DKM 2025: Noelle Benkler begeistert mit Rekord- und Golddoppel

Nachdem Noelle Benkler bereits am gestrigen Tag mit zwei Medaillen im Rampenlicht der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften stand, setzte sie heute nochmal einen drauf und schwamm gleich zweimal zur Goldmedaille. Doch damit nicht genug: Bei beiden Siegen stellte das 17-Jährige Nachwuchstalent neue Altersklassenrekorde auf. 

Über die 200m Lagen blieb Benkler in 2:10,34 Minuten, wie schon über die doppelte Strecke, erneut unter der EM-Norm. Da konnte auch Titelverteidigerin Hanna Bergman nicht entscheidend gegen halten, die in 2:11,94 Minuten auf dem Silberrang anschlug. Bronze gab es für Kellie Messel (2:12,67), die so ihr zweites Edelmetall in Wuppertal gewann. 

Deutlich überraschender war der zweite Goldstreich von Noelle Benkler an diesem Tag. Auch über die 100m Rücken darf sich die JEM-Zweite nun Deutsche Kurzbahnmeisterin nennen. In 58,88 Sekunden verbesserte sie zudem den bisherigen Altersklassenrekord von Olympiateilnehmerin Laura Riedemann. Als Favoritin war Vorjahressiegerin Lise Seidel an den Start gegangen, die gestern schon über die 200m Rücken eindrucksvoll triumphiert hatte. In 58,90 Sekunden fehlten Seidel lediglich zwei Hundertstelsekunden zur gelungenen Titelverteidigung. Als Viertplatzierte blieb Angelina Köhler (1:00,20) erstmals bei diesen Titelkämpfen ohne Medaille. Über diese durfte sich stattdessen Lina Kröger freuen, die in 59,76 Sekunden ebenfalls die Minutenmarke knackte und so den Bronzerang perfekt machte. 

Besser lief es für Angelina Köhler dann über die 50m Freistil, wo sie ihre Titelausbeute auf Vier hochschraubte. In schnellen 24,15 Sekunden setzte sich Köhler unter anderem gegen die Vorjahressiegerin Nina Jazy (24,40) durch. Über die 100m Freistil hatten die Beiden noch in umgekehrter Reihenfolge angeschlagen. Und auch in diesem Finale gab es einen weiteren Altersklassenrekord zu feiern: In 25,05 Sekunden sprintete die 15-Jährige Leonie Mau auf ihr ersten Podium bei Deutschen Meisterschaften. 

Doch nicht nur Noelle Benkler glänzte mit einer unterbotenen EM-Norm. Über die 1500m Freistil konnten sich gleich zwei Schwimmerinnen für die Kurzbahn-Titelkämpfe Anfang Dezember in Lublin empfehlen. Nach Bronze über die 800m Freistil jubelte Fabienne Wenske nun über ihren ersten Deutschen Meistertitel im Beckenschwimmen und unterbot die geforderte Qualizeit in 16:20,21 Minuten mit Bravour. Gleiches gelang auch Julia Ackermann, die am ersten Wettkampftag bereits Gold über die 800m Freistil gewinnen konnte und sich in 16:29,80 Minuten ebenfalls ins deutsche EM-Team schwamm. In den Zeitläufen am Vormittag hatte Luisa Rumler in 16:34,81 Minuten eine beachtliche Zeit vorgelegt, die im Gesamtklassement mit der Bronzemedaille belohnt wurde. 

Über die 50m Brust blieb Lilly-Fay Wallbaum auch das dritte Jahr in Folge ungeschlagen und kürte sich in 30,95 Sekunden erneut zur Deutschen Kurzbahnmeisterin. Doch die Entscheidung um Gold war denkbar knapp: in 30,99 Minuten verpasste Lena Ludwig ihren zweiten Golderfolg bei diesen Titelkämpfe nur um vier Hundertstelsekunden. Ludwig hatte die doppelte Distanz für sich entschieden und geht am morgigen letzten Wettkmapftag auch über die 200m Brust als Favoritin und Titelverteidigerin ins Rennen. Über ihre zweite Bronzemedaille durfte sich Hannah Schneider freuen, die in 31,47 Sekunden den dritten Platz belegte. 

Eine Hundertstel-Entscheidung gab es auch in der 4x50m Lagenstaffel. Mit einem hauchdünnen Vorsprung von sechs Hundertstelsekunden schnappten sich die Damen der SG Frankfurt (1:53,50) um Masniari Wolf (28,22), Nele Michalk (32,84), Pia Helli Henning (26,76) und Christina Lehr (25,68) den DKM-Titel. Auf den Silberrang schwamm das Quartett der SG Bayer (1:53,56) und komplettiert wurde das Podest von den Wasserfreunden 98 Hannover (1:54,08). 

Auch bei den Männern gelang es Malte Gräfe, sich mit einem Altersklassenrekord zum Deutschen Kurzbahnmeister zu krönen. Mehr dazu gibt es hier: DKM 2025: Malte Gräfe schwimmt mit Altersklassen-Rekord zu Gold 

 

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Bild: Tino Henschel 

DKM 2025: Nächste Titelchancen für Lise Seidel und Angelina Köhler 

Am dritten Tag der Vorläufe bei der DKM 2025 in Wuppertal standen wieder einmal Lise Seidel und Angelina Köhler im Mittelpunkt. Beide hatten in den vergangenen Tagen bereits über Goldmedaillen und starke Zeiten jubeln dürfen und scheinen weiterhin auf der Erfolgswelle zu schwimmen. 

Über die 100m Rücken wird es im Finale am Nachmittag zum direkten Aufeinandertreffen von Seidel und Köhler kommen. Mit der Vorlaufsbestzeit von 59,00 Sekunden hat Lise Seidel beste Aussichten, ihren Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Angelina Köhler zog in 1:00,30 Minuten derweil als Zweite ins Finale ein. 

Bei den Herren gab es über die 100m Rücken dann sogar einen Altersklassenrekord zu feiern: in 52,88 Sekunden trug sich Mitja Bauer in die Rekordbücher bei den 17-Jährigen ein. Mit dieser Zeit könnte Bauer am Nachmittag auch im Kampf um die Medaillen vorne mitmischen, denn schneller waren lediglich die beiden Berliner Trainingspartner Vincent Passek (52,52) und Ole Braunschweig (52,87). 

Das zweite Finale des Tages für Angelina Köhler werden die 50m Freistil sein. Hier sprintete sie in 24,26 Sekunden souverän zur Topzeit, an die auch die 100m Siegerin Nina Jazy (24,76) als Zweitschnellste nicht heran kam. Bei den Herren erwartet uns ebenfalls ein packendes Rennen um den Meistertitel. Sowohl Josha Salchow (21,79) als auch Maurice Grabowski (21,99) – Deutscher Kurzbahnmeister über 50m Schmetterling – blieben unter der Marke von 22 Sekunden und sicherten sich so die favorisierten Finalbahnen. 

Über die anderen Strecken schwammen sich insbesondere diejenigen ins Rampenlicht, die auch im Vorjahr auf ihren jeweiligen Strecken triumphiert hatten. Nach Silber über die 100m Brust geht Melvin Imoudu nun über die 50m Brust als Favorit auf die Mission Titelverteidigung. Mit seiner Zeit von 26,94 Sekunden führt der WM-Fünfte das Klassement an. Insgesamt sind die Top Acht aber gerade einmal vier Zehntel voneinander getrennt, was auf ein packendes Finale hoffen lässt. 

Bei den Damen schickt sich Lilly-Fay Wallbaum an, ihren Golderfolg aus dem Vorjahr zu wiederholen. In 31,08 Sekunden setzte sie die Topzeit ins Becken und bekommt im Finale unter anderem Gesellschaft von der 100m Siegerin Lena Ludwig (31,54), die sich souverän als Dritte qualifizierte. 

Nach Gold über die 400m Lagen steht Cedric Büssing auch im Finale über die halbe Distanz. In 2:01,26 Minuten musste sich Büssing in den Vorläufen lediglich dem Titelverteidiger Tobias van Aggelen (2:01,09) geschlagen geben. Für einen Platz auf dem Podium muss am Nachmittag aller Voraussicht nach, die zwei Minutenmarke unterboten werden. 

In 2:11,86 Minuten und mit einem deutlichen Vorsprung von über drei Sekunden drückte Hanna Bergman den 200m Lagen der Damen ihren Stempel auf. Um ihren DKM-Sieg aus dem letzten Jahr zu wiederholen, muss sich Bergman am Nachmittag dann auch gegen die Top 3 der 400m Lagen bewähren, denn auch Noelle Benkler, Leni von Bonin und Laura Sophie Kohlmann stehen allesamt im Finale. 

Den Abschluss des Vormittagsabschnittes bildeten erneut die langsameren Zeitläufe über die langen Freistilstrecken. Hier sorgten Jonas Kusche (7:58,50) über 800m Freistil und Luisa Rumler (16:34,81) über 1500m Freistil für die Topzeiten. Diese gilt es dann am Nachmittag zu unterbieten. 

 

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Bild: Tino Henschel 

DKM 2025: Noelle Benkler knackt EM-Norm | Zwei Titel für Angelina Köhler

EM-Norm geknackt, Titel verteidigt und zweifaches Edelmetall gewonnen! So lautet die beeindruckende Bilanz für Noelle Benkler am zweiten Wettkampftag der DKM in Wuppertal. Und auch Angelina Köhler konnte ihre Titeljagd fortsetzen. 

Über die 400m Lagen wird Noelle Benkler das deutsche Team bei den Kurzbahn-Europameisterschaften Anfang Dezember in Lublin Anfang vertreten. Die JEM-Zweite unterbot in 4:35,87 Minuten die vom Deutschen Schwimmverband geforderte Normzeit deutlich und verteidigte so auch souverän ihren Titel aus dem Vorjahr. Auch die Zweitplatzierte Leni von Bonin kam in 4:40,30 Minuten dicht an die U23-Norm (4:38,60) heran und sicherte sich nach Platz Zwei über die 200m Schmetterling ihre zweite Silbermedaille. Bronze ging dahinter an Laura Sophie Kohlmann (4:41,83).

Einen äußerst erfolgreichen Wettkampftag erlebte auch Angelina Köhler. Schon am Morgen durfte die Welt- und Europameisterin über die 50m Schmetterling über einen neuen Deutschen Rekord jubeln und krönte sich im Finalabschnitt dann gleich doppelt zur Kurzbahnmeisterin. Auch wenn Köhler ihre neue Rekordzeit von 25,31 Sekunden nicht nochmal steigern konnte, schmetterte sie in schnellen 25,42 Sekunden mit deutlichem Vorsprung zu ihrer nächsten Goldmedaille in Wuppertal. Insgesamt acht Einzelstrecken bestreitet die 25-jährige Berlinerin bei der DKM und zählt bei jedem Start zweifellos zu den Medaillenfavoritinnen. Die weiteren Podestplätze über die 50m Schmetterling gingen an Stella Lentge (26,56) und Yara Fay Riefstahl (26,70). Für Riefstahl bedeutet das ebenfalls bereits die zweite Bronzemedaille bei diesen Titelkämpfen – auch über die 200m Schmetterling hatte es den dritten Platz gegeben. 

Titel Nummer Drei für Angelina Köhler folgte dann nur wenig später, denn auch im 200m Freistil Finale war die Vielstarterin nicht zu schlagen. 1:58,13 Minuten lautet die Siegeszeit. Zur Vizemeisterin kürte sich Svenja Götting (1:59,32) vor Köhlers Berliner Trainingspartnerin Selina Müller (1:59,70). Nur knapp die Medaillen verpasste hingegen Jette Lenz, die in 1:59,86 Minuten dennoch das Quartett unter der Zwei-Minutenmarke perfekt machte. 

Über die 200m Rücken waren alle Augen auf Lise Seidel gerichtet, denn die WM-Achte schwamm schon am Morgen schneller als bei ihrem Sieg im vergangenen Jahr. In 2:06,49 Minuten setzte Seidel nochmal eine ordentliche Schippe drauf und präsentierte sich wenige Wochen vor der Kurzbahn-EM in vielversprechender Form. Für einen Platz auf dem Podium war eine Zeit von unter 2:10 Minuten gefordert. Das gelang neben der Siegerin auch Noelle Benkler (2:08,72), die ein zweites Mal auf das Treppchen steigen durfte, und Lina Kröger (2:09,24). Schon im Vorjahr waren die Top 3 identisch. 

Staffelgold über die 4x50m Freistil schnappten sich die Damen der SG Bayer. Mit einer Gesamtzeit von 1:43,44 Minuten setzten sich Luisa Marie Herrmann (25,84), Eltje Hesse (25,69), Skadi Hesse (25,78) und Julia Znachowska (26,13) entscheidend gegenüber der Konkurrenz um die Staffeln der Wasserfreunde Hannover (1:44,18) und dem Team Bochum (1:44,63) durch. 

Auch bei den Männern gewann das Team für die Kurzbahn-Europameisterschaften Zuwachs! Mehr dazu gibt es hier: DKM 2025: Büssing glänzt mit zwei Medaillen | EM-Norm für Sorgius und Grabowski 

 

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Bild: Tino Henschel 

DKM 2025: Büssing glänzt mit zwei Medaillen | EM-Norm für Sorgius und Grabowski

Mit gleich zwei Medaillen konnte Cedric Büssing am zweiten Tag der DKM in Wuppertal glänzen. So gewann Büssing, der für die SG Essen startet, souverän Gold über die 400m Lagen. In 4:11,05 Minuten schlug er fast vier Sekunden vor Carl Morris Magold (SSG Saar Marx Ritter) auf dem Silberrang an. Mit Lukas Fritzke auf Rang drei errang das Team aus dem Saarland eine weitere Medaille.

Die zweite Medaille des Tages holte sich Cedric Büssing (1:55,04) auf den 200m Rücken. Hier musste er sich jedoch hinter dem neuen deutschen Meister Oskar Schildknecht (SG Neukölln Berlin - 1:54,69) mit der Silbermedaille begnügen. Komplettiert wurde das Podium durch Mitja Bauer (SSG Leipzig) in 1:56,48 Minuten.

Eine starke Leistung brachte auch Timo Sorgius von der SSG Leipzig ins Becken der Schwimmoper. Über die 200m Freistil schwamm er in 1:43,34 Minuten zum Titel und knackte damit auch die U23-Norm für die Kurzbahn-EM Anfang Dezember. Als Teil des deutschen WM-Teams war Sorgius bereits im Vorfeld sicher für die Titelkämpfe gesetzt. Dahinter landeten Philipp Peschke (SG Essen - 1:44,59) und Jarno Bäschnitt (Team Bochum - 1:45,26) auf den Plätzen zwei und drei.

Ebenfalls mit einer U23-Normzeit schnappte sich Maurice Grabowski (SC Wiesbaden) über die 50m Schmetterling  in 22,82 Sekunden knapp den Titel vor Simon Bucher (22,94) von der SG Frankfurt. Dahinter schwamm sich Vorjahressieger Arsenii Kovalov vom SVE Hamburg in 23,08 Sekunden auf den Bronzerang und verwies damit Moritz Schaller (SG Essen), der gestern noch die 100m Freistil für sich entscheiden konnte, auf Rang vier. Ein besonderes Auge wird Schaller auf den anschließenden Time Trial von Josha Salchow über die 100m Freistil geworfen haben. Salchow, der gestern bei den DKM noch nicht am Start war, war dabei in 47,19 Sekunden knappe drei Zehntel schneller als Schaller bei seinem Sieg am Vortag.

Ein Meistertitel wurde zudem über die 4x50m Freistil-Staffel vergeben: Hier siegte die Mannschaft vom SC Wiesbaden mit Bogdan Shelipov, Maurice Grabowski, Szentes Bence und Adrian Eichler in 1:27,79 Minuten, knapp vor dem Quartett der SG Essen (1:28,35) und SG Frankfurt (1:28,79).

Die Zusammenfassung der Damenfinals gibt es hier: DKM 2025: Noelle Benkler knackt EM-Norm | Zwei Titel für Angelina Köhler 

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Bild: Tino Henschel 

25,31! Angelina Köhler schmettert Deutschen Rekord

Der erste Deutsche Rekord bei der DKM in Wuppertal ist gefallen! Bereits in den Vorläufen des zweiten Wettkampftages glänzte Angelina Köhler über die 50m Schmetterling mit einer neuen Rekordzeit und drückt den Titelkämpfen somit weiterhin ihren Stempel auf. 

Zum Saisonauftakt im September hatte Köhler den Deutschen Rekord nur hauchdünn um eine Hundertstelsekunde verpasst, schmetterte in 25,31 Sekunden nun aber 1,8 Zehntel unter die bisherige Bestmarke von Aliena Schmidtke. Mit dieser Zeit reihte sich die frischgebackene Deutsche Rekordhalterin in der Weltjahresbestenliste an Position Sechs ein. 

Nach Gold- und Silber am gestrigen Tag, winken für Angelina Köhler in Wuppertal heute somit zwei weitere Medaillen. Denn auch über die 200m Freistil steht die Berlinerin als Gejagte im Finale und schickt sich an, ihre fleißige Titeljagd fortzusetzen. In 1:59,92 knackte Köhler als einzige Schwimmerin die Marke von zwei Minuten. Vier von acht Vorlaufstarts hat sie somit absolviert und jedesmal stand am Ende die Topzeit des Feldes zu Buche. Beste Aussichten, sich zum Deutschen Kurzbahnmeister über die 200m Freistil zu küren, hat Timo Sorgius. In 1:45,55 Minuten setzte der WM-Teilnehmer eine starke Zeit ins Becken und die kein anderer Schwimmer heran kam. 

In bestechender Form am Morgen präsentierte sich auch Lise Seidel über die 200m Rücken. In 2:07,82 Minuten war die WM-Finalistin aus Singapur bereits in den Vorläufen schneller als bei ihrem DKM-Sieg im letzten Jahr. Mit einem Vorsprung von fünfeinhalb Sekunden geht Seidel als klare Titelfavoritin in das Finale am Nachmittag. 

Hoffnungen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung kann sich auch Noelle Benkler über die 400m Lagen machen. In 4:45,55 Minuten zeigte die amtierende Deutsche Meisterin auf Kurz- und Langbahn die Topzeit der Vorläufe. Ebenfalls schnell unterwegs waren Kellie Messel (4:46,31) und Leni von Bonin (4:46,33), die beide bereits am gestrigen Wettkampftag auf dem Podium standen. Bei den Männern qualifizierte sich Lukas Fritzke (4:19,06) als Schnellster für den Endlauf und wird sich dort unter anderem gegen den Olympiafinalisten Cedric Büssing (4:19,71) beweisen müssen. Büssing wird am Nachmittag auch das Finale über die 200m Rücken bestreiten. In 1:58,05 Minuten kam er als Zweiter eine Runde weiter. Schneller war lediglich Oskar Schildknecht, der in 1:57,02 Minuten die Vorlaufbestzeit aufstellte. 

Über die 50m Schmetterling der Herren sicherte sich Maurice Grabowski die Finalbahn 4 und setzte sich in 23,03 Sekunden an die Spitze des Klassements. Dahinter qualifizierten sich auch der 100m Freistil Sieger Moritz Schaller (23,46) und Titelverteidiger Arsenii Kovalov 23,48 souverän für die Medaillenentscheidung am Nachmittag. 

 

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Bild: Tino Henschel 

Olympia 2028 in Los Angeles: Zeitplan aller Vorläufe und Finals im Schwimmen

Das Wettkampfprogramm der Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles steht fest! Das Organisationskomitee hat den detaillierten Zeitplan aller Sportarten veröffentlicht – ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu den olympischen Titelkämpfen. Aktive wie Schwimmfans können nun also die Kalender zücken und damit beginnen, ihre Olympia-Träume ganz konkret zu planen.

Die Beckenwettbewerbe werden in Los Angeles in der zweiten Olympiawoche ausgetragen – genauer gesagt vom 22. bis 30. Juli 2028. Trotz der Aufnahme von sechs neuen Strecken ins olympische Programm, sind weiterhin neun Wettkampftage geplant. Die Addition der 50m Brust, Rücken und Schmetterling haben aber nichtsdestotrotz einige Verschiebungen im Wettkampfplan bewirkt. 

Die Vorläufe finden jeweils vormittags von 9:30 Uhr bis 11:30 Uhr Ortszeit statt – mit acht Stunden Zeitverschiebung also zwischen 17:30 und 19:30 Uhr deutsche Zeit. Wer die Finalabschnitte live mitverfolgen möchte muss dementsprechend früh aufstehen, denn diese finden am amerikanischen Abend (18-20 Uhr) und somit in der deutschen Nacht zwischen 2 und 4 Uhr statt. Am letzten Wettkampftag, an dem ausschließlich Medaillenentscheidungen auf dem Programm stehen, beginnt der Finalabschnitt bereits drei Stunden früher – also um 15:00 bzw. 23 Uhr. 

Die Freiwasser-Wettbewerbe sind für den 17. und 18. Juli angesetzt und finden in Los Angeles somit vor den Beckenevents statt. 

 

Der Zeitplan der Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles*:

Vorläufe

9:30 - 11:30 Uhr (OZ)

Samstag, 22.07.2028

Finals

18:00 - 20:00 Uhr (OZ)

100m Schmetterling (w)

 

F - 400m Freistil (m)

400m Freistil (m)

 

HF - 100m Schmetterling (w)

50m Schmetterling (m)

 

HF - 50m Schmetterling (m)

50m Rücken (w) 

 

F - 400m Freistil (w)

100m Brust (m)

 

HF - 100m Brust (m)

400m Freistil (w)

 

HF - 50m Rücken (w) 

4x100m Freistil (w)

 

F - 4x100m Freistil (m)

4x100m Freistil (m)

 

F - 4x100m Freistil (w)

 

 

 

Vorläufe

9:30 - 11:30 Uhr (OZ)

Sonntag, 23.07.2028

Finals

18:00 - 20:00 Uhr (OZ)

100m Brust (w)

 

F - 100m Schmetterling (w)

100m Rücken (m)

 

F - 50m Schmetterling (m)

100m Freistil (w)

 

HF - 100m Brust (w)

400m Lagen (m)

 

F- 400m Lagen (m)

 

 

F - 50m Rücken (w) 

 

 

HF - 100m Rücken (m)

 

 

HF - 100m Freistil (w)

 

 

F - 100m Brust (m)

 

 

 

Vorläufe

9:30 - 11:30 Uhr (OZ)

Montag, 24.07.2028

Finals

18:00 - 20:00 Uhr (OZ)

400m Lagen (w)

 

F - 100m Freistil (w)

200m Freistil (m)

 

HF - 200m Freistil (m)

100m Rücken (w)

 

HF - 100m Rücken (w)

50m Brust (m)

 

F - 100m Brust (w)

200m Schmetterling (m)

 

HF - 50m Brust (m)

1500m Freistil (m)

 

HF - 200m Schmetterling (m)

 

 

F - 400m Lagen (w)

 

 

 

Vorläufe

9:30 - 11:30 Uhr (OZ)

Dienstag, 25.07.2028

Finals

18:00 - 20:00 Uhr (OZ)

200m Freistil (w)

 

F - 200m Freistil (m)

50m Freistil (m)

 

HF - 200m Brust (w)

200m Brust (w)

 

F - 50m Brust (m)

1500m Freistil (w)

 

F - 1500m Freistil (m)

 

 

HF - 200m Freistil (w)

 

 

F - 200m Schmetterling (m)

 

 

HF - 50m Freistil (m)

 

 

F - 100m Rücken (w)

 

 

 

Vorläufe

9:30 - 11:30 Uhr (OZ)

Mittwoch, 26.07.2028

Finals

18:00 - 20:00 Uhr (OZ)

200m Lagen (m)

 

F - 50m Freistil (m)

50m Schmetterling (w)

 

F - 200m Freistil (w)

200m Rücken (m)

 

HF - 200m Rücken (m)

4x200m Freistil (m)

 

HF - 50m Schmetterling (w)

 

 

F - 1500m Freistil (w)

 

 

F - 200m Brust (w)

 

 

HF - 200m Lagen (m)

 

 

F - 4x200m Freistil (m)

 

 

 

Vorläufe

9:30 - 11:30 Uhr (OZ)

Donnerstag, 27.07.2028

Finals

18:00 - 20:00 Uhr (OZ)

200m Lagen (w)

 

F - 200m Rücken (m)

200m Brust (m)

 

HF - 200m Lagen (w)

100m Freistil (m)

 

HF - 200m Brust (m)

200m Rücken (w)

 

F - 50m Schmetterling (w)

4x200m Freistil (w)

 

HF - 100m Freistil (m)

 

 

HF - 200m Rücken (w)

 

 

F - 200m Lagen (m)

 

 

F - 4x200m Freistil (w)

 

 

 

Vorläufe

9:30 - 11:30 Uhr (OZ)

Freitag, 28.07.2028

Finals

18:00 - 20:00 Uhr (OZ)

100m Schmetterling (m)

 

F - 100m Freistil (m)

50m Rücken (m)

 

F - 200m Rücken (w)

50m Brust (w)

 

F - 200m Brust (m)

800m Freistil (m)

 

HF - 50m Rücken (m)

4x100m Lagen (mixed)

 

HF - 50m Brust (w)

 

 

HF - 100m Schmetterling (m)

 

 

F - 200m Lagen (w)

 

 

 

Vorläufe

9:30 - 11:30 Uhr (OZ)

Samstag, 29.07.2028

Finals

18:00 - 20:00 Uhr (OZ)

50m Freistil (w)

 

F - 100m Schmetterling (m)

200m Schmetterling (w)

 

HF - 50m Freistil (w)

800m Freistil (w)

 

F - 50m Rücken (m)

4x100m Lagen (m)

 

F - 50m Brust (w)

4x100m Lagen (w)

 

F - 800m Freistil (m)

 

 

HF - 200m Schmetterling (w)

 

 

F - 4x100m Lagen (mixed)

 

 

 

 

Sonntag, 30.07.2028

Finals

15:00 - 16:30 Uhr (OZ)

 

 

F - 50m Freistil (w)

 

 

F - 200m Schmetterling (w)

 

 

F - 800m Freistil (w)

 

 

F - 4x100m Lagen (m)

 

 

F - 4x100m Lagen (w)

*Stand: November 2025 - Änderungen von Zeiten und Streckenreihenfolge noch möglich

Titelverteidigung geglückt! Julia Ackermann schnappt sich DKM-Titel über 800m Freistil

Zum Auftakt der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal jubelte Julia Ackermann über die 800m Freistil über den Meistertitel – gleiches war ihr auch im Vorjahr gelungen. 

Das Rennen war von einem packenden Zweikampf geprägt: Julia Ackermann und Julia Barth lieferten sich über die gesamten 800m Meter ein Kopf-an-Kopf Rennen, das erst auf den letzten Metern zu Gunsten der Titelverteidigerin Ackermann entschieden wurde. Mit ihrer Siegeszeit von 8:33,36 Sekunden war die Fünfte der Junioren-EM jedoch knappe vier Sekunden langsamer unterwegs als bei ihrem Triumph im vergangenen Jahr. Vier Zehntel dahinter schlug Julia Barth in 8:33,87 Minuten als Vizemeisterin an. Der Kampf um Bronze fiel hingegen versetzt in einem Fernduell: In den Zeitläufen am Vormittag hatte Fabienne Wenske eine starke Zeit von 8:35,75 Minuten vorgelegt, an die die Konkurrentinnen im Finalabschnitt nicht entscheidend heran kamen. So durfte sich Wenske am Ende tatsächlich über die Bronzemedaille freuen. 

Die Chance auf gleich zwei Meistertitel zu Beginn der Titelkämpfe in Wuppertal hatte indes Angelina Köhler, die am Morgen mit zwei Vorlaufbestzeiten beeindruckt hatte. Am Ende durfte sie sich über eine Gold- und eine Silbermedaille freuen. Über die 200m Schmetterling musste Köhler ihrem hohen Angangstempo von 59,72 Sekunden zwar Tribut zollen, schmetterte in 2:07,54 Minuten aber dennoch souverän zum DKM-Titel. Ob die Kurzbahn-Europameisterin von 2023 die Möglichkeit wahrnimmt, bei den Titelkämpfen Anfang Dezember in Lublin ihren Titel zu verteidigen, steht noch nicht fest. Sicher qualifiziert ist Köhler bereits und unterbot auch die vom Deutschen Schwimmverband gesetzte Normzeit (2:09,00) deutlich. Die Deutsche Meisterin auf der Langbahn Leni von Bonin war Angelina Köhler am dichtesten auf den Fersen und schlug in 2:11,24 Minuten auf dem Silberrang an. Zu Bronze schwamm, wie auch bei den Titelkämpfen auf der 50m Bahn in diesem Jahr, Yara Fay Riefstahl (2:13,31). 

Über die 100m Freistil hatten Angelina Köhler und Nina Jazy den Vorlauf zeitgleich absolviert. Im Finale setzte sich Jazy dann jedoch deutlich durch und knackte in 53,52 Sekunden als einzige Schwimmerin die Marke von 54 Sekunden. Mit ihrer Siegeszeit blieb die Essener Freistilspezialistin zwar hauchdünne zwei Hundertstel über der Normzeit für die Kurzbahn-EM, ist aber als Teil des deutschen WM-Teams von Singapur ebenfalls bereits sicher gesetzt. Eine knappe halbe Stunde nach den 200m Schmetterling sprintete Angelina Köhler in 54,27 Sekunden auf den Silberrang, knapp vor Hanna Bergman (54,36), die das Berliner Doppelpodest perfekt machte. 

Stark präsentierte sich auch Lena Ludwig über die 100m Brust. Im letzten Jahr noch Vizemeisterin, kürte sich die JEM-Zweite nun eindrucksvoll zur Deutschen Kurzbahnmeisterin. In 1:06,65 Minuten stellte Ludwig nicht nur eine deutliche neue Bestzeit auf, sondern blieb gerade einmal knappe drei Zehntel über dem Altersklassenrekord von Weltmeisterin Anna Elendt bei den 18-Jährigen. Für die weiteren Podestplätze musste ebenfalls eine Zeit von 1:08 Minuten unterboten werden: In einer Hundertstelentscheidung jubelte Kellie Messel (1:07,66) über Silber und setzte sich auch dank einer schnelleren Angangszeit gegen die Drittplatzierte Hannah Schneider (1:07,74) durch. 

Zu Beginn des Finalabschnittes wurde traditionell der erste DKM-Titel in einer Staffelentscheidung vergeben. Wie schon im Vorjahr war über die 4x50m Lagen mixed das Quartett der SG Frankfurt siegreich. In 1:43,02 Minuten schwammen Masniari Wolf (28,20), Maximillian Warkentin (27,19), Simon Bucher (22,75) und Pia Helli Henning (24,88) zum Meistertitel. Die Silbermedaille schnappte sich die Staffel vom SC Wiesbaden 1911 in 1:43,74 Minuten und komplettiert wurde das Podest vom Team Bochum (1:45,12). 

Auch bei den Herren war der erste Wettkampftag der DKM 2025 von packenden Entscheidungen geprägt. Mehr dazu gibt es hier: DKM 2025: Lucas Matzerath schnappt sich den Titel über 100m Brust! 

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 Bild: Tino Henschel 

DKM 2025: Lucas Matzerath schnappt sich den Titel über 100m Brust!

Direkt im ersten Finalabschnitt der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal stand ein erstes Highlight auf dem Wettkampfprogramm. Über die 100m Brust lieferten sich Lucas Matzerath (SG Frankfurt) und Melvin Imoudu (SC Potsdam) ein hochklassiges Duell, bei dem am Ende Matzerath in 57,83 Sekunden die Hände zuerst an der Wand hatte. Imoudu schwamm in 58,29 Sekunden zu Silber, während sein Teamkollege Malte Gräfe (58,83) sich über die Bronzemedaille freuen durfte.

Seinen Titel verteidigen konnte Moritz Schaller über die 100m Freistil. In einem engen Rennen setzte sich der Athlet von der SG Essen in 47,47 Sekunden gegen seine Konkurrenz durch. Knapp dahinter belegten die beiden Schwimmer vom SC Wiesbaden, Maurice Grabowski (47,85) und Bogdan Shelipov (47,93) die Ränge zwei und drei. Pech hatte dabei Timo Sorgius (SSG Leipzig), der den Bronzerang um lediglich 0,04 Sekunden verpasste.

Auch Julia Ackermann gelang bei den Damen die Mission Titelverteidigung. Die Zusammenfassung der Damenfinals gibt es hier: Titelverteidigung geglückt! Julia Ackermann schnappt sich DKM-Titel über 800m Freistil 

Mit Florian Wellbrock, Sven Schwarz und Oliver Klemet verzichteten drei der derzeit weltbesten Langstreckler auf die Teilnahme an der DKM. Das machte sich über die 1500m Freistil Moritz Bockes von der SG Stadtwerke München zunutze. In 14:49,68 Minuten war Bockes nicht zu schlagen und krönte sich damit zum deutschen Kurzbahnmeister. Dahinter belegte sein Trainingspartner, der erst 16-jährige Simon Brugger (SV Bayreuth), in 15:03,46 Minuten den Silberrang. Bronze ging an Mattheo Straßburger (15:07,02) vom STV Limbach-Oberfrohna.

Schnell unterwegs war auch Jarno Bäschnitt (Team Bochum) über die 200m Schmetterling. In 1:55,57 Minuten gewann der WM-Teilnehmer von Singapur nach einem dominanten Rennen die Goldmedaille. Silber ging an Marc Sauer (1:57,13) vom SV Cannstatt, der knapp vor Louis Schubert (SSG Leipzig - 1:57,31) auf Rang drei anschlagen konnte.

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Bild: Tino Henschel

Deutsche Para-Asse gehen in Nürnberg auf Titeljagd

Parallel zu den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal finden an diesem Wochenende auch die Kurzbahn-Titelkämpfe im Para-Schwimmen statt. Von Freitag bis Sonntag (14. bis 16.11) kommen die nationalen Para-Asse in Nürnberg zusammen.

Auf einen möglichen Heimvorteil verzichtet jedoch Taliso Engel, der in diesem Jahr nicht an den Kurzbahnmeisterschaften teilnehmen wird. Bei den Weltmeisterschaften im Sommer hatte Paralympics-Sieger Engel mit einem WM-Titel geglänzt. Gleiches war auch Tanja Scholz gelungen, die bei den Titelkämpfen in Nürnberg ebenfalls nicht an den Start gehen wird. 

Nichtsdestotrotz sind die Para-DKM auch in diesem Jahr wieder hochkarätig besetzt: So werden mit Josia Topf, Gina Böttcher, Mira Jeanne Maack drei Medaillengewinner aus Singapur ins Geschehen eingreifen. Und auch Verena Schott, Philip Hebmüller, Malte Braunschweig und Maurice Wetekam waren in diesem Jahr Teil der Nationalmannschaft. 

In den vergangenen Jahren wurden im Rahmen der Para-DKM oftmals zahlreiche nationale Bestmarken und auch Weltrekorde gebrochen. Ein Blick auf die Wettkämpfe in Nürnberg an diesem Wochenende lohnt sich zweifellos. 

 

Bild: Tino Henschel

DKM 2025: Angelina Köhler greift nach Titel-Doppel

Mit insgesamt acht Einzelstarts erwartet Angelina Köhler bei den heute in Wuppertal begonnenen Deutschen Kurzbahnmeisterschaften ein straffes Programm. Viele Starts könnten aber gleichzeitig auch viele Titel bedeuten, denn in den Vorläufen am ersten Wettkampftag sorgte Köhler gleich zweimal für die Topzeit des Feldes. 

Über die 200m Schmetterling sicherte sich die Kurzbahn-Europameisterin von 2023 in 2:09,02 Minuten die Favoritenbahn Vier für das Finale. Als Zweitschnellste machte Leni von Bonin – amtierende Deutsche Meisterin auf der Langbahn – in 2:13,93 Minuten den Finaleinzug perfekt. Bei den Herren schmetterte Jarno Bäschnitt (1:57,34) über die 200m Schmetterling zur Vorlaufsbestzeit. 

Die zweite Titelchance bekommt Angelina Köhler am Nachmittag dann über die 100m Freistil. Zeitgleich mit Nina Jazy (54,13) setzte sich die in dieser Woche 25 gewordene Berlinerin an die Spitze des Klassements. Auch bei den Männern deutet sich ein packendes Rennen um den DKM-Titel an, denn die Top Acht schlugen im Vorlauf alle innerhalb von einer Sekunde an. Für die Topzeit sorgte Maurice Grabowski in 48,24 Sekunden, gefolgt von Vorjahressieger Moritz Schaller (48,65). 

Eine hohe Leistungsdichte zeigte sich auch über die 100m Brust der Männer, wo die schnellsten neun Schwimmer allesamt die Minutenmarke knackten. Mit Lucas Matzerath (58,32) und Melvin Imoudu (58,56) blieben die Top Zwei zudem unter der Marke von 59 Sekunden. Aber auch der Junioren-Weltrekordhalter über 50m Brust Malte Gräfe ist als Dritter in 59,13 Sekunden vorne mit dabei. Bei den Damen schwamm sich Lena Ludwig in 1:07,14 Minuten in die Favoritenrolle. 

Bevor am Nachmittag jeweils der schnellste Zeitlauf auf dem Programm steht, führen Fabienne Wenske (8:35,75) über die 800m der Damen und Jonas Kusche (15:12,74) über die 1500m der Herren das Zwischenranking an. Der Blick auf die Meldezeiten verrät: Insbesondere Fabienne Wenske hat eine starke Zeit vorgelegt, die womöglich zu einer Medaille reichen könnte. 

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Bild: Tino Henschel

Livestream der DKM Schwimmen 2025 nur im Bezahl-Abo

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Es ist soweit! Von Donnerstag bis Sonntag wird bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal um Medaillen und Titel gekämpft. Das Geschehen der DKM 2025 kann auch online via Livestream verfolgt werden, ist in diesem Jahr allerdings kostenpflichtig. 

Mit einem Streaming-Abo von Sporteurope.tv – ehemals bekannt als Sportdeutschland.tv – kann die DKM ab Donnerstag live von zuhause mitverfolgt werden. Wer alle vier Wettkampftage im Livestream sehen möchte, kann das vollständige DKM-Paket für 4,49€ erwerben. Alternativ kann auch ein Abo für jeweils zwei Tage (entweder Donnerstag/Freitag oder Samstag/Sonntag) zu einem Preis von 3,99€ abgeschlossen werden. Kommentiert werden die Finalabschnitte vom Swimcast-Gastgeber André Engel. 

Hier geht es zum Livestream für die DKM 2025: DKM Livestream auf Sporteurope.tv  

Der Deutsche Schwimm-Verband hat bestätigt, dass es nur den Livestream auf Sporteurope.tv geben wird und die erstellten YouTube-Streams, die bereits im Vorfeld der DKM veröffentlicht wurden, nicht online gehen werden. 

44,99! Egor Kornev kratzt an 100m-Weltrekord

Russlands Schwimm-Asse präsentierten sich in den vergangenen Tagen bei den Russischen Kurzbahnmeisterschaften in bestechender Form. Insbesondere Egor Kornev glänzte dabei mit starken Zeiten und brachte über die 100m Freistil sogar den Kurzbahn-Weltrekord kräftig zum Wackeln. 

In 44,99 Sekunden knackte der zweifache Staffelweltmeister erstmals in seiner Karriere die 45-Sekunden Marke und verpasste den Weltrekord von Kyle Chalmers um gerade einmal 15 Hundertstelsekunden. Die Leistung von Kornev stellt nicht nur die bisherige Weltjahresbestzeit und einen neuen Russischen Rekord dar, sondern ist auch im Allzeit-Ranking die fünftschnellste je geschwommene Zeit. Auch über die 50m Schmetterling stellte Egor Kornev in 21,73 Sekunden eine neue nationale Bestmarke auf. Lediglich drei Schwimmer schmetterten die 50 Meter je schneller. 

Über die 100m Brust setzte sich Kirill Prigoda an die Spitze der Weltjahresbestenliste. In 55,51 Sekunden untermauerte der Vizeweltmeister auf 50m Brust seine starke Form in diesem Jahr. Und auch einen Junioren-Weltrekord gab es bei den Russischen Kurzbahnmeisterschaften zu bejubeln: Über die 400m Freistil trug sich das 17-jährige Nachwuchstalent Grigorii Vekovischev mit einer Zeit von 3:36,57 Minuten in die Rekordbücher ein und steht damit aktuell an dritter Position im weltweiten Jahresranking. 

Asienrekord mit 13 Jahren! Yu Zidi setzt neue Maßstäbe

Das chinesische Ausnahmetalent Yu Zidi schwimmt weiterhin auf der Erfolgswelle! Bei den Weltmeisterschaften in Singapur stand die damals Zwölfjährige als jüngste Schwimmerin jemals in einem WM-Finale und ist über die 200m Lagen nun bereits die schnellste Asiatin aller Zeiten. 

Im Rahmen der Chinesischen Nationalspiele überraschte Yu Zidi mit einem neuen Asienrekord. Die Bestmarke über die 200m Lagen war in London 2012 von Olympiasiegerin Shiwen Ye aufgestellt worden. In 2:07,41 Minuten verbesserte die mittlerweile 13-Jährige die bisherige Rekordzeit um 16 Hundertstel und steigerte ihre eigene Bestzeit aus dem WM-Finale um satte 1,8 Sekunden. In Singapur hatte Yu Zidi als Vierte nur knapp eine Medaille verpasst. 

Im Allzeit-Ranking über die 200m Lagen steht Yu Zidi trotz ihres zarten Alters nun auf Rang Neun und beweist so, dass ihre Erfolge bei der WM in Singapur keine Einmaligkeit waren. In den nächsten Tagen wird die junge Chinesin noch über weitere Strecken bei den Nationalspielen an den Start gehen und ihr Können unter Beweis stellen. Und auch bei den Herren schickt sich der chinesische Nachwuchs an, in der Weltspitze ganz vorne mitzumischen. Mehr dazu hier: Achtungszeichen an Lukas Märtens und Co: Chinesischer Youngster schwimmt Junioren-Weltrekord 

Livestreams der DKM 2025: Deutsche Kurzbahnmeisterschaften kostenfrei online schauen

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Es ist soweit! Von Donnerstag bis Sonntag wird bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal um Medaillen und Titel gekämpft. Das Geschehen der DKM 2025 kann auch online via Livestream verfolgt werden. Den kostenlosen Livestream der Kurzbahn-DM 2025 findet ihr ab sofort hier. Wir haben die Livestreams aller Abschnitte zusammengestellt:

13.11.2025: Donnerstag - Livestream DKM 2025 - Vorläufe:

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13.11.2025: Donnerstag - Livestream DKM 2025 - Finals:

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14.11.2025: Freitag - Livestream DKM 2025 - Vorläufe:

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14.11.2025: Freitag - Livestream DKM 2025 - Finals:

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15.11.2025: Samstag - Livestream DKM 2025 - Vorläufe:

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15.11.2025: Samstag - Livestream DKM 2025 - Finals:

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16.11.2025: Sonntag - Livestream DKM 2025 - Vorläufe:

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16.11.2025: Sonntag - Livestream DKM 2025 - Finals:

 

Achtungszeichen an Lukas Märtens und Co: Chinesischer Youngster schwimmt Junioren-Weltrekord

Beim WM-Sieg von Lukas Märtens noch auf Rang Fünf, pirscht sich das chinesische Nachwuchstalent Zhanshuo Zhang immer dichter an die weltweiten Topzeiten über die 400m Freistil heran. In 3:42,82 Minuten glänzte er nun mit einem neuen Junioren-Weltrekord. 

Damit verbesserte Zhanshuo Zhang seine Zeit aus dem WM-Finale von Singapur um satte zwei Sekunden und unterbot auch die bisherigen Rekordzeit der Junioren um mehr als 1,5 Sekunden. So drückte der erst 18-Jährige Hoffnungsträger den Chinesischen Nationalspielen, die traditionell auf der Langbahn stattfinden, bereits am ersten Wettkampftag seinen Stempel auf. Und auch die internationale Konkurrenz, angeführt von Weltrekordhalter Lukas Märtens, wird die lautstarken Grüße aus Fernost zweifellos vernommen haben. 

In seinem Rekordrennen war Zhanshuo Zhang auch gegen die nationale Konkurrenz eine Klasse für sich und siegte mit gut fünf Sekunden Vorsprung. Dabei war das restliche Feld von einigen großen Namen des Schwimmsports geprägt: Auf Platz 5 landete der 100m-Weltrekordhalter Pan Zhanle (3:48,93 Minuten), dicht gefolgt vom Chinesischen Rekordhalter Sun Yang (3:49,53), der nach mehrjähriger Dopingsperre nicht mehr zu seiner alten Form zurückzukehren scheint. 

Die Chinesischen Nationalspiele laufen noch bis einschließlich nächste Woche Montag. Angesichts der beeindruckenden Leistungen wird wohl auch der Blick der internationalen Schwimmelite solange noch nach China gerichtet sein.

DKM Vorläufe am Sonntag: Keine Zuschauer zugelassen

Der letzte Wettkampftag der diesjährigen Deutschen Kurzbahnmeisterschaften, die ab Donnerstag in Wuppertal ausgetragen werden, wird unter besonderen Umständen stattfinden – denn am Sonntag ist Volkstrauertag. 

Anlässlich dieses staatlichen Gedenktages gelten besondere Regelungen zur Rücksichtnahme. Das ist die Grundlage dafür, dass die Veranstaltung überhaupt durchgeführt werden darf. In Absprache mit den zuständigen Behörden wurde beschlossen, dass während der Vorläufe am Sonntag keine Zuschauer zugelassen sind. Darüber hinaus darf keine Musik laut in der Schwimmhalle gespielt werden. 

Der Finalabschnitt am Sonntag Nachmittag ist von diesen Sonderregelungen jedoch ausgenommen und findet dementsprechend unter "normalen" Bedingungen statt. 

Florian Wellbrock als ''Freiwasser-Schwimmer des Jahres'' nominiert

Mit sensationellen vier Goldmedaillen kürte sich Florian Wellbrock bei der Freiwasser-WM im Sommer zum erfolgreichsten Titelsammler in Singapur. Für diese Leistung wurde Wellbrock nun vom Weltverband World Aquatics für die Auszeichnung "Freiwasser-Schwimmer des Jahres" nominiert. 

Bereits 2021 hatte Florian Wellbrock nach seinem Olympiasieg in Tokio diesen Titel verliehen bekommen. Und auch in diesem Jahr stehen seine Chancen mutmaßlich nicht schlecht, zum "Freiwasser-Schwimmer des Jahres" gewählt zu werden. Ebenfalls nominiert sind der Italiener Gregorio Paltrinieri, David Betlehem aus Ungarn sowie die beiden französischen Freiwasser-Asse Logan Fontaine und Marc-Antoine Olivier

Die Entscheidung über die Auszeichnung wird sowohl von einem Gremium des Weltverbandes als auch durch Stimmen der Öffentlichkeit getroffen und voraussichtlich im Dezember bekanntgegeben.

 

Bild: World Aquatics

Masters-DMS: SG Stadtwerke München ist Deutscher Mannschaftsmeister 2025

Am Wochenende kamen 24 Teams bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Masters in Nürnberg zusammen, um den diesjährigen nationalen Meister zu bestimmen. Am Ende jubelten die Masters der SG Stadtwerke München. 

Die Masters-DMS waren insbesondere von einem packenden Zweikampf zwischen der SG Stadtwerke München und den Titelverteidigern des Berliner TSC geprägt. Beide Teams begeisterten mit einer Gesamtpunktzahl von über 22000 Punkten – mit dem besseren Ende für die Mannschaft aus München. Angeführt von dem Olympiateilnehmer Robin Backhaus (AK 35) kürten sich Kathrin Gliesche (AK 40), Anna Lena Maiberger (AK 30), Gerlinde Maute (AK 60), Veronika Ehrenbauer-Backhaus (AK 35), Katja Otto (AK 45), Dominik Poethen (AK 45), Jochen Lohmann (AK 50), Matthias Weiss (AK 70) und André Wrasse (AK 55) zu den DMS-Champions 2025. 

Knapp 200 Punkte fehlten dem Berliner TSC, um den Meistertitel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Ebenfalls auf dem Podium vertreten waren die Masters des SCW Eschborn, die nach der Disqualifikation im letzten Jahr eine gelungene Wiedergutmachung erlebten.

Neben 23 Deutschen Masters-Rekorden wurden jeweils auch ein neuer Welt- und Europarekord aufgestellt. Über die 100m Lagen glänzte Frank Gruner (SCW Eschborn) in 1:00,15 Minuten mit einem neuen Weltrekord in der AK 55. In 1:13,48 Minuten sorgte Matthias Weiss (SG Stadtwerke München) über die gleiche Strecke für eine neue europäische Bestmarke in der AK 70. 

Endstand Masters-DMS 2025:

  1. SG Stadtwerke München 22401
  2. Berliner TSC 22207
  3. SCW Eschborn 21533
  4. SG Neukölln e.V. Berlin 20250
  5. USV TU Dresden e.V. 19999
  6. SV Augsburg 1911 e.V. 19788
  7. SC Regensburg 19710
  8. SG Dortmund 19265
  9. SV Nikar Heidelberg 19088
  10. SG Wuppertal 19061
  11. SG Bayer 18824
  12. SSG Neptun Germering 18474
  13. SG Heddesheim 17888
  14. TV 1860 Immenstadt 17796
  15. 1.FCN Schwimmen 17675
  16. TSV Quakenbrück 17563
  17. Zehlendorfer TSV von 1888 e.V. 17540
  18. SG Schöneberg Berlin e.V. 17384
  19. WSV Speyer 17380
  20. Mainzer Schwimmverein 01 16614
  21. BSC Robben 16599
  22. SG Schwimmen Münster 16271
  23. SG Lünen 15552
  24. W98 Hannover 15060

.

Bild: SG Stadtwerke München Masters

Jannis Kube glänzt mit Altersklassenrekord

Bei den am Wochenende ausgetragenen Berliner Kurzbahnmeisterschaften setzte insbesondere Jannis Kube ein Achtungszeichen und begeisterte mit einem neuen Altersklassenrekord. 

Über die 50m Rücken trug sich Jannis Kube in die Rekordbücher bei den 14-Jährigen ein. In 25,89 Sekunden verbesserte der Schwimmer der Wasserfreunde Spandau den bisherigen Altersklassenrekord von Olympiateilnehmer Marek Ulrich um 2,4 Zehntel. Die unterbotene Bestmarke war im übrigen genauso alt wie Kube selbst. 

Das Berliner Nachwuchstalent stellte in den letzten Jahren bereits zahlreiche Altersklassenrekorde auf den Rücken- und Freistilstrecken auf und war bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Sommer mit sieben Goldmedaillen der erfolgreichste Titelsammler. Bereits in dieser Woche hat Jannis Kube bei der DKM in Wuppertal erneut die Chance, seine Rekordjagd fortzusetzen.

 

Bild: Tino Henschel

Mehr als 800 Aktive | Meldeergebnis der DKM 2025 ist da

Ab Donnerstag wird in Wuppertal für vier Tage um die Titel der Deutschen Kurzbahnmeister 2025 geschwommen. Insgesamt 882 Aktive aus mehr als 160 Vereinen werden in der "Schwimmoper" zu Gast sein, wie aus dem nun veröffentlichten Meldeergebnis hervorgeht. 

Ein besonders straffes Wettkampfprogramm erwartet Angelina Köhler, die über acht Einzelstrecken gemeldet ist. Hinzu kommen mögliche Finalstarts. Köhler ist bereits für die Kurzbahn-Europameisterschaften, die Anfang Dezember im polnischen Lublin anstehen, sicher gesetzt –  ebenso wie alle Schwimmerinnen und Schwimmer des deutschen WM-Teams aus Singapur. Weitere EM-Tickets können im Rahmen der DKM aber noch vergeben werden. Mehr dazu hier: Normzeiten für Kurzbahn-EM 2025 veröffentlicht

In Wuppertal hingegen nicht mit dabei ist die Magdeburger Trainingsgruppe von Bernd Berkhahn um Lukas Märtens, Florian Wellbrock, Isabel Gose und Co. Das Team befindet sich zurzeit noch im Höhentrainingslager in Arizona, um das Training ideal auf die Titelkämpfe auf der europäischen Bühne Anfang Dezember auszurichten. Darüber hinaus soll getestet werden, ob sich Arizona als möglicher Ort für die unmittelbare Wettkampfvorbereitung für die Olympischen Spiele 2028 eignet. 

Andere aus dem deutschen WM-Team wollen die DKM in Wuppertal hingegen als wichtigen Formtest nutzen. So werden unter Anderem Lucas Matzerath, Melvin Imoudu, Luca Armbruster, Josha Salchow, Lise Seidel und Vincent Passek mit von der Partie sein. Hinzu kommen zahlreiche Nachwuchstalente, wie die ebenfalls bereits für die Kurzbahn-EM qualifizierten Lena Ludwig und Malte Gräfe. Für Spannung und packende Rennen dürfte also gesorgt sein!

 

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Transgender Debatte: Masters-Weltmeisterin für 5 Jahre gesperrt

Der Weltverband World Aquatics hat eine fünfjährige Sperre gegen die US-amerikanische Masters-Weltmeisterin Hannah Caldas verhängt. Grund dafür: die Transgender-Athletin verweigerte einen geschlechtsbestimmenden Chromosom-Test. 

Ein solcher Test war angeordnet worden, um die Wettkampftauglichkeit der 48-Jährigen in der Damenkonkurrenz zu bestimmen. Caldas bestreitet seit mehreren Jahren Masterwettkämpfe in den USA in der Damen-Wertung. 2012 verpasste Caldas, damals noch bei den Herren startend, nur knapp den Sprung ins Olympiateam ihres Heimatlandes Portugal. 

Die Aufforderung von World Aquatics, sich einem geschlechtsbestimmenden Test zu unterziehen, verweigerte Caldas nun mit Verweis darauf, dass es sich bei dem Chromosom-Test um einen invasiven und kostspieligen Eingriff handele. Diese Kosten würden von der Krankenversicherung nicht getragen, da der Test aus medizinischer Sicht nicht notwendig sei. Die Konsequenz: ein mehrjähriger Ausschluss vom Wettkampfsport. 

Im zurückliegenden Jahr hatte die US-amerikanische Masterschwimmerin in Doha mehrere WM-Titel gewonnen und zudem mit einem Weltrekord geglänzt. Diese Erfolge wurden Hannah Caldas nun entzogen – zusätzlich zu der verhängten Sperre. Diese trat Ende Oktober in Kraft und gilt für fünf Jahre. Caldas gab jedoch bekannt, sich fortan aus der Schwimmwelt zurückzuziehen und kein Comeback zu erwägen. „Mein Leben und meine Privatsphäre sind stark strapaziert worden. Es ist Zeit, meine Gesundheit und persönliche Sicherheit zu priorisieren.“, erklärte sie ihre Entscheidung. 

Bild: Symbolfoto / Archiv

Epigenetik: Wie wir unsere Gene durch Schwimmen beeinflussen können

Im Schwimmen sind wir maßgeblich von unseren körperlichen Fähigkeiten und Eigenschaften abhängig. Zu einem großen Teil werden diese durch unsere Gene bestimmt. Wissenschaftliche Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 50 % unserer körperlichen Leistungsfähigkeit durch vererbbare Faktoren bestimmt werden. So existiert zum Beispiel das berühmte „Sprinter-Gen“ ACTN3, bei dem eine spezielle Gen-Variante in den schnell zuckenden Muskelfasern mit einer besseren Sprintleistung einhergeht.

Während sich so mancher Schwimmer wünschen könnte, das Sprinter-Gen zu besitzen, müssen wir diese leider enttäuschen: Unsere Gene sind als solche nicht veränderbar und wir müssen mit den Anlagen arbeiten, die uns mit der Geburt in die Wiege gelegt wurden. Jedoch können wir durch das Schwimmen die Art und Weise, wie unsere Gene zum Einsatz kommen, aktiv beeinflussen. Um zu verstehen, wie das möglich ist, müssen wir uns zunächst vor Augen führen, wie unsere Gene überhaupt funktionieren. 

Unsere Gene sind in unserer DNA, also dem menschlichen Erbmaterial, enthalten. Diese ist wiederum aus einer langen Kette von vier sich wiederholenden Grundbausteinen, den Nukleotiden, aufgebaut. Die Gene sind nun diejenigen Abschnitte, die die Bauanleitung für unsere Proteine enthalten. In mehreren Schritten werden die Gene abgelesen, in die sogenannte "messenger RNA" (mRNA) umgeschrieben und anschließend in Proteine übersetzt. Diese Proteine erfüllen spezifische Aufgaben und halten unseren Körper am Laufen. In unseren Zellen liegen die DNA-Stränge, also auch unsere Gene, sehr dicht gepackt und durcheinander platziert vor - vergleichbar mit einem Wollknäuel. Um die Gene abzulesen, muss dieses „Knäuel“ an den entsprechenden Stellen entwirrt werden, um Zugriff auf die Genabschnitte zu erhalten.  

An dieser Stelle kommt die Epigenetik ins Spiel, welche wir aktiv durch unseren Sport beeinflussen können. Vereinfacht gesagt beschreibt die Epigenetik Mechanismen, die die Zugänglichkeit bestimmter Genbereiche regulieren. Es wird sozusagen ein Stück Faden von unserem DNA-Wollknäuel abgewickelt, wodurch dieser Genabschnitt einfacher und öfter abgelesen werden kann. Dies führt dazu, dass die von diesen Genen verschlüsselten Proteine vermehrt gebildet werden. Der ganze Prozess ist auch umgekehrt möglich: Epigenetische Veränderungen können dazu führen, dass manche Gene für unsere Ablese-Maschinerie schlechter erreichbar sind. Dahinter stecken verschiedene molekulare Mechanismen, durch die der Zugang zu den Genen reguliert wird. Dazu gehören beispielsweise DNA-Methylierungen, bei denen eine bestimmte chemische Gruppe (Methylgruppe) an die DNA angeheftet wird. Dies führt dazu, dass stark methylierte Bereiche schwerer zugänglich sind und die betroffenen Gene somit stillgelegt werden. Eine weitere Möglichkeit sind Histonmodifikationen. Histone sind bestimmte Proteine, auf denen unsere DNA, bildlich gesprochen, aufgewickelt wird. Auch hier bewirkt das Hinzufügen und Entfernen von bestimmten chemischen Gruppen, dass die betroffenen Bereiche mehr oder weniger für unsere Ablesemechanismen erreichbar sind. Darüber hinaus gibt es noch weitere Möglichkeiten, die zu späteren Zeitpunkten der Proteinproduktion eingreifen und regulatorisch wirken. Diese würden jedoch für diesen Text etwas zu tief in die Molekularbiologie führen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass durch die Epigenetik die Aktivität der Gene beeinflusst wird, ohne sie direkt zu verändern.

Doch was bedeutet das nun für uns Schwimmer? Durch das regelmäßige Training können wir unsere Epigenetik beeinflussen. Dadurch werden potenziell leistungsfördernde Gene aktiver und tragen so im Idealfall zur Verbesserung unserer Leistung bei. Welche Gene genau ein- oder ausgeschaltet werden, hängt von der Art des Trainings ab. Während wir beim „Kilometerschrubben“ vor allem unsere Ausdauer trainieren, können wir unsere Kraftwerte zusätzlich z.B. durch Paddles oder das Stemmen von Gewichten verbessern. Es erscheint daher logisch, dass wir hierdurch verschiedene Mechanismen auf zellulärer und genetischer Ebene ansprechen.

Durch das gezielte Ausdauertraining kommt es zu epigenetischen Anpassungen bei Genen, welche für das Muskelwachstum und den Umgang mit physischem Stress zuständig sind. Dies sind Veränderungen, die wir auch als Schwimmer selbst wahrnehmen können. Zum einen sehen wir durch regelmäßiges Training Anpassungen in unserer Muskulatur. Zum anderen verbessert sich unsere Regenerationsfähigkeit, d.h., die Muskulatur ist nach einer anstrengenden Einheit schneller wieder einsatzbereit. Doch es gibt noch weitere Prozesse, die epigenetisch durch das Ausdauertraining beeinflusst werden und von denen wir im ersten Schritt nicht wirklich etwas mitbekommen. Betroffen sind Gene, die unseren Stoffwechsel und die Energiebereitstellung regulieren. Gut untersucht ist das Gen PPARGC1A, das für die Herstellung des Proteins PGC-1α zuständig ist. Dieses ist maßgeblich an der Regulierung der oxidativen Phosphorylierung beteiligt, einem Prozess, welcher in unseren Mitochondrien („Kraftwerke der Zelle“) stattfindet und Energie in Form von ATP produziert. Dieses Gen wird infolge von Trainingsstimuli hochreguliert, d.h. stärker abgelesen. Dies wiederum führt dazu, dass uns langfristig mehr Energie bereitgestellt werden kann. Zusätzlich lässt sich beobachten, dass bestimmte Gene, die für die Herstellung und Speicherung von Fettsäuren zuständig sind, ausgeschaltet werden. Während Ausdauertraining sehr viele Gene beeinflusst, die unseren Energiehaushalt und die Energiebereitstellung regulieren, führt Krafttraining zu Anpassungen in der Genaktivierung, die mit der Vergrößerung von Muskelzellen (Hypertrophie) einhergehen.

Jedoch gilt auch hier wie in vielen anderen Bereichen, dass die Effekte zwischen einzelnen Personen individuell sehr unterschiedlich sein können. In der Forschung wurde bei der Untersuchung der epigenetischen Effekte bislang kaum Rücksicht genommen, wie sich die molekularen Mechanismen zwischen den verschiedenen Geschlechtern unterscheiden. Zudem scheinen die durch das Training entstehenden epigenetischen Veränderungen bei älteren Personen (über 40 Jahre) stärker ausgeprägt zu sein als bei jüngeren Sportlern.

Kurz gefasst: Wir können unsere Gene nicht verändern, aber wir können steuern, wie sie arbeiten und damit unser Training noch effektiver machen.

Endspurt 2025: Diese Schwimm-Events stehen noch an

Auch wenn das Jahr 2025 bereits in wenigen Wochen zu Ende geht, bietet der Schwimmsport vor dem Jahreswechsel noch zahlreiche Höhepunkte – sowohl auf der nationalen als auch internationalen Bühne. Ein paar ausgewählte Highlights möchten wir im Vorfeld schon einmal ankündigen: 

Masters-DMS

Den Anfang machen die Masters an diesem Wochenende in Nürnberg, wo das Bundesfinale der Masters-DMS ausgetragen wird. Als Titelverteidiger wird der Berliner TSC auf Punktejagd gehen. 

DKM

Vom 13. bis 16. November lädt die Schwimmoper in Wuppertal zu den alljährlichen Deutschen Kurzbahnmeisterschaften ein. Neben zahlreichen deutschen Meistertiteln wird es unter Anderem auch um die Qualifikation für die anstehende Kurzbahn-EM gehen. Parallel finden in Nürnberg die nationalen Titelkämpfe im Para-Schwimmen statt.  

DMS

Im Rahmen der DMS wird das jährliche Kräftemessen von Deutschlands Schwimmvereinen ausgetragen werden. Neben der Frage, ob der SC Wiesbaden den Doppeltriumph aus dem letzten Jahr wiederholen kann, erwarten uns auch im Kampf um den Klassenerhalt in der 1.Bundesliga (bzw. dem möglichen Aufstieg in eben diese Liga) packende Rennen. 

DMSJ-Bundesfinale

Die besten Nachwuchsteams kommen zum DMSJ-Bundesfinale am Nikolaus-Wochenende in Wuppertal zusammen. Auch hier geht es in den einzelnen Altersklassen um nationale Meistertitel, die es im Staffelformat zu gewinnen gilt. 

Kurzbahn-EM

Anfang Dezember wird die europäische Schwimmelite zu den Titelkämpfen der Kurzbahn-EM zusammen kommen und vom 2. bis 7. Dezember in der polnischen Stadt Lublin zu Gast sein. Für das deutsche Team geht es dann darum, das erfolgreiche Sportjahr 2025 mit einem glänzenden Abschluss zu krönen. Auch die Masters schwimmen kurz vor Weihnachten in Lublin um EM-Titel. 

 

Ausstehende Schwimm-Events 2025: 

  • 08. November: DMS-Bundesfinale Masters | Nürnberg
  • 13.-16. November: Deutsche Kurzbahnmeisterschaften | Wuppertal
  • 14.-16. November: DKM Para-Schwimmen | Nürnberg
  • 28.-30. November: Masters-DKM | Essen
  • 02.-07. Dezember: Kurzbahn-EM | Lublin (Polen)
  • 06.-07. Dezember: DMSJ Bundesfinale | Wuppertal
  • 10.-16. Dezember: Kurzbahn-EM Masters | Lublin (Polen)
  • 13.-14. Dezember: DMS 1. Bundesliga | Essen

Léon Marchand verzichtet auf Kurzbahn-EM

Das französische Team wird den internationalen Saisonhöhepunkt in diesem Winter ohne Superstar Léon Marchand bestreiten müssen. Der vierfache Olympiasieger von Paris wird bei der anstehenden Kurzbahn-EM Anfang Dezember in Lublin (Polen) nicht mit von der Partie sein. 

Der französische Superstar hat in der Vergangenheit bereits öfter auf eine Teilnahme bei internationalen Kurzbahn-Titelkämpfen verzichtet – so nun auch wieder in diesem Jahr. Im Rahmen der Weltcup-Serie hatte Léon Marchand zuletzt dennoch seine Form auf der 25m-Bahn getestet und mit zwei nationalen Bestmarken über die 200m Brust und 200m Rücken geglänzt. Bei der Kurzbahn-EM in Lublin hätte Marchand zweifellos gleich mehrfach zu den Titelfavoriten gehört und hinterlässt auch in den französischen Staffeln eine große Lücke. 

In Abwesenheit von Marchand wird Frankreich mit einem 22-köpfigen Team bei den Titelkämpfen an den Start gehen, bei dessen Nominierung die Ergebnisse der Weltcups und der französischen Kurzbahnmeisterschaften berücksichtigt wurden. Diese wurden Ende Oktober ausgetragen. Angeführt wird das französische Team von den Olympiamedaillengewinnern Maxime Grousset und Anastasiia Kirpichnikova

Insbesondere Grousset präsentierte sich bei den nationalen Kurzbahnmeisterschaften in starker Form: der Sprintspezialist stand insgesamt fünfmal ganz oben auf dem Podium und begeisterte über die 50m Schmetterling mit einem neuen französischen Rekord (22,02). Auch über die 100m Freistil setzte Grousset ein Achtungszeichen und schwamm in schnellen 45,66 Sekunden unter die Top 5 der Weltjahresbestenliste. 

Bundeskader 2025/26: DSV beruft 15 Aktive in den Olympiakader

Der Deutsche Schwimm-Verband geht mit einem 15-köpfigen Olympiakader für das Becken- und Freiwasserschwimmen in das Schwimmjahr 2025/26. Damit verkleinert sich der höchste Bundeskader im Vergleich zum vorangehenden Jahr erneut um eine Person. 

Neu im Olympiakader sind in diesem Jahr neben Weltmeisterin Anna Elendt auch Nina Holt, Lise Seidel und Maya Werner, die insbesondere bei der WM in Singapur mit starken Leistungen und Finalteilnahmen auf sich aufmerksam machten. Der Olympiakader im Freiwasserschwimmen besteht mit Florian Wellbrock und Oliver Klemet fortan nur noch aus zwei Personen, auch da Leonie Beck nach einer Saison ohne Wettkämpfe auf ihren Platz in der höchsten Förderkategorie verzichten muss. Die mehrfache Welt-und Europameisterin kündigte indes an, ihren Wiedereinstieg ins Wettkampfsystem noch ein wenig aufzuschieben. 

In der zweithöchsten Förderkategorie – dem Perspektivkader – wurden 53 Plätze für das Beckenschwimmen besetzt. Das sind 9 Aktive mehr als in der Vorsaison. In den Freiwasser-Perspektivkader wurden hingegen deutlich weniger Personen berufen: Die Kadergröße verringerte sich auf drei Schwimmerinnen. Des Weiteren veröffentlichte der DSV auch die Kaderlisten für den Nachwuchskader 1 und dem Nachwuchskader auf Landesebene. 

Christian Hansmann, DSV-Vorstand Leistungssport, zeigt sich sehr erfreut über die beschlossene Förderung der Aktiven: „Nach einer sehr erfolgreichen Saison können wir die Leistungssport-Förderung im DSV damit auf einem erfreulich hohen Niveau fortsetzen. Das sehen wir als Belohnung und Verpflichtung zugleich an.". 

 

Die Schwimmerinnen und Schwimmer des DSV-Olympiakaders 2025/26:

Becken: Luca Nik Armbruster, Melvin Imoudu, Lukas Märtens, Lucas Matzerath, Rafael Miroslaw, Josha Salchow, Sven Schwarz, Anna Elendt, Isabel Gose, Nina Holt, Angelina Köhler, Lise Seidel, Maya Werner

Freiwasser: Oliver Klemet, Florian Wellbrock

 

Links zum Thema: 

DSV-Kaderlisten 2025/26 - Beckenschwimmen 

DSV-Kaderlisten 2025/26 - Freiwasserschwimmen

 

Bild: World Aquatics

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