JEM 2026: Riefstahl schmettert Topzeit | Erkmann und Brugger im Finale

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Mit der schnellsten Meldezeit zur schnellsten Vorlaufzeit: Besser hätte der erste Start für Yara Fay Riefstahl bei der JEM in München wohl kaum laufen können. Über die 100m Schmetterling setzte sich die deutsche Vizemeisterin und EM-Starterin in 59,30 Sekunden an die Spitze des Klassements. Als Sechste schmetterte mit Linda Roth (1:00,25) noch eine zweite deutsche Hoffnungsträgerin souverän ins Halbfinale.
Und auch über die 50m Freistil der Damen steht ein deutsches Duo in der Runde der Top 16. Sowohl Lara Vandenhirtz (25,62) als Siebte als auch Leonie Mau (25,74) als Zwölfte dürften dabei auch einen Blick auf ein mögliches Finalticket geworfen haben. Zur schnellsten Zeit der Vorläufe sprintete Theodora Taylor (25,17), die gestern bereits Teil der britischen Gold- und Europarekordstaffel war.
Über die 1500m Freistil durfte sich das deutsche Team über gleich zwei Finaltickets freuen. In 15:25,88 Minuten machte Moritz Erkmann als starker Vierter den Sprung ins Finale perfekt. Besonders spannend machte es dafür Simon Brugger, der sich in 15:46,65 Minuten mit gerade einmal acht Hundertstelsekunden Vorsprung das letzte Finalticket schnappte. Als Gejagter auf Bahn Vier wird der Spanier Juan Vallmitjana Behrendt (15:21,22) morgen das Finale bestreiten.
Auf ein erstes Staffelfinale muss das deutsche Team hingegen weiterhin warten. Auch die 4x100m Freistil Mixedstaffel um Larus Thiel (50,68), Nils Nolte (50,38), Zarina Selimovic (56,55) und Leni Labarre (56,60) musste sich in 3:34,21 Minuten auf Rang 11 mit dem Vorlaufaus begnügen. Das schnellste Quartett am Morgen kam in 3:29,16 Minuten aus Spanien.
In den Medaillenentscheidungen am Abend ist der Blick aus deutscher Sicht dann insbesondere auf Linda Roth, Juliana Buttler, Louis Hoffmann und Mitja Bauer gerichtet, die jeweils aussichtsreich im Finale stehen und dem deutschen Team das erste Edelmetall der Titelkämpfe bescheren könnten.
Alle weiteren deutschen Ergebnisse (Vorläufe Tag 2):
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100m Schmetterling |
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Alina Meyer |
1:01,74 |
19. |
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Evelyn Wegrotzki |
1:02,30 |
24. |
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200m Lagen |
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Jannes Schmidt |
2:05,30 |
23. |
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50m Freistil |
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Luisa Marie Herrmann |
26,03 |
24. |
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Cara Vogt |
26,52 |
38. |
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1500m Freistil |
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Mattheo Straßburger |
15:54,95 |
15. |
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Jonas Lieschke |
15:57,97 |
17. |
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Sydney Savannah Ferch |
17:06,32 |
17. |
|
Melina Nitschke |
17:24,08 |
23. |
Die wichtigsten Links zum Thema:
• JEM 2026: Livestream (European Auqatics TV)
• JEM 2026: Livestream (Sporteurope.TV)
• JEM 2026: Startlisten und Ergebnisse
• JEM 2026: Alle deutschen Starts in München
Bild: Tino Henschel / Archiv
Junioren-EM: Roth, Bauer, Buttler und Hoffmann im Finale!

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Die Junioren-EM in München hat begonnen und zum Auftakt sicherten sich die deutschen Talente direkt die ersten Finaltickets.
Nachdem Linda Roth als erste und Juliana Buttler über als drittschnellste über die 200m Freistil in die Halbfinals eingezogen waren, schwammen sie von dort souverän ins Finale. Juliana Buttler, die im Vorlauf bereits persönliche Bestzeit geschwommen war, knackte das erste Mal in ihrer Karriere deutlich die zwei Minuten Marke und schlug in 1:59,39 Minuten als Dritte an. In 1:59,11 Minuten geht Linda Roth als Zweitplatzierte ins morgige Finale. Bahn vier wird von die Litauerin Ieva Jurkunaite (1:58,79 Minuten) belegt.
Für einen weiteren Finalplatz für das deutsche Team sorgte Louis Hoffmann über die 50m Brust. In neuer Bestzeit hatte er sich auf Platz drei ins Halbfinale geschwommen. Im Finale verbesserte er seine Leistung nochmals und steigerte sich auf 27,52 Sekunden, womit er abermals als dritter eine Runde weiterkommt und im Finale sogar eine Chance auf eine Medaille hat. Die Favoritenrolle in diesem Rennen geht an den Britten Max Morgan, der in 27,18 Sekunden einen neuen Championship Rekord aufstellte.
In einem ganz engen Rennen wurden die Finaltickets der Herren über die 50m Rücken vergeben. In 25,43 Sekundenund damit neuer persönlicher Bestleistung sicherte sich Mitja Bauer den siebten Platz und damit einen Startplatz im Finale. In 25,46 Sekunden, Bauers Bestzeit von den deutschen Jahrgangsmeisterschaften, wäre ihm nur der undankbare neunte Platz geblieben. Die Steigerung um drei Hundertstel war also von großer Bedeutung. Ebenfalls über die 50m Rücken am Start war Fabian Mager, der in 25,72 Sekunden zwar nicht den Sprung ins Finale schaffte, aber dennoch seine persönliche Bestleistung um sechs Hundertstelsekunden unterbieten konnte und schlussendlich den elften Platz belegt. Als Favorit ins Finale geht der Weißrusse Artsiom Yarmak in 25,05 Sekunden.
Den unglücklichen neunten und damit ersten Reserveplatz für das Finale belegte Viktoria Hoffmann über die 50m Rücken. In 28,60 Sekunden sprintete sie nicht nur deutlich schneller als im Vorlauf, sondern auch fast drei Zehntel schneller als ihre Bestzeit von den deutschen Jahrgangsmeisterschaften diesenJahres. Die schnellste Schwimmerin in den Halbfinals war die Spanierin Irene Ciercoles Galve in 27,97 Sekunden.
Über die 200m Freistil der Männer gelang es weder Nils Nolte (1:52,89 Minuten) noch Rudolf Bordas (1:50,75 Minuten) einen der begehrten Finalplätze zu ergattern. Während sich Rudolf Bordas mit einer ähnlich schnellen Zeit wie im Vorlauf von Platz 13 auf Platz 12 verbessern konnte, schied Nils Nolte als 15 mit über drei Sekunden über seinen Vorlaufzeit aus. Für das Finale wäre eine 1:48,36 Minuten notwendig gewesen. Als Schnellster wird Grigorii Vekovishchev (1:45,75 Minuten) von den neutralen Athleten im Endlauf zu sehen sein.
Die erste Medaillenentscheidung der Junioren-Europameisterschaft 2026 wurden über die 400m Lagen der Damen ausgetragen. Für Deutschland ging Laura Sophie Kohlmann an den Start, die sich im Vorlauf in 4:51,39 Minuten als Siebte für das Finale qualifiziert hatte. Nachdem Kohlmann die 100m Delfin und 100m Brust Splits im Vorlauf als auch im Finale fast genau gleich schnell schwamm, war sie im Endlauf über die Rückenstrecke zwei Sekunden langsamer als noch am Vormittag. Ihr Endspurt über die 100m Kraul reichte schlussendlich nicht ganz, um die Vorlaufzeit nochmal zu unterbieten. In 4:52,09 Minuten belegte sie abermals den siebten Platz. An der Spitze dieses Wettbewerbs war ein spannender Zweikampf zu beobachten, den am Ende die Vorlaufschnellste und Favoritin Amalia Smith aus Großbritannien für sich entschied. Nachdem sie nach der Rückenstrecke fast fünf Sekunden hinter der Ungarin Vivien Jackl lag, konnte sie diesen Rückstand bereits über Brust wieder aufholen und gewann in neuem Championship Rekord in 4:35,32 Minuten die erste Goldmedaille der Veranstaltung.
Nach dem knappen Ausscheiden der 4x 100m Freistil Staffeln der Damen und Herren, wurden diese Entscheidungen ohne deutsche Beteiligung ausgetragen. Bei den Damen siegte das Quartett aus Großbritannien in 3:37,35 Minuten, die damit einen neuen European Junior Record aufstellten. Auch bei den Herren war über die 4x 100m Freistil ein neuer Rekord zu bestaunen. Nachdem die neutralen Athleten bereits im Vorlauf einen neuen World Junior Record aufgestellt hatten, unterboten sie diesen im Finale nochmals um fast zwei Sekunden und siegten in 3:12,75 Minuten vor den Teams aus Italien und Großbritannien. Auch die 50m Brust Halbfinals der Damen fand ohne deutsche Beteiligung statt. Schnellste war die neutrale Athletin Sofia Anufrieva in 30,95 Sekunden. Über die 200m Schmetterling der Herren war ebenfalls kein deutscher Schwimmer vertreten. In 1:58,56 Minuten wird auf Bahn vier der Ungar David Antal zu sehen sein.
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Bild: Tino Henschel / Archiv
Olympiateilnehmerin Nicole Maier wechselt nach Wiesbaden

Olympia 2024, EM-Bronze im selben Jahr und auch 2026 wird Nicole Maier das deutsche Team bei den Europameisterschaften in Paris verstärken. Erstmals aber für ihren neuen Verein startend: den SC Wiesbaden 1911.
Seit dem 1. Juli schwimmt Nicole Maier nun offiziell für Wiesbaden. Zuvor startete sie für die SG Essen und den griechischen Verein Athletic Club Palaio Faliro. Bei den Deutschen Meisterschaften in diesem Jahr hatte Maier Doppelsilber über die 100m Freistil und 200m Freistil gewonnen und sich so für einen Platz im deutschen EM-Team empfohlen. Bei den letzten Europameisterschaften hatte sie mit zwei Bronzemedaillen über die 200m Freistil sowie mit der Staffel ihre bislang größten internationalen Erfolge gefeiert.
Bild: Archiv
JEM 2026: Vorlaufbestzeit für Linda Roth | Staffeln verpassen Finals knapp

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Zum Auftakt der JEM in München konnten sich die deutschen Aktiven zahlreiche Halbfinaltickets sowie einen ersten Finalplatz sichern. Insbesondere Linda Roth, Juliana Buttler und Louis Hoffmann schwammen sich dabei in vielversprechende Ausgangspositionen.
Über die 200m Freistil setzte Linda Roth in 2:00,11 Minuten die schnellste Zeit der Vorläufe ins Becken und führt damit das Ranking der Halbfinalistinnen an. Ebenfalls souverän ins Halbfinale zog Juliana Buttler in 2:00,29 Minuten mit der drittschnellsten Zeit des Feldes ein.
Auch bei den Herren stehen zwei deutsche Hoffnungsträger im Halbfinale über die 200m Freistil. In 1:49,41 Minuten schlug Nils Nolte als Elfter an, während Rudolf Bordas (1:50,10) auf Rang 13 eine Runde weiter kam. Für die Topzeit in den Vorläufen sorgte Grigorii Vekovishchev (1:46,59) für die neutralen Athleten aus Russland startend.
Finalambitionen dürfte auch Mitja Bauer haben, der über die 50m Rücken in 25,63 Sekunden auf den sechsten Rang sprintete. Gesellschaft im Halbfinale bekommt Bauer neben dem Vorlaufschnellsten Artsiom Yarmak (25,08) aus Belarus auch von Fabian Mager, der in 25,92 Sekunden 14. wurde. Bei den Damen machte die Deutsche Meisterin Viktoria Hoffmann (29,01) als 13. den Sprung ins Halbfinale ein. Als Gejagte wird hier die Spanierin Irene Ciercoles Galve (28,24) ins Becken springen.
Mit dem dritten Platz in den Vorläufen glänzte Louis Hoffmann über die 50m Brust. In 27,61 Sekunden war Hoffmann mehr als vier Zehntel schneller als zuletzt bei seinem DJM-Triumph. Der Vorlaufschnellste Jan Foltyn aus Tschechien stellte in 27,18 Sekunden einen neuen JEM-Rekord auf.
Auch in der ersten Medaillenentscheidung am Abend wird das deutsche Team vertreten sein. Über die 400m Lagen steht Laura Sophie Kohlmann (4:51,39) als Achte im Finale. Die Favoritenbahn Vier sicherte sich die britische Vorjahressiegerin Amalie Smith (4:42,30).
Die beiden deutschen Staffeln verpassten über die 4x100m Freistil hingegen jeweils knapp den Sprung unter die Top 8. Larus Thiel (50,53), Felix Brandner (50,12), Alexander Giesbrecht (50,54) und Georg-Alexander Kloss (50,64) fehlten in 3:21,83 Minuten gerade einmal 11 Hundertstelsekunden zum Weiterkommen. Das Quartett der Neutralen Athleten aus Russland begeisterte derweil in 3:14,72 Minuten mit einem neuen Junioren-Weltrekord.
Auch die deutsche Damenstaffel um Zarina Selimovic (56,64), Leonie Mau (56,62), Ronja Gerling (57,92) und Leni Labarre (56,30) beendete das Rennen in 3:47,48 Minuten auf dem undankbaren neunten Platz. Hier steht das Team aus Italien (3:42,38) mit der Topzeit im Finale am Abend.
Alle weiteren deutschen Ergebnisse (Vorläufe Tag 1):
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200m Freistil |
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Zarina Selimovic |
2:04,50 |
23. |
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Melina Nitschke |
2:04,84 |
26. |
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Simon Brugger |
1:51,58 |
23. |
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Jonas Lieschke |
1:51,85 |
25. |
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400m Lagen |
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Mira Helget |
4:53,86 |
12. |
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Evelyn Wegrotzki |
5:01,83 |
26. |
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50m Rücken |
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Lara Vandenhirtz |
29,35 |
27. |
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Leonie Mau |
30,16 |
48. |
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Gerard Norwisz |
26,44 |
29. |
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50m Brust |
||
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Marlene Chrustowski |
32,83 |
27. |
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Lius Pepe Baumeister |
28,60 |
22. |
|
Hugo Engelien |
29,06 |
30. |
Die wichtigsten Links zum Thema:
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• JEM 2026: Livestream (Sporteurope.TV)
• JEM 2026: Startlisten und Ergebnisse
• JEM 2026: Alle deutschen Starts in München
Bild: HD Media (Archiv)
Die wichtigsten Links zur Junioren-EM 2026 in München

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Die Europameisterschaften der Junior*innen beginnen! Bis Sonntag steht in München die Titeljagd der europäischen Nachwuchstalente an. Damit ihr das Geschehen bestmöglich verfolgen könnt, haben wir euch hier die wichtigsten Links zur diesjährigen JEM zusammengestellt:
JEM 2026: Livestream (European Auqatics TV)
JEM 2026: Livestream (Sporteurope.TV)
JEM 2026: Startlisten und Ergebnisse
JEM 2026: Alle deutschen Starts in München
Bild: Tino Henschel /JEM 2025
Imoudu, Gräfe & Co. glänzen mit Staffelrekord

Es war ein Rekord mit Ansage! Der Potsdamer SV stellte am Wochenende einen neuen Deutschen Vereinsrekord über die 4x50m Brust auf und verbesserte die bisherige Bestmarke dabei um satte dreieinhalb Sekunden.
Beim Pokalmeeting zum Alten Fritz schwamm das Potsdamer Brustquartett um den Deutschen Meister und Rekordhalter Melvin Imoudu in 1:50,78 Minuten zu einer neuen Rekordzeit. Verstärkt wurde die Staffel durch den Juniorenweltrekordhalter Malte Gräfe sowie Christopher Weidner und Noah Heinlein. Imoudu und Gräfe zählen auch zum deutschen Aufgebot für die anstehenden Europameisterschaften in Paris Mitte August.
Die bisherige Bestmarke hatte das Team der Waspo 98 Hannover (1:54,32) im Jahr 2018 aufgestellt.
Bild: HD Media
Junioren-EM Schwimmen 2026: Die Links zum Livestream

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Die Europameisterschaften der Junior*innen 2026 stehen an! Von Dienstag bis Sonntag kommen in München die schnellsten Nachwuchstalente Europas zusammen. Um die Titelkämpfe auch aus der Ferne verfolgen zu können, gibt es je einen kostenpflichtigen Livestream von European Aquatics TV und Sporteurope.TV.
Tageszugänge für den Livestream von European Aquatics TV kosten 2,99€. Für den gesamten Zeitraum der JEM wird ein Eventpass für 14,99€ angeboten. Hier geht es direkt zum Livestream: Livestream European Aquatics TV
Für den Livestream von Sporteurope.TV kosten die Tageszugänge 3,99€, der gesamte Eventpass ist für 12,99€ zu erwerben. Hier geht es direkt zum Livestream: Livestream Sporteurope.TV
Die Vorläufe beginnen jeweils ab 9 Uhr, während die Finalabschnitte um 18 Uhr starten. Alle Starts des deutschen Teams gibt es hier im Überblick: JEM 2026: Alle deutschen Starts in München
2:01,65! Summer McIntosh schmettert zum WELTREKORD

Es war der älteste noch bestehende Weltrekord bei den Damen: Zum Auftakt der Kanadischen Trials in Montreal begeisterte Summer McIntosh mit einem neuen Weltrekord über die 200m Schmetterling. Eine Bestmarke, die sie schon lange ins Auge gefasst hatte und die langezeit als unerreichbar galt.
"Dieser Rekord bedeutet mit die Welt", schrieb McIntosh nach ihrem Rekordrennen auf Instagram. In 2:01,65 Minuten blieb die 19-jährige Ausnahmeschwimmerin 16 Hundertstel unter der bisherigen Bestmarke der Chinesin Liu Zige aus dem Jahr 2009. An diese war Summer McIntosh zuletzt bei ihrem WM-Triumph in Singapur bis auf 1,8 Zehntel heran geschwommen und hatte ihre Enttäuschung im Anschluss sehr offen gezeigt. In Montreal war die Freude über den gelungenen Rekordstreich dafür nun umso größer.
Den Ausschlag machten insbesondere die dritten 50m, wo McIntosh der Chinesin in 31,52 Sekunden satte sechs Zehntel abnahm. Hier gibt es die Einzelzeiten im direkten Vergleich:
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Liu Zige (alter WR) |
Summer McIntosh (neuer WR) |
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50m |
27,19 |
27,45 |
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100m |
58,08 (30,89) |
58,21 (30,76) |
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150m |
1:30,20 (32,12) |
1:29,73 (31,52) |
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200m |
2:01,81 (31,61) |
2:01,65 (31,92) |
Auch über die 400m Freistil, 200m Lagen und 400m Lagen hält die dreifache Olympiasiegerin zurzeit die Weltrekorde und wird alle drei Strecke in den nächsten Tagen ebenso noch bei den Trials bestreiten – dort wo sie alle drei Bestmarken im Vorjahr aufgestellt hatte.
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Eindhoven: Moritz Bockes und Arne Schubert siegen bei Dutch Trials

Bei den Dutch Swimming Trials in Eindhoven glänzten die deutschen Gäste an diesem Wochenende mit zahlreichen Podestplatzierungen – allen voran mit drei Siegen durch Moritz Bockes und Arne Schubert. Aber auch die niederländischen Schwimm-Asse präsentierten sich stark und begeisterten mit mehreren Rekorden.
Moritz Bockes triumphierte in Eindhoven gleich doppelt: Sowohl über die 800m Freistil (7:54,37) als auch 1500m Freistil (15:03,05) war er nicht zu schlagen. Auch Arne Schubert schaffte es über beide Strecken auf das Podest und schnappte sich Silber über die 1500m (15:07,81) sowie Bronze über die 800m (7:55,95). Seinen Medaillensatz komplettierte Schubert mit Gold über die 400m Freistil (3:49,89). Hier machte Simon Reinke (3:51,01) auf dem Bronzerang das deutsche Doppelpodium perfekt.
Für ein Achtungszeichen sorgte auch Kenneth Bock, der sich über die 200m Brust nicht nur über Silber freuen durfte, sondern in 2:11,89 Minuten auch eine Hundertstel unter der EM-Norm blieb. Diese hatte Bock bei den Deutschen Meisterschaften im April noch knapp um 1,3 Zehntel verpasst. Schneller war lediglich der Kurzbahnweltrekordhalter Caspar Corbeau (2:08,75). Ebenfalls Silber gab es für Michael Raje über die 100m Schmetterling (53,50) und für Leni von Bonin über die 400m Lagen (4:47,65).
Zu gleich zwei Medaillen schwamm Ben Vester, der sowohl über die 200m Lagen (2:02,50) als auch 400m Lagen (4:27,83) Dritter wurde. Weitere Bronzemedaillen gab es für Lukas Fritzke über 200m Freistil (1:49,45), Luisa Rumler über 800m Freistil (8:52,58) und Fabienne Wenske über 1500m Freistil (16:52,31).
Auch die niederländischen Topstars sorgten vor heimischem Publikum für zahlreiche Glanzlichter. Die frischgebackene Weltrekordhalterin Marrit Steenbergen schwamm über die 100m Freistil in 51,82 Sekunden zur drittschnellsten Zeit überhaupt und blieb dabei gerade einmal 14 Hundertstel über ihrer Allzeit-Bestmarke vom vergangenen Wochenende. Zudem überraschte Steenbergen mit einem neuen niederländischen Rekord über die 100m Rücken (58,33). Und auch ihre Zeiten über die 50m Freistil (24,09) und 50m Rücken (27,40) unterstrichen ihre aktuell herausragende Form.
Für gleich zwei nationale Bestmarken sorgte Sean Niewold, der sowohl über die 50m Schmetterling (22,69) und 50m Freistil (21,56) zu neuen Rekorden sprintete. Gleiches gelang auch Koen de Groot über die 50m Brust (26,68).
Hier gibt es alle Ergebnisse: Ergebnisse Dutch Swimming Trials
Bild: Christian Gold
Kanadische Trials: McIntosh auf Weltrekordjagd

In Montreal beginnen heute die Kanadischen Trials, die auch in diesem Jahr einmal mehr hochklassige Leistungen versprechen. Neben den nationalen Meistertiteln geht es insbesondere um die Qualifikation des kanadischen Teams für die Pan Pacific Championships. Das Team für die Commonwealth Games wurde hingegen bereits im vergangenen Herbst bestimmt.
Allen voran dürfte der Blick jedoch auf Summer McIntosh gerichtet sein, die bei den Kanadischen Meisterschaften in den vergangenen Jahren mehrfach mit neuen Weltrekorden begeisterte. Für McIntosh stehen an den fünf Wettkampftagen Starts über vier Strecken auf dem Programm: 400m Freistil, 200m Lagen, 400m Lagen und 200m Schmetterling. Über die ersten drei Strecken stammen die Weltrekorde jeweils von den Trials des vergangenen Jahres. Auf den 200m Schmetterling fehlt der dreifachen Olympiasiegerin bislang noch der Rekordstreich, den sie bereits mehrfach zu ihrem großen Ziel erklärte. Direkt zum Auftakt der Titelkämpfe in Montreal bietet sich McIntosh hierfür erneut die Gelegenheit.
Nicht mit am Start ist Kurzbahn-Weltrekordhalter Josh Liendo, der aber seine Teilnahme an den Commonwealth Games angekündigt hat. Nichtsdestotrotz sind zahlreiche weitere kanadische Schwimm-Asse bei den Trials vertreten, darunter Taylor Ruck, Kylie Masse, Mary-Sophie Harvey, Finlay Knox und Blake Tierney.
Wichtige Links zum Thema:
Startlisten & Ergebnisse Canadian Trials 2026
Bild: Tino Henschel
Kanadische Trials: McIntosh auf Weltrekordjagd

In Montreal beginnen heute die Kanadischen Trials, die auch in diesem Jahr einmal mehr hochklassige Leistungen versprechen. Neben den nationalen Meistertiteln geht es insbesondere um die Qualifikation des kanadischen Teams für die Pan Pacific Championships. Das Team für die Commonwealth Games wurde hingegen bereits im vergangenen Herbst bestimmt.
Allen voran dürfte der Blick jedoch auf Summer McIntosh gerichtet sein, die bei den Kanadischen Meisterschaften in den vergangenen Jahren mehrfach mit neuen Weltrekorden begeisterte. Für McIntosh stehen an den fünf Wettkampftagen Starts über vier Strecken auf dem Programm: 400m Freistil, 200m Lagen, 400m Lagen und 200m Schmetterling. Über die ersten drei Strecken stammen die Weltrekorde jeweils von den Trials des vergangenen Jahres. Auf den 200m Schmetterling fehlt der dreifachen Olympiasiegerin bislang noch der Rekordstreich, den sie bereits mehrfach zu ihrem großen Ziel erklärte. Direkt zum Auftakt der Titelkämpfe in Montreal bietet sich McIntosh hierfür erneut die Gelegenheit.
Nicht mit am Start ist Kurzbahn-Weltrekordhalter Josh Liendo, der aber seine Teilnahme an den Commonwealth Games angekündigt hat. Nichtsdestotrotz sind zahlreiche weitere kanadische Schwimm-Asse bei den Trials vertreten, darunter Taylor Ruck, Kylie Masse, Mary-Sophie Harvey, Finlay Knox und Blake Tierney.
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Bild: Tino Henschel
Der lange Weg an die Spitze: Vom Talent zum Top-Star

„Ich hab’s schon immer gewusst: Der wird mal ein ganz Großer!“ Wenn die Schwimmstars ihre Erfolge einfahren, finden sich oft recht schnell vermeintliche Experten, die den Schwimmer noch als dieser in den Kinderschuhen steckten angeblich Großes vorhergesagt haben. Doch in den meisten Fällen ist es kaum möglich, von frühen Erfolgen auf späteres Weltklasseformat zu schließen. Das zeigen sowohl die Sportwissenschaft als auch der Blick auf die Meisterlisten. Wir haben uns einige Beispiele für den Werdegang spätere Schwimmstars angeschaut und man kann sehen: Viele Wege führen nach oben.
Es ist wie ein milchiger Blick in die Glaskugel, wenn man sich die Frage stellt, welches junge Schwimmtalent es später einmal ganz nach oben schaffen könnte. Viele Faktoren spielen hier eine Rolle, zum einen natürlich die genetischen Voraussetzungen, aber auch das soziale Umfeld, Faktoren wie Wille und Motivation und letztlich auch schlicht das Glück zur richtigen Zeit am richtigen Ort (und im richtigen Sport) zu sein. Sportwissenschaftliche Untersuchungen haben in den zurückliegenden Jahren immer wieder gezeigt, dass es nur wenig Zusammenhang zwischen den vorpubertären Leistungen und späteren Erfolgen gibt. Eine Umstand, der Vereine und Verbände bei der Talentförderung immer wieder vor Probleme stellt, denn oft lässt sich die Frage „Fördern wir jetzt gerade die richtigen?“ erst Jahre später beantworten. Auch wenn wir uns die Stars unsere Sports anschauen, wird klar, dass sie oft eine sehr unterschiedliche Entwicklung durchlaufen haben.
Die frühen Überflieger
Recht klar ist das Identifizieren der frühen Überflieger, wenn wir einen internationalen Maßstab ansetzen. Weltstars wie Sarah Sjöström, Katie Ledecky oder auch Michael Phelps bestimmten schon in ihren Teenager-Jahren die Spitze mit, obwohl sie noch mitten in der Pubertät steckten. Bemerkenswert ist bei allen der Genannten aber, dass sie nicht einfach nur ihren Altersgenossen zehn Schritte voraus und „frühentwickelt“ waren. Nein, diese Stars haben ihre Karrieren quasi schon auf einem höheren Level begonnen. Denn es ist nicht so, dass andere einfach „später dran“ waren und aufschließen konnten, sondern die frühen Überflieger entwickelten sich ihrerseits weiter. Michael Phelps stand bereits mit 15 Jahren in einem Olympiafinale, doch seinen Leistungshöhepunkt hatte er erst etwa acht Jahre später mit Anfang bis Mitte 20. Eigentlich ein recht „normaler“ Verlauf einer Leistungsentwicklung, nur eben auf einem deutlich höheren Niveau. Ähnlich sieht es bei Katie Ledecky aus, die 2012 mit ihrem Olympiasieg über die 800m Freistil alle überraschte. Auch jetzt, elf Jahre später, ist sie das Maß der Dinge über die beiden langen Freistilstrecken. Noch in diesem Sommer kam sie über die 800 und 1500m Freistil im Alter von nun 26 Jahren so nah an ihre Weltrekorde über beide Strecken heran, wie seit deren Aufstellung in den Jahren 2016 und 2018 nicht mehr. Auch die Überfliegerin Sarah Sjöström zeigte im Sommer, dass frühe Erfolge nicht heißen, dass später keine Steigerungen mehr möglich sind. Bei der WM im Sommer stellte die Schwedin mit fast 30 Jahren einen neuen Weltrekord über die 50m Freistil auf. Und das stolze 14 Jahre nachdem sie bei der WM 2009 zum ersten Mal die Schwimmszene mit einem Weltrekord über die 100m Schmetterling geschockt hatte. Ein Beispiel aus der deutschen Schwimmgeschichte ist Franziska van Almsick, die 1992 als 14-Jährige Olympiasilber holte. Ihren Weltrekord, den sie 1994 über die 200m Freistil aufgestellt hatte, verbesserte sie 2002 – also acht Jahre später. Aktuell bestimmt die junge Kanadierin Summer McIntosh das Geschehen auf der Weltbühne ganz stark mit. Vor zwei Jahren wackelte sie als 14-Jährige am Olympiapodest und zeigte seitdem immer wieder, dass das wohl nur der Anfang war. Es folgten 2022 die WM-Titel über die 200m Schmetterling und 400m Lagen, die sie in diesem Sommer verteidigte. Und oben drauf stellte sie im Frühjahr 2023 neue Weltrekorde über die 400m Lagen und Freistil auf. Wir dürfen gespannt sein, wo bei ihr die Reise noch hin geht.
Wellbrocks Weg nach oben
Nun könnte man nach all diesen Beispielen meinen, wer später einmal ein Weltstar werden will, muss schon früh internationales Niveau aufweisen. Weit gefehlt. Denn es gibt mindestens ebenso viele Gegenbeispiele, wenn nicht sogar noch mehr. Ein Beispiel für einen Schwimmer, der im Kindesalter zwar Talent zeigte, aber kein Überflieger war, ist Deutschlands Superstar Florian Wellbrock. Mit der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2021 über die 10km sicherte er sich einen Platz in der Schwimm-Geschichte. Für ihn selbst war dieser Erfolg „ein Kindheitstraum, auch wenn ich mit 14 oder 15 Jahren bestimmt nicht gesagt habe, ich bin Florian Wellbrock, ich werde Olympiasieger“, wie er nach dem Triumph von Tokio rückblickend erklärte. Mit 14, 15 Jahren war der gebürtige Bremer zwar bereits ein schneller junger Schwimmer. Die Medaillen bei Deutschen Jahrgangsmeisterschaften räumten damals aber noch andere ab. Als 14-Jähriger war Wellbrock so zum Beispiel über seine Paradestrecke auf Platz 19 der nationalen Bestenliste in seinem Jahrgang 1997 zu finden. Doch in seinen Teenagerjahren blieb er am Ball. Während andere Namen die Nachwuchsszene beherrschten, schlug Wellbrock einen stetigen Weg nach oben ein und kletterte auch im nationalen Ranking Jahr für Jahr um einige Positionen. An der Spitze des Feldes durfte er dann „erst“ mit 18 Jahren zum ersten Mal stehen: Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften 2015 gewann er den Titel über die 1500m Freistil. Dass noch deutlich mehr Potential in ihm steckt, hatte zuvor bereits der spätere Bundestrainer Bernd Berkhahn entdeckt, der Wellbrock 2014 an den Stützpunkt nach Magdeburg lotste, wo er seine Leistungen nun weiter steigerte. Das Debüt in der A-Nationalmannschaft feierte Wellbrock dann noch bevor er jemals bei einer Junioren-Europameisterschaft oder einem anderen Nachwuchshöhepunkt war. Bei der WM 2015 durfte er sich im Freiwasser beweisen und landete auf Anhieb auf Platz fünf über die 5km. Das Debüt bei Olympia feierte er dann wenige Wochen vor seinem 19. Geburtstag bei den Spielen in Rio 2016. Erst im September desselben Jahres gehörte Wellbrock erstmals dem Junioren-Nationalteam an und holte bei der Freiwasser-JEM Silber über die 10km. Dieses Alter, im Ausklang der Pubertät und Schulzeit ist für viele junge Talente der Knackpunkt für die weitere Karriere. Wellbrock war hier zwar bereits bei einer WM und Olympia dabei gewesen, doch wo der Weg hinführen würde, war alles andere als klar. Während die Entwicklung bei so manchen Altersgenossen auf diesem Niveau stagniert, setzte Wellbrock erneut zum Leistungssprung an – diesmal wahrscheinlich zum entscheidenden für seine Karriere. Im Sommer 2018, mit knapp 21 Jahren, gelang Wellbrock der Durchbruch in die absolute Weltspitze. Mit einem Deutschen Rekord von 14:36,15 Minuten schwamm er eine der schnellsten Zeiten der Schwimmgeschichte über die 1500m Freistil und wurde Europameister. In den folgenden Jahren bestätigte Wellbrock Saison für Saison das Niveau im Bereich von 14:36 Minuten – nur etwa 0,6 Prozent vom Weltrekord entfernt und in diesem Sommer zeigte er, dass noch immer Luft nach oben ist. In 14:34,89 Minuten verbesserte der nun bereits 26-Jährige erneut seine nationale Bestmarke. Weltmeister, Olympiasieger, Rekordschwimmer – Errungenschaften, von denen der Teenager Florian Wellbrock vielleicht geträumt hat, mit denen damals aber wahrscheinlich kaum jemand gerechnet hatte. Eine stetige langfristige Leistungsentwicklung, Zielstrebigkeit, das Erlernen des Umgangs mit Rückschlägen und natürlich das stets unterstützende Umfeld haben aus dem unauffälligen Schwimmtalent den größten deutschen Schwimmstar der zurückliegenden 15 Jahre geformt.
Adam Peaty – Das Talent auf dem zweiten Blick
Auch auf internationalem Niveau begegnen uns immer wieder Schwimmstars, die sich als Kinder noch nicht in den Vordergrund geschwommen hatten. Manchmal braucht es dann ein gutes Auge am Beckenrand, um das mögliche Potential zu erkennen. So war es auch bei Adam Peaty. Der Superstar, der mit seinen Weltrekorden über die 50 und 100m Brust der Konkurrenz nicht nur voraus, sondern in ganz anderen Dimensionen unterwegs ist, war als 14-Jähriger auf den Brustdistanzen ein sogar eher unterdurchschnittlich schneller Schwimmer. Seine Bestzeit über die 100m Brust stand damals bei 1:21,80 Minuten. Zum Vergleich: Damit wäre er in der deutschen 2023er Bestenliste der 14-Jährigen nicht einmal unter den Top 100 – würde also gar nicht auftauchen. Doch ein glücklicher Umstand sollte seinen späteren Weg bestimmen: Als Trainerin übernahm damals die einstige Weltklasseschwimmerin Melanie Marshall das Ruder bei Peatys Verein in Derby im Herzen Englands. Marshall erkannte, dass Peaty – damals noch Freistilschwimmer – eine Begabung für das Brustschwimmen hat, die jedoch bis dahin noch nicht entsprechend gefördert worden war. Das sollte nun nachgeholt werden. Innerhalb von etwas mehr als einem Jahr steigerte Peaty seine Bestzeit über die 100m Brust um zehn Sekunden. Ein erster großer Schritt, doch auch mit solch einer 1:11er Leistung wäre hierzulande zum Beispiel ein Finale bei Deutschen Jahrgangsmeisterschaften noch weit entfernt. Marshall arbeitete zunächst viel mit Peaty an Grundlagen und entwickelte bei ihm über die nächsten Jahre hinweg auch die Fähigkeit die 200m Brust schwimmen zu können, auch um das Stehvermögen für den zweiten 50er der 100m-Distanz zu schulen. Bei der Junioren-EM 2012 stand Peaty dann tatsächlich auch im Finale über die 200m Brust. Der gezielte Leistungsaufbau durch die Trainerin gepaart mit der Entwicklung der ganz eigenen stilistischen Klasse Peatys sorgte in den folgenden Jahren für stetige Verbesserungen. Mit 18 durchbrach er erstmals die Marke von 1:00 Minuten über die 100m Brust und im Jahr darauf schwamm sich Peaty mit Titeln bei den Europameisterschaften 2014 in Berlin sowie den Commonwealth Games in Glasgow auch in den internationalen Fokus. Sein Fabelweltrekord von 56,88 Sekunden über die 100m Brust sollte weitere fünf Jahre später bei der WM 2019 in Korea folgen. Elf Jahre lang waren er und seine Trainerin Melanie Marshall zu diesem Zeitpunkt ein Gespann. Das Talent zum Brustschwimmer brachte Peaty wahrscheinlich bereits früh mit – doch es musste erst erkannt werden.
Das Beispiel von Adam Peaty zeigt, wie wichtig es ist, dass erstklassige Coaches nicht erst im Junioren- oder Spitzenbereich am Beckenrand stehen, sondern dass der Blick für Talente schon an der Basis eine große Rolle spielt. Das betrifft nicht nur das Erlernen von Technik und das Legen von schwimmerischen Grundlagen. Die Jugendcoaches können auch dafür sorgen, das richtige Feuer zu entfachen, das dann dafür sorgt, dass junge Schwimmer möglichst lange im Sport bleiben. Denn wie wir am Beispiel von Florian Wellbrock gesehen haben, zeigt sich das wahre Potential oft erst, nachdem die Pubertät bereits durchschritten wurde und der Start ins Erwachsenenleben ansteht. Studien haben gezeigt, dass die Motivationsquellen, die in jungem Alter für die Erbringung von Leistungen genutzt werden, sich auch durch den späteren Werdegang durchziehen. Nur weil jemand mit 12 oder 13 also nicht die herausragenden Leistungen im Becken zeigt, sind Hopfen und Malz noch lange nicht verloren. Gerade in dieser Phase sowie beim Einsetzen der Pubertät sollten sich Coaches bewusst sein, dass jeder eine andere Entwicklung durchläuft und ein zu frühes „Aussortieren“ zu vermeiden ist. Oftmals wird dabei nämlich vergessen, wie Vielfältig der Schwimmsport ist. Wir haben nicht nur vier unterschiedliche Schwimmarten sondern auch Streckenlängen, die Belastungszeiten von knapp über 20 Sekunden im Becken bis hin zu zwei Stunden im Freiwasser haben. Alle das bevorteilt viele unterschiedliche körperliche Voraussetzungen und bietet im Umkehrschluss auch viele Möglichkeiten, damit Talente die für sie passenden Strecken und Lagen finden. Man muss ihnen nur die Zeit dazu geben.
Adam Peatys Leistungsentwicklung:
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Alter |
Jahr |
50m Brust |
100m Brust |
200m Brust |
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14 |
2008 |
00:35,60 |
01:21,80 |
- |
|
15 |
2009 |
00:32,44 |
01:11,47 |
02:54,97 |
|
16 |
2010 |
00:29,56 |
01:04,01 |
02:20,96 |
|
17 |
2011 |
- |
01:03,28 |
02:18,51 |
|
18 |
2012 |
00:29,07 |
01:02,30 |
02:15,68 |
|
19 |
2013 |
00:27,58 |
00:59,92 |
02:11,07 |
|
20 |
2014 |
00:26,62 |
00:58,68 |
02:09,00 |
|
21 |
2015 |
00:26,42 |
00:57,92 |
02:08,34 |
|
22 |
2016 |
00:26,61 |
00:57,13 |
|
|
23 |
2017 |
00:25,95 |
00:57,47 |
|
|
24 |
2018 |
00:26,09 |
00:57,10 |
|
|
25 |
2019 |
00:26,06 |
00:56,88 |
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Französische Meisterschaften: Marchand verletzt, Moluh sorgt für Rekorde

Bei den Französischen Meisterschaften in Saint-Étienne wurde in den vergangenen Tagen das EM-Team für die Heim-Europameisterschaften in Paris bestimmt. Im Mittelpunkt stand dabei einmal mehr Topstar Léon Marchand, der die Titelkämpfe verletzungsbedingt jedoch vorzeitig abbrechen musste.
Dabei erlebte der vierfache Olympiasieger einen herausragenden Auftakt. Am ersten Wettkampftag begeisterte Marchand über die 400m Lagen in 4:04,56 Minuten mit der fünftschnellsten Zeit überhaupt und war dabei unter anderem schneller als bei seinem WM-Triumph im vergangenen Sommer. Im Vorlauf über die 200m Brust zog sich Léon Marchand dann jedoch eine Hüftverletzung zu und musste seine weiteren Starts absagen. Die französischen Qualifikationskriterien sollten es ihm dennoch ermöglich, bei der EM in Paris über mehr als nur die 400m Lagen an den Start zu gehen.
Auch Weltmeister Maxime Grousset war bei den Französischen Meisterschaften nicht mit von der Partie. Grousset fällt aktuell aufgrund einer Fraktur im Fuß aus, ein Start bei der EM ist derzeit noch ungewiss.
Nichtsdestotrotz gab es einige Achtungszeichen bei den Titelkämpfen zu bejubeln, insbesondere zwei neue Französische Rekord. Für diese sorgte Mary-Ambre Moluh. Über die 100m Rücken trug sich Moluh in 58,25 Sekunden in die Rekordbücher ein und verbesserte die bisherige Bestmarke dabei um mehr als eine halbe Sekunde. Damit steht sie aktuell an der Spitze der europäischen Bestenliste in diesem Jahr. Und auch über die 50m Rücken stellte die 20-Jährige in 27,20 Sekunden einen neuen nationalen Rekord auf.
Zudem durfte sich Michel Arkhangelsky über einen neuen Asienrekord über die 50m Schmetterling (22,91) freuen. Arkhangelsky startet international für Bahrain und wird deshalb nicht Teil des französischen Teams für die Europameisterschaften sein. Insgesamt gelang es in den vergangenen Tagen sieben Schwimmerinnen und zehn Schwimmern, sich für ein EM-Ticket zu empfehlen.
Alle Ergebnisse gibt es hier: Französische Meisterschaften 2026 - Ergebnisse
Bild: Archiv
JEM 2026: Alle deutschen Starts in München

In der nächsten Woche geht es los: Vom 7. bis 12. Juli finden in München die Europameisterschaften der Junior*innen statt. Heimvorteil für das 37-köpfige deutsche Team, das bei den Titelkämpfen auf knapp 600 Nachwuchstalente aus 46 Nationen treffen wird.
Bei der JEM im letzten Jahr konnte das deutsche Team zehnfaches Edelmetall gewinnen – eine starke Ausbeute, die auch in München wieder erreichbar scheint. Denn mit Linda Roth, Yara Fay Riefstahl, Viktoria Hoffmann und Mira Helget zählen unter anderem vier amtierende Deutsche Meisterinnen der offenen Klasse zum deutschen JEM-Aufgebot.
Zudem konnten neben Roth und Riefstahl auch Nils Nolte, Mitja Bauer, Leonie Mau und Larus Thiel in dieser Saison bereits mit mehreren Altersklassenrekorden glänzen.
Nicht zuletzt deshalb versprechen die anstehenden sechs Wettkampftage bei der JEM in München große Spannung, packende Entscheidungen und ganz viel Schwimm-Begeisterung!
Das sind die deutschen Starts bei der JEM 2026:
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Dienstag, 7.Juli |
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200m Freistil weiblich |
Linda Roth, Juliana Buttler, Zarina Selimovic, Melina Nitschke |
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200m Freistil männlich |
Nils Nolte, Rudolf Bordas, Simon Brugger, Jonas Lieschke |
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400m Lagen weiblich |
Mira Helget, Laura Sophie Kohlmann, Evelyn Wegrotzki |
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50m Rücken weiblich |
Viktoria Hoffmann, Leonie Mau, Lara Vandenhirtz |
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50m Rücken männlich |
Mitja Bauer, Fabian Mager, Gerad Norwisz |
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50m Brust weiblich |
Hannah Schneider, Marlene Chrustowski |
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50m Brust männlich |
Louis Hoffmann, Lius Baumeister, Hugo Engelien |
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4x100m Freistil weiblich |
Besetzung folgt |
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4x100m Freistil männlich |
Besetzung folgt |
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Mittwoch, 8.Juli |
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100m Schmetterling weiblich |
Yara Fay Riefstahl, Linda Roth, Evelyn Wegrotzki, Alina Meyer |
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200m Lagen männlich |
Jannes Schmidt |
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50m Freistil weiblich |
Leonie Mau, Lara Vandenhirtz, Cara Vogt, Luisa Marie Herrmann |
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1500m Freistil männlich |
Moritz Erkmann, Mattheo Straßburger, Simon Brugger, Jonas Lieschke |
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4x100m Freistil mixed |
Besetzung folgt |
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1500m Freistil weiblich |
Sydney Ferch |
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Donnerstag, 9.Juli |
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200m Rücken weiblich |
Mira Helget, Laura Sophie Kohlmann |
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100m Schmetterling männlich |
Felix Brandner, Alexander Giesbrecht |
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200m Rücken männlich |
Mitja Bauer, Fabian Mager, Gerad Norwisz |
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200m Brust weiblich |
Hannah Schneider, Marlene Chrustowski |
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50m Freistil männlich |
Larus Thiel, Georg-Alexander Kloss |
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200m Brust männlich |
Louis Hoffmann, Lius Baumeister, Hugo Engelien |
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4x200m Freistil weiblich |
Besetzung folgt |
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Freitag, 10.Juli |
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100m Freistil weiblich |
Linda Roth, Cara Vogt, Alina Bettke, Ronja Gerling |
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400m Lagen männlich |
Jannes Schmidt, Rudolf Bordas |
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200m Schmetterling weiblich |
Yara Fay Riefstahl, Evelyn Wegrotzki, Alina Meyer |
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4x100m Lagen mixed |
Besetzung folgt |
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800m Freistil weiblich |
Sydney Ferch, Juliana Buttler, Melina Nitschke |
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800m Freistil männlich |
Moritz Erkmann, Mattheo Straßburger, Simon Brugger, Jonas Lieschke |
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Samstag, 11.Juli |
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100m Freistil männlich |
Nils Nolte, Georg-Alexander Kloss, Felix Brandner, Alexander Giesbrecht |
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100m Rücken weiblich |
Mira Helget, Viktoria Hoffmann |
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100m Brust männlich |
Louis Hoffmann, Lius Baumeister, Hugo Engelien |
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100m Brust weiblich |
Hannah Schneider, Marlene Chrustowski |
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100m Rücken männlich |
Mitja Bauer, Fabian Mager, Gerad Norwisz |
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50m Schmetterling weiblich |
Yara Fay Riefstahl, Luisa Marie Herrmann, Leonie Mau, Lara Vandenhirtz |
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50m Schmetterling männlich |
Larus Thiel, Georg-Alexander Kloss |
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200m Lagen weiblich |
Mira Helget, Laura Sophie Kohlmann, Evelyn Wegrotzki, Alina Meyer |
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4x200m Freistil männlich |
Besetzung folgt |
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Sonntag, 12.Juli |
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400m Freistil weiblich |
Linda Roth, Juliana Buttler, Zarina Selimovic, Melina Nitschke |
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400m Freistil männlich |
Nils Nolte, Rudolf Bordas, Simon Brugger, Mattheo Straßburger |
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4x100m Lagen weiblich |
Besetzung folgt |
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4x100m Lagen männlich |
Besetzung folgt |
Bild: Tino Henschel / JEM 2025
Paris im Blick, Gesundheit im Fokus: Warum hinter dem EM-Start von Jeremias Pock lange ein Fragezeichen stand

Noch vor wenigen Wochen stand hinter allem ein großes Fragezeichen. Hinter dem Training, hinter den Deutschen Meisterschaften – und vor allem hinter einem Start bei den Europameisterschaften in Paris. Denn Jeremias Pock kämpft seit Mitte Februar mit massiven Rückenproblemen. Eine Verletzung, die ihn stärker als zunächst gedacht ausbremste.
„Ehrlich gesagt habe ich schon fast nicht mehr daran geglaubt“, verrät Pock rückblickend. Die wettkampfintensive Collegesaison in den USA, die nationalen Titelkämpfe inklusive EM-Qualifikation – wirklich Zeit zur Regeneration blieb kaum. Erst im Juni zog er dann die Reißleine: Trainingspause, mehrere Tage im Krankenhaus, MRT-Untersuchungen und Injektionen im Lendenbereich. Seitdem geht es nun endlich wieder aufwärts. In enger Abstimmung mit den Physiotherapeuten zieht Jeremias Pock in seiner deutschen Heimat Nürnberg wieder seine Bahnen – mit dem klaren Ziel, rechtzeitig zur EM wieder fit und wettkampffähig zu sein.
Dabei hätte die Saison kaum besser beginnen können. In den USA begeisterte Pock für die University of Indianapolis schwimmend mit gleich fünf nationalen Meistertiteln und mehreren Collegerekorden. „Ich wusste, dass ich insgesamt einen großen Schritt gemacht habe in der Saison“, erzählt er. Spätestens seit seinem sechsten Platz bei den Kurzbahn-Europameisterschaften im Dezember – seinem EM-Debüt – hatte er sich auch international einen Namen gemacht.
Umso bitterer waren die gesundheitlichen Einschränkungen im Frühjahr, die durch eine Überbelastung entstanden sind. Die Rückenprobleme sorgten für große Ungewissheit, auch die Normerfüllung für die EM schien fraglich. Startsprünge ließ er fast komplett aus, bestimmte Kraftübungen waren nicht mehr möglich, das Training musste an vielen Stellen umgestellt werden.
Doch bei den Deutschen Meisterschaften Ende April in Berlin klappte es dann trotzdem mit dem erhofften EM-Ticket. Über die 200m Lagen schwamm der Titelverteidiger bereits im Vorlauf mit Fullspeed – aus der Ungewissheit heraus, wie der Rücken der Wettkampfbelastung standhalten würde. Die Belohnung: Jeremias Pock knackte nicht nur souverän die EM-Norm sondern blieb als erster Deutscher seit rund fünf Jahren unter der Schallmauer von zwei Minuten. Im Finale folgte dann die erfolgreiche Titelverteidigung, das erklärte Ziel somit perfekt.
Einen Tag später zeigte sich allerdings erneut die Kehrseite. Über die 200m Brust kehrten die starken Schmerzen zurück. Pock blieb über der Norm und verpasste eine Medaille. „Ich weiß, dass ich da noch mehr drauf habe. Aber manchmal geht es nicht um die absolute Zeit, sondern darum, sich selbst zu beweisen, dass man sich zusammenreißen und durchkämpfen kann.“
Gerade über die 200m Brust sieht er eigentlich sein größtes Potenzial – insbesondere auf der Kurzbahn, wo Pock von seinen starken Tauchzügen und der niedrigen Frequenz profitiert. Langfristig hat er dort sogar den Deutschen Rekord von Marco Koch im Blick, ehemals Weltrekord. Bei der Kurzbahn-EM schaffte es der 23-Jährige bis ins Finale, seinen Auftritt im Halbfinale bezeichnet er rückblickend als sein bislang stärkstes Rennen überhaupt. Von der Kurzbahn-EM nahm Jeremias Pock noch eine weitere wichtige Erkenntnis mit: Nur weil der erste Start nicht so gut läuft, kann man trotzdem noch einen richtig guten Wettkampf haben.
Nun richtet sich der Blick nach vorn – zur EM in Paris. Die Erwartungen hält Pock jedoch bewusst niedrig. Nach der ungeplanten Trainingspause befindet er sich noch ein einer Findungsphase. „Grundsätzlich habe ich immer das Ziel, so nah wie möglich an mein volles Potenzial zu schwimmen. Aber in diesem Fall ist es besser, vor allem die Erfahrung mitzunehmen.“ Schließlich werden es seine ersten internationalen Titelkämpfe auf der Langbahn in der offenen Klasse sein.
Aus emotionalem Selbstschutz hat er sich bislang kaum mit der EM beschäftigt. Zu präsent war die Sorge, dass ein Start aufgrund der Rückenbeschwerden überhaupt nicht möglich sein könnte. Der Fokus lag und liegt auf der Gesundheit. Schwimmerisch sieht Pock vor allem auf den letzten 15 Metern noch Luft nach oben – eine Auswirkung der kürzeren Yardsbahn in den USA.
Der Wechsel von Nürnberg nach Indianapolis markierte dennoch einen entscheidenden Durchbruch. „Ein großer Teil davon war mental. Ich brauchte einfach einen Tapetenwechsel und neue Reize.“ In den USA trainierte er unter anderem mit Cedric Büssing und somit der direkten nationalen Konkurrenz. Bei einigen Wettkämpfen wie den Weltcups traf Pock auf Weltstars wie Adam Peaty – und schlug den britischen Olympiasieger dabei sogar in einem Rennen. „Eine sehr coole Erfahrung“, verrät er.
Das nächste Aufeinandertreffen mit der europäischen Schwimm-Elite steht nun im August bevor. Vorausgesetzt, der Rücken hält. Und dann gilt für Jeremias Pock vor allem eines: „Alles geben – so viel der Rücken eben kann.“
Bild: Tino Henschel
Eindhoven: Salchow und deutsche Nachwuchsauswahl treffen auf Weltrekordhalterin Steenbergen

Von Donnerstag bis Sonntag richten die Niederlande in Eindhoven die Dutch European Swimming Trials aus. Für die heimischen Aktiven geht es dabei insbesondere um die Startplätze für die Europameisterschaften in Paris. Aber auch zahlreiche anderen Nationen, darunter ein großes deutsches Team, werden mit von der Partie sein.
Angeführt wird das hochkarätige Teilnehmerfeld von der frischgebackenen Weltrekordhalterin über 100m Freistil Marrit Steenbergen. Ebenfalls um die EM-Tickets schwimmen werden die niederländischen Topstars Caspar Corbeau, Arno Kamminga und Tes Shouten.
Aus deutscher Sicht steht vor allem Josha Salchow im Fokus, der die deutschen Farben auch bei der EM in Paris vertreten wird. Salchow lebt und trainiert seit knapp zwei Jahren in Eindhoven und wird über die 50m, 100m und 200m Freistil sowie 50m und 100m Schmetterling ins Becken springen.
Darüber hinaus schickt der Deutsche Schwimm-Verband eine sechzehnköpfige U21-Nachwuchsauswahl nach Eindhoven, für die insbesondere die internationale Wettkampferfahrung im Vordergrund steht. Dazu zählen: Philipp Peschke, Arne Schubert, Simon Reinke, Lukas Fritzke, Gian-Luca Reduth, Michael Raje, Niclas Keilmann, Arian Wüstenhagen, Fabio Berendes, Ben Vester, Kenneth Bock, Oskar Schildknecht, Leni von Bonin, Svenja Götting, Jette Lenz und Lillith Hinrichsen.
Alle wichtigen Links zum Thema:
• Startlisten Dutch Swimming Trials
• Ergebnisse Dutch Swimming Trials
• Livestream Dutch Swimming Trials
Bild: Tino Henschel
IOC überrascht mit Antrittsprämie für Olympia | Freude bei Aktiven

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) führt erstmals in seiner Geschichte eine Antrittsprämie für Olympische Spiele ein. Künftig erhalten alle Aktiven, die bei Sommer- oder Winterspielen dabei sind, 10.000 US-Dollar – unabhängig von ihrer Platzierung oder einem Medaillengewinn. Die Regelung soll rückwirkend bereits für die letzte Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina gelten.
Finanziert wird die Prämie über den neu geschaffenen Fonds "Fit for the Future Olympian Grant". Nach IOC-Angaben würden sich die Gesamtkosten für Sommer- und Winterspiele zusammen auf rund 140 Millionen US-Dollar belaufen. Weitere Einzelheiten zur Beantragung und Auszahlung sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden.
Die Einführung der Antrittsprämie kommt durchaus überraschend. IOC-Präsidentin Kirsty Coventry hatte sich zuletzt noch öffentlich gegen Prämien und Preisgelder bei Olympischen Spielen ausgesprochen und dafür lautstarke Kritik von Athletinnen und Athleten geerntet. Mit Blick auf den Kurswechsel sagte sich nun: "Es ist seit Jahren ein Gesprächsthema gewesen und ich bin extrem stolz, dass wir es nun umsetzen können."
Und auch von den Aktiven gibt es nun positive Worte, darunter von Olympiasieger Lukas Märtens, der die geplanten Antrittsprämien begrüßt: „Wer es zu Olympia schafft, hat über viele Jahre einen hohen Aufwand betrieben. Deswegen ist es auf jeden Fall richtig, uns Athletinnen und Athleten dafür mehr Anerkennung und Wertschätzung entgegenzubringen. Ich freue mich jedenfalls über diese Entwicklung, denn sie geht in die richtige Richtung."
Auch Olympiafinalist Josha Salchow sieht in dem Vorstoß ein wichtiges Signal für weitere Veränderungen: „Aus meiner Sicht ist das ein Anfang einer Entwicklung innerhalb des IOC. Und wird letztlich darauf hinauslaufen, dass es neben dem Startgeld bald auch noch Prämien für die Top Ten oder auch Rekorde geben wird.“
Einen erheblichen Wermutstropfen gibt es dennoch schon jetzt: Für Teilnehmende an den Paralympics, den World Games oder den Deaflympics ist eine vergleichbare Antrittsprämie nach derzeitigem Stand nicht vorgesehen.
Team Bochum sucht Verstärkung des Trainerteams

Das TEAM BOCHUM ist eine Startgemeinschaft der beiden großen Bochumer Vereine SV Blau-Weiß Bochum und SG Ruhr. Zum nächstmöglichen Zeitpunkt sucht das Team jetzt eine/n Schwimmtrainer/in für eine seiner Wettkampfmannschaften.
Das wird geboten:
- Anstellung mit qualifikationsbezogener Vergütung (Voll- oder Teilzeit)
- Zusammenarbeit im Team mit hochqualifizieren Trainerinnen und Trainern
- motiviere Athleten mit der Zielsetzung NRW- und Deutsche Jahrgangsmeisterschaften, Deutsche Meisterschaften, internationale Wettbewerbe bis zu Olympiateilnahmen
- optimale Trainingsbedingungen mit zwei 50m-Becken
- qualifizierte Weiterbildungsmöglichkeiten
- Freiraum für eigene Ideen
Das wird erwartet:
- Organisation des Trainings- und Wettkampfbetriebs (inkl. Trainingslager)
- Trainer-Lizenz Leistungssport Schwimmen
- Teamfähigkeit im Trainerteam
- Spaß an der Arbeit mit jugendlichen und jungen erwachsenen Sportlern
- Weiterentwicklung des Sportkonzepts in enger Zusammenarbeit mit dem Trainerteam
Bei Interesse können Bewerbungen mit Lebenslauf geschickt werden an: team@team-bochum.com
Weitere Informationen gibt es zudem auf der Website des Vereins: Team Bochum - Schwimmtrainer/in gesuchtTeam Bochum - Schwimmtrainer/in gesucht
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1:57,2! Maya Tobehn schneller als die Deutsche Meisterin

Maya Tobehn schwimmt bei ihrem Comeback weiterhin auf der Erfolgswelle und beeindruckt auf dem Weg zur EM in Paris mit starken Leistungssprüngen. Am vergangenen Wochenende ging Tobehn beim Grand Prix Slovakia in Šamorín an den Start und untermauerte ihren Platz im deutschen EM-Team mit schnellen Zeiten.
Insbesondere über die 200m Freistil sorgte Maya Tobehn für ein Achtungszeichen, denn in 1:57,25 Minuten schwamm sie fast eine halbe Sekunde schneller als die Deutsche Meisterin Isabel Gose (1:57,69) bei den nationalen Titelkämpfen im April. Bei der DM war Tobehn selbst Vierte geworden und sicherte sich so das Einzelticket für die EM in Paris sowie einen Platz in der deutschen 4x200m Freistilstaffel. Zudem verbesserte sie in Šamorín den Veranstaltungsrekord, der zuvor von der amtierenden Europameisterin Barbora Seemanova gehalten wurde.
Über Gold und einen neuen Veranstaltungsrekord durfte sich Tobehn auch über die 100m Freistil freuen. Ihre Zeit von 54,41 Sekunden hätte bei den Deutschen Meisterschaften zu Silber und zur EM-Norm gereicht. Außerdem sprintete die Wahl-Dresdnerin über die 50m Freistil in 25,53 Sekunden zu Silber.
Mehr zu Maya Tobehn's Comeback könnt ihr in unserem Porträt nachlesen: ‚‚Ich hätte es mir nie verziehen‘‘ – Wie sich Maya Tobehn aus dem Burnout zurückkämpfte
Mit Arian Wüstenhagen durfte sich noch ein zweiter deutscher Starter über Siege in Šamorín freuen. Wüstenhagen war über die 50m Brust (27,80) und 100m Brust (1:01,67) nicht zu schlagen. In dieser Woche wird der Dresdner Teil einer Nachwuchsauswahl sein, die beim stark besetzten Eindhoven Qualification Meet die deutschen Farben vertreten wird.
Bild: Tino Henschel
Nächster Weltrekord in Rom! Gretchen Walsh nun schnellste Frau der Welt

Nur eine Woche nach dem Weltrekord von Kate Douglass ist die Bestmarke über 50m Freistil bereits wieder Geschichte – bleibt jedoch in amerikanischer Hand. Gretchen Walsh sprintete in 23,55 Sekunden nochmals vier Hundertstelsekunden schneller als Douglass am vergangenen Wochenende und ist somit nun die schnellste Frau aller Zeiten.
Der Weltrekord von Walsh ist bereits die zweite Allzeit-Bestmarke, die an diesem Wochenende bei der Sette Colli Trophy in Rom aufgestellt wurde. Am Vortag hatte Marrit Steenbergen ihren Rekordstreich über die 100m Freistil perfekt gemacht. Mehr dazu gibt es hier: Sjöström's Bestmarke geknackt! Marrit Steenbergen glänzt mit WELTREKORD
Beide Weltrekorde hatte zuvor Sarah Sjöström gehalten, die nach der Geburt ihres ersten Kindes selbst weiterhin ein beeindruckendes Comeback zeigt. Über die 50m Freistil belegte die schwedische Ausnahmeschwimmerin in starken 23,78 Sekunden Rang zwei – weniger als zwei Zehntel über ihrer persönlichen Bestzeit, dem ehemaligen Weltrekord. Bronze ging hinter Walsh und Sjöström an die Italienerin Sara Curtis, die in 24,08 Sekunden mit einem weiteren Landesrekord glänzte.
Besonders eindrucksvoll ist Gretchen Walsh's Weltrekord auch deshalb, da sie ihre größten Stärken eigentlich auf den Schmetterlingsstrecken hat, über die sie auch in Rom wieder einmal eine Klasse für sich war. Über die 50m Schmetterling begeisterte Walsh in 24,51 Sekunden mit einem neuen US-Rekord und blieb nur acht Hundertstel über dem letzten verbliebenen Sjöström-Weltrekord auf der Langbahn. Sjöström sicherte sich auch hier in 25,05 Sekunden Silber. Und auch über die 100m Schmetterling war der US-Star in 54,82 Sekunden nicht zu schlagen. Die Deutsche Rekordhalterin Angelina Köhler stand ebenfalls über beide Strecken im A-Finale und schmetterte in 25,94 sowie 58,24 Sekunden jeweils auf Rang fünf.
Mit Luca Armbruster und Finn Hammer machten zwei weitere deutsche Schwimmer am letzten Wettkampftag den Sprung ins A-Finale perfekt. Armbruster sprintete über die 50m Schmetterling in 23,36 Sekunden auf den siebten Platz, während Hammer über die 200m Lagen in 2:03,19 Minuten Achter wurde. Somit sorgte Melvin Imoudu mit Silber über die 100m Brust für die einzige deutsche Medaille bei der Sette Colli Trophy.
Ein weiteres internationales Ausrufezeichen setzte David Popovici, ebenfalls auf den Freistilstrecken. Der rumänische Olympiasieger glänzte über die 200m Freistil mit einer neuen Weltjahresbestzeit (1:44,48) und triumphierte auch über die 100m Freistil in schnellen 47.26 Sekunden.
Mit zwei Welt- und einem Europarekord hat das vergangene Wettkampfwochenende zweifellos große Vorfreude auf die anstehenden Saisonhöhepunkte geschürt!
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Freiwasser-DM: Lukas Steuter und Julia Barth siegen zum Abschluss!

Bei erneut heißen Außentemperaturen lieferten sich die Langstrecken-Asse einmal mehr spannende Rennen bei der Freiwasser-DM im Guggenberger See.
Über die abschließende 5km-Strecke war dabei Lukas Steuter von den Wasserfreunde Spandau 04 nicht zu schlagen. Nach 57:01,00 Minuten krönte sich Steuter zum neuen deutschen Meister in der offenen Klasse und verwies Diego Alfons Heinze (SC Wiesbaden 1911 - 57:02,36) und Simon Brugger (SG Stadtwerke München - 57:04,66) auf die weiteren Podiumsplätze. Brugger durfte neben Bronze in der offenen Klasse noch eine weitere Medaille in Empfang nehmen: Im Jahrgang 2009 gewann er zudem souverän die Jahrgangswertung. In den weiteren Jahrgängen siegten Luis Lengfellner (Jg. 2008 - SC Regensburg - 57:08,30), Noah Scholz (Jg. 2010 - SV Nikar Heidelberg - 57:52,23), Akram Ammar (Jg. 2011 - Wasserfreunde Spandau 04 - 59:51,65) und Daniel Sommerlatte (Jg. 2012 - SV Cannstatt - 01:02:49,02).
Bei den Damen ging der Titel an Julia Barth (SC Magdeburg), die für die 5km 1:01:42,64 Stunden benötigte. Dahinter schnappte sich Liska Sophie Richter (SV Halle/Saale - 1:01:44,40) die Silbermedaille vor Julia Ackermann (SC Chemnitz von 1892 - 1:01:45,20). Richter (Jg. 2009) und Ackermann (Jg. 2007) siegten zudem in ihren Jahrgängen in der Jugendwertung. Die weiteren Titelträgerinnen im Jugendbereich waren Alexandra Traise (Jg. 2008 - SG Stadtwerke München - 1:02:40,11), Liselotte Nagel (Jg. 2010 - SC Chemnitz von 1892 - 1:02:40,24), Leni Tesche (Jg. 2011 - SSG Saar Max Ritter - 1:02:44,48) sowie Lotta-Elin Wunderlich (Jg. 2012 - SC Chemnitz von 1892 - 01:06:50,06).
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Sjöström's Bestmarke geknackt! Marrit Steenbergen glänzt mit WELTREKORD

Weltmeisterin war sie schon, nun hält Marrit Steenbergen auch den Weltrekord über die 100m Freistil! In 51,68 Sekunden beeindruckte Steenbergen bei der Sette Colli Trophy in Rom mit einer neuen Allzeit-Bestmarke.
Ganz überraschend kam dieser Rekordstreich aber nicht, denn die 26-jährige Niederländerin war in den letzten Wochen bereits zweimal bis auf wenige Hundertstel an den bisherigen Weltrekord von Sarah Sjöström heran geschwommen, den diese 2017 aufgestellt hatte. Nun blieb Steenbergen um entscheidende drei Hundertstelsekunden darunter.
Hinter der frischgebackenen Weltrekordhalterin sicherte sich Siobhan Haughey in 52,52 Sekunden die Silbermedaille, gefolgt von Sara Curtis, die in 52,69 Sekunden einen neuen Italienischen Rekord aufstellte. Bereits am ersten Wettkampftag der Sette Colli Trophy hatte Curtis über die 50m Rücken mit einem neuen Europarekord (27.07) für Begeisterung gesorgt.
Auch das deutsche Team durfte nach dem zweiten von drei Wettkampftagen bereits über Edelmetall jubeln: Über die 100m Brust schwamm Melvin Imoudu in 59,78 Sekunden auf den Silberrang und schlug dabei eine Hundertstelsekunde vor Olympiasieger Nicolo Martinenghi an. Schneller war lediglich der Russe Ivan Kozhakin, der sich in 59,49 Sekunden den Sieg schnappte.
Alle weiteren Highlights und Ergebnisse des deutschen Teams gibt es in einer ausführlichen Zusammenfassung zum Abschluss des Wettkampfes.
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Freiwasser-DM: Die Nachwuchs-Champions an Tag 2

Der zweite Wettkampftag der Freiwasser-DM im Guggenberger See bei Regensburg stand ganz im Zeichen der Nachwuchsathlet*innen. Dabei ermittelten die Jahrgänge 2010-14 die nationalen Champions über 2,5 km.
Die schnellste Zeit bei den Damen schwamm dabei Sophia Braun (Jg. 2011 - SSG 81 Erlangen) in 31:58,46 Minuten. Der Meistertitel im ältesten Jahrgang 2010 schnappte sich Marina Maja Krietenbrink (32:05,33) von der SG Essen. In den weiteren Jahrgängen siegten Emma Weckbecker (Jg. 2012 - SG Mühlheim - 32:16,64), Sophia Malin Dorittke (Jg. 2013 - Schwimm-Zentrum Elmshorn - 33:22,22) und Sophie Schmidt (Jg. 2014 - TSV Neustadt a. Rbg. 1862 - 33:30,09).
Bei den Herren kam die schnellste Gesamtzeit von Pedro Stier (SG Neukölln Berlin), der sich in 28:53,18 Minuten den Sieg im Jahrgang 2010 sicherte. Die Meistertitel in den jüngeren Jahrgängen gingen an Akram Ammar (Jg. 2011 - Wasserfreunde Spandau 04 - 28:58,76), Justus Moritz Lindemann (Jg. 2012 - SG Essen - 30:49,69), Ferdinand Goebel (Jg. 2013 - SC Chemnitz von 1892 - 30:57,18) sowie Denny Felde (Jg. 2014 - AMTV-WTB Hamburg - 32:24,62).
Bei den abschließenden 4x1,25 km Mixedstaffeln dominierte einmal mehr das Team der SG Stadtwerke München. In der offenen Wertung gelang den Münchnern mit der Besetzung Luisa Rumler, Kirke Motsnik, Paulo Strehlke Delgado und Moritz Bockes in 58:31,30 Minuten der Sprung nach ganz oben auf dem Podest. Und auch in der Jugendwertung waren die Schwimmer*innen der SG Stadtwerke München nicht zu stoppen: Mit einem Doppelsieg ihrer beiden Nachwuchsstaffeln ließen sie der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Dabei gewann das Siegerquartett bestehend aus Alexandra Traise, Hanna Mitterer, Simon Brugger und Max Dieckmann in schnellen 58:50,87 Minuten.
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Freiwasser-DM: Kirke Motsnik und Luca Karl siegen über 10km | Münchner dominieren an Tag 1

Bei heißen Bedingungen fand heute der Auftakt der deutschen Freiwasser-Meisterschaften im Guggenberger See bei Regensburg statt.
Ein spannendes und knappes Triell lieferten sich die Athleten über die 10 km. Dabei setzte sich Luca Karl nach 1:55:06,19 Stunden gegen seine Konkurrenten durch. Damit krönte sich der für die Schwimmunion Generali Salzburg startende Österreicher mit dem Titel in der internationalen Wertung. Dahinter erkämpfte sich Jaan Pasko (SG Stadtwerke München) in 1:55:07,29 Stunden den Vizemeister-Titel mit hauchdünnen 0,08 Sekunden Vorsprung auf Diego Alfons Heinze (SC Wiesbaden 1911). Heinze schnappte sich neben der Bronzemedaille in der offenen Wertung, den Meistertitel in den Jahrgängen 2007/2008 vor Lukas Streuter (Wasserfreunde Spandau) und Mika Kovács (SC Freital).
Nach dem engen Herrenrennen fiel die Entscheidung bei den Damen eindeutiger aus. So gewann Kirke Motsnik (SG Stadtwerke München) in 2:08:50,95 Stunden am Ende souverän die Goldmedaille in der offenen Klasse vor Marie Strohalm (SG Frankfurt - 2:08:55,79) und Alexandra Traise (SG Stadtwerke München - 2:08:56,28). Da alle drei Athletinnen aus den Jahrgängen 2007 und 2008 kommen, standen in der Juniorinnen-Wertung, die drei Schwimmerinnen erneut auf dem Podium.
Souverän war auch der Sieg von Reneé Geihe über die kürzeren 7,5 km bei den Damen. In 1:34:12,19 Stunden ging der oberste Podestplatz in der Jugendwertung (Jg. 2009/2010) an die Athletin vom STV Limbach-Oberfrohna. Silber und Bronze erschwammen sich Lieselotte Nagel (SC Chemnitz von 1892 - 1:34:56,17) und Liska Sophie Richter (SV Halle/Saale - 1:35:23,58).
Bei den Herren ging der Titel in der Jugendwertung über 7,5 km an Ben David Preuss (SG Neukölln e.V. Berlin). In 1:26:36,75 Stunden schnappte sich Preuss im Anschlag den Sieg vor Marec Pöschmann (Dresdner SC - 1:26:37,01). Komplettiert wurde das Podium durch Josef Strohalm (SG Stadtwerke München - 1:30:11,50).
Zum Abschluss des ersten Wettkampftages konnten die Staffeln der SG Stadtwerke München den Meisterschaften ihren Stempel aufdrücken. In den 3x1,25 km-Staffeln konnten sich die Münchner den Titel bei der weiblichen A- und B-Jugend sichern sowie bei der A-Jugend der Herren. Lediglich bei der männlichen B-Jugend gelang es der Mannschaft der SG Essen, die Siegesserie der SG Stadtwerke München zu durchbrechen.
Besetzungen der Siegerstaffeln im Überblick:
A-Jugend weiblich: 1. SG Stadtwerke München (Kirke Motsnik, Hanna Mitterer, Alexandra Traise) - 46:37,96 Minuten
B-Jugend weiblich: 1. SG Stadtwerke München (Leni-Marie Fackler, Raffaela Mikulic, Michelle Mikulic) - 48:56,60 Minuten
A-Jugend männlich: 1. SG Stadtwerke München (David Imasuen, Max Dieckmann, Josef Strohalm) - 42:41,71 Minuten
B-Jugend männlich: 1. SG Essen (Bastian Asmann, Justus Moritz Lindemann, Paco Franze) - 44:47,40 Minuten
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Mit einem Lächeln durchs Becken: Noelle Benkler und die Kraft der guten Laune

Mit 18 Jahren zählt Noelle Benkler bereits zu den größten Talenten im deutschen Schwimmsport. Wer ihr begegnet – am Beckenrand oder im Interview – merkt jedoch schnell: Es sind nicht nur ihre Zeiten und Platzierungen, die sie auszeichnen. Benklers Markenzeichen ist ihre Frohnatur. Eine Offenheit, die ansteckt.
Auch auf der internationalen Bühne ist Noelle Benkler längst keine Unbekannt mehr. Direkt bei ihrer Premiere in der offenen Klasse schwamm sie bei der Kurzbahn-EM im vergangenen Jahr über die 400m Lagen auf Rang vier – nur hauchdünn an ihrer ersten EM-Medaille vorbei. Ohne großes Ziel war sie dort an den Start gegangen, der Sprung ins Finale schon ein großer Erfolg. An eine Medaille habe sie sich „nicht getraut zu denken“. Als dann der vierte Platz zu Buche stand, war da im ersten Moment doch eine Enttäuschung: „Ehrlich gesagt war ich dann doch ein bisschen enttäuscht, weil ich dachte, ey mist, so eine Medaille wäre schon ganz toll gewesen.“, erinnert sich Benkler zurück. Doch dieses Gefühl hielt nicht lange. Schon bald überwog die Zufriedenheit: ein starkes Rennen, jede Menge Spaß, die eigenen Erwartungen übertroffen.
Genau diese Einstellung begleitet die Wahl-Heidelbergerin nun auch zu den Europameisterschaften in Paris, wo sie erneut das deutsche Team verstärken wird. Erfahrungen sammeln, Eindrücken mitnehmen, von anderen Nationen lernen – all das soll in Paris im Vordergrund stehen. Doch auch sportliche Ambitionen begleiten Benkler, die gerne erneut in einem EM-Finale stehen würde. Über die 400m Lagen rechnet sie sich bessere Chancen aus als über die 200m Lagen, auch wenn sie beide Strecken gleichermaßen gerne schwimmt und ihren Fokus bewusst auf beide legt.
Internationale Wettkämpfe sind für Noelle Benkler ohnehin schon immer Highlights gewesen. Besonders gerne erinnert sie sich an ihre EYOF Teilnahme: „Ich hätte nie gedacht, dass ich immer noch davon erzählen werde, so viele Jahre später. Aber der olympische Charakter war einfach toll“. Diese Begeisterung trägt sie seither mit sich und greift darauf zurück, wenn es mal nicht so gut läuft.
Dass ihr Weg nicht immer gradlinig verläuft, zeigte sich zuletzt im Vorfeld der Deutschen Meisterschaften. Bereits in der Woche zuvor knackt Benkler die EM-Norm und kam über die 200m Lagen sogar dicht an den Deutschen Rekord heran. Diesen hält noch immer Alexandra Wenk, die ebenfalls mal bei Olaf Bünde – Benklers ehemaligem Trainer in Regensburg – schwamm. Beide haben schon gemeinsam trainiert, Benkler schwimmt aktuell mit einer Badekappe von Wenk. Alexandra Wenk sagte mal, sie würde sich freuen, wenn ihr Rekord eines Tages von Noelle gebrochen würde. Sie selbst sieht das als große Ehre und Ansporn: „Wenn das klappt, wäre es natürlich sehr schön. Aber wenn es jetzt noch nicht an der Zeit ist, dann bin ich da auch nicht enttäuscht.“
Umso überraschender war die Leistung am Wochenende vor den DM, da sie noch nicht komplett getapert hatte – und kurz zuvor auch noch eine Lebensmittelvergiftung auskurieren musste. Bei den Deutschen Meisterschaften blieb Benkler dann gut eine Sekunde über dieser Zeit: „Da war ich schon enttäuscht“, gibt sie offen zu. Doch das große Ziel, das EM-Ticket für Paris, hatte sie erreicht, auch wenn es in diesem Jahr nicht mit einem Deutschen Meistertitel klappte.
Auch wenn von außen kaum ersichtlich: Der Schritt vom Junioren- in den Seniorenbereich fühlte sich für Benkler gewaltig an. Vor allem die Stimmung im Vorstartbereich sei eine andere. Als „Küken“ fühle man sich klein, plötzlich stehen große Stars neben einem. Um mit der Aufregung umzugehen, arbeitet Benkler mit einem Sportpsychologen zusammen.
Vorbilder hat sie dabei einige. Im deutschen Team ist es Angelina Köhler, zu der sie ein besonders enges Verhältnis hat. „Schon früher habe ich zu ihr aufgeguckt und das tue ich auch immer noch.“ Beide sehen sich gegenseitig wie Schwestern und teilen ihre Frohnatur. International ist Benkler besonders von Regan Smith beeindruckt: menschlich toll, authentisch, lustig – ein Beweis dafür, dass man mit Fröhlichkeit punkten und trotzdem maximal ehrgeizig sein kann.
Ihre eigene Fröhlichkeit trägt Noelle Benkler seit ihrer Kindheit in sich. Schon damals sei sie aufgedreht gewesen, habe zu Musik getanzt, wo immer es ging. Wenn Leute nun sagen, sie sei „too much“, gehe das bei ihr auf einem Ohr rein und auf dem anderen raus. Ihre Einstellung: „Das Leben ist viel zu kurz, um traurig zu sein und in einem Schneckenhäuschen zu stecken. Es ist viel schöner, neugierig zu sein und zu versuchen, mit allem gut klarzukommen.“ Besonders schön sei es, wenn sich diese Positivität überträgt und andere zum Lachen bringt.
Natürlich gibt es aber auch Momente, in denen die gute Laune leiser wird – etwa, wenn das Training extrem hart ist. Dann schwankt auch mal die Motivation. Doch selbst das gehört für Noelle Benkler dazu. Langfristig bleibt der große Traum Olympia – ein Wunsch, der sie seit ihrer Kindheit begleitet. „Ich gebe jeden Tag mein Bestes und versuche alles, um mir diesen Traum zu erfüllen.“
Bild: Tino Henschel