Doping: Russische Olympiateilnehmerin für zwei Jahre gesperrt

Die russische Olympiateilnehmerin Valeriya Salamatina ist wegen eines positiven Dopingtests für zwei Jahre gesperrt worden. Bei der Probe wurde das Diuretikum Furosemid nachgewiesen, das eine stark erhöhte Flüssigkeitsausscheidung bewirkt.
Furosemid wird häufig als Maskierungsmittel eingesetzt, um zuvor eingenommene verbotene Substanzen aus dem Körper auszuschwemmen und die Dopingprobe zu verdünnen.
Salamatina nahm an den Olympischen Spielen in Tokio 2021 teil und erreichte dort das Halbfinale über 200m Freistil. Bereits bei den Europameisterschaften 2018 hatte sie zwei Silbermedaillen als Mitglied der russischen Staffeln gewonnen. Zuletzt startete sie im November des vergangenen Jahres bei den russischen Kurzbahnmeisterschaften, wo sie über 200 Meter Freistil den fünften Platz belegte.
Deutsche Mehrkampfmeisterschaften 2025: Alle Champions & Platzierten der DM SMK

Mehr als 300 Youngsters haben am Wochenende bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Dormund für schnelle Zeiten und spannende Rennen gesorgt. Dabei jubelten die Gastgeber der SG Dortmund ebenso über zwei Meisterschaftstitel wie die Teams der SSG Leipzig und des Hofheimer SC.
Auf dem Programm standen am Wochenende die Strecken über die 400m Freistil, die 200m Lagen sowie 50m Beine und die 100m- und 200m-Strecken in der Schwimmart, die der jeweilige Sportler für sich gewählt hat sowie auch 25m in Delphinbewegung sowohl in Rücken- als auch Bauchlage.
Den Ausschlag für Titel und Medaillen gaben nicht die Einzelstrecken, sondern es kam auf die Gesamtleistung über alle Strecken einer Mehrkampfwertung an. Nach den 200m Lagen am Sonntag wurden die Punkte der jeweiligen Events addiert und so für jede Schwimmart die Champions ermittelt. Diese jungen Talente konnten sich letztlich die Podestplätze sichern:
Die Medaillenplatzierungen der DM SMK 2025:
weiblich, Jahrgang 2013:
Rücken
- Mathilda Kalau von Hofe (Potsdamer SV) 4.124
- Emily Mroczkowski (SG Schöneberg Berlin) 3.754
- Phoebe Lißner (SSG Leipzig) 3.674
Brust
- Valentina Basile da Costa (SG Bayer) 3.804
- Luna Tittmann (SC Chemnitz) 3.486
- Michelle Hergert (SG Neumünster) 3.470
Schmetterling
- Piloka Marie Weisner (SG Neukölln Berlin) 3.907
- Felicia Wilicki (SG Schöneberg Berlin) 3.673
- Mara Kessel (WSG Wunstorf) 3.626
Kraul
- Ella Hartmann (SG Dortmund) 4.125
- Nina Maria Reusch (SGS Hannover) 3.746
- Emilia Klaus (SG Dortmund) / Lia Jeß (Aqua Berlin) 3.650
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männlich, Jahrgang 2013:
Rücken
- Paul Bruno von Loesch (Berliner TSC) 2.851
- Jasper Müller (SSG Leipzig) 2.760
- Alexei Prüfer (SG Frankfurt) 2.730
Brust
- Paul-Anton Siegfried (SSG Braunschweig) 2.703
- Felix Thyssen (SG Gladbeck/Recklinghausen) 2.539
- Justus Richter (SSG Leipzig) 2.3.65
Schmetterling
- Moritz Schwabe (Hofheimer SC) 3.192
- Thies Scharlau (SG Schwimmen Münster) 2.780
- Toni Hartinger (SG Frankfurt) 2.741
Kraul
- Fabian Brauer (SSG Leipzig) 3.282
- Ömer Burak Yildirim (SG Rhein-Mosel) 3.102
- Daniel Ryvkin (SC Aqua Köln) 3.075
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weiblich, Jahrgang 2014:
Rücken
- Magdalena Leditschke (Hofheimer SC) 3.912
- Frida Meißner (SSG Leipzig) 3.393
- Vivian Wiegand (DSW 1912 Darmstadt) 3.275
Brust
- Hanna Leonhardt (SSG Leipzig) 3.530
- Nelina Schwarzer (Wasserfreunde Spandau 04) 2.941
- Elisabeth Assenov (Wasserfreunde Spandau 04) 2.877
Schmetterling
- Elli Kluth (SV Zwickau von 1904) 3.431
- Lara Kucharczyk (SG Essen) 3.113
- Jolien Abu Mahfouz (SG Schöneberg Berlin) 3.102
Kraul
- Chiara Schiessler (TSV Schwabmünchen) 3.092
- Leni Kelher (SSV 70 Halle-Neustadt) 3.078
- Selina Franke (SC Magdeburg) 3.076
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männlich, Jahrgang 2014:
Rücken
- Benno Salfitzky (Dresdner SC 1898) 2.603
- Theodor Kröger (KSC Strausberg) 2.465
- Teo Schott (SG Berliner Wasserratten) 2.354
Brust
- Konstantin Assenov (Wasserfreunde Spandau 04) 2.647
- Finn Baumann (Hofheimer SC) 2.259
- Jonathan Lucassen (Berliner TSC) 2.222
Schmetterling
- Leon Putina (SG Dortmund) 2.435
- Leopold Peter (SG Neukölln Berlin) 2.202
- Carl Brückner (SSG Leipzig) 2.146
Kraul
- Max Petermann (SV Delphin Wiesbaden) 2.708
- Simon Kaiser (SV Cannstatt) 2.432
- Theodor Scholz (Köpenicker SV Neptun Berlin) 2.328
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Bild: Symbolfoto / Archiv
3:54! Summer McIntosh zerstört WELTREKORD über 400m Freistil

Auch in Kanada hat der Kampf um die WM-Tickets begonnen und zum Auftakt der Wettbewerbe in Victoria konnte in der Nacht zu Samstag die Starschwimmerin Summer McIntosh ein dickes Ausrufezeichen setzen. Über die 400m Freistil stellte die 18-Jährige einen neuen Weltrekord auf.
In beeindruckenden 3:54,18 Minuten unterbot sie die bisherige, knapp zwei Jahre alte Bestmarke der Australierin Ariarne Titmus um satte 1,2 Sekunden. Damit untermauerte McIntosh einmal mehr ihre Titelambitionen für die bevorstehenden Weltmeisterschaften.
Bei den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr hatte sich die junge Kanadierin hinter Titmus mit der Silbermedaille vorlieb nehmen müssen, nachdem sie schon den Weltrekord an die Australierin verloren hatte. Diesen hatte McIntosh kurzzeitig 2023 in 3:56,08 Minuten gehalten.
Die kanadischen Trials laufen noch bis Donnerstag. Für McIntosh stehen noch die 800m Freistil, 200m Lagen, Freistil Schmetterling und Rücken sowie die 400m Lagen auf dem Programm.
Bild: Archiv / Swimming Canada
US-Trials: Märtens-Konkurrenten setzen Achtungszeichen

Nachdem Lukas Märtens in diesem Schwimm-Frühjahr mit dem Weltrekord über die 400m Freistil und etlichen Spitzenzeiten die Blicke der Schwimmwelt auf sich zog, versuchen seine Konkurrenten rund um den Globus ebenfalls für Schlagzeilen zu sorgen. So auch bei den derzeit stattfindenden US-Meisterschaften in Indianapolis.
Über die 200m Freistil gelang es hier in den zurückliegenden Tagen Luke Hobson in 1:43,73 Minuten Märtens von der Spitze der Weltrangliste zu verdrängen und in der Nacht zum Samstag präsentierte sich nun über die 400m Freistil Rex Maurer in starker Form. Zwar war er in 3:43,33 Minuten mehr als drei Sekunden langsamer als Märtens Fabel-Weltrekord. Damit schob sich Maurer aber zumindest auf Position Zwei in der Weltjahresbestenliste und verdrängte dabei Oliver Klement um sieben Hundertstelsekunden. Für den zweiten Startplatz im amerikanischen WM-Team konnte sich das 16-jährige Toptalent Luka Mijatovic (3:45,71) empfehlen, der in den vergangenen Jahren zahlreiche von Michael Phelps gehaltene Altersklassenrekorde brechen konnte.
Bei den Damen konnte Katie Ledecky mit einem Sieg über die 400m Freistil ihrer eindrucksvollen Erfolgsbilanz einen weiteren nationalen Meistertitel hinzufügen. Auch wenn Ledecky in 3:58,56 Minuten nicht an ihrer 3:56er Weltjahresbestzeit aus dem Vormonat heran kam, untermauerte die amerikanische Ausnahmeschwimmerin wieder einmal ihre starke Form in diesem Jahr. Die frischgebackene Vizemeisterin Claire Weinstein, die Ledecky über die 200m Freistil hatte schlagen können, verpasste es in 4:00,05 Minuten nur hauchdünn, das erste Mal in ihrer Karriere die magische Marke von vier Minuten zu knacken.
Nachdem sich Regan Smith an den vergangenen Wettkampftagen der US-Meisterschaften in Indianapolis gleich dreimal mit dem Silberrang zufrieden geben musste, durfte sich die achtmalige Medaillengewinnerin bei Olympischen Spielen nun über die 100m Rücken doch noch über die erhoffte Goldmedaille freuen. In 57,69 Sekunden wusste sich die amtierende Weltrekordhalterin souverän gegen die starke nationale Konkurrenz zu behaupten und fügte ihrem WM-Programm für die anstehenden Titelkämpfe in Singapur somit einen vierten Einzelstart hinzu. Katharine Berkhoff sicherte sich in 58,13 Sekunden den zweiten Platz hinter Smith, nachdem sie gestern auf den 50m Rücken überraschend dicht an den Weltrekord heran geschwommen war.
Die 100m Rücken der Männer entschied Tommy Janton in 53,00 Sekunden für sich, der in Singapur sein WM-Debüt feiern wird. Dort wird auch Jack Aikins (53,19) die amerikanischen Farben vertreten, der bei den Weltmeisterschaften auch über die doppelte Strecke mit von der Partie sein wird.
Nachdem sich Lilly King gestern mit ihrem Triumph über die 50m Brust für ihre letzten internationalen Titelkämpfe qualifiziert hatte, krönte sie ihr letztes Rennen in den USA mit einer weiteren Podestplatzierung. Über die 100m Brust musste sich die Weltrekordhalterin in 1:06,02 Minuten lediglich Kate Douglass geschlagen geben, die sich in 1:05,79 Minuten die Goldmedaille schnappte. Sowohl King als auch Douglass werden somit bei den Weltmeisterschaften in Singapur auf die Deutsche Meisterin Anna Elendt treffen, die in 1:05,72 Minuten weiterhin die drittschnellste Zeit des Jahres hält.
Wie schon über die 50m Brust war Campbell McKean auch über die doppelte Distanz nicht zu schlagen. In 58,96 Sekunden blieb der zweifache US-Meister nicht nur erstmalig unterhalb von der Minutenmarke, sondern glänzte direkt mit einer 58er Zeit. Da konnte auch der 200m Brust Sieger Josh Matheny (59,18) nicht gegen halten.
Ein abschließender Wettkampftag steht der US-Elite bei den laufenden Titelkämpfen in Indianapolis noch bevor. Insbesondere bei den Männern deutet sich ein packender Kampf um die WM-Tickets an, da die zu vergebenen 26 Plätze bereits ausgereizt sind.
US Trials: Lilly King qualifiziert sich für ihre Abschieds-WM

Mit ihrem Sieg über die 50m Brust bei den laufenden US-Meisterschaften machte Lilly King die Qualifikation für ihre letzten internationalen Titelkämpfe perfekt. Die dreifache Olympiasiegerin hatte vor wenigen Tagen ihr geplantes Karriereende angekündigt. Nun steht fest, dass King das Team USA bei den Weltmeisterschaften in Singapur ein letztes Mal vertreten wird.
In 29,88 Sekunden präsentierte sich Lily King bei den US-Trials wieder einmal in vielversprechender Form und ist nun eine von drei Schwimmerinnen, die in diesem Jahr die 30 Sekunden Marke unterbieten konnten. Platz Zwei und damit die Chance auf eine Nominierung für das amerikanische WM-Team teilten sich die zeitgleichen Emma Weber und McKenzie Siroky in 30,43 Sekunden. Eng ging es über die 50m Brust auch bei den Männern zu. In 26,90 Sekunden setzte sich der WM-Debütant Campbell McKean hauchdünn gegenüber Michael Andrew (26,92) durch, der seinem Programm für Singapur nach den 50m Schmetterling nun eine zweite Strecke hinzufügte.
Gerade einmal elf Hundertstelsekunden fehlten Katharine Berkhoff, um über die 50m Rücken mit einem neuen Weltrekord zu überraschen. In 26,97 Sekunden wackelte Berkoff nicht nur kräftig an der Allzeit-Bestmarke der Australierin Kaylee McKeown, sondern knackte als erste US-Schwimmerin überhaupt die Marke von 27 Sekunden. Auch wenn es nicht ganz für den Weltrekord reichte, dürften der US-Rekord, eine neue Weltjahresbestzeit sowie die erfolgreiche WM-Qualifikation Berkhoff dennoch ausreichend Grund zur Freude geben. Mit einer Zeit von 27,20 Sekunden machte die bisherige Rekordhalterin Regan Smith ihren dritten Silberstreich in dieser Woche perfekt, wartet aber weiteren auf ihren ersten nationalen Meistertitel bei den laufenden Titelkämpfen in Indianapolis.
Bei den Männer kürte sich Quintin McCarty (24,34) zum schnellsten Rückensprinter der USA, dicht gefolgt von Shaine Casas, der sich in 24,44 Sekunden das zweite WM-Ticket für Singapur sicherte. Noch besser lief es für Casas über die 100m Schmetterling, die der Olympiateilnehmer von Paris in 50,51 Sekunden für sich entschied. Auf den Silberrang schmetterte Thomas Heilman, der in 50,70 Sekunden ebenfalls eine starke Zeit ins Becken zauberte.
Ihre Dominanz über die 100m Schmetterling stellte wieder einmal Gretchen Walsh zur Schau, die in 54,76 Sekunden bis auf sechzehn Hundertstel an ihren eigenen Weltrekord heran kam. Walsh hält damit nun die sieben schnellsten je geschwommen Zeiten. Erfreulich aus deutscher Sicht: Weltmeisterin Angelina Köhler behauptet sich weiterhin auf Platz Zwei in der Weltjahresbestenliste und konnte von dieser Position auch nicht von der amtierenden Olympiasiegerin Torri Huske verdrängt werden, die sich in 56,61 den zweiten WM-Startplatz schnappte.
Sein Können abseits der langen Freistilstrecken wusste Bobby Finke über die 400m Lagen eindrucksvoll zu präsentieren. In 4:07,46 Minuten setzte sich der 1500m-Olympiasieger gegenüber der starken nationalen Konkurrenz um Carson Foster (4:07,92) durch. Nur der amtierende Olympiasieger und Weltrekordhalter Léon Marchand war in diesem Jahr bislang schneller als Finke. Die amerikanischen Farben über die 400m Lagen der Damen werden bei den Weltmeisterschaften in Singapur von Emma Weyant (4:34,81) und Katie Grimes (4:37,22) vertreten.
Bild: Archiv
DM SMK 2025: Mehr als 300 Talente jagen Meistertitel im Mehrkampf

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Von heute bis Sonntag wird in Dortmund um Meistertitel geschwommen: Bei den Deutschen Meisterschaften im Schwimmerischen Mehrkampf sind 322 Talente der Jahrgänge 2013 und 2014 am Start.
Auf dem Programm stehen die Strecken über die 400m Freistil, die 200m Lagen sowie 50m Beine und die 100m- und 200m-Strecken in der Schwimmart, die der jeweilige Sportler für sich gewählt hat, sowie 25m Delphinbeinbewegung in Bauch- und Rückenlage.
Den Ausschlag für Titel und Medaillen geben nicht die Einzelstrecken, sondern es kommt auf die Gesamtleistung über alle Strecken einer Mehrkampfwertung an. Nach den 200m Lagen am Sonntag werden die Punkte der jeweiligen Events addiert und so für jede Schwimmart die Champions ermittelt.
Die Links zur Veranstaltung findet ihr hier:
Gretchen Walsh glänzt erneut mit US-Rekord

Gretchen Walsh setzt ihre beeindruckende Rekordbilanz auch im Rahmen der diesjährigen US-Meisterschaften fort. Am zweiten Tag der nationalen Titelkämpfe, die zugleich der WM-Qualifikation dienen, trug sich Walsh mit einem neuen US-Rekord über die 50m Schmetterling abermals in die Rekordbücher ein.
In 24,66 Sekunden verbesserte Gretchen Walsh, die vor wenigen Wochen als erste US-Schwimmerin die Marke von 25 Sekunden geknackt hatte, ihre eigene Bestmarke erneut um wertvolle Zehntel.
Nur die Weltrekordhalterin Sarah Sjöström schmetterte die 50m jemals schneller als die amerikanische Star-Schwimmerin. Ähnlich stark präsentierte sich Kate Douglass, die sich in 25,39 Sekunden das zweite Ticket für die Weltmeisterschaften in Singapur sicherte.
Ihre Vielseitigkeit stellte Kate Douglass zudem bei ihrem Sieg über die 200m Brust unter Beweis. In 2:21,45 Minuten setzte sich die amtierende Olympiasiegerin souverän gegenüber der nationalen Konkurrenz um die zweite Walsh-Schwester Alex Walsh (2:22,45) durch. Bei den Männern werden Josh Matheny (2:08,87) und AJ Pouch (2:09,31) das Team USA bei den Weltmeisterschaften vertreten.
Ein Ausrufezeichen an die internationale Schwimm-Elite schickte bei den Titelkämpfen in Indianapolis auch Claire Weinstein über die 200m Freistil. In 1:54,92 Minuten lies Weinstein nicht nur Katie Ledecky (1:55,26) entscheidend hinter sich, sondern setzte sich mit dieser Leistung auch an die Spitze der aktuellen Weltjahresbestenliste. Für die WM-Staffelplätze konnten sich neben Weinstein und Ledecky auch Torri Huske (1:55,71) sowie die zeitgleichen Anna Peplowski und Erin Gemmell (1:55,82) empfehlen.
Auch bei den Männern sollte über die 200m Freistil eine neue Weltjahresbestzeit fallen. In starken 1:43,73 Minuten verdrängte der Olympiadritte und Kurzbahn-Weltrekordhalter Luke Hobson den bisher Jahresschnellsten Lukas Märtens von Platz 1 des weltweiten Klassements. Das amerikanische WM-Quartett wird von Gabriel Jett (1:44,70), Rex Maurer (1:45,13) und Henry McFadden (1:45,22) verstärkt.
Ernüchternd verlief hingegen auch der zweite Wettkampftag für Regan Smith, die sich wie schon über die 200m Schmetterling auch über die 200m Rücken mit Platz Zwei zufrieden geben musste. In 2:05,84 Minuten musste sich die Vizeolympiasiegerin von Paris ihrer Teamkollegin Claire Curzan geschlagen geben, die in 2:05,09 Minuten das Rennen zu ihrem Gunsten entschied und sich den nationalen Meistertitel sicherte. Bei den Männern kürte sich Jack Aikins zum neuen US-Meister über die 200m Rücken und schwamm in 1:54,25 Minuten die schnellste Zeit des Jahres, die bei den Olympischen Spielen von Paris Gold bedeutet hätte. Den zweiten Startplatz im WM-Team sicherte sich dahinter Keaton Jones (1:54,85).
Gleiches gelang auch Dare Rose (23,06) und Michael Andrew (23,21), die über die 50m Schmetterling jeweils ihr WM-Ticket für Singapur perfekt machten.
Bild: Archiv / USA Swimming
Mehr als 1500 Talente bei der DJM 2025: Meldeergebnis der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften ist online

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In der kommenden Woche ist es soweit: Für mehr als 1500 junge Talente geht es bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften 2025 in Berlin um Titel, Medaillen und Bestzeiten. Jeweils 751 weibliche und männliche Youngsters der Jahrgänge 2007 bis 2012 wollen in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark das Wasser zum Kochen bringen.
Die größten Aufgebote stellen in Berlin die SSG Leipzig und die SG Frankfurt, die jeweils 33-köpfige Teams bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften an den Start schicken. Direkt dahinter folgen die SG Bayer (32), der SC Magdeburg (31) sowie die SG Essen (30).
Von Mittwoch bis Sonntag der kommenen Woche (11.-15.06.) richten sich die Blicke nach Berlin. Insgesamt 304 Vereine aus ganz Deutschland werden bei der DJM 2025 vertreten sein.
Links zum Thema:
Meldeergebnis der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften 2025
Startlisten und Ergebnisse der DJM Schwimmen 2025
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US Trials: Katie Ledecky kratzt erneut am Weltrekord

Auf den langen Freistilstrecken ist Katie Ledecky seit Jahren auf nationaler und internationaler Ebene eine Klasse für sich. Zuletzt stellte die neunfache Olympiasiegerin über die 800m Freistil abermals einen neuen Weltrekord auf, den sie am ersten Tag der laufenden US-Meisterschaften erneut kräftig zum Wackeln brachte.
In 8:05,76 Minuten zeigte Katie Ledecky die drittschnellste jemals geschwommene Zeit und lag bis zur 700m Zwischenzeit sogar auf Weltrekordkurs. Vor genau einem Monat hatte Ledecky mit einer neuen Rekordzeit von 8:04,12 Minuten für ein dickes Ausrufezeichen gesorgt und ihre starke Form in dieser Saison hervorgehoben. Die Silbermedaille und somit auch den zweiten Startplatz für die anstehenden Weltmeisterschaften in Singapur sicherte sich Claire Weinstein (8:19,67), die das Rennen negativ gestaltete und auf der zweiten Streckenhälfte mit einem Split von 4:04,67 Minuten für großes Staunen sorgte.
Ebenso souverän wie Ledecky machte auch Bobby Finke seinen Sieg über die 1500m Freistil perfekt. In 14:48,65 Minuten setzte sich der amtierende Olympiasieger und Weltrekordhalter deutlich gegenüber der Konkurrenz um den Zweitplatzierten David Johnston (14:57,83) durch. Bemerkenswert ist jedoch, dass Bobby Finke mit dieser Leistung bei den Deutschen Meisterschaften lediglich den vierten Platz belegt hätte.
Eine Überraschung ereignete sich hingegen über die 200m Schmetterling der Damen, denn der Sieg ging nicht an die zweifache Vizeolympiasiegerin über diese Strecke Regan Smith. In 2:05,85 Minuten musste sich Smith der WM-Debütantin Caroline Bricker geschlagen geben, die sich mit einem Vorsprung von fünf Hundertstelsekunden ihren ersten nationalen Meistertitel sicherte. Bei den Männern schnappten sich über die 200m Schmetterling Luca Urlando (1:53,42) und Carson Foster (1:53,70) die WM-Tickets für Singapur.
Über die 100m Freistil ging es neben den Meistertiteln und den WM-Einzelstarts auch um die Staffelbesetzung des Team USA. Die Damenstaffel wird sich aus Torri Huske (52,43), Gretchen Walsh (52,78), Simone Manuel (52,83) und Kate Douglass (53,16) zusammensetzen, die allesamt mit zahlreichen Olympiamedaillen hochdekoriert sind. Bei den Herren schwammen Jack Alexy (47,17), Patrick Sammon (47,47), Chris Guiliano (47,49) und Destin Lasco (47,58) unter die Top 4 und damit sicher ins amerikanische WM-Team. Insgesamt blieben eindrucksvolle acht US-Schwimmer unter der Marke von 48 Sekunden. Besonders stark präsentierte sich der spätere Sieger Jack Alexy in den Vorläufen, wo er in 46,99 Sekunden sogar die 47 Sekunden Marke knackte und die nationale Bestmarke von Caeleb Dressel nur um drei Hundertstel verpasste.
US-Meisterschaften ohne Top-Stars Dressel, Jacobi & Fink

In dieser Woche richtet die Schwimmwelt abermals den Blick in die USA, wo ab heute die US-Meisterschaften in Indianapolis ausgetragen werden. Die nationalen Titelkämpfe stellen für die amerikanische Schwimmelite die einzige Qualifikationsmöglichkeit für die anstehenden Weltmeisterschaften in Singapur dar. Nichtsdestotrotz verzichten einige Topstars auf einen Start bei den Trials und somit auch vorzeitig auf einen Platz im amerikanischen WM-Team.
So wird der neunfache Olympiasieger Caeleb Dressel in dieser Saison auf die nationalen Titelkämpfe und Weltmeisterschaften verzichten. Gleiches gilt auch für die Brustspezialisten Lydia Jacobi und Nic Fink. In den zurückliegenden Woche hatten zudem auch Ryan Murphy, Hunter Armstrong und Paige Madden verkündet, in der postolympischen Saison nicht an den Wettkampfhöhepunkten teilzunehmen.
An großen Namen mangelt es bei den diesjährigen US-Meisterschaften dennoch nicht: Neben Gretchen Walsh und Katie Ledecky, die zuletzt mit neuen Weltrekorden glänzten, werden auch Torri Huske, Regan Smith, Bobby Finke, Luke Hobson und zahlreiche weitere hochdekorierte Topstars mit von der Partie sein und den Kampf um die WM-Tickets vermutlich entscheidend mitbestimmen.
Zudem wird Lilly King ihren letzten Wettkampf auf heimischen Boden bestreiten, bevor die dreifache Olympiasiegerin diesen Sommer ihre Schwimmkarriere beenden wird. Mehr dazu gibt es hier: US-Olympiasiegerin Lilly King kündigt Karriereende an
Die Ergebnisse der US-Meisterschaften 2025 gibt es hier: Startlisten und Ergebnisse
US-Olympiasiegerin Lilly King kündigt Karriereende an

US-Schwimmstar Lilly King wird zum Ende der Saison 2025 ihre Karriere beenden und die Schwimmbrille an den Nagel hängen. Wie sie am Wochenende auf Instagram mitteilte, werden die in dieser Woche beginnenden US-Meisterschaften ihr letzter Wettkampf auf heimischem Boden sein.
Bereits im vergangenen Jahr hatte die Brustspezialistin angekündigt, dass die Olympischen Spiele in Paris ihre letzten sein werden. An diesen Plänen hat auch die Aufnahme der 50m-Bruststrecke ins olympische Programm nichts geändert.
King hält derzeit den Weltrekord über 100m Brust. Diesen stellte sie 2017 bei den Weltmeisterschaften in Budapest mit einer Zeit von 1:04,13 Minuten auf. Zudem war sie Teil der Weltrekordstaffel über 4×100m Lagen der Damen bei den Olympischen Spielen 2024 und hielt zwischenzeitlich 50m-Brust-Weltrekord.
Die dreimalige Olympiateilnehmerin gewann insgesamt sechs olympische Medaillen, darunter dreimal Gold. Auch bei Weltmeisterschaften auf der Kurz- und Langbahn konnte King zahlreiche Erfolge feiern: Insgesamt 17 WM-Titel gehen auf ihr Konto.
Im Sommer könnte sie bei der Weltmeisterschaft in Singapur zum Abschluss ihrer Karriere ihre beeindruckende Bilanz noch weiter ausbauen.
6 neue Weltrekorde bei der Masters-DM in Dresden

Bei den Deutschen Meisterschaften der Masters auf den kurzen Strecken, die am Wochenende in Dresden ausgetragen wurden, präsentierten sich Deutschlands Top-Routiniers wieder einmal in Rekordlaune. Neben unzähligen nationalen Bestmarken wurden insgesamt sechs neue Weltrekorde und zwei neue Europarekorde aufgestellt.
Jeweils zwei Weltrekorde gingen dabei auf das Konto von Nicole Heidemann und Stefano Razeto. Heidemann, die vor wenigen Wochen bei den Deutschen Meisterschaften starke Fünfte über die 50m Brust wurde, trug sich über ebendiese Strecke (32,11) und über die 100m Brust (1:11,49) in die Rekordbücher der Altersklasse 40 ein.
Razeto stellte sein Können insbesondere auf den Sprintstrecken zur Schau und schwamm in der AK 35 über die 50m Schmetterling (23,74) und 50m Freistil (22,40) nicht nur zu neuen Weltrekorden sondern bleib jeweils auch nur wenige Zehntel über dem Deutschen Rekord der offenen Klasse. Für die weiteren Weltrekorde sorgten die 4x100m Freistilstaffel der Männer vom SSV Leutzsch in der AK 360+ (8:04,64) und Thomas Dockhorn über die 50m Rücken in der AK60 (30,38).
Zudem fielen im Rahmen der Masters-DM auch zwei neue Europarekorde und über alle Altersklassen verteilt auch zahlreiche nationale Bestmarken, sowohl auf den Einzelstrecken als auch in den Staffeln. Eine Übersicht über alle aufgestellten Rekorde gibt es hier: Alle Rekorde der Masters-DM 2025
Den Sieg im Medaillenspiegel sicherten sich die Masters vom Berliner TSC, die sich über insgesamt 21x Gold, 13x Silber und 10x Bronze freuen durften.
Die erfolgreichen Titelkämpfe der Masters lassen viele der Teilnehmenden optimistisch auf den anstehenden internationalen Saisonhöhepunkt blicken. Denn auch für die Masters stehen bereits in wenigen Wochen die Weltmeisterschaften in Singapur an, die am 26.Juli mit den Freiwasserwettbewerben beginnen werden.
Bild: LennART Photography / Archiv
NADA hält Namen deutscher Dopingsünder seit Jahren geheim

Seit mehr als fünf Jahre ist es schon Praxis, doch erst jetzt fällt es auf: Die Nationale Anti-Doping-Agentur NADA veröffentlicht seit 2020 keine Namen von deutschen Dopingsündern mehr. Laut ARD-Recherchen sollen mehr als 70 Namen geheim gehalten worden sein.
Die Anti-Doping-Agentur bestätigte dieses Vorgehen nach den Veröffentlichungen der ARD-Kollegen: „Die Nada nennt alle Verstöße gegen Anti-Doping-Bestimmungen in anonymisierter Form im Jahresbericht. Eine darüberhinausgehende, systematische Veröffentlichung von Schiedssprüchen und Entscheidungen auf der Nada-Webseite erfolgt seit 2020 nicht mehr.“ Als Grund führt die NADA dafür rechtliche Bedenken an. Demnach stehe die Veröffentlichung personenbezogener Daten derzeit im Konflikt mit geltendem Datenschutzrecht.
Insgesamt 99 Aktive verschiedener Sportarten seien seitdem wegen Dopingverstößen auffällig geworden. Kommentiert wurden Fälle durch die NADA jedoch stets erst dann, wenn die Namen durch Dritte veröffentlicht wurden oder sich die Aktiven selbst zu ihren Vergehen äußerten.
Unter den mehr als 70 "unbekannten" Dopern sollen Vertreter aus 18 olympischen Sportarten, darunter auch dem Schwimmsport sein. Alle beteiligten Stellen, damit also auch die Verbände, würden bei einem Dopingfall zeitnah und umfassend informiert.
Dennoch steht das Vorgehen im Widerspruch zu den Vorschriften der Welt-Anti-Doping-Agentur, die die Veröfffentlichung von Dopingsündern und verhängten Strafen ausdrücklich vorsieht. Die NADA will aufgrund der Gesetzeslage in Deutschland weiter an ihrem Vorgehen festhalten.
Freiwasser-EM: Deutsche Staffel schwimmt auf Platz vier

Am letzten Tag der Freiwasser-Europameisterschaften in Stari Grad verpasste die deutsche Staffel im 4×1500m-Mixed-Wettbewerb mit Platz vier knapp eine Medaille.
Das Quartett, bestehend aus Lea Boy, Celine Rieder, Moritz Bockes und Arne Schubert, zeigte zunächst eine starke Leistung. Boy und Rieder hielten die Medaillenhoffnungen lange aufrecht und übergaben jeweils auf den Positionen zwei und drei. Bockes und Schubert konnten das hohe Tempo der Konkurrenz jedoch nicht mitgehen, sodass dem DSV-Team am Ende 1:38 Minuten zur Bronzemedaille fehlten.
Diese ging an Frankreich, das sich hinter Italien auf dem dritten Rang platzierte. Den Titel sicherte sich souverän das ungarische Team mit Viktoria Mihalyvari, Bettina Fabian, David Betlehem und Kristof Rasovszky.
Für die ungarische Mannschaft war es der krönende Abschluss der Europameisterschaften – sie gewannen insgesamt fünf der sieben möglichen Goldmedaillen.
Aus deutscher Sicht überzeugte vor allem Lea Boy, die mit zwei Bronzemedaillen über 10 Kilometer und im neuen 3km-Knockout-Rennen glänzte.
Bild: European Aquatics
Erneut Bronze! Lea Boy mit EM-Medaille im Knockout-Rennen!

Am dritten Wettkampftag der Freiwasser-Europameisterschaften im kroatischen Stari Grad stand erstmals das 3km-Knockout-Rennen auf dem Programm, ein neues Format, das künftig die 25km-Distanz ersetzen soll.
Das Rennen besteht aus drei Runden über 1500, 1000 und 500 Meter. Nach jeder Teilstrecke wird das Teilnehmerfeld auf 16 bzw. 10 Athletinnen und Athleten reduziert. Die Entscheidung über die Medaillen fällt schließlich auf der abschließenden 500-Meter-Strecke.
Für das erste Edelmetall des DSV in diesem neuen Format sorgte, wie schon über die 10 km, Lea Boy. Sie zeigte dabei, wie entscheidend eine kluge Renneinteilung ist: Nach einem energiesparenden 13. Platz auf der 1500m-Runde konnte sie sich in den folgenden Abschnitten deutlich steigern. Die Italienerin Ginevra Taddeucci, die zunächst die ersten beiden Teilstrecken dominierte, musste sich am Ende mit dem undankbaren vierten Platz hinter Boy begnügen. Den Sieg sicherte sich Bettina Fabian aus Ungarn vor der Spanierin Paula Otero Fernández. Celine Rieder, die zweite deutsche Starterin, belegte einen respektablen achten Platz.
Bei den Herren bleibt eine Medaille für das deutsche Team vorerst aus: Noah Lerch schied bereits nach der 1500m-Runde aus, während Arne Schubert in der finalen 500-Meter-Entscheidung den sechsten Platz belegte. Neuer Europameister wurde der ungarische 10km-Champion Kristof Rasovszky vor dem Franzosen Logan Fontaine und seinem Landsmann David Betlehem.
Zum Abschluss der Freiwasser-EM bietet sich dem deutschen Team morgen in der 4×1500m-Mixed-Staffel noch einmal die Chance, in den Kampf um die Medaillen einzugreifen.
Bild: European Aquatics / Archiv
Freiwasser-EM: Celine Rieder wackelt am Podest

Nach dem gestrigen Bronze-Coup von Lea Boy über die 10 km waren die Langstreckenasse bei der Freiwasser-EM in Stari Grad am zweiten Wettkampftag auf der kürzeren 5-km-Distanz gefordert. Bei den Damen schickte der DSV mit Celine Rieder lediglich eine Athletin ins Rennen.
Rieder zeigte ein beherztes Rennen und hielt sich durchweg in der Spitzengruppe. Trotz eines starken Schlusssprints verpasste sie den Sprung auf das Podium denkbar knapp: In 59:55,36 Minuten blieb sie zwar unter der Stundenmarke, doch die Drittplatzierte Maria de Valdes Alvarez berührte die Anschlagmatte drei Zehntelsekunden früher.
Den Sieg sicherte sich die Italienerin Ginevra Taddeucci, die über weite Strecken das Tempo bestimmte. Silber ging an Viktoria Mihalyvari aus Ungarn.
Wie schon über die 10 km sammelten die deutschen Herren auch über die 5-km-Distanz vor allem Erfahrung. Beim Sieg des Italieners Gregorio Paltrinieri (52:05,79 Minuten), der tags zuvor noch unglücklich Vierter geworden war, belegte Noah Lerch in 53:28,24 Minuten Rang 13. Moritz Bockes wurde disqualifiziert.
Hinter Paltrinieri holten die Ungarn David Betlehem und Kristof Rasovszky Silber und Bronze.
Auch am morgigen Wettkampftag werden wieder zwei Titel vergeben. Dann steht das neue 3-km-Knockout-Rennen auf dem Programm.
Bild: European Aquatics / Archiv
1000 Aktive bei der Masters-DM in Dresden erwartet

Die nächsten Deutschen Meistertitel sind zu vergeben! In Dresden finden an diesem Wochenende (30. Mai bis 1.Juni) die Deutsche Meisterschaften der Masters "Kurze Strecke" statt. Die Veranstaltung jährt sich in diesem Jahr bereits zum 56. Mal.
Gemeldet sind genau 1000 Aktive aus 251 Vereinen. Neben zahlreichen Staffelwettbewerben stehen bei der Masters-DM alle 50m und 100m Strecken auf dem Programm. Hinzu kommen die 200m Freistil und 200m Lagen. Für viele Masters dienen die nationalen Titelkämpfe als entscheidender Formtest für die anstehende Masters-WM in Singapur diesen Sommer.
Mit Nicole Heidemann (TV Meppen), Maya Tobehn (Dresdner SC 1898) und Nora Flehmig (SG Bamberg) sind zudem einige Aktive in Dresden mit von der Partie, die zuletzt auch bei den regulären Deutschen Meisterschaften in den A-Finals vertreten waren.
Und auch einen großen Abschied wird es im Rahmen der Masters-DM zu zelebrieren geben: die 85-jährige Schwimmlegende Christel Schulz, Olympiateilnehmerin von 1956 und 1960, wird an diesem Wochenende den letzten Wettkampf ihrer eindrucksvollen Karriere bestreiten.
Website der Masters-DM 2025: https://dmm25.usv-tu-dresden.de/
Link zum Meldeergebnis: Meldeergebnis Masters-DM 2025
Freiwasser-EM: Lea Boy holt Bronze zum Auftakt!

Am ersten Wettkampftag der Freiwasser-Europameisterschaften im kroatischen Stari Grad sicherte sich Lea Boy in einem dramatischen Finish die erste Medaille für das deutsche Team. Nach zehn Kilometern schlug sie in 1:57:34,38 Stunden nur hauchdünne 14 Hundertstelsekunden vor der viertplatzierten Klaudia Tarasiewicz aus Polen an. Auch Bettina Fabian aus Ungarn, die mit 1:57:34,65 Stunden auf Rang fünf landete, lag nur knapp zurück.
Den Sieg sicherte sich die Ungarin Viktoria Mihalyvari in 1:57:27,54 Stunden. Sie verwies damit sowohl Lea Boy als auch die lange führende Italienerin Ginevra Taddeucci, die am Ende mit 1:57:30,35 Stunden die Silbermedaille gewann, auf die weiteren Plätze. Die zweite deutsche Starterin, Jeannette Spiwoks, kam mit einem Rückstand von knapp 34 Sekunden ins Ziel und belegte einen soliden elften Platz.
Auch die Herren traten am ersten Wettkampftag über zehn Kilometer an. Die beiden deutschen Teilnehmer Jonas Kusche und Moritz Bockes konnten jedoch nicht in das Rennen um die Medaillen eingreifen und belegten die Plätze 21 und 23. Sie erreichten das Ziel mehr als acht Minuten nach dem neuen Europameister Kristof Rasovszky, der nach 1:47:23,68 Stunden triumphierte. Der ungarische Olympiasieger gehörte während des gesamten Rennens zur Spitzengruppe und sicherte sich souverän den Titel.
Das Podium wurde durch die beiden Franzosen Logan Fontaine (1:47:26,05) und Marc-Antoine Olivier (1:47:26,18) komplettiert. Unglücklich verlief das Rennen für das italienische Duo Gregorio Paltrinieri und Andrea Filadelli, die beide den Bronzerang um weniger als eine Zehntelsekunde verpassten.
Bis Samstag kämpfen die besten Langstreckenschwimmer Europas weiter um Edelmetall. Bereits morgen steht das nächste Rennen über fünf Kilometer auf dem Programm.
Bild: European Aquatics
Enhanced Games: Mehrfacher Deutscher Jahrgangsmeister schließt sich den Dopingspielen an

Nachdem der gebürtige Bulgare Josif Miladinov im Jugendbereich langezeit in Erfurt trainierte und bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften zahlreiche Titel gewann, kündigte der 21-Jährige nun seinen Rückzug vom olympischen Schwimmsport an. Der Grund: Miladinov wird fortan für die "Enhanced Games" trainieren.
Der zweifache Olympiateilnehmer und Vize-Europameister von 2021 über die 100m Schmetterling zählte in den vergangenen Jahren zu den erfolgreichsten Schwimmern seines Heimatlandes Bulgarien und erlebte zuvor auch im Juniorenbereich eine sehr erfolgreiche Karriere. Josif Miladinov besuchte für einige Jahre das Sportinternat in Erfurt und gewann für den SV Gera insgesamt dreizehn Titeln bei Deutschen Jahrgangsmeisterschaften. Zuletzt zog Miladinov in der Schweiz seine Trainingsbahnen.
Mit seinen 21 Jahren ist Josif Miladinov nun der mit Abstand jüngste Schwimmer, der sich den Enhanced Games angeschlossen hat. Da das höchst umstrittene Projekt eine Leistungssteigerung durch Doping explizit erlaubt, werden die entsprechenden Sportler dauerhaft von regulären Wettkämpfen ausgeschlossen. Die Organisatoren locken Spitzenportler unter anderem mit hohen Prämien und Preisgeldern, damit diese sich vom dopingfreien Sport abwenden.
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Märtens wieder Weltklasse – Deutsches Team überzeugt in London!

Eindrucksvoll konnten die deutschen Schwimmer in den vergangenen drei Tagen dem AP Race International in London ihren Stempel aufdrücken. Besonders Lukas Märtens stellte mit zwei Siegen einmal mehr seine eindrucksvolle Form unter Beweis. Auf den 400m Freistil brachte der Magdeburger in 3:42,98 Minuten erneut eine Weltklassezeit ins Wasser. Hinter Märtens sorgten Oliver Klemet (3:46,03) und Florian Wellbrock (3:48,61) für einen deutschen Dreifach-Triumph.
Auch über die 200m Rücken überzeugte Märtens und schwamm in 1:56,50 Minuten bis auf 0,7 Sekunden an den deutschen Rekord heran. Dabei ließ Lukas Märtens die britischen Topschwimmer Oliver Morgan (1:57,23) und Luke Greenbank (1:57,68) hinter sich. Knapp geschlagen geben musste sicher der 400m-Weltrekordhalter nur auf den 200m Freistil – hier war Duncan Scott in 1:46,15 Minuten lediglich zwei Zehntelsekunden schneller als Märtens (1:46,34)
Stark war zudem die Zeit von Oliver Klemet auf den 1500m Freistil, der Florian Wellbrock (15:01,28) um fast 20 Sekunden distanzierte. In 14:41,91 Minuten erzielte der Langstreckler die zweitbeste Punktleistung des Wettkampfes und lag damit nur minimal hinter Lauren Cox mit ihrer Spitzenleistung über 50m Rücken (27,15). Die Revanche gelang Wellbrock über die 800m Freistil: In 7:45,63 Minuten schlug er deutlich vor Oliver Klemet (7:48,61) an.
Ein weiteres Magdeburger Dreifachpodium gab es auf den 400m Freistil der Damen. Hier hatte Isabel Gose (4:07,16) die Hände vor ihren Trainingspartnerinnen Moesha Johnson (4:09,00) und Maya Werner (4:11,24) an der Wand. Auch die doppelt so langen 800m Freistil entschied Gose (8:25,43) vor Johnson (8:26,32) für sich. Über die längeren 1500m Freistil drehte die Australierin Johnson den Spieß um und gewann in schnellen 16:00,42 vor Isabel Gose (16:04,00).
Ein Kracher zündete Marrit Steenbergen über 100m Freistil. Die Niederländerin zauberte in 52,77 Sekunden die weltweit schnellste Zeit ins Wasser. Dasselbe Kunststück gelang Steenbergens Teamkollege Nyls Korstanje. Über 50m Schmetterling war bisher kein Athlet in diesem Jahr schneller als Korstanje (22,72).
Einen weiteren Podiumsplatz für das deutsche Team errang Lucas Matzerath mit dem dritten Platz über 100m Brust. Dabei blieb der deutsche Rekordhalter in 59,99 Sekunden haarscharf unter der Minutenmarke. Geschlagen geben musste sich Matzerath nur dem Niederländer Caspar Corbeau (59,45) und Luka Mladenovic (59,94) aus Österreich geschlagen geben.
Ebenfalls über die 100m Brust zeigte Eneli Jefimova eine Spitzenleistung. Die junge Estin schwamm sich in 1:05,81 Minuten auf Rang drei der Weltjahresbestenliste.
Bild: Christian Gold
Mare Nostrum Tour: Dreifach goldener Abschluss für Anna Elendt

Aus einmal Gold, wird zweimal Gold, wird dreimal Gold! Zum Abschluss der dreiteiligen Mare Nostrum Tour machte Anna Elendt nach ihren Erfolgen in Monaco und Barcelona nun das Goldtriple auf den Bruststrecken perfekt.
Im französischen Canet-en-Roussillon setzte sich die deutsche Brustspezialistin der SG Frankfurt eindrucksvoll gegen die internationale Konkurrenz durch und sicherte sich ihren insgesamt sechsten Sieg im Rahmen der diesjährigen Mare Nostrum Tour.
Bei ihrem Triumph über die 200m Brust fehlten Anna Elendt in 2:23,73 Minuten nur 19 Hundertstelsekunden, um ihren zuletzt bei den Deutschen Meisterschaften aufgestellten Deutschen Rekord zu knacken.
Nachdem Elendt über die 100m Brust in Monaco und Barcelona bereits ganz oben auf dem Siegerpodest gestanden hatte, gelang ihr dieser Erfolg nun auch in Canet. In 1:06,33 Minuten schwamm die zweifache Olympiateilnehmerin und Vizeweltmeisterin von 2022 die schnellste Zeit im Rahmen der gesamten Wettkampfserie. Und auch ihre Sprintfähigkeiten stellte Anna Elendt bei ihrem Sieg über die 50m Brust (30,63) erneut unter Beweis.
Elendts beeindruckende Siegesserie wurde mit dem dritten Platz in der Gesamtwertung der Mare Nostrum Tour belohnt, für die die jeweils punktbeste Leistung der Aktiven auf jeder der drei Wettkampfstationen zusammengerechnet wurden. Mehr Punkte als Anna Elendt (2.690), die sich insgesamt über eine Prämie von etwa 3.500 Euro freuen durfte, sammelten bei den Damen lediglich Anastasya Gorbenko aus Israel (2.747) und die Kanadierin Ingrid Wilm (2.700).
Top-Stars Murphy & Kamminga verzichten auf WM 2025

Gut zwei Monate vor Beginn der Weltmeisterschaften in Singapur, entscheidet sich bei zahlreichen Qualifikationswettkämpfen weltweit, welche Schwimmerinnen und Schwimmer sich erfolgreich für die anstehenden Titelkämpfe qualifizieren. Gleichzeitig treffen einige Topstars aber auch die Entscheidung, nicht an der WM teilzunehmen. So zuletzt auch Ryan Murphy und Arno Kamminga.
Der fünfmalige Olympiasieger Ryan Murphy aus den USA ist zu Beginn des Jahres Vater geworden und möchte nun mehr Zeit mit seiner Familie verbringen und sich zudem auf seine berufliche Karriere fokussieren. Das Ende seiner sportlichen Laufbahn sei dies für den 29-jährigen Rückenschwimmer jedoch nicht: "Ich habe noch unerreichte Ziele im Sport und lasse die Tür offen, für das was noch kommt".
Der niederländische Brustspezialist Arno Kamminga hatte sich nach Paris eine achtmonatige Auszeit genommen und fange nun erst wieder so richtig mit dem Training an - und zwar mit einem Neuanfang. Der zweifache Medaillengewinner bei Olympischen Spielen verlegt seinen Trainingsstandort aus den Niederlanden nach Hong Kong, um dort unter Tom Rushton zu trainieren, zu dessen Schützlingen unter anderem auch Siobhan Haughey zählt. "Ich freue mich, einen wichtigen Schritt auf meiner sportlichen Reise zu teilen. Ein neues Kapitel gefüllt mit Hoffnung, Wachstum und frische Energie", kommentierte Kamminga seinen Wechsel nach Hong Kong.
Auch wenn Ryan Murphy und Arno Kamminga bei der WM in Singapur nicht mit von der Partie sein werden, dürfen Schwimmfans optimistisch bleiben, die beiden Topstars zukünftig noch bei einigen Großveranstaltungen bewundern zu können.
Anna Elendt feiert Doppeltriumph bei der Mare Nostrum Tour

Anna Elendt stellt ihre vielversprechende Form in dieser Saison Wettkampf für Wettkampf unter Beweis. Nach ihrem Auftaktssieg bei der Mare Nostrum Tour in Monaco, wusste sich Deutschlands schnellste Brustschwimmerin auch bei der zweiten Station in Barcelona gegen die internationale Konkurrenz zu behaupten und durfte sich über zwei Gold- und eine Silbermedaille freuen.
Über die 100m Brust wiederholte Anna Elendt eindrucksvoll ihren Sieg vom vergangenen Wochenende und war in 1:06,55 Minuten nochmal mehr als eine halbe Sekunde schneller unterwegs. Nachdem sie sich über die 50m Brust in Monaco noch der Weltjahresbesten Benedetta Pilato geschlagen geben musste, sprintete die Deutsche Rekordhalterin nun in 30,82 Sekunden zu Gold und ließ die Italienerin um zwei Hundertstel hinter sich.
Mit Silber über die 200m Brust verpasste Anna Elendt zwar knapp das goldene Brust-Triple, kam in starken 2:24,26 Minuten aber bis auf sieben Zehntel an ihren zuletzt aufgestellten Deutschen Rekord heran. Den Sieg sicherte sich die unter neutraler Flagge startende Alina Zmushka (2:23,30).
Mit Timo Sorgius gelang in Barcelona noch einem weiteren deutschen Schwimmer der Sprung ins Finale. Über die 200m Rücken belegte der Olympiateilnehmer von Paris in 2:06,94 Minuten den achten Platz. Im Vorlauf war Sorgius in 2:03,86 Minuten deutlich schneller unterwegs. Zudem gewann der Leipziger das B-Finale über seine Paradestrecke 200m Freistil (1:49,33).
Den Abschluss der Mare Nostrum Tour bilden an diesem Wochenende dann zwei Wettkampftage im französischen Canet-en-Roussillon, bei denen auch erneut Anna Elendt mit von der Partie sein wird. Elendt könnte auch im Kampf um die Gesamtwertung eine entscheidende Rolle spielen, bei der pro Station die jeweils punktbeste Leistung der Schwimmer*innen berücksichtigt werden.
Märtens, Gose, Wellbrock & Co. starten bei Top-Meeting in London

Von Samstag bis Montag findet bereits zum dritten Mal das vom britischen Superstar Adam Peaty ins Leben gerufene AP Race International in London statt. Das Event lockt mit hohen Preisgeldern erneut zahlreiche internationale Topschwimmer in die britische Hauptstadt.
Aus deutscher Sicht stehen vor allem 400m-Freistil-Weltrekordhalter Lukas Märtens und seine Magdeburger Teamkollegen Florian Wellbrock und Isabel Gose im Fokus. Sie nutzen den hochkarätig besetzten Wettkampf als wichtigen Formtest für die in knapp zwei Monaten anstehenden Weltmeisterschaften.
Auch Österreich schickt mit Bernhard Reitshammer einen seiner stärksten Athleten nach London. Die Niederlande sind mit einem besonders starken Aufgebot vertreten, darunter die 100m-Freistil-Weltmeisterin Marrit Steenbergen und der Brustspezialist Caspar Corbeau. Für zusätzlichen internationalen Glanz sorgt zudem Rikako Ikee aus Japan, die nach überstandener Leukämie-Erkrankung ihre internationale Karriere fortsetzt.
Doch nicht nur internationale Stars versprechen spannende Rennen. Auch das einheimische britische Team ist prominent besetzt. Neben Adam Peaty selbst treten weitere Hochkaräter an, darunter die 200m-Freistil-Spezialisten Matt Richards, James Guy und Duncan Scott, die es mit Lukas Märtens aufnehmen werden. Sprintstar Ben Proud nutzt den Wettkampf ebenfalls zur Standortbestimmung. Bei den Damen geht unter anderem Angharad Evans, britische Rekordhalterin über 100m Brust, an den Start.
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Bild: Christian Gold
Gedopter Schwimmer bekommt 1 Mio. Dollar für 50m-„Weltrekord“

Legales Doping, ein neuer Weltrekord und dafür ein Preisgeld von 1 Millionen Dollar. Das mag vielleicht skurril klingen, entspricht aber der Realität. Denn der viermalige Olympiateilnehmer Kristian Gkolomeev ist Teil des Sportprojektes "Enhanced Games", das leistungssteigernde Substanzen ausdrücklich erlaubt, um "sportliche Grenzen" zu bezwingen und eine Alternative zum olympischen Sport zu bieten.
Während der Dreharbeiten zu einer Dokumentation sprintete Gkolomeev, amtierender Europameister und Olympiafünfter von Paris, über die 50m Freistil in 20,89 Sekunden schneller als je ein Schwimmer zuvor auf der Langbahn. Die offizielle Bestmarke von Cesar Cielo aus dem Jahr 2009 unterbot der griechische Topsprinter dabei um zwei Hundertstelsekunden. Wie auch Cesar Cielo trug Gkolomeev während seines Rekordversuches einen der seit Jahren verbotenen langen Hightechanzüge. Zwei Wochen zuvor hatte er begonnen, leistungssteigernde Substanzen zu sich zu nehmen. Welche Substanzen das waren, ist nicht näher bekannt. Der "Weltrekord" von Kristian Gkolomeev wird zwar in keiner Weise offiziell anerkannt, über eine privatfinanzierte Prämie von 1 Millionen durfte sich der Schwimmer aber dennoch freuen.
Bei einem weiteren Rekordversuch, bei dem Gkolomeev eine von World Aquatics anerkannte Badehose trug, sprintete er in 21,03 Sekunden ebenfalls schneller als die inoffizielle Bestmarke von Caeleb Dressel (21,04), die nach Ende der Hightech-Ära aufgestellt wurde. Nach eigenen Angaben hatte Kristian Gkolomeev zu diesem Zeitpunkt, bereits zwei Monate lang leistungssteigernde Substanzen eingenommen und kommentierte seine Beteiligung an dem dopingbasierten Projekt mit folgenden Worten: "Es geht nicht nur um Rekorde. Es geht darum, Grenzen zu überwinden."
Bereits im Mai nächsten Jahres soll es für die beteiligten Sportler*innen einen ersten großen Höhepunkt geben, denn in Las Vegas werden die sogenannten 'Enhanced Games' stattfinden. Neben dem Schwimmen sollen auch Wettbewerbe in den Leichtathletik und dem Gewichtheben Teil der olympischen Alternativveranstaltung sein. Für Siege wird ein Preisgeld von 250.000 Dollar versprochen, hinzu kommen Rekordprämien. Finanziert wird das gesamte Projekt insbesondere durch private Investoren. Unter den Mitbegründern sind mit Peter Thiel und Christian Angermayer auch zwei Deutsche bzw. Deutschstämmige. Und auch Donald Trump Jr., Sohn des amtierenden US-Präsidenten, ist finanziell an den 'Enhanced Games' beteiligt. Gründer Aron D'Souza betonte im Rahmen einer Pressekonferenz den vermeintlichen Reiz, die sportlichen Grenzen zukünftig neu zu definieren: "Die Enhanced Games sind keine bloße Sportveranstaltung, sondern eine Bewegung. Wir umfassen das gesamte Spektrum menschlichen Potenzials durch Transparenz, Wissenschaft und Selbstbestimmung."
Mit dem Ukrainischen Topsprinter Andrii Govorov wird ein weiterer großer Name des Schwimmsports Teil des Projekts sein. Nachdem der amtierende Weltrekordhalter über die 50m Schmetterling in dieser Woche sein vorzeitiges Karriereende im Olympischen Sport bekannt gab, verkündete Govorov nur einen Tag später, seine sportlichen Ambitionen nun auf die 'Enhanced Games' umzulegen. Auch der Australier James Magnussen, mehrfacher Medaillengewinner bei Olympischen Spielen, wird 2026 an den 'Enhanced Games teilnehmen. Seine Intentionen an dem Projekt mitzuwirken, machte der zweimalige Weltmeister bereits im vergangenen Jahr öffentlich.
Insgesamt stößt das Format der 'Enhanced Games' auf lautstarke Kritik innerhalb der Sportwelt. So äußerten bereits die WADA (World Anti Doping Agency) und auch das Internationale Olympische Komitee öffentlich ihre Kritik und betonten zudem die Risiken, die das betreute Doping sowohl für die Sportler*innen als auch für den Ruf des Sports zur Folge haben könnte. Der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Schwimm-Verbandes, Jan Pommer, fand mit Blick auf das umstrittene Projekt klare Worte: „Das sind perverse Menschenversuche von Tech-Bros, die nach dem ewigen Leben streben“, kritisierte er. „Die Werte eines sauberen und fairen Sports, für die wir als Verband stehen mit unseren Athlet*innen im Mittelpunkt, werden bei den Enhanced Games mit den Füßen getreten.“
Der Link zur 'Enhanced Games' Dokumentation: 50 METERS TO HISTORY | The First Superhuman | Enhanced Games Documentary