Mare Nostrum Tour: Anna Elendt sorgt für nächste deutsche Medaille

Zweiter Tag, zweite deutsche Medaille bei der Mare Nostrum Tour im französischen Canet! Nachdem am Vortag bereits Melvin Imoudu dem deutschen Aufgebot ein erstes Edelmetall über die 100m Brust beschert hatte, zog nun Weltmeisterin Anna Elendt souverän nach.
Über die 200m Brust sicherte sich Elendt in 2:25,06 Minuten die Bronzemedaille. Der Sieg ging an die russische Weltrekordhalterin Evgeniia Chikunova, die in 2:22,09 Minuten triumphierte. Nur eine Hundertstelsekunde fehlte Anna Elendt zu ihrer zweiten Medaille des Tages. Über die 50m Brust schlug sie in 30,83 Sekunden als Fünfte an – lediglich einen Wimpernschlag hinter dem geteilten dritten Platz. Nicht zu schlagen war wie schon über die doppelte Distanz die US-Amerikanerin Mckenzie Siroky (30,33).
Auch Melvin Imoudu war am zweiten Wettkampftag in Canet erneut im Wasser. Über die 50m Brust belegte der frischgebackene Deutsche Rekordhalter in 27,04 Sekunden Rang vier und verpasste die Medaillenränge ebenfalls nur knapp. An die Spitze des Klassements setzte sich hier Michael Houlie (26,63) aus Südafrika.
Ein weiteres Mal in den A-Finals vertreten war zudem Josha Salchow. Nach Platz vier über die 100m Freistil sprintete Salchow über die 50m Freistil in 22,37 Sekunden zur siebtschnellsten Zeit des Feldes. Über Gold und einen neuen Veranstaltungsrekord durfte sich der Serbe Andrej Barna freuen, der mit einer Zeit von 21,57 Sekunden glänzte.
Für weitere Meetingrekorde sorgten auch Kristof Milak über die 100m Schmetterling (50,73), Erika Fairweather über die 400m Freistil (4:02,28) sowie Siobhan Haughey über die 200m Freistil (1:54,13).
Bereits am Samstag geht die Mare Nostrum Tour in Barcelona dann in die abschließenden dritte Runde, wo die traditionsreiche Wettkampfserie an diesem Wochenende ihren krönenden Abschluss findet.
Alle Ergebnisse gibt es hier: Ergebnisse Mare Nostrum Tour 2026 Canet
Bild: Tino Henschel
Mare Nostrum: Bronze für Imoudu | Auch Steenbergen bringt Sjöström-Weltrekord zum Wackeln

Zum Auftakt der zweiten Station der Mare Nostrum Tour im französischen Canet feierte Melvin Imoudu den ersten Podestplatz für das deutsche Team – und behauptete sich dabei gegen die starke Konkurrenz, die über die 100m Freistil der Damen beinahe sogar für einen neuen Weltrekord sorgte.
Über die 100m Brust sicherte sich Imoudu als amtierender Europameister den Bronzerang und blieb in 59,88 Sekunden ein weiteres Mal in diesem Jahr unter der Minutenmarke. Der Sieg ging an den Russen Ivan Kozhakin in 59,63 Sekunden.
Auch Anna Elendt ging über die 100m Brust erneut auf Medaillenjagd. Die Weltmeisterin schlug in 1:07,50 Sekunden als Sechste und somit außerhalb der Podestplätze an. Gold schnappte sich die US-Amerikanerin Mckenzie Siroky (1:06,31).
Nur knapp am Podest vorbei sprintete Josha Salchow über die 100m Freistil. In 49,09 Sekunden belegte der Deutsche Rekordhalter Platz vier – zu einer Medaille fehlten gerade einmal sieben Hundertstelsekunden. Der Sieg ging auch hier an die USA: Patrick Sammon war in 48,04 Sekunden nicht zu schlagen, nachdem er bereits im Vorlauf einen neuen Veranstaltungsrekord (48,00) aufgestellt hatte.
Für das größte Achtungszeichen des Tages sorgte jedoch Marrit Steenbergen über die 100m Freistil der Damen. Die niederländische Weltmeisterin knackte in 51,86 Sekunden erstmals die Schallmauer von 52 Sekunden und begeisterte damit mit der zweitschnellsten je geschwommenen Zeit. Steenbergen verdrängte im Allzeit-Ranking somit Annaliesa Moesch von eben dieser Position, die vor gerade einmal zwei Tagen beim AP Race in London mit einer Zeit von 51,94 Sekunden für Aufsehen gesorgt hatte.
Beide brachten so auch den Weltrekord von Sarah Sjöström kräftig zum Wackeln, der seit dem Jahr 2017 bei 51,71 Sekunden steht. Bereits am Wochenende bekommt Steenbergen zum Abschluss der Mare Nostrum Tour in Barcelona die nächste Gelegenheit, die Sjöström-Bestmarke erneut anzugreifen. Besonders bemerkenswert: Fünf Jahre lang war keine Schwimmerin mehr eine 51er Zeit geschwommen – mit Steenbergen und Moesch passierte dies nun gleich zweimal innerhalb von nur 48 Stunden.
Alle Ergebnisse gibt es hier: Ergebnisse Mare Nostrum Tour 2026 Canet
Bild: European Aquatics
Deutsches Team für Freiwasser-JEM nominiert

Das deutsche Team für die Europameisterschaften der Junior*innen im Freiwasser steht fest: Vom 23. bis 26. Juli gehen bei den Titelkämpfen im ungarischen Sukoró insgesamt 27 deutsche Nachwuchshoffnungen an den Start – darunter 13 Schwimmerinnen und 14 Schwimmer.
Mit dabei ist auch Johannes Liebmann. Der Europarekordhalter über 800m Freistil wird in diesem Sommer sowohl bei den Europameisterschaften in Paris im Becken als auch im Freiwasser antreten und wird zuvor nun auch noch die Freiwasser-JEM bestreiten. Für Liebmann verspricht der JEM-Start wichtige Erfahrungswerte, da er bislang noch vergleichsweise selten im Freiwasser unterwegs war – 2024 gewann der 19-jährige Magdeburger aber bereits eine JEM-Medaille.
Zum deutschen Aufgebot gehört außerdem Junioren-Weltmeister Jonas Lieschke, der ebenso wie Zarina Selimovic, Juliana Buttler, Melina Nitschke, Moritz Erkmann, Simon Brugger und Mattheo Straßburger zuvor bereits bei der JEM im Becken starten wird.
Die europäischen Titelkämpfe in Sukoró dienen für das deutsche Team zudem als entscheidende Qualifikationsmöglichkeit für die JWM, die Anfang September in Argentinien stattfinden soll. Hierfür gilt es laut Nominierungsrichtlinien, mit Topplatzierungen zu glänzen.
Das deutsche Team für die Freiwasser-JEM 2026
Damen: Julia Kaul, Leni Tesche, Michelle Miculic, Hannah Mitterer, Melina Nitschke, Marina Maja Krietenbrink, Julia Ackermann, Marie Strohalm, Jana Härtel, Zarina Selimovic, Nika Benkler, Tekla Kaminska, Juliana Buttler
Herren: Moritz Engmann, Akram Ammar, Mohamed Laadraoui, Ben David Preuß, Mattheo Straßburger, Jonas Lieschke, Finn Constantin Kleinheinz, Moritz Erkmann, Lukas Steuter, Pedro Stier, Jannik Häfelinger, Raphael Zesewitz, Johannes Liebmann, Simon Brugger
Bild: Archiv
Josha Salchow stößt zur Mare Nostrum Tour dazu

Mit Josha Salchow erhält das deutsche Aufgebot bei der diesjährigen Mare Nostrum Tour weitere Verstärkung. Nachdem Anna Elendt und Melvin Imoudu bereits beim Auftakt der dreiteiligen Wettkampfserie in Monaco an den Start gegangen waren, wird Salchow nun bei der heute beginnenden zweiten Station im französischen Canet-en-Roussillon ins Geschehen eingreifen.
Der Olympiafinalist von 2024 startet in Canet über die 50m und 100m Freistil sowie über die 50m Schmetterling. Weltmeisterin Anna Elendt wird über die 100m und 200m Brust antreten, Imoudu über die 50m und 100m Brust. Wie schon zum Auftakt in Monaco, nutzen erneut auch zahlreiche internationale Topstars die Gelegenheit, sich miteinander zu messen und um Preisgelder sowie Punkte in der Gesamtwertung zu schwimmen.
Den krönenden Abschluss der Mare Nostrum Tour bilden am Wochenende dann zwei Wettkampftage in Barcelona.
Wichtige Links zum Thema:
• Startlisten Mare Nostrum Tour 2026
• Alle Ergebnisse Mare Nostrum Tour 2026
Bild: Tino Henschel
Marius Kusch kassiert bei den ''Dopingspielen'' ab | Rekordflut bleibt aus

Die großen "Rekordleistungen" blieben aus. Am vergangenen Wochenende feierten die umstrittenen Enhanced Games in Las Vegas ihre Premiere. Begleitet von einem mehrstündigen Livestream, überschaubarer Reichweite und deutlich weniger Rekorden als von den Veranstaltern erhofft, traten Athletinnen und Athleten nach der Einnahme von leistungssteigernden Substanzen und in inzwischen verbotenen Supersuits gegeneinander an. Für Siege und Rekorde gab es signifikante Preisgelder.
Aus deutscher Sicht war der Blick auf Marius Kusch gerichtet, der über die 100m Schmetterling in 51,28 Sekunden zum Sieg schmetterte. Der Kurzbahneuropameister von 2019 stellte somit eine neue persönliche "Bestzeit" auf, blieb aber über dem Deutschen Rekord und auch hinter den Zeiten der Topstars Kristof Milak und Noe Ponti, die parallel bei der Mare Nostrum Tour in Monaco über dieselbe Strecke ins Wettkampfbecken sprangen. Auch über die 50m Schmetterling sprintete Kusch in 22,92 Sekunden schneller als in seiner aktiven Zeit ohne leistungssteigernde Mittel und schwamm damit als Dritter auf das Podium – blieb aber erneut über der nationalen Bestmarke. Aus finanzieller Sicht war der Auftritt von Marius Kusch bei den Enhanced Games dennoch äußerst lukrativ: Insgesamt kassierte der einzige deutsche Schwimmer Preisgelder in Höhe von 315.000 US-Dollar.
Der größte Gewinner der Veranstaltung war allerdings Kristian Gkolomeev. Der vierfache Olympiateilnehmer aus Griechenland sicherte sich nicht nur die Siege über 50m und 100m Freistil, sondern auch den ausgelobten "Weltrekordbonus" in Höhe von einer Million US-Dollar. Insgesamt nahm Gkolomeev so 1,5 Millionen Dollar mit nach Hause.
Besonders die 50m Freistil sorgten für Diskussionen. In 20,81 unterbot Gkolomeev den offiziellen Weltrekord von Cameron McEvoy um sieben Hundertstelsekunden – allerdings ohne offizielle Anerkennung. Bereits im vergangenen Jahr war er in einem Promovideo der Enhanced Games in 20,89 Sekunden schneller geschwommen als die damalige Bestmarke von César Cielo. Im März hatte dann McEvoy seinen Weltrekordkracher gezündet und kommentierte die Geschehnisse bei den Enhanced Games nun auf Soical Media lediglich mit einem Meme ("Seriously? That's all you got?").
Neben der grundsätzlichen Debatte um Doping, Fairness und gesundheitliche Risiken sorgte auch die Zeitmessung in Las Vegas für Diskussionen. Ob die Bedingungen tatsächlich den Standards offizieller Wettkämpfe entsprachen, wurde unmittelbar nach den Rennen hinterfragt. Dennoch zeigen die enormen Preisgelder, welche Anziehungskraft das Projekt auf die Aktiven ausübt.
So hatte bereits im März der US-Amerikaner Hunter Armstrong angekündigt, als "sauberer Athlet" bei den Enhanced Games antreten zu wollen – obwohl zu diesem Zeitpunkt unklar war, ob eine Teilnahme Konsequenzen für spätere Starts bei regulären internationalen Meisterschaften haben könnte. Armstrong wurde nach eigenen Angaben direkt im Anschluss an die Veranstaltung auf unerlaubte Substanzen getestet. Sportlich überzeugte der zweifache Staffelolympiasieger vor allem über die 50m Rücken, wo er in 24,21 Sekunden nicht zu schlagen war. Zusammen mit Rang zwei über die 100m Freistil verdiente Armstrong insgesamt 375.000 US-Dollar – eine beachtliche Summe, die im Hinblick auf die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles entscheidende Bedeutung haben dürfte.
Fest steht: Die Enhanced Games bleiben ein Kuriosum. Zwischen Millionensummen, fragwürdiger Symbolik und sportlichen Fragezeichen bewegt sich das Projekt irgendwo zwischen elitärer Zukunftsvision, Marketingexperiment und Parallelwelt des Spitzensports.
Bild: Archiv
Die Champions der Norddeutschen, Süddeutschen & NRW-Meisterschaften 2026

Am zurückliegenden Pfingstwochenende standen in Stuttgart die Süddeutschen Meisterschaften auf dem Programm. Und auch die Norddeutschen (8.-10. Mai) und NRW-Meisterschaften (21.-22. Mai) sind in diesem Schwimmjahr bereits über die Bühne gegangen.
Wir haben hier eine Übersicht aller Siegerinnen und Sieger (offenen Klasse) der drei Titelkämpfe für euch zusammengestellt:
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Damen |
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Norddeutsche Meisterschaften |
Süddeutsche Meisterschaften |
NRW-Meisterschaften |
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50m Freistil |
Leonie Mau (25,76) |
Pia Helli Henning (26,23) |
Luisa Marie Herrmann (26,70) |
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100m Freistil |
Alena Gemici (57,75) |
Pia Helli Henning (57,23) |
Zarina Selimovic (57,99) |
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200m Freistil |
Julia Härle (2:07,64) |
Jolina Schmolt (2:06,98) |
Zarina Selimovic (2:03,68) |
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400m Freistil |
Lilly Zastrow (4:30,69) |
Marie Strohalm (4:30,19) |
Zarina Selimovic (4:24,06) |
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50m Brust |
Lilly-Fay Wallbaum (32,07) |
Nora Flehmig (32,88) |
Maya-Nova Klöckner (32,71) |
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100m Brust |
Lilly-Fay Wallbaum (1:12,73) |
Kellie Messel (1:13,57) |
Lia Hartmannshenn (1:11,94) |
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200m Brust |
Isabella Dewerne (2:37,06) |
Kellie Messel (2:38,10) |
Lia Hartmannshenn (2:32,13) |
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50m Rücken |
Viktoria Hoffmann (29,46) |
Nora Flehmig (29,51) |
Lina Kröger (29,43) |
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100m Rücken |
Viktoria Hoffmann (1:06,17) |
Masniari Wolf (1:04,53) |
Lina Kröger (1:03,51) |
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200m Rücken |
Maya Grewe (2:25,33) |
Katharina Mößner (2:20,90) |
Laura Sophie Kohlmann (2:16,38) |
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50m Schmetterling |
Leonie Mau (27,82) |
Pia Helli Henning (27,56) |
Luisa Marie Herrmann (27,70) |
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100m Schmetterling |
Julia Härle (1:02,89) |
Maya Häbich (1:02,97) |
Anna-Lena Kuhn (1:03,00) |
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200m Schmetterling |
Evelyn Wegrotzki (2:18,11) |
Ella Wricke (2:25,10) |
Laura Sophie Kohlmann (2:19,42) |
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200m Lagen |
Mathilda Kalau von Hofe (2:22,58) |
Kellie Messel (2:20,08) |
Laura Sophie Kohlmann (2:18,71) |
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Herren |
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Norddeutsche Meisterschaften |
Süddeutsche Meisterschaften |
NRW-Meisterschaften |
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50m Freistil |
Georg-Alexander Kloss (23,19) |
Niclas Keilmann (22,87) |
Larus Thiel (22,89) |
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100m Freistil |
Georg-Alexander Kloss (50,62) |
Mihajlo Atanaskovic (51,86) |
Larus Thiel (51,38) |
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200m Freistil |
Christian Okrema (1:54,21) |
Marc Sauer (1:50,16) |
Maksym Len (1:52,46) |
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400m Freistil |
Christian Okrema (4:03,49) |
Adrian Eichler (4:03,54) |
Maksym Len (4:04,14) |
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50m Brust |
Fabio Berendes (29,05) |
Manato Missel (28,72) |
Marius Lodewick (29,77) |
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100m Brust |
Fabio Berendes (1:02,35) |
Manato Missel (1:04,21) |
Colin Warnecke (1:05,50) |
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200m Brust |
Stanislav Tuhai (2:26,89) |
Fabio Stief (2:18,43) |
Alexander Kühling (2:20,49) |
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50m Rücken |
Kevin Ehrenpfort (26,11) |
Maurice Grabowski (26,88) |
Gian Luca Reduth (26,94) |
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100m Rücken |
Kevin Ehrenpfort (57,36) |
David Cicero (58,72) |
Gerard Norwisz (57,96) |
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200m Rücken |
Kevin Ehrenpfort (2:10,11) |
Valentin König (2:09,85) |
Cooper Ritchie (2:07,95) |
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50m Schmetterling |
Georg-Alexander Kloss (24,33) |
Durde Matic (24,35) |
Victor Sanin (24,22) |
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100m Schmetterling |
Lennart Röhl (54,90) |
Durde Matic (55,19) |
Gian Luca Reduth (55,35) |
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200m Schmetterling |
Christian Okrema (2:09,04) |
Marc Sauer (1:59,88) |
Aaron Schmidt (2:06,79) |
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200m Lagen |
Ostap Kotolkin (2:09,27) |
Ben Vester (2:04,95) |
Tobias van Aggelen (2:08,62) |
Bild: HD Media
London: Gose, Liebmann & Köhler triumphieren | US-Sprinterin wackelt an Sjöström-Weltrekord

Mit einem doppelten Dreifach-Triumph auf den Langstrecken verabschieden sich die deutschen Schwimmer vom AP Race London International 2026.
Den Auftakt machte Isabel Gose, die mit ihrem Sieg über die 800m Freistil in 8:24,26 Minuten ihr drittes Einzel-Gold des Wochenendes perfekt machte. Nachdem sie bereits die 400m und 1500m Freistil für sich entschieden hatte, ließ sie der Konkurrenz auch auf der mittleren Langstrecke keine Chance.
Dasselbe Kunststück gelang ihrem Teamkollegen Johannes Liebmann. Der Magdeburger krönte sein Wochenende mit dem Sieg über 800m Freistil in 7:44,12 Minuten und sicherte sich damit ebenfalls das Triple über die langen Kraulstrecken. Hinter dem aktuellen 800m-Europarekordhalter ordnete sich Ryan Erisman (USA) in 7:45,42 auf Rang zwei ein, während Oliver Klemet mit 7:47,87 weiteres deutsches Edelmetall holte. Florian Wellbrock belegte in 7:56,26 Minuten den vierten Platz.
Nach ihrem gestrigen Sieg über die 50m Schmetterling schwamm Angelina Köhler auch auf der doppelten 100m-Distanz auf den obersten Podestplatz. Mit ihrer Siegerzeit von 57,00 Sekunden verwies sie Tamara Potocka (Slowakei - 57,32) und Audrey Derivaux (USA - 58,56) auf die weiteren Medaillenränge.
Dagegen musste sich Jarno Bäschnitt (1:47,33) über 200m Freistil in einem stark besetzten Feld mit Rang zwei begnügen. Dabei blieb er lediglich 0,2 Sekunden hinter dem Sieger Matthew Richards (1:47,13). Bronze errang James Guy (1:47,43) vor Oliver Klemet (1:47,63) auf Rang vier.
Für ein internationales Highlight zum Abschluss sorgte Annaliesa Moesch (USA) über die 100m Freistil: In 51,94 Sekunden stellte Moesch eine neue Weltjahresbestleistung auf und blieb nur zwei Zehntel über der Weltrekordzeit von Sarah Sjöström (51,71). Damit ist die US-Amerikanerin über diese Strecke nun die zweitschnellste Schwimmerin überhaupt. Im selben Finale verpasste Linda Roth (54,39) das Podium als Vierte nur knapp.
Die Ergebnisse der weiteren deutschen Finalisten im Überblick:
- 50m Brust (w): 7. Lena Ludwig - 31,73
- 200m Lagen (w): 7. Noelle Benkler - 2:15,29 / 9. Linda Roth - 2:17,34
- 100m Freistil (w): 8. Nina Holt - 54,94 / 10. Julianna Bocska - 55,45
- 200m Freistil (m): 10. Johannes Liebmann - 1:50,33
- 4x100m Freistil (w): 4. Linda Roth (55,30), Nina Holt (54,73), Julianna Bocska (55,16) und Angelina Köhler (55,51) - 3:40,70
- 4x100m Lagen (m): 4. Ole Braunschweig (55,58), Mathis Schönung (1:00,56), Jarno Bäschnitt (54,56) und Timo Sorgius (49.53) - 3:40,23
Bild: Christian Gold
Zwischen Teamgeist und Höchstleistungen: Hannah Weiands erstes Jahr in den USA

Mit 19 Jahren hat Hannah Weiand bereits einen großen Schritt gewagt: Die Schwimmerin der SG Bayer Wuppertal hat ihr erstes Jahr an der California Baptist University in den USA absolviert – und blickt auf eine ereignisreiche, lehrreiche Zeit zurück.
Bevor sie den Schritt in die USA wagte, gönnte sich Hannah nach dem Abitur zunächst eine bewusste Auszeit. In diesem Jahr reifte dann schnell die Entscheidung, ins Ausland zu gehen, um dort nicht nur zu studieren, sondern auch das Schwimmen weiterhin auf Leistungsniveau ausüben zu können. Der Wunsch, Psychologie zu studieren, brachte in Deutschland aufgrund des hohen NC zusätzliche Hürden mit sich. Gleichzeitig hörte Hannah viele positive Erfahrungsberichte aus den USA und hatte schon in der zehnten Klasse mit dem Gedanken an ein Auslandsjahr gespielt.
Der konkrete Weg nach Kalifornien führte sie über Scholarbook. Dort erstellte sie zunächst ihr persönliches Profil und ein Video, woraufhin sich die Coaches zahlreicher Unis mit konkreten Angeboten zurückmeldeten. "Das ist ein Prozess, der unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nehmen kann – auch abhängig davon, wie viel Zeit man selbst investiert", erinnert sich Hannah. Am Ende fiel die Wahl auf die California Baptist University, eine private Division I Universität: sonniges Kalifornien, Training im Freien, neue Perspektiven.

Das erste Semester stand ganz im Zeichen der Eingewöhnung – neues Umfeld, neue Trainingsstrukturen, ein neuer Alltag. Zu Beginn des zweiten Semesters folgte dann bereits im Februar der Saisonhöhepunkt mit den Conference Championships. Hannah machte im Laufe der Saison große Leistungssprünge, die sie entsprechend zufrieden zurückblicken lassen. Ein besonderes Highlight erlebte die Medaillengewinnerinnen bei Deutschen Jahrgangsmeisterschaften bei einem Midseason-Wettkampf in Utah: Über 400 Yards Lagen, eine Nebenstrecke, stand das gesamte Team an der Wendeseite und feuerte sie lautstark an. "Das war ein Gefühl von besonderer Bestätigung und Unterstützung", schwärmt Hannah noch immer.
Aktuell besteht das Damenteam an der California Baptist University aus etwas mehr als 20 Schwimmerinnen, ab der kommenden Saison soll auf 30 Athletinnen aufgestockt werden. "Da wird etwas Großes und Neues aufgebaut – das wird sicherlich sehr aufregend." Das Training ist sehr spezifisch und klar auf die Strecken ausgerichtet, über die bei den Conference Championships jeweils gestartet wird. Die Trainingstage stehen meist unter einem ausgewählten Schwerpunkt: Lagentag, Race Pace in der Hauptschwimmart, Ausdauer. Die einzelnen Einheiten sind oft kürzer, dafür intensiver – meist steht ein einzelnes Mainset komplett im Fokus.
Besonders im Kraftbereich habe Hannah in ihrem ersten Jahr in den USA große Fortschritte gemacht, die sie auch im Wasser deutlich spürt. Hinzu kommt ein sehr gezieltes Techniktraining in ihrer Hauptschwimmart Brust: die eigene Wasserlage besser verstehen, Details verfeinern, effizienter schwimmen. Mindestens genauso prägend war für sie jedoch das Teamgefühl: "Egal was bei mir gerade im Leben abgeht, mein Team ist für mich da und ich bin für mein Team da. So schwimmt man ganz anders, als wenn man denkt: Ich stehe alleine hinter dem Block.". Trotz gelegentlichem Heimweh habe sie sich von Beginn an sehr warmherzig in ihrer neuen Heimat aufgenommen gefühlt.

Die Entscheidung für eine Universität der Division I, der höchsten sportlichen Collegeliga in den USA, traf Hannah damals bewusst. Heute hat sie jedoch auch eine große Anerkennung für Division II Programme, nicht zuletzt durch den Kontakt zu anderen deutschen Schwimmerinnen und Schwimmern. "Ich bin sehr offen dem gegenüber, was jetzt in der Zukunft noch kommen wird", blickt sie auf die nächsten Jahre in den USA voraus.
Zuletzt musste Hannah auf einen Start bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin verzichten, da die Titelkämpfe mitten in ihrer finalen Klausurenphase lagen. Nachschreiben wäre theoretisch möglich gewesen, doch im ersten Jahr wollte sie sich zunächst mit den Uni-Abläufen vertraut machen. In den aktuellen Semesterferien trainiert sie wieder in ihrer Heimat Wuppertal und plant, im Sommer noch einige Wettkämpfe zu bestreiten: "Die Saison ist für mich mental noch nicht beendet.".
Anderen deutschen Nachwuchstalenten, die sich für ein Studium in den USA interessieren, möchte Hannah vor allem Offenheit mitgeben: Es sei eine riesige Chance, die man nutzen sollte. Vieles – von der Lebenseinstellung bis zur Teammentalität – könne man später mit nach Deutschland zurücknehmen. Ihr konkreter Rat: "Es wird eine super aufregende Zeit. Lasst euch nicht zu sehr unter Druck setzten, sondern lebt im Moment und genießt die Zeit.".
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Bilder: privat
Mare Nostrum Tour: Kristof Milak meldet sich mit Rekord zurück

Am Sonntag sprang Melvin Imoudu in Monaco als einziger deutscher Schwimmer ins Wasser. Über die 50m Brust startete er im Halbfinale der schnellsten vier, für das er sich am Tag zuvor qualifiziert hatte. In 27,25 Sekunden reichte es für den Potsdamer aber knapp nicht, sich für das Finale, in dem die schnellsten beiden Schwimmer gegeneinander starteten, zu qualifizieren. Für das Finale, das Ivan Kozhakin in 26,69 Sekunden für sich entscheid, wäre eine Zeit von 27,16 Sekunden nötig gewesen.
Der Sieger des 50m Wettkampfs entschied auch die doppelte Distanz für sich. In 59,68 Sekunden gewann Ivan Kozhakindas 100m Brust Finale, in dem Melvon Imoudu als Achter in 1:01,91 Minuten anschlug. Im Vorlauf war der deutsche Rekordhalter über die 50m Brust noch in 1:00,82 Minuten als Vierter ins Ziel gekommen. Diese Zeit hätte im Finale immerhin für den sechsten Platz gereicht.
Neben Milak war es einigen weiteren internationalen Stars gelungen, neue Meeting Rekorde aufzustellen. So sorgten Marrit Steenbergen (100m Freistil – 52,13 Sekunden), Erika Fairweather (400m Freistil – 4:01,80 Minuten) und Pavel Samusenko (50m Rücken – 24,23 Sekunden) für neue Wettkampfrekorde.
London: Köhler wackelt am deutschen Rekord über 50m Schmetterling

Auch am zweiten Tag des AP Race London International 2026 überzeugten die deutschen Athleten. Eine Spitzenzeit brachte Angelina Köhler über die 50m Schmetterling ins Becken. Mit ihrer Siegerzeit von 25,61 Sekunden wackelte Köhler kräftig an ihrem eigenen deutschen Rekord (25,50), den sie bei den Weltmeisterschaften in Singapur im vergangenen Jahr aufgestellt hatte.
Wie bereits am ersten Wettkampftag konnte auch die Magdeburger Langestreckenspezialisten erneut glänzen. Über die 1500m Freistil holte sich Isabel Gose ihren zweiten Sieg des Wochenendes. In 16:01,34 Minuten dominierte sie gemeinsam mit der Japanerin Airi Ebina (16:02,22) das Rennen. Das Duo schlug am Ende mit über 15 Sekunden Vorsprung auf die Drittplatzierte US-Amerikanerin Mila Nikanorov (16:16,36) an.
Knapper fiel der Sieg von Oliver Klemet über 400m Freistil aus. Mit seiner Zeit von 3:44,01 Minuten schlug Klemet nur hauchzarte 0,02 Sekunden vor Ryan Erisman (USA - 3:44,03), der sich die Silbermedaille sichern konnte, an.
Zusätzlich durfte das deutsche Team noch ein viertes Mal jubeln: In der Besetzung Oliver Klemet (1:48,28), Jarno Bäschnitt (1:46,73), Linda Roth (1:58,65) und Isabel Gose (1:59,94) schwamm das deutsche Quartett in der 4x200m Freistil-Mixed-Staffel souverän in 7:33,60 auf Rang eins.
Linda Roth hatte dabei bereits ein straffes Programm absolviert. Zuvor war sie im 200m Freistil-Finale auf Rang sieben geschwommen (1:58,88), wobei sie mit ihrer Vorlaufzeit von 1:57,52 Minuten durchaus Chancen auf die Medaillenränge gehabt hätte. Den Sieg schnappte sich Annaliesa Moesch (USA - 1:55,81). Zudem wurde Roth über 400m Lagen Siebte (4:48,91) hinter ihrer Teamkollegin Noelle Benkler (4:46,83) auf Rang 5. Auf Platz eins schwamm die erst 17-jährige Britin Amalie Smith (4:35,18).
Ebenfalls Fünfter wurde Ole Braunschweig über 50m Rücken. In 25,26 Sekunden fehlten nur 9 Hundertstel zu den Medaillenrängen. Der Sieg ging an Ralf Tribuntsov (Estland - 24,81).
Die weiteren deutschen Finalisten im Überblick:
- 200m Lagen (m): 7. Cedric Büssing - 2:03,56
- 100m Brust (w): 6. Lena Ludwig - 1:09,16
- 50m Rücken (m): 8. Vincent Passek - 25,54
- 200m Schmetterling (m): 7. Johannes Liebmann - 2:02,38
- 100m Brust (m): 6. Lucas Matzerath - 1:00,88 / 9. Mathis Schönung - 1:01,17
Bild: Tino Henschel
AP Race 2026: Liebmann und Gose dominieren in London!

Zum Auftakt des AP Race London International 2026 sorgte die deutsche Delegation für schnelle Zeiten und Top-Platzierungen. Allen voran die Langstreckenasse zeigten einmal mehr, dass die deutschen Vertreter zur absoluten Weltspitze gehören. So holten Johannes Liebmann, Florian Wellbrock und Oliver Klemet einen Dreifach-Triumph über die 1500m Freistil. Dabei hatte der Youngster Liebmann in starken 14:45,56 Minuten die Hände vor seinen Teamkollegen Wellbrock (14:50,58) und Klemet (14:53,43) an der Wand.
Ebenfalls eine dominante Vorstellung zeigten die deutschen Starterinnen auf den 400m Freistil der Damen. In 4:06,08 Minuten holte sich Isabel Gose den Sieg vor der Zweitplatzierten Linda Roth (4:06,89).
Weiteres Edelmetall für das deutsche Team holten Cedric Büssing als Dritter über 400m Lagen (4:18,01), der sich nur Michael Hochwalt (USA - 4:16,20) und Max Litchfield (Großbritannien - 4:16,78) geschlagen geben musste, sowie Lena Ludwig (200m Brust - 2:26,99), die hinter Angharad Evans (Großbritannien - 2:21,81) Silber gewinnen konnte.
Pech hatte dagegen Angelina Köhler, die auf den kurzen 50m Freistil den Sprung auf den Bronzerang in 24,90 Sekunden um lediglich 1 Hundertstelsekunde verpasste. Auch mit der 4x100m Lagenstaffel der Damen belegte Köhler gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen Linda Roth, Lena Ludwig und Nina Holt den undankbaren vierten Platz (4:03,16).
Unterdessen zeigte der Namensgeber des Events, Adam Peaty (Großbritannien), dass auch in diesem Jahr mit ihm zu rechnen ist. Über die 50m Brust gewann der Brite in 26,79 Sekunden, während Lucas Matzerath (27,79) sich mit Rang sieben begnügen musste.
Bild: Tino Henschel
Monaco: Melvin Imoudu sprintet ins Halbfinale

Über die im KO-Format in mehreren Runden ausgetragenen 50m Brust gelang den beiden deutschen Rekordhaltern nach souveränen Vorlaufzeiten (Imoudu: 27,34 Sekunden / Elendt: 30,73 Sekunden) die Qualifikation für das Achtelfinale zu qualifizieren.
Auch hier schafften es beide, sich in die nächste Runde zu schwimmen, sodass sie am Ende des Finalabschnitts zum dritten Mal an diesem Tag für die 50m Brust auf dem Startblock standen. Während für Elendt im Achtelfinale Schluss sein sollte und sie in 31,20 Sekunden als Sechste ausschied, gelang es Imoudu in einer Wimpernschlagentscheidung in 27,17 Sekunden das vierte und letzte Ticket für das morgige Halbfinale zu erschwimmen. Dabei ließ er den Weißrussen Ilya Shymanovich um nur eine Hundertstelsekunde (27,18 Sekunden) hinter sich.
Bei den Damen schwamm die für die University of Tennessee startende Mckenzie Siroky in 29,64 Sekunden im Achtelfinaleeinen neuen Meeting Rekord und blieb als einzige Schwimmerin unter der 30 Sekunden Marke.
Auch über die doppelte Distanz, die 100m Brust, sprang Anna Elendt ins Wasser. Nachdem sie als Fünfte das Finale erreicht hatte (1:08,43 Minuten), schlug sie auch im Finale in 1:07,77 Minuten als Fünfte an und konnte ihre Vorlaufzeit damit um gute sechs Zehntel verbessern. Der Sieg in diesem Rennen ging an die Kanadierin Alexanne Lepage in 1:06,80 Minuten.
Einen weiteren Meeting Rekord schwamm Siobhan Haugheyaus Hongkong über die 200m Freistil. In 1:54,27 Minuten lies sie die Zweitplatzierte Erik Faiweather aus Neuseeland fast zwei Sekunden hinter sich.
Bild: Tino Henschel
Mehr als 1100 Schwimmtalente greifen bei den Süddeutschen Meisterschaften an

Mehr als 1100 Schwimmerinnen und Schwimmer greifen am Wochenende bei den Süddeutschen Meisterschaften in Stuttgart nach Medaillen und Bestzeiten. Dies geht aus dem Meldeergebnis der Süddeutschen Meisterschaften 2026 hervor.
Mehr als 160 Vereine gastieren bei den von der SV Region Stuttgart ausgerichteten Titelkämpfen - ein rekordverdächtiges Teilnehmerfeld. Die Süddeutschen Meisterschaften sind gemeinsam mit den Norddeutschen Meisterschaften und den NRW-Landesmeisterschaften die zweithöchsten überregionalen Titelkämpfe Deutschlands. Das Sportbad Neckarpark bietet dafür hervorragende Bedingungen.
Mit dabei sind Aktive wie Maurice Grabowski, Kellie Messel, Diego Alfons Heinze oder auch Michael Raje mit Nationalmannschafts- bzw. Junioren-Nationalmannschaftserfahrung.
Bei den Süddeutschen Meisterschaften der langen Strecken im Februar krönte sich der SC Wiesbaden zum erfolgreichsten Team aller Vereine. Wir dürfen gespannt sein, welche Schwimmerinnen und Schwimmer den Süddeutschen Meisterschaften diesmal ihren Stempel aufdrücken.
Links zu den Süddeutschen Meisterschaften 2026:
Märtens, Köhler, Wellbrock und Co.: Deutsche Schwimmelite startet beim AP Race London

Mit der vierten Ausgabe des AP Race London International 2026 hält das Pfingstwochenende ein echtes Highlight bereit, das auf Topzeiten hoffen lässt. Von Samstag (23. Mai) bis Montag (25. Mai) messen sich im London Aquatics Centre zahlreiche internationale Schwimmstars im Kampf um insgesamt über 21.000 Pfund Preisgeld. Mit dabei ist der Europarekordhalter über die 800m Freistil, Johannes Liebmann, der neben seinen Paradestrecken (800m und 1500m Freistil) auch über die 200m Freistil sowie Schmetterling an den Start gehen wird.
Dass das AP Race International sich als Meeting auf Topniveau etabliert hat, verdeutlicht auch ein Blick auf das weitere deutsche Teilnehmerfeld. Isabel Gose, Lukas Märtens, Florian Wellbrock, Angelina Köhler, Nina Holt, Lucas Matzerath und Oliver Klemet nutzen den Wettkampf als Formtest auf dem Weg zur Europameisterschaft Anfang August.
Deutschlands Spitzenschwimmer bekommen es dabei mit namhafter internationaler Konkurrenz zu tun. So geht Adam Peaty, Namensgeber und Initiator des Meetings, erwartungsgemäß über 50m und 100m Brust an den Start. An seiner Seite stehen Stars wie Duncan Scott, Daniel Wiffen, James Guy, Matt Richards, Freya Colbert und Eneli Jefimova, die das deutsche Team vor anspruchsvolle Aufgaben stellen dürften.
Die weiteren deutschen Teilnehmer im Überblick:
Jarno Bäschnitt, Noelle Benkler, Juliana Bocska, Ole Braunschweig, Cedric Büssing, Maurice Grabowski, Lena Ludwig, Leonie Märtens, Vincent Passek, Philipp Peschke, Linda Roth, Lise Seidel, Timo Sorgius und Maya Werner
Bild: Christian Gold
Physical 100: Sarah Sjöström und Therese Alshammar starten bei Netflix-Show

Auf Sarah Sjöström und Therese Alshammar wartet demnächst ein neues Abenteuer im Rampenlicht: Die beiden schwedischen Schwimm-Ikonen werden in der schwedischen Version der Netflix-Show "Physical: 100" zu sehen sein.
Das Format der Reality Show stammt ursprünglich aus Südkorea und bringt Bodybuilder, Spitzensportler*innen und andere Stars und Sternchen in intensiven sportlichen Wettkämpfen zusammen. Dabei stehen Ausdauer, Kraft, Strategie und Agilität im Mittelpunkt.
Die dreifache Olympiasiegerin Sarah Sjöström hatte erst vor wenigen Wochen ihr schwimmerisches Comeback nach der Geburt ihres ersten Kindes gegeben und stellt sich nun diesem neuen Kapitel in ihrer außergewöhnlichen Karriere. Sjöström hatte angekündigt, das schwedische Team bei den anstehenden Europameisterschaften in Paris verstärken zu wollen.
Auch Therese Alshammar zieht es nach ihrer aktiven Laufbahn zurück in die Öffentlichkeit. Die frühere Weltklasseschwimmerin beendete ihre Karriere vor nunmehr fast zehn Jahren und gewann in ihrer Laufbahn unter anderem drei olympische Medaillen sowie zwölf Weltmeistertitel.
In der neuen Reality-Show kämpfen Sjöström und Alshammar nun gegen 98 weitere Teilnehmende um ein Preisgeld von einer Million Kronen. Die Premiere der schwedischen Ausgabe von "Physical: 100" ist für 2027 auf Netflix geplant.
Wettkampf-Comeback für US-Stars Torri Huske und Ryan Murphy

Beim Pro Swim Meet in Sacramento (Kalifornien) versammeln sich von Mittwoch bis Samstag (20. bis 23. Mai) zahlreiche namenhafte Aktive der internationalen Schwimmszene. Ein besonderer Blick gebührt dabei auf die beiden US-Stars Ryan Murphy und Torri Huske.
Für Murphy ist es der erste Wettkampf seit den Olympischen Spielen von Paris. Dort gewann der ehemalige Weltrekordhalter Bronze über die 100m Rücken und kehrt nun erstmals ins Wettkampfbecken zurück.
Auch Torri Huske machte sich zuletzt rar im Wettkampfgeschehen und wird in Sacramento ihren ersten Langbahn-Wettkampf seit den Weltmeisterschaften vergangenen Sommer in Singapur bestreiten. Die amtierende Olympiasiegerin über die 100m Schmetterling kann dabei jedoch auf eine sehr erfolgreiche Collegesaison zum Jahresauftakt zurückblicken.
Neben Murphy und Huske sind zahlreiche weitere US-Stars beim Pro Swim Meet in dieser Woche am Start, darunter Jack Alexy, Luca Urlando, Michael Andrew und Katharine Berkhoff.
Und auch international ist das Teilnehmerfeld wieder einmal prominent besetzt; Mit Marie Wattel (Frankreich), Taylor Ruck (Kanada), Finlay Know (Kanada) und Lucas Henveaux (Belgien) reisen mehrere bekannte Namen nach Kalifornien.
Wichtige Links zum Thema:
So bekommt ihr noch mehr News zum Schwimmsport

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Jetzt buchen! Masters-Camp in Soma Bay im Juni 2026

Vorbereitung auf die Masters-Höhepunkte des Sommers unter der Sonne Ägyptens: Ihr könnt mit dabei sein; ONEflow Sports veranstaltet vom 22. bis 29. Juni 2026 ein Masters-Trainingslager in Soma Bay, Ägypten.
Geleitet wird das Camp von Jan Jünemann, international erfolgreichem Schwimm- und Athletiktrainer mit über 20 trainierten Olympioniken und nachgewiesenen Medaillenerfolgen bei Welt- und Europameisterschaften, sowie Nicole Heidemann, mehrfache Weltrekordhalterin auf den Bruststrecken in der AK 40.
Die Trainer entwickeln für euch einen Trainingsplan gemäß der persönlichen Zielsetzung, Fokusstrecken und Hauptlage jedes Teilnehmers — mit Fokus auf Technik, Ausdauer, Speed, Starts und Wenden. Trainiert wird in der olympischen Aquatik-Anlage von ONEflow Sports, die als Partner von über 30 Nationalmannschaften weltweit für professionelle Trainingsbedingungen steht.
Die Anlage umfasst ein 50m-Becken mit 10 Bahnen, ein 25m-Becken mit 5 Bahnen sowie einen Indoor und Outdoor Gym-Bereich.
Untergebracht sind die Teilnehmer im 4-Sterne Kaktus Hotel mit Vollpension und 43 m² Zimmern.
Die wichtigtens Infos zum Masters Camp in Soma Bay:
- Preise: 1.300 € p.P. (DZ) / 1.400 € p.P. (EZ) — inkl. Hotel, Vollpension, Training & Transfer.
- Weitere Informationen: https://oneflow-sports.com/masters-2026.html
- Anmeldung: Jan Jünemann · +49 178 8098508 (WhatsApp) · info@fast-langenau.de
Schwimmereltern, die Alleskönner: Der schmale Grat zwischen Motivation und Druck

Im Zusammenspiel zwischen Schwimmern, Trainern und Verein darf eine wichtige Größe natürlich nicht fehlen: Die Eltern. Im Kinder- und Jugendbereich tragen sie auf ihren breiten Schultern viele organisatorische und finanzielle Lasten, engagieren sich im Verein und sind daheim sowohl Motivator als auch Tröster. Unsere Autorin Melanie Ragot ist nicht nur Trainerin, sondern auch Schwimmermama, kann dieses komplexe Zusammenspiel also aus mehreren Perspektiven betrachten. Im folgenden Artikel hat sie sich eingehend der Rolle der Schwimmereltern gewidmet.
„Mama, warum bekomme ich keine Medaille?“ An diese Frage meines damals sechsjährigen Sohnes erinnere ich mich noch gut. Mein Sohn war noch neu im Schwimmverein und nahm das erste Mal an einem vereinsinternen Wettkampf teil. Er musste 25m Freistilbeine und 25m Rücken schwimmen. Am Ende gab es eine Siegerehrung und Medaillen für die schnellsten drei Schwimmer. Mein Sohn hatte bei Bambiniläufen gelernt, dass jeder Teilnehmer ein Gewinner ist und es am Ende immer eine glitzernde Medaille gibt. Er stand erwartungsvoll mit vielen anderen Kindern vor dem Podium und wartete darauf, dass auch er für seine Leistung belohnt wird. Ich hatte bemerkt, dass die drei besten Schwimmer in seinen Wettkämpfen schon geehrt worden sind. Er gehörte leider nicht dazu. Als ich ihm sagte, dass wir nach Hause fahren, wollte er nicht mitkommen und als ich ihm erklärte, dass er keine Medaille bekommt, war er ganz traurig. Ich komme selbst aus dem Schwimmsport und weiß, dass der Umgang mit Niederlagen zum Wettkampfsport dazugehört. Dass mein Sohn dies jedoch mit sechs Jahren erfahren musste, tat mir als Mutter weh. Ich tröstete ihn auf der Rückfahrt.
Zum Jahresende 2021 zählt der Deutsche Schwimmverband 534.152 Mitglieder, wovon mit knapp 54 Prozent mehr als die Hälfte der Mitglieder Kinder und Jugendliche sind. 240.823 Mitglieder, also 45 Prozent der Gesamtmitgliederzahl, sind Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren. „Leistungssport ist nicht nur eine Herausforderung für den Sportler, sondern auch für dessen Eltern“, heißt es im Vorwort von Klaus Rudolph in seiner Elternfiebel „Mein Kind Schwimmt“. Eltern spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung ihrer Kinder und beim Heranführen an den Sport. Sind die Eltern selbst sportlich oder sportinteressiert, so können sie für ihre Kinder erste sportliche Vorbilder sein. Aber auch ohne eigene Sporterfahrung können Eltern in ihre Rolle als Schwimmereltern hineinwachsen.
Am Anfang stehen Spaß und Vielseitigkeit
In einem Artikel der Deutschen Sporthochschule Köln aus dem Jahr 2014 zum Thema „Eltern im Leistungssport“ wird über ein Elterncoaching berichtet, welches für Eltern zweier Jugendmannschaften eines Zweitligisten im Fußball entworfen wurde. Interessant ist das darin vermittelte dreistufige Phasenmodell, welches sich auch gut auf den Schwimmsport übertragen lässt. Demnach sollte zu Beginn der Spaß an der Bewegung und der Fokus auf Lernerfolge stehen. Im weiteren Verlauf sollten Eltern ihre Kinder gezielt unterstützen und mit sanftem Druck an das Training erinnern. In der dritten Phase sollten sich die Eltern sich dann immer weiter zurücknehmen und den Kindern neben emotionalem Rückhalt eine finanzielle Sicherheit geben und bei Bedarf als Berater zur Verfügung stehen.
Der Deutsche Schwimmverband betont in seiner „Nachwuchskonzeption Schwimmen 2020“ die Wichtigkeit einer vielseitigen, motorischen Grundausbildung der Kinder. Hier sind Eltern und Trainer gleichermaßen gefordert, den Kindern spielerisch vielseitige Bewegungserfahrungen zu ermöglichen. Sportliche Bewegung unterstützt Kinder nicht nur in ihrer motorischen Entwicklung, sondern beeinflusst außerdem maßgeblich die Entwicklung der Persönlichkeit. Schwimmereltern können feststellen, dass sich ihre Kinder mit der Zeit immer besser, losgelöst von Mama und Papa, im Sportumfeld gemeinsam mit anderen Sportlern zurechtfinden und dort auch behaupten. Diese Selbständigkeit gilt es als Eltern zu fördern und zu unterstützen.
Organisatoren des Schwimmalltags
Im Volksmund heißt es „ohne Fleiß kein Preis“ und im Schwimmsport ist diese Aussage nur allzu wahr. Für den schwimmsportlichen Erfolg sind neben Talent vor allen Dingen sehr viel Fleiß und Disziplin gefragt. Je länger die Kinder im Wettkampfsport Schwimmen aktiv sind, umso höher wird der wöchentliche Trainingsaufwand und damit auch der Aufwand, der für Fahrtzeiten zum Training eingeplant werden muss. Viele Schwimmer müssen gemeinsam mit ihren Eltern täglich den Spagat zwischen Schule, Training und Freizeit meistern. Insbesondere die Distanz zur Trainingsstätte und die Anbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr sind dabei wichtig. Während es bei jüngeren Sportlern nach wie vor unerlässlich ist, dass Eltern ihre Kinder auf der Fahrt zum Training begleiten, sollte mit zunehmendem Alter die Autonomie auch im eigenständigen Zurücklegen der Wege zum und vom Training gefördert werden.
Schwimmereltern können ihre Kinder gezielt unterstützen, indem sie den Familienalltag weitgehend nach dem Sport ausrichten. Das kann der für einen Wettkampf verschobene Familienausflug sein oder das Elterntaxi, um dem Kind einen kleinen Gewinn an Freizeit, an mehr Zeit zum Lernen oder einfach an Erholungszeit zu verschaffen. Eltern sollten dabei im Schwimmalltag ihrer Kinder auf eine Balance zwischen Trainingsbelastung und Erholung zu Hause achten. Damit Kinder im Leistungssport langfristig aktiv und erfolgreich sein können, spielen Erholungsphasen durch Freizeit und genügend Schlaf eine große Rolle. Auch das Thema gesunde und ausgewogene Ernährung trägt zu einer besseren Regeneration nach einem harten Training bei und sollte von den Eltern gefördert werden.
Sobald die Kinder an den ersten Schwimmwettkämpfen teilnehmen, bestimmen dann frühes Aufstehen, Hin- und Herfahrten zu den Wettkampfstätten und das Vorbereiten der obligatorischen „Fresspakete“ für lange Wettkampftage die Wochenendplanung der Familie. Wer den Verein und somit auch seine Kinder in einer besonderen Art unterstützen möchte, kann sich als Kampfrichter engagieren. Eine Vorerfahrung ist zwar hilfreich, wird aber nicht vorausgesetzt. Jeder Verein freut sich immer über Elternengagement als Kampfrichter, denn ohne „Karis“ gibt es keine Wettkämpfe. Als neutrale Beobachter sind Eltern als solche nah am Wettkampfgeschehen dran, entwickeln ein besseres Verständnis für die spezifischen Anforderungen im Schwimmsport und können so noch viel direkter am Sport ihrer Kinder teilhaben.
Finanzielle Unterstützung und emotionaler Rückhalt
Zum Schwimmen braucht man nicht viel, denn Badebekleidung, Kappe und Schwimmbrille reichen aus, denken Eltern, die noch neu im Schwimmsport sind. Doch schnell merken sie, dass dies im Wettkampfsport bei weitem nicht ausreicht. Ausrüstungsgegenstände wie Brett, Pullbuoy, Paddles, Schnorchel und Kurzflossen kommen dazu. Kaum sind die ersten Wettkämpfe geschwommen, fragen die Kinder nach Wettkampfanzügen und -hosen. Auch hier reicht die einfache Ausstattung irgendwann nicht mehr aus und das Zauberwort « Carbon » fällt. Spätestens dann, gehen für ein klitzekleines Stückchen Stoff mehrere Hundert Euro über den Ladentisch. Hinzu kommen Kosten für Trainingslager und Wettkampfreisen, bei denen insgesamt schnell drei bis vierstellige Beträge zusammenkommen können.
Neben der finanziellen Unterstützung ist es in dieser Phase wichtig, dass sich die Eltern immer mehr zurücknehmen, zwar beratend und emotional zur Seite stehen, aber die sportliche Leistungsmotivation von den Kindern selbst kommt. Je weiter Kinder die „Karriereleiter“ im Schwimmsport hinaufklettern und an ersten regionalen bis hin zu nationalen oder gar internationalen Meisterschaften teilnehmen, umso wichtiger wird der emotionale Rückhalt durch die Eltern. Gerade wenn es mal nicht gut läuft und Kinder mit Niederlagen oder gar Verletzungen umgehen müssen, hilft es, wenn Eltern ihre Kinder emotional unterstützen. Auch der Umgang mit Erfolg und Erfolgsdruck sollte geübt werden. Druck kann von außen, wie zum Beispiel dem Trainer, oder vom Sportler selbst kommen. Schwierig wird es dann, wenn ein solcher „Überehrgeiz“ primär von den Eltern ausgeht. Eltern sollten sich deshalb immer bewusst sein, dass der Grat zwischen gut gemeintem Motivieren und Erfolgsdruck ausüben recht schmal ist.
Meine Sichtweise als Trainer
Als Trainerin des jüngsten Wettkampfnachwuchses in einem Schwimmverein empfinde ich es als meine Pflicht, die Eigenmotivation der Kinder zu fördern, aber auch regelmäßig zu überprüfen. Für mich gibt es nichts Schlimmeres, als ein Leistungsschwimmer, der nie wieder eine Schwimmhalle von innen sehen möchte, weil er als Kind zum Schwimmsport „gezwungen“ wurde. Lieber rechtzeitig den Weg aus dem Leistungssport suchen und ein Leben lang den Spaß am Schwimmen behalten. Nicht nur die Einstellung der Kinder zum Wettkampfsport ist wichtig, sondern auch die der Eltern. Es hilft, wenn Eltern die an sie gestellten Anforderungen verstehen, Verständnis für den hohen Aufwand haben und ihre Kinder im Sport voll unterstützen. Wichtig ist dabei der offene Dialog zwischen Eltern und Trainern. Dabei erwarte ich von Eltern, dass sie mir als Expertin am Beckenrand vertrauen und mir das Training sowie die Bewertung von Technik und Leistungen überlassen. „Zu viele Köche verderben den Brei“, heißt es und so ist es auch mit vielleicht gut gemeinten Tipps von Eltern zur Schwimmtechnik oder dem Rennverlauf ihrer Kinder. Ich empfehle Eltern außerdem, dass sie sich untereinander vernetzen, um die organisatorischen Herausforderungen als Schwimmereltern gemeinsam zu meistern.
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die Rolle als Schwimmereltern nicht immer einfach ist. Sie erfordert einiges an persönlichem und finanziellem Engagement sowie häufig auch viel Kreativität in der Familienorganisation, aber sie wird dadurch belohnt, dass Kinder im Schwimmsport so viel mehr lernen als „nur" schnell zu schwimmen.
Da mein Sohn bei seinem ersten Wettkampf mit „leeren Händen“ nach Hause fuhr, entschloss ich mich noch am selben Abend, ihm eine Teilnehmerurkunde am Computer zu gestalten. Zusammen mit einer kleinen Tüte Gummibärchen versteckte ich die Urkunde heimlich in unserem Briefkasten. Als mein Sohn den Umschlag und seinen Inhalt am nächsten Morgen fand, strahlten seine Augen überglücklich. Kurz darauf fragte er mich, wann der nächste Wettkampf stattfindet. Seine Begeisterung für den Wettkampfsport Schwimmen war geweckt, den er bis heute – mehr als 10 Jahre später – nun auch gemeinsam mit seiner jüngeren Schwester ausübt.
Dieser Artikel erschien in der Herbstausgabe 2022 des swimsportMagazine. Alle noch verfügbaren Ausgaben der Zeitschrift für den Schwimmsport können im großen swimsportMagazine-Paket bestellt werden. Zum Sonderpreis erwarten euch hier mehr als 1500 Seiten geballtes Schwimmwissen --> Das swimsportMagazine-Paket
Schwimmereltern, die Alleskönner: Der schmale Grat zwischen Motivation und Druck

Im Zusammenspiel zwischen Schwimmern, Trainern und Verein darf eine wichtige Größe natürlich nicht fehlen: Die Eltern. Im Kinder- und Jugendbereich tragen sie auf ihren breiten Schultern viele organisatorische und finanzielle Lasten, engagieren sich im Verein und sind daheim sowohl Motivator als auch Tröster. Unsere Autorin Melanie Ragot ist nicht nur Trainerin, sondern auch Schwimmermama, kann dieses komplexe Zusammenspiel also aus mehreren Perspektiven betrachten. Im folgenden Artikel hat sie sich eingehend der Rolle der Schwimmereltern gewidmet.
„Mama, warum bekomme ich keine Medaille?“ An diese Frage meines damals sechsjährigen Sohnes erinnere ich mich noch gut. Mein Sohn war noch neu im Schwimmverein und nahm das erste Mal an einem vereinsinternen Wettkampf teil. Er musste 25m Freistilbeine und 25m Rücken schwimmen. Am Ende gab es eine Siegerehrung und Medaillen für die schnellsten drei Schwimmer. Mein Sohn hatte bei Bambiniläufen gelernt, dass jeder Teilnehmer ein Gewinner ist und es am Ende immer eine glitzernde Medaille gibt. Er stand erwartungsvoll mit vielen anderen Kindern vor dem Podium und wartete darauf, dass auch er für seine Leistung belohnt wird. Ich hatte bemerkt, dass die drei besten Schwimmer in seinen Wettkämpfen schon geehrt worden sind. Er gehörte leider nicht dazu. Als ich ihm sagte, dass wir nach Hause fahren, wollte er nicht mitkommen und als ich ihm erklärte, dass er keine Medaille bekommt, war er ganz traurig. Ich komme selbst aus dem Schwimmsport und weiß, dass der Umgang mit Niederlagen zum Wettkampfsport dazugehört. Dass mein Sohn dies jedoch mit sechs Jahren erfahren musste, tat mir als Mutter weh. Ich tröstete ihn auf der Rückfahrt.
Zum Jahresende 2021 zählt der Deutsche Schwimmverband 534.152 Mitglieder, wovon mit knapp 54 Prozent mehr als die Hälfte der Mitglieder Kinder und Jugendliche sind. 240.823 Mitglieder, also 45 Prozent der Gesamtmitgliederzahl, sind Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren. „Leistungssport ist nicht nur eine Herausforderung für den Sportler, sondern auch für dessen Eltern“, heißt es im Vorwort von Klaus Rudolph in seiner Elternfiebel „Mein Kind Schwimmt“. Eltern spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung ihrer Kinder und beim Heranführen an den Sport. Sind die Eltern selbst sportlich oder sportinteressiert, so können sie für ihre Kinder erste sportliche Vorbilder sein. Aber auch ohne eigene Sporterfahrung können Eltern in ihre Rolle als Schwimmereltern hineinwachsen.
Am Anfang stehen Spaß und Vielseitigkeit
In einem Artikel der Deutschen Sporthochschule Köln aus dem Jahr 2014 zum Thema „Eltern im Leistungssport“ wird über ein Elterncoaching berichtet, welches für Eltern zweier Jugendmannschaften eines Zweitligisten im Fußball entworfen wurde. Interessant ist das darin vermittelte dreistufige Phasenmodell, welches sich auch gut auf den Schwimmsport übertragen lässt. Demnach sollte zu Beginn der Spaß an der Bewegung und der Fokus auf Lernerfolge stehen. Im weiteren Verlauf sollten Eltern ihre Kinder gezielt unterstützen und mit sanftem Druck an das Training erinnern. In der dritten Phase sollten sich die Eltern sich dann immer weiter zurücknehmen und den Kindern neben emotionalem Rückhalt eine finanzielle Sicherheit geben und bei Bedarf als Berater zur Verfügung stehen.
Der Deutsche Schwimmverband betont in seiner „Nachwuchskonzeption Schwimmen 2020“ die Wichtigkeit einer vielseitigen, motorischen Grundausbildung der Kinder. Hier sind Eltern und Trainer gleichermaßen gefordert, den Kindern spielerisch vielseitige Bewegungserfahrungen zu ermöglichen. Sportliche Bewegung unterstützt Kinder nicht nur in ihrer motorischen Entwicklung, sondern beeinflusst außerdem maßgeblich die Entwicklung der Persönlichkeit. Schwimmereltern können feststellen, dass sich ihre Kinder mit der Zeit immer besser, losgelöst von Mama und Papa, im Sportumfeld gemeinsam mit anderen Sportlern zurechtfinden und dort auch behaupten. Diese Selbständigkeit gilt es als Eltern zu fördern und zu unterstützen.
Organisatoren des Schwimmalltags
Im Volksmund heißt es „ohne Fleiß kein Preis“ und im Schwimmsport ist diese Aussage nur allzu wahr. Für den schwimmsportlichen Erfolg sind neben Talent vor allen Dingen sehr viel Fleiß und Disziplin gefragt. Je länger die Kinder im Wettkampfsport Schwimmen aktiv sind, umso höher wird der wöchentliche Trainingsaufwand und damit auch der Aufwand, der für Fahrtzeiten zum Training eingeplant werden muss. Viele Schwimmer müssen gemeinsam mit ihren Eltern täglich den Spagat zwischen Schule, Training und Freizeit meistern. Insbesondere die Distanz zur Trainingsstätte und die Anbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr sind dabei wichtig. Während es bei jüngeren Sportlern nach wie vor unerlässlich ist, dass Eltern ihre Kinder auf der Fahrt zum Training begleiten, sollte mit zunehmendem Alter die Autonomie auch im eigenständigen Zurücklegen der Wege zum und vom Training gefördert werden.
Schwimmereltern können ihre Kinder gezielt unterstützen, indem sie den Familienalltag weitgehend nach dem Sport ausrichten. Das kann der für einen Wettkampf verschobene Familienausflug sein oder das Elterntaxi, um dem Kind einen kleinen Gewinn an Freizeit, an mehr Zeit zum Lernen oder einfach an Erholungszeit zu verschaffen. Eltern sollten dabei im Schwimmalltag ihrer Kinder auf eine Balance zwischen Trainingsbelastung und Erholung zu Hause achten. Damit Kinder im Leistungssport langfristig aktiv und erfolgreich sein können, spielen Erholungsphasen durch Freizeit und genügend Schlaf eine große Rolle. Auch das Thema gesunde und ausgewogene Ernährung trägt zu einer besseren Regeneration nach einem harten Training bei und sollte von den Eltern gefördert werden.
Sobald die Kinder an den ersten Schwimmwettkämpfen teilnehmen, bestimmen dann frühes Aufstehen, Hin- und Herfahrten zu den Wettkampfstätten und das Vorbereiten der obligatorischen „Fresspakete“ für lange Wettkampftage die Wochenendplanung der Familie. Wer den Verein und somit auch seine Kinder in einer besonderen Art unterstützen möchte, kann sich als Kampfrichter engagieren. Eine Vorerfahrung ist zwar hilfreich, wird aber nicht vorausgesetzt. Jeder Verein freut sich immer über Elternengagement als Kampfrichter, denn ohne „Karis“ gibt es keine Wettkämpfe. Als neutrale Beobachter sind Eltern als solche nah am Wettkampfgeschehen dran, entwickeln ein besseres Verständnis für die spezifischen Anforderungen im Schwimmsport und können so noch viel direkter am Sport ihrer Kinder teilhaben.
Finanzielle Unterstützung und emotionaler Rückhalt
Zum Schwimmen braucht man nicht viel, denn Badebekleidung, Kappe und Schwimmbrille reichen aus, denken Eltern, die noch neu im Schwimmsport sind. Doch schnell merken sie, dass dies im Wettkampfsport bei weitem nicht ausreicht. Ausrüstungsgegenstände wie Brett, Pullbuoy, Paddles, Schnorchel und Kurzflossen kommen dazu. Kaum sind die ersten Wettkämpfe geschwommen, fragen die Kinder nach Wettkampfanzügen und -hosen. Auch hier reicht die einfache Ausstattung irgendwann nicht mehr aus und das Zauberwort « Carbon » fällt. Spätestens dann, gehen für ein klitzekleines Stückchen Stoff mehrere Hundert Euro über den Ladentisch. Hinzu kommen Kosten für Trainingslager und Wettkampfreisen, bei denen insgesamt schnell drei bis vierstellige Beträge zusammenkommen können.
Neben der finanziellen Unterstützung ist es in dieser Phase wichtig, dass sich die Eltern immer mehr zurücknehmen, zwar beratend und emotional zur Seite stehen, aber die sportliche Leistungsmotivation von den Kindern selbst kommt. Je weiter Kinder die „Karriereleiter“ im Schwimmsport hinaufklettern und an ersten regionalen bis hin zu nationalen oder gar internationalen Meisterschaften teilnehmen, umso wichtiger wird der emotionale Rückhalt durch die Eltern. Gerade wenn es mal nicht gut läuft und Kinder mit Niederlagen oder gar Verletzungen umgehen müssen, hilft es, wenn Eltern ihre Kinder emotional unterstützen. Auch der Umgang mit Erfolg und Erfolgsdruck sollte geübt werden. Druck kann von außen, wie zum Beispiel dem Trainer, oder vom Sportler selbst kommen. Schwierig wird es dann, wenn ein solcher „Überehrgeiz“ primär von den Eltern ausgeht. Eltern sollten sich deshalb immer bewusst sein, dass der Grat zwischen gut gemeintem Motivieren und Erfolgsdruck ausüben recht schmal ist.
Meine Sichtweise als Trainer
Als Trainerin des jüngsten Wettkampfnachwuchses in einem Schwimmverein empfinde ich es als meine Pflicht, die Eigenmotivation der Kinder zu fördern, aber auch regelmäßig zu überprüfen. Für mich gibt es nichts Schlimmeres, als ein Leistungsschwimmer, der nie wieder eine Schwimmhalle von innen sehen möchte, weil er als Kind zum Schwimmsport „gezwungen“ wurde. Lieber rechtzeitig den Weg aus dem Leistungssport suchen und ein Leben lang den Spaß am Schwimmen behalten. Nicht nur die Einstellung der Kinder zum Wettkampfsport ist wichtig, sondern auch die der Eltern. Es hilft, wenn Eltern die an sie gestellten Anforderungen verstehen, Verständnis für den hohen Aufwand haben und ihre Kinder im Sport voll unterstützen. Wichtig ist dabei der offene Dialog zwischen Eltern und Trainern. Dabei erwarte ich von Eltern, dass sie mir als Expertin am Beckenrand vertrauen und mir das Training sowie die Bewertung von Technik und Leistungen überlassen. „Zu viele Köche verderben den Brei“, heißt es und so ist es auch mit vielleicht gut gemeinten Tipps von Eltern zur Schwimmtechnik oder dem Rennverlauf ihrer Kinder. Ich empfehle Eltern außerdem, dass sie sich untereinander vernetzen, um die organisatorischen Herausforderungen als Schwimmereltern gemeinsam zu meistern.
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die Rolle als Schwimmereltern nicht immer einfach ist. Sie erfordert einiges an persönlichem und finanziellem Engagement sowie häufig auch viel Kreativität in der Familienorganisation, aber sie wird dadurch belohnt, dass Kinder im Schwimmsport so viel mehr lernen als „nur" schnell zu schwimmen.
Da mein Sohn bei seinem ersten Wettkampf mit „leeren Händen“ nach Hause fuhr, entschloss ich mich noch am selben Abend, ihm eine Teilnehmerurkunde am Computer zu gestalten. Zusammen mit einer kleinen Tüte Gummibärchen versteckte ich die Urkunde heimlich in unserem Briefkasten. Als mein Sohn den Umschlag und seinen Inhalt am nächsten Morgen fand, strahlten seine Augen überglücklich. Kurz darauf fragte er mich, wann der nächste Wettkampf stattfindet. Seine Begeisterung für den Wettkampfsport Schwimmen war geweckt, den er bis heute – mehr als 10 Jahre später – nun auch gemeinsam mit seiner jüngeren Schwester ausübt.
Dieser Artikel erschien in der Herbstausgabe 2022 des swimsportMagazine. Alle noch verfügbaren Ausgaben der Zeitschrift für den Schwimmsport können im großen swimsportMagazine-Paket bestellt werden. Zum Sonderpreis erwarten euch hier mehr als 1500 Seiten geballtes Schwimmwissen --> Das swimsportMagazine-Paket
Olympiasieger Ryan Lochte startet Trainerkarriere

Der US-amerikanische Schwimm-Star Ryan Lochte startet ein neues Kapitel abseits des Beckens: Der zwölfmalige Olympiamedaillengewinner wird ab der kommenden Saison das Schwimmteam der Missouri State University als Assistant Coach unterstützen. Medienberichten zufolge soll Lochte für diese Tätigkeit rund 34 US-Dollar pro Stunde verdienen.
Ryan Lochte selbst blickt mit großer Freude und Zuversicht auf seine neue Aufgabe. Besonders die Stimmung innerhalb des Programms habe ihn überzeugt: "Was mich an der Missouri State besonders beeindruckt hat, ist die Kultur", erklärte Lochte. "Es gibt dort ein starkes Gefühl von Zielstrebigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Teamgeist. Man merkt, dass hier etwas Bedeutendes und Nachhaltiges aufgebaut wird."
Der frühere Star-Schwimmer zählt zu den erfolgreichsten Athleten seiner Generation. Insgesamt nahm er an vier Olympischen Spielen teil, gewann dabei zwölf Medaillen – sechs davon Gold – und stellte acht Weltrekorde auf der Langbahn auf. Seine aktive Karriere beendete Lochte im Jahr 2021.
Während seiner eigenen Collegezeit trainierte Ryan Lochte in Florida. Zudem stammt Lochte aus einer Familie mit Trainerhintergrund – auch sein Vater war über viele Jahre als Coach tätig.
Bild: Archiv
DKM-Sieger Maurice Grabowski schließt sich US-Elitegruppe an

Für Maurice Grabowski war seine Collegezeit an der Lynn University in Florida von großen Erfolgen geprägt. Nach Ende seines Studiums entschied sich der amtierende Deutsche Kurzbahnmeister über die 50m Schmetterling nun, auch zukünftig in den USA zu trainieren.
Grabowski schließt sich dort der Wolfpack Elite Group in Raleigh (North Carolina) an, wo zahlreiche nationale wie internationale Topstars – beispielsweise Katharine Berkhoff, Eneli Jefimova und Coleman Stewart – ebenfalls ihre Bahnen ziehen.
Die Krönung seiner Collegekarriere erlebte der 24-jährige Sprintspezialist in diesem Jahr mit eindrucksvollen vier Einzelsiegen bei den nationalen College-Meisterschaften in der Division II. Im letzten Dezember feierte Maurice Grabowski zudem bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Lublin sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft.
Bild: Lynn University
Von Peking bis Los Angeles: Wie die Olympia-Ticketpreise explodierten

Die Olympischen Spiele waren schon immer ein teures Vergnügen für alle Fans vor Ort. Doch wer die Schwimm-Wettbewerbe in Los Angeles 2028 live erleben möchte, muss so tief wie nie zuvor in die Tasche greifen – sofern überhaupt noch Tickets erhältlich sind. Ein Blick auf die vergangenen Olympischen Spiele seit Peking 2008 zeigt, wie stark die Preise in den vergangenen Jahren gestiegen sind.
Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking waren selbst Finaltickets noch für vergleichsweise günstige 80€ zu bekommen. Bei den darauffolgenden Spielen in London 2012 stiegen die Ticketpreise aufgrund der hohen Nachfrage dann bereits auf bis zu 515€ an. Um die Schwimm-Wettbewerbe 2016 in Rio Vorort mitzuverfolgen, zahlten die Fans bis zu 295€. Auch wenn die Olympischen Spiele 2021 in Tokio schlussendlich ohne Zuschauer stattfanden, waren die Tickets im Vorfeld für bis zu 850€ verkauft worden, was das Schwimmen zur teuersten Sportart der Titelkämpfe machte. Dieser Trend setzte sich zuletzt auch in Paris 2024 fort, wo ausgewählte Finaltickets bis zu 980€ kosteten.
Die anstehenden Olympischen Spiele werden für Schwimm-Fans nun die teuersten Titelkämpfe aller Zeiten: Die Preise für die Finalabschnitte liegen je nach Kategorie zwischen 161€ und 1600€ – die Ticketpreise für die Vorläufe sind mit 80-700€ nur minimal überschaubarer. Es gibt allerdings Hinweise auf ein günstigeres Kontingent an Tickets – ähnlich wie auch in Paris 2024. Etwa eine Million Tickets für die gesamten olympischen Titelkämpfe sollen für einen Preis von etwa 24 Euro zu bekommen sein – der Verkauf hierfür hat jedoch noch nicht begonnen. Aber trotz der höchsten Ticketpreise der Olympia-Geschichte war das Interesse enorm. Bereits die erste Verkaufsrunde für die Schwimm-Wettbewerbe in Los Angeles war innerhalb weniger Tage ausverkauft. Ob weitere Tickets verfügbar gemacht werden, ist bislang unklar. Zusätzliche Kontingente würden aber vermutlich nochmals teurer werden.
Die Ticketpreise für die olympischen Schwimm-Wettbewerbe in der Übersicht:
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Olympische Spiele |
mind. Preis |
max. Preis |
|
Los Angeles 2028 |
80€ (24€) |
1600 € |
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Paris 2024 |
24 € |
980 € |
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Tokio 2021 |
46 € |
850 € |
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Rio de Janeiro 2016 |
53 € |
295 € |
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London 2012 |
23 € |
515 € |
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Peking 2008 |
k.A. |
80 € |
Eine Gemeinsamkeit zieht sich dann aber doch durch alle olympischen Titelkämpfe der letzten Jahre: Die Tickets für die Freiwasser-Wettbewerbe waren stets deutlich günstiger als die Rennen im Becken.
Die allgemeine Entwicklung der Ticketpreise zeigt deutlich, wie stark die Nachfrage nach olympischem Spitzensport – insbesondere im Schwimmen – in den vergangenen Jahren gestiegen ist. Für Schwimmfans wird der Traum vom Olympia-Besuch damit allerdings zunehmen zu einem Luxusgut.
Meldeergebnis der DHM Schwimmen veröffentlicht

Das Meldeergebnis für die Deutschen Hochschulmeisterschaften (DHM) im Schwimmen 2026 wurde veröffentlicht. Die renommierten Titelkämpfe finden in diesem Jahr vom 29. bis 31. Mai in Hannover statt. Angekündigt haben sich etwa 800 Aktive von 91 Hochschulen und Universitäten.
Mit dabei sind auch Aaron Schmidt und Theresa Bechtel, die bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin zuletzt beide im A-Finale standen. Und auch Felix Berling, Rebecca Dany und Malin Grosse sorgen für namenhafte Verstärkung bei den Titelkämpfen.
Im letzten Jahr präsentierte sich die Uni Bochum als stärkstes Team und sammelte die meisten Punkte im Gesamtklassement.
Hier geht es zu den Meldelisten: Meldeliste DHM 2026
Taliso Engel & Janis McDavid begeistern mit Weltrekorden bei IDM

Mit den Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) stand in den letzten Tagen ein weiteres großes Highlight im Para-Schwimmen an. Direkt im Anschluss an die World Series zeigten vor allem auch die deutschen Para-Asse ein noch stärkeres Abschneiden und sorgten in Berlin mit mehreren Weltrekorden und zahlreichen nationalen Bestmarken für Begeisterung.
Dass Taliso Engel aktuell in Weltrekord-Form schwimmt, hatte der Paralympicssieger zuletzt bereits bei den Deutschen Meisterschaften eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nun konnte sich Engel auch offiziell in die Rekordbücher eintragen und jubelte über gleich zwei neue Weltrekorde. Über die 50m Brust sprintete er bereits im Vorlauf zu einer neuen Rekordzeit in der Starklasse SB13 und war im Finale in 28,01 Sekunden dann nochmals deutlich schneller. Auch seine bisherige Bestzeit von den DM, wo der sehbeeinträchtigte Schwimmer im A-Finale einen bemerkenswerten siebten Platz belegte, verbesserte er erneut um zweieinhalb Zehntel. Und auch über die 200m Brust durfte sich Taliso Engel in 2:20,78 Minuten über einen neuen Weltrekord freuen.
Ebenfalls frischgebackener Weltrekordhalter ist nun Janis McDavid, der über die 100m Brust in der Startklasse SB1 neue Maßstäbe setzte. Auch McDavid stellte bereits im Vorlauf einen neuen Weltrekord auf, den er dann direkt im Finale auf eine Zeit von 3:04,96 Minuten verbesserte.
Den Sprung zurück auf das Siegerpodest schaffte Paralympicssiegerin Elena Semechin. Über die 100m Brust (1:16,22) wurde Semechin nur wenige Monate nach der Geburt ihres Sohnes starke Dritte und bewies mit ihrer vierten 1:16er Zeit innerhalb weniger Tage bereits wieder eine beeindruckende Konstanz.
Die IDM bildeten in diesem Jahr zudem den Abschluss des Qualifikationszeitraums für die Para-Europameisterschaften, die Anfang September in Kocaeli (Türkei) stattfinden werden. Zur Nominierung für einen Platz im deutschen EM-Team werden 23 Aktive vorgeschlagen.
Diese Aktiven werden für eine EM-Nominierung vorgeschlagen:
- Elena Semechin (Berliner Schwimmteam)
- Tanja Scholz (PSV Union Neumünster)
- Gina Böttcher (SV Motor Babelsberg)
- Mira Jeanne Maack (Berliner Schwimmteam)
- Johanna Döhler (Berliner Schwimmteam)
- Nisanur Kocabas (SV Motor Babelsberg)
- Verena Schott (BPRSV)
- Charlotte Kast (Berliner Schwimmteam)
- Mieke Leiße (SG Essen)
- Tabea Teschauer (Berliner Schwimmteam)
- Judith Pein (SG PSV-MFZK Schwerin)
- Alessia Tina Kollmer (SC Regensburg)
- Josia Topf (SV Motor Babelsberg)
- Taliso Engel (SG Bayer)
- Maurice Wetekam (SG Bayer)
- Philip Hebmüller (SG Neuss)
- Janis McDavid (Berliner Schwimmteam)
- Julian Füllgraf (VfL Osnabrück)
- Marlon Jung (SSV Leutzsch)
- Balent Köszegvary (SC Delphin Lübeck)
- Linus Harms (SV Motor Babelsberg)
- Kimi Brückner (SG Bamberg)
- Florian Reiter (Berliner Schwimmteam)
Bild: Tino Henschel