Britta Steffen in die ‘‘Hall of Fame’‘ des deutschen Sports gewählt

Die einstige Weltklasse-Schwimmerin Britta Steffen wird in die „Hall of Fame des deutschen Sports“ aufgenommen. Das gab die Stiftung Deutsche Sporthilfe am Mittwoch bekannt.

Um von den Verantwortlichen der Stiftung Deutsche Sporthilfe, des Deutsche Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) für die Aufnahme in die „Hall of Fame“ gewählt zu werden, müssen neben einer herausragenden Geltung im Sport eine nachhaltige Wirkung der Persönlichkeit als Kriterien erfüllt werden.

Dass Britta Steffen die sportlichen Kriterien erfüllt, ist anhand ihrer zahlreichen Erfolge im Becken zweifelsfrei. Sie wurde 2008 in Peking Olympiasiegerin über die 50m und 100m Freistil und kürte sich im Laufe ihrer Karriere mit drei Weltmeister- und sieben Europameistertiteln. Von 2009 bis 2017 hielt Steffen den Weltrekord über die 50m Freistil. Damit war sie in den 2000er Jahren die dominierende Freistilschwimmerin in Deutschland und führte das deutsche Schwimmen zurück in die Weltspitze.

13 Jahre nach ihrem Karriereende engagiert sich die 42-Jährige für Bildung, Nachhaltigkeit und Gesundheitsförderung und setzt sich dafür ein, die Werte und Erfahrungen des Spitzensports in Gesellschaft und Beruf weiterzugeben. Außerdem ist sie als Laufbahnberaterin am Berliner Olympiastützpunkt tätig und unterstützt Nachwuchstalente auf ihrem Karriereweg.

Neben Steffen sind auch diese deutschen WassersportlerInnen in der „Hall of Fame“ vertreten: Ingrid Krämer-Gulbin, Franziska van Almsick, Erich Rademacher, Klaus Steinbach, Roland Matthes und Michael Groß.

4:05 über 400 Lagen! Japaner Matsushita schickt Ausrufezeichen an Leon Marchand

Der Olympia Zweite über die 400m Lagen von Paris 2024 Tomoyuki Matsushita schickte ein Ausrufezeichen an seine internationale Konkurrenz. Bei den japanischen Hochschulmeisterschaften in Osaka stellte der 21–Jährige in 4:05,83 Minuten nicht nur einen neuen Asien Rekord auf, sondern ist der erst fünfte Mann jemals, der die 4:06 Marke über die 400m Lagen unterbieten konnte. Schneller als Matsushita waren bisher nur der Weltrekordhalter Leon Marchand sowie die beiden Schwimmlegenden Michael Phelps und Ryan Lochte.

Erst bei den Pan Pacific Championships in diesem Jahr hatte Matsushita seine persönliche Bestzeit von 4:06,75 Minuten aufgestellt. Damit hatte er die beiden Amerikaner Carson Foster und Bobby Finke hinter sich gelassen und einen neuen Championship Rekord ins Becken gebracht. Keine drei Wochen später konnte er nun seinen persönlichen Rekord um eine weitere Sekunde unterbieten.

Obwohl der Japaner sowohl die Schmetterlings- als auch die Rückenteilstrecke langsamer schwamm als noch bei seiner vorherigen Bestleistung, gelang es ihm durch deutlich schnellere Brust- als auch Kraulzeiten, seine bisherige Bestzeit deutlich zu verbessern.

Auch über die 200m Lagen war Matsushita schneller als jemals zuvor in seiner Karriere. In 1:55,51 Minuten blieb er nur gute vier Zehntel über dem japanischen Rekord und belegt aktuelle Platz eins in dieser Saison.

Auch der erst 19 – jährige Tatsuya Murasa sorgte im Rahmen der 102. Hochschulmeisterschaften für einen neuen japanischen Rekord. Als Startschwimmer in der 4x 100m Freistil Staffel schwamm er in 47,83 Sekunden zwei Hundertstel unter dem bisherigen Rekord von Katsuhiro Matsumoto.

 

Bild: Archivbild

Deutsches Team feiert dreifaches EM-GOLD an einem Tag

Am zweiten Tag der Para Europameisterschaften in Kocaeli kürten sich Gina Böttcher, Elena Semechin und Taliso Engel mit dem Europameistertitel. Neben diesen drei Siegen gewannen Mira Jeanne Maack und Josia Topf jeweils eine silberne Medaille und Verena Schott und Philip Hebmüller Bronze. Mit insgesamt sieben Medaillen blickt das deutsche Team auf einen sehr erfolgreichen zweiten Wettkampftag zurück.

In einem knappen Finale über die 100m Freistil (S4) konnte sich Gina Böttcher mit acht Zehntelsekunden Vorsprung vor ihrer russischen Konkurrentin Mira Larionova durchsetzen. Nachdem Böttcher zur 50m Wende noch eine halbe Sekunde Rückstand hatte, konnte sie diese auf der zweiten Bahn aufholen und hatte am Ende in 1:30,02 Minuten ihre Hand als Erste an der Wand. Nach drei Titel 2024 auf Madeira ist dies nun der vierte Europameistertitel für Gina Böttcher.

Seine ununterbrochene Siegesserie hielt Taliso Engel aufrecht, der über die 100m Brust (SB13) in 1:02,07 Minuten mit fast vier Sekunden Vorsprung die Goldmedaille gewann. Der Weltrekordhalter über diese Strecke hatte seit seinem Titelgewinn bei der WM 2019 bei allen Welt- und Europameisterschaften sowie Paralympics Gold über die 100m Brust gewonnen. Im gleichen Finale schwamm sich Philip Hebmüller auf Platz drei und sorgte in 1:08,74 Minuten für doppelte Freude im deutschen Team.

Ihre Paradestrecke 100m Brust gewann auch Elena Semechin. In 1:15,85 Minuten schwamm sie auf Platz eins und zum Europameistertitel. Nachdem sie nach der ersten Hälfte knapp hinter ihrer Konkurrentin der Russin Sofiia Mezhinskaia lag, schwamm sie die zweite Bahn über eine Sekunde schneller als die dann Zweitplatzierte und sicherte sich mit sieben Zehntel Vorsprung die Goldmedaille. Sowohl in Paris als auch in Tokyo war Semechin, die den Weltrekord in der SB12 hält, Paralympics Siegerin geworden. Im gleichen Finale schwamm Johanna Döhler in 1:27,30 Minuten auf Platz acht.

Für weiteres Edelmetall für das deutsche Team sorgte Josia Topf, der über die 150m Lagen (SM3) an den Start ging. In 2:53,93 Minuten schwamm er in neuer Bestzeit auf Platz zwei und wurde damit Vize-Europameister. Den gleichen Titel erschwamm sich auch Mira Jeanne Maack über die 100m Rücken (S8). In 1:18,55 Minuten hatte sie nur weniger als eine Sekunde Rückstand auf die siegreiche Russin Viktoriia Ishchiulova.

Bereits ihre zweite Einzelmedaille der Wettkämpfe erschwamm sich Verena Schott. Nachdem sie am Vortag bereits Silber über die 100m Rücken gewonnen hatte, schwamm sie über die 100m Freistil (S6) in 1:16,65 Minuten auf Platz drei.

Weitere Finals bestritten Janis Mc David (100m Rücken, S1, Platz 4), Charlotte Lenonar Kast (400m Freistil, S7, Platz 4), Alessia Tina Kollmer (400m Freistil, S7, Platz 6), Balint Köszegvary (200m Lagen, SM10, Platz 6) und Maurice Wetekam (200m Lagen, SM9, Platz 7).

Ergebnisse der Para EM

 

Bild: Archivbild / Tino Henschel

Road to DJM: Das sind die Quali-Wettkämpfe für die DJM 2027

Nachdem 2026 das erste Mal der neue Qualifikationsmodus für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (DJM) stattgefunden hat, veröffentlichte der Deutsche Schwimmverband nun auch die Qualifikationswettkämpfe für die DJM 2027.

Vom März bis Mai 2027 werden 19 „Road to DJM“ Wettkämpfe stattfinden, bei denen sich die SchwimmerInnen der Jahrgänge 2009 bis 2013 für ihren nationalen Saisonhöhepunkt qualifizieren können. Zusätzlich werden alle Landesmeisterschaften und Landesgruppenmeisterschaften seit der DJM 2026 bis Ende Mai 2027 berücksichtigt werden. Damit ist eine Qualifikation für die vom 15. – 19. Juni in Berlin stattfindenden DJM auch bei den Deutschen Meisterschaften 2027 in Berlin möglich.

Neben den bereits feststehenden Wettkämpfen können noch weitere „Road to DJM“ Qualifikationswettkämpfe ergänzt werden. Vor allem in Bayern finden bisweilen wenig Wettkämpfe statt, die den SchwimmerInnen die Möglichkeit für eine DJM Qualifikation bieten.

05. – 07. März

Solingen

3. internationaler Swim-Cup

05. – 07. März

Essen

n.n.

05. – 07. März

Heidelberg

Nikar-Cup

20. – 21. März

Dresden

Intern. Dresdner Frühjahrspreis

02. – 04. April

Magdeburg

Barmenia Gothaer & Friends

02. – 04. April

Hamburg

Nord Test 2027

03. – 04. April

Wuppertal

Bayer-Cup Road to DJM 2027

10. – 11. April

Sindelfingen

International Sindelfingen Swimming Championships

10. – 11. April

Dortmund

ISDO

16. – 18. April

Heidelberg

Nikar-Meet

16. – 18. April

Berlin

Berlin Swim Open

16. – 18. April

Stuttgart

51. Intern. Dr. Otto-Fahr SWIM-Meeting

17. – 18. April

Darmstadt

ISF

17. – 18. April

Erfurt

Nachwuchsschwimmfest ESSC

23. – 25. April

Uerdingen

n.n.

01. – 02. Mai

Bremen

Internationale Bestenkämpfe

08. – 09. Mai

Paderborn

Paderborner Schwimmcup

14. – 16. Mai

Bochum

Last Stop Bochum

22. – 23. Mai

Gera

Gera Open 2027

 

Bild: Archivbild / Tino Henschel

8 Triple-Champions bei der Freiwasser-DM der Masters

Am vergangenen Wochenende fanden die Deutschen Freiwasser Meisterschaften der Masters statt. In Gummersbach gingen die SchwimmerInnen über die 1,25km, 2,5km und 5km an den Start. Dabei gelang es gleich acht Masters SchwimmerInnen, alle drei Einzelstrecken zu gewinnen. Zusätzlich wurden die Deutschen Meister über die 3x 1,25km Staffel ermittelt.

Mit am Start waren auch einige EuropameisterInnen aus Samorin. Darunter war Alisa Fatum-Böker vom SSV Leutzsch, die in der Altersklasse (AK) 30 alle drei Wettkampfstrecken gewann. Gleiches gelang auch Vasileios Tekidis. Der Schwimmer von der SG Glems, der bei der Europameisterschaft zweimal Vizemeister geworden war, gewann ebenfalls alle drei Einzelwettbewerbe. Auch Helmut Hertelendy vom SV Hof 1911 konnte sich in der AK75 durchsetzen und alle drei Strecken für sich entscheiden.

Mit drei Goldmedaillen fuhr auch Oliver Kusch von den Wasserfreunden Spandau nach Hause, der in der AK55 dreimal ganz oben auf dem Treppchen stand. In der AK45 gewann dreimal der Schwimmer von der SG Regio Freiburg Jens Poppe. Seine Teamkollegin Brita Viviane Weinberger dominierte die AK40 und ließ dort alle anderen Starterinnen hinter sich. Ann Kristin Neuloh Stein vom Gießener SV schwamm zu dreimal Gold in der AK35. Björn Ludwig von den Wasserfreunden Spandau gewann alle drei Einzelstrecken in der AK30. 

Poppe und Weinberger waren auch am Sieg der 3x 1,25km Staffel in der Altersklasse 100 – 149 Jahre beteiligt. Gemeinsam mit Lars Kellermann, der über die 2,5km und 5km in der AK50 Deutscher Meister geworden war, ließen sie das Team vom Gießener SV mit Irina Häcker, Thomas Gerlach und Ann Kristin Neuloh-Stein fast vier Minuten hinter sich und schwammen mit deutlichem Abstand auf Platz 1. Die bronzene Medaille ging an Stefan Engel, Anne-Catherine Steil und Kai Holzkamm vom TPSV Enkenbach, die sechs Sekunden hinter den zweitplatzierten SchwimmerInnen aus Gießen im Ziel waren.

In der Wertung 150 Jahre und älter gingen sowohl der erste als auch der zweite Platz an die SG Wuppertal. Mit Jochen Bruha, Desiree Richter und Matthias Millers war die Goldmedaille nach 56:55,28 Minuten vergeben. Die zweite Mannschaft der SG Wuppertaal mit Uwe Skutnik, Katharina Ashauer und Michael Hanstein gewann die silberne Medaille. Auf Platz drei schwammen sich Stefan Coenen, Dagmar Becker und Stefan Geisen vom Ohligser TV.

Die Staffelentscheidung in der jüngsten Altersklasse, 60 – 99 Jahre, gewannen Lasse Bieder, Virpi Bieder und Rebecca Dany vom TPSK 1925 mit über sechs Minuten Abstand zu ihren Verfolgern. Auf Platz zwei schwamm sich das Team aus Magdeburg, das mit Johannes Frank, Pascal Kalide und Jana Messerschmidt knappe zehn Sekunden Vorsprung vor den Drittplatzierten hatte. Die bronzene Medaille sicherten sich Leon Geiger, Armin Bittlingmeier und Anna-Lisa Allgaier vom SSV Ulm.

Protokoll der DM Freiwasser der Masters

 

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Tanja Scholz schwimmt mit Weltrekord zum ersten EM-Gold für Deutschland

Zum Auftakt der Para Europameisterschaften im türkischen Kocaeli sorgte Tanja Scholz am Montag mit einem Weltrekord für einen erfolgreichen Start in die Wettkämpfe. Über die 50m Brust (SB2) schwamm sie in 56,44 Sekunden deutlich unter ihr selbst gestecktes Ziel, die 1-Minuten Marke zu unterbieten. Für Scholz, die in Paris bei den Paralympics Gold über die 150m Lagen gewonnen hatte und bereits mehrfache Weltmeisterin ist, ist es der erste Europameistertitel ihrer Karriere.

Weiteres Edelmetall gewann Verena Schott über die 100m Rücken (S6). Nach 1:29,41 Minuten war die 37-Jährige im Ziel und musste nur der Schweizerin Nora Meister (1:24,53 Minuten) den Vortritt lassen. Schott, die in 1:21,16 Minuten den Europarekord über diese Strecke hält, hatte bei der EM 2024 bereits Gold über diese Strecke gewonnen und konnte sie sich nun die Silbermedaille sichern.

Beinahe hätte es im gleichen Finale über die 100m Rücken auch für Deutschlands jüngste Starterin Nisanur Kocabas für eine Medaille gereicht. Nach 1:35,93 Minuten war sie knappe 1,7 Sekunden hinter der drittplatzierten Italienerin Emma Lancini im Ziel und verpasste das Podest denkbar knapp.  

Knapp am Podest vorbei schwamm auch Maurice Wetekam (SB9), der über die 100m Brust nach 1:07,25 Minuten mit neun Hundertstel Rückstand auf Platz drei die Medaillenplätze verpasste. Im gleichen Finale schwamm Marlon Jung in 1:11,01 Minuten auf Platz fünf. Einen weiteren vierten Platz gab es für Janis Mc David, der in seinem Finale über die 50m Brust (SB2) nach 1:29,91 Minuten sein Rennen beendete.

Über die 100m Schmetterling (S13) schwamm Philip Hebmüller, im Finale in 1:01,43 Minuten auf den sechsten Platz. Julian Jeremy Fülllgraf belegte über die 200m Freistil (S14) in 2:04,25 Minuten Platz acht. Im 200m Lagen Finale der Damen (SM7) vertraten gleich zwei Schwimmerinnen die deutschen Farben. Charlotte Leonora Kast (3:32,77 Minuten) und Alessia Tina Kollmer (3:52,34 Minuten) belegten dabei den sechsten und siebten Platz.

Ergebnisse der Para EM

 

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Freiwasser-Europacup: Fabienne Wenske wackelt am Podium

Beim Europacup im Freiwasser kam Fabienne Wenske über die 10km bis auf gerade einmal drei Zehntel an die bronzene Medaille heran. Damit sorgte sie neben vier weiteren Top 10 Platzierungen für das beste Ergebnis im deutschen Team.

Im schweizerischen Tenero schlugen sich vor allem die deutschen Frauen beachtlich. Neben Wenske war auch Luisa Rumler am Start, die zwischenzeitlich sogar auf Platz eins geschwommen war. In den letzten beiden von sechs Runden konnte sie diese Platzierung aber nicht halten und beendete ihr Rennen knapp hinter ihrer Teamkollegin auf Platz fünf. Beide Sportlerinnen waren nur etwa zehn Sekunden hinter der siegreichen Finnin Louna Kasvio, die sich im Fotofinish gegen die Polin Klaudia Tarasiewicz durchsetzen konnte. Auf Platz drei schwamm sich die Italienerin Iris Menchini und verhinderte damit eine deutsche Einzelmedaille.

Auch die Herren konnten einige gute Platzierung aus dem Lago Maggiore fischen. Ebenfalls an fünfte Stelle schwamm Diego Alfons Heinze, der mit weniger als zehn Sekunden Rückstand hinter dem siegreichen Italiener Dario Verani im Ziel war. Auch die Plätze neun, zehn und elf wurden von deutschen Schwimmern belegt. Mika Kovacs, Lukas Steuter und Moritz Bockes vervollständigten das deutsche Team. Platz zwei bei den Herren ging an Bartosz Kapala aus Polen und Platz drei an den in München trainierenden Jaan Pasko aus Estland.

 

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Junioren-WM Freiwasser: Je zwei Staffelmedaillen für USA und Ungarn

Zum Abschluss der JuniorInnen Weltmeisterschaft im Freiwasser wurden die Staffeln über die 4x 1500m ausgetragen. Den Teams aus Ungarn und den USA gelang es, in beiden Altersklassen auf das Podest zu schwimmen und eine Medaille zu gewinnen.

In der Altersklasse 14 – 19 Jahre siegte das Team aus Ungarn mit Mira Miszlai, Napsugar Nagy, Balint Kreisz und Mate Karpati. Beide Schwimmer der Staffel hatten bereits jeweils einen Weltmeistertitel in Santa Fe gewonnen. Während Kreisz Gold über die 7,5km geholt hatte, war Karpati Weltmeister über die 10km geworden und hatte zusätzlich im 3km Knockout Sprint die bronzene Medaille gewonnen. Auch Nagy stand bereits als Dritte über die 10km der Damen auf dem Podest. Einzig für Miszlai war diese Staffelmedaille die Erste des gesamten Wettkampfs.

Auf Platz zwei schwamm sich das Team aus Italien, das mit Ginevra Bagaglini, Mahila Spennato, Davide Grossi und Ivan Sartor nur gute drei Sekunden hinter den siegreichen Ungarn im Ziel war. Die bronzene Medaille sicherten sich die SchwimmerInnen aus den USA, die mit Brinkleigh Hansen die Siegerin im 3km Knockout Sprint und Zweitplatzierte über die 7,5km im Team hatten. Auch Collin Jacobs, Zweiter über die 10km, Karrington Hansen und William Siegel vertraten das amerikanische Team in der Staffel.

Bei den jüngeren SchwimmerInnen der Altersklasse 14 – 16 ging der Staffelsieg an das Team aus Russland. Mit Anastasiia Siniakova und Kira Guseva gingen die beiden Erstplatzierten über die 5km an den Start. Auch der Sieger der Herren über diese Strecke, Alan Nosov, sprang für die russische Staffel ins Wasser. Komplementiert wurde das Team von Alexksandr Filipets, der als einziger Schwimmer der russischen Staffel zuvor noch keine Einzelmedaille gewonnen hatte.

Platz zwei ging an das Team aus den USA, die mit Alex Sigel (Gold im 3km Knockout) und Sawyer Hansen (Silber über 5km) auch zwei Einzelmedaillengewinner im Team hatten. Weiterhin trugen Ansley Bess und Josehp Eaddy zur Silbermedaille der USA bei. Auf Platz drei schwammen sich die SportlerInnen aus Ungarn, bei denen der Zweitplatzierten über die 7,5km, Armand Attila Marosszeki, als Schlussschwimmer ins Wasser sprang. Angeführt wurde die ungarische Staffel von Janka Merai, Nora Barta und Lazar Pannonhalmi.

Links zum Thema:

 

BIld: Archivbild / World Aquatics

JWM Freiwasser: Europameister Parker nun auch Weltmeister im Knockout Sprint

Am dritten Tag der Junioren Weltmeisterschaft im Freiwasser fanden die 3km Knockout Sprints statt. Im Gegensatz zur Europameisterschaft starteten die zwanzig schnellsten SchwimmerInnen aus zwei Vorläufen in einem Halbfinale - anstatt in zwei getrennten Halbfinalläufen mit je zehn SchwimmerInnen wie es bei der JEM üblich war. Über die finalen 500m qualifizierten sich schlussendlich die zehn schnellsten SchwimmerInnen des Halbfinals.

Bei den Herren ging der Sieg wie bereits bei der JEM an den Franzosen Ethan Parker. Nachdem sich Parker in Ungarn noch gegen den deutschen Schwimmer Johannes Liebmann durchsetzen konnte, der dort den zweiten Platz belegt hatte, waren es diesmal der Grieche Vasileios Kakoulakis und der Ungar Mate Karpati, die der Franzose in die Schranken wies.

Damit ist Parker nach seinem unglücklichen vierten Platz über die 10km nun sowohl Welt- als auch Europameister der Junioren im 3km Knockout Sprint. Für Karpati, der in Santa Fe bereits Gold über die 10km geholt hatte, war es seine zweite Einzelmedaille der Wettkämpfe. Außerdem hatte er bereits bei der JEM die bronzene Medaille im Knockout Sprint gewinnen können, während Kakoulakis dort noch auf dem vierten Platz geschwommen war.

Bei den Damen gelang es der erst 16 – jährigen Amerikanerin Brinkleigh Hansen sich gegen unter anderem drei Jahre ältere Schwimmerinnen durchzusetzen und die Goldmedaille und den Weltmeistertitel zu gewinnen. Nachdem sie sowohl ihren Vorlauf als auch das Halbfinale gewonnen hatte, konnte sie im Ziel die Russin Kseniia Misharina um eine Zehntel hinter sich lassen und im Anschlag das Rennen für sich entscheiden.

Über die 7,5km waren Hansen und Misharina bereits gegeneinander angetreten. Dort hatte noch die russische Athletin das bessere Ende für sich und gewann über diese Distanz. Auf Platz drei im Knockout Sprint konnten die Japanerin Sachika Kajimoto und Alex Siegel aus den USA einen doppelten Triumph feiern. Nachdem sich Kajimoto ganz knapp auf dem zehnten Platz ins Finale gerettet hatte, schwamm sie über die 500m zeitgleich mit der Amerikanerin ins Ziel, sodass sie sich den 3. Platz und die bronzene Medaille teilten. Für beide Schwimmerinnen war es die erste Medaille dieser Weltmeisterschaften.

Ergebnisse der JWM

 

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Para-EM 2026 mit größtem deutschen Team seit 15 Jahren

Vom 7. bis 12. September finden in Kocaeli, Türkei, die Europameisterschaften im Para Schwimmen statt, deren Austragung Anfang des Jahres noch auf der Kippe stand.

Nachdem Ende Februar bekannt wurde, dass der ursprüngliche Wettkampfort Eindhoven in den Niederlanden nicht länger zur Verfügung stand, konnte mit Kocaeli ein neuer Ausrichter für den internationalen Höhepunkt des deutschen Para Teams gefunden werden. Der Grund für den Rücktritt des Niederländischen Schwimmverbands war, dass Russland und Belarus bei der Generalversammlung des Internationalen Paralympischen Komitees erlaubt worden ist, bei der EM unter eigener Flagge zu starten, nationale Embleme zu tragen und die eigene Hymne zu spielen.

Trotz der örtlichen Verschiebung wird die deutsche Mannschaft mit dem größten Team seit 15 Jahren an den Start gehen. In die Türkei reisen werden neben erfahrenen und erfolgreichen SportlerInnen wie Josia Topf, Taliso Engel, Tanja Scholz und Elena Semechin auch noch eher unerfahrenen Athletinnen und Athleten, die teils ihren ersten internationalen Einsatz absolvieren werden.

Mit gerade einmal 13 Jahren ist Nisanur Kocabas so zum Beispiel die jüngste Athletin im Team. Insgesamt werden sich 22 SchwimmerInnen der internationalen Konkurrenz stellen und um Medaillen für Deutschland schwimmen.

Veranstaltungsseite der EM

Ausführlicher Vorbericht des Team Deutschland

 

Bild: Archivbild / Tino Henschel

Junioren-WM Freiwasser: Ungarischer Doppelsieg über 7,5km

Am zweiten Tag der Junioren-Weltmeisterschaft im Freiwasser in Santa Fe wurden die Entscheidungen über die 7,5km Strecke der Jahrgänge 2010 und 2009 sowie die 5km der Jahrgänge 2011 und 2012 ausgetragen.

Besonders spannend war das Rennen der Herren über die 7,5km. Beim Sieg des Ungarn Balint Kreisz, der nach 1:23:26.00 Stunden im Ziel war und bereits Junioren Europameister über diese Strecke geworden war, trennten Platz zwei und Platz vier lediglich zwei Zehntelsekunden. Das beste Ende hatte der Ungar Armand Attila Marosszeki, der sich auf den Silberrang schwamm und so für das ungarische Team wie auch bereits bei der JEM einen Doppelsieg erzielte. Platz drei ging an Bo Ling Su aus Taiwan, der seine Hand ganz knapp vor dem Griechen Konstantinos Chourdakis an der Anschlagmatte hatte und sich damit die bronzene Medaille sichern konnte.

Ähnlich knapp war auch der Kampf um Platz zwei und drei bei den Damen über die 7,5km. Auch hier waren es gerade einmal fünf Zehntel, die für Brinkleigh Hansen aus den USA für den Silberrang reichten. Die Australierin Olivia Galea kam knapp hinter der Amerikanerin als Dritte ins Ziel. Schnellste Schwimmerin über diese Distanz war die Russin Kseniia Misharina, die nach 1:29:22,50 Sekunden gute drei Sekunden Vorsprung vor ihren Verfolgerinnen hatte.

Auch die 5km der Damen und Herren wurden von russischen AthletInnen gewonnen. Den beiden Schwimmerinnen Kira Guseva und Anastasiia Siniakova gelang dabei sogar ein Doppelsieg für das russische Team, womit sie ihre Ergebnisse von der JEM auch bei der Weltmeisterschaft wiederholen konnten. Während Guseva als einzige Schwimmerin unter einer Stunde blieb, war Siniakova auch nur wenige Zehntel vor der Drittplatzierten Argentinierin Sofia Ovalles nach 1:00:37.30 Stunden im Ziel.

Bei den Herren gewann Alan Nosov aus Russland nach 55:59.40 Minuten die Goldmedaille und den Weltmeistertitel über die 5km. Bei der Europameisterschaft in Ungarn war er bereits Zweiter über diese Strecke geworden. Silber ging an den Amerikaner Sawyer Hansen und Bronze an Ibrahim Burhan aus der Türkei.

 

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Junioren-WM Freiwasser: Europas Damen dominieren über 10km

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Die ersten Entscheidungen bei der Junioren-Weltmeisterschaft im Freiwasser in Santa Fe, Argentinien, sind gefallen. Über die 10km der Herren entwickelte sich ein spannendes Rennen, bei dem sich bis zum Ende kein Athlet weit vom Feld absetzen konnte.

Erst auf der letzten von sechs geschwommenen Runden gelang es dem Ungarn Mate Karpati sich von seinen Verfolgern zu lösen und mit einer schnellen letzten Runde fünf Sekunden zwischen sich und den Zweitplatzierten zu reißen. In 1:46:46.30 Stunden kürte sich Karpati zum Juniorenweltmeister.

Auf den Silberrang schwamm der Amerikaner Colin Jacobs, der in der letzten Runde von Platz sieben auf Platz zwei vorschwamm und in 1:46:51.70 Stunden als Zweiter im Ziel war. Das Podest wurde komplementiert vom Brasilianer Arthur Aguiar, der nach 1:46:53.30 Stunden weniger als eine Sekunde Vorsprung vor dem Viertplatzierten Franzosen Ethan Parker hatte. Parker, der bei der JEM Bronze über die 10km gewonnen hatte, war der einzige Schwimmer, der dem Tempo der ersten drei Schwimmer in der letzten Runde folgen konnte. Der Fünftplatzierte Russe Lev Spanopulo musste auf der sechsten Runde einen Rückstand von etwa 35 Sekunden reißen lassen.

Bei den Damen war das Rennen über die 10km deutlich weniger spannend. Bereits von Runde eins an setzte sich die Italienerin Ludovica Terlizza mit 30 Sekunden Vorsprung ab und ließ diesen über die verbleibenden fünf Runden weiterwachsen.

Nach 1:55:35,00 Stunden war sie mit über 1:20 Minuten Vorsprung im Ziel und kürte sich zur Weltmeisterin der Juniorinnen über die 10km Distanz. Bei der JEM hatte sich noch den sechsten Platz belegt. Die amtierende Europameisterin der Juniorinnen, die Russin Polina Koziakina, schwamm in 1:56:55,40 Stunden auf Platz zwei. Platz drei und damit die bronzene Medaille gewann die Ungarin Napsugar Nagy, die nach 1:57:28,40 Stunden das europäische Siegerpodest komplementierte.

Die DSV Aktiven Julia Ackermann und Johannes Liebmann, die sich aufgrund ihrer JEM Erfolge in Ungarn für die gerade stattfindende JWM in Argentinien qualifiziert hatten, nehmen nicht an der JWM teil, sondern richten ihre Saisonplanung auf weitere Erfolge in der Eliteklasse aus.

Ergebnisse der JWM

 

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USA beruft 101 Schwimmer*innen in den Nationalkader 2026 / 27

Der US-Schwimmverband USA Swimming hat für die Saison 2026 / 27 101 Aktive für den Nationalkader berufen.

Qualifizieren konnten sich die AthletInnen durch eine Top 6 Platzierung über die 100m und 200m Freistil oder eine Top 5 Platzierung in den weiteren olympischen Einzeldisziplinen. Dabei wurden die Ergebnisse vom 01. September 2025 bis 31. August 2026 berücksichtigt. Zusätzlich wurden 6 Frauen und 6 Männer für den Freiwasserkader nominiert.

Angeführt wird das Nationalteam unter anderem von den WeltrekordhalterInnen Katie Ledecky, Gretchen Walsh, Caeleb Dressel, Kate Douglass und Regan Smith.

Mit 46 Frauen und 55 Männern wurden weniger Frauen als Männer in den Kader berufen. Dafür verantwortlich sind Schwimmerinnen wie Kate Douglass oder Regan Smith, die sich über mehrere Strecken für den Nationalkader qualifiziert haben und somit bereits viele Top 5 bzw. Top 6 Platzierung einnehmen. Bei den Männern gibt es diese Vielseitigkeit wie bei Carson Foster zwar auch, führt aber nicht zu einer solchen Reduktion der Sportler, da sich viele Schwimmer auch über eine einzelne Strecke für den Nationalkader empfohlen haben.

Eine vollständige Auflistung der SchwimmerInnen ist hier einzusehen: Nationalkader USA Swimming

 

Bild: Archivbild

Ohne deutsches Team: Junioren-WM im Freiwasser beginnt

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Nachdem im Juli bereits die Europameisterschaften der JuniorInnen im Freiwasser stattgefunden haben, messen sich die besten FreiwasserschwimmerInnen der Jahrgänge 2007 bis 2012 nun auf der ganz großen Bühne. Von heute bis Sonntag werden die Junioren-Weltmeisterschaften im Freiwasser in Santa Fe, Argentinien, ausgetragen.

Der Deutsche Schwimmverband verzichtet dabei auf eine Teilnahme und schickte keine SchwimmerInnen an den Start. Mit 273 Athletinnen und Athleten aus 39 Nationen wird dennoch ein neuer TeilnehmerInnen Rekord verzeichnet.

Starten werden unter anderem die Russin Polina Koziakina, die bei der JEM vor der deutschen Schwimmerin Julia Ackermann Gold über die 10km gewann. Auch der Franzose Ethan Parker, der Johannes Liebmann bei der JEM im Knockoutsprint besiegen konnte, wird in Argentinien als amtierender Europameister um die Medaillen kämpfen.

Das Programm gleicht dem der Junioren-EM, sodass am ersten Wettkampftag die Aktiven über die 10km ins Wasser springen. Am zweiten Tag finden die Wettbewerbe über die 7,5km und 5km statt. Darauffolgen die 3km Knockoutssprints, während am letzten Tag noch die Staffeln über die 4x 1500m stattfinden.

Der Link zur Veranstaltungsseite von World Aquatics:

Veranstaltungsseite von World Aquatics zur JWM

Bild: European Aquatics / Archivbild

DKM 2026: Ausschreibung und Pflichtzeiten der Kurzbahn-DM 2026

Pünktlich zum Saisonauftakt veröffentlichte der Deutsche Schwimmverband (DSV) die Ausschreibung für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften (DKM). Wie bereits angekündigt worden war, findet der Wettkampf vom 12. – 15. November in der Schwimmoper in Wuppertal statt.

Neu im Wettkampfformat der DKM ist, dass die Staffelwettbewerbe im Finalabschnitt am Nachmittag ausgetragen werden. Teilnehmen können die 24 zeitschnellst gemeldeten Staffeln, deren Meldezeiten aus der DSV Bestenliste entnommen werden. Pro Verein und Wettkampf darf nur eine Staffel gemeldet werden.

Gleich hingegen bleibt, dass die Anzahl der StarterInnen auf 60 Meldungen je Geschlecht bzw. auf 40 Meldungen bei den 800m und 1500m Freistil begrenzt ist. Eine Qualifikation ist durch das Unterbieten der Pflichtzeit im Nachweiszeitraum (13. November 2025 – 01. November 2026) möglich. Sollten mehr als 60 bzw. 40 SportlerInnen die geforderte Pflichtzeit unterbieten, werden die Startplätze um die jeweilige Anzahl erhöht. Schwimmen jedoch weniger als 60 bzw. 40 AthletInnen schneller als vom DSV gefordert, werden die übrigen Startplätze über die Qualifikationsliste vergeben, die wöchentlich aktualisiert veröffentlicht wird. Die Zeiten können dabei sowohl auf der Langbahn als auch auf der Kurzbahn erzielt worden sein.

Meldeschluss ist am 03. November 2026 um 18.00 Uhr. Mit dem Meldeergebnis ist am 8. November zu rechnen.

Die Pflichtzeiten für die DKM sind Folgenden:

 

Frauen

Männer

50m Schmetterling

00:28,10

00:25,10

100m Schmetterling

01:02,50

00:55,60

200m Schmetterling

02:18,80

02:05,60

50m Rücken

00:30,30

00:26,80

100m Rücken

01:04,90

00:57,80

200m Rücken

02:19,80

02:06,20

50m Brust

00:33,30

00:29,10

100m Brust

01:12,60

01:04,00

200m Brust

02:36,40

02:20,40

50m Freistil

00:26,70

00:23,70

100m Freistil

00:58,10

00:52,00

200m Freistil

02:05,90

01:54,10

400m Freistil

04:25,00

04:01,30

800m Freistil

09:03,40

08:22,40

1500m Freistil

17:15,50

15:58,40

100m Lagen

01:05,90

00:58,90

200m Lagen

02:22,70

02:08,00

400m Lagen

05:02,80

04:34,50

 

Die wichtigsten Links zur DKM 2026:

 

Bild: Archivbild

DKM, DMSJ und DMS: Austragungsorte für das zweite Halbjahr 2026 stehen fest

Während sich einige Schwimmerinnen und Schwimmer schon wieder auf die neue Saison vorbereiten, gab der Deutsche Schwimmverband die Austragungsorte für die nationalen Wettkämpfe des restlichen Jahres 2026 bekannt. Dabei kam es zu keinen Neuerungen. 

Sowohl die Deutschen Kurzbahn Meisterschaften (DKM) als auch der Bundesentscheid der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend (DMSJ) werden in der Schwimmoper in Wuppertal ausgetragen. Die DKM werden vom 12. – 15. November 2026 stattfinden. Die NachwuchssportlerInnen schwimmen am Nikolauswochenende (5. / 6. Dezember 2026) um die begehrten Plätze auf dem Treppchen. 

Wie bereits im Jahr 2025 werden die Deutschen Mannschaftswettbewerbe (DMS) im Thurmfeldbad in Essen ausgetragen. Als Titelverteidiger werden sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen die Teams der SG Frankfurt an den Start gehen. 

Die Ausschreibungen für die DKM, DMSJ und DMS sollen zeitnah veröffentlicht werden.

 

Bild: Archivbild

USA vs. Europa und mehr: ISL gibt Details zum Comeback-Event bekannt

Wie in der vergangenen Woche bereits bekannt gegeben worden ist, findet am 19.12.2026 eine Neuauflage der International Swimming League im London Aquatics Center statt. Ein paar weitere Details zum geplanten Wettkampfformat sind nun auch veröffentlicht worden.

„4 Teams. 96 Athletes“ – so beschreibt die ISL ihr Teilnehmerfeld für ihre erste Veranstaltung nach einer fast fünfjährigen Pause. Wie bereits in den vergangenen Saisons wird sich ein Team aus insgesamt 24 Mitglidern, 12 je Geschlecht, zusammensetzen. Neu am Comeback der ISL ist jedoch, dass die vier Teams nach geographischer Zugehörigkeit eingeteilt werden.

So werden AthletInnen aus den USA gegen ein Team des Commonwealth, eins aus Europa und eines aus dem Rest der Welt antreten. Das Format erinnert damit mehr an die "Duel in the Pool"-Länderkämpfe als die bisherigen ISL-Events, bei denen die Aktiven unabhängig von Nationalitäten bunt gemischt für verschiedene Profiteams ins Becken gegangen sind.

Zu den SportlerInnen des Team Commonwealth gehören unter anderem Aktive aus Australien, Kanada, Singapur, Südafrika und England. Ob die AthletInnen aus Russland für Europa starten dürfen, ist noch nicht bekannt.

Das amerikanische News Portal SwimSwam verglich die Ergebnisse der Pan Pacific Championships, der Europameisterschaften und der Commonwealth Games, um eine ungefähre Vorstellung des Wettkampfformats und einen möglichen Ausgang der ISL darzustellen. Bei den Männern hätten die australischen Schwimmer (Team Commonwealth) mit vier Goldmedaillen vor den Ungarn (Team Europa) mit drei und den Amerikanern mit zwei Goldmedaillen gewonnen.

Bei den Damen hingegen hätten die Schwimmerinnen aus den USA sechs Einzelgoldmedaillen gewonnen. Australien wäre mit drei Goldmedaillen auf dem zweiten und Großbritannien (Team Commonwealth) mit zwei Goldmedaillen auf dem dritten Platz gelandet. Zudem hätten die Vereinigten Staaten fünf der sieben Staffelmedaillen gewonnen. Es lässt sich also abwarten, ob sich die amerikanischen SchwimmerInnen auch im direkten Vergleich mit den anderen Teams in der ISL durchsetzen können.

Links zum Thema:

Bild: ISL / Archiv

Masters-EM 2026: Wachsmuth, Fatum-Böker und Hertelendy feiern Doppelsiege im Freiwasser

Nach den erfolgreichen Wettkämpfen im Becken wurden bei der Europameisterschaft der Masters in Samorin auch die Entscheidungen im Freiwasser ausgetragen. Mit insgesamt 30 Einzelmedaillen und zwei Staffelmedaillen wurde die Erfolgsserie der deutschen SchwimmerInnen auch im Open Water fortgesetzt.

An insgesamt drei Tagen wurden die Wettbewerbe im Freiwasser ausgetragen. Während an Tag eins ausschließlich Staffeln geschwommen wurden, fanden am zweiten Tag die Einzelrennen über 1,5km und am dritten Tag über 3km statt.

Dabei gelang einigen deutschen SchwimmerInnen sogar ein Doppelsieg in den beiden Einzeldisziplinen. Zu diesen erfolgreichen Aktiven gehörten die für den USV TU Dresden startende Jenny Wachsmuth, die in der AK 35 sowohl die 1,5km als auch die 3km gewann. Auch Alisa Fatum-Böker von der SSV Leutzsch Leipzig, die bereits in den Beckenwettbewerben einige Medaillen gewonnen und Rekorde unterboten hatte, behielt in der AK30 in beiden Rennen die Oberhand und schwamm jeweils auf den ersten Platz. Helmut Hertelendy vom SV Hof 1911 gelang ebenfalls ein Doppelsieg über die 1,5km und 3km. In der AK75 gewann der Hofer mit deutlich Abstand zur Konkurrenz zwei Goldmedaillen.

Mehrfach auf dem Treppchen standen auch Ina Ziegler (Berliner TSC, Silber über 1,5km & 3km), Carla Beckmann (WFR. Bielefeld, Bronze über 1,5km & Gold über 3km), Sara Gabler (SG TSG Bremen, Gold über 1,5km & Silber über 3km), Claudia Timmermann (ASC Göttingen, Gold über 1,5km & Bronze über 3km), Michael Metz (USV TU Dresden, Silber über 1,5km & Bronze über 3km), Bastian Schott (SG Bamberg, Bronze über 1,5km & 3km), Vasileios Tekidis (SG Glems, Silber über 1,5km & 3km) und Marcus Joas (TV Immenstadt, Bronze über 1,5km & 3km).

Auch in den Staffelwettbewerben konnten die deutschen SchwimmerInnen auf das Podest schwimmen. Die einzigen beiden deutschen Staffeln gingen über die 4x 1000m in der Wertung Mixed in der Altersklasse 80+ an den Start. Dabei gelang es der Staffel vom DSC 1898 Dresden am ersten Wettkampftag in einer Gesamtzeit von 57:15,68 Minuten die erste Goldmedaille für das deutsche Team aus dem Wasser zu fischen. Auf Platz zwei schwammen sich die SportlerInnen vom ASC Göttingen 1846, die nach 1:00:30,23 Stunden mit der Silbermedaille den deutschen Doppelsieg perfekt machten.

Eine vollständige Auflistung aller MedaillengewinnerInnen findet man auf der Seite des DSVs: Aktuelle Meldungen - Masterssport - Leistungs- & Wettkampfsport | Deutscher Schwimm-Verband e. V. – Wir sind der Schwimmsport

Bild: European Aquatics

Wellbrock, Märtens und Co. bekommen neue Schwimmhalle im Gerichtsgebäude

Nachdem seit Weihnachten 2025 die Elbeschwimmhalle in Magdeburg – eigentlich Trainingsstätte von Florian WellbrockLukas MärtensIsabel Gose und Co. – aus Sicherheitsgründen gesperrt ist, wurde für die Schwimm-Asse der Elbestadt nun eine ungewöhnliche Übergangslösung beschlossen.

Das Gerichtsgebäude, in dem der Prozess zum Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt durchgeführt wurde, wird zur Schwimmhalle umgebaut. Dazu wird in den kommenden Monate ein temporäres Schwimmbecken eigens für die Spitzenschwimmer der Elbestadt in das Gebäude eingebaut. 

Einen entsprechenden Beschluss fällte der Magdeburger Stadtrat am Donnerstagabend. Schon ab November soll die neue Trainingsstätte für die Gruppe von Coach Bernd Berkhahn in Betrieb gehen. Die Übergangsösung ist bis 2028 angedacht und soll etwa 3,7 Millionen Euro kosten.

Anschließend soll 2029 das neu entstehende nationale Schwimmzentrum in Magdeburg fertig gestellt werden. Die 51-Millionen-Investition, von der knapp die Hälfte aus dem neuen Bundesprogramm für Sportstätten entstammt, bekam am Donnerstag ebenfalls vom Magdeburger Stadtrat grünes Licht.

Bild: Christian Gold / Archiv

So geht's: Power auf Dauer für den Masters-Körper

„Je älter man wird, desto besser wird man. Es sei denn, du bist eine Banane.“ Motivierende Worte, von der mehrfachen Weltmeisterin, Olympiasiegerin und Weltrekordhalterin Sarah Sjöström, die für viele Masters wie Musik in den Ohren klingen. Doch kann man es wirklich wagen so optimistisch auf die Entwicklung der sportlichen Leistung zu blicken? Diese humorvolle Analogie trifft sicher für die meisten jugendlichen Sportler zu. Aber was passiert nach den angenehmen Jahren der immer fortwährenden Verbesserung? Wie entwickeln sich diejenigen, die zur Ausbildung, zum Studium oder zum Berufseinstieg nicht die Schwimmbrille an den Nagel hängen, sondern dem Schwimmsport weiterhin treu bleiben? Und wie stehen die Chancen für diejenigen, die im Erwachsenenalter den Neu- oder Wiedereinstieg ins Wettkampfbecken wagen?

Tatsächlich ist Sarah Sjöströms kurze Anekdote gar nicht so weit hergeholt. Natürlich bleiben wir nicht ewig so jung und knackig wie die grün-gelben Bananen im Supermarkt. Aber die Hoffnung ist alles andere als verloren. Seitdem immer mehr Erwachsene und auch ältere Erwachsene alle möglichen Sportarten weit über das von Wissenschaftlern festgestellte „beste Alter“ hinaus betreiben, ist auch die Forschung sehr an objektiven Markern des Alterungsprozesses und dessen Einfluss auf sportliche Leistungsfähigkeit interessiert. Doch der tatsächliche Einfluss des Alterns auf die Leistungsfähigkeit lässt sich nur grob bestimmten. Da jeder Mensch individuell altert und noch dazu einen sehr individuellen Lebensstil hat, können Faktoren wie Ernährung, Bewegung und Training, vor allem aber Genetik, den Verlauf der Fitness im Alter beeinflussen und Forschungsergebnisse in Bezug auf Leistung verzerren. Doch die für uns als Schwimmer wichtigste Botschaft ist, dass viele Faktoren, die wir größtenteils selbst in der Hand haben, unsere Leistung bis ins hohe Alter deutlich verbessern können und das Eintreten der negativen Nebeneffekte des Alterungsprozesses zumindest etwas herauszögern können. Mit dem richtigen Lebensstil können wir uns also einige gute Jahre mit schnellen Zeiten im Wasser herausschlagen. Wie man das genau angeht und seiner Gesundheit dabei nicht schadet, will gelernt sein. Denn über den veränderten Körper und dessen Reaktion auf Trainingsreize ab dem 30. Lebensjahr gibt es einiges zu Wissen was den Grundstein für erfolgreiches und individuell optimiertes Training legen kann. 

Leistungsfähigkeit vs. Trainierbarkeit

Um dein volles Potential auschöpfen zu können, ist es wichtig eine theoretische Grundlage zu verstehen. Die Leistungsfähigkeit, also die anhand von objektiven Parametern gemessene Leistung, nimmt ab dem 40. Lebensjahr um ungefähr 1% pro Jahr ab. Der Grund hierfür sind physiologische Alterungsprozesse, die zum Beispiel Herz und Lunge betreffen und an denen auch nichts geändert werden kann. Allerdings erhält man sich bis ins Alter hin eine gewisse Trainierbarkeit, die Eigenschaft unseres Körpers auf Trainingsbelastungen mit entsprechenden Anpassungen zu reagieren. Anstatt individuelle Fortschritte an der objektiven Leistung zu messen, ist es deshalb sinnvoller, auch im Hinblick auf den langfristigen Erhalt der Motivation, die Trainierbarkeit im Blick zu behalten und sich darauf zu fokussieren im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zu arbeiten.

Die Trainierbarkeit erhält sich zwar größtenteils und fällt erst im hohen Alter leicht ab, jedoch entwickelt sich unser Körper mit jedem Jahr, in dem wir altern, und mit ihm auch unsere Fähigkeit auf bestimmte Trainingsreize zu reagieren. Konkret bedeutet das für jeden, dass man die Art des Trainings, sprich die Dauer, Intensität und den Umfang, stetig anpassen muss. Versteht man erstmal, wie sich die eigenen physiologischen Grundlagen verändern, kann man sein Training leichter auf die eigenen Anforderungen abstimmen und den Erhalt der Trainierbarkeit ausnutzen, um auch im Alter an die individuelle Leistungsgrenze zu kommen. Denn letztlich geht es vielen Masters auch um die Wettkämpfe und den Vergleich mit den Altersgenossen. 

Der Ursprung der altersbedingten Leistungsabnahme

Dem 1%-igen Leistungsabfall pro Jahr liegen unweigerlichen Veränderungen im Herzkreislaufsystem und der Muskelmasse zugrunde. Zum einen nimmt die maximale Herzfrequenz um ca. 1bpm pro Jahr ab. Das kommt daher, dass die körpereigenen Schrittmacherzellen, die dem Herzen einen generellen Rhythmus vorgeben, mit der Zeit langsamer werden. Zusätzlich nimmt das maximale Herzschlagvolumen und davon abhängig der VO2max Wert ab. Diese Parameter beschreiben, wie viel Blut das Herz pro Schlag in den Kreislauf pumpen kann und wie viel Sauerstoff über die Lunge ins Blut aufgenommen werden kann. Neben dem Herzkreislaufsystem wird auch die Kraft und Muskelfaserrekrutierung mit zunehmendem Alter weniger effizient. Nach dem 40. Lebensjahr nimmt die Muskelmasse um ungefähr 1% pro Jahr ab, die resultierende Kraft verringert sich im Schnitt sogar um 3% pro Jahr. Außer der Herzfrequenz lassen sich diese Rückgänge durch kontinuierliches Training glücklicherweise verlangsamen. Um sinnvolle Trainingsreize setzen zu können, die dem Leistungsabfall entgegenwirken, sehen wir uns nun den Einfluss des Alterns auf die einzelnen leistungsbestimmenden Faktoren an.

Allgemein kann man die limitierenden Faktoren der sportlichen Leistung in folgende Untergruppen einteilen: Kondition, zu der Parameter wie Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit gehören. Technik, die von der Koordination beeinflusst wird. Und psychische Faktoren, die mit Motivation und Disziplin wichtige Einflüsse auf die letztlich abrufbare Leistung haben.

Im Bereich der Kondition ist die Kraft, neben der Ausdauer, einer der wichtigsten leistungslimitierenden Faktoren, die auch nach dem 40. Lebensjahr, wenn die Muskelmasse eigentlich abnimmt, noch gut trainierbar ist. Vor allem die sogenannten Typ II „fast twitch“ Muskelfasern, die für explosiven Kraftaufwand wichtig sind, wie man ihn beim Start, den Wenden und bei Sprints braucht, sind vom Muskelschwund betroffen. Das Protein Myostatin, das normalerweise dafür sorgt, dass unsere Muskeln nicht übermäßig verdicken, tut im Alter etwas zu viel des Guten und begünstigt den Abbau unserer Muskeln. Die Aktivität dieses Proteins kann aber durch aerobes Ausdauertraining verringert werden und die Muskelmasse länger erhalten. 

Wichtig zu erkennen ist beim Betrachten der Kraftabnahme auch, dass Kraft nicht das reine Resultat der Muskelmasse ist. Im Endeffekt sind Muskeln nur die Marionetten, die vom übergeordneten Nervensystem bewegt werden. Der dickste Bizeps nützt einem nichts, wenn man nicht auch die damit verbundenen Motorneuronen und deren Synapsen untereinander, zum Muskel und zum Rückenmark und Gehirn trainiert. Ein Motorneuron und die jeweils damit assoziierten Muskelfasern bilden eine motorische Einheit. Wenn die Kraft im Alter abnimmt, dann weil unsere motorischen Einheiten weniger effizient arbeiten. Instabilere neuromuskuläre Verbindungen führen zu weniger und variablerem Input an der Synapse, der Verbindung zwischen Neuron und Muskel. Langfristig schwächere Signale am Muskel führen dazu, dass sich Muskelfasern zurückbilden, langsamer werden und weniger zuverlässig reagieren. Die Folgen sind geringere Maximalkraft, langsamere Kontraktionsgeschwindigkeit und schnellere Ermüdung.

Die gute Nachricht ist jedoch, dass diese Vorgänge durch gezieltes Krafttraining verlangsamt und teils sogar ganz verhindert werden können. Reines „Gewichte stämmen“ wird oftmals unterschätzt und teilweise sogar verspottet. Doch das völlig zu Unrecht. Im Gegensatz zu der Annahme mancher erfahrener Masterssportler ist Krafttraining nicht nur für die Jugend sinnvoll, die im Fitnesstudio gerne vor den Spiegeln posiert und neues Muskelwachstum bestaunt. Kräftigungsübungen sind vor allem im Erwachsenenalter extrem hilfreich, um Alterungsvorgängen entgegenzuwirken, ohne den Puls unnötig hoch zu drücken. Positive Aspekte von Krafttraining beinhalten zum Beispiel den verlangsamten Verlust von Typ II Muskelfasern und das Stärken von neuromuskulären Verbindungen durch willkürliche Kontraktion der Synergisten und Deaktivierung der Antagonisten (was übrigens einen essentiellen Kreislauf im Gehirn stärkt, der auch für gezielte Bewegungen im Alltag wichtig ist und für den dein 80-jähriges Ich dir danken wird). Außerdem erhöht das Training mit Gewichten die Knochendichte, ein weiterer Effekt für den du im höheren Alter aufgrund von stabileren Knochen dankbar sein wirst. Neben dem langfristigen Erhalt der Lebensqualität ist Krafttraining natürlich auch für deine aktuellen Ambitionen im Schwimmen sinnvoll. Je mehr motorische Einheiten du durch Krafttraining erhältst, desto einfacher wird es dir fallen deine vorhandene Kraft im Wasser einzusetzen. 

Darauf aufbauend würde es natürlich Sinn ergeben die fleißig erhaltene Kraft auch auf den Strecken, die etwas länger als ein 50 oder 100m Sprint sind, ausspielen zu können. Eine gute Ausdauer ist deswegen unabdingbar für gute Ergebnisse im Mastersschwimmen. Generell beschreibt die Ausdauer die Ermüdungswiderstandsfähigkeit und Effizienz deines Körpers Energie zur Versorgung der leistungslimitierenden Organsysteme bereitzustellen. Ein wichtiger Maßstab der Ausdauer ist die relative maximale Sauerstoffaufnahme von der Lunge ins Blut: das VO2max. Dieser Wert spiegelt die Leistungsfähigkeit von Herz, Lunge und Muskulatur wieder, die durch Faktoren wie zurückgehende maximale Herzfrequenz und verringerte maximale Ventilation zwar nicht ganz so leicht beeinflussbar, doch immerhin bis zu einem gewissen Grad trainierbar sind. Durch Ausdauertraining im aeroben Bereich lässt sich der Verlust des VO2max verringern, da der Körper während dem Training einen hohen arteriellen O2-Partialdruck und somit eine erhöhte Diffusionskapazität erhält. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das, dass die Aufnahme von Sauerstoff in Organe und Muskeln leichter abläuft. Mehr Sauerstoff im Blut und später in den Organen und Muskeln trägt zu langsamerer Ermüdung und somit besserer Ausdauer bei. Studien ergaben sogar, dass gut trainierte 60-Jährige einen Leistungsstand ähnlich dem von untrainierten 20-Jährigen erreichen können. Eine gewisse Abnahme der Leistung ist nicht zu verhindern. Doch mit kontinuierlichem Training kann man ein gutes Leitsungsniveau erhalten. Intensiveres Training im anaeroben Bereich, z.B. in Form von HIIT, kann übrigens laut neuester Studien auch mit zunehmendem Alter profitabel sein. Durch verbesserte Kapillarisierung können Organe und Muskeln effizienter mit Sauerstoff versorgt werden und die Ausdauer noch weiter ausbauen. Außerdem bietet anaerobe Ausdauer vermehrten antioxidativen Schutz für Herzmuskelzellen, was diese langsamer altern lässt. Hier ist jedoch bei zunehmendem Alter Vorsicht geboten. Bevor man sich eifrig in hohe Herzfrequenzstufen stürzt, ist ein Besuch beim Hausarzt und/oder Kardiologen für einen gründlichen Checkup empfehlenswert.

Ein weiterer, oft vernachlässigter Teil der Kondition ist die Beweglichkeit. Ab ca. 25 Jahren werden wir zunehmen steifer. Doch Dehnübungen können dank hoher Trainierbarkeit der Beweglichkeit zu einem Erhalt der Flexibilität beitragen. Dehnen ist für dich zu langweilig? Dann denke doch mal über die deutlich verbesserte Wasserlage nach, die Wissenschaftler für beweglichere Schwimmer nachweisen konnten. Höhere Beweglichkeit im Rumpf und der Schulter ermöglicht es uns stromlinienförmig durchs Wasser zu gleiten und den Widerstand zu verringern. Und wer damals in Physik aufgepasst hat, der weiß auch, dass sich der Wasserwiderstand bei verdoppelter Angriffsfläche sogar vervierfachen kann. Jede Reduzierung von Widerstand ist im Schwimmsport erstrebenswert und durch regelmäßiges Dehnen kann jeder Schwimmer ein bisschen stromlinienförmiger werden.

Der zweite große Pfeiler der Leistungsfähigkeit im Schwimmsport ist die Technik. Auch hier ist, wie bei der Kraft, das Nervensystem ein Hauptakteur. Das Zusammenspiel des zentralen Nervensystems und der Skelettmuskulatur innerhalb eines gezielten Bewegungsablaufes ist die Grundlage der für die Technik wichtigen Koordination. Feinkoordination nimmt ungefähr ab dem 50. Lebensjahr ab; nach dem 60. Lebensjahr auch die Grobkoordination. Ursachen hierfür sind Rückgänge im Nervensystem. Kompliziert-klingende Vorgänge wie Synapsenatrophie, Dendritenreduzierung, Abnahme von Ribosomen und degenerative Veränderungen im Golgi-Apparat und somit Verringerung der Neurotransmitterausschüttung haben eine nachlassende Effizienz des Nervensystems zur Folge. Einfach ausgedrückt, haben einzelne Neuronen mit zunehmendem Alter Schwierigkeiten miteinander zu kommunizieren und wichtige Signale nach außen, bis hin zu den Muskeln zu tragen. Der Hauptauslöser all dieser Vorgänge ist ganz einfach ungenügende Beanspruchung. Regelmäßiges Training kann diesem langsamen aber kontinuierlichen Verfall entgegenwirken. Das vermehrte Nutzen von motorischen Leitungsbahnen zwischen Gehirn, Rückenmark und Muskeln fördert deren Verknüpfung und somit die Effizienz der Signalübertragung. Einen Hoffnungsschimmer hat die Forschung auch hier liefern können. Es konnte gezeigt werden, dass die Neuronen, die einzelne Muskeln aktivieren, normalerweise im Alter nicht absterben. Sie mögen vielleicht durch einen sesshaften Lebensstil verkümmern, aber dank der extrem hohen Plastizität unseres Nervensystems können sie auch nach langer Pause wieder fit gemacht werden. Die „Hardware“ ist also schwer zu verlieren. Man muss sie nur wieder in Schwung bringen und mit regelmäßiger Bewegung passiert das von ganz allein. Das Gute daran ist, dass unser motorisches Gedächtnis auch dann erhalten bleibt, wenn wir bestimmte Bewegungsabläufe für einige Zeit nicht ausführen. Wer also nach einigen Jahren Pause wieder mit dem Schwimmen anfangen möchte, der fühlt sich zu Beginn vielleicht etwas rostig, kommt relativ schnell wieder rein. Auch Neueinsteiger können von den Eigenschaften unseres Nervensystems profitieren. Auch, wenn man kein schwimmspezifisches motorisches Gedächtnis hat, auf das man zurückgreifen kann, hilft einem das hochgradig flexible Nervensystem auch im Alter dabei, neue Bewegungsabläufe zu erlernen.

Auch hier gibt es eine kleine Randnotiz zu den Auswirkungen von Training auf das Nervensystem – wieder im Namen der dankbaren 80-jährigen Version eines jeden Sportlers. Ein relativ neu aufkommendes Forschungsfeld zeigt, dass Bewegung, egal in welcher Form, derart positive Auswirkungen auf unser Gehirn hat, dass wir kognitive Fähigkeiten, wie Konzentration, Aufmerksamkeitsspanne und Gedächtnis spürbar verbessern können. Das funktioniert sowohl kurzfristig, mit etwas Bewegung nach der Arbeit, um die Produktivität vom nächsten Tag zu steigern, als auch langfristig, durch das Stärken von Gehirnarealen, die im hohen Alter am ehesten von kognitiven Defiziten betroffen sind.

Zu guter Letzt spielen natürlich auch psychologische Faktoren in die sportliche Leistungsfähigkeit hinein. Studien haben ergeben, dass Masters-Athleten generell engagierter und motivierter sind als jüngere Sportler. Größtenteils hängt dies damit zusammen, dass man im Erwachsenenalter nicht mehr den Wunsch verfolgt, anderen (Trainern, Kollegen, Familie) zu gefallen, sondern seinen individuellen Antrieb gefunden hat. Wie die Eigenschaft der intrinsischen Motivation zu besseren Leistungen führt, haben wir euch bereits in der Sommerausgabe 2022 erklärt. Im Allgemeinen trägt solch eine ausgeglichene Einstellung zu besseren Ergebnissen im Sport bei und erhält auch die gute Stimmung, die unter Masters-Athleten meist zu finden ist. 

So weit die Theorie... Und in der Praxis?

Wir haben uns bisher weitestgehend mit den theoretischen Grundlagen der Leistung im Erwachsenenalter beschäftigt. Doch funktioniert das alles auch wirklich in der Praxis? Vor allem im Schwimmsport haben wir einige Beispiele, die dafür sprechen. Der Franzose Florent Manadou zum Beispiel ist mit 33 Jahren (Jg. 1990) noch ganz vorne in der Weltspitze zu finden. Bei den Olympischen Spielen 2021 konnte er seinen Titel auf 50m Freistil zwar nicht verteidigen, belegte aber einen dennoch sehr guten zweiten Platz. Und auch in Übersee scheint das Alter nicht unbedingt die Leistung einzuschränken. Der Brasilianer Nicholas Santos (Jg. 1980) schwimmt auch mit 43 Jahren noch Weltklasse. Bei den vergangenen Weltmeisterschaften siegte er über die 50m Schmetterling. Nun könnte man die Hypothese aufstellen, dass es an den Jahren im Pool, dem Trainingsalter liegt. Wer seinen Körper auf diesem extrem hohen Level hält, der kann die guten Jahre auch noch fast um ein Jahrzehnt strecken. Doch der US-Amerikaner Anthony Ervin (Jg. 1981) zeigt, dass es auch ohne kontinuierliches Training geht. Nachdem er bei den Weltmeisterschaften 2001 mit 20 Jahren zwei Goldmedaillen über 50 und 100m Freistil gewann, legte er eine 16 Jahre lange Pause ein und kehrte 2012 wieder mit einem 5. Platz bei den Olympischen Spielen über die 50m Freistil zurück. Bei Olympia 2016 stand er mit 35 Jahren wieder ganz oben auf dem Podest. 

Auffallend ist jedoch, dass alle drei genannten Herren ihre extrem hohe Leistung über Sprintstrecken bewahren konnten. Das würde mit der Theorie übereinstimmen, dass die vielen leistungslimitierenden Faktoren wie Herzkreislaufsystem, Sauerstoffaufnahmekapazität und Muskelaktivierung mit der Zeit ineffizienter werden und vor allem bei Ausdauerbelastungen schwieriger zu kompensieren sind. Heißt das also, dass man als Mastersschwimmer nur noch auf den kurzen Strecken hohe Leistung erbringen kann? Nein. Die Leistungsfähigkeit ist auch im Langstreckenbereich nicht verloren. Das zeigt uns Profi-Athlet Ole Einar Bjørndalen. Zwar ist der Biathlet in einem anderen Aggregatzustand des uns bekannten flüssigen Wassers zu Hause, doch gerade in dieser Sportart, bei der einzelne Rennen oftmals länger als die bei Beckenschwimmern längsten 1500m Freistil andauern, sieht man sehr gut, dass auch die Ausdauer bis ins Erwachsenenalter erhalten werden kann. Mit 44 Jahren beendete Bjørndalen 2018 seine Karriere – und war bis dahin Weltspitze. Ein auffallendes Muster gibt es in unseren Beispielen allerdings noch. Alle bisher genannten Elite-Athleten im Masters-Alter sind männlich. Hat der einfachere Erhalt der Leistung vielleicht mit erhöhten Testosteronlevels zu tun, die zur Ausbildung und zum Erhalt der Muskelkraft beitragen? Gut möglich. Allerdings kann das Fehlen von weiblichen Paradebeispielen im Weltklasseniveau des Leistungssports auch andere Gründe haben, wie zum Beispiel gesellschaftliche Einschränkungen bei der Familienplanung oder anders gewichtete Prioritäten im Erwachsenenalter.

Es wird immer klarer, dass Höchstleistungen, egal in welchem Alter, zwar von zugrundeliegenden physiologischen Faktoren beeinflusst werden, diese aber von individuellen Eigenschaften abhängen und mit an die persönliche Situation angepassten Trainingsreizen optimiert werden können. Diese Theorie der Individualität wird auch durch einige Forschungsergebnisse unterstützt. Eine Langzeitstudie beobachtete Mastersschwimmer über einen Zeitraum von 20 Jahren, teilweise bis ins Alter von 96 Jahren. Dabei kam heraus, dass die Leistung zwar nach dem Erreichen des persönlichen Spitzenalters abnimmt, man durch das Ausnutzen der Trainierbarkeit aber an der oberen Grenze der 1% Leistungsabnahme pro Jahre bleiben kann. Diejenigen, die in der Studie weiter bis in höhere Altersgruppen hinein beim Schwimmen geblieben sind, kamen außerdem immer näher an die existierenden AK-Weltrekorde heran. Man muss also keine Elite sein, um irgendwann zur Spitze zu gehören. Auf welchem Leistungsniveau man letztlich landet, ist von vielen individuellen Faktoren abhängig – dabei scheint auch ein bisschen Glück im Spiel zu sein. Es kann aber mit Sicherheit gesagt werden, dass man mit kontinuierlichem Training am ehesten das Beste aus der eigenen Situation macht. Mit diesem Artikel hast du nun das nötige Grundverständnis für die allgemeinen Veränderungen deines Körpers und welche Einflüsse diese auf deine Leistung haben können. Was du nun daraus machst, liegt ganz allein bei dir. Also auf geht’s ins Schwimmbad, denn dein persönlich bestes Ergebniss kannst du nur dann erzielen, wenn du dir auch selbst die Möglichkeit gibst, daran zu arbeiten.

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Dieser Artikel erschien in der Sommerausgabe 2023 des swimsportMagazine. Alle noch verfügbaren Aus
gaben der Zeitschrift für den Schwimmsport können im großen swimsportMagazine-Paket bestellt werden. Zum Sonderpreis erwarten euch hier mehr als 1500 Seiten geballtes Schwimmwissen --> Das swimsportMagazine-Paket

International Swimming League kündigt Comeback mit Rekordpreisgeld an

Die International Swimming League (ISL) hat ihre Rückkehr angekündigt. Nach einer fast fünfjährigen Pause meldet sich die Liga mit einem speziellen All-Star-Match zurück, das am 19. Dezember 2026 im London Aquatics Centre stattfinden soll.

Zwar stehen die Namen der Teilnehmenden noch nicht fest. Die ISL-Organisatoren kündigten aber an, dass die größte Summe an Preisgeld, die es jemals an einem einzigen Wettkampftag eines Schwimmevents zu gewinnen gab, bereitgestellt wird. Zur genauen Höhe wurden jedoch ebenfalls keine Details mitgeteilt.

Die International Swimming League hatte in den Jahren 2019 bis 2021 für große Wellen in der Schwimmwelt gesorgt. Spitzenschwimmer aus aller Welt gingen bei dem Mannschaftsformat für ihre jeweiligen Teams auf Punktejagd - ähnlich wie bei der DMS hierzulande.

Weite Teile des Budget für die ISL entstammten der Tasche des ukrainischen Milliardärs Konstantin Grigorishin. Nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine musste die 2022er Saison der ISL jedoch abgesagt werden. Auch Kontroversen um nicht bezahlte Dienstleister und ausstehende Prämien für die Schwimmprofis begleiteten das Projekt immer wieder.

Mit dem Event in London soll im Dezember ein Neustart gefeiert werden. Wie dieser konkret aussehen wird, soll im weiteren Jahresverlauf bekanntgegeben werden.

Bild: ISL / Archiv

Verkehrsunfall: Olympia-Medaillengewinner droht Haftstrafe

Der japanische Schwimm-Olympia-Medaillengewinner Tomoru Honda sieht sich einem Strafverfahren infolge eines Verkehrsunfalls gegenüber. Medienberichten zufolge hat die zuständige Staatsanwaltschaft in Tokio sogar eine einjährige Haftstrafe für den Athleten gefordert.

Hintergrund ist ein Verkehrsunfall, bei dem Honda eigenen Angaben zufolge sein Auto beschleunigte, weil er den Anschluss an einen Sportwagen vor ihm nicht verlieren wollte. Infolge dieses Verhaltens kam es zu einem Unfall mit Verletzen.

Im Rahmen der gerichtlichen Auseinandersetzung hat die Verteidigung ihrerseits eine Bewährungsstrafe beantragt. Das Urteil in diesem Fall soll im September gesprochen werden.

Aufgrund des Vorfalls hatte der japanische Verband Honda zuletzt bereits aus dem Team für die Panpazifischen Meiserschaften gestrichen. Auch an den demnächst stattfindenden Asienspielen wird Honda nicht teilnehmen.

Der 24-Jährige ist amtierender Kurzbahn-Weltmeister über die 200m Schmetterling und holte 2021 in Tokio Olympia-Silber über seine Paradestrecke. Bei den Asienspielen wäre er als Titelverteidiger über die 200m Schmetterling an den Start gegangen.

Bild: Symbolfoto / Archiv

Nächster Top-Coach geht nach China: Paltrinieri-Trainer kündigt Wechsel an

Der italienische Langstrecken- und Freiwassertrainer Fabrizio Antonelli wird künftig für das chinesische Schwimm-Nationalteam arbeiten. Antonelli, bisher unter anderem Coach von Olympiasieger Gregorio Paltrinieri, tritt eine neue Stelle als Open-Water-Trainer in China an.

„Es war keine leichte Entscheidung, aber ich freue mich auf diese neue Herausforderung und die Möglichkeit, das Freiwasserschwimmen in China mitzuentwickeln“, erklärt Antonelli gegenüber dem Newsportal OA Sport.

Im Laufe der sechsjährige Zusammenarbeit holte Paltinieri vier Olympiamedaillen, fünf WM-Titel und wurde achtfacher Europameister. Für die deutschen Freiwasser-Asse um Olympiasieger Florian Wellbrock ist Paltrinieri einer der größten Dauerkonkurrenten.

Antonelli ist ein weiterer Coach in einer Reihe international erfolgreicher Trainer, die es nach China zieht. Zuletzt hatte auch der australische Spitzencoach Michael Bohl eine Trainerposition in China angenommen. Auch sein Landsmann Denis Cotterell ist dort seit längerem tätig. Im Frühjahr wechselte zudem der einstige deutsche Bundestrainer Dirk Lange von Frankfurt nach China.

Bild: Archiv 

Zeitplan der Kurzbahn-WM Schwimmen 2026 in Peking - Alle Vorläufe & Finals

Vom 1. bis zum 06. Dezember 2026 sind die weltweit schnellsten Schwimmerinnen und Schwimmer bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Peking (China) gefordert. Die Vorläufe der Kurzbahn-WM 2026 finden jeweils ab 3 Uhr MEZ statt. Die Finals stehen dann ab 12 Uhr mittags auf dem Programm. Den genauen Zeitplan über die Wettbewerbe der Kurzbahn-WM 2026 findet ihr unten, die Links zu Livestreams, Ergebnissen usw. gibt es dann wie gewohnt kurz vor dem Event bei uns auf www.swimsportnews.de:

Der detaillierte Zeitplan der Kurzbahn-Weltmeisterschaften 2026 in Peking:

Dienstag, 01.12.2026
Vorläufe
03:00 Uhr (MEZ) / 10 Uhr Ortszeit
400m Freistil (w)
100m Rücken (w)
100m Rücken (m)
50m Schmetterling (w)
50m Schmetterling (m)
200m Lagen (w)
200m Lagen (m)
4x100m Freistil (w)
4x100m Fristil (m)
1500m Freistil (m) 
 
Finals
12:00 Uhr (MEZ) / 19 Uhr Ortszeit
Finale - 400m Freistil (w)
Halbfinale  - 50m Schmetterling (w)
Halbfinale  - 50m Schmetterling (m)
Finale - 200m Lagen (w)
Finale - 200m Lagen (m)
Halbfinale - 100m Rücken (w)
Halbfinale - 100m Rücken (m)
1500m Freistil (m) - schnellster Lauf
Finale - 4x100m Freistil (w)
Finale - 4x100m Freistil (m)
 
Mittwoch, 02.12.2026
Vorläufe
03:00 Uhr (MEZ) / 10 Uhr Ortszeit
100m Freistil (w)
100m Freistil (m)
100m Brust (w)
100m Brust (m)
800m Freistil (w)
4x50m Lagen - mixed
 
Finals
12:00 Uhr (MEZ) / 19 Uhr Ortszeit
Finale - 100m Rücken (w)
Finale - 100m Rücken (m)
Halbfinale - 100m Freistil (w)
Halbfinale - 100m Freistil (m)
Halbfinale - 100m Brust (w)
Halbfinale - 100m Brust (m)
Finale - 50m Schmetterling (w)
Finale - 50m Schmetterling (m)
800m Freistil (w) - schnellster Lauf
Finale - 4x 50m Lagen - mixed
 
Donnerstag, 03.12.2026
Vorläufe
03:00 Uhr (MEZ) / 10 Uhr Ortszeit
50m Rücken (w)
50m Rücken (m)
200m Schmetterling (w)
200m Schmetterling (m)
100m Lagen (w)
100m Lagen (m)
400m Freistil (m)
4x200m Freistil (w)
 
Finals
12:00 Uhr (MEZ) / 19 Uhr Ortszeit
Finale - 100m Freistil (w)
Finale - 100m Freistil (m)
Halbfinale - 50m Rücken (w)
Halbfinale - 50m Rücken (m)
Finale - 200m Schmetterling (w)
Finale - 200m Schmetterling (m)
Finale - 100m Brust (w)
Finale - 100m Brust (m)
Halbfinale - 100m Lagen (w)
Halbfinale - 100m Lagen (m)
Finale - 400m Freistil (m)
Finale - 4x200m Freistil (w)
 
Freitag, 04.12.2026
Vorläufe
03:00 Uhr (MEZ) / 10 Uhr Ortszeit
4x50m Freisil - mixed
200m Brust (w)
200m Brust (m)
100m Schmetterling (w)
100m Schmetterling (m)
4x200m Freistil (m)
1500m Freistil (w)
 
Finals
12:00 Uhr (MEZ) / 19 Uhr Ortszeit
Finale - 4x50m Freistil - mixed
Finale - 200m Brust (w)
Finale - 200m Brust (m)
Finale - 50m Rücken (w)
Finale - 50m Rücken (m)
Halbfinale - 100m Schmetterling (w)
Halbfinale - 100m Schmetterling (m)
Finale - 100m Lagen (w)
Finale - 100m Lagen (m)
1500m Freistil (w) - schnellster Lauf
Finale - 4x200m Freistil (m)
 
 
Samstag, 05.12.2026
Vorläufe
03:00 Uhr (MEZ) / 10 Uhr Ortszeit
400m Lagen (w)
400m Lagen (m)
50m Freistil (w)
50m Freistil (m)
50m Brust (w)
50m Brust (m)
800m Freistil (m)
4x100m Lagen - mixed
 
Finals
12:00 Uhr (MEZ) / 19 Uhr Ortszeit
Finale - 100m Schmetterling (w)
Finale - 100m Schmetterling (m)
Halbfinale - 50m Brust (w)
Halbfinale - 50m Brust (m)
Halbfinale - 50m Freistil (w)
Halbfinale - 50m Freistil (m)
Finale - 400m Lagen (w)
Finale - 400m Lagen (m)
800m Freistil (m) - schnellster Lauf
Finale - 4x100m Lagen - mixed
 
 
Sonntag, 06.12.2026
Vorläufe
03:00 Uhr (MEZ) / 10 Uhr Ortszeit
200m Freistil (w)
200m Freistil (m)
200m Rücken (w)
200m Rücken (m)
4x100m Lagen (w)
4x100m Lagen (m)
 
Finals
11:00 Uhr (MEZ) / 18 Uhr Ortszeit
Finale - 50m Freistil (w)
Finale - 50m Freistil (m)
Finale - 50m Brust (w)
Finale - 50m Brust (m)
Finale - 200m Rücken (w)
Finale - 200m Rücken (m)
Finale - 200m Freistil (w)
Finale - 200m Freistil (m)
Finale - 4x100m Lagen (w)
Finale - 4x100m Lagen (m)
 

Bild: Tino Henschel / Archiv

Olympiasiegerin ermöglicht 5000 Gratis-Schwimmstunden

Nicht nur in Deutschland sind die Zahlen über die mangelnden Schwimmfähigkeiten bei Kinder Besorgnis erregend, sondern auch in Großbritannien. Dort greift die olympische Goldmedaillengewinnerin Becky Adlington nun selbst ein. Die ehemalige Spitzenschwimmerin bietet über ihr Schwimmprogramm „Swim!“ landesweit 5.000 kostenlose Schwimmstunden an, um der wachsenden Problematik entgegenzuwirken.

Ein jüngster Bericht der BBC hatte verdeutlicht, dass mehr als ein Viertel der britischen Kinder nicht in der Lage ist, die Strecke von 25 Metern schwimmend zu bewältigen – eine Fähigkeit, die oft als Grundvoraussetzung für die Sicherheit im Wasser gilt. Die Zahlen schreckten die Öffentlichkeit auf und ließen auch die Schwimm-Ikone Becky Adlington nicht unberührt.

„Es ist niederschmetternd, zu sehen, wie viele Kinder nicht die Möglichkeit haben, schwimmen zu lernen“, erklärte Adlington in einer Stellungnahme. Für die vierfache Olympiamedaillengewinnerin ist Schwimmen keine bloße Sportart, sondern eine lebenswichtige Kompetenz.

Die Initiative, die über ihr eigenes Schwimmprogramm „Swim!“ läuft, zielt darauf ab, diese Lücke kurzfristig zu schließen. Bis September stehen 5.000 kostenlose Plätze zur Verfügung. Dabei geht es der ehemaligen Profisportlerin nicht primär um die Identifizierung neuer Olympia-Talente, sondern um die grundlegende Wassersicherheit und das Vertrauen der Kinder im nassen Element.

Adlingtons Aktion reiht sich ein in eine Reihe ähnlicher Engagements in anderen Ländern: Auch in Deutschland setzen ehemalige Spitzenschwimmerinnen sich für mehr Schwimmunterricht und niedrigschwellige Angebote ein. Hervorzuheben ist Franziska van Almsick, die seit Jahren öffentlichkeitswirksam für den Ausbau von Schwimmkursen und besser ausgestattete Schwimmbäder wirbt. Van Almsick arbeitet mit Verbänden und kommunalen Einrichtungen zusammen, unterstützt Initiativen zur Frühförderung im Wasser und fordert von Politik und Bildungsträgern verbindliche Schwimmstandards in Schulen.

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Sportschwimmer in Dortmund e. V.
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