DKM 2024: 17-jährige Julia Ackermann schwimmt mit WM-Norm zum zweiten Gold

Über die 800m Freistil hatte Julia Ackermann bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal bereits am Donnerstag mit Gold geglänzt. Nun machte sie mit dem Sieg über die 1500m-Strecke das Doppel auf den "langen Kanten" perfekt. Die 17-jährige Chemnitzerin empfahl sich damit zudem für die Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Budapest.
In 16:12,83 Minuten blieb die Junioren-WM-Medaillengewinnerin deutlich unter der A-Normzeit (16:15,27) des Weltverbandes zur Qualifikation für die Kurzbahn-WM im Dezember. Bis zu vier zusätzliche Tickets für Aktive, die nicht im Olympiateam standen, werden in Wuppertal vergeben. Ackermann kann nun auf eines davon hoffen. Abzuwarten bleibt dabei, ob Isabel Gose und Leonie Märtens, die dank ihrer Olympiaqualifikationen über die 1500m Freistil ein Vorrecht auf WM-Tickets hätten, von diesem Gebrauch machen.
Ebenfalls unter den WM-Kandidaten ist mit Alina Baievych ein weiteres deutsches Top-Talent. Die 15-jährige Neu-Magdeburgerin hatte sich bei der Kurzbahn-DM über die 200m Schmetterling für die WM empfohlen und schwamm heute über die 1500m hinter Ackermann zu Silber (16:16,15). Komplettiert wurde das Podium durch die Spandauerin Leonie-Sarah Tenzer (16:29,28).
Die Youngsters gaben heute den Ton an: So gab es über die 50m Freistil ein weiteres Achtungszeichen der 19-jährigen Nina Sandrine Jazy. In 24,49 Sekunden stellte sie einen neuen Deutschen Altersklassenrekord auf und sicherte sich damit den Titel vor ihrer Teamkollegin von der SG Essen, Nicole Maier (24,64). Dahinter blieb auch Lillian Slusná (24,74) von der SG Frankfurt unter der 25-Sekunden-Marke.
Neben Julia Ackermann konnte sich am Samstag eine weitere Schwimmerin des SC Chemnitz zur Deutschen Kurzbahnmeisterin küren. Über die 100m Rücken schwamm Lise Seidel in 59,82 Minuten als Einzige unter die magische Minutenmarke. Die weiteren Medaillen gingen an die Heidelbergerin Noelle Benkler (1:00,24) und die Essenerin Lina Kröger (1:00,26), die beim Zielanschlag gerade einmal zwei Hundertstel trennten.
Äußerst knapp ging es auch im Finale über die 50m Brust zu. Hier hatte Lilly-Fay Wallbaum aus Hannover in 30,85 Sekunden die Hand nur fünf Hundertstel vor der finnischen Nationalschwimmerin Ida Hulkko an der Wand. Bronze schnappte sich nur weitere zwei Hundertstel dahinter die Olympiateilnehmerin Nele Schulze (30,92).
Zuvor hatte Ida Hulkko bereits mit der Staffel auf den Podest gestanden, diesmal aber ganz oben. Gemeinsam mit Eileen Nuyen, Tamara Potocka und Jessica Felsner gab es für sie im Team des SC Aqua Köln Gold über die 4x50m Lagen (1:51,11). Die Staffeln der SG Frankfurt (1:52,49) und der SG Essen (1:52,83) waren ebenfalls auf dem Treppchen zu sehen.
Auch Nele Schulze hatte heute mehrere Auftritte auf dem Podium. Nur wenige Minuten nach ihrer Bronzemedaille im Brustsprint schwamm die Berlinerin über die 200m Lagen (2:12,11) zu Silber. Den Titel schnappte sich Hanna Bergmann von den Wasserfreunden Spandau in 2:10,19 Minuten. Den dritten Platz belegte Noelle Benkler (2:13,54), für die es nach dem Silberrang über die 100m Rücken ebenfalls die zweite Medaille des Tages war.
Die Zusammenfassung der Finals der Herren gibt es hier --> Zeitgleich zu Doppelgold! Van Aggelen und Finn Wendland triumphieren bei der Kurzbahn-DM
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Bild: Tino Henschel
DKM 2024: Nächster Altersklassenrekord für Larus Thiel

Nachdem Larus Thiel bereits am ersten Wettkampftag der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal mit einem neuen Altersklassenrekord über die 100m Freistil glänzen konnte, wiederholte der 15-jährige Schwimmer der SG Bayer dieses Kunststück nun auch über die halbe Distanz.
Im Vorlauf über die 50m Freistil verbesserte der mehrfache Deutsche Jahrgangsmeister am Samstag die bisherige Bestmarke, ebenfalls von ihm selbst gehalten, auf 22,18 Sekunden und qualifizierte sich souverän für das Finale, in dem Martin Wrede (W98 Hannover - 21,94) auf der Favoritenbahn starten wird.
Im Finale über die 100m Rücken der Männer erwartet uns am Nachmittag ein spannendes Aufeinandertreffen zwischen dem Olympiateilnehmer von Paris Ole Braunschweig, der in 53,10 Sekunden die Vorlaufbestzeit aufstellte, und dem Titelverteidiger Christian Diener (54,22), dem als Drittplatzierter der Sprung in den Endlauf gelang.
Eine erneute Titelverteidigung fasst auch Ida Hulkko ins Auge. Über die 50m Brust war die für Köln startende Finnin und 100m Brust Siegerin in 31,02 am Schnellsten unterwegs.
Und auch Finn Wendland greift über die 200m Lagen als Vorlaufschnellster (1:59,27) bereits nach seinem zweiten Meistertitel an diesem Wochenende. Gestern hatte der 19-jährige Hannoveraner schon die 400m Lagen für sich entschieden.
Weiterhin auf sein erstes Gold der nationalen Titelkämpfe in Wuppertal hofft hingegen der Olympiavierte Melvin Imoudu. Über die 50m Brust zog der Potsdamer und Vizemeister über die 100m Brust in 26,82 Sekunden als Schnellster ins Finale ein.
Die weiteren Vorlaufbestzeiten am Samstag kamen von:
- 100m Rücken (w) Lise Seidel 2006 SC Chemnitz von 1892 59,97
- 200m Lagen (w) Hanna Bergman 2001 Wasserfreunde Spandau 04 2:13,80
- 50m Freistil (w) Nina Sandrine Jazy 2005 SG Essen 24,81
Deutscher Rekord für die SG Essen | Nicole Maier trumpft bei der DKM auf

Die Titelverteidigung verpasst haben dagegen die Herren der SG Frankfurt (1:28,91). Diese mussten sich knapp der Mannschaft der W98 Hannover (1:28,62) geschlagen geben. Auf Rang drei landete das Quartett des SC Aqua Köln (1:29,52).
Nach dem Triumph in der Staffel zum Auftakt des Finaltages legte Nicole Maier später über die 200m Freistil stark nach. In 1:55,90 Minuten ließ die Olympiateilnehmerin ihre Staffelkollegin von Paris, Nele Schulze (1:57,66), hinter sich. Julianna Dora Bocska (1:58,37) erkämpfte sich den verbleibenden Podiumsplatz. Knapper war die Entscheidung bei den Herren, mit einem glücklichen Ende für Tobias van Aggelen (1:45,88). Der Schwimmer der SG Neuss schlug 0,06 vor Timo Sorgius von der SSG Leipzig (1:45,94) an. Ebenfalls in Schlagdistanz war der Drittplatzierte Jonathan Turck (1:46,23).
Besonders eng war es auch auf den 50m Schmetterling der Herren. Hier hatte Arsenii Kovalov (23,11) knapp die Hände vor Alexander Bauch (23,18) und Moritz Schaller (23,29) an der Wand.
Auf der längsten Lagenstrecke, den 400m, gewann bei den Herren Finn Wendland (4:11,41) souverän den deutschen Meistertitel. Dahinter komplettierten die beiden Schwimmer der SSG Saar Max Ritter, Carl Morris Magold (4:14,77) und Lukas Fritzke (4:15,24), das Podium. Ebenfalls mit deutlichem Vorsprung gewann Noelle Benkler (4:39,02) den Damentitel. Carlotta Ingenerf (4:42,41) konnte sich im Anschlag Silber vor Linda Roth (4:42,47) sichern.
Ein weiteres Edelmetall errang Noelle Benkler (2:09,78) zudem mit Silber auf den 200m Rücken. Schneller war in diesem Rennen nur Lise Seidel (2:08,93). Auf den Bronzerang schwamm Lina Kröger (2:10,59).
In den weiteren Finals gewann Lilian Slusná (26,61) Gold über die 50m Schmetterling vor Cara Vogt (26,87) und Stella Lentge (26,93). Auch der Routinier Christian Diener durfte ganz oben auf dem Treppchen stehen. In 1:56,37 Minuten setzte er sich auf den 200m Rücken gegen Ole Braunschweig (1:56,63) und Peer Möller (1:57,75) auf den Rängen zwei und drei durch.
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DKM 2024: Diener und Schulze greifen nach der Titelverteidigung

Zehn Titel werden am heutigen zweiten Tag der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal vergeben und auf zwei Einzelstrecken gehen die Champions des vergangenen Jahres als Favoriten in die Finals.
In den Vorläufen über die 200m Rücken der Herren lieferte der 2023er Meister Christian Diener in 1:57,08 Minuten die Vorlaufbestzeit ab.
Gleiches gelang Nele Schulze über die 200m Freistil (1:57,33). Sie hatte diese Strecke ebenfalls im vergangenen Jahr für sich entschieden, bekommt heute aber starke Konkurrent: Im Finale wartet unter anderem Nicole Maier (1:57,84), die gestern bereits die 100m für sich entschieden hatte.
Die weiteren Vorlaufbestzeiten am Freitag kamen von:
- 400m Lagen (w) Linda Roth 2008 SV Cannstatt 04:47,53
- 400m Lagen (m) Finn Wendland 2005 W98 Hannover 04:18,01
- 50m Schmetterling (w) Lillian Slusná 2005 SG Frankfurt 00:26,43
- 50m Schmtterling (m) Alexander Bauch 1999 DSW 1912 Darmstadt 00:23,36 6/100 Moritz schaller
- 200m Rücken (w): Lise Seidel 2006 SC Chemnitz von 1892 02:11,98
- 200m Freistil (m): Jonathan Turck 2006 VfL Osnabrück 01:46,83
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Jetzt abstimmen: Köhler und Schwarz für "Team D Awards" nominiert

Zum Ende des Sportjahre beginnt traditionell die Saison der Ehrungen und Awards. Doch nicht nur diejenigen, die im laufenden Jahr auf den obersten Treppchen der Siegerpodeste standen, dürfen auf Auszeichnungen hoffen. So stehen bei den "Team D Awards" auch andere Aspekte im Mittelpunkt. Auch die beiden Schwimmerinnen Angelina Köhler und Naomi Maike Schwarz erhielten in diesem Jahr eine Nominierung und nun kann für sie abgestimmt werden.
Mit den "Team D Awards" des Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und des Deutsche Behindertensportverband (DBS) werden Aktive ausgezeichnet, die die Menschen mit einzigartigen Momenten und persönlichen Geschichten bei den Olympischen und Paralympischen Spielen Paris 2024 insbesondere abseits der Medaillenränge bewegt, emotional berührt oder beeindruckt haben.
So machte Angelina Köhler in Paris emotional darauf aufmerksam, dass nicht nur die Medaillengewinner, sondern z.B. auch Viertplatzerte wie sie selbst zur absoluten Weltelite zählen und genauso hart für ihre Leistungen schuften, wie diejenigen auf dem Podest.
Auch für Naomi Maike Schwarz waren die Spiele 2024 ein besonderes Erlebnis. Nachdem sie Tokio 2021 noch wegen einer schweren Depression verpasst hatte, gab sie ein tolles Comeback und glänzte bei den Paralympics in Paris mit mehreren Finalteilnahmen und einem Deutschen Rekord.
Jeweils zwei weitere Mitglieder der Teams von Paris sind für die Team D Awards in den Kategorien von Köhler und Schwarz nominiert. Die Wahl fällt nun das Sportpublikum: Bis zum 19. November kann in einem Online-Voting abgestimmt werden. Hier dazu der Link: Abstimmung zu den Team D Awards 2024
Kurzbahn-DM 2024: Schaller und Lisovets siegen in Herzschlag-Finals

Im ersten Finalabschnitt der diesjährigen Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal sorgten die Athleten direkt für Spannung pur. Dabei gab es zum Abschluss des Wettkampftages eine erste Überraschung auf den 100m Brust:
Der Olympiavierte von Paris, Melvin Imoudu (57,88) musste sich dem in Hamburg trainierenden Ukrainer Volodymyr Lisovets um gerade einmal 0,03 Sekunden geschlagen geben. Dritter in diesem Finale wurde Jan Malte Gräfe, der in 59,35 Sekunden einen neuen Deutschen Alterklassenrekord bei den 17-Jährigen erschwamm.
Genauso eng ging es im 100m Freistilfinale der Herren zu. In diesem konnte sich der Essener Moritz Schaller in 47,60 Sekunden den Deutschen Meistertitel sichern und war dabei ebenfalls hauchzarte drei Hundertstel schneller als der Silbermedaillengewinner Martin Wrede aus Hannover. In 47,93 Sekunden konnte der Drittplatzierte Shelipov Bogdan ebenfalls unter 48 Sekunden schwimmen.
Spannend war auch das Rennen der 4x50m mixed Lagenstaffel. Hier gelang es dem Quartett der SG Frankfurt (Simon Bucher, Sebastian Pierre-Louis, Stella Lentge, Lillian Slusná) in 1:42,32 Minuten die Titelverteidiger des SC Aqua Köln (1:42,77) mit dem ehemaligen Olympiateilnehmer Philip Heintz zu entthronen. Knapp dahinter komplettierte die Mannschaft der SG Essen (Lina Kröger, Emre Demirdas, Moritz Schaller, Julianna Dora Bocska) in 1:43,06 Minuten das Podium.
Auch die Langstreckler durften am ersten Wettkampftag ihr Können unter Beweis stellen. Auf der längsten Beckendistanz, den 1500m Freistil, ging der Sieg an Simon Reinke von der SG Essen, der als einziger Schwimmer in 14:55,70 Minuten unter der 15-Minuten-Marke bleiben konnte. Dahinter lieferten sich die beiden 16-jährigen Moritz Erkmann (15:06,27) und Leo Leverkus (15:06,58) ein enges Rennen um die Silbermedaille, wobei der Chemnitzer Erkmann zuerst die Hand an der Wand hatte.
Unterdessen ließ der südafrikanische Superstar Chad Le Clos der Konkurrenz auf seiner Paradedisziplin, den 200m Schmetterling keine Chance. Bei seinem Start-Ziel-Sieg war der in Frankfurt trainierende Olympiasieger in 1:53,09 Minuten über drei Sekunden schneller als der Zweitplatzierte Aaron Schmidt (1:56,51). Bronze ging in diesem Rennen an Ankush Yalgi (1:58,06).
In den Finals der Damen gab es am Donnerstag mehrere Deutsche Altersklassenrekorde zu bestaunen. Mehr dazu gibt es hier --> Alina Baievych schwimmt mit Rekord zum Meistertitel
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Alina Baievych schwimmt mit Rekord zum Meistertitel

Auch nach ihrem Wechsel nach Magdeburg zeigt sich die einstige Erlangerin Alina Baievych in Spitzenform und Rekordlaune. Zum Auftakt der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal schwamm das 15-jährige Ausnahmetalent am Donnerstag über die 200m Schmetterling zum Titel in der offenen Klasse.
Im vergangenen Jahr noch auf dem Silberrang, sicherte sie sich dieses Mal unangefochten die goldene Plakette. Nach ihrem Wechsel an den Magdeburger Bundesstützpunkt untermauerte sie so zum wiederholten Male ihre Zugehörigkeit zur nationalen Schwimmspitze. In 2:08,82 Minuten blieb Baievych als einzige Schwimmerin unterhalb der Marke von 2:10 Minuten und stellte zudem einen neuen Deutschen Altersklassenrekord auf. Zu Silber schwamm die Dresdnerin Leni von Bonin (2:10,41), gefolgt von der 31-Jährigen Daniela Karst (2:14,30) aus Leipzig.
Ein besonders packendes Rennen gab es über die 100m Freistil zu bestaunen. Die Olympiateilnehmerin Nicole Maier kürte sich in 53,34 Sekunden zur neuen Deutschen Kurzbahnmeisterin, nur hauchdünn vor ihrer Essener Trainingskollegin und Titelverteidigerin Nina Sandrine Jazy (53,35). Für Jazy war es ein Rekordrennen, denn sie stellte einen neuen Altersklassenrekord bei den 19-Jährigen auf. Noch enger ging es im Kampf um Bronze zu: Mit der Vorlaufschnellsten Berlinerin Nele Schulze und Tamara Potocka vom SC Aqua Köln wurde der dritte Platz in 53,88 Sekunden gleich doppelt besetzt.
Wenige Minuten später war Nele Schulze erneut als Vorlaufschnellste gefordert und wieder glänzte es am Ende bronzefarben. Über die 100m Brust machte die in Köln trainierende Finnin Ida Hulkko (1:07,51) die nächste Titelverteidigung perfekt. Zur Silbermedaille schwamm die Junioreneuropameisterin Lena Ludwig (1:07,66) vor der fleißigsten Medaillensammlerin des ersten Wettkampftages Nele Schulze (1:08,39).
Den Auftakt der Titeljagd in Wuppertal hatte Julia Ackermann gemacht, der es über die 800m Freistil der Damen souverän gelang, ihren Titel aus dem vergangenen Jahr zu verteidigen. In 8:29,58 Minuten setzte sich die Chemnitzerin gegenüber der Konkurrenz um Leonie-Sarah Tenzer (8:32,57) von den Wasserfreunden Spandau und der fünfzehnjährigen Dortmunderin Sydney Savannah Ferch (8:35,91) durch, die sich die weiteren Medaillen schnappten.
Die Zusammenfassung der Herren-Finals gibt es hier --> Kurzbahn-DM 2024: Schaller und Lisovets siegen in Herzschlag-Finals
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DKM 2024: Nele Schulze glänzt mit doppelter Vorlaufbestzeit

Die Deutschen Kurzbhnmeisterschaften 2024 haben begonnen und zum Auftakt der Titelkämpfe greift Nele Schulze am Donnerstag direkt nach zwei Titeln. Sowohl über die 100m Freistil als auch die 100m Brust sicherte sie sich die Favoritenbahn vier für das Finale.
Zunächst hielt die Berlinerin über die 100m Freistil in 53,50 Sekunden die Konkurrentinnen hinter sich. Nur etwa 20 Minuten später wiederholte die Natonalschwimmerin dieses Kunststück auch über die 100m Brust. In 1:07,70 Minuten hatte Schulze hier satte 7,4 Zehntel Vorsprung auf die nächstbeste Athletin, die Finnin Ida Hulko.
Zwischen die beiden Auftritte von Schulze hatte sich noch ein Rekordrennen geschoben: Über die 100m Freistil der Herren setzte Larus Thiel in 48,89 Sekunden einen neuen Deutschen Altersklassenrekord bei den 15-Jährigen. Im Finale könnte er um die Medaillen mitschwimmen, denn der Youngster kam mit der viertschnellsten Zeit des Feldes weiter. Die Top-Leistung brachte Martin Wrede in 47,39 Sekunden ins Becken.
Über die 100m Brust greift der Europameister Melvin Imoudu (58,50) nach Gold und bekommt dabei unter anderem Konkurrenz vom in Hamburg trainierenden Ukrainer Volodymyr Lisovets (2. - 59,05) oder auch dem Paralympics-Champion Taliso Engel (59,83). Auch hier gab es einen Deutschen Jahrgangsrekord: Louis Hoffmann stellte in 1:00,73 Minuten eine neue Bestmarke bei den 2008ern auf.
Die Vorlaufbestzeiten über die 200m Schmetterling kamen am Donnerstag von der Neu-Magdeburgerin Alina Baievych (2:12,10) und dem Lokalmatadoren Aaron Schmidt (1:57,97).
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Bild: Tino Henschel
DKM 2024: Die Jagd nach den Meistertiteln beginnt!

Ab Morgen richten Deutschlands Schwimmfans wieder einmal den Blick in die Wuppertaler Schwimmoper richten. Denn dort stehen vier spannungsgeladene Wettkampftage im Rahmen der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften 2024 bevor.
In erster Linie wird es dann um die nationalen Meistertitel des Jahres gehen. Aber auch in Hinblick auf die anstehende Kurzbahn-WM in Budapest (10. bis 15. Dezember) könnte es bei den DKM nochmal spannend werden. Denn zusätzlich zu den Einzelstreckenstartern des Olympiateams, die bereits für die Titelkämpfe zum Jahresabschluss gesetzt sind, könnten noch bis zu vier Schwimmerinnen oder Schwimmer zusätzlich nominiert werden. Diese Möglichkeit besteht für diejenigen, die in Wuppertal die vier punktbesten Leistungen erbringen, sofern diese den internationalen Qualifikationskriterien von World Aquatics entsprechen.
Aber auch von den jüngeren Jahrgängen dürfen starke Leistungen zu erwarten sein, denn Deutschlands Nachwuchstalente konnten in der laufenden Saison bereits mit dem ein oder anderen Altersklassenrekord glänzen. Traditionell sind die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften zudem ein Event, bei dem schon so manches späterere Nationalteammitglied erstmals in der offenen Klasse auf sich aufmerksam machen konnte.
Für internationalen Glanz wird erneut Südafrikas Superstar Chad le Clos sorgen, der der Kurzbahn-DM im vergangenen Jahr mit sieben Goldmedaillen seinen seinen Stempel aufgedrückt hatte. Doch nicht alle 2023er Champions sind mit dabei: Schon jetzt steht fest, dass es bei den Damen und Herren insgesamt 15 neue Gesichter auf dem obersten Treppchen des Siegerpodests geben wird. Die Tür für Newcomer ist also weit offen und wir dürfen gespannt sein, wer die Schwimmoper in Wuppertal besonders lautstark rocken wird.
Links zur DKM 2024:
DKM 2024: Livestream der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften 2024

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Es ist soweit! Von Donnerstag bis Sonntag wird bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal um Medaillen und Titel gekämpft. Das Geschehen der DKM 2024 kann auch online via Livestream verfolgt werden. Den kostenlosen Livestream der Kurzbahn-DM 2024 findet ihr ab sofort hier:
DKM 2024 - Livestream Vorläufe Donnerstag
DKM 2024 - Livestream Finals Donnerstag
DKM 2024 - Livestream Vorläufe Freitag
DKM 2024 - Livestream Finals Freitag
DKM 2024 - Livestream Vorläufe Samstag
DKM 2024 - Livestream Finals Samstag
DKM 2024 - Livestream Vorläufe Sonntag
DKM 2024 - Livestream Finals Sonntag
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Alkohol und Schwimmen – Wie Hochprozentiges die Höchstleistungen killen kann

Er fließt bei Siegesfeiern, bei Autorennen wird auf er auf dem Podium durch die Gegend gespritzt und auch zur Entspannung greifen Athleten gern mal zu: Alkohol tritt nicht nur im gesellschaftlichen Alltag sondern auch im Sport immer wieder in Erscheinung. Wir gehen der Frage nach, welchen Einfluss der Konsum von Alkohol auf die Leistung und Entwicklung von Athletinnen und Athleten haben kann.
Ein Schnaps vor dem Start, ein Wein zur Stärkung bei der Tour de France oder mit ein, zwei Bier intus aufs Fußballfeld – Was aus heutiger Sicht absurd klingt, war in den frühen Tagen des Leistungssports gang und gäbe. Alkohol galt aufgrund seiner enthemmenden Wirkung als leistungssteigerndes Aufputschmittel. Dass dies ein Irrglaube war und Ethanol, so die chemische Bezeichnung der legalen Alltagsdroge, alles Mögliche mit dem Körper macht, aber definitiv die Leistung nicht steigert, wurde spätestens dadurch klar, dass die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA den Alkohol mit Beginn des Jahres 2018 von der Liste der verbotenen Substanzen strich.
Eine Steigerung der sportlichen Leistungen ist mit Alkohol eben nicht zu erzielen – im Gegenteil: Alkohol ist ein echter Leistungskiller und das noch nicht einmal, wegen der benebelnden Wirkung und dem einhergehenden Kontrollverlust, sondern wegen dem, was bei seiner Verarbeitung in unserem Körper geschieht. Alkohol wird in der Leber in Acetaldehyd umgewandelt, einen Giftstoff, den unser Kreislauf natürlich so schnell wie möglich wieder loswerden will. Deswegen fokussieren sich die Körperfunktionen auf die Verarbeitung des Alkohols und die für den Sport wichtige Verwertung von Kohlenhydraten, Fetten und Einweisen tritt in den Hintergrund. Die wenige Energie die unser Körper dabei noch zum Beispiel durch die Verbrennung von Kohlenhydraten gewinnt, geht zu einem hohen Teil beim Alkoholabbau drauf. Da Ethanol eine Kohlenstoffverbindung ist, bringt der Stoff zwar mit sieben Kalorien pro Gramm ein höheres Energiepotential mit als zum Beispiel Zucker. Doch da der Abbau deutlich aufwendiger ist, nützen diese Zusatzkalorien rein gar nichts.
Ein weiterer Nachteil des Alkoholabbaus: Er entzieht dem Körper Flüssigkeit, da er die Niere indirekt vermehrt dazu anregt, dass Wasser ausgeschieden wird. Auch diese Dehydration schmälert die Leistungsfähigkeit unseres Körpers. Da der Alkoholabbau eine sehr lange Zeit benötigt, können die Auswirkungen – auch wenn der Ethanol mittlerweile voll abgebaut ist – die sportlichen Kapazitäten auch 72 Stunden später noch beeinflussen.
Also: Alkohol vor dem Sport mindert die Leistungsfähigkeit. Klingt erstmal nicht überraschend. Doch wie ist es mit dem Feierabendbier nach dem Training? Rein intuitiv würde man denken, dass Menschen, die viel Sport treiben, aufgrund des vermeintlich gesünderen Lebensstils tendenziell weniger Alkohol trinken. Doch das genaue Gegenteil ist der Fall. Wie eine Studie der Pennsylvania State University ergeben hat, nehmen sportlich regelmäßig aktive Menschen mehr Alkohol zu sich – vor allem an den Tagen, an denen Sport gemacht wurde. Der „Belohnungsdrink“ mag dann zwar besonders gut schmecken. Da der Alkohol aber die Kohlenhydrat- und auch Proteinverarbeitung verlangsamt und zudem die Testosteronausschüttung hemmt, wirkt er sich auch negativ auf die so wichtigen Regenrationsprozesse aus. Wie Studien nachgewiesen haben wird das Muskelwachstum dadurch gebremst und die Auffüllung der Glycogenspeicher nur eingeschränkt funktioniert. Man bringt sich also selbst um Früchte der harten Arbeit, da die erhofften Trainingseffekte ausbleiben.
Noch gravierender können die Einflüsse von Alkohol bei minderjährigen Athleten sein. Grundsätzlich sollten Jugendliche wegen der noch nicht abgeschlossenen körperlichen Entwicklung zwar die Finger davon lassen. In der Realität sind aber gerade die Teenagerjahre das Alter, in dem viele den Alkohol für sich entdecken, damit experimentieren und auch die Grenzen austesten. Vor allem junge Athleten sollten sich der Wirkungen aber bewusst sein, denn die Phase zwischen 16 und 20 Jahren ist auch für die spätere sportliche Entwicklung entscheidend. Nicht nur muskulär sondern auch hormonell sowie neuronal werden hier wichtige Weichen gestellt. Der Alkohol kann diese nachhaltig blockieren. Da er viele Kapazitäten der Leberaktivität bindet, hemmt er das Organ an der Synthese wichtiger Wachstumshormone und beeinträchtigt damit unter anderem auch die muskuläre Entwicklung. Studien haben zudem gezeigt, dass sich Alkohol bei Jugendlichen negativ auf den Teil des Gehirns auswirkt, der für das Gedächtnis und auch die Bewegungserinnerung zuständig ist – sprich er beeinflusst auch die koordinativen Fähigkeiten und das nicht nur, wie so mancher schon am eigenen Leib erfahren hat, wenn er konsumiert wird, sondern auch später noch.
All das heißt nicht, dass Sportler zwingend abstinent durchs Leben gehen sollen. Die Verantwortung über den eigenen Körper liegt schließlich bei jedem selbst und gerade Hobbysportler müssen sicherlich kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie sich ab und an ein Glas Rotwein gönnen. Je größer die Ziele aber sind, desto bewusster müssen sich die Athleten darüber sein, dass Höchstleistung und Hochprozentiges nicht zusammengeht.
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Paralympics-Medaillengewinnerin Gina Böttcher ist „Sporthilfe Juniorensportlerin 2024“

Für die Para-Schwimmerin Gina Böttcher gestaltet sich das Schwimmjahr 2024 weiterhin äußerst erfolgreich. Nach dem Gewinn der Silbermedaille über die 50m Rücken bei den Paralympics von Paris wurde Böttcher nun von der Deutschen Sporthilfe zur Juniorensportlerin 2024 des Para-Sports gekürt.
Den Preis erhielt die 23-jährige Erfolgsschwimmerin vom SC Potsdam am zurückliegenden Wochenende, nachdem sie sich in der Abstimmung gegen vier weitere Para-Sportlerinnen und Sportler durchgesetzt hatte.
Zusätzlich zu ihrer ersten paralympischen Medaille hatte Gina Böttcher in diesem Jahr auch mit drei Europameistertiteln über die 50m Rücken, 100m Freistil sowie 150m Lagen glänzen können.
Bild: Henschelmedia
3:45 über 400m: 15-jähriger Ungar krault mit Rekord zum Titel

Mit spannenden Rennen und schnellen Zeiten gingen in den zurückliegenden Tagen die ungarischen Kurzbahnmeisterschaften in Kaposvar über die Bühne. Ein dickes Ausrufezeichen setzte dabei der erst 15-jährige Oliver Papai.
Über die 400m Freistil kraulte der Teenager in beeindruckenden 3:45,16 Minuten zum Meistertitel. Damit ließ er den rumänischen Nationalschwimmer Nandor Nagy (3:45,22) und den 10km-Olympiasieger Kristof Rasovszky (3:45,82) hinter sich.
Den bisherigen ungarischen Altersklassenrekord pulverisierte Papai damit um satte fünf Sekunden. Zum Vergleich: Der Deutsche Altersklassenrekord in Papais Jahrgang 2009 steht bei 3:49,70 Minuten, gehalten von Silas Beth.
Mehr als 800 Aktive | Meldeergebnis der DKM 2024 ist da

Ab Donnerstag wird in Wuppertal um die Titel der Deutschen Kurzbahnmeister 2024 geschwommen. Insgesamt 827 Aktive aus mehr als 160 Vereinen haben sich angekündigt, wie aus den am Sonntag veröffentlichten Meldelisten der DKM 2024 hervorgeht.
Mit dabei sind zahlreiche Nationalschwimmer, wie zum Beispiel die Weltmeisterin Angelina Köhler oder auch die Olympiafinalisten Melvin Imoudu und Sven Schwarz.
Bei der DKM 2024 werden zudem noch mögliche Startplätze für die Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Budapest vergeben. Diese gehen an Aktive mit starken punktbesten Leistungen bei der Kurzbahn-DM.
Bereits vornominiert für die Kurzbahn-WM sind jene Aktiven, die sich für einen Einzelstart bei den Olympischen Spielen qualifiziert hatten. Wer von ihnen die Möglichkeit wahrnehmen wird, bei der WM zu starten, wurde noch nicht bekannt gegeben.
Links zum Thema:
2,1 Millionen US-Dollar Preisgelder für Kurzbahn-WM

Die Preisgelder sind damit identisch zu den letzten Titelkämpfen auf der Kurzbahn in Melbourne 2022, liegen aber erneut unterhalb der Prämien aus dem Jahr 2021 als die Kurzbahn-WM in Abu Dhabi ausgetragen wurde. Interessant ist auch der Vergleich zu anderen internationalen Großveranstaltungen: So liegen die Preisgelder für die Kurzbahn-WM deutlich über denen der gerade abgeschlossenen Weltcup-Serie, sind aber entscheidend niedriger als beispielsweise die Prämien der Langbahn-WM 2023, bei der ein Preisgeld in Höhe von 5,6 Millionen US-Dollar ausgeschüttet wurde.
Preisgelder für die Kurzbahn-WM 2024:
Platz 1 - $10,000
Platz 2 - $8,000
Platz 3 - $7,000
Platz 4 - $6,000
Platz 5 - $5,000
Platz 6 - $4,000
Platz 7 - $3,000
Platz 8 - $2,000
Gesamt pro Event: $45,000
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Die Spiele in Paris waren für Schwimmfans das große Highlight des Jahres und damit euch die Erinnerungen an diese emotionale Zeit auch 2025 begleiten, lautet das Motto unsere großen Schwimm-Kalenders 2025: Stars of Paris!
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Die internationale Star-Fotografin Mine Kasapoglu hat euch eine Auswahl ihrer besten Fotos von einigen der größten Stars der Spiele zusammengestellt. Mit dabei sind beeindruckende Aufnahmen von Lukas Märtens, Leon Marchand, Summer McIntosh, Sarah Sjöström oder auch Isabel Gose und Oliver Klemet.
Diese Stars findet ihr im Schwimm-Kalender 2025:
- Januar: Lukas Märtens (GER)
- Februar: Sarah Sjöström (SWE)
- März + Titel: Leon Marchand (FRA)
- April: Kaylee McKeown (AUS)
- Mai: Thomas Ceccon (ITA)
- Juni: Summer McIntosh (CAN)
- Juli: Oliver Klemet (GER)
- August: Kyle Chalmers (AUS)
- September: Florent Manaudou (FRA)
- Oktober: Nicolo Martinenghi (ITA)
- November: Isabel Gose (GER)
- Dezember: Torri Huske & Gretchen Walsh (USA)
Diese exklusiven "Stars of Paris" wurden auf hochwertig veredeltem Papier verewigt. Damit ist der Wandkalender ein echtes Deko-Highlight für das ganze Jahr. Er wird nur in limitierter Auflage produziert.
Unfassbar: US-Amerikaner schwimmt 34 Kilometer Schmetterling durch den Wörthersee

Schmetterling gilt nicht ohne Grund als die anstrengendste Disziplin im Schwimmsport. Schon nach kurzer Zeit werden die Arme so schwer, dass sie kaum noch übers Wassers gehoben werden können. Doch dass sich körperlichen Grenzen auf beeindruckende Weise ausreizen lassen können, ist ebenso bekannt. Vor kurzem gelang dem US-Amerikaner John Batchelder in dieser Hinsicht wahrlich Unglaubliches.
Im Rahmen des renommierten Freiwasserevents "Wörthersee Swim", das Anfang September im gleichnamigen See in Österreich ausgetragen wurde, legte John Batchelder die längstmögliche Distanz von 34 Kilometern komplett im Schmetterlings-Stil zurück.
Für die zweifache Durchquerung des Wörthersees benötigte der 43-jährige Extremsportler zwölfeinhalb Stunden.
Für Batchfelder war es nicht die erste Schmetterling-Marathon-Leistung. So durchquerte der Schwimm-Abenteurer aus Colorado zum Beispiel bereits 2018 den berüchtigten 32km langen Catalina Channel vor der Küste Kaliforniens ebenfalls in dieser Schwimmart.
Nachwuchstalente glänzen mit mehreren neuen Deutschen Altersklassenrekorden

Die Kurzbahn-Saison 2024 ist mittlerweile in vollem Gange und auch die ersten Glanzleistungen im Juniorenbereich haben nicht lange auf sich warten lassen. So stellten in den letzten Wochen gleich drei Nachwuchstalente neue Deutsche Altersklassenrekorde auf.
Den Anfang machte Jannis Kube, erfolgreichster Titelsammler bei den diesjährigen Jahrgangsmeisterschaften, bereits im Oktober. Im Rahmen des DMSJ-Vorkampfes trug sich der Schwimmer der Wasserfreunde Spandau 04 über die 100m Rücken in die Rekordbücher ein. In 58,40 Sekunden war Jannis Kube schneller als je ein deutscher 13-Jähriger zuvor.
Auch Theodor Büscher stellte am zurückliegenden Wochenende eine neue Bestmarke im Jahrgang 2011 auf. Über die 200m Freistil überzeugte der Essener bei den NRW Kurzbahnmeisterschaften mit einer starken Zeit von 1:55,90 Minuten.
Ebenfalls über die 200m Freistil knackte auch Mika-Frederik Martin den bisherigen Altersklassenrekord - allerdings bei den 12-Jährigen. Für den Dresdner SC 1898 startend, verbesserte Mika-Frederik Martin die Rekordzeit bei den Sächsischen Kurzbahnmeisterschaften in Riesa auf 2:04,41 Minuten.
Bundeskader 2024/25: DSV beruft 16 Aktive in den Olympiakader

Der Deutsche Schwimm-Verband geht mit einem 16-köpfigen Olympiakader für das Becken- und Freiwasserschwimmen ins Schwimmjahr 2024/25. Damit verkleinert sich der höchste Bundeskader im Vergleich zum vorangehenden Jahr um eine Person.
Im darunter angesiedelten Perspektivkader wurden 44 Plätze für das Beckenschwimmen besetzt. Das sind 10 Aktive weniger als in der Vorsaison.
Im Freiwasser-Perspektivkader wurden hingegen drei zusätzliche Plätze besetzt, wodurch sich die Kadergröße auf 9 Sportlerinnen und Sportler steigerte.
Die Kader könnten demnächst noch wachsen: „Auf Basis der Kaderbildungsrichtlinien wurden beim Deutschen Olympischen Sportbund weitere Anträge auf Berufung in die Kaderkreise des DSV gestellt. Sobald eine Entscheidung hierzu vorliegt, werden die Kaderlisten aktualisiert“, kündigte DSV-Leistungssportdirektor Christian Hansmann an.
Die Schwimmerinnen und Schwimmer des DSV-Olympiakaders 2024/25:
Becken: Luka Nik Armbruster, Ole Braunschweig, Cedric Büssing, Melvin Imoudu, Lukas Märtens, Lucas Matzerath, Rafael Miroslaw, Josha Salchow, Sven Schwarz, Timo Sorgius, Isabel Gose, Angelina Köhler, Leonie Märtens
Freiwasser: Oliver Klemet, Florian Wellbrock, Leonie Beck
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Masters-DMS: SCW Eschborn ist Deutscher Mannschaftsmeister 2024

Am vergangenen Wochenende versammelten sich große Teile der deutschen Master-Elite in Berlin, um beim Deutschen Mannschaftswettbewerb im Schwimmen der Masters (DMSM) um den Titel zu schwimmen. Diesen sicherte sich das Team des SCW Eschborn.
Im zurückliegenden Jahr noch Vizemeister, schwammen Eschborns Masters mit 21731 Punkten souverän zum Titel. Bereits im Vorkampf hatte der SCW Eschborn in der Punktewertung die Nase vorn.
Das Team bestehend aus Lars Renner (Altersklasse 55), Frank Gruner (AK 50), Sarah-Johanna Helmich (AK 20), Philipp Forster (AK 30), Sara Rizzetto, Ester Rizzetto, Jana Hellenschmidt, Susanna Schumann (alle AK 25), Susan Przywara (AK 40) und Oliver Frisch (AK 25) präsentierte sich von Beginn an meisterlich. Direkt im ersten Wettkampf stellte so Lars Renner in seiner Altersklasse 55 über 200m Freistil (2:03,61) einen neuen Deutschen Masters-Rekord auf.
Die weiteren Plätze auf dem Podest schnappten sich die Mannschaften des Berliner TSC (21028) und des USV TU Dresden (20622). Insgesamt waren 24 Teams bei den Titelkämpfen in der Hauptstadt am Start.
Neben zahlreichen Deutschen und Europäischen Masterrekorden sorgte Nicole Heidemann für die zwei größten sportlichen Highlights. Denn sowohl über die 50m (31,73) als auch 100m Brust (1:08,94) stellte die Schwimmerin der Waspo Nordhorn neue Weltrekorde in der Altersklasse 40 auf.
Das Ranking des Bundesfinals der Masters-DMS 2024:
- SCW Eschborn 21.731
- Berliner TSC 21.028
- USV TU Dresden 20.622
- Waspo Nordhorn 20.303
- SG Neukölln Berlin 20.207
- SGS Hannover 19.770
- SG Bayer 19.309
- Potsdamer SV 19.038
- SSG Neptun Germering 18.984
- SG Schöneberg Berlin 18.952
- SG Stadtwerke München 18.342
- SG TSG HB10 Bremen 18.284
- SG Heddesheim 17.919
- SC Regensburg 17.808
- Berliner SC Robben 17.668
- WSV Speyer 17.351
- TSV Quakenbrück 17.322
- Mainzer SV 01 16.940
- SSV Leutzsch 16.443
- SG Lünen 16.314
- Hamburger SC 16.429
- SGS Hamburg 16.382
- Zehlendorfer TSV 16.349
- SGS Münster 15.963
Bild rechts: SCW Eschborn / Instagram
Leon Marchand und Kate Douglass schnappen sich die Weltcup-Kronen

Gold bei Olympia und jetzt die Krone bei der Weltcup-Tour: Mit der US-Amerikanerin Kate Douglass und Frankreichs Superstar Léon Marchand konnten zwei Champions der Olympischen Spiele von Paris nun auch auf der Kurzbahn die internationale Konkurrenz hinter sich lassen.
Bei den Damen sicherte sich Douglass nach den drei Weltcup-Meetings in Korea, China und Singapur mit dem denkbar knappsten Vorsprung den Gesamtsieg. Insgesamt 178,5 Zähler sammelte die 200m-Brust-Olympiasiegerin und verwies damit ihre Nationalteamkollegin Regan Smith nur um hauchdünne 0,1 Punkte auf den zweiten Platz.
Im Rennen um den Gesamtweltcup der Herren setzte sich Marchand mit 175,7 Punkten vor dem Schweizer Noe Ponti (171,9) durch, der bei der Weltcup-Serie mehrfach den Weltrekord über die 50m Schmetterling gebrochen hatte.
Dem deutschen Sprintass Marius Kusch gelang der Sprung unter die Top 15. Mit 124,5 Punkten landete er nur knapp hinter dem chinesischen Olympiasieger Pan Zhanle. Im Laufe des Monats werden wir den Routinier voraussichtlich noch bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal im Wettkampfbecken erleben.
Die Top Ten der Weltcup-Gesamtwertung 2024:
Herren:
- Leon Marchand - FRA - 175,7
- Noe Ponti - SUI - 171,9
- Duncan Scott - GBR- 167,8
- Pieter Coetze - RSA - 167,3
- Qin Haiyang - CHN - 152.7
- Ilya Shymanocich - NIA - 143,6
- Thomas Ceccon - ITA - 140,6
- Nyls Konstanje - NED - 140,3
- Caspar Corbeau - NED - 135,5
- Alberto Razzetti - ITA - 135,3
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15. Marius Kusch - GER - 124,5
Damen:
- Kate Douglass - USA - 178,5
- Regan Smith - USA - 178,4
- Siobhan Haughey - HKG - 160,7
- Yu Yiting - CHN - 159,2
- Mary-Sophie Harvey - CAN - 157,8
- Tang Qianting - CHN - 152,5
- Alina Zmushka - NIA - 141,8
- Katarzyna Wasick - POL - 140,8
- Beata Nelson - USA - 138,3
- Ingrid Wilm - CAN - 136,9
Bild: World Aquatics
Doppelter Weltrekordkracher zum Weltcup-Abschluss

Das Weltrekord-Feuerwerk beim Weltcup in Singapur setzte sich auch am dritten und letzten Wettkampftag fort. Denn Noe Ponti und Regan Smith zauberten zum Abschluss der prestigereichen Wettkampfserie die Weltrekorde vier und fünf des Wochenendes ins Becken.
Den Anfang machte Noe Ponti bereits in den Vorläufen, wo er seinen eigenen Weltrekord über die 50m Schmetterling um weitere 1,7 Zehntel auf 21,50 Sekunden verbesserte. Diesen hatte das Schweizer Schmetterlings-Ass erst vor zwei Wochen bei der ersten Weltcup-Station in Shanghai aufgestellt.
Im Finale war Ponti dann erneut schneller als je ein anderer Schwimmer außer ihm selbst und schmetterte in 21,64 Sekunden zum dritten Weltcup-Sieg über diese Strecke - dicht gefolgt vom Niederländer Nyls Korstanje (21,74), der ebenfalls eine Fabelleistung zeigte. Für Marius Kusch, der an den zurückliegenden beiden Wochenenden jeweils zu Bronze geschwommen war, sprang dieses Mal in 22,23 Sekunden der undankbare vierte Platz raus. Mit insgesamt vier Medaillen und neun Finalteilnahmen kann sich die Ausbeute des deutschen Top-Sprinters dennoch wahrlich sehen lassen.
Die US-Amerikanerin Regan Smith durfte dann im Finalabschnitt über ihren zweiten Weltrekord des Wochenendes jubeln. Über die 200m Rücken unterbot Smith in 1:58,83 Minuten die bisherige Bestmarke ihrer australischen Dauerrivalin Kaylee McKeown um 11 Hundertstelsekunden.
Im Vorlauf über dieselbe Strecke hatte Maya Werner (2:10,61) als Zehntplatzierte den Einzug ins Finale nur knapp verpasst. Dafür startete die Neu-Magdeburgerin im schnellster Zeitlauf über die 800m Freistil und landete in 8:34,38 Minuten auf einem starken fünften Platz. Den Sieg sicherte sich die 18-Jährige Amerikanerin Katie Grimes (8:14,36).
Auch der dritte deutsche Schwimmer Rafael Miroslaw war erneut in den heutigen Finalläufen vertreten. Über die 200m Freistil schwamm der Olympia-Halbfinalist von Paris in 1:43,06 Minuten auf den siebten Platz und war somit zweieinhalb Zehntel schneller als noch vergangene Woche. In 1:39,83 Minuten siegte der Brite Duncan Scott nicht nur äußerst souverän, sondern kam bei seinem dritten Triumph über diese Strecke sogar bis auf eine halbe Sekunde an den Weltrekord von Paul Biedermann (1:39,37) heran.
Die sogenannte "Krone" für drei Siege über die selbe Strecke bei allen drei Weltcup-Stationen machten neben Noe Ponti, Duncan Scott und Regan Smith auch Léon Marchand, Pieter Coetze und Tang Qianting perfekt.
Nach einem letzten spannungsgeladenen Wettkampfwochenende ist die diesjährige Weltcup-Serie nun Geschichte. Einen Blick auf die Gesamtwertung, die ähnlich packend wie die rekordreichen Wettkämpfe verlief, werfen wir morgen.
Die weiteren Champions des dritten Weltcup-Tages in Singapur:
- 400m Lagen (m): Léon Marchand (FRA) - 3:58,45
- 100m Schmetterling (w): Louise Hansson (SWE) - 55,46
- 100m Rücken (m): Pieter Coetze (RSA) - 49,36
- 50m Brust (w): Tang Qianting (CHN) - 28,87
- 200m Brust (m): Caspar Corbeau (NED) - 2:02,33
- 100m Freistil (w): Kate Douglass (USA) - 50,82
- 200m Lagen (w): Yu Yiting (CHN) - 2:03,99
Bild: European Aquatics - Archiv
Leon Marchand knackt Weltrekord von Ryan Lochte

Leon Marchand macht keinen Halt. In 1:48,88 Minuten schwamm er zu einem neuen Weltrekord über die 200m Lagen der Herren. Im Vergleich zur ersten Weltcupstation in China, bei welcher der Franzose einen Weltcuprekord aufstellte, verbesserte er seine Leistung um satte 1,42 Sekunden. Die vorherige Bestmarke gehörte niemand Geringerem als dem US-Amerikaner Ryan Lochte, der den alten Weltrekord im Jahr 2012 aufgestellt hatte.
In der halben Distanz, den 100m Lagen der Herren, hörte die Rekordjagd für Marchand nicht auf. Mit seiner Zeit von 49,92 Sekunden gehört dem vierfachen Olympiasieger nun auch der Weltcuprekord in dieser Disziplin.
Auch Marius Kusch stellt in Singapur sein Können erneut unter Beweis. In der knappen Entscheidung über die Medaillenverteilung im Finale der 50m Freistil männlich schlug Marius Kusch am Donnerstag in 21,04 Sekunden auf dem dritten Platz an. Mit dieser Zeit konnte der in den USA trainierende Essener seine bisherigen Leistungen im Rahmen des Weltcups steigern. Lediglich 0,03 Sekunden trennten Kusch und den zweitplatzierten Isaac Cooper (21,01) aus Australien. Auf die Spitze des Podests schwamm der ebenfalls in den USA trainierende, aber für Trinidad und Tobago startende Dylan Carter (20,82).
Über die 50m Rücken schwamm Kusch zudem in 23,08 Sekunden zum vierten Platz. Der Sieg ging in diesem Rennen an Isaac Cooper (22,61).
Weltrekord Nummer zwei des heutigen Wettkampftages gab es für Regan Smith. Die US-Amerikanerin schwamm in 54,27 Sekunden über die 100m Rücken zur neuen Bestmarke. Somit verbesserte ihren eigenen Rekord aus der vorherigen Woche um 0,14 Sekunden.
Aufseiten der Schwimmerinnen sahen wir eine deutsche Vertreterin im Finale über die 400m Freistil. Maya Werner schwamm hier in 4:09,77 Minuten zum sechsten Platz. Siegerin wurde Katie Grimes aus den USA (3:57,61). Dies sollte nicht ihr einziger Sieg bleiben, denn Gold gab es für sie ebenfalls über die 400m Lagen in einer Zeit von 4:24,19 Minuten.
Die weiteren Gewinner und Gewinnerinnen der vergangenen Wettkampftage:
Donnerstag, 31. Oktober 2024:
Freitag, 01. November 2024:
2:12 über 200m Brust! Wieder WELTREKORD durch Kate Douglass

Die Stars lassen es bei der Weltcup-Tour weiter krachen! Beim abschließenden Meeting in Singapur sorgte die US-Amerikanerin Kate Douglass am Donnerstag für einen weiteren Weltrekord.
Über die 200m Brust drückte die Olympiasiegerin von Paris die Kurzbahn-Bestmarke auf beeindruckende 2:12,72 Minuten. Das ist satte 1,44 Sekunden schneller als der bisherige Weltrekord (2:14,16) , den sie erst vor wenigen Tagen beim Weltcup in Korea aufgestellt hatte.
Douglass hatte bei ihrem Sieg satte sechs Sekunden Vorsprung und machte zudem das Weltcup-Triple perfekt. Bei allen Meetings der diesjährigen Serie hatte sie diese Strecke für sich entschieden.
Mehr zum Weltcup in Singapur gibt es später auf www.swimsportnews.de
Besser schlafen – schneller schwimmen

Im Trainingsbecken suchen wir immer wieder nach den neusten Stellschrauben, um unsere Leistungen zu optimieren. Eine weitere Leistungsreserve „schlummert“ im wahrsten Sinne des Wortes aber abseits des kühlen Nass. Denn wie die Wissenschaft zeigen konnte, entscheidet auch unser Schlafverhalten darüber, wie leistungs- und strapazierfähig wird sind. Wir haben für euch einige aktuelle Ergebnisse der Schlafforschung zusammengestellt!
Mehr Schlaf schützt unsere Gesundheit
Gerade weil wir als Schwimmer recht hohe Ansprüche an unser Immunsystem stellen - ein ausgekühlter, ausgelaugter Körper nach dem Schwimmtraining ist sehr anfällig für Infektionen - sollte uns dieses Thema interessieren. Genügt die obligatorische Mütze nach dem Training, um uns zu schützen? Nicht unbedingt - zumindest, wenn es nach einer Studie geht, in der die Teilnehmer Rhino-Viren ausgesetzt wurden. Diese sind verantwortlich für Schnupfen und grippale Infekte. Diejenigen Teilnehmer, die zuvor regelmäßig weniger als acht Stunden geschlafen hatten, wurden dreimal häufiger krank als die „Vielschläfer“ der Studie.
Eine weitere negative Konsequenz von zu wenig Schlaf zeigte sich in einer anderen Untersuchung mit jugendlichen Sportlern, bei der das Verletzungsrisiko beim Sportmachen rapide anstieg (um ca. das 1,5-fache), wenn die Studienteilnehmer regelmäßig weniger als acht Stunden pro Nacht schliefen. Nun verletzten wir Schwimmer uns zum Glück zwar nur selten in unserem Lieblingselement, dafür bekanntlich umso häufiger beim Landtraining. Da kann etwas Prävention durch mehr Schlaf sicher nicht schaden. Denn verletzt oder krank trainiert es sich bekanntlich schlecht. Und es gibt noch einen weiteren positiven Effekt auf unsere Gesundheit, wenn wir ausreichend Schlaf bekommen. Denn Schlaf, so die Ergebnisse einer weiteren Studie, hat direkte Auswirkungen auf unser Essverhalten. Nachdem die Teilnehmer sechs Tage lang nur vier Stunden pro Nacht schlafen durften, war deren Stoffwechsel und das Hungergefühl massiv durcheinandergeraten. So sank die Verstoffwechslung von Kohlehydraten beispielsweise um über 30%, das Verlangen nach kalorienhaltiger Nahrung stieg jedoch gleichzeitig um über 20%. Langfristig, so schlossen die Forscher, kann zu wenig Schlaf somit zu einem gestörten Essverhalten führen.
Mehr Schlaf macht schneller
Es sind jedoch nicht nur diese gesundheitlichen Aspekte, die mehr Schlaf bei uns Schwimmern rechtfertigen. Denn nachts findet ein weiterer, für uns Sportler immens wichtiger, jedoch selten beachteter Prozess statt: die Regeneration. Schlafen wir, dann schüttet die sogenannte Hypophyse in unserem Gehirn ein Wachstumshormon aus, welches (durch das Training) zerstörtes Muskelgewebe repariert und neues Gewebe aufbaut - ein elementares Ziel unseres Trainings tritt ein: unsere Muskeln wachsen und werden widerstandsfähiger!
Und auch auf psychologischer Ebene geschieht ein für das Training, aber auch Wettkämpfe durchaus nützlicher Nebeneffekt: In so gut wie jeder Studie zum Schlafverhalten berichteten Athleten sämtlicher Sportarten, dass sich Belastungen härter anfühlten und sie schneller ermüdeten, wenn sie schlecht oder zu wenig geschlafen hatten. Eine bessere Regeneration und gefühlt mehr Energie - das alleine sind schon sehr schlagfertige Argumente für mehr Schlaf.
Doch auch die tatsächliche Wettkampfleistung verbessert sich, wie eine weitere Studie mit dem Schwimmteam der Universität Stanford eindrucksvoll belegt. Sechs Wochen lang schliefen die Schwimmer der ersten Mannschaft jeweils ein bis zwei Stunden pro Nacht mehr, als sie zuvor geschlafen hatten. Bei den darauffolgenden Schwimmtests erzielten sie die folgenden Verbesserungen im Vergleich zu einem Schwimmtest, der vor den sechs Wochen durchgeführt worden war: (1) Die Schwimmer hatten eine um 0,15 Sekunden schnellere Reaktionszeit beim Startsprung, (2) sie schwammen in einem 15-Meter-Sprint im Durchschnitt über eine halbe Sekunde schneller, (3) und erreichten eine um 0,10 Sekunden schnellere Wendezeit. Zusammengenommen machte mehr Schlaf die Schwimmer somit fast eine ganze Sekunde schneller - auf 25 Metern! Es ist für uns Schwimmer also durchaus lohnenswert, unser Schlafverhalten zu reflektieren und gegebenenfalls zu verbessern.
Der komplette Artikel mit zusätzlichen Tipps für ein gesundes Schlafverhalten erschien erstmals in der Frühjahresausgabe 2018 des swimsportMagazine. Alle noch verfügbaren Ausgaben der Zeitschrift für den Schwimmsport können im großen swimsportMagazine-Paket bestellt werden. Zum Sonderpreis erwarten euch hier mehr als 1500 Seiten geballtes Schwimmwissen --> Das swimsportMagazine-Paket

