US-Schwimmverband erwartet Millionendefizit für 2025

Der US-amerikanische Schwimmverband 'USA Swimming' steuert im abgeschlossenen Jahr 2025 auf ein deutliches finanzielles Minus zu. Nach aktuellen Berechnungen rechnet der Verband mit einem Defizit von rund 1,07 Millionen US-Dollar. Ursprünglich war für das entsprechende Jahr noch ein Gewinn von knapp 100.000 US-Dollar prognostiziert worden, doch diese Einschätzung änderte sich nach Abschluss des dritten Quartals im September 2025 erheblich.
Ein wesentlicher Grund für die signifikante Verschlechterung der Finanzlage sind rückläufige Einnahmen aus Kooperationen und Partnerschaften. Besonders ins Gewicht fällt dabei der Ausstieg von TYR als Namensgeber der Pro Swim Series, was zu geringeren Sponsoreneinnahmen geführt hat.
Auch auf der Mitgliederseite verzeichnet USA Swimming Einbußen. Sinkende Mitgliedsbeiträge infolge geringerer Neuregistrierungen belasten die finanziellen Einnahmen zusätzlich. Damit setzt sich ein Trend fort, der bereits in den vergangenen Jahren zu beobachten war.
Dem gegenüber stehen zwar reduzierte Ausgaben, unter anderem weil der Verband zeitweise keinen festen CEO beschäftigte, doch diese Einsparungen reichen nicht aus, um die Einnahmeverluste zu kompensieren. Als weitere entscheidender Kostenfaktor gilt der laufende Rechtsstreit mit den Enhanced Games, der die finanzielle Planung zusätzlich belastet.
Sollten sich die aktuelle Prognosen bestätigen, würde USA Swimming zum siebten Mal innerhalb von neun Jahren mit einem negativen Jahresergebnis abschließen. Lediglich in den Jahren 2022 und 2024 konnte der Verband schwarze Zahlen schreiben.
Berliner Schwimmbäder sollen für 200 Millionen Euro saniert werden

Es ist ein bundesweites Problem: Zahlreiche Schwimmhallen sind seit Jahren sanierungsbedürftig, die Ausstattung ist oftmals veraltet – doch den Städten und Kommunen fehlt vielerorts das Geld. In Berlin soll dem nun Abhilfe geschaffen werden, mit einer Summe von 200 Millionen Euro.
Die Berliner Bäder-Betriebe sollen bis 2030 über 200 Millionen Euro für die Sanierung von Schwimmbädern erhalten. Das Geld soll aus dem sogenannten Klimapaket kommen, das in dieser Woche zwischen dem Senat und landeseigenen Unternehmen verabschiedet wurde. "Dieses Geld versetzt uns in die Lage, nachhaltig in Gebäude und Technik unserer Bäder zu investieren", erklärte die BBB-Vorständin Marie Rupprecht.
Konkret sollen 170 Millionen Euro in die Grund- oder Teilsanierung von Hallenbädern fließen. Um den Fokus auf Klimaschutz und Energieeffizienz zu gewährleisten, sollen beispielsweise eine moderne Beleuchtung und neue Wärmespeicher flächendeckend integriert werden.
Zu den vier Schwimmbädern, für die eine Grundsanierung geplant ist, zählt unter anderem die Sport-und Lehrschwimmhalle Schöneberg, wo neben dem allgemeinen Schwimmbetrieb auch viele Berliner Wasserballteams trainieren und ihre Wettkämpfe abhalten. Auch das Kombibad Seestraße sowie die beiden Stadtbäder Charlottenburg sollen komplett saniert werden.
Aber auch die Sommerbäder gehen bei den geplanten Sanierungsarbeiten nicht leer aus: Hier sollen Beckenabdeckungen installiert werden, um den Wärmeverlust zu reduzieren. Zudem sollen Wärmespeicher dafür sorgen, dass die Abwärme von Industrieanlagen effektiver genutzt werden kann.
Insgesamt sind 67 Schwimm-, Frei- und Strandbäder Teil der Berliner Bäder Betriebe. Damit gelten die BBB als größter kommunaler Bäderbetreiber Europas.
Jahresauftakt in Japan: Ohashi und Watanabe glänzen mit 2:08 auf 200m Brust

Japans Schwimm-Asse sind mit schnellen Zeiten in das Schwimmjahr 2026 gestartet. Im Rahmen des Kosuke Kitajima Cup, der in der vergangenen Woche im olympischen Schwimmbecken von Tokio ausgetragen wurde, zeigten die Aktiven auf mehreren Strecken beachtliche Leistungen, die bei den letzten Weltmeisterschaften jeweils einen Platz im Finale bedeutet hätten.
Ein besonders packendes Duell gab es über die 200m Brust der Männer zu bestaunen. Beim Aufeinandertreffen des Junioren-Weltrekordhalters Shin Ohashi mit dem amtierenden Vizeweltmeister und ehemaligen Weltrekordhalter Ippei Watanabe setzte sich das Nachwuchstalent in schnellen 2:08,33 Minuten durch. Watanabe sorgte 2,4 Zehntel dahinter ebenfalls für eine beeindruckende Zeit zum Jahresauftakt.
Doch nicht nur Japans Brustschwimmer zeigten sich in bestechender Form: Über die 200m Schmetterling sorgte Tomoru Honda in 1:54,91 Minuten für ein Achtungszeichen. Auch mit dieser Zeit hätte sich der Olympiazweite von Tokio bei der WM in Singapur über ein Finalticket freuen dürfen. Honda hatte die nationale Qualifikation für die Titelkämpfe im vergangenen Jahr verpasst – umso höher zu bewerten ist diese vielversprechende Leistung.
Auch auf den Lagenstrecken präsentierten sich die Japaner traditionell stark. Über die 200m Lagen kam Vizeweltmeister Tomoyuki Matsushita in 1:56,81 Minuten zwar nicht ganz an seine letzte Leistung aus dem November heran, untermauerte aber dennoch seine Stellung in der Weltspitze.
ISL gewinnt Klage gegen Weltverband – aber bekommt nur 1 Dollar

Mit der Ankündigung, noch in diesem Jahr eine Neuauflage der 'International Swimming League' zu starten, sorgte die ISL zuletzt für Schlagzeilen. Nun gab es zudem einen juristischen Triumph zu feiern, der jedoch in erster Linie eine symbolische Wirkung hatte.
Vor nunmehr acht Jahren hatte die ISL eine Klage gegen den Weltverband World Aquatics (damals noch FINA) eingereicht und eine Schadenssumme von 41 Millionen US-Dollar gefordert. Grundlage war das vermeintlich wettbewerbswidrige Verhalten des Weltverbandes, das den Geschäftsinteressen der ISL geschadet habe. FINA habe in zahlreichen Nationen einen Boycott der ersten möglichen ISL-Auflage 2018 bewirkt, der in der Absage des Events resultierte. Ein amerikanisches Gericht gab der ISL nun Recht – der vereinbarte Vergleich in Höhe von 1 Dollar hat jedoch primär symbolische Wirkung. Der Betrag kam auch deshalb zustande, da die ISL den konkreten finanziellen Schaden nicht beziffern konnte.
"Dieses Ergebnis ist nicht nur ein Sieg für die ISL, sondern für den Schwimmsport insgesamt.", erklärte ISL-Kommissionsmitglied Ben Allen. "Ziel der Einleitung dieses Verfahrens gegen die FINA durch die ISL war es, einen fairen Wettbewerb ohne rechtswidrige Eingriffe und Störungen zu ermöglichen. Die ISL hat sich stets für die Wahlfreiheit der Athletinnen und Athleten eingesetzt, indem sie mehr Karrierechance geschaffen und gleichzeitig durch innovative neue Formate, die Zuschauerinnen und Zuschauer angesprochen haben, dazu beigetragen hat, das weltweite Publikum des Sports zu vergrößern.".
Auch der Weltverband zeigte sich erleichtert darüber, dass der Rechtsstreit nun zu einem Ende gefunden hat: "Dieser Fall hat Ressourcen gebunden, die weitaus sinnvoller eingesetzt worden wären, wenn sie dem Sport und den Athletinnen und Athleten zugute gekommen wären. Wir danke der Jury und Richterin Corley für die Beilegung des Falls.". World Aquatics Präsident Husain Al Mussallam kommentierte zudem, die ausgebliebenen Zahlungen an die Aktiven sowie die geplante Neuauflage der ISL: "Es war enttäuschend, während des Verfahrens zu erfahren, dass viele Athletinnen und Athleten sowie Dienstleister in der Schwimmgemeinschaft von der ISL weiterhin nicht bezahlt wurden, und wir begrüßen die Zusage der ISL, die 7 Millionen US-Dollar, die sie den Schwimmerinnen und Schwimmern schuldet, zu begleichen, bevor versucht wird, die Liga neu zu starten.".
Bereits in diesem Herbst soll die International Swimming League einen Neustart erfahren. Mehr dazu gibt es hier: International Swimming League kündigt Comeback an
Australische Meisterschaften: Moesha Johnson glänzt mit drei Titeln

Bei den australischen Freiwassermeisterschaften hat Moesha Johnson den Titelkämpfen auch in diesem Jahr ihren Stempel aufgedrückt. Die Vize-Olympiasiegerin von Paris sicherte sich bei anspruchsvollen Bedingungen gleich drei nationale Titel und knüpfte damit nahtlos an ihre Erfolge der vergangenen Jahre an.
Insbesondere starker Wind sorgte für schwierige Bedingungen bei den australischen Titelkämpfen, die vergangene Woche in der Koombana Bay ausgetragen wurden. So musste beispielsweise das 5km Rennen der Herren nach nur einer Runde abgebrochen und später neu gestartet werden.
Moesha Johnson, die seit einigen Jahren zeitweise bei Bernd Berkhahn in Magdeburg trainiert, lies sich von den erschwerten Bedingungen jedoch nicht beeindrucken: Über die 5km, 10km sowie im 3km Knockout-Sprint schwamm die dreifache Medaillengewinnerin der letzten Weltmeisterschaften jeweils souverän zu Gold.
Dreifaches Gold gab es auch für Kyle Lee, der ebenfalls die 5km und 10mm sowie die 4x1,5km Staffel für sich entschied. Für Aufmerksamkeit sorgte zudem Sam Short, der vielen Schwimmfans vor allem aus dem Becken bekannt ist. Der Dauerrivale von Lukas Märtens und Sven Schwarz bewies auch im Freiwasser sein Können, triumphierte im 3km Knockout-Sprint und sicherte sich darüber hinaus Silber im 5km Rennen.
Olympia-Medaillengewinner Ilya Kharun ändert Nationalität

Als Teil der kanadischen Nationalmannschaft hat Ilya Kharun in den vergangenen Jahren zahlreiche Medaillen bei internationalen Titelkämpfen gewinnen können: doppeltes Bronze bei den Olympischen Spielen in Paris, WM-Bronze in Singapur und bei der Kurzbahn-WM 2024 kürte sich Kharun sogar zum Weltmeister über 200m Schmetterling. Fortan wird der ehemals kanadische Hoffnungsträger auf der internationalen Bühne jedoch für die USA an den Start gehen.
Ilya Kharun ist zwar in Kanada geboren, hat jedoch zeit seines Lebens in den USA gewohnt. Aktuell trainiert und studiert der 20-jährige Schmetterlingsspezialist an der Arizona State University. Bereits seit April 2024 besitzt Kharun neben der kanadischen auch die amerikanische Staatsbürgerschaft. Nichtsdestotrotz kommt sein Startrechtswechsel für viele überraschend.
Auf Instagram sprach der mehrfache kanadische Rekordhalter dem kanadischen Team seinen Dank aus, betonte aber auch, dass er sich schon immer wie ein Amerikaner gefühlt habe: "Ich habe noch eine lange Schwimmkarriere vor mir und ich möchte gerne meine Heimat vertreten. Und diese Heimat sind die USA."
Ab Ende Oktober wird Ilya Kharun dann offiziell das US-amerikanische Team vertreten dürfen, pünktlich zu den US-Trials für die Kurzbahn-WM. Der Weltverband schreibt vor, dass bei einem Nationalitätswechsel mindestens zwölf Monate vergehen müssen. Zuletzt war Kharun beim Heimweltcup in Toronto Ende Oktober 2025 unter kanadischer Flagge gestartet.
Bild: World Aquatics
Erfolgreicher Jahresauftakt am Berliner Olympiastützpunkt für Köhler, Passek und Co.

Eigentlich wird die Schwimmhalle am Berliner Sportforum primär für Trainingszwecke genutzt, doch am vergangenen Wochenende ging es ebendort im Rahmen des "Stützpunktwettkampf" um erste Wettkampfzeiten im Schwimmjahr 2026. Doch nicht nur zahlreiche Nachwuchstalente aus Berlin und die Schwimm-Asse Angelina Köhler, Ole Braunschweig und Vincent Passek waren mit von der Partie, sondern auch einige bekannte Gäste.
Auch in diesem Jahr dürften die Schmetterlingsstrecken auf der nationalen Ebene von Weltmeisterin Angelina Köhler dominiert werden. Über die 50m Schmetterling sprintete Köhler in 26,56 Sekunden zum Sieg und bewies auch über die doppelte Distanz in 58,42 Sekunden eine gute Form.
Auf den kurzen Rückenstrecken stand abermals das Duell der Trainingspartner Ole Braunschweig und Vincent Passek im Vordergrund, welches dieses Mal in einem Remis endete: Über die 50m Rücken schlugen Braunschweig und Passek zeitgleich nach 25,47 Sekunden an und blieben somit gerade einmal neun Zehntel über dem Deutschen Rekord. Über die 100m Rücken setzte Vincent Passek in 56,11 Sekunden eine erste Richtzeit für die nationale Konkurrenz in diesem Jahr.
Auch ein Team vom Potsdamer Olympiastützpunkt war am Wochenende in Berlin zu Gast und sorgte insbesondere auf den Bruststrecken für vielversprechende Auftritte. Der Olympiavierte Melvin Imoudu war sowohl über die 50m und 100m Brust nicht zu schlagen und zeigte bei seinem ersten Wettkampf des Jahres in 27,40 Sekunden und 1:00,94 Minuten bereits schnelle Zeiten. Auch Juniorenweltrekordhalter Malte Gräfe präsentierte sich in 27,87 Sekunden und 1:02,65 Minuten in aussichtsreicher Form. Über die 200m Brust musste sich Gräfe in 2:17,95 Minuten lediglich dem Deutschen Vizemeister und EM-Halbfinalisten Kenneth Bock (2:17,31) geschlagen geben.
Des Weiteren nutzten auch zahlreiche paralympische Schwimmer*innen wie Mira Jeanne Maack und Maike Naomi Schwarz den Stützpunktwettkampf in Berlin als ersten Formtest.
Hier gibt es alle Ergebnisse: Protokoll Stützpunktwettkampf Berlin 2026
Bild: Tino Henschel
Wann und warum: Schwimm-Wettkämpfe strategisch planen

Für viele Sportler sind Wettkämpfe die Hauptmotivation, um ins tagtägliche Training zu gehen. Die wenigsten Leistungsschwimmer, wenn nicht sogar keiner, würden das hohe Pensum absolvieren, wenn es heißen würde, es gibt nur noch Training und keinen Wettkampf mehr. Dann würden für einige auch wenige Einheiten in der Woche reichen als Ausgleich und sportliche Betätigung und die Inhalte wären nicht so umfassend. Aber Wettkampf ist nicht gleich Wettkampf. Im Laufe einer Saison fungieren sie nicht nur als Höhepunkte, sondern auch Leistungstests und Zwischenstationen. Wir werfen einen Blick darauf, wann Wettkämpfe Sinn machen und wann wir die Zeit lieber ins Training investieren sollten.
Jeder Sportler hat das Recht verdient, sein bestmögliches Potential zu erreichen oder es zumindest zu versuchen. Hierfür ist natürlich eine kontinuierliche und altersadäquate Summation an Trainingsreizen und Regenerationsmaßnahmen notwendig, um in einer Ausdauersportart wie Schwimmen erfolgreich zu sein. Die Wettkämpfe sind dabei eine Leistungsüberprüfung und geben ein Ziel vor. Nicht jeder Wettkampf dient allerdings dazu, Bestzeiten zu schwimmen. Der Mensch ist keine Maschine und benötigt Zeit, Fleiß und Geduld, um angestrebte Ziele zu erreichen. Es bedarf einer systematischen und konsequenten Strategie, um langfristig Leistungen zu steigern. Die einen schaffen das vielleicht in etwas kürzerer Zeit, andere brauchen wiederum länger, um sich zu steigern. Es gibt keine Abkürzung zum Erfolg. Die harte Trainingsarbeit (die sogenannte „hard work“) ist elementar wichtig und einer der Schlüssel für viele erstrebenswerte Ziele. Dies gilt sowohl für den Sport als auch für die berufliche Perspektive. Somit finden sich direkt die Verknüpfungspunkte zwischen Schule/Ausbildung/Studium/Job und Leistungssport. Im Lebensalltag kommen Herausforderungen gern mal unangekündigt, im Sport aber können wir zumindest planen, wann und wo wir uns diesen stellen.
Periodisierung als Entscheidungsgrundlage
Im Saisonverlauf bieten sich verschiedene Wettkämpfe an, um Leistungs-, Technik- und Entwicklungsziele oder strategisch-taktische Ziele zu überprüfen. Wie wir wissen, ist unser Saisonkalender hierzulande in eine Kurzbahnsaison (ca. August bis Dezember) und Langbahnsaison (Januar bis Juli) aufgeteilt. Einen Zyklus von mehreren Monaten nennen wir in der Trainingsterminologie einen Makrozyklus und je nach Leistungsstand und Alter gibt es in einer kompletten Schwimmsaison zwei bis vier Makrozyklen. Am Ende von einem Makrozyklus steht meistens ein Zielwettkampf, um die Erfolge der Arbeit in den vergangenen Wochen und Monaten zu überprüfen (siehe Abb.1). Generell muss man hier natürlich zwischen Profischwimmern und Nicht-Profis unterscheiden. Der Profischwimmer verdient, wie der Name auch sagt, sein Geld damit und muss sich bei verschiedenen Wettkämpfen meistens in guter Form präsentieren, um entsprechend Gelder zu akquirieren, Sponsoren zu gewinnen, medial stark präsent zu sein etc. Da dies auf die wenigsten Schwimmer in Deutschland zutrifft, beziehen wir uns daher in den kommenden Abschnitten auf die leistungsorientierten Schwimmer im Jugend- und Erwachsenenalter, die nebenbei zur Schule gehen oder eine Ausbildung bzw. ein Studium absolvieren oder sogar beruflich eingebunden sind.
Innerhalb eines Makrozyklus werden alle ein bis zwei Monate, ein bis drei Wettkämpfe geschwommen. Wichtig ist hierbei, dass diese Zwischen-Wettkämpfe aus dem Training geschwommen werden, um keine Trainingsrückstände hinsichtlich der Vorbereitung auf den Saisonhöhepunt entstehen zu lassen. Die Anzahl der Wettkämpfe sollte von Jahr zu Jahr theoretisch gesteigert werden. Wettkämpfe alle zwei Wochen können phasenweise eventuell vorkommen, sollten aber weitestgehend minimiert werden. Die Abbildung zwei zeigt ein Beispiel, wie ein Makrozyklus im Jugendbereich aussehen könnte. Am Ende von einem Mesozyklus (mehrere Wochen), welcher eine inhaltliche Thematik umfasst, bietet es sich an, einen Testwettkampf als Überprüfung zu platzieren.
Nicht jeder Wettkampf muss Bestzeiten liefern
Sicherlich möchte jeder gerne bei allen Wettkämpfen eine tolle Zeit schwimmen, wenn nicht sogar neue Bestzeiten erzielen. Je nach Leistungsniveau ist das jedoch nicht immer möglich oder überhaupt erstrebenswert. Was ist damit gemeint: Wettkämpfe können auch in allererster Linie das Ziel haben, mit anderen zu konkurrieren und damit Spaß am Leistungssport zu gewinnen. Eine weitere Herausforderung könnte sein, die persönlich bestmögliche Leistung für den Tag herauszuholen. Denn „beste Leistung“ bedeutet nicht immer Bestzeit. Manchmal ist man in einem Trainingsblock noch relativ müde und benötigt etwas mehr Regeneration als die Anderen. Wettkämpfe können auch das Ziel haben eine gewisse Lockerheit oder Routine für die Zukunft zu erarbeiten oder neue Strategien auszuprobieren. Weiterhin können auch technische Ziele verfolgt oder strategische Ziele geübt werden (z.B. erste Rennhälfte deutlich ruhiger und am Ende die Beine viel intensiver einzusetzen etc.). Und: Es ist auch möglich, Wettkämpfe zu nutzen, um gute und spezifische Intensitätsreize zu erzielen. Egal wie müde jemand ist, normalerweise schwimmt man immer schneller im Wettkampf als im Training. Dies ist der Grund, warum einige z.B. eine Woche nach einem Wettkampf bereits deutlich schneller schwimmen können. Dies liegt nicht daran, dass in den fünf Tagen davor so viel erarbeitet wurde, sondern daran, dass der Körper sich vom Wettkampfreiz der vergangenen Woche erholt hat und durch die Adaptation profitiert. Wir beobachten daher auch z.B. bei den erwachsenen Profisportlern wie sie bei mehreren Weltcup-Stationen oder ISL-Wettkämpfen von Mal zu Mal schneller werden und ihre Leistung somit über mehrere Wochen steigern oder länger halten können. Entscheidend ist, dass zwischen den Einheiten auch ruhig Grundlagenkapazitäten erschwommen werden und die Wettkämpfe somit als Intensität genutzt werden. Diese Strategie empfiehlt sich allerdings nur für erfahrene Sportler, die bereits mehrjährige Trainingserfahrung vorweisen können und hohe Kapazitäten im Grundlagenbereich haben. Die Abbildung drei zeigt beispielhaft einen Makrozyklus von einem Schwimmer im Hochleistungsbereich. Hier ist eine höhere Wettkampfteilnahme zu erkennen und strategisch eingebaut extensive und regenerative Phasen.
Im Kinder und Jugendbereich hingegen empfiehlt es sich, nicht zu viele Wettkämpfe einzubauen (eventuell ein bis drei Wettkämpfe innerhalb von drei Monaten). Fast jedes zweite Wochenende Wettkämpfe zu schwimmen, würde nur dazu führen, dass die Trainingsblöcke zu kurz werden und mehr die Intensitätskomponenten im Vordergrund stehen. Wir wissen über langjährige Erfahrung, dass ein zu intensives Training im Grundlagen- und Aufbaubereich vielleicht schnelle Erfolge erzielt, langfristig jedoch der Sportler früher stagniert. Ein junger Sportler benötigt eine Kontinuität an Grundlagenausdauer und guter Technikarbeit, um später entsprechend stabiler und langfristiger im Wettkampfgeschehen Erfolge zu erzielen. Eine hohe Wettkampfdichte steigert den Intensitätsanteil zu sehr und wäre im Sinne des langfristigen Leistungsaufbaus mit Vorsicht zu genießen. Hinzu kommt die zeitliche Belastung für die jungen Aktiven und deren Umfeld.
Wettkämpfe im Saisonverlauf auswählen
Die Auswahl von Wettkämpfen hängt in erster Linie von der Zusammensetzung der Trainingsgruppe ab. Ich persönlich bevorzuge es eine bunte Mischung an Wettkämpfen einzubauen. Im Bereich der Periodisierung ist die Vorgehensstrategie relativ identisch. Der Coach notiert zuerst die Schwerpunktwettkämpfe für die gesamte Saison. Danach werden die Landesmeisterschaften, wenn bekannt, notiert. Anschließend arbeitet man rückwärts und notiert, wo im Idealfall ein Wettkampf gut reinpassen würde (als Überprüfung z.B. am Ende vom Mesozyklus? Oder zur Qualifikation für einen der Höhepunkte?). Man geht auf die Suche im Wettkampfkalender und filtert die passenden Events für den Zeitraum heraus. Ich persönlich finde diese Strategie zielführender als erstmal alle Wettkämpfe, die man schwimmen möchte, zu notieren und dann erst auf deren Basis die Periodisierung vorzunehmen. Ein Wettkampf sollte immer mit den Inhalten im Saisonaufbau einhergehen. Natürlich gibt es die einen oder anderen Einladungswettkämpfe oder Heimwettkämpfe, die Pflicht sind oder die man traditionell besucht. Nichtsdestotrotz lohnt es sich auch strategisch und leistungsbedingt unterschiedliche Gruppen im Verein auf unterschiedliche Wettkämpfe zu schicken.
Idealerweise trainiert man für einen Zyklus eine gewisse Schwerpunkt-Thematik, die man später im Wettkampf sehen oder nutzen möchte. Vielleicht war die Rücken-auf-Brust-Wende ein Schwerpunktthema oder z.B. die Qualität und Effektivität der Beinarbeit. Hat man z.B. in einem Mesozyklus intensiver an den Unterwasserkicks gearbeitet (natürlich sollten Unterwasserkicks ganzjährig trainiert werden), so sollte das Thema auch beim Wettkampf im Fokus stehen. Der Gruppe muss also in diesem Beispiel vor dem Wettkampf klargemacht werden, dass wir als Coaches jetzt besonders auf die Unterwasserarbeit achten. Taucht der Sportler direkt nach der Wende auf oder werden mehrere Delfinkicks eingebaut? Wie ist die Anzahl an Kicks nach der letzten Wende? Natürlich muss auch die Kickanzahl für jeden Sportler individuell im Training thematisiert werden. Manche können vielleicht für fünf Kicks eine gute Geschwindigkeit halten und lassen dann anschließend nach. Hier wäre es kontraproduktiv von diesem Sportler acht oder neun Kicks nach der Wende zu verlangen. Es hängt immer davon ab, was und wie man etwas im Training thematisiert hat.
Herunterfahren vor Wettkämpfen?
Entscheidend ist, dass die Zwischenwettkämpfe aus dem Training geschwommen werden. Viele Sportler sind in der Lage, mit zwei oder drei ruhigen Trainingseinheiten (wenig Intensität und leicht verringerter Umfang) vor dem Wettkampf relativ schnell zu schwimmen, ohne dass sie zwei bis drei Wochen die Gesamtbelastung runterfahren. Bei erwachsenen Sportlern im Hochleistungsbereich macht es durchaus Sinn, die Wettkämpfe relativ ‚frisch‘ zu schwimmen. Frisch bedeutet auch hier nicht, dass man zwei Wochen alle Systeme runterfährt, sondern situativ durch ein bis zwei Einheiten in der Wettkampfwoche oder sogar ein paar Einheiten in der Woche davor extensiv gestaltet. Einen Zwischenwettkampf zu schwimmen, bei dem die Aktiven sehr weit von ihrer Zielzeit entfernt sind, ist nie motivierend. Die Tendenz international ist, ein viel höheres Leistungsniveau im Saisonverlauf vorzuweisen. Dann ist der Sprung am Saisonende vielleicht nicht so hoch, aber das Ergebnis kann immer noch zum Sieg oder zum Erreichen der Ziele führen. Durch diese Strategie können die Sportler außerdem im Saisonverlauf wertvolle Erfahrungen bei den Wettkämpfen sammeln, da die Wettkampfgeschwindigkeit sehr hoch ist.
Viele Wettkämpfe oder wenige Wettkämpfe zu bestreiten sollte außerdem auch aus physiologischer Sicht beurteilt werden. Die Strategie der Bestreitung von vielen Wettkämpfen, eignet sich meiner Meinung nach eher für Sportler, die bereits hohe Kapazitäten vorweisen. In der spezifischen Terminologie heißt das: Hoher Wert für die maximale Sauerstoffaufnahme in der Muskulatur, höhere VLA Max-Werte und VO2 Max sowie die entsprechend ausgeprägte Laktatproduktionsrate in der Muskulatur. Eine zu hohe Wettkampfanzahl mit geringen Kapazitätswerten zu bestreiten, führt dazu, dass der Sportler sich über mehrere Wettkampfwochenenden ‚leer‘ schwimmt und danach durch meist zu intensive Trainingsphasen keine weiteren Fortschritte erzielt. Die optimale Relation zwischen Training und Regeneration sowie auch die Anzahl der Wettkampfreize sind bei Sportlern sehr individuell zu betrachten. Unabhängig von der Zielstellung: Jeder Wettkampf eignet sich als hervorragende Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln, wenn er mit der richtigen Intention angegangen wird!
Dieser Artikel von Mark Jayasundara erschien in der Winterausgabe 2022 des swimsportMagazine. Alle noch verfügbaren Ausgaben der Zeitschrift für den Schwimmsport können im großen swimsportMagazine-Paket bestellt werden. Zum Sonderpreis erwarten euch hier mehr als 1500 Seiten geballtes Schwimmwissen --> Das swimsportMagazine-Paket
Schlussverkauf: 30% Rabatt auf den Schwimm-Kalender 2026

Der Schwimm-Kalender 2026 ist euer perfekter Begleiter durch das Schwimmjahr 2026! Nur noch wenige Exempare sind verfügbar und die gibt es jetzt für kurze Zeit mit 30% Rabatt im großen Kalender-Schlussverkauf!
Freut euch im Schwimm-Kalender 2026 auf die Stars von morgen! Der Sportfotograf Tino Henschel hat euch eine Auswahl seiner besten Fotos von einigen der besten deutschen Nachwuchsschwimmer im Kalender 2026 zusammengestellt!
Mit dabei sind Nachwuchstalente wie Johannes Liebmann, Lena Ludwig, Julia Ackermann, Malte Gräfe oder auch Julianna Bocska und Leo Leverkus
ABER ACHTUNG: Der Kalender 2026 ist limitiert! Das heißt: Das Angebot gilt nur solange der Vorrat reicht!
Ticketverkauf für Schwimm-EM 2026 startet!

Wer die Schwimm-Europameisterschaften diesen Sommer live Vorort in Paris verfolgen möchte, kann ab heute wieder Tickets dafür erwerben. Lediglich die Fans vom Freiwasserschwimmen müssen sich noch etwas gedulden.
Um 14 Uhr deutscher Zeit startet der offizielle Ticketverkauf für die Schwimm-EM 2026. Neben dem Beckenschwimmen (10. bis 16. August) können auch fürs Synchronschwimmen und Wasserspringen ab heute Eintrittskarten für die Titelkämpfe gekauft werden. Die Tickets für die Freiwasserwettbewerbe (4. bis 8. August) werden erst zu einem späteren Zeitpunkt freigeschaltet.
Für die Schwimmwettbewerbe unterscheiden sich die Preise nicht nur nach Sitzkategorie und Tageszeit, sondern auch nach den Wochentagen. So belaufen sich die Ticketpreise für die Vorläufe unter der Woche zwischen 23-44€; am Wochenende dann zwischen 27-53€. Um die Finalentscheidungen in der Halle mitverfolgen zu können, werden unter der Woche 46-91€ verlangt; an den beiden Wochenendtagen dann 56-109€. Günstigere Tickets sind jeweils mit Sichteinschränkungen verfügbar.
Die Schwimm-EM findet im Paris Olympic Aquatic Center statt, wo im Rahmen der Olympischen Spiele bereits die Wettbewerbe im Wasserspringen, Wasserball und Synchronschwimmen ausgetragen wurden. Nun dürfen auch die Beckenschwimmer erstmals die neugebaute Venue erleben.
Hier geht es zum offiziellen Ticketverkauf: Tickets Schwimm-EM 2026
Vom Staat geehrt: Silbernes Lorbeerblatt für Leonie Beck

Das Silberne Lorbeerblatt gilt als die höchste staatliche Auszeichnung im deutschen Sport. Auch Freiwasser-Weltmeisterin Leonie Beck zählt seit dieser Woche zu den Würdenträgerinnen.
Gemeinsam mit mehr als 80 Weltmeisterinnen und Weltmeistern bekam Leonie Beck Anfang dieser Woche das Silberne Lorbeerblatt für ihre sportlichen Erfolge verliehen. Die Verleihung fand im Bundeskanzleramt statt – überreicht wurden die Ehrenzeichen durch die Staatsministerin Christiane Schenderlein. Am 4.Februar folgt dann der zweite Teil der Ehrung mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier.
Als Grundlage für die Auszeichnung gelten in der Regel Titelgewinne bei Weltmeisterschaften sowie Medaillenerfolge bei Olympischen und Paralympischen Spielen. Im vergangenen Jahren waren so unter anderem Lukas Märtens, Isabel Gose, Oliver Klemet, Taliso Engel und Elena Semechin mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet worden.
Neben Leonie Beck wurden mit Marek Leipold, Niklas Lossner, Justus Mörstedt und Max Poschart auch vier Flossenschwimmer geehrt. Und auch der Deafolympics-Medaillengewinner Lars Kochmann zählt zu den ausgezeichneten Sportlern. Nina Holt, die zuletzt Bronze bei den Kurzbahn-Europameisterschaften gewann, führt als mehrfache Weltmeisterin im Rettungsschwimmen die Liste der Rettungsschwimmer*innen an, die sich über das Silberne Lorbeerblatt freuen durften: Alica Gebhard, Julia Hennig, Emilie Undine Lauerwald, Jan Malkowski, Lena Oppermann, Sebastian Pierre-Louis und Danny Wieck.
Olympiafinalist Lucas Matzerath wechselt zu TEAM Bochum

Bereits seit Ende 2021 zieht Lucas Matzerath seine Trainingsbahnen am Landesstützpunkt in Bochum. Nun wird der mehrfache deutsche Meister und Olympiafünfte von Paris auch bei Wettkämpfen für das TEAM Bochum an den Start gehen.
Bislang startete Matzerath für die SG Frankfurt und verhalf dem Team zuletzt entscheidend zum DMS-Meistertitel. Nun folgt der offizielle Wechsel nach Bochum: "Die sportlichen Bedingungen in Bochum haben sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt. Zudem haben wir hier ein engagiertes und professionelles Trainerteam und erfolgreiche Mannschaften mit erfahrenen Athleten und ambitionierten Nachwuchssportlern", erläutert der 25-Jährige seine Beweggründe. Bereits 2024 wurde Lucas Matzerath zu Bochums Sportler des Jahres gekürt.
Neben zahlreichen Deutschen Meistertiteln und den Olympiaerfolgen von Paris gewann der Deutsche Rekordhalter über 100m Brust Bronze bei den Europameisterschaften 2022. Das erklärte Ziel für die Zukunft: bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles auf das Siegerpodest zu schwimmen.
Das TEAM Bochum gibt es seit 2024 als es aus einem Zusammenschluss der Vereine SV Blau-Weiß Bochum und SG Ruhr entstand. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren steht das leistungsstarke Team, dem auch WM-Teilnehmer Jarno Bäschnitt angehört, bereits in der 1. DMS Bundesliga. Die sportliche Verantwortung tragen Mark Jayasundara und Kati Hämmerich.
Bild: Christina Stentenbach/TEAM Bochum
NRW: Diese Teams steigen in die 2. DMS Bundesliga 2026 auf

Mit dem Abschluss der 1.DMS Bundesliga zum Jahresende, wo die SG Frankfurt gleich doppelt triumphierte, wurden neben der Meisterschaft auch diejenigen Teams bestimmt, die 2026 in der 2. DMS Bundesliga antreten werden. Parallel kann der Blick nun auch auf die Aufsteiger in eben diese Liga gerichtet werden – den Auftakt macht Nordrhein-Westfalen.
Mit den Wettbewerben in der Landes- und Oberliga wurden in NRW bereits die ersten Tickets für die 2. DMS Bundesliga 2026 vergeben. Bei den Damen durften sich gleich vier Teams über den gelungenen Aufstieg freuen: VfL Gladbeck 1921, SG Schwimmen Münster, SG Bayer II und Freie Schwimmer Düsseldorf 1910.
Bei den Herren sicherten sich indes die Teams der SG Essen II sowie des S.V. Bergisch Gladbach 1920/71 die meisten Punkte und somit die zwei offenen Startplätze in der 2.Bundesliga auf NRW-Ebene.
Die aufsteigenden Teams in die 2.DMS Bundesliga Nord und Süd stehen hingegen noch nicht fest. Die finale Entscheidung wird jeweils am Wochenende des 7. und 8. Februars fallen.
Link zum Thema: Vorläufiges Ergebnis zur DMS 2025 (NRW)
Deutsche Masters starten in Ingelheim mit Weltrekorden ins Jahr 2026

Auch die deutschen Masters sind mittlerweile offiziell in das neue Schwimmjahr 2026 gestartet und glänzten zum Auftakt direkt mit neuen Rekorden Bei den am vergangenen Wochenende in Ingelheim ausgetragenen 35. Internationalen Masters waren zusätzlich zu den nationalen Masters auch Aktive aus vier anderen europäischen Ländern mit am Start, die ebenfalls für Rekorde sorgten.
Für Begeisterung sorgten allen voran zwei neue Weltrekorde sowie drei neue Europarekorde. Frisch in die Altersklasse 90 aufgestiegen, stellte Hans Reichelt direkt zwei neue Bestmarken auf. Sowohl über die 100m Brust (1:54,43) als auch über die 200m Brust (4:12,84) jubelte der Münchener über neue Welt- und Europarekorde. Die dritte europäische Bestmarke ging an die Schweiz: Über die 400m Lagen stellte Kurt Frei (Basel Aquatics) in 7:18,85 Minuten einen neuen Europarekord in der Altersklasse 80 auf.
Insgesamt wurden im Rahmen der 35. Internationalen Masters auch 14 Deutsche Rekorde sowie 10 Schweizer Rekorde und 26 Luxemburgische Rekorde verzeichnet. Eine Übersicht über alle geknackten Rekorde gibt es hier: Rekordübersicht 35. Internationale Masters 2026
Doch auch die Veranstaltung selbst feierte einen Rekord: Mit über 1300 Meldungen durch 91 Vereine freute sich der Veranstalter 1. SSV Ingelheim über einen neuen Melderekord. Die Mannschaftswertung konnte sowohl bei den Damen als auch bei den Herren der Mainzer SV 01 für sich entschieden.
Weitere Links zum Thema: Ergebnisse 35. Internationale Masters in Ingelheim
Bild: Sandrine van Krosigk | 1.SSV Ingelheim
Angelina Köhler verschafft Youngsters Inspiration bei ''Sprint with the Stars''

Im direkten Duell gegen Weltmeister und Olympiasieger schwimmen: Dieses besondere Privileg erlebten am vergangenen Wochenende zahlreiche Nachwuchstalente in Rumänien. Auch Deutschlands Schmetterlings-Ass Angelina Köhler war Teil der europäischen Auswahl, die bei diesem besonderen Wettkampfformat "Sprint with the Stars" mit von der Partie war.
Organisiert wurde das Event von Lokalmatador David Popovici, der bereits 2023 an einem "Sprint with the Stars" Wettkampf in London teilgenommen hat und dieses Format nun in seine rumänische Heimat holte. Von seiner Begeisterung über dieses Projekt erzählte Popovici zuletzt auch im Interview mit uns: "Anfang des Jahres werde ich „Sprint with the Stars“ nach Rumänien bringen — ein Event, bei dem junge Schwimmer das Becken mit Weltmeistern teilen können. Für mich ist das der wahre Sinn von Erfolg: andere voranbringen, während man selbst weiter an seine Grenzen geht.". Das gesamte Interview gibt es hier nachzulesen: Mentale Stärke als Erfolgsrezept: Wie sich David Popovici in der Weltspitze etablierte
Bei "Sprint with the Stars" stehen alle 50m Strecken auf dem Programm. Die Nachwuchstalente gehen in zwei Altersklassen an den Start. Über jede Strecke qualifizieren sich die schnellsten neun Talente der Vorläufe für das Finale. Im Finale sind dann auch die internationalen Stars wie Popovici und Köhler gefordert und springen mit einem zuvor errechneten Rückstand ins Wasser, den es aufzuholen gilt. Die Medaillenentscheidungen – oftmals extrem eng!
Angelina Köhler war für die 50m Schmetterling aufgestellt worden und schlug in den beiden Finals einmal als Erste und einmal als Zweite an. Popovici ging über die Freistilstrecke an den Start. Ebenfalls Teil der europäischen Star-Auswahl waren Diogo Ribeiro (Schmetterling), Apostolos Christou (Rücken), Lauren Cox (Rücken), Adam Peaty (Brust), Veera Kivirinta (Brust) und Roos Vanotterdijk (Freistil).
Wo und zu welchem Zeitpunkt das nächste "Sprint with the Stars" Event stattfinden soll, ist noch nicht bekannt.
Nächste internationale Auszeichnung für Florian Wellbrock

Florian Wellbrock zehrt weiterhin von seinen herausragenden Erfolgen bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Sommer. Nach seiner Auszeichnung vom Weltverband zum Freiwasserschwimmer des Jahres 2025 wurde der vierfache Weltmeister nun auch vom europäischen Schwimmverband European Aquatics geehrt.
Mit vier Goldmedaillen dominierte Florian Wellbrock die Freiwasser-Wettbewerbe bei den Weltmeisterschaften in Singapur und setzte mit dieser perfekten Siegesserie neue Maßstäbe. Sowohl im Freiwasser als auch im Becken ist der Magdeburger Langstreckenschwimmer seit vielen Jahren fest in der absoluten Weltspitze etabliert.
Die Auszeichnung vom europäischen Schwimmverband zum "Freiwasserschwimmer des Jahres 2025" erhielt Wellbrock mit beeindruckenden 48,67 Prozent der Stimmen. Das Votum setzt sich traditionell aus den Stimmen der nationalen Schwimmverbände und European Aquatics (zu 70%) sowie einer öffentlichen Wahl der europäischen Schwimmfans (zu 30%) zusammen. Ebenfalls nominiert war der Olympiadritte David Bethlehem aus Ungarn, der mit 21,44% den zweiten Platz gefolgt vom Italiener Gregorio Paltrinieri (16,23%) belegte.
Bei den Frauen durfte sich die Ungarin Bettina Fabian über die Ehrung zu Europa's Freiwasserschwimmerin des Jahres 2025 freuen. Fabian glänzte im zurückliegenden Jahr mit zwei EM-Titeln und gewann zudem zwei Bronzemedaillen bei den Weltmeisterschaften in Singapur. Mit 30,51 Prozent der Stimmen setzte sie sich knapp gegenüber der Italiener Ginevra Taddeucci und Lisa Pou aus Monaco durch. Eine deutsche Schwimmerin stand hier nicht zur Wahl.
Bild: World Aquatics
Pro Swim Series: Zweite Medaille für Anna Elendt

Zwei Starts, zwei Medaillen: Mit dieser Ausbeute ist Weltmeisterin Anna Elendt erfolgreich in das Wettkampfjahr 2026 gestartet. Nach ihrem Sieg am ersten Wettkampftag der Pro Swim Series in Austin über 100m Brust schwamm Elendt nun noch ein weiteres Mal auf das Podest.
Über die 50m Brust musste sich Anna Elendt in 30,76 Sekunden lediglich der US-Amerikanerin Skyler Smith (30,43) geschlagen geben. Elendt lebt und trainiert schon seit einigen Jahren in Austin und bestritt als einzige deutsche Schwimmerin ihren Jahresauftakt bei der diesjährigen Pro Swim Series. Dafür waren insbesondere zahlreiche internationale Topstar aus Frankreich zu Gast – wie der dreifache Weltmeister Maxime Grousset, der über die 50m Schmetterling in 22,80 Sekunden mit einem neuen US-Rekord glänzte.
Für weitere französische Siege sorgte zudem Léon Marchand, der an den letzten beiden Wettkampftagen über die 400m Lagen (4:13,21) und 200m Brust (2:09,72) nicht zu schlagen war. Wie Marchand sammelte auch Katie Ledecky insgesamt drei Goldmedaillen, denn auch über die 800m Freistil war Ledecky in 8:10,16 Minuten abermals eine absolute Klasse für sich. Mit deutlichem Vorsprung feierten auch Summer McIntosh über 400m Lagen (4:28,13) und Regan Smith über 200m Schmetterling (2:05,29) weitere Siege. Beide trainieren gemeinsam mit Léon Marchand in Austin unter Starcoach Bob Bowman.
Hier geht es zu den Ergebnissen: Ergebnisse Pro Swim Series Austin 2026
Bild: Tino Henschel
4:00! Katie Ledecky feiert nächsten Sieg bei der Pro Swim Series

Nachdem Katie Ledecky zum Auftakt der Pro Swim Series in Austin (Texas) ihren Weltrekord über die 1500m Freistil zum Wackeln brachte, war Ledecky auch über die 400m Freistil abermals eine Klasse für sich. Und auch Anna Elendt präsentierte sich nach ihrem Sieg über die 100m Brust erneut in starker Form.
In 4:00,54 Minuten setzte Katie Ledecky über die 400m Freistil eine erste schnelle Richtzeit, die es im Laufe des gerade begonnenen Schwimmjahres zu schlagen gilt. Weltrekordhalterin Summer McIntosh war hingegen nicht am Start, sondern stellte sich stattdessen den 200m Lagen und 100m Schmetterling. Über die 200m Lagen triumphierte McIntosh in 2:08,48 Minuten eindrucksvoll mit einem satten Vorsprung von fünf Sekunden. Über die 100m Schmetterling musste sich die kanadische Ausnahmeschwimmerin in 58,56 Sekunden hingegen ihrer Trainingspartnerin Regan Smith geschlagen geben, die in starken 56,18 Sekunden zum Sieg schmetterte.
Bei den Männern schnappte sich Weltmeister Maxime Grousset den Sieg über die 100m Schmetterling und lies in 50,95 Sekunden niemand geringeren als Weltrekordhalter Caeleb Dressel (51,62) hinter sich.
Wie McIntosh durfte sich auch Léon Marchand am zweiten Wettkampftag der Pro Swim Series über zwei Podestplätze freuen. Auch für Marchand gab es Gold über 200m Lagen (1:57,65). Hinzu kam ein zweiter Platz über 200m Rücken (1:57,90). Schneller war hier in 1:56,68 Minuten der französische WM-Bronzemedaillengewinner Yohann Ndoye-Brouard.
Für Anna Elendt stand nach ihrem Auftaktsieg über die 100m Brust nun die kurze Sprintdistanz auf dem Programm. Mit ihrer Halbfinalszeit von 30,85 Sekunden steht die Deutsche Rekordhalterin als Schnellste im Endlauf über 50m Brust und schickt sich an, ihre Siegesserie in Austin fortzusetzen.
Hier geht es zu den Ergebnissen: Ergebnisse Pro Swim Series Austin 2026
Popovici und Steenbergen sind Europas Schwimmer*innen des Jahres

Der europäische Schwimmverband European Aquatics hat den Schwimmer und die Schwimmerin des zurückliegenden Jahres 2025 gekürt! In einer engen Abstimmung durften sich David Popovici und Marrit Steenbergen über die Auszeichnung freuen.
Mit knapp 38 Prozent der Stimmen setzte sich David Popovici unter anderem gegen den französischen Schwimm-Star Léon Marchand durch, der zuletzt vom Weltverband zum Schwimmer des Jahres gekrönt wurde. Popovici hatte bei den Weltmeisterschaften in Singapur mit Doppelgold über die 100m und 200m Freistil begeistert und über die kürzere Strecke in 46,51 Sekunden einen neuen Europarekord aufgestellt. Auch bei der U23 Europameisterschaft hatte der rumänische Topschwimmer bereits über beide Strecken triumphiert. Marchand gewann bei den Titelkämpfen in Singapur ebenfalls zwei Goldmedaillen und glänzte über die 200m Lagen zudem mit einem neuen Weltrekord.
Auch Lukas Märtens hatte 2025 über einen neuen Weltrekord sowie WM-Gold jubeln dürfen und landete bei der Wahl zu Europa's Schwimmer des Jahres nun auf Rang Vier. Ebenfalls nominiert wurden waren der ungarische Rückenspezialist Hubert Kos (Platz 3) und der französische Top-Sprinter Maxime Grousset (Platz 5).
Auch bei den Damen ging der vierte Platz nach Deutschland – und zwar an Überraschungs-Weltmeisterin Anna Elendt. Die Auszeichnung zu Europa's Schwimmerin des Jahres ging mit 36 Prozent der Stimmen an die Niederländerin Marrit Steenbergen. Steenbergen kürte sich im Sommer zur Weltmeisterin über 100m Freistil und drückte zuletzt den Kurzbahn-Europameisterschaften mit fünf Goldmedaillen und fünf Europarekorden eindrucksvoll ihren Stempel auf.
Ebenfalls mehrere WM- und EM-Medaillen sammelte die italienische Langstreckenspezialistin Simona Quadarella, die in der Abstimmung den zweiten Platz belegte. Auf Rang drei landete die 50m Brust Weltmeisterin Ruta Meilutyte, während die belgische Allrounderin Ross Vanotterdijk als Fünftplatzierte die Liste der Nominierten abrundete.
Das Abstimmungsergebnis setzte sich auch in diesem Jahr aus den Stimmen der nationalen Schwimmverbände und European Aquatics (zu 70%) sowie einer öffentlichen Wahl der europäischen Schwimmfans (zu 30%) zusammen.
Bild: Arena | La Presse
Anna Elendt triumphiert zum Auftakt der Pro Swim Series | Ledecky kratzt am Weltrekord

Erster Wettkampf, erster Sieg des Jahres: 2026 beginnt für Anna Elendt vielversprechend! Am ersten Tag der Pro Swim Series in ihrer amerikanischen Heimat Austin wurde Elendt ihrer Favoritenrolle gerecht und war über die 100m Brust nicht zu schlagen. Für eine beeindruckende Leistung sorgte auch Katie Ledecky, die dicht an ihren eigenen Weltrekord heran schwamm.
In 1:06,91 Minuten siegte Weltmeisterin Anna Elendt über ihre Paradestrecke 100m Brust mit knapp einer Sekunde Vorsprung vor dem Rest des Feldes. An ihre Bestzeit aus dem WM-Finale (1:05,19) kam die Deutsche Rekordhalterin zu diesem frühen Saisonzeitpunkt jedoch noch nicht entscheidend heran.
Anders Langstrecken-Ass Katie Ledecky: Über die 1500m Freistil verpasste Ledecky ihren eigenen Weltrekord aus dem Jahr 2018 um weniger als drei Sekunden und glänzte in 15:23,21 Minuten mit der zweitschnellsten je geschwommen Zeit. Bei den Männern gab es über die selbe Strecke ein mit Spannung erwartetes Duell zwischen den beiden Olympiasiegern Bobby Finke (15:01,70) und Daniel Wiffen (15:04,98) zu verfolgen – mit dem besseren Ausgang für den US-Amerikaner Finke. Beide blieben jedoch über der 15 Minuten Marke, was die internationale Konkurrenz um Florian Wellbrock und Sven Schwarz sicherlich vernommen haben wird.
Schnell unterwegs war auch Regan Smith: Über die 100m Rücken schwamm die Weltrekordhalterin und Vizeweltmeisterin souverän zum Sieg und kam in 57,98 Sekunden bis auf 8,5 Zehntel an ihre Bestmarke heran.
Hier geht es zu den Ergebnissen: Ergebnisse Pro Swim Series Austin 2026
Bild: Speedo | Wade
Das sind die ältesten Deutschen Jahrgangsrekorde

Der Jahresbeginn leitet traditionell auch die Jagd nach neuen Deutschen Altersklassenrekorden ein, denn zum Stichtag am 1.Januar rutschen alle Nachwuchstalente jeweils in eine neue Altersklasse. Während im zurückliegenden Jahr zahlreiche Bestmarken neu aufgestellt wurden, bestehen einige schon seit mehreren Jahrzehnten. Grund genug, mal einen Blick auf die ältesten Deutschen Altersklassenrekorde zu werfen.
Insbesondere bei den Herren wurden in den vergangenen Jahren einige Altersklassenrekorde, die zuvor etwa vier Jahrzehnte lang bestand hatten, gebrochen. Während Rainer Henkel weiterhin den ältesten Altersklassenrekord hält, scheinen die zahlreichen Bestmarken von Schwimm-Legende Michael Groß besonders schwer zu unterbieten zu sein.
Bei den Damen taucht der Name Petra Schneider am häufigsten auf. Die langezeit älteste Bestmarke wurde 2021 von Alina Baievych über die 200m Schmetterling in der AK12 geknackt, die damit den Rekord von Nicole Hesse aus dem Jahr 1979 ablöste. Alle anderen in dieser Übersicht auftauchenden Rekorde führten auch schon vor zehn Jahren das Ranking an.
In der offenen Klasse wird der "Uralt-Rekord" aktuell ebenfalls von Petra Schneider gehalten, die diesen 1982 über die 400m Lagen auf der Langbahn in 4:36,10 Minuten aufstellte. Es ist der einzige Deutsche Rekord, der noch aus dem letzten Jahrhundert stammt.
Die ältesten Deutschen Jahrgangsrekorde bei den Herren:
|
Datum |
Strecke |
Bahn |
AK |
Schwimmer |
Zeit |
|
04.08.1979 |
1500m Freistil |
50m |
15 |
Rainer Henkel |
15:40,66 |
|
11.09.1981 |
200m Schmett. |
50m |
17 |
Michael Groß |
1:59,19 |
|
22.07.1982 |
200m Freistil |
50m |
18 |
Michael Groß |
1:47,87 |
|
27.11.1982 |
200m Freistil |
25m |
18 |
Michael Groß |
1:44,50 |
|
22.07.1983 |
200m Freistil |
50m |
18 |
Michael Groß |
1:47,87 |
|
26.08.1983 |
200m Schmett. |
50m |
18/19 |
Michael Groß |
1:57,05 |
|
18.08.1985 |
1500m Freistil |
50m |
13 |
Torsten Wilhelm |
16:33,81 |
|
09.08.1996 |
200m Rücken |
50m |
16 |
Sebastian Halgasch |
2:03,72 |
|
14.12.2002 |
50m Rücken |
50m |
12 |
Johannes Kelle |
28,96 |
|
20.12.2002 |
800m Freistil |
50m |
12 |
Paul-Philipp Drobny |
9:16,04 |
Die ältesten Deutschen Jahrgangsrekorde bei den Damen:
|
Datum |
Strecke |
Bahn |
AK |
Schwimmerin |
Zeit |
|
14.07.1979 |
400m Freistil |
50m |
12 |
Trixi Kubin |
4:33,83 |
|
23.07.1980 |
100m Rücken |
50m |
15 |
Rica Reinisch |
1:00,86 |
|
26.07.1980 |
400m Lagen |
50m |
17 |
Petra Schneider |
4:36,29 |
|
27.07.1980 |
200m Rücken |
50m |
15 |
Rica Reinisch |
2:11,77 |
|
04.07.1981 |
200m Lagen |
50m |
17 |
Ute Geweniger |
2:11,73 |
|
09.01.1982 |
400m Lagen |
25m |
19 |
Petra Schneider |
4:33,65 |
|
10.01.1982 |
1500m Freistil |
25m |
19 |
Petra Schneider |
15:43,31 |
|
01.08.1982 |
400m Lagen |
50m |
19 |
Petra Schneider |
4:36,10 |
|
03.08.1982 |
100m Rücken |
50m |
16 |
Kristin Otto |
1:01,30 |
|
07.08.1982 |
200m Rücken |
50m |
16 |
Cornelia Sirch |
2:09,91 |
Bild: Tino Henschel
Aussie-Nationalmannschaft reist für Trainingslager nach Darmstadt

Die Stadt Darmstadt erwartet in diesem Sommer hoher Besuch: Die australische Nationalmannschaft reist für ein mehrwöchiges Trainingslager nach Hessen, um sich dort bestmöglich auf die Commonwealth Games vorzubereiten.
Vom 11. bis 22. Juli werden die Schwimmer*innen aus Australien in Darmstadt zu Gast sein, um dort die unmittelbare Wettkampfvorbereitung für die Commonwealth Games zu absolvieren. Die Commonwealth Games werden Ende Juli im schottischen Glasgow ausgetragen. Als Trainingsbecken stehen der Aussie-Nationalmannschaft das Darmstädter Nordbad sowie das DSW-Freibad zur Verfügung.
„Der Besuch der australischen Schwimm-Nationalmannschaft ist eine große Auszeichnung für Darmstadt und betont die hervorragende Zusammenarbeit von Stadt, Vereinen und Partnern. Solche internationale Trainingscamps stärken unseren Sportstandort, begeistern den Nachwuchs und zeigen, dass Darmstadt optimale Bedingungen für Leistungssport auf höchstem Niveau bietet“, betont der Darmstädter Oberbürgermeister und Sportdezernent Hanno Benz.
Die Commonwealth Games sind Olympia-ähnliche Titelkämpfe, bei denen alle vier Jahre Länder wie Australien, Kanada, Großbritannien, Neuseeland, Südafrika und weitere Nationen und Territorien, die dem britischen Commonwealth angehören, in zahlreichen Sportarten gegeneinander antreten. In einem Jahr wie 2026, wo keine Schwimm-Weltmeisterschaften stattfinden, kommt den Commonwealth Games eine besonders große Bedeutung zu.
Jahresauftakt für Elendt, McIntosh, Marchand und Co. in Austin

Das neue Jahr 2026 ist erst knappe zwei Wochen alt, da steht mit der Pro Swim Series in Austin (Texas) bereits ein erster hochkarätig besetzter Wettkampf an, bei dem sich zahlreiche Weltmeister*innen des vergangenen Jahres miteinander messen – darunter auch Anna Elendt.
Ausgetragen auf der 50m Bahn findet die Pro Swim Series von Mittwoch bis Samstag (14. bis 17. Januar) in Austin statt. Neben großen Teilen des US-amerikanischen Nationalteams um Katie Ledecky, Caeleb Dressel, Bobby Finke und Jack Alexy, sind auch zahlreiche internationale Topstars mit von der Partie. Die deutsche Weltmeisterin Anna Elendt wird in ihrer amerikanischen Heimat die 50m und 100m Brust bestreiten. Über beide Strecken führt Elendt die Starliste jeweils mit der schnellsten Meldezeit an. Mit Maxime Grousset und Daniel Wiffen sind neben Anna Elendt noch weitere Goldmedaillengewinner der letzten Kurzbahn-EM in dieser Woche am Start.
Ebenfalls ihren Heimvorteil nutzen könnte die Trainingsgruppe von Star-Coach Bob Bowman, die unter anderem Summer McIntosh, Léon Marchand, Regan Smith und Shaine Casas ins Rennen schickt. Angesichts der zahlreichen hochdekorierten Aktiven könnte die Pro Swim Series in Austin bereits zu diesem frühen Jahreszeitpunkt entscheidende Richtzeiten für das kommende Schwimmjahr 2026 setzen.
Hier gibt es die gesamte Startliste: Psych Sheet Pro Swim Serien Austin 2026
Bild: Speedo | Wade
Übungen für die volle Körperkontrolle

Im Wasser bewegen wir uns in einem für den Menschen untypischen Element. Als Landgänger sind wir es gewohnt, stets festen Boden unter den Füßen zu haben, doch beim Schwimmen sieht das natürlich ganz anders aus. Für Stabilität müssen wir hier selbst sorgen und dafür sind mehrere Faktoren wichtig. Zum einen das Gefühl dafür, was unser Körper eigentlich gerade anstellt. Zum anderen die Fähigkeit, vor allem in der Körpermitte Spannung aufzubauen, damit die emsige Arm- und Beinarbeit auch in Vortrieb umgesetzt werden kann und nicht verpufft. Das muss natürlich trainiert werden und es lohnt sich, Zeit in Körpergefühl und Körperstabilität zu investieren. Auch für diesen Zweck haben wir euch einige hilfreiche Übungen zusammengestellt.
Sculling, Sculling, Sculling
Das Wasser richtig greifen, es spüren und somit stets für richtig guten Abdruck sorgen – um genau das zu trainieren, sind „Sculling“-Übungen aus dem Training nicht mehr weg zu denken. Bei diesen Übungen erzeugen wir Vortrieb nur dadurch, dass wir unter Wasser mit den Armen wedeln bzw. „rudern“, wie die wörtliche Übersetzung von Sculling lautet. Es gibt etliche Variationen und sie helfen uns dabei das richtige Gefühl für den Abdruck und unseren Körper zu bekommen. Eine herausfordernde Übung könnt ihr auf dem Bild erkennen. Dabei haben wir die Knie zum Körper angezogen und befinden uns im Wasser quasi in einer Hock-Position. Mit den Armen an der Seite scullend sorgen wir nun für Vortrieb. Bei dieser Übung kann ergänzend auch ein Schnorchel eingesetzt werden. Wie das ganze in der Praxis aussieht, könnt ihr euch auch anschauen, wenn ihr dem QR-Code folgt.
Bottlekick
Diese Übung für die Körperstabilität hat uns Coach Mark Jayasundara wärmstens empfohlen. Beim Bottlekick schwimmen wir in Rückenlage Delphinkicks und halten dabei mit den gestreckten Armen eine Trinkflasche jeweils an den äußeren Enden der Flasche – daher auch der Name „Bottlekick“. Die Flasche halten wir leicht über der Wasseroberfläche. Probiert es mal aus – dafür ist gute Körperstabilität gefragt. Wenn die Flasche nämlich zu hoch gehalten wird, dann wird die Übung zum „Überlebenskampf“, wie es Mark selbst es so schön ausdrückt. Dieser Drill ist sehr intensiv, er fordert Bauch- und Rumpfmuskulatur und wir profitieren universell, egal was unsere Hauptlage ist, von dieser Übung.
Volle Kraft zurück
Beim Schwimmen versuchen wir so schnell wie möglich vorwärts zu kommen, stets mit dem Kopf voraus. Doch wie sieht das Ganze aus, wenn wir es mal in die andere Richtung probieren, also fußwärts? Rückwärts schwimmen kann als Übung in allen Schwimmarten eingesetzt werden und erfordert mächtig Körperspannung. Denn während normalerweise unsere Beine mit Kicks dafür sorgen, dass die untere Körperhälfte nach oben kommt, kann die Beinarbeit beim Rückwärtsschwimmen nur punktuell genutzt werden (sonst erzeugen wir schließlich Vortrieb in die falsche Richtung). Die drei wichtigen „K“ fürs Schwimmen, also Koordination, Körpergefühl und Körperspannung werden mit diesen Übungen trainiert.
Die Welle rückwärts
Für alle, die das Rückwärts schwimmen schon gemeistert haben, gibt es natürlich noch eine Steigerung: Die Welle rückwärts. Dabei schwimmen wir mit einer Wellen- bzw. Delphinbewegung unter Wasser in Fußrichtung. Dazu stoßen wir uns mit den Händen unter Wasser von der Beckenwand ab und versuchen diesen Schwung in eine Wellenbewegung mitzunehmen, die wir vor allem aus dem Rumpf und der Hüfte erzeugen. Ein Beispiel dafür findet ihr mal wieder, wenn ihr dem QR-Code folgt. Und auch hierfür gibt es natürlich eine nächste Stufe: Versucht doch mal, die Welle auf der Seite liegend zu schwimmen. Das ist eine zusätzliche Herausforderung für die Koordination. Auf dem Bild könnt ihr sehen, wie es gemacht wird.
Einseitig mit Paddles und Flossen
Flossen und Handpaddles gehören zur Standardausrüstung für das Training. Mit ihnen kann man an Kraftkomponenten aber auch an der Technik arbeiten. Wir stellen euch hier eine Übung vor, die speziell dem Timing für Kraul- bzw. Rückenarmzug und -beinschlag dient. Dabei schnallt ihr die Tools jeweils nur an eine Seite, sprich ihr schwimmt nur mit einem Paddle und einer Flosse. Das kann in zwei Varianten gemacht werden: Entweder mit beiden Tools auf der gleichen Körperseite oder genau auf der gegenüberliegenden Seite. Mit dieser Übung könnt ihr spüren, welche Phase des Armzugs parallel zu welchem Kick gemacht wird bzw. das Timing dafür erfühlen. Wenn das Wassergreifen im selben Moment erfolgt, wie der Kick auf dieser Seite, dann passt es. Auch zu dieser Übung haben wir ein Beispielvideo parat.
Rotieren mit Pullbuoy
Bei dieser Übung liegen wir gestreckt auf der Wasseroberfläche und haben einen Pullbuoy zwischen den Beinen. Aus dieser gestreckten Position heraus versuchen wir nun um die eigene Körperlängsachse zu rotieren und zwar nur durch Veränderung der Körperspannung. Wichtig ist dabei, dass wir keinen Knick in der Hüfte machen, sondern gerade bleiben. Auch mit dieser Übung arbeiten wir an den Elementen Körperspannung und Körperstabilität. Am Anfang mag dieser Drill recht ungewohnt sein, vor allem, wenn das Gesicht im Wasser liegt und es mit der Drehung nicht richtig klappen will. Aber nach ein paar Versuchen hat man schnell den Dreh raus – im wahrsten Sinne des Wortes.
Dieser Artikel erschien in der Winterausgabe 2023 des swimsportMagazine in der ihr 50 tolle Übungen für euer Training findet.
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Olympia 2036/40 in Deutschland: Hier könnte geschwommen werden

Die Ausrichtung möglicher Olympischer und Paralympischer Spiele in Deutschland ist zurzeit noch mit vielen Fragezeichen bestückt. In welchem Jahr soll Olympia überhaupt nach Deutschland kommen? 2036, 2040 oder doch erst 2044? Und welche Stadt bzw. Region könnte die Spiele ausrichten?
Aktuell ziehen mit München, Hamburg, Berlin und Rhein-Ruhr vier deutsche Städte und Regionen eine Olympiabewerbung in Erwägung. Bevor der Deutsche Olympische Sportbund im Herbst diesen Jahres eine endgültige Entscheidung über den deutschen Olympiakandidaten treffen möchte, wurden bereits entsprechende Konzepte ausgearbeitet, die unter anderem Aufschluss über die geplanten Sportstätten geben. So lohnt sich schon jetzt ein Blick darauf, wo bei möglichen Olympischen und Paralympischen Spielen in Deutschland geschwommen werden könnte.
München
Mit gut 18.000 Plätzen soll ein temporäres Schwimmbecken in der Freisinger 'Munich-Arena' in der Nähe des Münchener Flughafens gebaut werden. Die 'Munich-Arena' soll unabhängig der Olympiabewerbung voraussichtlich 2029 fertiggestellt werden und als Mehrzweckarena für Konzerte und andere Großevents dienen.
Die Freiwasser-Wettbewerbe würden voraussichtlich im Starnberger See stattfinden – ebenfalls vor einer großen Kulisse mit 15.000 Zuschauenden.
Hamburg
Auch in Hamburg ist ein temporäres Wettkampfbecken vorgesehen. Dieses soll im Volksparkstadion – Heimstadion des HSV – entstehen, wo bis zu 60.000 Schwimmfans Platz hätten. Eine Rekordkulisse!
Für die Freiwasser-Rennen soll indes die Außenalster im Hamburger Stadtzentrum genutzt werden.
Berlin
Die Berliner Olympiabewerbung – die neben der Hauptstadt noch zahlreiche andere Bundesländer mit einbezieht – sieht vor, die Schwimm-Wettbewerbe auf dem Gelände des Sportforums durchzuführen. Nähere Details zur Errichtung eines Olympia-konformen Schwimmbeckens sind jedoch nicht bekannt, aber die bestehende Schwimmhalle erfüllt die entsprechenden Anforderungen nicht.
Die Regattastrecke in Grünau steht als geplanter Austragungsort für das Freiwasserschwimmen im Konzept. Aber auch die renommierte SSE geht nicht leer aus: Hier sollen Wasserball, Wasserspringen und Synchronschwimmen stattfinden.
Rhein-Ruhr
Nach der erfolgreichen Durchführung der Universiade im vergangenen Jahr, möchte die Region Rhein-Ruhr nun den nächsten Schritt wagen. In der Veltins Arena Gelsenkirchen, wo neben Fußballspielen und Konzerten auch jährlich ein Biathlon-Rennen ausgetragen wird, soll ebenfalls ein temporärer Schwimmbecken entstehen. Auch hier wäre für eine Rekordzahl von 60.000 Zuschauenden Platz.
Für die Freiwasser-Wettbewerbe ist ein Ortswechsel nach Köln vorgesehen – genauer gesagt an den Fühlinger See.
Was alle vier Konzepte gemeinsam haben ist die Nutzung von bestehender Infrastruktur und die Errichtung temporärer Wettkampfbecken. So sollen Kosten gespart und die Spiele möglichst Nachhaltig gestaltet werden. Der Blick auf die geplanten Zuschauerzahlen verrät zudem, dass dem Schwimmsport bei möglichen Olympischen und Paralympischen Spielen in Deutschland eine bemerkenswert hohe Bedeutung zugewiesen wird.
Doch der Weg dahin ist noch lang: Bis der DOSB im Herbst über eine deutsche Olympiakandidatur abstimmt, stehen vielerorts noch Volksentscheide an – wie in München bereits geschehen. Und auch aus den internationalen Reihen gibt es zahlreiche Interessenten, das größte weltweite Sportereignis 2036, 2040 oder 2044 auszurichten.