McSharry. 

Das war wieder ein ganz enges Finale. Der Italienerin Benedetta Pilato und Superstar Lilly King fehlten nur eine Hundertstel zu Bronze.

21:41 Uhr: 200m Freistil (w) - FINALE

Bevor das letzte Finale des Abends ins Wasser geht, bekommen die Rückenschwimmer ihre Medaillen überreicht. 

Auf den mittleren gelben Bahnen werden wir hier die beiden Australierinnen Ariarne Titmus und Mollie O'Callaghan zu sehen bekommen. 

Das Finale ist gestartet. Siobhan Haughey liegt nach 100m vorne. Auch nach 150m liegt sie noch vorne. Auf der letzten Bahn setzen sich die Australierinnen ab. Starke Leistung von O'Callaghan! Trotz des langsamen Beckens schwimmt sie in 1:53,27 Minuten einen neuen olympischen Rekord. Die Titelverteidigerin Ariarne TItmus muss sich in 1:53,81 Minuten mit Rang zwei begnügen.

Auch Siobhan Haughey aus Hongkong wird für ihren couragierten Auftritt belohnt und in 1:54,55 Minuten starke Dritte. 

Besonders beeindruckend war O'Callaghan letzte Bahn. Hier schob sie sich von Rang 3 ganz nach vorne mit einem beeindruckenden 50m-Split von 27,98 Sekunden.

Das war's mit den heutigen Finals - morgen geht es um 11 Uhr weiter mit den Vorläufen.

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Florian Wellbrock nach dem 800m-Aus: ''Kein Grund zur Beunruhigung"

Florian Wellbrock und die 800m Freistil - ein Traumpaar wird aus dieser Kombination wohl nicht mehr. Nachdem der Olympiasieger bereits 2019 und 2023 bei den Weltmeisterschaften das Finale über diese Strecke verpasst hatte, ereilte ihn selbiges Schicksal nun auch bei den Olympischen Spielen in Paris. Runterziehen lässt er sich davon aber nicht.

"Beunruhigen tut mich das jetzt nicht", erklärte der Magdeburger nach den Olympiavorläufen, in denen er als Zwölfter in 7:47,91 Minuten den Finaleinzug um knapp dreieinhalb Sekunden verfehlte. "Wir kennen das Spiel mit den 800m." 

Wellbrock nimmt es auch deswegen locker, weil er die 800m nur deswegen zusätzlich als "Einschwimmen" ins Programm genommen hatte, weil der eigentlich über diese Strecke qualifizierte Oliver Klemet auf seinen Start verzichtete, um sich auf die 400m im Becken und 10km im Freiwasser zu konzentrieren. Klemet hatte sich in 7:46,01 Minuten für die 800m qualifiziert - auch diese Leistung hätte heute nicht für den Endlauf gereicht.

Wellbrocks Jahresbestleistung über diese Strecke stand vor Olympia bei 7:48,17 Minuten - sogesehen war er heute sogar schneller unterwegs. "Ich habe die 800m als Einstieg genutzt und das war auch wichtig für meine beiden Hauptstrecken", blickt der 26-Jährige voraus auf die noch bevorstehenden 1500m (Vorlauf am Samstag) und die 10km im Freiwasser (09.08.).

Negative Rückschlüsse aus dem heutigen Rennen für seine Hauptstrecken sieht er nicht. "Der Rückschluss ist, dass ich noch immer kein gutes Gefühl, keine gute Stratgie für diese 800m habe", erklärte er lediglich.

Auch ohne Wellbrock hat das deutsche Team im morgigen Endlauf über die 800m ein Eisen im Feuer: Sven Schwarz qualifiziere sich als souveräner Sechster für das Finale, in dem alle Starter für die Medaillenplätze in Frage kommen.  "Für den Vorlauf war das mega gut", so die Einschätzung des Schwimmers aus Hannover. "Ich bin mega zufrieden. Mal schauen, was morgen noch geht."

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Video | Das unglaubliche Olympia-Finale von Melvin Imoudu & Lucas Matzerath

Es war die bisher knappste Entscheidung der Schwimmevents bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris. Über die 100m Brust trennten am Sonntag die Top 5 gerade einmal 0,27 Sekunden. Nur hauchdünn schrammten die beiden Deutschen Melvin Imoudu und Lucas Matzerath am Olympiapodest vorbei. Hier könnt ihr euch dieses Herzschlagfinale noch einmal in voller Länge anschauen (Video siehe unten).

Nachdem er das Finale überhaupt nur dank eines Ausschwimmens erreicht hatte, drehte der Potsdamer Melvin Imoudu im Endlauf über die 100m Brust von der Außenbahn aus voll auf. Bis zum Ende war er mitten drin im Kampf um die Medaillen und sogar den Olympiasieg mit seiner Zeit von 59,11 Sekunden schrammte er aber beim Anschlag um acht Hundertstel an Gold vorbei.

In diesem überraschend langsamen Endlauf bekam der Italiener Nicoló Martinenghi die Hand als Erster an die Wand und siegte in 59,03 Sekunden. Silber teilten sich der Amerikaner Nic Fink und Großbritanniens Superstar Adam Peaty (59,05). Für ein starkes deutsches Mannschaftsergebnis sorgte Lucas Matzerath, der in 59,30 Sekunden guter Fünfter wurde. 

Martinenghi ließ sich nach dem Triumph begührend feiern und auch die beiden Deutschen zeigten sich letztlich stolz über die erreichten Ergebnisse. Melvin Imoudu werden wir in Paris noch als Teil der deutschen Lagenstaffeln sehen.

Hier könnt ihr euch das Finale über die 100m Brust der Herren bei Olympia 2024 noch einmal in voller Länge anschauen:

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Video | Das unglaubliche Olympia-Finale von Melvin Imoudu & Lucas Matzerath

Es war die bisher knappste Entscheidung der Schwimmevents bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris. Über die 100m Brust trennten am Sonntag die Top 5 gerade einmal 0,27 Sekunden. Nur hauchdünn schrammten die beiden Deutschen Melvin Imoudu und Lucas Matzerath am Olympiapodest vorbei. Hier könnt ihr euch dieses Herzschlagfinale noch einmal in voller Länge anschauen (Video siehe unten).

Nachdem er das Finale überhaupt nur dank eines Ausschwimmens erreicht hatte, drehte der Potsdamer Melvin Imoudu im Endlauf über die 100m Brust von der Außenbahn aus voll auf. Bis zum Ende war er mitten drin im Kampf um die Medaillen und sogar den Olympiasieg mit seiner Zeit von 59,11 Sekunden schrammte er aber beim Anschlag um acht Hundertstel an Gold vorbei.

In diesem überraschend langsamen Endlauf bekam der Italiener Nicoló Martinenghi die Hand als Erster an die Wand und siegte in 59,03 Sekunden. Silber teilten sich der Amerikaner Nic Fink und Großbritanniens Superstar Adam Peaty (59,05). Für ein starkes deutsches Mannschaftsergebnis sorgte Lucas Matzerath, der in 59,30 Sekunden guter Fünfter wurde. 

Martinenghi ließ sich nach dem Triumph begührend feiern und auch die beiden Deutschen zeigten sich letztlich stolz über die erreichten Ergebnisse. Melvin Imoudu werden wir in Paris noch als Teil der deutschen Lagenstaffeln sehen.

Hier könnt ihr euch das Finale über die 100m Brust der Herren bei Olympia 2024 noch einmal in voller Länge anschauen:

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Video | Das Goldrennen von Lukas Märtens in voller Länge | Olympia 2024

Mit seiner Goldmedaille über die 400m Freistil hat Lukas Märtens dem deutschen Schwimmteam bei den Olympischen Spielen in Paris einen glänzenden Auftakt beschert. In einem packenden Finale ließ er der Konkurrenz keine Chance. Hier könnt ihr euch das Rennen noch einmal in kompletter Länge als Video anschauen (siehe unten).

 "Beim Rennen habe ich nichts mitbekommen, da bin ich einfach mein Ding geschwommen und habe gedacht, ich schwimme gerade in Magdeburg gegen meine Trainingskollegen", meinte Märtens nach dem Rennen. 

Wie stark er sich aber im Becken gegen die internationale Konkurrenz präsentierte, kann man im Video noch einmal bestaunen. Seine Verfolger Elijah Winnington und Kim Woomin warfen alles in die Waagschale, doch Märtens ließ sich davon nicht beeindrucken.

Zur Hälfte des Rennens lag Märtens sogar noch auf Kurs des von Paul Biedermann gehaltenen Weltrekordes. Dass es am Ende mit der Bestmarke nicht klappte, sah der Magdeburger locker: "Ich hatte den Rekord im Hinterkopf, aber mir ist sch**egal, dass es damit nicht geklappt hat", meinte er locker angesichts der Medaille, die nun um seinen Hals hängt.

Hier könnt ihr euch das Olympiafinale über die 400m Freistil dank unserer Kollegen von Eurosport noch einmal in kompletter Länge anschauen:

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Bild: IMAGO / Xinhua

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Schwarz schwimmt ins Olympiafinale | Wellbrock scheidet über 800m erneut aus

In den Vorläufen am heutigen Vormittag kamen die Langstreckenspezialisten zum Einsatz. Bei den deutschen Schwimmern waren dies Sven Schwarz und Florian Wellbrock. Schwarz gelang der Einzug in den Finallauf, Wellbrock schied wie auch schon bei den Weltmeisterschaften 2019 und 2023 in den Vorläufen aus.

Für Sven Schwarz ging es zuerst ins Wasser. Im Vorlauf über die 800m Freistil startete er in sein erstes olympisches Rennen und bekam es direkt mit den erfahrensten Langstrecklern der Welt zu tun. Neben dem Italiener Gregorio Paltrinieri, dem Ukrainer Mykhailo Romanchuck als auch dem Olympiasieger von Tokyo 2020 Bobby Finke aus den USA, schwamm Schwarz eine Zeit von 7:43,67 Minuten - so schnell wie nie zuvor in einem Vorlauf.

Während Romanchuck (7:49,75) dem Tempo des Vorlaufs nicht standhalten konnte, zog der Hannoveraner souverän mit den Top-Stars mit. Auf Rang vier seines Laufes musste er noch eine Weile um den Finaleinzug bangen, denn der Amerikaner Finke (7:43,00) der Italiener Paltrinieri (7:42,48) sowie der Tunesier Ahmed Jaouadi (7:42,07) schlugen noch vor dem Schwimmer des deutschen Teams an. 

Im letzten Lauf war es dann auch für Florian Wellbrock so weit. Für ihn war das Rennen im Vorlauf kein Zuckerschlecken. Der Ire Daniel Wiffen (7:41,53) schwamm voraus und die beiden Austrailer Elijah Winnington (7:42,86) und Samuel Short (7:46,83) folgten. Wellbrock zog sein Tempo zum Schluss an und schwamm in 7:47,91 Minuten an die Wand. Mit dieser Leistung reicht es lediglich für Platz zwölf und wie schon bei der WM 2019 und 2023 verpasste er das Finale. Nach dem Rennen erklärte Wellbrock direkt, er sei nicht beunruhigt, habe heute lediglich die falsche Renntaktik angewandt. Sein Fokus geht nun auf seine Paradestrecken 1500m und 10km.

Des einen Leid ist des anderen Freud, denn für Schwarz reicht es souverän. Er zog auf Position sechs in seinen ersten olympischen Finallauf ein. Vorlaufschnellster war Daniel Wiffen aus Irland.

Bei den Frauen standen zwei Vorlaufevents ohne deutsche Beteiligung auf dem Programm. Sahen wir gestern noch das Finale der 400m Lagen der Herren, starteten heute die Damen über diese Strecke. Die Schwimmerinnen waren auf insgesamt zwei Vorläufe verteilt, die beide mit schnellen Athletinnen besetzt waren. Emma Weyant (4:36,27) und Katie Grimes (4:37,24) schwammen für die USA auf Position eins und zwei in das Finale.

Auch die frischgebackene Vize-Olympiasiegerin Summer McIntosh aus Kanada wird in diesem Finale sicherlich über die Medaillenverteilung mitreden wollen. Als Weltrekordhalterin startete die erst 17-jährige Athletin als Favoritin in diesen Wettbewerb uns qualifiziert sich in 4:37,35 Minuten auf Rang drei für den Endlauf. Bemerkenswert: Mit einer 4:40er Zeit konnte man sich für das Finale qualifizieren. Zum Vergleich: In den Vorläufen der Olympischen Spiele von Tokio waren über diese Strecke 2021 die besten sieben schneller als die heutige Vorlaufbeste.

Ebenfalls Weltrekordhalterin ist Regan Smith, die über die 100m Rücken an den Start ging. Auf der einzigen Sprintdistanz der heutigen Vorläufe schwamm die Amerikanerin in 58,45 Sekunden als Zweitschnellste in das Halbfinale. Lediglich ihrer Teamkollegin Katherine Berkoff musste sie den Vortritt lassen. Sie schwamm in 57,99 Sekunden bislang als einzige Schwimmerin des Feldes eine Zeit von unter 58 Sekunden. Auch die Australierin Kaylee McKeown und die Kanadierin Kyle Masse als ehemalige Weltrekordhalterinnen zogen eine Runde weiter. In 58,48 Sekunden beziehungsweise 59,06 Sekunden platzieren sie sich momentan auf den Rängen drei und vier.

Bild: Christian Gold / Archiv

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LIVE | Schwimmen bei Olympia 2024 | Die Vorläufe am Montag

Zum Auftakt der neuen Woche stehen bei den Olympischen Spielen in Paris heute nur drei Vorlaufstrecken an. Doch es wird spannend! Über die 800m Freistil sind auch zwei deutsche Kraul-Asse mit dabei. Wir berichten für euch LIVE von den Olympischen Spielen aus Paris!

Florian Wellbrock, greift heute erstmals bei Olympia ins Geschehen ein. Gesellschaft bekommt er von Sven Schwarz, der über die 800m Freistl sein Olympiadebüt feiern wird.

In unserem LIVE-Ticker aus Paris berichten wir euch alles unmittelbar, wenn es geschieht. (Tipp: Einfach ab und an den Artikel aktualisieren, um über die neusten Ereignisse zu lesen):

Gleich geht es los mit den 400m Lagen der Damen. Das Einschwimmen ist beendet und wie bereits am gestrigen Vormittag erwartet die Zuschauer erneut eine Lichtshow.

11:00 Uhr: 400m Lagen (w) - Vorlauf

 Zwei Läufe stehen heute Vormittag auf dem Programm. Somit werden wir bereits in Lauf eins die ersten Medaillenkandidatinnen sehen. 

Der erste Lauf ist im Wasser. Auf Bahn vier schwimmt die US-Amerikanerin Katie Grimes, direkt an der Seite der amtierenden Weltmeisterin Freya Colbert aus Großbritannien.

Emma Weyant hat in 4:36,27 Minuten als Erste die Hand an der Wand. Dahinter kommen Katie Grimes und Freya Colbert auf den Plätzen zwei und drei ins Ziel.

Im nächsten Lauf startet die Weltrekordhalterin Summer McIntosh auf Bahn 4. McIntosh geht in 59,99 Sekunden über zwei Sekunden schneller als die Konkurrenz an. Die Kanadierin schwimmt das Rennen souverän nach Hause. In 4:37,35 Minuten qualifiziert sie sich als Dritte für das Finale. Zweite in diesem Lauf wurde Mio Narita aus Japan.

Als Vorlaufschnellste wird damit die US-Amerikanerin Emma Weyant heute Abend von Bahn vier aus ins Rennen gehen.

11:13 Uhr: 100m Rücken (w) - Vorlauf

Fünf Läufe sehen wir heute auf den 100m Rücken der Damen.

Nun geht der erste gesetzte Lauf ins Wasser. Dieser geht an die Katharine Berkoff, die in 57,99 Sekunden eine flotte Zeit ins Wasser setzt. Auch die französischen Zuschauer können Jubeln. Die Französin Emma Terebo wird Zweite in einer guten Zeit von 59,10 Sekunden. Damit sollte sie sicher im Halbfinale mit dabei sein.

Nun greift die Olympiasiegerin von Tokio Kaylee McKeown aus Australien ins Geschehen ein. Standesgemäß entscheidet Kaylee McKeown in 58,48 Minuten den Lauf für sich, vor ihrer Teamkollegin Iona Anderson.

Mit Kylie Masse und Regan Smith starten nun die beiden anderen Medaillengewinnerinnen von Tokio. Weltrekordhalterin Regan Smith hat die Nase vorne. In 58,45 Sekunden qualifiziert sie sich als Zweitschnellste für das Halbfinale. Auch die zweite Französin Beryl Gastalldello qualifziert als 6. der Vorläufe für das Halbfinale.

Insgesamt blieben elf Schwimmerinnen unter der 1-Minutenmarke. Für das Halbfinale war eine Zeit von 1:00,40 Minuten notwendig.

11:28 Uhr: 800m Freistil: Sven Schwarz (Lauf 3 / Bahn 5), Florian Wellbrock (Lauf 4 / Bahn 6)

In Lauf eins startet der Österreicher Felix Auböck, der am Samstag noch auf seinen Start auf die 400m Freistil verzichtet hatte. Der Österreicher gewinnt seinen Lauf in /:48,49 Minuten. Es bleibt abzuwarten, ob diese Zeit für das Finale reicht. 

Es wird lauter in der Halle. Mit David Aubry und Pacome Bricout sind zwei Franzosen im nächsten Lauf im Wasser.

Und es wird noch lauter, denn Aubry schlägt als es erster an! In 7:44,59 Minuten ist er deutlich schneller als Felix Auböck. Für den Österreicher wird es damit sehr wahrscheinlich für das morgige Finale nicht reichen.

Nun springt mit Sven Schwarz der erste Deutsche des Tages ins Wasser. Direkt neben ihm schwimmt der Titelverteidiger Bobby Finke. Nach einer kontrollieren ersten Rennhälfte liegt Schwarz nahezu gleich auf mit dem führendem Ahmed Jaouadi auf Rang 4. Nach 600m sind immernoch vier Schwimmer nahezu auf einer Höhe. Mit dabei ist auch nach wie vor Sven Schwarz. In einem packenden Vorlauf behält Schwarz die Nase vor dem stark aufkommenden Italiener Luca de Tullio und wird Vierter. Seine Zeit: 7:43,67 Minuten. Der Tunesier Ahmed Jouadi gewinnt den Lauf in 7:42,07 Minuten vor Greogrio Paltrinieri und Bobby Finke.

Florian Wellbrock ist gerade im letzten Lauf des Vormittags gestartet. Elijah Winnington geht das Rennen sehr schnell an. Mal abwarten, ob er das Tempo halten kann. Nach 400m liegt Florian Wellbrock auf Platz 4. Er liegt knapp 3 Sekunden hinter dem führenden Winnington, der in 3:47,61 Minuten eine sehr schnelle erste Hälfte in Becken bringt. 

Der Ire Daniel Wiffen schwimmt in 7:41,53 Minuten der Konkurrenz davon. Dahinter schlägt Elijaa Winnigton in 7:42,85 Minuten an. Florian Wellbrock schlägt in 7:47,91 Minuten als Vierter an. Das reicht nicht für das Finale. Wellbrock scheidet als 12. aus.

Für Sven Schwarz hat es dagegen als Sechster gerreicht. Ihn werden wird morgen im Finale wiedersehen. 

Und auch die Franzosen können jubeln. David Aubry schnapp sich als Achter den letzten Finalplatz.

Das war es mit den heutigen Vorläufen. Weiter geht es heute Abend um 20.30 Uhr. Dort wird u.a. Lukas Märtens auf den 200m Freistil in die Medaillenvergabe miteingreifen.

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Medaillenspiegel | Schwimmen bei Olympia 2024 in Paris | Tag 2

Hier findet ihr den Medaillenspiegel der Wettbewerbe im Schwimmen bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris. 

Im Medaillenspiegel der Olympischen Spiele 2021 sicherten sich die Schwimmer aus den USA die Position eins. Insgesamt 30 Medaillen erschwammen sie. Das deutsche Team kam im Medaillenspiegel der Schwimm-Events (Becken und Freiwasser) auf den zehnten Platz.

Wir dürfen gespannt sein, wie das Abschneiden nun 2024 in Paris aussehen wird.

Paris 2024: Medaillenspiegel | Schwimmen bei Olympia 2024 - nach 2/9 Tagen:

 
  Land Gold Silber Bronze Ges.
1 USA 2 3 2 7
2 Australien 2 2 - 4
3 Italien 1 - 1 2
4 Deutschland 1 - - 1
  Frankreich 1 - - 1
6 Kanada - 1 - 1
  Großbritannien - 1 - 1
  Japan - 1 - 1
9 China - - 2 2
10 Südkorea - - 1 1

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''Hab mir nichts vorzuwerfen'' - Tränenreicher vierter Platz für Angelina Köhler bei Olympia

Alle Augen waren auf Angelina Köhler gerichtet. In der Pariser La Defense Arena startete die amtierende Weltmeisterin bei den Olympischen Spielen am Sonntag im Finale über die 100m Schmetterling als amtierende Weltmeisterin. Am Ende wurde es jedoch der undankbare vierte Platz. Mitten drin in der Weltspitze und doch ohne eine der begehrten Medaillen.

In 56,42 Sekunden lieferte die Berlinerin über ihre Paradestrecke ein beherztes Rennen ab. Nachdem sich Köhler auf der zweiten Rennhälfte an ihre Konkurrentinnen heranpirschte, fehlten am Ende lediglich 0,19 Sekunden zum Edelmetall. "Das ist natürlich traurig", erklärte Köhler, die zunächst unter Tränen das Becken verlassen hatte und nicht zu Interviews in der Lage war. Nachdem sie den kurzen Schock etwas verarbeitet hatte, blickte sie wenig später dann doch kurz zurück auf dieses erste Olympiafinale ihrer Karriere.

"Ich bin hier angereist und wollte ins Finale - das habe ich erreicht", konstatiert die Spitzenschwimmerin. "Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Ich habe alles gegeben, bin um mein Leben geschwommen."

Dennoch ärgerlich: Ausgerechnet die in den Dopingskandal des chinesischen Teams verwickelte Zhang Yufei (56,21) schob sich im Olympiafinale von Paris knapp vor Köhler auf Platz drei. "Solche Geschichten haben natürlich immer einen Beigeschmack", meint Köhler mit Blick auf ihre umstrittene Konkurrentin. "Aber erstmal gehört die Medaille ihr."

Mit ihrer Leistung schwamm Köhler die viertschnellste Zeit ihrer Karriere und kann damit trotz der knappen Entscheidung zufrieden sein. "Die Zeiten der anderen sind der Wahnsinn", meinte sie mit Blick auf ihre Konkurrentinnen. Sowohl Gold als auch Silber gingen in diesem Finale an die USA. Repräsentiert durch Tori Huske (55,59) und der Welt- und Olympiarekordhalterin Gretchen Walsh (55,63) feierten die Amerikanerinnen somit einen Doppelsieg. In den kommenden Tagen könnte es Köhler mit einer oder beiden erneut in den Lagenstaffeln zu tun bekommen.

Nach diesem emotionalen Finale standen im weiteren Verlauf des Abschnittes bei den Damen nur noch Halbfinals auf dem Programm. In diesen gab es keine deutsche Beteiligung.

Zeitschnellste Finalqualifikantin über die 100m Brust ist die Südafrikanerin Tatjana Smith (geb. Schoenmaker) mit einer Zeit von 1:05,00 Minuten. Die Mitfavoritin Ruta Meilutyte (1:06,89) aus Litauen schied überraschend auf Platz elf aus.

Seite an Seite schwammen die beiden Australierinnen Ariarne Titmus (1:54,64) und Mollie O’Callaghan (1:54,70) ins Finale der 200m Freistil. Durch die Dominanz der beiden Aussies wird sich im morgigen Finale sehr wahrscheinlich eine der beiden den Titel schnappen.

Auch bei den Herren musste sich das deutsche Team heute mit einem undankbaren vierten Platz zufrieden geben. Mehr dazu gibt es hier: Herzschlagfinale: Nur 0,08 Sekunden fehlen Melvin Imoudu zum Olympiasieg

Bild: IMAGO / Eibner (Jo Kleindl)

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Herzschlagfinale: Nur 0,08 Sekunden fehlen Melvin Imoudu zum Olympiasieg

Acht Hundertstel hinter dem Olympiasieger - und trotzdem keine Medaille. Nur ganz knapp hat Melvin Imoudu am zweiten Tag der Spiele in Paris den zweiten Podestplatz für das deutsche Team verpasst und erschwamm nach Angelina Köhler den zweiten vierten Rang des Abends für die Auswahl der Bundesrepublik.

Nachdem er sich seinen Platz im Finale gestern erst im Ausschwimmen erkämpfen musste, konnte Imoudu von Bahn acht aus heute mit der Konkurrenz mithalten, wendete aussichtsreich als Vierter und zog einen ganz starken Schlusssprint an. Am Ende verpasste er die Medaillenränge nur im Anschlag um haarscharfe sechs Hundertstel und den Olympiasieg um acht Hundertstel. 59,11 Minuten standen für den Potsdamer auf der Anzeigetafel.

In diesem überraschend langsamen Endlauf bekam der Italiener Nicoló Martinenghi die Hand als Erster an die Wand und siegte in 59,03 Sekunden. Silber teilten sich der Amerikaner Nic Fink und Großbritanniens Superstar Adam Peaty (59,05). Für ein starkes deutsches Mannschaftsergebnis sorgte Lucas Matzerath, der seine Zeit von gestern noch einmal ein wenig steigern konnte und schließlich in 59,30 Sekunden guter Fünfter wurde.

Auch das erste Finale des Tages fand mit deutscher Beteiligung statt. Im Endlauf über 400m Lagen konnte Cedric Buessing seinen Deutschen Rekord aus dem Vorlauf nicht mehr angreifen und belegte den achten Rang. Wie am Vormittag war er nach der ersten Rennhälfte weit zurück, konnte aber dann über die Brust- und Freistilstrecke diesmal nicht mehr die große Aufholjagd starten und schlug in 4:17,16 Minuten an.

Dennoch dürfte diese Finalteilnahme eine wirklich einmalige Erfahrung gewesen sein, denn vorneweg schwamm über die gesamte Renndistanz mit Léon Marchand ein Franzose, den als großen Star der Gastgebernation die ganze Halle lautstark anfeuerte und so für eine großartige Atmosphäre sorgte. Und Marchand wurde seiner Favoritenrolle vollauf gerecht, führte vom Start weg, und war spätestens ab Halbzeit der Konkurrenz völlig enteilt und allein auf weiter Flur unterwegs.

Seinen eigenen Weltrekord aus dem vergangenen Jahr konnte er zwar nicht unterbieten, seine Leistung von 4:02,95 war trotzdem die zweitschnellste aller Zeiten. Nach dem Anschlag und bei der Siegerehrung wurde er frenetisch gefeiert, doch zeigte er sich im anschließenden Interview bereits sehr gefasst und direkt auf seine weiteren Strecken fokussiert. Hinter ihm ging es äußerst eng zu: Überraschend sicherte sich Junioren-Weltmeister Tomoyuki Matsishita aus Japan in 4:08,62 Silber, Bronze ging an den Amerikaner Carson Foster (4:08,66). Nur zwei Zehntel hinter ihm kam der Brite Max Litchfield ins Ziel, der damit bei den dritten Spielen hintereinander den undankbaren vierten Platz belegte.

Eine weitere Finalteilnahme fürs deutsche Team konnte kurz darauf Lukas Märtens klarmachen, der sich über 200m Freistil nach seinem Triumph und dem emotionalen Hoch von gestern bestens erholt zeigte und im ersten Semifinale mit einer starken zweiten Rennhälfte als Zweiter anschlug. Seine Zeit von 1:45,36 Minuten bescherte ihm in der Endabrechung den vierten Rang, voll auf Augenhöhe mit den anderen Favoriten aufs Podium.

Für Rafael Miroslaw reichte es trotz eines sehr couragierten Angangs nicht für einen Platz im Finale, er landete in 1:47,34 auf Platz 15. Aus der insgesamt recht hohen Leistungsdichte ragte einzig der Rumäne David Popovici (1:44,53) ein wenig heraus, der morgen auch auf Bahn Vier an den Start gehen wird.

Ohne deutsche Beteiligung gingen indes die Zwischenläufe über die 100m Rücken über die Bühne, nachdem Marek Ulrich und Ole Braunschweig im Vorlauf ausgeschieden waren. So war es der Chinese Xu Jiayu, der in 52,02 Sekunden die Konkurrenz von der Tauchphase weg dominierte. Bereits mit gehörigem Abstand brachte der italienische Weltrekordhalter Thomas Ceccon als Sieger des ersten Halbfinals die die zweitschnellste Zeit (52,58) ins Becken.

Insgesamt hat das deutsche Team somit die starke Form von gestern bestätigt. Auch ohne Medaille hat man gezeigt, dass man in der Weltspitze mitmischen kann. Morgen beginnen dann auch die sehr aussichtsreichen langen Strecken mit den 800m Freistil der Herren unter Beteiligung von Sven Schwarz und Florian Wellbrock.

Die Zusammenfassung der heutigen Damenevents, in denen Angelina Köhler über die 100m Schmetterling auf Platz vier schwamm, gibt es hier --> ''Hab mir nichts vorzuwerfen'' - Tränenreicher vierter Platz für Angelina Köhler bei Olympia

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Bild: IMAGO / Chai v.d. Laage

LIVE | Schwimmen bei Olympia 2024 | Die Finals am Sonntag

Drei Medaillenentscheidungen und vier Halbfinalevents stehen heute bei den Olympischen Spielen in Paris auf dem Programm! Wir berichten für euch LIVE direkt vom Beckenrand aus der Paris La Défense Arena, die für die Olympischen Spiele zum Schwimmstadion umfunktioniert wurde. 

Alle drei der heutigen Finals finden mit deutscher Beteiligung statt. Den Auftakt macht Cedric Büssing über die 400m Lagen, direkt gefolgt von Angelina Köhler. Den Abschluss bilden dann Melvin Imoudu und Lucas Matzerath auf den Außenbahnen des Finals über die 100m Brust. Zwischendurch kämpfen Lukas Märtens und Rafael Miroslaw um den Einzug ins Finale über die 200m Freistil.

In unserem LIVE-Ticker aus Paris berichten wir euch alles unmittelbar, wenn es geschieht. (Tipp: Einfach ab und an den Artikel aktualisieren, um über die neusten Ereignisse zu lesen):

Es wird wieder dunkel in der Halle! Die Lichtshow beginnt und läutet damit den nächsten Wettkampfabschnitt ein.

20:30 Uhr: 400m Lagen (m) - FINALE - mit Cedric Büssing

Die Teilnehmer des ersten Finals warten auf ihren Einsatz. In wenigen Augenblicken ist es soweit. Auf der Außenbahn 8 wird Cedric Büssing zu sehen sein. 

Die französischen Fans können es kaum erwarten: "Ihr" Leon Marchand gilt als der wohl größte Goldfavorit im Gastgeberteam. Alles andere als der Sieg durch den Mann, der den Weltrekord von Michael Phelps knackte, wäre eine faustdicke Überraschung. "Leon! Leon! Leon!" schallt es lautstark durch die Halle.

Und ab geht's! Marchand wendet nach 100m unter Weltrekordtempo. Auf der Bruststrecke begleiten laute "Hey!"-Rufe den in den USA trainierenden Superstar bei jedem Schwimmzug. Cedric Büssing rangiert derweil um auf Platz acht.

Und da ist die Goldmedaille für Frankreich: In 4:02,95 Minuten bleibt Leon Marchand zwar eine halbe Sekunde über dem Weltrekord, doch das ist jetzt egal. Er lässt sich gebührend feiern.

Bei Cedric Büssing war nach dem fulminanten Vorlauf mit deutschem Rekord im Finale etwas die Luft raus. In 4:17,16 Minuten schwamm er auf den achten Platz.

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20:40 Uhr: 100m Schmetterling (w) - FINALE - mit Angelina Köhler

Es geht direkt weiter. Über die 100m Schmetterling greift jetzt Angelina Köhler nach Edelmetall. Im Halbfinale waren nur die beiden US-Amerikanerinnen Gretchen Walsh und Torri Huske sowie die Chinesin Zhang Yufei schneller.

Oh, war das knapp! Angelina Köhler zeigt ein beherztes Rennen, doch in 56,42 Sekunden muss sich die Berlinerin mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben. 

Nur 2,1 Zehntel fehlen Köhler, die hinten raus erneut stark aufholte, zur Chinesin Zhang Yufei auf Rang drei. 

An der Spitze des Feldes sorgte Torri Huske für eine faustdicke Überraschung. In 55,59 Sekunden schnappte sie ihrer Teamkollegin, der frisch gebackenen Weltrekordhalterin Gretchen Walsh, die Goldmedaille um vier Hundertstel vor der Nase weg.

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20:46 Uhr: 200m Freistil (m) - Halbfinale - mit Lukas Märtens und Rafael Miroslaw

Jetzt geht es für Lukas Märtens und Rafael Miroslaw um einen Platz in den Finals. Den Anfang macht Märtens.

In 1:45,36 Minuten schlägt Märtens als Zweiter seines Halbfinals an. Nur der US-Schwimmer Luke Hobson war schneller.

Im zweiten Semifinale liefert Rafael Miroslaw ein Zeit von 1:47,34 Minuten ab, kann sich im Vergeich zum Vorlauf also nicht steigern. Damit landet er auf Platz 15.

Lukas Märtens hingegn kommt mit der viertschnellsten Zeit des Feldes weiter. Die Favoritenbahn für den Endlauf sichert sich der Rumäne David Popovici in 1:44,53 Minuten. Das dürfte ein spannendes Finale am Montag werden!

Kurz durchatmen: Zeit für die Siegerehrung der Medaillengewinner über die 400m Lagen mit Leon Marchand.

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21:10 Uhr: 100m Brust (w) - Halbfinals

Die Blicke richten sich wieder aufs Wettkampfbecken. Die 100m Brust der Damen stehen an. In den Vorläufen hatte Anna Elendt nur knapp den Einzug in den Endlauf verpasst.

Im ersten Halbfinale setzt die Chinesin Tang Qianting 1:05,83 Minuten die Spitzenzeit. Im Gegensatz zu Zhang Yufei, die Angelina Köhler zuvor die Medaille wegschnappte, war Tang nicht unter den 23 Mitgliedern des chinesischen Nationalteams, die mit positiven Dopingtests auffielen, aber nicht gesperrt wurde.

Im zweiten Halbfinale bestätigt Tatjana Smith aus Südafrika in 1:05,00 Minuten exakt die Zeit aus dem Vorlauf und sichert sich damit Bahn vier für das Finale. Zum Einzug in den Endlauf wurde eine Zeit von 1:06,23 Minuten benötigt.

Ruta Meilutyte, der Olympiasiegerin von 2012, gelang es auf Platz elf in 1:06,89 Minuten nicht, sich für den Endlauf zu qualifizieren.

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21:32 Uhr: 100m Rücken (m) - Halbfinals

Nachdem eben die Siegerehrung über die 100m Schmetterling leider ohne Angelina Köhler stattfand, geht es nun im Halbfinale über die 100m Rücken wieder im Wettkampfbecken rund.

Im ersten Semifinale schlägt Italiens Schwimmstar Thomas Ceccon in 52,58 Sekunden als Erster an, dicht gefolgt vom Franzosen Yohann Ndoye-Brouard (52,63), der morgen für Medaillenjubel beim Heimpublikum sorgen will.

Das war eine Ansage: Der Chinese Xu Jiayu schwimmt im zweiten Halbfinale in 52,02 Sekunden die mit Abstand schnellste Zeit des Feldes. Er stand ebenfalls nicht auf der Liste der 23 positiv getesteten chinesischen Schwimmer. Ein anderer hingegen schon und der kommt gleich im Finale über die 100m Brust.

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21:44 Uhr: 100m Brust (m) - FINALE - mit Melvin Imoudu und Lucas Matzerath

Die Rede ist von Qin Haiyang, dem nach Adam Peaty zweitschnellsten Schwimmer aller Zeiten über die 100m Brust. Beide treffen heute im Endlauf aufeinander.

Eingerahmt wird das Feld auf den Außenbahnen von Lucas Märtens und Melvin Imoudu.

Melvin Imoudu geht mutig an: Nach der ersten Bahn wendet er als Vierter. Und diesen Platz hat er auch nach dem Anschlag!

In einem Herzschlagfinale schrammt Imoudu in 59,11 Sekunden auf Platz vier nur um acht Hundertstel am Olympiasieg vorbei. Dahinter gibt es Platz fünf für Lucas Matzerath (59,30).

Den Sieh sichert sich der Italiener Nicolo Martinhengi, der in 59,03 Sekunden vor Adam Peaty und Nic Fink anschlägt, die sich in 59,05 Sekunden zeitgleich Silber sichern. 

Es ist durchaus bemerkenswert, dass es kein Athlet unter die 59er-Marke geschafft hat. Alle haben bereits bewiesen, dass sie das drauf haben, so auch Melvin Imoudu und Lucas Matzerath.

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21:50 Uhr: 200m Freistil (w) - Halbfinale

Ein Event steht noch aus: Über die 200m Freistil werden acht Finalistinnen gesucht.

im ersten Durchgang schlägt die US-Amerikanerin Claire Weinstein nach 1:55,24 Minuten als einzige unter der Marke von 1:56 an. 

Da setzen die Australierinnen Ariarne Titmus (1:54,64) und Mollie O'Callaghan (1:54,70) einen drauf. Morgen winkt dem Australischen Team also ein Doppelsieg.

Der zweite Wettkampftag in Paris ist damit beendet. Nach dem fulminanten Auftakt mit Gold für Lukas Märtens am Samstag folgte heute die Ernüchterung: Zwei bittere vierte Plätze für das deutsche Team, die jedoch auch zeigen, dass man mittlerweile wieder mit der Weltspitze mithalten kann.

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Die wichtigsten Links zu den Olympischen Spielen 2024:

Bild: European Aquatics / Archiv

Medaillenspiegel | Schwimmen bei Olympia 2024 in Paris | Tag 2

Hier findet ihr den Medaillenspiegel der Wettbewerbe im Schwimmen bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris. 

Im Medaillenspiegel der Olympischen Spiele 2021 sicherten sich die Schwimmer aus den USA die Position eins. Insgesamt 30 Medaillen erschwammen sie. Das deutsche Team kam im Medaillenspiegel der Schwimm-Events (Becken und Freiwasser) auf den zehnten Platz.

Wir dürfen gespannt sein, wie das Abschneiden nun 2024 in Paris aussehen wird.

Paris 2024: Medaillenspiegel | Schwimmen bei Olympia 2024 - nach 2/9 Tagen:

 
  Land Gold Silber Bronze Ges.
1 USA 2 3 2 7
2 Australien 2 2 - 4
3 Italien 1 - 1 2
4 Deutschland 1 - - 1
  Frankreich 1 - - 1
6 Kanada - 1 - 1
  Großbritannien - 1 - 1
  Japan - 1 - 1
9 China - - 2 2
10 Südkorea - - 1 1

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Die wichtigsten Links zu den Olympischen Spielen 2024:

Diskussion ums Olympiabecken: ''Das macht einfach keinen Spaß''

Olympische Spiele! Vier Jahre lang arbeiten die Sport-Asse der Welt auf dieses Highlight hin, um dann auf den Punkt ihre Top-Leistungen abliefern zu können. Bei den Schwimm-Wettkämpfen in Paris jedoch bleiben bisher überraschend viele Stars zum Teil deutlich über ihren Vorleistungen. Ein Faktor, der dabei wohl eine Rolle spielt: Das Olympiabecken in der Paris La Défense Arena.

Schon direkt nach dem ersten Training im 50m-Pool, auf den in diesen Tagen Millionen Schwimmfan rund um den Globus blicken, gab es die ersten Diskussionen. Der Grund: Das Becken ist äußerst flach. Die Tiefe liegt mit 2,15m nur knapp über dem vom Weltverband vorgeschriebenen Mindestmaß von 2,00m. Ideal wären etwa drei Meter, so wie es zum Beispiel im Becken der Berliner Schwimmhalle im Europasportpark, dem Austragungsort der Deutschen Meisterschaften, der Fall ist.

Für Laien klingt das erstmal nach keinem großen Problem, alles ist ja nach Vorschrift. Doch beim Schwimmen macht sich dieser Unterschied der Beckentiefe bemerkbar. "Es gibt dadurch sehr viele Verwirbelungen", erklärt Bundestrainer Bernd Berkhahn mit Blick auf die Beckenproblematik. "Das macht es für die Schwimmer nicht einfach und das bringt auch keine guten Zeiten."

Bei einem tieferen Becken würden die von den Athleten erzeugten Wellen weniger stark vom Beckenboden reflektiert. Die Tiefe würde sie quasi "schlucken" und damit wäre das Becken ruhiger. Top-Bedingungen, wie es sie zum Beispiel in Berlin oder bei den meisten Weltmeisterschaften gibt, nun aber ausgrechnet bei Olympia nicht. "Das ist schon schade und das wussten wir vorher auch nicht", so Bernd Berkhahn. Zahlreiche Kameras und Bildschirme am Beckenboden verstärken die Problematik.

Zwar seien die Bedingungen für alle gleich, doch die Bewertung der geschwommenen Zeiten wird durch die Gegebenheiten in Paris nicht einfach, so Berkhahn. "Die Sportler sehen im Training, was sie für Ergebnisse haben, schwimmen damit Top-Zeiten bei der Olympia-Qualifikation. Dann macht man die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele und die Qualität im Training ist sogar noch höher - aber am Ende steht da eine schlechtere Zeit", erläutert der Coach von Olympiasieger Lukas Märtens. "Das ist schwierig, das macht keinen Spaß."

Märtens war auf dem Weg zu Olympiagold am Samstag klar über dem 400m-Weltrekord geblieben, an den er bei den Deutschen Meisterschaften noch bis auf Sekundenbruchteile herangekommen war - jedoch auch durch eine andere Renneinteilung, wie Berkhahn klar stellt. Auch die Teams aus den USA und vor allem Australien hatten sich über die eine oder andere Strecke schnellere Zeiten ausgerechnet. Ähnliche Stimmen wie die von Berkhahn gab es mit Blick auf die Beckenproblematik auch von anderen Nationen zu hören.

Umso stärker sei es zu bewerten, dass wir heute und gestern mehrere Deutsche Rekorde gesehen hätten, so Berkhahn. Neben Isabel Gose (400m Freistil) und Cedric Büssing (400m Lagen) stellten auch die Herren der 4x100m Freistilstaffel über diese ohnehin wellenreiche Strecke einen neuen Deutschen Rekord und auch persönliche Bestmarken auf. "Diejenigen, die hier Bestzeiten schwimmen, denen ist das unglaublich hoch anzurechnen. In einem anderen Becken wäre das wahrscheinlich noch schneller gewesen", lobt der Bundestrainer.

Dass man ausgerechnet bei den Olympischen Spielen keine optimalen Bedingungen für Rekordleistungen schafft, ist der Wettkampfhalle geschuldet. Die Paris La Défense Arena ist eigentlich ein überdachbares Rugby-Stadion. Für Olympia wurden hier ein mobiles Wettkampfbecken sowie ein Einschwimmbecken hineingebaut. Da man ins normale Spielfeld nicht einfach in Loch buddeln kann, wurde das Schwimmbecken drauf gesetzt. Ein Meter mehr Tiefe würde also bedeuten, man müsse auch das Pooldeck einen Meter höher ansetzen. Das würde unter anderem zu Lasten der Zuschauerkapazitäten gehen. 

Im deutschen Team geht man pragmatisch mit der Situation um, die sich schließlich nicht ändern lässt. "Wir sagen klar: Es geht hier um Platzierungen, nicht um Zeiten." Und wenn die Platzierungen stimmen, fragt am Ende der Spiele wohl auch niemand mehr, ob das Becken nun zwei oder drei Meter tief war.

Die wichtigsten Links zu den Olympischen Spielen 2024:

''Einfach unfassbar!'' - Cedric Büssing schwimmt mit Deutschem Rekord ins Olympia-Finale

Dass die Olympischen Spiele emotional sind, beweisen auch die heutigen Vorläufe in Paris. Mit Tränen in den Augen realisierte Cedric Büssing, dass er es geschafft hat: Über die 400m Lagen der Herren zieht er bei seinem Olympia-Debüt mit einem neuen Deutschen Rekord in den Finallauf ein!

Es war ein starker Auftritt des 20-jährigen Esseners. Nachdem sich Büssing im Rennverlauf immer weiter an die Spitze seines Laufes heranschob, schwamm er am Ende mit grandiosem neuem Deutschem Rekord von 4:11,52 Minuten auf Platz sechs. Um etwas mehr als eine halbe Sekunde unterbot er die bisher von Jacob Heidtmann gehaltene nationale Bestmarke (4:12,08). Das bedeutet: Finale!

„Ich wollte einfach so schnell schwimmen, wie es geht. Bestzeit am Morgen - ich glaube was Besseres gibt’s nicht“, sagte Büssing im Interview nach seinem Rennen. Und diese Bestzeit verhalf ihm sogar zum Olympiafinale: "Das ist einfach unfassbar - ich bin so glücklich!"

Seinen Finaleinzug konnte Büssing zunächst nicht wirklich realisieren, denn glücklicherweise konnte der Schwimmer der SG Essen knapp einem Ausschwimmen entgehen: Zeitgleich mit ihm schlugen der Italiener Alberto Razzetti und der Australier Lewis Clareburt an. Somit zogen die drei Schwimmer zusammen auf Rang sechs in das Finale ein. Ausgeschieden ist hingegen der Titelverteidiger: Der US-Star Chase Kalisz landete lediglich auf dem elften Platz.

Zeitschnellster war wie zu erwarten Leon Marchand. Mit heimischem Publikum im Rücken schwamm der Franzose in 4:08,30 Minuten unangefochten voran. "Die Stimmung war unglaublich", so Büssing, der im selben Vorlauf wie Marchand schwamm. "Ich bin mal gespannt, wie das dann heute Abend beim Finale erst wird."

Finalluft in Paris kennt Lukas Märtens bereits bestens. Nach seinem historischen Triumph über die gestrigen 400m Freistil ging der frisch gebackene Olympiasieger heute über die halbe Distanz an den Start. 1:46,33 Minuten lautet seine Vorlaufzeit, die ihn auf dem zehnten Platz für das Halbfinale der 200m Freistil qualifiziert.

Sein Teamkollege Rafael Miroslaw absolvierte heute Vormittag über diese Strecke seinen ersten Einzelstart, welcher als durchaus mutig beschrieben werden kann. Nach starker Angangszeit sowie Führung nach der 150m-Wende schlug der in Indiana (USA) trainierende Schwimmer in 1:46,81 Minuten auf Platz fünf seines Laufes an. Auch für ihn reicht diese Zeit, um im Halbfinale heute Abend an 13. Stelle an den Start zu gehen. Die schnellste Zeit brachte der Rumäne David Popovici (1:45,48) ins Wasser.

Sowohl Ole Braunschweig (53,95) als auch Marek Ulrich (54,63) verpassten hingegen den Einzug in die nächste Runde. Über die 100m Rücken beendeten die deutschen Herren diesen Wettbewerb auf den Plätzen 18 beziehungsweise 29. Dabei fehlten Braunschweig nur zwei hauchdünne Hundertstelsekunden zum Weiterkommen. Vorlaufschnellster war der Ungare Hubert Kos (52,78).

Knapp ging es auch in den Halbfinals der Damen zu. Mehr dazu gibt es hier --> ''Einfach unfassbar!'' - Cedric Büssing schwimmt mit Deutschem Rekord ins Olympia-Finale

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Haarscharf: Elendt und Mrozinski schrammen am Olympia-Halbfinale vorbei

Erster kleiner Dämpfer für das deutsche Team bei den Schwimm-Wettbewerben der Olympischen Spiele in Paris: Über die 100m Brust hat die einstige Vize-Weltmeisterin Anna Elendt den Einzug ins Halbfinale verpasst. Das gleiche Schicksal ereilte wenig später auch Julia Mrozinski.

In den Vorläufen am Sonntag schwamm Elendt auf Platz 20. Mit ihrer Zeit von 1:07,00 Minuten schrammte die in den USA trainierende Frankfurterin nur um elf Hundertstel am Halbfinale vorbei. Die schnellste Zeit des Morgens kam von der Südafrikanerin Tatjana Smith (1:05,00), die 2021 noch unter ihrem Mädchennamen Schoenmaker startend sensationell die 200m Brust bei Olympia gewann.

Anna Elendt blieb damit heute deutlich über ihrer Bestzeit, dem bei 1:05,58 Minuten stehenden Deutschen Rekord. Bereits im Saisonverlauf hatte sich angedeutet, dass die 22-Jährige etwas Abstand zu ihrer einstigen Top-Form hat. Trotzdem zeigte sich Bundestrainer Bernd Berkhahn erstaunt: "Das war doch etwas überraschend. Im Training machte Anna hier einen sehr guten Eindruck", erklärte er nach den Vorläufen. Diesen Eindruck kann die WM-Zweite von 2022 nun stattdessen in der Staffel bestätigen. Am vorletzten Tag der Wettkämpfe geht es für sie in der 4x100m Lagenstaffel in den Kampf um die Finalplätze.

Auch bei Julia Mrozinski dürfte sich der Blick nun auf ihren bevorstehenden Staffeleinsatz richten. Über die 200m Freistil schwamm sie heute in 1:59,87 Minuten auf den undankbaren 17. Platz - nur einen Rang hinter den Halbfinalplätzen. 5,8 Zehntel fehlten ihr zum Weiterkommen im Olympiafeld, das nach den Vorläufen von der Australierin Mollie O'Callaghan (1:55,79) angefürt wird. Morzinski wird am Donnerstag mit der deutschen 4x200m Freistilstaffel an den Start gehen.

Spannend war es heute auch in den Vorläufen der Herren. Fünf Deutsche waren hier am Start. Mehr dazu --> ''Einfach unfassbar!'' - Cedric Büssing schwimmt mit Deutschem Rekord ins Olympia-Finale

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Märtens' Gold-Trick: Im Kopf bin ich gegen meine Trainingsgruppe geschwommen

Mit seinem Olympiasieg über die 400m Freistil hat Lukas Märtens dem deutschen Team bei den Spielen von Paris nicht nur einen glänzenden Auftakt beschert. Es war auch eine Demonstration mentaler Stärke. Denn entscheidend für den Goldmoment war nicht nur Märtens' Power, sondern auch sein Kopf.

"Ich hab angeschlagen, auf die Anzeigetafel geschaut und gedacht: Ne, das kann nicht sein!", erzählt Märtens auf die Frage, was ihm nach dem siegreichen Anschlag durch den Kopf gegangen sei. "Nach der Saison, nach den ganzen Strapazen. Das war alles andere als abzusehen." 

Auf den ersten Blick mag das verwundern, denn die Vorleistungen stimmten. Bei der WM im Februar gab es bereits eine Medaille. Im Juni dann wackelte Märtens sogar am Weltrekord von Paul Biedermann. Doch damit war im Herbst und Winter noch nicht zu rechnen. Gesundheitliche Probleme, so zum Beispiel eine chronische Nasennebenhölenentzündung, setzen Märtens immer wieder zu. Eigentlich wäre ein chirurgischer Eingriff notwendig, doch für das große Ziel Paris wurde dieser erstmal nach hinten gestellt. "Ich hatte die Saison eigentlich schon abgehakt." Gut, dass der Ehrgeiz in ihm sich durchgesetzt hat.

Gemeinsam mit Coach Bernd Berkhahn legte Märtens den Fokus aufgrund des Trainingsrückstands weg von den langen Freistilstrecken, auf denen er ebenfalls bereits Weltklassezeiten ablieferte, stärker hin zu den 200 und 400m Freistil. Ein Plan, der voll aufging. Mit seiner Leistung von 3:40,33 Minuten bei den Deutschen Meisterschaften katapultierte sich Märtens vor einigen Wochen auf einmal in die Rolle des Top-Favoriten auf Olympiagold. 

Neben Paul Biedermann (3:40,07) waren nur die australische Schwimmlegende Ian Thorpe und der später wegen Dopingverstößen gesperrte Chinese Sun Yang jemals schneller als Märtens. "Damit muss man erstmal umgehen. Der Druck ist nicht ohne", konstatiert der Ausnahmeschwimmer, der auch nach der Vorlaufbestzeit erneut in der Favoritenposition war. Mit dieser Rolle klar zu kommen, sei nicht immer leicht, doch er habe sich einen Plan zurechtgelegt, so Märtens.

"Man darf nicht die ganze Zeit denken 'Ich muss', 'Ich muss', 'Ich muss' - Denn ich muss gar nix. So bin ich an das Rennen herangegangen und das war auch das Motto für meine Saison", erzählt der 22-Jährige, der zuvor bereits mit drei WM-Medaillen in drei aufeinander folgenden Jahren seine Position in der Weltspitze untermauert hatte. 

Neben der Erfahrung habe auch die mentale Vorbereitung und die enge Zusammenarbeit mit einer Psychologin einen großen Anteil an seinem Leistungsvermögen, berichtete uns Märtens bereits vor Beginn der Spiele im Interview. Er habe viele Strategien entwickelt, die ihm sowohl beim Entspannen und Kopf ausschalten als auch beim Hochpushen in den richtigen Momenten helfen.

Für zusätzliche Motivation dürfte bei Märtens am Samstag das Publikum in der Schwimmarena gesorgt haben. Nachdem er bei seiner Olympia-Premiere 2021 noch vor leeren Rängen schwimmen musste, herrschte diesmal in Paris eine beindruckende Stimmung. "Es war einfach total geil, in diese Halle einzulaufen, auch mit so vielen deutschen Fans, die hier waren", so Märtens.

Im Rennen habe er das dann aber ausgeblendet. "Beim Rennen hab ich nichts mitbekommen, da bin ich einfach mein Ding geschwommen und hab gedacht ich schwimm gerade in Magdeburg gegen meine Trainingskollegen." Einer dieser Magdeburger Trainingsgefährten, Oliver Klemet, war ja tatsächlich auch Teil des Finalfeldes. Auch diese Strategie ging auf: Märtens ließ sich im Rennen auch durch die Angriffe seiner Verfolger Elijah Winnington und Kim Woomin nicht beeindrucken.

Nach Florian Wellbrock und Sharon van Rouwendaal hat die Spitzengruppe aus Magdeburg nun also einen weiteren Olympiasieger in ihren Reihen. Eine herausragende Erfolgstatistik - und die Spiele von Paris haben ja gerade erst begonnen. Bereits heute ist Märtens erneut im Einsatz, diesmal über die 200m Freistil. Es heißt also, den Kopf wieder zu fokussieren. Denn wie Lukas Märtens es ausdrückt: "Ich glaube, ich hab noch die eine oder andere Chance auf Edelmetall."

IMAGO / Laci Perenyi

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Märtens' Gold-Trick: "Im Kopf bin ich gegen meine Trainingsgruppe geschwommen"

Mit seinem Olympiasieg über die 400m Freistil hat Lukas Märtens dem deutschen Team bei den Spielen von Paris nicht nur einen glänzenden Auftakt beschert. Es war auch eine Demonstration mentaler Stärke. Denn entscheidend für den Goldmoment war nicht nur Märtens Power, sondern auch sein Kopf.

"Ich hab angeschlagen, auf die Anzeigetafel geschaut und gedacht: Ne, das kann nicht sein!", erzählt Märtens auf die Frage, was ihm nach dem siegreichen Anschlag durch den Kopf gegangen sei. "Nach der Saison, nach den ganzen Strapazen. Das war alles andere als abzusehen." 

Auf den ersten Blick mag das verwundern, denn die Vorleistungen stimmten. Bei der WM im Februar gab es bereits eine Medaille. Im Juni dann wackelte Märtens sogar am Weltrekord von Paul Biedermann. Doch damit war im Herbst und Winter noch nicht zu rechnen. Gesundheitliche Probleme, so zum Beispiel eine chronische Nasennebenhölenentzündung, setzen Märtens immer wieder zu. Eigentlich wäre ein chirurgischer Eingriff notwendig, doch für das große Ziel Paris wurde dieser erstmal nach hinten gestellt. "Ich hatte die Saison eigentlich schon abgehakt." Gut, dass der Ehrgeiz in ihm sich durchgesetzt hat.

Gemeinsam mit Coach Bernd Berkhahn legte Märtens den Fokus aufgrund des Trainingsrückstands weg von den langen Freistilstrecken, auf denen er ebenfalls bereits Weltklassezeiten ablieferte, stärker hin zu den 200 und 400m Freistil. Ein Plan, der voll aufging. Mit seiner Leistung von 3:40,33 Minuten bei den Deutschen Meisterschaften katapultierte sich Märtens vor einigen Wochen auf einmal in die Rolle des Top-Favoriten auf Olympiagold. 

Neben Paul Biedermann (3:40,07) waren nur die australische Schwimmlegende Ian Thorpe und der später wegen Dopingverstößen gesperrte Chinese Sun Yang jemals schneller als Märtens. "Damit muss man erstmal umgehen. Der Druck ist nicht ohne", konstatiert der Ausnahmeschwimmer, der auch nach der Vorlaufbestzeit erneut in der Favoritenposition war. Mit dieser Rolle klar zu kommen, sei nicht immer leicht, doch er habe sich einen Plan zurechtgelegt, so Märtens.

"Man darf nicht die ganze Zeit denken 'Ich muss', 'Ich muss', 'Ich muss' - Denn ich muss gar nix. So bin ich an das Rennen herangegangen und das war auch das Motto für meine Saison", erzählt der 22-Jährige, der zuvor bereits mit drei WM-Medaillen in drei aufeinander folgenden Jahren seine Position in der Weltspitze untermauert hatte. 

Neben der Erfahrung habe auch die mentale Vorbereitung und die enge Zusammenarbeit mit einer Psychologin einen großen Anteil an seinem Leistungsvermögen, berichtete uns Märtens bereits vor Beginn der Spiele im Interview. Er habe viele Strategien entwickelt, die ihm sowohl beim Entspannen und Kopf ausschalten als auch beim Hochpushen in den richtigen Momenten helfen.

Für zusätzliche Motivation dürfte bei Märtens am Samstag das Publikum in der Schwimmarena gesorgt haben. Nachdem er bei seiner Olympia-Premiere 2021 noch vor leeren Rängen schwimmen musste, herrschte diesmal in Paris eine beindruckende Stimmung. "Es war einfach total geil, in diese Halle einzulaufen, auch mit so vielen deutschen Fans, die hier waren", so Märtens.

Im Rennen habe er das dann aber ausgeblendet. "Beim Rennen hab ich nichts mitbekommen, da bin ich einfach mein Ding geschwommen und hab gedacht ich schwimm gerade in Magdeburg gegen meine Trainingskollegen." Einer dieser Magdeburger Trainingsgefährten, Oliver Klemet, war ja tatsächlich auch Teil des Finalfeldes. Auch diese Strategie ging auf: Märtens ließ sich im Rennen auch durch die Angriffe seiner Verfolger Elijah Winnington und Kim Woomin nicht beeindrucken.

Nach Florian Wellbrock und Sharon van Rouwendaal hat die Spitzengruppe aus Magdeburg nun also einen weiteren Olympiasieger in ihren Reihen. Eine herausragende Erfolgstatistik - und die Spiele von Paris haben ja gerade erst begonnen. Bereits heute ist Märtens erneut im Einsatz, diesmal über die 200m Freistil. Es heißt also, den Kopf wieder zu fokussieren. Denn wie Lukas Märtens es ausdrückt: "Ich glaube, ich hab noch die eine oder andere Chance auf Edelmetall."

IMAGO / Laci Perenyi

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Gold, Deutscher Rekord und ein Ausschwimmen | Deutschlands Herren mit furiosem Olympia-Auftakt

Ein wahrer Traumstart in Paris - Gleich im ersten Finale der Olympischen Spiele gab es den lang ersehnten Triumph für die deutschen Beckenschwimmer, denn über die 400m Freistil sicherte sich Lukas Märtens dominant die Goldmedaille. Es war nicht das einzig Ausrufezeichen, dass die Männer des Team GER am Samstag setzten.

Märtens goldener Auftakt beflügelte das Team. Vom Start weg ging er forsch an und nur der Südkoreaner Kim Womin konnte halbwegs mithalten. Bei Halbzeit wendete der Magdeburger in fabehaften 1:48,40 und damit knapp unter seinem Split von seiner Hammerzeit bei den DM im April. Am Ende konnte er zwar das Biedermann-Weltrekordtempo nicht mehr halten, doch auch die Konkurrenz kam nicht mehr nah genug an ihn heran, sodass er in 3:41,78 Minuten mit einer knappen halben Sekunde Vorsprung vor dem Australier Elijah Winnington (3:42,21) und Kim (3:42,50) ins Ziel kam. Direkt nach dem Anschlag noch leicht fassungslos, ließ er sich dennoch gebührend auf der Leine feiern. Nach Britta Steffens Doppelgold von Peking hat Deutschland nun endlich wieder einen Olympiasieger im Becken!

Märtens´ Magdeburger Trainingskollege Oliver Klemet kam zwar ebenfalls nicht ganz an seine Weltklasseleistung aus dem Frühling heran, konnte mit der Finalteilnahme aber dennoch seinen bisher größten Erfolg im Becken verbuchen und schlug als Siebter in 3:46,59 Minuten an, eine Dreiviertelsekunde über seiner Vorlaufzeit. Durch seinen Verzicht auf die 800m, für die er sich ebenfalls qualifiziert hatte, kann er sich nun voll auf die Freiwasserwettbewerbe konzentrieren.

Sehr konkurrenzfähig präsentierte sich auch die 4x100m Freistilstaffel, die ihren Deutschen Rekord aus dem Vorlauf in identischer Besetzung erneut um fast eine ganze Sekunde drücken konnte. Josha Salchow legte eine 48,28 Sekunden vor, dann brachte Rafael Miroslaw das Quartett mit einer starken 47,66 zwischenzeitlich auf Platz vier. Luca Nik Armbruster schwamm eine 48,43 und Peter Varjasi legte eine schnelle Schlussrunde (47,92) hin, die Endzeit von 3:12,29 bedeutet einen überzeugenden siebten Platz nur anderthalb Sekunden hinter den Medaillenplätzen.

Gold ging wie erwartet klar an die US-Boys (Alexy/Guiliano/Armstrong/Dressel – 3:09,28 Minuten), ihre Erzrivalen aus Australien (Cartwright, Southam/Taylor/Chalmers – 3:10,35) wurden Zweite. Das Podium komplettierte die Mannschaft aus Italien (Miressi/Ceccon/Conte/Frigo – 3:10,70). Besonders starke Splits kamen von Pan Zhanle aus China, der als Startschwimmer in 46,92 an seinem eigenen Weltrekord kratzte (und damit auch nebenbei unter Beweis stellte, dass man im Pariser Becken durchaus schnell schwimmen kann), und dem australischen Schlusschwimmer Chalmers, der seine Staffel mit einer 46,53 erst auf die Medaillenränge brachte.

Mit Lucas Matzerath und Melvin Imoudu hatten auch über 100m Brust zwei deutsche Athleten ihre Bahnen für den Abend gebucht. Für sie stand das Halbfinale über diese Strecke an. Der Bochumer Matzerath war im ersten Semifinale unterwegs und zeigte, nach dem Start wie gewohnt deutlich im Hintertreffen, eine starke Rückbahn und belegte vorerst den mit Zittern verbundenen vierten Rang in 59,31 Sekunden. Der britische Dominator Adam Peaty schwamm vornweg und setzte mit 58,88 die zwischenzeitlich schnellste Zeit des Feldes.

Ein ganz ähnliches Rennen wie sein Teamkollege schwamm dann im zweiten Lauf Imoudu, auch er mit einer starken Rückbahn. Seine Leistung von 58,38 bedeutete ebenfalls den vierten Rang – allerdings zeitglich mit dem Italiener Ludvico Viberti. Damit reihte sich Matzerath in der Endabrechnung auf Platz sieben ein, während der Potsdamer und Viberti sich den achten Rang teilten und damit ins Ausschwimmen am Ende des Abschnitts mussten. Dieses war erwartbar eng, doch der Deutsche bewies Nervenstärke und konnte den Italiener in 59,69 Sekunden um zwei Zehntel hinter sich halten, womit er sich die letzte Finalbahn für morgen sicherte.

Das Ausschwimmen könnt ihr euch hier als Video anschauen:

Auch bei den deutschen Damen liefe der Finalabschnitt rund. Die Zusammenfassung gibt es hier: Deutscher Rekord für Isabel Gose im Olympia-Finale | Köhler schmettert in den Endlauf

Nachdem man sich aus deutscher Sicht schwerlich einen besseren Auftakt hätte vorstellen können, kann das DSV-Team die generierte Euphorie hoffentlich auch über die nächsten Tage beibehalten. 

Bild: IMAGO / USA TODAY Network

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Deutscher Rekord für Isabel Gose im Olympia-Finale | Köhler schmettert in den Endlauf

Erst die Goldmedaille von Lukas Märtens - dann ein Rekordrennen von Isabel Gose: Das deutsche Team hat einen hervorragenden Start in die Olympischen Spiele 2024 hingelegt. Im Finale über die 400m Freistil glänzte die Magdeburgerin mit einem neuen Deutschen Rekord.

In 4:02,14 Minuten verbesserte Gose die von ihr selbst gehaltene nationale Bestmarke um 2,5 Zehntelsekunden und fuhr auf einer international unglaublich stark besetzten Strecke damit einen überzeugenden fünften Platz ein. 

An der Spitze des Feldes bestimmten die Superstars das Geschehen: Die Weltrekordhalterin Ariarne Titmus sicherte sich in 3:57,49 Minuten letztlich souverän den Titel vor ihrer Weltrekord-Vorgängerin Summer McIntosh (3:58,37) aus Kanada. Dahinter verfehlte Katie Ledecky in 4:00,86 Minuten zwar die Marke von vier Minuten, durfte sich aber über Bronze freuen.

Ebenso wie Isabel Gose ist auch Angelina Köhler mitten drin in der Weltspitze. Nach ihrem Titel bei der WM im Februar stellt sie dies über ihre Paradestrecke 100m Schmetterling nun auch bei den Olympischen Spielen unter Beweis. Im Halbfinale schwamm die Berlinerin heute souverän in 56,55 Sekunden zeitgleich mit der kanadischen Titelverteidigerin Maggie MacNeil als Vierte in den Endlauf. 

Schneller waren heute nur die beiden US-Amerikanerinnen Gretchen Walsh (55,38) und Torri Huske (56,00) sowie die Chinesin Zhang Yufei (56,15). Sollte Köhler morgen an ihren Deutschen Rekord (56,11) herankommen, winkt Edelmetall. Im Rennen um den Titel aber scheint kaum ein Weg an der alles in Grund und Boden schwimmenden Gretchen Walsh vorbeizuführen.

In den heutigen Endläufen hätte sie sogar die Chance auf ihren ersten Titel gehabt, doch mit der 4x100m Freistilstaffel gab es für Walsh mit dem US-Quartett (3:30,20) "nur" Platz zwei hinter den überlegenen Australierinnen (3:28,92). Immerhin konnten Walsh und ihre Teamkolleginnen die Staffel aus China (3:30,30) knapp hinter sich halten. 

Bei den Herren war das deutsche Team heute über alle Strecken im Finalabschnitt vertreten. Die Zusammenfassung gibt es hier --> Gold, Deutscher Rekord und ein Ausschwimmen | Deutschlands Herren mit furiosem Olympia-Auftakt

Bild: Christian Gold / Archiv

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OLYMPIASIEGER! Lukas Märtens holt Gold in Paris

Er hat es tatsächlich geschafft: Lukas Märtens hat zum Auftakt der Olympischen Spiele 2024 die 400m Freistil gewonnen und dem deutschen Team damit die erste Goldmedaille in Paris beschert.

In einem packenden Rennen sichert sich der Magdeburger in 3:41,78 Minuten die Goldmedaille vor dem Australier Elijah Winnington (3:42,21) und Kim Woomin aus Südkorea (3:42,50).

"Ich hab angeschlagen, auf die Anzeigetafel geschaut und gedacht: Ne, das kann nicht sein!", erzählt Märtens nach der tränenreichen Siegerehrung. "Nach der Saison, nach den ganzen Strapazen." Noch im Winter hätte er die Saison nach gesundheitsbedingten Ausfällen beinahe abgehakt - gut, dass der Ehreiz in ihm gesiegt hat.

Es ist das erste Gold bei den Herren für die deutschen Beckenschwimmer seit 1988! Damals stand außer Michael Groß (200m Schmetterling) auch Uwe Daßler ganz oben auf dem Podium - ebenfalls über die 400m Freistil!

Überraschend kommt Märtens' Erfolgsrennen nicht. Seit Jahren hat sich der vielseitig talentierte Magdeburger in der Weltspitze über die 400m Freistil festgesetzt. Bei den Weltmeisterschaften stand er 2022, 2023 und 2024 auf dem Podium, wurde 2022 auch Europameister. 

Bereits im Juni hatte Märtens seine starke Form aufblitzen lassen, als er bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin bis auf Sekundenbruchteile an den Weltrekord heran schwamm. Auch wenn es diesmal nicht an die 3:40er Marke ging, dürfte das Olympiagold alles sein, was heute zählt!

Mehr zu den heutigen Finals gibt's in unserem LIVETICKER --> LIVE | Schwimmen bei Olympia 2024 | Die Finals am Samstag 

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Bild: Tino Henschel / Archiv - bearbeitet

LIVE | Schwimmen bei Olympia 2024 | Die Finals am Samstag

Es wird ein intensiver erster Finalabschnitt für das deutsche Team bei den Olympischen Spielen in Paris: Lukas Märtens als Favorit über die 400m Freistil, Isabel Gose im Endlauf über dieselbe Strecke, drei Mal Deutschland im Halbfinale und zum Abschluss die deutschen Herren im Endlauf über die 4x100m Freistil! Wir berichten für euch LIVE von den Olympischen Spielen aus Paris!

In unserem LIVE-Ticker aus Paris berichten wir euch alles unmittelbar, wenn es geschieht. (Tipp: Einfach ab und an den Artikel aktualisieren, um alles über die neusten Ereignisse zu lesen):

 Das Einschwimmen ist beendet und die Zuschauerränge sind schon fast voll. Alles fiebert den ersten Medaillenentscheidungen der Schwimmevents bei den Olympischen Spielen 2024 entgegen.

20:30 Uhr: 100m Schmetterling (w) - Halbfinale - mit Angelina Köhler

Wie schon in den Vorläufen macht auch jetzt Angelina Köhler den Auftakt fürs deutsche Team. Sie startet direkt im ersten Halbfinale auf Bahn 3 neben der erst 17-jährigen Japanerin Mizuki Hirai.

In 55,38 Sekunden wackelt Gretchen Walsh am Weltrekord. Angelina Köhler schlägt dahinter in 56,55 Sekunden als Zweite an. Souveräne Vorstellung der Berlinerin, die mal wieder hinten raus stark war. Der Platz im Finale dürfte damit sicher sein.

Torri Huske gewinnt das zweite Halbfinale in 56,00 Sekunden, gefolgt von der Chinesin Zhang Yufei. Auf Platz vier zieht Angelina Köhler in den Endlauf ein. 

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20:42 Uhr: 400m Freistil (m) - Finale - mit Lukas Märtens und Oliver Klemet

Jetzt wird es ernst: Lukas Märtens geht über die 400m Freistil auf der Favoritenbahn vier ins Rennen. Auf der Außenbahn greift Oliver Klemet an.

Zur Hälfte des Rennen liegt Märtens vorn und sagt auf Weltrekordkurs! 

Auch bei 300m bestimmt er das Tempo!

Olympiasieger!!! in 3:41,78 Minuten zu Gold vor dem Australier Elijah Winnington (3:42,21) und Kim Woomin aus Südkorea (3:42,50). Mehr dazu gibt's hier --> OLYMPIASIEGER! Lukas Märtens holt Gold in Paris

Oliver Klemet wird in 3:46,59 Minuten Siebter.

20:52 Uhr: 400m Freistil (w) - Finale - mit Isabel Gose

Bei den Damen liefert Isabel Gose über die selbe Strecke ein starkes Rennen ab und stellt in 4:02,14 Minuten einen neuen deutschen Rekord auf!

Der Sieg geht an Australiens Superstar Ariarne Titmus vor der Kanadierin Summer McIntosh und Katie Ledecky aus den USA.

Jetzt der große Moment: Siegerehrung! Lukas Märtens bekommt die Goldmedaille um den Hals gehängt.

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21:12 Uhr: 100m Brust (m) - Halbfinale - mit Lucas Matzerath und Melvin Imoudu

Weiter geht's mit dem Halbfinale über die 100m Brust mit doppelter deutscher Beteiligung.

Lucas Matzerath schlägt in seinem Durchgang als Vierter an. 59,31 seine Zeit.

Melvin Imoudu kommt jetzt im zweiten Halbfinale. In 59,38 Sekunden wird er Achter - zeitgleich mit einem Konkurrenten aus Italien. Das heißt: Beide müssen ins Ausschwimmen.

Lucas Marzerath hingegen hat es sicher geschafft: Er steht als Siebter im Endlauf!

Kurz durchatmen - Siegerehrung. Durchaus hilfreich, denn der Liveticker wird gerade am Handy getippt, weil alle deutschen Journalisten auf eine Interview-Gelegenheit mit Lukas Märtens warten - euer swimsportnews-Redakteur mit eingeschlossen.

So - Lukas hat ein paar emotionle Worte abgeliefert. Mehr dazu gibt es später. Jetzt geht es erstmal im Wettkampfbecken weiter (und wieder am Laptop statt Handy ;) )

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21:34 Uhr: 4x100m Freistil (w)

Im zweiten Damenfinale des Tages winkt die zweite Goldmedaill für Australien. Die Damen aus Downunder gehen als Top-Favorit ins Rennen.

Und dieser Favoritenrolle werden Mollie O'Callaghan, Shayna Jack, Emma McKeon und Meg Harris vollauf gerecht: In 3:28,92 Minuten sichern sie sich den Titel vor den USA (3:30,20) und China (3:30,30), die jeweils neue kontinentale Rekorde aufstellen.

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21:44 Uhr: 4x100m Freistil (m) - Finale - mit Team GER

Das letzte Finale des Tages betreiten die Freistilstaffeln der Herren. 

Josha Salchow (48,28) und Rafael Miroslaw (47,66) legen stark vor. Hinten sind auch Luca Nik Armbruster (48,43) und Peter Varjasi (47,92) schnell unterwegs, sodass das Quartett in 3:12,29 Minuten den Deutschen Rekord aus dem Vorlauf erneut verbessert!

In der Endabrechnung bedeutet dies Platz sieben, doch die Medaillenplätze waren in dem engen Finale nur etwa anderthalb Sekunden entfernt. Die Weltspitze ist in Schlagdistanz!

Der Titel geht in 3:09,28 Minuten an das US-Quartett um Superstar Caeleb Dressel. Australien (3:10,35) und Italien (3:10,70) sichern sich die weiteren Podestplätze.

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Ausschwimmen fürs Finale über 100m Brust - mit Melvin Imoudu

Die siegreichen Staffeln werden geehrt - dann gibt es noch einen Bonus: Melvin Imoudu geht ins Ausschwimmen über die 100m Brust gegen den Italiener Ludovico Viberti. Für 22:24 Uhr ist dieses Rennen angesetzt.

Jetzt ist es soweit: Die beiden Herren gehen ins Becken. Auf der ersten Bahn liegt Imoudu vorn. Das muss er jetzt nach Hause bringen!

Und es reicht: In 59,69 Sekunden gewinnt Imoudu das Ausschwimmen und wird damit morgen im Finale dabei sein!

Damit verabschieden wir uns aus Paris. Ein intensiver Tag geht zu Ende - und das war erst der Olympia-Auftakt! Ab morgen sind wir wieder LIVE für euch am Beckenrand!

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Lange Wege, zu wenig Essen: Schwimmer "flüchten" aus dem Olympischen Dorf

Mehr als 10.000 Sportler und Sportlerinnen sind dieser Tage in Paris im Einsatz, (fast) alle einquartiert im Olympischen Dorf. Ein ganz besonderes Feeling ist mit dieser Unterbringung von Teilnehmenden aus rund 200 Nationen verbunden - doch nach den ersten Tagen im Dorf von Paris ist bei so manchem die Freude über das gemeinsame Miteianander verflogen.

Vor allem die langen Fahrzeiten zu vielen der Sportstätten machen den Aktiven zu schaffen - so auch den Mitgliedern der Schwimmteams. Rund 45 Minuten dauert die 12km-Fahrt vom Olympischen Dorf zur Paris La Défense Arena. Wenn der Verkehr halbwegs mitspielt. Bei stärkerem Stau - und diesen gibt es trotz "Olympia-Fahrbahn" nicht selten - kann sich die Fahrzeit auch gut und gern verdoppeln. 

"Es sind lange Transportweg, Busse fallen aus und man muss manchmal auch auf dem Boden sitzen", erzählt so zum Beispiel Angelina Köhler, die heute für das deutsche Schwimmteam die Olympischen Spiele eröffnete und nach dem erfolgreichen Vorlauf über die 100m Schmetterling am Abend im Halbfinale erneut starten wird. "Alles ist ein bisschen chaotisch", meint Köhler, fügt jedoch hinzu: "Aber mit diesen Bedingungen müssen alle klar kommen." Ähnlich sieht es Lucas Matzerath, der über die 100m Brust am Samstag den Finaleinzug klar machte. "Das Transportmanagement ist nicht optimal. Aber das kann ich nicht beeinflussen und mache das Beste draus, versuche die Zeit, die ich habe, so gut es geht zur Regeneration zu nutzen."

Für Schwimmer, die sowohl im Vorlauf- als auch Finalabschnitt im Einsatz sind, ergibt sich eine Fahrzeit von zwei bis drei Stunden pro Tag, wenn alles gut läuft. Um einfach in der Halle zu bleiben und die Beine in der Pause hochzulegen, sind die Teambereiche am Einschwimmbecken recht begrenzt und auch der Abstand von sieben Stunden zwischen Vorläufen und Finals spricht gegen einen Verbleib in der Halle.

Auch Schwimmer aus Australien und anderen Nationen beklagen die Transportwege in technisch oft veralteten Bussen ohne Klimaanlage, mit kaputten Fenstern und qualmenden Auspuffrohren. Einige Schwimmer, darunter auch Top-Athleten aus Südkorea, haben daher nun die Reißleine gezogen und das Olympische Dorf verlassen. Sie sind stattdessen nun in einem Hotel untergebracht, das fußläufig nur fünf Minuten von der Schwimmarena entfernt ist. Unter ihnen sind auch die Superstar Kim Woo-min und Hwang Sun-woo, Konkurrenten von Deutschlands Olympia-Hoffnung Lukas Märtens.

Ein weiterer - gerade bei Sportlern durchaus sensibler Punkt - sorgte in den vergangen Tagen im Olympischen Dorf für Unmut: Es gab anscheinend nicht genug Essen. So berichtete Andy Anson, Chef des britischen Olympiaverbands gegenüber The Times: "Das Essen im Dorf stellt ein ernsthaftes Problem dar." Besonders an guten Eiweis- und Kohlenhyratquellen fehle es in ausreichenden Mengen. Die Organisatoren haben mit zweieinhalb Mahlzeiten pro Tag und Person im Olympischen Dorf geplant. Anscheinend nicht genug.

Kleinere Probleme im Olympischen Dorf und beim Athletentransport sorgen angesichts der hohen Teilnehmendenzahl traditionell für Herausforderungen bei Olympischen Spielen. Das war auch in der Verganhenheit schon so. In Rio 2016 fuhr der Bus zum Schwimmstadio einige Aktive, unter ihnen auch die mehrfache Deutsche Meisterin Dorothea Brandt, kurzerhand mal zur Leichtathletikarena - und das kurz vor dem Halbfinale über die 50m Freistil. Brandt ist jetzt übrigens auch in Paris, als Co-Kommentatorin der ARD-Liveübertragungen.

So gesehen sind die Probleme nicht spezifisch für Paris, sondern ein Symptom der Dimensionen Olympischer Spiele, die nicht mit Weltmeisterschaften oder anderen internationalen Höhepunkten zu vergleichen sind. Genau diese Herausforderungen und kleinen Unwegsamkeiten, sind es, die gerade bei Olympia nicht nur die sportlichen, sondern auch mentalen Qualitäten der Aktiven besonders fordern und in der Vergangenheit schon dafür gesorgt haben, dass so manche Top-Favoriten am Ende ausgerechnet bei Olympia leer ausgingen. So blieb zum Beispiel Sarah Sjöström bei den Spielen 2008 und 2012 - obwohl damals bereits Weltspitze - ohne Medaille und spielte ihre Erfahrung dann erst 2016 sowie 2021 aus.

Lucas Matzerath kennt die Besonderheiten von Olympia bereits von den Spielen in Tokio, trotzdem hat er sich auf einen Punkt gezielt vorbereitet: "Vor so einem Publikum zu schwimmen, das ist schon Wahnsinn. Ich hab mir extra Videos früherer Olympischer Spiele angeschaut, um mich mental darauf einzustellen", erzählt der in Bochum trainierende Frankfurter, der bei den "Coronaspielen" 2021 noch vor leerer Kulisse schwimmen musste. Diesmal ist die Arena packend voll. Schon in den Vorläufen am Samstag herrschte Stadionatmosphäre.

Mentale Vorbereitung, Improvisationen vor Ort oder einfach Kopf abschalten - man muss mit den Besonderheiten von Olympia umzugehen wissen. Die nächsten Tage werden zeigen, welche Strategien die Schwimmerinnen und Schwimmer in Paris wählen, um diese Herausforderung zu bewältigen. 

Die wichtigsten Links zu den Olympischen Spielen 2024:

Bild: IMAGO / ZUMA Press Wire

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