Taktik fürs Team: Die perfekte Schwimm-Staffel

Laut, spannend und voller Überraschungen – Staffeln stellen nicht nur bei internationalen Höhepunkten meist das Highlight eines Wettkampfes dar. Im Schwimmsport gibt es wohl kaum ein Event, bei dem die Trommeln lauter schlagen als bei den Staffelrennen. Der Spirit eines Teams und die Stimmung in der Halle können zu ungeahnten Höhenflügen verhelfen und den Ausgang eines Rennens auf den letzten Metern noch einmal entscheidend verändern. Man denke an die legendäre 4x100m Freistilstaffel der Herren bei Olympia 2008 in Rio, bei der der US-Amerikaner Jason Lezak auf der letzten Bahn noch die weit in Führung liegende und als sicherer Sieger geltende französische Staffel abfangen konnte – ein Moment für die Geschichtsbücher. Staffeln haben ihre eigenen Regeln und Gesetze, auf die ein Coach das Team gut vorbereiten sollte. Entscheidend für eine gelungene Staffelleistung: Die perfekte Aufstellung, saubere Wechsel und der richtige Teamgeist!
In Teamsportarten ist nach großen Erfolgen oft die Reden von einer „eingeschworenen Truppe“, die sich blind versteht und perfekt aufeinander abgestimmt ist. Auch wenn man sich im Schwimmen selten einen Laufpass zuspielt, kann das Gefühl, Teil eines großartigen Teams zu sein, dem einen oder anderen aber durchaus längere Arme wachsen lassen. Wenn man auf den letzten Metern nicht nur für sich allein gegen die Konkurrenz schwimmt, lässt man die feuernden Beine doch gern mal noch etwas mehr brennen als sonst. Doch ist dem tatsächlich so? Wie viel schneller schwimmt man eigentlich in einer Staffel im Vergleich zum Einzel?
Schnell in der Staffel = Schnell im Einzel
Ein australisches Forscherteam schaute sich die Staffelleistungen von Top-Schwimmern bei internationalen Events zwischen 2010 und 2018 an und verglich sie mit den jeweiligen Bestzeiten der Aktiven aus dem selben Jahr. Sie rechneten dabei den Vorteil durch die schnellere Reaktionszeit heraus. Das überraschende Ergebnis: Die Forschenden konnten keinen signifikanten Unterschied zwischen Einzel- und Staffelleistung herausfinden. Zudem erkannten sie, dass bei Staffeln die Tendenz besteht, dass die Sportler auf den ersten Metern zu ambitioniert angehen. Das sei vor allem bei Schwimmern zu beobachten, die hinter einem Gegner ins Wasser gingen. Sie versuchten also direkt auf der ersten Bahn den Abstand zum Vordermann zu verringern. Das führt jedoch in der Regel nicht zu einer schnelleren Zeit, sondern zu einem stärkeren Leistungsabfall gegen Ende. Die Wissenschaftler raten daher, auch in Staffelsituationen einen kühlen Kopf zu bewahren und sein eigenes Rennen zu schwimmen. Wenn es nun aber eigentlich keinen Unterschied zwischen Einzel und Staffel gibt, wieso wachsen dann doch immer wieder Schwimmer bei Team-Wettbewerben über sich hinaus? Da nicht jeder so an seinem Leistungsmaximum schwimmt, wie ein internationaler Top-Athlet, bieten die emotionalen Höhepunkte einer Staffel und die zahlreichen Anfeuerungsrufe des Teams vor allem Jüngeren die Chance zu zeigen, was wirklich in ihnen steckt. Stellt eine Schwimmerin in einer Staffel also zum Beispiel eine fantastische Bestzeit auf, kann sie sich sehr glücklich schätzen, denn nach den Ergebnissen der Studie hat sie die gezeigte Leistung sehr wohl auch im Einzel drauf!
Wie wichtig sind die Wechsel?
Ein Wir-Gefühl herzustellen, ist auch für die Staffeln mit internationalen Top-Athleten essenziell. Der international angesehene Coach Frank Embacher trainierte unter anderem Schwimm-Asse wie Weltmeister Paul Biedermann oder Europameisterin Daniela Schreiber. Im Zuge der Olympiavorbereitungen für Rio 2016 leitete er zudem das Staffelprojekt des Deutschen Schwimm-Verbandes. Die aussichtsreichsten Athleten für die 4x200m Freistilstaffel trainierten hierbei über Jahre hinweg regelmäßig in Lehrgängen zusammen. Neben der Steigerung des Teamgefühls, beobachtete er einen weiteren Effekt, der für Staffeln von großer Bedeutung ist: „Als Staffel bereits vorher zusammen zu trainieren, hat vor allem den Vorteil, dass man sich und seine jeweiligen Stärken und Schwächen genau kennenlernt.“ Jeder Athlet merkt an den Stärken der anderen, woran er selbst arbeiten muss und nimmt diese Hausaufgaben in sein Training mit nach Hause. Der Fokus der deutschen Athleten lag neben dem allgemeinen Training vor allem auf der Verbesserung der Wechselzeiten. Ziel dabei war es, die Wechselzeiten von vorher pro Athlet 0,23 Sekunden auf unter 0,1 Sekunden zu verbessern. Bei drei Wechseln macht das am Ende etwa eine halbe Sekunde aus. Um dieses Ziel zu erreichen, investierte das Team sehr viel Energie in das Training von Technik und Timing der Wechsel. Sogar Sportwissenschaftler standen hierfür regelmäßig am Beckenrand zur Seite, um die Sprünge der Athleten genau auszuwerten. Doch lohnt sich dies überhaupt? Forschende haben in mehreren Studien untersucht, inwieweit sich die Staffelwechsel eines Teams auf dessen Platzierung auswirken. Bei der Analyse der Staffeln internationaler Top-Events kam man zu dem Schluss, dass erfolgreiche Staffeln in der Regel tatsächlich schnellere Wechsel performen. Dieser Effekt ist besonders bei den 100er Staffeln der Damen zu beobachten. Bei den Herrenstaffeln dagegen machen die Wechsel in weniger Fällen tatsächlich den Sprung aufs Podest aus, da das Niveau insgesamt hoch ist. Hier kann also eine Staffel nicht allein über die Wechsel gewonnen, aber durchaus verloren werden. Zudem merken die Sportwissenschaftler an, dass schnellere Wechsel auch schneller zu Disqualifikationen führen. Nicht nur deswegen sollte man sich genau überlegen, wie viel Trainingszeit man verwendet, um einzelne Hundertstel beim Start zu sparen. Denn auf der Bahn holt man diese zum Teil deutlich einfacher. Coach Embacher kann das nur bestätigen: „Wir haben sehr viel Zeit investiert, um bei den Wechseln Spitze zu werden, doch am Ende waren die gewonnenen Zehntel sehr teurer erkauft.“
Trotzdem sollten saubere Staffelwechsel zum Grundrepertoire ambitionierter Wettkampfschwimmer gehören. Im Training der Starts sollte es vor allem darum gehen, die verschiedenen Starttechniken auszuprobieren und zu automatisieren. Nicht jeder kommt zum Beispiel mit der neuen Step-over-Technik zurecht. Dieser Start ermöglicht einen sehr kraftvollen Absprung mit viel Speed, jedoch hat er auch großes Fehlerpotenzial. Neben dem Startsprung an sich spielt bei Staffeln aber vor allem das richtige Timing eine Rolle. Die Geschwindigkeit des übergebenden Schwimmers richtig einzuschätzen, ist essenziell, um seinen Start rechtzeitig einzuleiten. Hierfür bietet sich zum Beispiel der Einsatz von Videos an. So können Sportler selbst besser erkennen, ab wann sie die Bewegung einleiten sollten. Mit Reaktions- und Koordinationsspielen kann das Training des richtigen Timings für die Bewegungen an Land ergänzt werden. Da man zu Beginn einer Einheit am besten neue Reize verarbeiten kann, kann man das Training sehr gut in die Erwärmung oder am Anfang des Trainings eingebauen. Das spart Zeit und lockert zugleich das Training etwas auf. Man muss den Staffelwechseln also kein ganzes Trainingslager widmen, kann sie aber ab und an in die Trainingssessions integrieren.
Die Besetzung der perfekten Staffel
Nachdem man im Training nun für die richtige Team-Mentalität gesorgt und mit dem Schleifpapier über die Staffelwechsel gegangen ist, stellt sich für den Wettkampf die entscheidende Frage: Wie besetzte ich meine Staffel und wer schwimmt an welcher Position? Auch hier haben Forscher genauer hingeschaut und in mehreren Studien die Ergebnisse der Staffeln bei internationalen Höhepunkten untersucht. Die Forschung bestätigt hierbei das, was unter Coaches oft angewendet wird. Staffeln, die ihre besten zwei Athleten jeweils an den Anfang und ganz ans Ende der Staffel setzen, erzielen meist die besten Ergebnisse. Einen schnellen Schwimmer am Anfang zu haben ist wichtig, um die Staffel mindestens auf Augenhöhe mit der Konkurrenz zu halten und dem Rest der Crew zu signalisieren, dass da was geht. Einen Rückstand wieder aufzuholen ist psychologisch gesehen schwerer, als sich gegen einen Angriff von hinten zu wehren. Neben der bloßen Leistung sollte ein Trainer zudem auf den Charakter des Sportlers schauen. Es gibt Schwimmer, die unter schwierigen Situationen, wie zum Beispiel einem spannenden Zielspurt erst so richtig in Fahrt kommen. Andere sind zwar schnelle Schwimmer, lieben es aber eher auf „geregelten Bahnen“ zu verkehren, in denen sie ihr Rennen machen können. Das lässt sich auf den ersten Metern der Staffel noch am ehesten gewährleisten. Doch nicht alle Teams, die in den Staffeln zu Medaillen schwammen, setzten ihre Top-Leute an Position eins oder vier. Sehr gut besetzte Staffeln haben den Vorteil, dass sie auch den dritt- oder viertschnellsten Athleten voran schwimmen lassen können und so nach den ersten Teilstrecken trotzdem vorn dabei sind. Das kann Eindruck bei den Konkurrenten machen und sie demoralisieren, denn der „Star“ der Gegner kommt ja erst noch. So eine Taktik muss man sich aber leisten können.
Immer öfter gehören bei Wettkämpfen auch Mixed-Staffeln zum Programm, für die wiederum nochmal etwas andere Gesetzte gelten. Spanische Forschende haben für eine Untersuchung hierzu die Daten der Weltmeisterschaften aus den Jahren 2015, 2017 und 2019 ausgewertet. Dabei konnten sie interessante Tendenzen beobachten. Bei den Freistil-Mixed-Staffeln waren eindeutig Teams im Vorteil, die beide Männer vorwegschickten. Bei Mixedstaffeln können sich wegen des Geschlechterunterschieds schnell sehr große Abstände auftun, die nur schwer wieder aufzuholen sind. In der Welle eines Mannes zu schwimmen, kann für die Damen zudem sehr hinderlich sein und sollte daher möglichst vermieden werden. Weniger eindeutig sah die Sache bei der Lagen-Mixed-Staffel aus, da es hier sehr auf die individuellen Stärken der einzelnen Staffelmitglieder ankommt und darauf welche Aktiven man zur Verfügung hat. Lediglich für die Bruststrecke haben die Wissenschaftler eine Empfehlung. Da der absolute Zeitunterschied zwischen Mann und Frau hierbei im Vergleich zu den anderen Schwimmarten am größten ist, haben Teams mit einem schnellen Männern auf der Bruststrecke einen klaren Vorteil. Laut den Daten des Forscherteam ist die beste Aufstellung für die Lagen-Mixed-Staffel Frau-Mann-Frau-Mann. Das ist zum Beispiel auch die Besetzung, mit der die Briten bei den Olympischen Spielen in Tokio mit Weltrekord zu Gold flogen.
Wie so oft im Leben gibt es aber auch für Staffelaufstellungen keinen Geheimcode, mit dem jedes Team nach ganz vorn schwimmt. Sonst wäre es auch schnell sehr voll auf dem Treppchen. Der richtige Teamspirit, Sportler, die im Training hart an sich gearbeitet haben, technisch saubere Wechsel, eine gute Team-Aufstellung und das nötige Quäntchen Glück – das sind die Zutaten, die es braucht, damit die Trommeln des eigenen Teams am Ende am lautesten schlagen. Und hat es dann doch nicht ganz für den Sprung nach vorn gereicht, hatte man immerhin eine gute Zeit mit seinen Teamkollegen.
Dieser Artikel erschien in der Herbstausgabe 2022 des swimsportMagazine. Alle noch verfügbaren Ausgaben der Zeitschrift für den Schwimmsport können im großen swimsportMagazine-Paket bestellt werden. Zum Sonderpreis erwarten euch hier mehr als 1500 Seiten geballtes Schwimmwissen --> Das swimsportMagazine-Paket
Austragungsort für die Freiwasser-DM 2026 steht fest

Die diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Freiwasserschwimmen haben nun einen konkreten Termin und Austragungsort erhalten. Die nationalen Titelkämpfe finden vom 26. bis 28. Juni 2026 in der Nähe von Regensburg statt. Austragungsstätte ist der Guggenberger See in Neutraubling, der bereits vor drei Jahren Schauplatz der Freiwasser-DM war.
In den teilnehmenden Altersklassen stehen erneut verschiedene Streckenlängen auf dem Programm. Geschwommen werden Rennen über 10 Kilometer (Jg. 2010 und älter), 7,5 Kilometer (Jg. 2009 - 2010), 5 Kilometer (Jg. 2012 und älter) und 2,5 Kilometer (Jg. 2010 - 2014). Darüber hinaus werden auch Staffelwettbewerbe ausgetragen.
Neben den nationalen Meistertitel geht es in diesem Jahr auch um wichtige Perspektiven im Nachwuchsbereich. Für die Freiwasser-Aktiven der Altersklassen 16 bis 17 sowie 18 bis 19 Jahren bietet die DM eine besondere Möglichkeit: Die jeweils beiden Erstplatzierten können sich ihren Kaderstatus als Teil des Nachwuchskaders 1 sichern.
Der Meldeschluss für die Deutschen Meisterschaften im Freiwasser wird der 18. Juni sein.
Hier geht es zur Ausschreibung: Ausschreibung Freiwasser-DM 2026
Über diese Strecken startet Olympiasieger Lukas Märtens bei den stark besetzten China Open

Bereits seit einigen Wochen ist klar, dass die diesjährigen China Spring Open, die vom 19. bis 22. März in Shenzhen stattfinden werden, international extrem stark besetzt sind – unter den angekündigten Aktiven auch der deutsche Olympiasieger Lukas Märtens. Aus den nun veröffentlichten Meldelisten geht hervor, dass Märtens über gleich drei Strecken mit der jeweils schnellsten Meldezeit an den Start gehen wird und somit bei seinem ersten großen Formtest in diesem Jahr seine Erfolgsserie auf der internationalen Bühne fortsetzen könnte.
Die China Open sind in diesem Schwimmjahr ohne Weltmeisterschaften auch deshalb so stark besetzt, da mit attraktiven Antrittsprämien und hohen Preisgeldern geworben wurde. Dieser lukrativen Einladung ist auch Lukas Märtens gefolgt. Für den deutschen Topstar stehen in Shenzhen die 200m, 400m und 800m Freistil auf dem Programm. Doch selbst auf seiner Paradestrecke 400m Freistil, wird sich der Magdeburger gegen starke Konkurrenz beweisen müssen – allen voran Zhang Zhanshuo, der bei Märtens' WM-Triumph Platz Fünf belegte und zudem den Junioren-Weltrekord hält. Parallel dazu lohnt sich Blick auf das Fernduell mit Dauerrivale Sam Short: Der australische Vizeweltmeister hatte erst in der vergangenen Wochen in den USA starke Zeiten über die 400m Freistil (3:43,49) und 800m Freistil (7:40,98) vorgelegt.
Auch in den Sprintentscheidungen versprechen die China Open packende, hochklassige Rennen. So treffen bei den Frauen über die 100m Freistil beispielsweise Kate Douglass, Gretchen Walsh, Siobhan Haughey und Mollie O'Callaghan aufeinander. Gleiches gilt für die kurzen Freistilstrecken bei den Männern, die ebenfalls prominent besetzt sind: Mit Cameron McEvoy, Jack Alexy und Kyle Chalmers stehen gleich mehrere Olympiasieger und Weltmeister in den Startlisten.
Darüber hinaus werden zahlreiche weitere internationale Topstars in Shenzhen erwartet. Mit dabei sind unter anderem Lani Pallister, Noè Ponti, Thomas Ceccon, Regan Smith, Nicolo Martinenghi und Pieter Coetze.
Aber auch Gastgeber China schickt ein großes und hochkarätiges Aufgebot ins Rennen. Am Start ist das komplette WM-Team der Frauen sowie ein Großteil des Männerteams. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der 13-jährigen Nachwuchshoffnung Yu Zidi, dem 100m Freistil Weltrekordhalter Pan Zhanle sowie der Langstreckenspezialistin Li Bingjie.
Hier gibt es die kompletten Meldelisten:
Bild: Tino Henschel
Masters glänzen mit Weltrekorden in Goslar

Während in Stuttgart am vergangenen Wochenende die Deutschen Mastersmeisterschaften über die langen Strecken ausgetragen wurden, fand parallel in Goslar die Internationale Masters Schwimm-Gala "Goslarer Adler" auf der Kurzbahn statt. Auch bei dem traditionsreichen Wettkampf in Goslar sorgte ein starkes Teilnehmerfeld für bemerkenswerte Leistungen – und gleich mehrere neue Einträge in die Rekordbücher.
Ein besonderes Achtungszeichen setzte Dagmar Frese von der SGS Hannover. Frisch in die Altersklasse 70 gewechselt, stellte sie gleich zwei neue Weltrekorde auf. Sowohl über die 50m Brust (41,18) als auch 100m Brust (1:31,92) begeisterte Frese mit schnellen Zeiten und freute sich über die verbesserten Weltrekorde. Beide Zeiten bedeuten gleichzeitig natürlich auch neue Europa- und Deutsche Rekorde. Doch damit nicht genug: Auch über die 200m Brust setzte Dagmar Frese in 3:29,13 Minuten eine neue nationale Bestmarke in ihrer Altersklassen.
Zwei weitere Weltrekorde gab es in Goslar auch in den Staffeln. Die Männerstaffel des SSV Leutzsch stellte in der AK 360+ gleich zwei neue Bestmarken auf. In der Besetzung Siegfried Springer, Jürgen Schubert, Günther Kallenbach, Gottfried Kläring schwamm sich das Quartett sowohl über die 4x50m Freistil (3:16,37) als auch 4x50m Lagen (3:38,32) in die weltweiten Rekordbücher.
Die nächste Auflage des renommierten Wettkampfes ist bereits terminiert: Am 6. März 2027 findet der nächste "Goslarer Adler" statt.
Wichtige Links zum Thema: Protokoll 46. "Goslarer Adler"
Bild: Archiv / Symbolfoto
Maurice Grabowski und Jeremias Pock feiern Siege bei US College-Meisterschaften

Nach zwei von fünf Wettkampftagen bei den US College-Meisterschaften in der Division II konnten die deutschen Aktiven bereits mit zahlreichen Erfolgen auf sich aufmerksam machen. Allen voran wussten Jeremias Pock und Maurice Grabowski zu beeindrucken, die nach ihrer Teilnahme an der Kurzbahn-EM weiterhin auf der Erfolgswelle schwimmen.
Maurice Grabowski triumphierte gleich doppelt: Über die 50Y Freistil sprintete Grabowski in 18,97 Sekunden zu seinem ersten College-Titel. Und auch mit der 4x50Y Lagenstaffel war der Schwimmer der Lynn University siegreich. In 1:24,15 Minuten stellte das Team um Startschwimmer Grabowski (50Y Rücken 20,99) einen neuen College-Rekord in der Division II auf.
Über die 200Y Lagen war Jeremias Pock (University of Indianapolis) im Vorfeld als aussichtsreicher Medaillenkandidat gehandelt und wurde dieser Rolle eindrucksvoll gerecht. In 1:42,39 Minuten sicherte sich Pock den Meistertitel mit einem deutlichen Vorsprung von knapp zwei Sekunden. Im letzten Jahr hatte der amtierende Deutsche Meister Rang Zwei belegt.
Den Sprung auf das Podium schaffte auch Celina Schmidt, die ebenfalls für die University of Indianapolis an den Start geht. Über die 200Y Lagen schlug Schmidt in 2:01,64 Minuten als Drittplatzierte an. Als Teil der 4x200Y Freistilstaffel der Colorado Mesa University durfte sich auch Ben Vester über den Bronzerang freuen.
Neben spannenden Entscheidungen um die Gesamtwertung und den Team-Meistertitel versprechen die verbleibenden Wettkampftage auch für die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer weitere Final- und Medaillenchancen.
Wichtige Links zum Thema: Ergebnisse NCAA Division II 2026
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Bild: Lynn University
13-jähriges Ausnahmetalent Yu Zidi für Laureus Award nominiert

Das chinesische Schwimm-Talent Yu Zidi darf sich Hoffnung auf eine der prestigeträchtigsten Auszeichungen im Weltsport machen: Die erst 13-Jährige ist für den Laureus World Sports Award 2026 nominiert.
Yu steht in der Kategorie "World Breakthrough of the Year" zur Wahl, in der sportartenübergreifend der eindrucksvollste internationale Durchbruch des vergangenen Jahres geehrt wird. Yu Zidi hatte insbesondere bei den Weltmeisterschaften in Singapur für Aufsehen gesorgt, als sie mit gerade einmal zwölf Jahren gleich dreimal als Viertplatzierte dicht an die Medaillenränge heran schwamm. Als Teil der chinesischen 4x200m Freistilstaffel, für die sie im Vorlauf startete, holte das Ausnahmetalent zudem Bronze – und wurde damit zur jüngsten Schwimmerin, die jemals bei einer Weltmeisterschaft Edelmetall gewann.
Bereits mit ihrer Nominierung für eine Laureus Award schreibt Yu nun erneut Geschichte: Bislang war die fünffache Olympiasiegerin Missy Franklin die jüngste je nominierte Sportlerin, als sie mit 18 Jahren zur Athletin des Jahres gekürt wurde.
Auch eine weitere prominente Schwimmerin ist in diesem Jahr unter den Nominierten zu finden: Katie Ledecky ist in der Kategorie "Sportswoman of the Year" vertreten. Ledecky glänzte im vergangen Jahr mit zwei Gold- und einer Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften und verbesserte zudem ihren bisherigen Weltrekord über die 800m Freistil.
Darüber hinaus dürfen sich auch drei Para-Schwimmer Hoffnung auf eine Auszeichnung mit dem Laureus Award machen: Gabriel Araujo (Brasilien), Simone Barlaam (Italien) und David Kratochvil (Tschechien) sind in der Kategorie "Sportsperson of the Year with a Disability" nominiert.
Die Ehrung der Preisträger*innen findet am 20. April in Madrid statt. Vergeben werden die Laureus Awards anhand der Wahl von mehr als 1000 Sportmedien aus über 70 Ländern.
Trotz Iran-Krieg: Weltverband hält an Weltcups in Zentralasien fest

Der Weltverband World Aquatics hält trotz der angespannten Sicherheitslage im Zuge des Iran-Kriegs an den geplanten Weltcup-Stationen in Zentralasien fest. Nach aktuellem Stand sollen die drei Wettkampfwochenenden entlang der historischen Seidenstraße weiterhin im Oktober 2026 stattfinden.
Den Auftakt bildet dabei Baku - Hauptstadt von Aserbaidschan – wo die Lage aktuell besonders ungewiss scheint. Denn das Land grenzt unmittelbar an den Iran und erst in der vergangenen Woche war aus der Region von einem Drohneneinschlag berichtet worden.
Die weiteren Weltcup-Events sind für Tashkent (Usbekistan) und Astana (Kasachstan) geplant. Auch wenn diese beiden Ländern keine gemeinsame Grenze mit dem Iran teilen, ist die Sicherheitslage in der gesamten Regionen zurzeit volatil und die Zukunft des Krieges ungewiss.
Der Weltverband erklärte, man verfolge die Lage daher aufmerksam: "World Aquatics beobachtet die Situation in der Region genau und steht weiterhin in regelmäßigem Kontakt mit unseren Gastgebern. Derzeit gibt es keine Änderungen an den Veranstaltungen des Silk Roas World Cup 2026. Die Gesundheit und Sicherheit der Athletinnen und Athleten, Teams, Offiziellen und Fans bleiben unsere oberste Verantwortung.", teilte der Verband mit.
Sollte sich die Sicherheitslage akut verschlechtern, könnten Anpassungen der geplanten Weltcups sicherlich auch kurzfristig erfolgen.
EM-Qualifikation: Gose und Liebmann führen Ranking für 5km-Tickets an

Auch wenn in diesem Jahr bislang noch keine Wettkämpfe im Freiwasser stattgefunden haben, ist der Qualifikationszeitraum für das 5km Rennen bei den Europameisterschaften in Paris seit dem vergangenen Wochenende beendet. Für einen der jeweils maximal drei Startplätze bei den Titelkämpfen im Freiwasser Anfang August galt es, bei einem 5000m Rennen im Becken die schnellsten Zeiten im nationalen Vergleich zu schwimmen.
Bei den Männern hatten sich gleich zu Beginn des Qualifikationszeitraumes Johannes Liebmann (51:56,49) und Oliver Klemet (52:20,76) sowie der als Weltmeister bereits sicher für die EM qualifizierte Florian Wellbrock (52:51,31) an die Spitze des Rankings gesetzt – und konnten von diesen Positionen auch nicht mehr verdrängt werden.
Bei den Damen verschob sich die Rangliste zum Abschluss der Qualifikationsfensters hingegen doch noch einmal stark. Während Isabel Gose (56:15,61) ihren Platz an der Spitze behaupten konnte, schoben sich Lea Boy (56:24,49) und Julia Ackermann (56:56,70) unmittelbar dahinter auf die aussichtsreichen vorderen Plätze und somit vorbei an Leonie Märtens (57:59,72) und Fabienne Wenske (58:09,06).
Der nächste wichtige Schritt zu einem möglichen EM-Ticket ist der Freiwasser-Weltcup im ägyptischen Somabay am letzten Märzwochenende. Eine Teilnahme dort ist laut der Nominierungsrichtlinien des DSV ebenfalls Voraussetzung für einen EM-Start im 5km Rennen. Neben Isabel Gose, Florian Wellbrock, Oliver Klemet und Leonie Märtens ist auch bei Lea Boy, Fabienne Wenske und Moritz Bockes die Teilnahme am Weltcup-Auftakt bestätigt. In Ägypten wird zudem auch um die EM-Tickets für das 10km Rennen geschwommen.
Alle Infos zur Qualifikation für die Freiwasser-EM 2026 gibt es hier: Freiwasser-EM 2026: So werden die deutschen Startplätze vergeben
Die endgültige Nominierung für die Freiwasser-EM erfolgt dann nach den Deutschen Meisterschaften im Becken (23. bis 26. April), wenn auch der Qualifikationszeitraum für die Freiwasser-Mixedstaffel und den Knockout Sprint endet.
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Hinweis: Wir hatten ursprünglich berichtet, dass bei den Damen Leonie Märtens und Fabienne Wenske Platz zwei und drei im Ranking belegt hatten. Dabei waren die internen Time Trials jedoch noch nicht berücksichtigt. Wir haben diesen Fehler daher korrigiert.
Eisschwimm-WM: Deutsches Team begeistert mit 73 Medaillen

Die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer konnten bei der Eisschwimm-WM an die eindrucksvollen Erfolge der Europameisterschaften vor wenigen Wochen anknüpfen. Über 70 Mal waren die deutschen Farben bei den Titelkämpfen im finnischen Oulu auf dem Podium vertreten.
Athletinnen und Athleten aus 50 Nationen schwammen in der vergangenen Woche bei der Eisschwimm-WM um die Meistertitel – bei Wassertemperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt. Auch die deutschen Vereinen waren mit über 130 Teilnehmenden in großer Zahl vertreten und durften insgesamt 73 Mal über Edelmetall jubeln.
67 Medaillen gingen dabei an die Frauen – angeführt von Marie-Therese Bartl und Alisa Fatum-Böker. Mit acht Medaillen – fünf davon Gold – kürte sich Bartl zur erfolgreichsten Edelmetallsammlerin. Fatum-Böker schaffte sieben Mal den Sprung auf das Siegerpodest und darf sich nun dreifache Weltmeisterin nennen.
Die internationalen Titelkämpfe im Eisschwimmen entpuppen sich zunehmend als eine deutsche Erfolgsquelle und lassen mit großer Vorfreude auf zukünftige Events blicken.
Alle Ergebnisse gibt es hier: Ergebnisse Eisschwimm-WM 2026
Bild: Alisa Fatum-Böker (privat)
USA: Deutsche Podesthoffnungen bei Division II College-Meisterschaften

In den USA läuft die College-Saison weiterhin auf Hochtouren. In dieser Woche (10. bis 14. März) finden in Evansville (Indiana) die nationalen Meisterschaften in der Division II – mit zahlreichen deutschen Hoffnungsträgern.
Allen voran dürfte der Blick auf Jeremias Pock gerichtet sein, der zuletzt mit zwei neuen College-Rekorden für Begeisterung sorgte. Im letzten Jahr hatte Pock für sein Team der University of Indianapolis vier Podestplätze gesichert – inklusive dem Meistertitel über die 400Y Lagen – und zählt auch in diesem Jahr über die Brust- und Lagenstrecken stets zu den absoluten Topfavoriten.
Mit Maurice Grabowski (Lynn University) ist noch ein zweiter deutscher Schwimmer mit von der Partie, der im Dezember bei den Kurzbahn-Europameisterschaften an den Start ging. Grabowski startet bei den College-Meisterschaften über die 50Y und 100Y Freistil sowie 100Y Schmetterling und 100Y Rücken. Zudem werden Silas Büssing, Jan Schmidt (beide University of Indianapolis) und Ben Vester (Colorado Mesa University) die deutschen Farben in der Männerkonkurrenz vertreten.
Auch bei den Damen haben die deutschen Gäste gute Chancen auf vordere Platzirungen. So stand Celina Schmidt (University of Indianapolis) im vergangenen Jahr zweimal im A-Finale und konnte bei den zurückliegenden Conference Meisterschaften im Februar vier Einzelstrecken gewinnen. Und auch ihre Teamkollegin Caprice Schlüter sowie Malaika Schneider (Lynn University) sind in den Startlisten aussichtsreich platziert.
Wichtige Links zum Thema: Ergebnisse NCAA Division II 2026
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Bild: Tino Henschel
Mehr als ein Dutzend Rekorde bei Masters-DM Lange Strecke

Für mehr als 650 Master standen am letzten Wochenende die Deutschen Meisterschaften "Lange Strecke" in Stuttgart auf dem Programm. Auch in diesem Jahr präsentierten sich die Aktiven in starker Form und stellten mehr als ein Dutzend neue nationale Bestmarken auf. Und auch ein neuer Europarekord steht nach Abschluss der Titelkämpfe in den Rekordbüchern.
Für den Europarekord sorgte die Männerstaffel der SG Dortmund über die 4x200m Freistil. In 10:58,82 Minuten begeisterten Markus Reinhardt, Klaus-Peter Katthöfer, Gerd Keitmann und Volker Rumpel in der Altersklasse 280+ mit einer neuen europäischen Bestmarke.
Mit über 90 Jahren stellte sich Helga Reich den 1500m Freistil und schlug nach 37:43,15 Minuten als neue Deutsche Meisterin und Rekordhalterin an. Auch bei allen Zwischenzeiten ab 100 Metern war Reich stets schneller als die bestehenden Deutschen Rekorde in der AK 90. Ihren zweiten Titel feierte sie über die 400m Freistil (9:34,15) – erneut in Rekordzeit.
Über einen weiteren Eintrag in die Rekordbücher durfte sich auch Frank Gruner freuen. Der hochdekorierte Master des SCW Eschborn schmetterte über die 200m Schmetterling in 2:30,73 Minuten zu einer neuen Bestmarke in der AK 55. Zudem gab es Gold über die 200m Rücken (2:20,77) und 400m Freistil (4:29,80).
Drei Siege und einen Deutschen Rekord gab es auch für Maren Spietzack (SG Heddesheim). In der AK 35 entschied Spietzack die 400m Freistil (4:39,48), 400m Lagen (5:13,06) und 1500m Freistil (17:55,68) für sich – letzteres in Rekordzeit.
Eine ebenso erfolgreiche Ausbeute gab es für Jens Keil (SG Bayer), der in der AK 60 das Goldtriple perfekt machte. Auch Keil glänzte über die 200m Schmetterling (2:43,57) mit einer neuen nationalen Bestmarke und war zudem über die 400m Lagen (5:42,16) und 200m Brust (2:53,17) nicht zu schlagen. Hinzu kam außerdem noch eine Bronzemedaille über die 400m Freistil (5:14,20).
Für die deutschen Masters heißt es nun, den Blick wieder vermehrt auf die kürzeren Strecken zu richten. Die nächsten Deutschen Meisterschaften stehen dann Mitte Juli in Gera an.
Neue Deutsche Masters-Rekorde im Überblick:
|
SG Dortmund |
AK 280+ |
4x200m Freistil |
10:58,82 (=EMR) |
|
Helga Reich |
AK 90 |
1500m Freistil |
37:43,15 |
|
Maren Spietzack |
AK 35 |
1500m Freistil |
17:55,68 |
|
Petra Rosenkranz |
AK 65 |
800m Freistil |
11:35,21 |
|
Karsten Dellbrügge |
AK 60 |
800m Freistil |
9:42,30 |
|
Verena Haselhoff |
AK 60 |
200m Rücken |
2:50,20 |
|
Nina Runge |
AK 50 |
200m Rücken |
2:41,87 |
|
Gabriele Brkowski |
AK 65 |
400m Lagen |
6:41,11 |
|
Jens Keil |
AK 60 |
200m Schmetterling |
2:43,57 |
|
Frank Gruner |
AK 55 |
200m Schmetterling |
2:30,73 |
|
SSG Braunschweig |
AK 120+ |
4x200m Freistil |
8:15,44 |
|
Helga Reich |
AK 90 |
400m Freistil |
9:34,15* |
|
Petra Rosenkranz |
AK 65 |
400m Freistil |
5:39,93 |
|
Jeanette Seitz |
AK 50 |
200m Brust |
3:02,68 |
|
Matthias Bendel |
AK 30 |
200m Brust |
2:19,87 |
* Angangszeit von 1500m Freistil war in 09:06,10 Minuten schneller und somit bereits ein DMR.
Alle Ergebnisse gibt es hier: Ergebnisse Master-DM Lange Strecke 2026
Bild: HD Media
Pro Swim Series: Märtens Rivale Sam Short glänzt mit drei Rekorden

Im Rahmen der Pro Swim Series, die in den vergangenen Tagen im US-amerikanischen Westmont ausgetragen wurde, sorgten zahlreiche US-Stars und die hochdekorierten internationalen Gäste für schnelle Zeiten und Rekorde. Insbesondere Weltrekordhalter Lukas Märtens dürfte das Geschehen mit Spannung verfolgt haben, denn mit dem Sam Short präsentierte sich einer seinen größten Konkurrenten in bestechender Form.
Über seine Paradestrecke 400m Freistil zeigte der Vizeweltmeister aus Singapur in 3:43,49 Minuten eine sehr solide Leistung, mit der Short gleichzeitig den bisherigen Veranstaltungsrekord von Sun Yang verbesserte. Und auch über die 800m Freistil (7:40,98) und 1500m Freistil (14:52,33) glänzte Sam Short jeweils mit neuen Rekorden. Da konnten auch die zuvor stark eingeschätzten Bobby Finke und Daniel Wiffen nicht gegenhalten – beide schlugen jeweils mit erheblichen Rückstand hinter dem Australier an.
Drei Siege gab es auch für Summer McIntosh, die ihre beeindruckende Vielseitigkeit abermals unter Beweis stellte. Sowohl über die 200m Freistil (1:53,80), 200m Lagen (2:08,21) als auch 200m Schmetterling (2:04,72) war die 19-jährige Ausnahmeschwimmerin eine Klasse für sich. Lediglich über die 800m Freistil musste sich die Kanadierin in einem packenden Duell Katie Ledecky geschlagen geben. In 8:08,57 Minuten setzte sich Ledecky um knapp zwei Sekunden gegenüber McIntosh (8:10,45) durch. Und auch die 400m Freistil (4:00,54) sowie die 1500m Freistil (15:40,86) entschied die US-amerikanische Langstreckenspezialistin souverän und mit schnellen Zeiten für sich.
Zwei weitere Veranstaltungsrekorde gingen auf das Konto von Chris Guiliano, der über die kurzen Freistilstrecken seine eindrucksvollen Sprintfähigkeiten untermauerte. Über die 100m Freistil begeisterte der Staffelolympiasieger von Paris direkt im Vorlauf mit einer neuen Weltjahresbestzeit von 47,38 Sekunden. Und auch über die 50m Freistil sprintete Guiliano in 21,43 Sekunden zu einer neuen Rekordzeit.
Ebenfalls in starker Form präsentierte sich Kate Douglass, die über die 100m Brust (1:06,42), 200m Brust (2:22,01) und 100m Freistil (53,45) das Gold-Triple perfekt machte. Über die 100m Schmetterling wurde zudem Gretchen Walsh in 55,20 Sekunden ihrer Favoritenrolle gerecht und hält nun die zehn schnellsten je geschwommenen Zeiten.
Für eine weitere Weltjahresbestzeit sorgte Regan Smith über die 200m Rücken (2:04,90) während Léon Marchand (1:57,56) dieselbe Strecke bei den Männer für sich entschied. Und auch über die 200m Brust war der viermalige Olympiasieger in 2:10,06 nicht zu schlagen.
Hier gibt es alle Ergebnisse: Ergebnisse Pro Swim Series Westmont 2026
Bild: Speedo | Wade
Mehrjährige Haftstrafen nach Tod von 12-jährigem Nachwuchsschwimmer

Der Tod eines 12-jährigen Nachwuchsschwimmers bei den nationalen Meisterschaften in Ägypten hatte für großes Aufsehen und Bestürzung gesorgt. Nun zieht der Fall auch juristische Konsequenzen mit sich. Ein Gericht verurteilte vier Verantwortliche zu jeweils drei Jahren Haft mit zusätzlicher "schwerer Arbeit".
Das Unglück ereignete sich Ende des vergangenen Jahres. Der junge Schwimmer Youssef Mohamed Ahmed Abdel Malik war während seines Rennen im Becken untergegangen – der Vorfall blieb jedoch minutenlang unbemerkt.
Augenzeugenberichte ebenso wie spätere Ermittlungen ergaben, dass bei der Veranstaltung offenbar zahlreiche Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten worden waren. Unter anderem sollen Rettungsschwimmer sowie Personen des Kampfgerichts nicht auf ihren vorgesehenen Positionen gewesen sein. Auch deshalb war unmittelbar nach dem Unglück die rechtliche Aufarbeitung des Falls eingeleitet worden.
Ein Gericht verurteilte nun den Veranstaltungsleiter sowie drei Rettungsschwimmer zu jeweils drei Jahren Haft. Gegen das Urteil legten alle vier Angeklagten Einspruch ein. Dafür hinterlegten sie jeweils eine Kaution von 10.000 ägyptischen Pfund – umgerechnet etwa 200 Euro.
Weitere 14 Personen, die ebenfalls angeklagt waren, wurden dagegen freigesprochen. Zu ihnen zählt auch der Vorsitzende des Ägyptischen Schwimmverbands.
Im Laufe der Untersuchungen wurde zudem bestätigt, dass der junge Schwimmer unter keinen bekannten gesundheitlichen Problemen litt, die den Unfall hätten erklären können.
Der Tod von Youssef Mohamed Ahmed Abdel Malik hatte vielerorts eine Debatte über die Sicherheitsstandards bei Sportveranstaltungen ausgelöst.
Elena Semechin fordert Grundeinkommen von 3500 Euro im Parasport

Die zweifache Paralympics-Siegerin Elena Semechin fordert bessere finanzielle Rahmenbedingungen für Athletinnen und Athleten im Parasport. In einem Interview mit Sports Illustrated sprach sich die Erfolgsschwimmerin für ein monatliches Grundeinkommen von mindestens 3500 Euro sowie ein umfassendes Versicherungspaket aus.
Damit könnten sich Sportlerinnen und Sportler vollständig auf den Sport und ihre Leistungen konzentrieren, argumentiert Semechin. "Es geht nicht um Sonderrechte, sondern um faire Rahmenbedingungen", sagte die mehrfache Welt- und Europameisterin.
Die Forderung richtet sich sowohl an die Politik als auch Sportverbände. Elena Semechin hat bereits konkrete Vorschläge ausgearbeitet, um eine öffentliche Diskussion über die finanzielle Situation im Parasport anzustoßen.
Für Semechin spielte das Thema in den letzten Monaten eine besonders entscheidende Rolle. Während ihrer Schwangerschaft verlor sie eigentlich ihren Kaderstatus – und damit auch die entsprechende finanzielle Förderung. Für die 32-Jährige wurde zwar eine Sonderregelung gefunden, doch das grundlegende Problem bleibt bestehen.
In den sozialen Medien erhielt Semechin bereits breite Unterstützung: Zahlreiche andere Athletinnen und Athleten teilten ihre Forderungen und machten damit auf das strukturelle Problem aufmerksam.
Elena Semechin steht derzeit kurz vor ihrem Comeback nach der Geburt ihres ersten Kindes. Ihr nächstes großes Ziel sind die Paralympics 2028 – es wären ihre fünften Spiele. Zunächst richtet sich der Blick im Parasport jedoch auf die Winterspiele: Diese werden heute in Mailand und Cortina d'Ampezzo eröffnet.
Bild: Tino Henschel
Mehr als 650 Aktive: Die Masters-DM Lange Strecke 2026 steht an!

An diesem Wochenende (06. bis 08. März) geht es in Stuttgart um nationale Meistertitel, denn die Internationalen Deutschen Meisterschaften der Masters Lange Strecke stehen an. Bereits zum 40. Mal finden diese Titelkämpfe statt.
Erwartet werden mehr als 650 Aktive aus Deutschland, der Schweiz und der Ukraine. Damit liegt das Teilnehmerfeld nur knapp unter der Rekordzahl des Vorjahres.
Auf dem Programm der Meisterschaften stehen Entscheidungen über die 200m Schmetterling, Rücken und Brust, über die 400m Lagen, als auch über 800m und 1500m Freistil. Zudem werden auch in mehreren Staffelwettbewerben Meistertitel vergeben.
Die deutschen Masters konnten in diesem Kalenderjahr bereits mit zwei neuen Deutschen Rekorden auf der Langbahn glänzen. Ob weitere Bestmarke schon an diesem Wochenende hinzu kommen, werden drei spannungsgeladene Wettkampftage in Stuttgart zeigen.
Wichtige Links zum Thema:
Kaderrichtlinien 2026/27 fürs Freiwasser veröffentlicht

Während der Qualifikationszeitraum für die Freiwasser-Europameisterschaften weiterhin auf Hochtouren läuft, lohnt sich bereits jetzt ein Blick voraus – auf die kommende Saison 2026/27. Denn dafür hat der Deutsche Schwimm-Verband in dieser Woche die neuen Kaderbildungsrichtlinien im Freiwasser veröffentlicht.
Die höchste Förderstufe bleibt weiterhin der Olympiakader. In diesen können Athletinnen und Athleten berufen werden, die bei den Europameisterschaften über die olympische Distanz von 10km eine Medaille gewinnen.
Darunter folgt der Perspektivkader. Für eine Nominierung sind unter anderem EM-Platzierungen unter den Top 10 über die 10km bzw. unter den Top 8 über die halbe Distanz von 5km gefordert. Zusätzlich eröffnen auch die Freiwasser-Weltrangliste, die Weltcup Gesamtwertung oder eine vordere Platzierung beim Knockout Sprint der Europameisterschaften Möglichkeiten für eine Aufnahme in den Perspektivkader. Für alle U23-Aktive gelten leicht angepasste Kriterien. Hier sind zudem auch die Ergebnisse, die im Rahmen der JEM oder JWM erzielt werden, ausschlaggebend.
Für den Nachwuchskader 1 sind insbesondere die Deutschen Meisterschaften im Freiwasser entscheidend: In den Altersklassen 16 bis 17 sowie 18 bis 19 Jahre erhalten jeweils die Top Zwei Kaderstatus.
Auch für den Nachwuchskader 2, der die jüngeren Jahrgänge umfasst, bilden die Ergebnisse bei den Deutschen Meisterschaften eine zentrale Grundlage. Ergänzend kann auch eine erfolgreiche Qualifikation für die Europameisterschaften der Junior*innen zur Aufnahme in den Kader führen.
Wichtige Links zum Thema: Kaderbildungsrichtlinien Freiwasserschwimmen 2026/27
Olympia 2028: Ticket-Registrierung endet in wenigen Tagen

Das weltweite Interesse an den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles ist riesig: Bereits mehr als fünf Millionen Menschen haben sich für den Ticketkauf registriert.
Seit Mitte Januar haben Fans die Möglichkeit, sich für den Erwerb von Tickets vormerken zu lassen. Schon in den ersten 24 Stunden nutzten rund 1,5 Millionen Interessierte diese Chance – seitdem kommen täglich im Schnitt etwa 100.000 neue Registrierungen hinzu.
Eine solche Registrierung garantiert allerdings noch keine Tickets. Die Vergabe erfolgt im nächsten Schritt über ein Lotteriesystem, bei dem unter allen Registrierten Zeitfenster ausgelost werden. In diesen können dann ab dem 31.März Eintrittskarten für die einzelnen Sportveranstaltungen erworben werden.
Wer noch teilnehmen möchte, hat bis zum 18. März Gelegenheit, sich den über fünf Millionen Registrierungen anzuschließen.
Die wichtigsten Informationen zum Ticketkauf für LA 2028 gibt es hier noch einmal zusammengefasst: Olympia 2028: Infos zum Ticketkauf veröffentlicht
Europatour für Freiwasser-Masters angekündigt

Der europäische Schwimmverband European Aquatics hat nähere Informationen zur neuen dreiteiligen Europatour für Masters im Freiwasserschwimmen veröffentlicht. In diesem Jahr dürfen sich die Masters erstmals auf diese internationale Wettkampfserie mit Gesamtwertung freuen.
Der Auftakt erfolgt am 19. April in Protoras auf der Insel Zypern. Geschwommen wird ein 3km-Rennen, das parallel zum Freiwasser-Europacup der offenen Klasse ausgetragen wird. Die Anmeldung ist bereits seit Mitte Februar uns bis zum 8. April möglich. Die Startgebühr beträgt 50 Euro.
Teilnahmeberechtigt sind Schwimmerinnen und Schwimmer der Altersklassen 20 bis 90+. Neben den einzelnen Rennen wird es auch einen Gesamtwertung über alle drei Rennen geben.
Die zweite Station der Europatour findet am 24. Juli im ungarischen Sukoró statt. Das große Finale wird dann im Rahmen der Europameisterschaften Ende August (28.8) in Šamorín stattfinden.
Enhanced Games: US-Star will bei den Dopingspielen sauber antreten

Die sogenannten Enhanced Games stehen in der Schwimmwelt weiterhin in der Kritik. Nun rückt mit dem US-Schwimmer Hunter Armstrong ein prominenter Name in den Fokus: Der zweifache Staffel-Olympiasieger kündigte an, bei dem umstrittenen Wettbewerb antreten zu wollen – allerdings ohne leistungssteigernde Substanzen einzunehmen.
Armstrong wäre damit der erste bekannte Schwimmer, der bei den Enhanced Games im Mai ausdrücklich "sauber" starten möchte. In mehreren Interviews betonte der mehrfache Weltmeister, dass er keinerlei leistungssteigernde Mittel zu sich nehmen wolle. Vielmehr sehe er die Veranstaltung als eine entscheidende finanzielle Einnahmequelle – ohne seine sportliche Integrität aufs Spiel zu setzen.
Die Enhanced Games locken mit hohen Antritts-, Sieg- und möglichen Weltrekordprämien. Hunter Armstrong hatte zuletzt offen über die finanziellen Herausforderungen im Leistungssport gesprochen – und sogar über ein mögliches Karriereende nachgedacht. Nun soll ein "sauberer" Start bei den Enhanced Games Abhilfe schaffen und für Armstrong gleichzeitig die Chance auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2028 wahren. Doch genau hier liegt eine große Unsicherheit.
Der Weltverband World Aquatics hatte im Vorfeld erklärt, dass Athletinnen und Athleten bei einer Teilnahme an den Enhanced Games von eigenen Veranstaltungen ausgeschlossen werden. Ob dies auch gilt, wenn jemand nachweislich ohne leistungssteigernde Substanzen startet, ist bislang unklar. In Gesprächen zwischen Hunter Armstrong und dem Weltverband habe es dazu keine klare Aussage gegeben – ein Risiko, das der ehemalige Weltrekordhalter über die 50m Rücken bereit ist einzugehen. Ob dieser Spagat zwischen den umstrittenen Enhanced Games und den Regularien von World Aquatics tatsächlich aufgeht, dürfte in den nächsten Wochen mit Spannung weiter verfolgt werden.
Bild: USA Swimming
Comeback auf der Langbahn: Adam Peaty bestreitet ersten Wettkampf seit Olympia

Beim Edinburgh International am übernächsten Wochenende (13. bis 15. März) steht ein besonderes Comeback im Fokus: der dreifache Olympiasieger Adam Peaty kehrt auf die Langbahn zurück.
Der mittlerweile 31-jährige britische Schwimmstar war seit seinem Gewinn der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Paris keinen Wettkampf mehr auf der 50m-Bahn geschwommen. Auch auf einen Start bei den letzten Weltmeisterschaften in Singapur hatte Peaty verzichtet.
Nach einer längeren Trainingspause bestritt Adam Peaty im Rahmen der Weltcup-Serie im Herbst 2025 erstmals wieder internationale Wettkämpfe – allerdings ausschließlich auf der Kurzbahn. Nun folgt bei dem stark besetzten Event in Edinburgh der nächste Schritt.
Peaty ist der amtierende Weltrekordhalter über die 50m und 100m Brust und hat angekündigt, auf jeden Fall bis zu den Olympischen Spielen in Los Angeles 2028 aktiv zu bleiben.
Neuer Termin für Masters-EM | Registrierung ab sofort möglich

In diesem Jahr ist einiges in Bewegung geraten rund um die Masters-Europameisterschaften. Nachdem die Titelkämpfe zunächst von Paris nach Šamorín verlegt wurden, ist nun auch der Termin noch einmal nach vorne gezogen worden. Neuer Starttermin ist der 18. August 2026.
Die Beckenschwimm-Wettbewerbe finden vom 18. bis 24. August statt – dort wo im vergangenen Sommer bereits die U23-EM sowie die Europameisterschaften der Junior*innen ausgetragen wurden. Im Anschluss folgen vom 26. bis 28. August die Freiwasser-Events – ebenfalls in Šamorín.
Mit dem Launch der offiziellen Veranstaltungsseite gibt es nun auch bereits die Möglichkeit, sich für die Masters-EM zu registrieren: Die einmalige Registrierungsgebühr beträgt 60 Euro, für jede Einzelmeldung werden zusätzlich 50 Euro fällig.
Besonders hervorzuheben ist zudem ein wichtiges Zeichen für die Inklusion der Titelkämpfe: Erstmals sind die Europameisterschaften explizit auch für Aktive mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen offen. Sie sollen ganz regulär in das Wettkampfgeschehen integriert werden
Wichtige Links zum Thema: Offizielle Website European Aquatics Masters Championships 2026
McIntosh, Ledecky, Marchand und Co: Topstars greifen bei Pro Swim Series in Westmont an

Anfang Januar hatte Anna Elendt beim ersten Wettkampf der Pro Swim Series in ihrer amerikanischen Heimat Austin mit mehren Podestplatzierungen glänzen können. In dieser Woche erlebt die renommierte Pro Swim Series nun ihre Fortsetzung: vom 4. bis 7. März sind zahlreiche internationale Schwimm-Stars in Westmont (Illinois) zu Gast – wenn auch dieses Mal ohne die deutsche Weltmeisterin.
Mit besonderer Spannung wird das erneute Duell zwischen Katie Ledecky und Summer McIntosh über die 800m Freistil erwartet. Bei den zurückliegenden Weltmeisterschaften hatten die beiden gemeinsam mit Lani Pallister für eine packende Medaillenentscheidung gesorgt, die nun zumindest in Teilen eine mögliche Neuauflage erfährt. Sowohl Ledecky als auch McIntosh sind bekannt dafür, auch abseits der Saisonhöhepunkte für extrem schnelle Zeiten zu sorgen.
Auch bei den Herren sind die langen Freistilstrecken extrem stark besetzt. Hier deutet sich sogar ein Dreikampf an: Bobby Finke und Daniel Wiffen, die bei den Olympischen Spielen in Paris mit jeweils zwei Medaillen begeistern konnten, werden im direkten Aufeinandertreffen gegen den australischen Vizeweltmeister Sam Short schwimmen. Vor allem auch auf den 400m Freistil könnte Short für wichtige Richtzeit sorgen, an der sich im weiteren Saisonverlauf dann auch Weltrekordhalter Lukas Märtens messen dürfte.
Auch der französische Ausnahmeschwimmer Léon Marchand wird in dieser Woche mit von der Partie sein. Gleiches gilt für zahlreiche Topstars aus dem US-amerikanischen WM-Team wie Gretchen Walsh, Kate Douglass, Regan Smith, Shaine Casas und Luke Hobson.
Deutsche Schwimmerinnen und Schwimmer sind dieses Mal nicht in Westmont vertreten. Ein Blick auf die starke internationale Konkurrenz lohnt sich dennoch zweifellos.
Wichtige Links zum Thema: Meldelisten Pro Swim Series Westmont 2026
Bild: Tino Henschel
USA: Auch Cornelius Jahn glänzt mit Medaille bei College-Meisterschaften

In der letzten Woche standen in den USA erneut einige regionale College-Meisterschaften der Division I im Wettkampfkalender. Auch bei diesen Titelkämpfen waren wieder einige deutsche Schwimmer in den A-Finals vertreten und schafften teils sogar den Sprung auf das Podest.
Bei den Big 10 Conference Championships glänzte Cornelius Jahn mit Silber über die 200Y Rücken (1:39,40). Zudem durfte sich Jahn mit seinem Team der Ohio State University über zwei Staffelmedaillen freuen.
Gleich dreimal in den A-Finals vertreten war Ole Mats Eidam, der an der University of Michigan trainiert. Über die 50Y Freistil sprintete Eidam in 19,16 Sekunden auf Rang Fünf, über die 100Y Freistil (42,23) und 100Y Schmetterling (44,71) gab es jeweils den sechsten Platz.
Bei den parallel stattfindenden Big 12 Conference Championships schwamm Finn Winkler – Bruder von Olympiateilnehmern Kaii Winkler – über die 200Y Lagen in 1:44,99 Minuten auf Rang Sieben. Hinzu kamen auch für Winkler Podestplätze mit den Staffeln der University of Utah.
Ende März stehen in den USA dann die nationalen College-Meisterschaften an, wo die schnellsten Schwimmer der zahlreichen Universitäten dann im direkten Aufeinandertreffen auf Titeljagd gehen werden. Auch hier dürften zahlreiche deutsche Hoffnungsträger mit von der Partie sein.
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Imoudu und Werner schneller als die EM-Normen

Noch bevor Ende März der offizielle Qualifikationszeitraum für die Schwimm-EM 2026 beginnt, haben mehrere deutsche Schwimmerinnen und Schwimmer am vergangenen Wochenende mit unterbotenen Normzeiten erste Ausrufezeichen gesetzt. Bei den Swim & Fun Days in Essen sowie beim Piranha-Meeting in Hannover zeigten allen voran Melvin Imoudu und Maya Werner, dass sie gute Chancen auf einen Platz im deutschen EM-Team haben.
Nachdem Melvin Imoudu bereits Ende Januar in Luxemburg unter Beweis gestellt hat, dass er über die 50m Brust die Normzeit für die Europameisterschaften unterbieten kann, legte er in Essen nun über die doppelte Strecke nach. In 59,66 Sekunden blieb der Olympiavierte über die 100m Meter Brust unter der bald geforderte Qualifikationszeit. Über die 50m Brust schlug Imoudu nach 27,58 Sekunden an – erneut mit Veranstaltungsrekord, wenn auch etwas langsamer als bei seinem Auftritt in Luxemburg – und setzte sich unter anderem gegen Juniorenweltrekordhalter Malte Gräfe (27,88) durch. Für Gräfe steht die U23-Norm für die EM bei 27,55 Sekunden.
Auch Cedric Büssing absolvierte in Essen ein straffes Wettkampfprogramm und sicherte sich insgesamt drei Siege. Besonders überzeugend präsentierte sich der Deutsche Rekordhalter auf seiner Paradestrecke 400m Lagen, die er in 4:23,71 Minuten souverän für sich entschied.
Parallel dazu ging es beim Piranha-Meeting in Hannover ebenfalls um schnelle Zeiten. Hier unterbot Maya Werner über die 400m Freistil die U23-Norm in 4:11,72 Minuten. Noch schneller unterwegs was Isabel Gose, die in 4:08,48 Minuten lediglich acht Hundertstelsekunden an der EM-Norm in der offenen Klasse vorbeischrammte. Werner und Gose standen zuletzt bei den Weltmeisterschaften gemeinsam im Finale über die 400m Freistil.
Für ein packendes Duell sorgten über dieselbe Strecke auch Oliver Klemet und Florian Wellbrock. In Abwesenheit von Sven Schwarz, der seinen Start kurzfristig abmeldete, setzte sich Klemet in 3:50,17 Minuten knapp gegen Wellbrock durch, der das Rennen nach 3:51,06 Minuten beendete. Die EM-Norm liegt hier bei 3:46,60 Minuten.
Ebenfalls in Hannover mit von der Partie war Nina Holt, die über die 50m Freistil (25,74) und 200m Freistil (2:04,53) jeweils den Sieg davontrug.
Bild: Tino Henschel
Neues Format: DSV veranstaltet ''Deutsche Sprintmeisterschaften''

In den vergangenen Jahren wurden die Deutschen Meisterschaften im Schwimmen mehrfach im Rahmen des sportartenübergreifenden Multisport-Events "Die Finals" ausgetragen. Auch wenn die Schwimm-DM in diesem Jahr deutlich früher im Kalender steht, werden die deutschen Schwimm-Asse auch 2026 erneut bei den Finals gefordert sein und um Meistertitel kämpfen. Dafür hat der Deutsche Schwimm-Verband ein neues Wettkampfformat entwickelt, für das in dieser Woche die Ausschreibung veröffentlich wurde.
So werden die Deutschen Sprint- und Lagenmeisterschaften vom 23. bis 26. Juli ihre Premiere in Hannover feiern. Im Mittelpunkt stehen die 50m Strecken, auf denen die sogenannten Sprintmeisterschaften ausgetragen werden. Die Titeljagd folgt dabei einem Eliminationsprinzip: Nach den Vorläufen treten die acht Schnellsten gegeneinander an. Im ersten Zwischenlauf scheiden die langsamten zwei Schwimmer*innen aus, im darauffolgenden Rennen die langsamsten drei. Die verbleiben Top drei schwimmen anschließend in einem dritten Rennen um den den Meistertitel. Zwischen den einzelnen Entscheidungen liegen jeweils nur wenige Minuten.
Darüber hinaus werden in den einzelnen Schwimmarten weitere Titel vergeben. In einer Kombinationswertung werden die Leistungen über die 100m und 200m Strecken addiert – allerdings nicht anhand der geschwommenen Zeiten, sondern auf Basis der Punktetabelle des Weltverbandes, die im Verhältnis zum aktuellen Weltrekord stehen. Auch eine Langstreckenwertung über die 400m und 800m Freistil soll es geben.
Das Teilnehmerfeld bei der Premiere des neuen Meisterschaftsformats wird stark besetzt sein: All diejenigen, die im August das deutsche Team bei den Europameisterschaften in Paris im Becken vertreten werden, sind laut Nominierungsrichtlinien verpflichtet, auch in Hannover an den Start zu gehen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, sich über die nationale Bestenliste zu qualifizieren.
Wichtige Links zum Thema: Ausschreibung 'Die Finals' Schwimmen 2026