WELTREKORD! Cameron McEvoy zündet Rekordkracher über 50m Freistil

20,88! So lautet der neue Weltrekord über die 50m Freistil. Für diese Sensation sorgte der australische Sprintstar Cameron McEvoy am Freitag bei den China Open in Shenzhen. 

Den bisherigen Weltrekord von Cesar Cielo aus dem Jahr 2009 – einen der ältesten Einträge in den Rekordbüchern – unterbot McEvoy um drei Hundertstelsekunden und stellte somit die erste Allzeitbestmarke des Jahres auf. In seinem eindrucksvollen Rekordrennen ließ der amtierenden Weltmeister und Olympiasieger die namenhafte Konkurrenz um Jack Alexy (21,57) und Kyle Chalmers (22,01) fast eine Körperlänge hinter sich. 

Der 31-jährige Starschwimmer hatte sein Training zuletzt komplett auf die kurze Sprintdistanz ausgerichtet – mit intensivem Krafttraining und nur wenigen Wassereinheiten. Dieser Ansatz, scheint sich nun bereits in bemerkenswerter Weise ausgezahlt zu haben! 

 

Alle Ergebnisse der China Open 2026 sind hier zu finden: Ergebnisse China Open 2026  

Bild: IMAGO / Deepbluemedia / Insidefoto

58,67! Shin Ohashi verbesserten eigenen Juniorenweltrekord

Der ersten Juniorenweltrekord des Jahres ist gefallen! Beim 101 Japan Swim glänzte Shin Ohashi über die 100m Brust mit einer neuen Rekordzeit von 58,67 Sekunden, die den 17-jährigen Japaner zudem souverän an die Spitze der Weltjahresbestenliste katapultierte.

Bei seinem starken Auftritt verbesserte Ohashi den zuvor bereits von ihm gehaltenen Juniorenweltrekord um satte 2,7 Zehntel und stellte gleichzeitig auch einen neuen Japanischen Rekord auf. Der dreifache Medaillengewinner der JWM im vergangenen Jahr ging sein Rekordrennen in 27,50 Sekunden an und absolvierte die Rückbahn dann in 31,17 Sekunden. Auch über die doppelte Distanz hält Shin Ohashi den Juniorenweltrekord. 

ISC Kids Berlin 2026: Die Ausschreibung ist da!

Der International Swim Cup in Berlin zählt Jahr für Jahr zu den beliebtesten Wettkämpfen des Landes. Seit 2022 veranstalten die Gastgeber der SG Schöneberg zudem eine eigene Kids-Ausgabe des ISC – auch 2026 wieder. Dafür wurde nun die Ausschreibung veröffentlicht. 

Erstmals wird der ISC Kids an zwei Wettkampftagen stattfinden. Am 13. und 14.Juni kommen die jungen Schwimmtalente der Jahrgänge 2012 bis 2019 in Berlins zweitgrößter Schwimmarena, der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg (SSH), zusammen. 

Beim ISC Kids stehen in diesem Jahr alle 50m, 100m und 200m Strecken auf dem Programm. Hinzu kommen Staffeln und kindgerechte Events. Als Highlight finden zudem "Superfinals" über die 100m Lagen statt, für die es sich über die 50m Strecken zu qualifizieren gilt. Meldeschluss ist in diesem Jahr am 3. Juni. 

Sachpreise für Finals und Prämienläufe oder auch der eigene Veranstaltungshop verleihen der Kids-Edition den gewohnten ISC-Charakter. Und schonmal vormerken: Die traditionelle "große" Ausgabe des International Swim Cup in Berlin ist auch in diesem Jahr für den Herbst vorgesehen. 

 

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swimsportnews begleitet den International Swim Cup Berlin als offizieller Medienpartner. Wir werden euch über die neusten Entwicklungen rund um das neue Event auf dem Laufenden halten.

Ausschreibung veröffentlicht: DM SMK 2026 in Düsseldorf

Die Ausschreibung für die Deutschen Meisterschaften im Schwimmerischen Mehrkampf (DM SMK) 2026 ist veröffentlicht. Die Titelkämpfe für die nationalen Nachwuchstalente finden vom 5. bis 7. Juni im Rheinbad Düsseldorf statt. 

In diesem Jahr wurde das Teilnehmerfeld erweitert: Erstmals sind drei Jahrgänge startberechtigt – und zwar die Jahrgänge 2013, 2014 und 2015. 

Für die ältesten Aktiven (Jg. 2013) gibt es dabei einige Anpassung im Wettkampfprogramm. Neu sind die Kombinationswertungen für jede Schwimmart, bei der die Zeiten über 100 und 200 Meter addiert werden. Auch auf den Lagenstrecken sowie für die Mittel- und Langstrecken in Freistil wird es eine Kombinationswertung geben. Ein Start ist für die Nachwuchstalente bei maximal zwei Wertungen erlaubt. Ein weiteres Highlight stellen die 50m Sprintrennen dar, für die sich jeweils die Top Acht über die 100m Strecken qualifizieren. 

Für die beiden jüngeren Jahrgängen bleibt das bewährte Wettkampfprogramm weitgehend erhalten. Geschwommen werden weiterhin die 200m Lagen, 400m Freistil sowie zweimal 25m Delphinkicks in Bauch- und Rückenlage. Hinzu kommen die 100m und 200m in einer gewählten Schwimmart. Neu geregelt wurde hier jedoch die Qualifikation für die Titelkämpfe: Künftig werden die jeweils schnellsten 20 Schwimmerinnen und Schwimmer pro Kombinationswertung zugelassen. 

Der Qualifikationszeitraum für die DM SMK 2026 läuft bereits seit dem 1.Dezember 2025 und endet am 24. Mai. Meldeschluss für die Teilnahme ist dann der 25. Mai 2026. 

Hier geht es direkt zur Ausschreibung: Ausschreibung DM SMK 2026 

 

Bild: Tino Henschel

Lukas Märtens zum Auftakt der China Open deutlich unter EM-Norm und auf Rang Zwei in der Welt

Bei den in diesem Jahr so stark besetzten China Open war der deutsche Hoffnungsträger Lukas Märtens direkt am ersten Tag über die 200m Freistil gefordert und ging mit der schnellsten Meldezeit als klarer Mitfavorit ins Rennen. In schnellen 1:45,22 Minuten blieb Märtens deutlich unter der geforderten Normzeit für die Europameisterschaften in Paris, auch wenn es für den erhofften Sieg nicht ganz reichte. 

Die EM-Norm (1:47,20) hatte Märtens, der als zweifacher Medaillengewinner der letzten Weltmeisterschaften über die 400m und 800m Freistil schon sicher für die Titelkämpfe gesetzt ist, bereits im Vorlauf um eine Hundertstelsekunde unterboten und zog so als Schnellster ins Finale ein. Trotz einer bemerkenswerten Steigerung seiner Zeit reichte es nicht ganz für Gold, denn im Finale war der chinesische Nachwuchsstar Zhang Zhanshuo nicht zu schlagen. In 1:44,53 Minuten setzte sich der 18-jährige Schwimmer, der über Märtens' Weltrekordstrecke den Juniorenweltrekord hält, gleichzeitig souverän an die Spitze der Weltjahresbestenliste. Lukas Märtens folgt unmittelbar dahinter an Position Zwei. Die Möglichkeit zur Revanche hat Olympiasieger Märtens in den nächsten Tagen dann über die 400m und 800m Freistil, wo er erneut auf Zhang Zhanshuo treffen wird. 

Mit gleich zwei neuen Asienrekorden glänzte zudem eine weitere Lokalmatadorin: Über die 50m Brust schwamm Tang Qianting bereits im Vorlauf zu einer neuen Bestmarke (29,49). Im Finale legte die Vizeweltmeisterin von Singapur dann noch eine Schippe drauf und steht nun mit einer Zeit von 29,44 Sekunden in den Rekordbüchern. 

Weiterhin auf einer Erfolgswelle schwimmt auch Yu Zidi. Das 13-jährige Ausnahmetalent war über die 200m Schmetterling in 2:05,71 Minuten noch einmal sieben Zehntel schneller als bei ihrem starken vierten Platz bei den Weltmeisterschaften und lies dabei auch die US-amerikanische Vizeolympiasiegerin Regan Smith (2:06,28) souverän hinter sich. Zum Vergleich: Der Deutsche Rekord von Franziska Hentke ist in 2:05,26 Minuten nur unwesentlich schneller. 

Auch das Finale der Damen über die 100m Freistil wurde der erwarteten Spannung mehr als gerecht, denn am Ende entschied lediglich eine Hundertstelsekunde über den Sieg. In 52,79 Sekunden setzte sich Siobhan Haughey hauchdünn gegen die starke Konkurrenz um die WM-Zweite Mollie O'Callaghan (52,80) aus Australien durch. Die Bronzemedaille schnappte sich mit Kate Douglass (53,40) die Weltrekordhalterin auf der Kurzbahn. 

Drei weitere Wettkampftage stehen bei den China Open an diesem Wochenende noch bevor. Für Olympiasieger Lukas Märtens folgen als nächstes die 400m Freistil, bevor es zum Abschluss auf die 800m Freistil geht. 

Alle Ergebnisse (in chinesischer Sprache) sind hier zu finden: Ergebnisse China Open 2026  

 

Bild: Speedo / Wade

14-köpfiges Deutsches Team reist zur EM-Generalprobe nach Paris

In Paris, dort wo in diesem Sommer mit den Europameisterschaften der internationale Saisonhöhepunkt ansteht, kommen an diesem Wochenende bereits zahlreiche europäische Schwimm-Asse zu einem wichtigen Formtest zusammen. Auch zahlreiche deutsche Schwimmerinnen und Schwimmer sind mit dabei und wollen im Rahmen der Giant Open 2026 schon einmal das Wasser austesten und sich mit der internationalen Konkurrenz messen. 

Für viele Aktive bedeutet ein Start bei den Giant Open in Paris auch eine Rückkehr in die Stadt, wo sie bei den Olympischen Spielen vor zwei Jahren große Erfolge feiern konnten. So werden die deutschen Farben unter anderem durch Angelina Köhler, Melvin Imoudu, Lucas Matzerath, Josha Salchow und Cedric Büssing vertreten, die es damals allesamt ins olympische Finale schafften. 

Ergänzt wird das deutsche Aufgebot durch Ole Braunschweig und Luca Armbruster – zwei weitere Olympiateilnehmer von Paris – sowie durch Lise Seidel, Noelle Benkler, Malte Gräfe, Kenneth Bock, Jarno Bäschnitt, Philipp Peschke und Vincent Passek

Auch zahlreiche europäische Topstars nutzen am Wochenende die Generalprobe in Paris: So gilt es für das deutsche Team sich unter anderem gegen Marrit Steenbergen, Nyls Korstanje, Adam Peaty, Angharad Evans, Maxime Grousset und Beryl Gastaldello zu beweisen. 

Die Giant Open finden an diesem Wochenende jedoch nicht im erprobten olympischen Schwimmbecken statt, sondern im Olympic Aquatic Centre – dem Austragungsort der Wasserspringen und Synchronschwimmen Events bei Olympia. Denn im Olympic Aquatic Centre finden im Sommer auch die Europameisterschaften statt, vor einer Kulisse mit bis zu 5000 Schwimmfans. Der Qualifikationszeitraum für die europäischen Titelkämpfe beginnt dann am 30. März. 

 

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Die Termine und Austragungsorte der Mare Nostrum Tour 2026 stehen fest

Die Mare Nostrum Tour steht traditionell auch in diesem Jahr wieder im Wettkampfkalender für den Frühsommer und zählt seit ihrer Premiere im Jahr 1994 zu den renommiertesten Wettkampfserien im internationalen Schwimmsport. Die dreiteilige Serie findet 2026 in der zweiten Maihälfte statt und lockt mit attraktiven Preisgeldern zahlreiche Topstars aus aller Welt an.

Wie bereits im Vorjahr wird auch diesmal an den etablierten Austragungsorten entlang der Mittelmeerküste geschwommen – allerdings in leicht veränderter Reihenfolge. Den Auftakt macht erneut Monaco (23./24. Mai), ehe die Aktiven weiter ins französische Canet-en-Roussillon (27./28. Mai) ziehen. Den krönenden Abschluss bilden in diesem Jahr die zwei Wettkampftage in Barcelona (30./31. Mai)

Aus deutscher Sicht hatte im vergangenen Jahr Anna Elendt für zahlreiche Glanzmomente gesorgt, die sich neben mehreren Siegen auch einen starken dritten Platz in der Gesamtwertung der Mare Nostrum Tour sicherte. Wenige Monate später krönte Elendt ihre Saison bekanntlich mit dem Weltmeistertitel über die 100m Brust. 

Österreich trauert um Sportdirektor Walter Bär

Der österreichische Schwimmsport steht unter Schock: Walter Bär, langjähriger Sportdirektor des Österreichischen Schwimmverbandes (OSV), ist am Dienstag völlig unerwartet verstorben. Er wurde nur 56 Jahre alt. 

Bär prägte den Schwimmsport in Österreich über Jahrzehnte hinweg. Seine Leidenschaft für den Sport begleitete ihn sein gesamtes Leben – zunächst als aktiver Athlet, später als engagierter Trainer. 

Auch in seiner Funktion als OSV-Sportdirektor setzte Bär in den letzten Jahren wichtige Impulse. Mit seinem unermüdlichen Einsatz und der tiefen Verbundenheit zum Sport galt Walter Bär als zentrale Figur im österreichischen Schwimmsport. 

Die Nachricht von seinem plötzlichen Tod löste große Bestürzung aus. OSV-Präsident Arno Pajek zeigte sich tief betroffen: "Walter hat den Sport zu 150 Prozent gelebt, wir sind schockiert. Unsere Gefühle sind bei der Familie. Schade, dass solche Leute immer zu früh diese Welt verlassen.". 

Diese vier deutschen Schwimmerinnen starten bei den US-Collegemeisterschaften

Nachdem in der vergangenen Woche bereits bei den Collegemeisterschaften der Division II die deutschen Aktiven um die mehrfach Sieger Jeremias Pock und Maurice Grabowski mit starken Leistungen überzeugten, richtet sich der Fokus nun auf die höchste Collegeliga der USA – die Division I. Dort wird in dieser Woche im Rahmen der NCAA Championships in Atlanta (Georgia) um die Titel geschwommen. Mit dabei sind auch vier deutsche Athletinnen. 

Eine besondere Premiere stellen die Collegemeisterschaften für Nina Jazy dar, die erst seit wenigen Monaten in den USA trainiert und in Atlanta über die 50Y und 100Y Freistil an den Start gehen wird. Jazy schwimmt für die University of Virginia, deren Team in den vergangenen fünf Jahren stets den Meistertitel gewinnen konnte. Auch in diesem Jahr werden dem Team um Claire Curzan, Katie Grimes und Emma Weber gute Chancen zugesprochen, die eindrucksvolle Siegesserie fortzusetzen.

Die weiteren deutschen Starterinnen bringen allesamt bereits NCAA-Erfahrung mit. Für Olympiateilnehmerin Nicole Maier ist es bereits ihr fünftes Jahr in den USA. Erstmals startet Maier jedoch für die University of Southern California – und zwar über die 50, 100 und 200 Yards Freistil. 

Auf den längeren Freistilstrecken ist Marian Plöger von der University of Michigan mit von der Partie. Die Bronzemedaillengewinnerin der U23-EM im vergangenen Jahr wird über die 500 und 1650 Yards Freistil ins Becken springen. 

Komplettierte wird das deutsche Quartett durch Kim Herkle von der University of Louisville. Herkle konnte sich über die 200 und 400 Yards Lagen sowie über 200Y Brust für die Titelkämpfe qualifizieren. 

Auch in diesem Jahr sind die NCAA Meisterschaften aus internationaler Sicht stark besetzt: Mit Torri Huske, Sara Curtis, Anastasia Gorbenko und Eneli Jefimova sind zahlreiche große Namen vertreten, die bei internationalen Titelkämpfen schon häufiger auf dem Podium standen. Neben den Collegetiteln wird es so auch darum gehen, sich gegen für die hochkarätige Konkurrenz zu beweisen und Rückenwind für den weiteren Saisonverlauf zu sammeln. 

 

Sollten wir eine deutsche Schwimmerin übersehen haben, sind wir dankbar für einen kurzen Hinweis.

Hier geht es zu den Ergebnissen: Results NCAAs Damen 2026

  

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Bild: Tino Henschel

1:54! Freya Colbert glänzt mit Britischem Rekord über 200m Freistil

Am vergangenen Wochenende gingen in Schottland im Rahmen des Edinburgh International Swim Meets zahlreiche britische Topstars an den Start und stellten ihre vielversprechende Form in diesem Jahr eindrucksvoll unter Beweis. Allen voran begeisterte Freya Colbert mit einem historischen Rekord, aber auch Angharad Evans – Konkurrentin von Weltmeisterin Anna Elendt auf den Bruststrecken – setzte ein Achtungszeichen. 

In 1:54,98 Minuten blieb Freya Colbert über die 200m Freistil als erste Britin überhaupt unter der 1:55er Schallmauer und unterbot so ihre eigene nationale Bestmarke um entscheidende acht Hundertstelsekunden. Bei den Weltmeisterschaften war die 22-jährige Hoffnungsträgerin als Vierte nur knapp an den Medaillen vorbeigeschrammt. Und auch über die 400m Freistil präsentierte sich Colbert in starker Form und stellte in 4:06,16 Minuten eine weitere persönliche Bestzeit auf. Ihre Vielseitigkeit unterstrich sie zudem über die 200m Lagen, wo sie in 2:10,48 Minuten souverän zum Sieg schwamm. 

Zahlreiche Augen waren am Wochenende auch auf Adam Peaty gerichtet, der seinen ersten Wettkampf auf der Langbahn seit den Olympischen Spielen von Paris bestritt. Über die 100m Brust musste sich der dreifache Olympiasieger in 1:00,74 Minuten knapp mit Rang vier begnügen. Den Sieg schnappte sich der Juniorenweltmeister Filip Nowacki (1:00,26). Auf seiner vermeintlichen Paradestrecke den 50m Brust lief es für Peaty dann besser: In 27,36 Sekunden sprintete der Weltrekordhalter bei seinem Comeback zu Gold.  

Auch bei den Damen waren die Bruststrecken von schnellen Zeiten geprägt. Hier präsentierte sich insbesondere Angharad Evans in herausragender Form und schwamm über die 100m Brust in 1:05,46 Minuten bis auf neun Hundertstel an ihren Britischen Rekord heran – zugleich die aktuell schnellste Zeit weltweit in diesem Jahr. Zum Vergleich: Weltmeisterin Anna Elendt war bei ihrem Goldtriumph in Singapur eine 1:05,19 Minuten geschwommen. Und auch über die 200m Brust stellte Evans in 2:22,31 Minuten eine neue Weltjahresbestzeit auf, die in Singapur für den Bronzerang gereicht hätte. 

Für weitere starke Leistungen sorgte Matt Richards über die 200m Freistil, die der Olympiasieger in 1:46,81 Minuten für sich entschied. Und auch über die 50m Freistil (22,43) und 100m Freistil (48,66) zeigte Richards für den aktuellen Saisonzeitpunkt sehr solide Leistungen. Gleiches gilt für Duncan Scott, der über die 400m Lagen (4:15,94) schnell unterwegs war. 

Der Wettkampf in Edinburgh galt für viele Aktive als Generalprobe für die Britischen Meisterschaften, die im April stattfinden. Dort geht es dann unter anderem auch um die Qualifikation für die diesjährigen Commonwealth Games, die im Vereinigten Königreich eine besonders hohe Bedeutung haben und neben den Europameisterschaften den Saisonhöhepunkt bilden werden. 

 

Hier geht es zu den Ergebnissen: Results Edinburgh International Swim Meet 2026

 

Bild: European Aquatics

Rekordwochenende für die deutschen Masters

Ein außergewöhnliches Wettkampfwochenende liegt hinter den deutschen Schwimm-Masters: Bei gleich drei Wettkämpfen sorgten sie mit zahlreichen Spitzenleistungen für eine wahre Rekordflut – national wie international. 

Besonders rekordfreudig präsentierten sich die Aktiven bei den Norddeutschen Mastersmeisterschaften in Hannover. Allen voran setzte Dagmar Frese ihre beeindruckende Rekordserie fort. Nachdem sie bereits in der Vorwoche auf der Kurzbahn mit zwei Weltrekorden geglänzt hatte, setzte die Olympiateilnehmerin von 1976 nun auf der Langbahn noch einen drauf und verbesserte die bisherigen Weltrekorde über alle drei Bruststrecken in der AK 70 deutlich: 50m Brust 40,68 – 100m Brust 1:31,82 – 200m Brust 3:28,73. 

Doch damit nicht genug: Auch bei den Männern wurden neue internationale Bestmarken aufgestellt. Jörn Frerichs begeisterte in der AK 30 über 50m Schmetterling mit einem neuen Europarekord von 24,19 Sekunden. Gleiches gelang Walter Kusch in der Altersklasse 70 über die 50m Brust, wo er in 36,08 Sekunden zu einem neuen Europarekord schwamm. 

Darüber hinaus wurden in Hannover noch fünf weitere deutsche Rekorde aufgestellt: Volker Drews (AK 55) 50m Rücken 30,70 – Jonas Schwerthelm (AK 25) 50m Brust 28,75 – Isa Windmüller (AK 20) 50m Brust 32,27 – Peter Schmidt (AK 90) 50m Freistil 43,40 und Kai Dorau (AK 60) 50m Freistil 26,76. 

Auch im Medaillenspiegel setzte sich ein Verein deutlich ab: Die SG Schöneberg Berlin sicherte sich mit insgesamt 39 Meistertitel souverän die Spitzenposition.

Doch nicht nur in Hannover feierten die Masters neue Rekorde. Bei den 27. Internationalen Gera-Masters glänzte Gottfried Kläring mit einem starken Europarekord über die 200m Freistil (4:42,98) in der Altersklasse 95. Zudem stellte die 4x100m Freistilstaffel des BSC Robben bei einem angemeldeten Rekordversuch eine neue nationale Bestmarke auf: In der Altersklasse 280+ trugen sich Regina Dobschin, Martina Markus, Barbara Stubbe und Lenka Noitz in 6:07,06 Minuten in die Rekordlisten ein. 

Gleiches gelang bei den Bayrischen Kurzbahnmeisterschaften in Pfaffenhofen an der Ilm auch dem Damenquartett der SG Stadtwerke München. Auch hier fand der Rekordversuch über die 4x100m Freistilstaffel einen erfolgreichen Ausgang: In der Altersklasse 160+ zeigten Kathrin Gliesche, Karin Bartel, Veronika Ehrenbauer-Backhaus und Katja Otto in 4:08,76 Minuten eine beachtliche Teamleistung. Zudem stellte Claus Swatosch in der AK 65 über die 100m Freistil in 1:01,04 Minuten einen weiteren deutschen Rekord auf. 

 

Bild: HD Media

Timo Sorgius glänzt in der Schweiz mit Podestplatz

Beim Lausanne Swim Cup stellte sich am vergangenen Wochenende mit Timo Sorgius auch ein deutscher Hoffnungsträger der starken internationalen Konkurrenz – und überzeugte auf seiner Paradestrecke mit einem Sprung auf das Podest. 

Über die 200m Freistil schwamm Sorgius, der in Deutschland seit Monatsbeginn für den SC Wiesbaden startet, in 1:48,56 Minuten auf den Bronzerang. Somit kam der Olympiateilnehmer von Paris auch schon bis auf 5,6 Zehntel an die U23-Norm für die diesjährigen Europameisterschaften heran. Gold ging an den US-Amerikaner Patrick Sammon, der das Rennen in 1:47,52 Minuten für sich entschied. 

Auch bei seinen anderen Starts zeigte Timo Sorgius gute Leistungen: Über die 100m Freistil belegte er in 49,94 Sekunden Rang sechs – erneut beim Sieg von Patrick Sammon, der in schnellen 47,90 Sekunden anschlug. Auf den 200m Rücken wurde Sorgius ebenfalls Sechster. Hier war der Schweizer Olympiadritte Roman Mityukov in starken 1:56,07 Minuten nicht zu schlagen. Über die 50m Freistil konnte der in der Schweiz trainierende Deutsche in 23,70 Sekunden nicht ins Finale vordringen. Dieses entschied der Franzose Maxime Grousset in 21,78 Sekunden zu seinem Gunsten. 

Neben Sorgius präsentierten sich auch zahlreiche internationale Topstars in vielversprechender Form. Der niederländische Olympiamedaillengewinner Caspar Corbeau dominierte die 50m Brust (26,95) und 100m Brust (1:00,07) – blieb über die längere Strecke allerdings hinter der Zeit, die Melvin Imoudu als schnellster Deutscher in diesem Jahr bereits vorgelegt hat. Über die 200m Brust musste sich Corbeau in 2:10,44 Minuten überraschend Kerem Ilyem (2:10,21) aus der Türkei geschlagen geben. 

Für eines der spannendsten Duelle am Wochenende sorgten Maxime Grousset und der Schweizer Lokalmatador Noé Ponti. Über die 50m Schmetterling triumphierte Grousset in 22,78 Sekunden vor Ponti und Thomas Ceccon (beide 23,07) durch. Und auch über die 100m Schmetterling setzte sich der französische Weltmeister in 51,15 Sekunden knapp vor Ponti (51,47) durch – eine Neuauflage des WM-Duells aus dem vergangenen Sommer. 

Bei den Damen war die Kanadierin Mary-Sophie Harvey besonders erfolgreich: Harvey siegte über die 200m Lagen (2:10,46), 400m Lagen (4:40,77), 400m Freistil (4:10,09) und 100m Schmetterling (58,21). Und auch die Belgierin Florine Gaspard durfte sich gleich mehrfach über Goldmedaillen und schnelle Zeiten freuen – so über die 50m Brust (30,55) und 50m Freistil (24,61).  Ebenfalls für beachtliche Leistungen sorgte Lisa Angiolini aus Italien, die über die 100m Brust (1:06,80) und 200m Brust (2:23,90) in diesem Jahr zu den engsten Konkurrentinnen von Weltmeisterin Anna Elendt zählen dürfte. 

  

Hier geht es zu den Ergebnissen: Ergebnisse Lausanne Swim Cup 2026

 

4xGold! Grabowski und Pock setzen Siegesserie bei US-Collegemeisterschaften fort

Nachdem Maurice Grabowski und Jeremias Pock bereits zum Auftakt der US-Collegemeisterschaften in der Division II jeweils einen Meistertitel feiern konnten, setzten die Beiden ihre Siegesserie auch an den folgenden Wettkampftagen eindrucksvoll fort. Beide EM-Teilnehmer blieben über ihre vier Einzelstrecken ungeschlagen und sammelten damit weitere Titel. Doch auch darüber hinaus gab es für die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer zahlreiche Podestplätze. 

Maurice Grabowski überzeugte abermals mit starken Leistungen in den Sprintdisziplinen. Über 100Y Freistil siegte er in 41,89 Sekunden, über 100Y Rücken in 45,78 Sekunden und über die 100Y Schmetterling schmettere er in 45,34 Sekunden zum Sieg. Zusätzlich stand Grabowski mit der Staffel der Lynn University auf dem Podium: In der 4x100Y Lagenstaffel belegte das Quartett Rang drei. 

Den Meistertitel sicherte sich hier das Team der University of Indianapolis um Jeremias Pock. Zudem wurde Pock über die 100Y Brust seiner Favoritenrolle gerecht und blieb in 51,59 Sekunden lediglich eine Hundertstelsekunde über seinem eigenen Collegerekord in der Division II. Mit einem neuen Rekord klappte es dafür über die doppelte Distanz: In 1:51,12 Minuten steigerte der EM-Sechste seine Rekordmarke um 1,4 Zehntel. Den vierten Einzeltitel machte Pock über die 400Y Lagen in 3:42,95 Minuten perfekt. 

Auch Celina Schmidt schaffte es über alle vier Einzelstrecken auf das Podest. Besonders stark präsentierte sich die Schwimmerin der University of Indianapolis über die 400Y Lagen, wo sie sich in 4:16,20 Minuten zur Vizemeisterin kürte. Über die 100Y Brust (1:01,41) und 200Y Brust (2:11,97) gab es zudem jeweils Platz drei. 

Einen weiteren Podestplatz steuerte Richard Schmiedefeld von der Colorado Mesa University bei. Über die 200Y Rücken belegte er in 1:43,25 Minuten den dritten Platz. Knapp am Podium vorbei schwamm Caprice Schlüter, die über die 100Y Schmetterling in 54,08 Sekunden als Fünfte anschlug. Gemeinsam mit Celina Schmidt belegte sie zudem mit der 4x100Y Lagenstaffel der University of Indianapolis Rang zwei. 

Ebenfalls den Sprung ins A-Finale schaffte Ben Vester: Über die 400Y Lagen wurde er Sechster. Mit seinem Team der Colorado Mesa University durfte sich Vester ebenso wie Richard Schmiedefeld in der Gesamtwertung über einen starken dritten Platz freuen. 

Bereits in dieser Woche geht es mit den Collegemeisterschaften der Frauen in der Division I weiter. Auch hier erwarten uns packende Wettkampftage, wo erneut auch deutsche Schwimmerinnen mit von der Partie sein werden. 

 

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Bild: Lynn University

40% sparen! Neues Handtuch, Sportjacke und Sport-Shirt in der Swimfreaks Surprise Box

Es ist wieder soweit! Die neue Swimfreaks Box kann ab sofort und nur bis zum 24.03. bestellt werden! Mit der Box könnt ihr diesmal satte 40% sparen gegenüber dem, was die Sachen einzeln kosten würden. 

Das erwartet euch in der neuen Box mit einem besonderen Überraschungselement:

Swimmers' Bay Handtuch

Garantiert in jeder Box mit dabei ist das brandneue "Swimmers' Bay" Handtuch, dass es noch nicht einmal im Shop zu kaufen gibt. Das Frottee-Handtuch ist 70x140cm groß und besteht aus einer sanften Baumwoll-Seite und einer bedruckten Mikrofaser-Seite.

SF 2026 IMG Bay Handtuch Szene

Hochwertige Sportjacke - mit Swimmers' Bay Design

Passend zum Handtuch gibt es eine tolle Sportjacke, die hinten mit unserem Swimmers' Bay Design und vorn mit dem "SWIM"-Schriftzug bedruckt ist. Das Besondere: Ihr erhaltet ein Zufallsmodell aus den Sortimenten bekannter Sportmarken. Der Einzelwert der Jacke wäre bis zu 70€

SF 2026 IMG Bay Jacke Szene rs

Funktions-T-Shirt - "Just Kick It"

Neben der Jacke gibt es in der Box auch ein hochwertiges Sportshirt, das mit dem "Just Kick It" Design bedruckt ist. Gerade an Frühlings- und Sommertagen könnt ihr damit eurer Sportleidenschaft nachgehen, denn der Stoff transportiert Schweiß nach außen und sorgt so für ein angenehmes Gefühl. Bei dem T-Shirt handelt es sich ebenfalls um ein Zufallsmodell in der von euch gewählten Größe.

SF 2026 IMG Kick It Shirt

Wir können es selbst kaum erwarten, euch die neuen Boxen auspacken zu lassen!  Die Auflage der Swimfreak Box ist streng limitiert. Lasst euch dieses Highlight also nicht entgehen!

Chlorreiche Grüße
Eure SWIMFREAKS

Para-Schwimmen erstmals Teil der Schwimm-EM 2026

Der europäische Schwimmverband European Aquatics hat angekündigt, erstmals Para-Schwimmwettbewerbe in das Programm der Schwimm-EM in diesem Jahr aufzunehmen. Bei den Titelkämpfen in Paris sollen vier Entscheidungen im Para-Schwimmen ausgetragen werden. 

Die Beckenwettbewerbe der Europameisterschaften finden vom 10. bis 16. August statt. Am Abschlusswochenende (15./16.08) schwimmen dann auch Para-Athletinnen und Athleten um EM-Titel. Auf dem Programm stehen jeweils die 50m und 100m Freistil. Geplant sind sowohl Vorläufe als auch Finals. 

"European Aquatics freut sich, erstmals einen Para Schwimmwettbewerb im Rahmen der European Aquatics Championships einzuführen. Damit unterstreicht der Verband sein starkes und langfristiges Engagement für die Weiterentwicklung des Para Schwimmens und die Förderung von Inklusion auf allen Ebenen in Europa", heißt es in einem Informations-Bulletin des Verbandes. 

Details zur Teilnahme und Registrierung sind bislang allerdings noch offen. Nach Angaben von European Aquatics wurde die entsprechenden Informationen noch nicht final an die nationalen Verbände kommuniziert. 

Die Aufnahme der Para-Wettbewerbe ins Wettkampfprogramm könnte ein erster Schritt sein, um die Europameisterschaften im Schwimmen künftig enger mit den kontinentalen Titelkämpfen im Para-Schwimmen zu verbinden – möglicherweise am selben Ort, so wie es bereits bei den Olympischen und Paralympischen Spielen realisiert wird. 

Wann die regulären Europameisterschaften im Para-Schwimmen mit einem vollständigen Wettkampfprogramm in diesen Jahr stattfinden werden, steht derzeit noch nicht fest. 

Timo Sorgius startet beim Lausanne Swim Cup gegen Ceccon, Ponti, Grousset und Co. 

Das Schwimmjahr 2026 nimmt zunehmend an Fahrt auf. Nachdem vielerorts bereits die ersten großen Wettkämpfe auf der Langbahn stattfinden, richtet sich der Blick an diesem Wochenende in die Schweiz: Beim Lausanne Swim Cup kommen zahlreiche europäische Topstars zusammen – darunter mit Timo Sorgius auch ein deutscher Hoffnungsträger. 

Sorgius, der seit einiger Zeit in der Schweiz trainiert, wird in Lausanne erstmals für seinen neuen Verein, den SC Wiesbaden 1911, an den Start gehen. Gemeldet ist der Olympiateilnehmer über die 50m, 100m und 200m Freistil sowie über 200m Rücken. 

Doch auch darüber hinaus ist das Teilnehmerfeld hochkarätig besetzt. Vor heimischen Publikum stellen sich unter anderem der doppelte Vizeweltmeister des vergangenen Jahres Noé Ponti sowie der Olympiadritte Roman Mityukov der starken internationalen Konkurrenz. Besonders spannend dürfte das Aufeinandertreffen zwischen Ponti und dem französischen Weltmeister Maxime Grousset über die 100m Schmetterling werden. Bei den Weltmeisterschaften in Singapur entschieden lediglich 21 Hundertstel über Gold und Silber. 

Neben Grousset gehören auch Beryl Gastaldello, Marie Wattel und Yohann Ndoye-Brouard dem starken französischen Team in Lausanne an. Und auch die Niederlanden sind prominent vertreten, unter anderem mit Caspar Corbeau und Tes Shouten. Für Italien geht Olympiasieger Thomas Ceccon an den Start. 

Damit verspricht der Lausanne Swim Cup drei spannungsgeladene Wettkampftage und könnte einen kleinen Vorgeschmack auf die anstehenden Europameisterschaften diesen Sommer in Paris geben. 

 

Wichtige Links zum Thema: Meldelisten & Ergebnisse Lausanne Swim Cup 2026

 

Bild: Tino Henschel

Taktik fürs Team: Die perfekte Schwimm-Staffel

Laut, spannend und voller Überraschungen – Staffeln stellen nicht nur bei internationalen Höhepunkten meist das Highlight eines Wettkampfes dar. Im Schwimmsport gibt es wohl kaum ein Event, bei dem die Trommeln lauter schlagen als bei den Staffelrennen. Der Spirit eines Teams und die Stimmung in der Halle können zu ungeahnten Höhenflügen verhelfen und den Ausgang eines Rennens auf den letzten Metern noch einmal entscheidend verändern. Man denke an die legendäre 4x100m Freistilstaffel der Herren bei Olympia 2008 in Rio, bei der der US-Amerikaner Jason Lezak auf der letzten Bahn noch die weit in Führung liegende und als sicherer Sieger geltende französische Staffel abfangen konnte – ein Moment für die Geschichtsbücher. Staffeln haben ihre eigenen Regeln und Gesetze, auf die ein Coach das Team gut vorbereiten sollte. Entscheidend für eine gelungene Staffelleistung: Die perfekte Aufstellung, saubere Wechsel und der richtige Teamgeist!

In Teamsportarten ist nach großen Erfolgen oft die Reden von einer „eingeschworenen Truppe“, die sich blind versteht und perfekt aufeinander abgestimmt ist. Auch wenn man sich im Schwimmen selten einen Laufpass zuspielt, kann das Gefühl, Teil eines großartigen Teams zu sein, dem einen oder anderen aber durchaus längere Arme wachsen lassen. Wenn man auf den letzten Metern nicht nur für sich allein gegen die Konkurrenz schwimmt, lässt man die feuernden Beine doch gern mal noch etwas mehr brennen als sonst. Doch ist dem tatsächlich so? Wie viel schneller schwimmt man eigentlich in einer Staffel im Vergleich zum Einzel?

Schnell in der Staffel = Schnell im Einzel

Ein australisches Forscherteam schaute sich die Staffelleistungen von Top-Schwimmern bei internationalen Events zwischen 2010 und 2018 an und verglich sie mit den jeweiligen Bestzeiten der Aktiven aus dem selben Jahr. Sie rechneten dabei den Vorteil durch die schnellere Reaktionszeit heraus. Das überraschende Ergebnis: Die Forschenden konnten keinen signifikanten Unterschied zwischen Einzel- und Staffelleistung herausfinden. Zudem erkannten sie, dass bei Staffeln die Tendenz besteht, dass die Sportler auf den ersten Metern zu ambitioniert angehen. Das sei vor allem bei Schwimmern zu beobachten, die hinter einem Gegner ins Wasser gingen. Sie versuchten also direkt auf der ersten Bahn den Abstand zum Vordermann zu verringern. Das führt jedoch in der Regel nicht zu einer schnelleren Zeit, sondern zu einem stärkeren Leistungsabfall gegen Ende. Die Wissenschaftler raten daher, auch in Staffelsituationen einen kühlen Kopf zu bewahren und sein eigenes Rennen zu schwimmen. Wenn es nun aber eigentlich keinen Unterschied zwischen Einzel und Staffel gibt, wieso wachsen dann doch immer wieder Schwimmer bei Team-Wettbewerben über sich hinaus? Da nicht jeder so an seinem Leistungsmaximum schwimmt, wie ein internationaler Top-Athlet, bieten die emotionalen Höhepunkte einer Staffel und die zahlreichen Anfeuerungsrufe des Teams vor allem Jüngeren die Chance zu zeigen, was wirklich in ihnen steckt. Stellt eine Schwimmerin in einer Staffel also zum Beispiel eine fantastische Bestzeit auf, kann sie sich sehr glücklich schätzen, denn nach den Ergebnissen der Studie hat sie die gezeigte Leistung sehr wohl auch im Einzel drauf! 

Wie wichtig sind die Wechsel?

Ein Wir-Gefühl herzustellen, ist auch für die Staffeln mit internationalen Top-Athleten essenziell. Der international angesehene Coach Frank Embacher trainierte unter anderem Schwimm-Asse wie Weltmeister Paul Biedermann oder Europameisterin Daniela Schreiber. Im Zuge der Olympiavorbereitungen für Rio 2016 leitete er zudem das Staffelprojekt des Deutschen Schwimm-Verbandes. Die aussichtsreichsten Athleten für die 4x200m Freistilstaffel trainierten hierbei über Jahre hinweg regelmäßig in Lehrgängen zusammen. Neben der Steigerung des Teamgefühls, beobachtete er einen weiteren Effekt, der für Staffeln von großer Bedeutung ist: „Als Staffel bereits vorher zusammen zu trainieren, hat vor allem den Vorteil, dass man sich und seine jeweiligen Stärken und Schwächen genau kennenlernt.“ Jeder Athlet merkt an den Stärken der anderen, woran er selbst arbeiten muss und nimmt diese Hausaufgaben in sein Training mit nach Hause. Der Fokus der deutschen Athleten lag neben dem allgemeinen Training vor allem auf der Verbesserung der Wechselzeiten. Ziel dabei war es, die Wechselzeiten von vorher pro Athlet 0,23 Sekunden auf unter 0,1 Sekunden zu verbessern. Bei drei Wechseln macht das am Ende etwa eine halbe Sekunde aus. Um dieses Ziel zu erreichen, investierte das Team sehr viel Energie in das Training von Technik und Timing der Wechsel. Sogar Sportwissenschaftler standen hierfür regelmäßig am Beckenrand zur Seite, um die Sprünge der Athleten genau auszuwerten. Doch lohnt sich dies überhaupt? Forschende haben in mehreren Studien untersucht, inwieweit sich die Staffelwechsel eines Teams auf dessen Platzierung auswirken. Bei der Analyse der Staffeln internationaler Top-Events kam man zu dem Schluss, dass erfolgreiche Staffeln in der Regel tatsächlich schnellere Wechsel performen. Dieser Effekt ist besonders bei den 100er Staffeln der Damen zu beobachten. Bei den Herrenstaffeln dagegen machen die Wechsel in weniger Fällen tatsächlich den Sprung aufs Podest aus, da das Niveau insgesamt hoch ist. Hier kann also eine Staffel nicht allein über die Wechsel gewonnen, aber durchaus verloren werden. Zudem merken die Sportwissenschaftler an, dass schnellere Wechsel auch schneller zu Disqualifikationen führen. Nicht nur deswegen sollte man sich genau überlegen, wie viel Trainingszeit man verwendet, um einzelne Hundertstel beim Start zu sparen. Denn auf der Bahn holt man diese zum Teil deutlich einfacher. Coach Embacher kann das nur bestätigen: „Wir haben sehr viel Zeit investiert, um bei den Wechseln Spitze zu werden, doch am Ende waren die gewonnenen Zehntel sehr teurer erkauft.“ 

Trotzdem sollten saubere Staffelwechsel zum Grundrepertoire ambitionierter Wettkampfschwimmer gehören. Im Training der Starts sollte es vor allem darum gehen, die verschiedenen Starttechniken auszuprobieren und zu automatisieren. Nicht jeder kommt zum Beispiel mit der neuen Step-over-Technik zurecht. Dieser Start ermöglicht einen sehr kraftvollen Absprung mit viel Speed, jedoch hat er auch großes Fehlerpotenzial. Neben dem Startsprung an sich spielt bei Staffeln aber vor allem das richtige Timing eine Rolle. Die Geschwindigkeit des übergebenden Schwimmers richtig einzuschätzen, ist essenziell, um seinen Start rechtzeitig einzuleiten. Hierfür bietet sich zum Beispiel der Einsatz von Videos an. So können Sportler selbst besser erkennen, ab wann sie die Bewegung einleiten sollten. Mit Reaktions- und Koordinationsspielen kann das Training des richtigen Timings für die Bewegungen an Land ergänzt werden. Da man zu Beginn einer Einheit am besten neue Reize verarbeiten kann, kann man das Training sehr gut in die Erwärmung oder am Anfang des Trainings eingebauen. Das spart Zeit und lockert zugleich das Training etwas auf. Man muss den Staffelwechseln also kein ganzes Trainingslager widmen, kann sie aber ab und an in die Trainingssessions integrieren.

Die Besetzung der perfekten Staffel

Nachdem man im Training nun für die richtige Team-Mentalität gesorgt und mit dem Schleifpapier über die Staffelwechsel gegangen ist, stellt sich für den Wettkampf die entscheidende Frage: Wie besetzte ich meine Staffel und wer schwimmt an welcher Position? Auch hier haben Forscher genauer hingeschaut und in mehreren Studien die Ergebnisse der Staffeln bei internationalen Höhepunkten untersucht. Die Forschung bestätigt hierbei das, was unter Coaches oft angewendet wird. Staffeln, die ihre besten zwei Athleten jeweils an den Anfang und ganz ans Ende der Staffel setzen, erzielen meist die besten Ergebnisse. Einen schnellen Schwimmer am Anfang zu haben ist wichtig, um die Staffel mindestens auf Augenhöhe mit der Konkurrenz zu halten und dem Rest der Crew zu signalisieren, dass da was geht. Einen Rückstand wieder aufzuholen ist psychologisch gesehen schwerer, als sich gegen einen Angriff von hinten zu wehren. Neben der bloßen Leistung sollte ein Trainer zudem auf den Charakter des Sportlers schauen. Es gibt Schwimmer, die unter schwierigen Situationen, wie zum Beispiel einem spannenden Zielspurt erst so richtig in Fahrt kommen. Andere sind zwar schnelle Schwimmer, lieben es aber eher auf „geregelten Bahnen“ zu verkehren, in denen sie ihr Rennen machen können. Das lässt sich auf den ersten Metern der Staffel noch am ehesten gewährleisten. Doch nicht alle Teams, die in den Staffeln zu Medaillen schwammen, setzten ihre Top-Leute an Position eins oder vier. Sehr gut besetzte Staffeln haben den Vorteil, dass sie auch den dritt- oder viertschnellsten Athleten voran schwimmen lassen können und so nach den ersten Teilstrecken trotzdem vorn dabei sind. Das kann Eindruck bei den Konkurrenten machen und sie demoralisieren, denn der „Star“ der Gegner kommt ja erst noch. So eine Taktik muss man sich aber leisten können. 

Immer öfter gehören bei Wettkämpfen auch Mixed-Staffeln zum Programm, für die wiederum nochmal etwas andere Gesetzte gelten. Spanische Forschende haben für eine Untersuchung hierzu die Daten der Weltmeisterschaften aus den Jahren 2015, 2017 und 2019 ausgewertet. Dabei konnten sie interessante Tendenzen beobachten. Bei den Freistil-Mixed-Staffeln waren eindeutig Teams im Vorteil, die beide Männer vorwegschickten. Bei Mixedstaffeln können sich wegen des Geschlechterunterschieds schnell sehr große Abstände auftun, die nur schwer wieder aufzuholen sind. In der Welle eines Mannes zu schwimmen, kann für die Damen zudem sehr hinderlich sein und sollte daher möglichst vermieden werden. Weniger eindeutig sah die Sache bei der Lagen-Mixed-Staffel aus, da es hier sehr auf die individuellen Stärken der einzelnen Staffelmitglieder ankommt und darauf welche Aktiven man zur Verfügung hat. Lediglich für die Bruststrecke haben die Wissenschaftler eine Empfehlung. Da der absolute Zeitunterschied zwischen Mann und Frau hierbei im Vergleich zu den anderen Schwimmarten am größten ist, haben Teams mit einem schnellen Männern auf der Bruststrecke einen klaren Vorteil. Laut den Daten des Forscherteam ist die beste Aufstellung für die Lagen-Mixed-Staffel Frau-Mann-Frau-Mann. Das ist zum Beispiel auch die Besetzung, mit der die Briten bei den Olympischen Spielen in Tokio mit Weltrekord zu Gold flogen. 

Wie so oft im Leben gibt es aber auch für Staffelaufstellungen keinen Geheimcode, mit dem jedes Team nach ganz vorn schwimmt. Sonst wäre es auch schnell sehr voll auf dem Treppchen. Der richtige Teamspirit, Sportler, die im Training hart an sich gearbeitet haben, technisch saubere Wechsel, eine gute Team-Aufstellung und das nötige Quäntchen Glück – das sind die Zutaten, die es braucht, damit die Trommeln des eigenen Teams am Ende am lautesten schlagen. Und hat es dann doch nicht ganz für den Sprung nach vorn gereicht, hatte man immerhin eine gute Zeit mit seinen Teamkollegen. 

Dieser Artikel erschien in der Herbstausgabe 2022 des swimsportMagazine. Alle noch verfügbaren Ausgaben der Zeitschrift für den Schwimmsport können im großen swimsportMagazine-Paket bestellt werden. Zum Sonderpreis erwarten euch hier mehr als 1500 Seiten geballtes Schwimmwissen --> Das swimsportMagazine-Paket

Austragungsort für die Freiwasser-DM 2026 steht fest

Die diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Freiwasserschwimmen haben nun einen konkreten Termin und Austragungsort erhalten. Die nationalen Titelkämpfe finden vom 26. bis 28. Juni 2026 in der Nähe von Regensburg statt. Austragungsstätte ist der Guggenberger See in Neutraubling, der bereits vor drei Jahren Schauplatz der Freiwasser-DM war. 

In den teilnehmenden Altersklassen stehen erneut verschiedene Streckenlängen auf dem Programm. Geschwommen werden Rennen über 10 Kilometer (Jg. 2010 und älter), 7,5 Kilometer (Jg. 2009 - 2010), 5 Kilometer (Jg. 2012 und älter) und 2,5 Kilometer (Jg. 2010 - 2014). Darüber hinaus werden auch Staffelwettbewerbe ausgetragen. 

Neben den nationalen Meistertitel geht es in diesem Jahr auch um wichtige Perspektiven im Nachwuchsbereich. Für die Freiwasser-Aktiven der Altersklassen 16 bis 17 sowie 18 bis 19 Jahren  bietet die DM eine besondere Möglichkeit: Die jeweils beiden Erstplatzierten können sich ihren Kaderstatus als Teil des Nachwuchskaders 1 sichern. 

Der Meldeschluss für die Deutschen Meisterschaften im Freiwasser wird der 18. Juni sein. 

 

Hier geht es zur Ausschreibung: Ausschreibung Freiwasser-DM 2026 

Über diese Strecken startet Olympiasieger Lukas Märtens bei den stark besetzten China Open

Bereits seit einigen Wochen ist klar, dass die diesjährigen China Spring Open, die vom 19. bis 22. März in Shenzhen stattfinden werden, international extrem stark besetzt sind – unter den angekündigten Aktiven auch der deutsche Olympiasieger Lukas Märtens. Aus den nun veröffentlichten Meldelisten geht hervor, dass Märtens über gleich drei Strecken mit der jeweils schnellsten Meldezeit an den Start gehen wird und somit bei seinem ersten großen Formtest in diesem Jahr seine Erfolgsserie auf der internationalen Bühne fortsetzen könnte. 

Die China Open sind in diesem Schwimmjahr ohne Weltmeisterschaften auch deshalb so stark besetzt, da mit attraktiven Antrittsprämien und hohen Preisgeldern geworben wurde. Dieser lukrativen Einladung ist auch Lukas Märtens gefolgt. Für den deutschen Topstar stehen in Shenzhen die 200m, 400m und 800m Freistil auf dem Programm. Doch selbst auf seiner Paradestrecke 400m Freistil, wird sich der Magdeburger gegen starke Konkurrenz beweisen müssen – allen voran Zhang Zhanshuo, der bei Märtens' WM-Triumph Platz Fünf belegte und zudem den Junioren-Weltrekord hält. Parallel dazu lohnt sich Blick auf das Fernduell mit Dauerrivale Sam Short: Der australische Vizeweltmeister hatte erst in der vergangenen Wochen in den USA starke Zeiten über die 400m Freistil (3:43,49) und 800m Freistil (7:40,98) vorgelegt. 

Auch in den Sprintentscheidungen versprechen die China Open packende, hochklassige Rennen. So treffen bei den Frauen über die 100m Freistil beispielsweise Kate Douglass, Gretchen Walsh, Siobhan Haughey und Mollie O'Callaghan aufeinander. Gleiches gilt für die kurzen Freistilstrecken bei den Männern, die ebenfalls prominent besetzt sind: Mit Cameron McEvoy, Jack Alexy und Kyle Chalmers stehen gleich mehrere Olympiasieger und Weltmeister in den Startlisten.

Darüber hinaus werden zahlreiche weitere internationale Topstars in Shenzhen erwartet. Mit dabei sind unter anderem Lani Pallister, Noè Ponti, Thomas Ceccon, Regan Smith, Nicolo Martinenghi und Pieter Coetze.

Aber auch Gastgeber China schickt ein großes und hochkarätiges Aufgebot ins Rennen. Am Start ist das komplette WM-Team der Frauen sowie ein Großteil des Männerteams. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der 13-jährigen Nachwuchshoffnung Yu Zidi, dem 100m Freistil Weltrekordhalter Pan Zhanle sowie der Langstreckenspezialistin Li Bingjie

Hier gibt es die kompletten Meldelisten: 

 

Bild: Tino Henschel

Masters glänzen mit Weltrekorden in Goslar

Während in Stuttgart am vergangenen Wochenende die Deutschen Mastersmeisterschaften über die langen Strecken ausgetragen wurden, fand parallel in Goslar die Internationale Masters Schwimm-Gala "Goslarer Adler" auf der Kurzbahn statt. Auch bei dem traditionsreichen Wettkampf in Goslar sorgte ein starkes Teilnehmerfeld für bemerkenswerte Leistungen – und gleich mehrere neue Einträge in die Rekordbücher. 

Ein besonderes Achtungszeichen setzte Dagmar Frese von der SGS Hannover. Frisch in die Altersklasse 70 gewechselt, stellte sie gleich zwei neue Weltrekorde auf. Sowohl über die 50m Brust (41,18) als auch 100m Brust (1:31,92) begeisterte Frese mit schnellen Zeiten und freute sich über die verbesserten Weltrekorde. Beide Zeiten bedeuten gleichzeitig natürlich auch neue Europa- und Deutsche Rekorde. Doch damit nicht genug: Auch über die 200m Brust setzte Dagmar Frese in 3:29,13 Minuten eine neue nationale Bestmarke in ihrer Altersklassen. 

Zwei weitere Weltrekorde gab es in Goslar auch in den Staffeln. Die Männerstaffel des SSV Leutzsch stellte in der AK 360+ gleich zwei neue Bestmarken auf. In der Besetzung Siegfried Springer, Jürgen Schubert, Günther Kallenbach, Gottfried Kläring schwamm sich das Quartett sowohl über die 4x50m Freistil (3:16,37) als auch 4x50m Lagen (3:38,32) in die weltweiten Rekordbücher. 

Die nächste Auflage des renommierten Wettkampfes ist bereits terminiert: Am 6. März 2027 findet der nächste "Goslarer Adler" statt. 

Wichtige Links zum Thema: Protokoll 46. "Goslarer Adler" 

Bild: Archiv / Symbolfoto

Maurice Grabowski und Jeremias Pock feiern Siege bei US College-Meisterschaften

Nach zwei von fünf Wettkampftagen bei den US College-Meisterschaften in der Division II konnten die deutschen Aktiven bereits mit zahlreichen Erfolgen auf sich aufmerksam machen. Allen voran wussten Jeremias Pock und Maurice Grabowski zu beeindrucken, die nach ihrer Teilnahme an der Kurzbahn-EM weiterhin auf der Erfolgswelle schwimmen. 

Maurice Grabowski triumphierte gleich doppelt: Über die 50Y Freistil sprintete Grabowski in 18,97 Sekunden zu seinem ersten College-Titel. Und auch mit der 4x50Y Lagenstaffel war der Schwimmer der Lynn University siegreich. In 1:24,15 Minuten stellte das Team um Startschwimmer Grabowski (50Y Rücken 20,99) einen neuen College-Rekord in der Division II auf. 

Über die 200Y Lagen war Jeremias Pock (University of Indianapolis) im Vorfeld als aussichtsreicher Medaillenkandidat gehandelt und wurde dieser Rolle eindrucksvoll gerecht. In 1:42,39 Minuten sicherte sich Pock den Meistertitel mit einem deutlichen Vorsprung von knapp zwei Sekunden. Im letzten Jahr hatte der amtierende Deutsche Meister Rang Zwei belegt. 

Den Sprung auf das Podium schaffte auch Celina Schmidt, die ebenfalls für die University of Indianapolis an den Start geht. Über die 200Y Lagen schlug Schmidt in 2:01,64 Minuten als Drittplatzierte an. Als Teil der 4x200Y Freistilstaffel der Colorado Mesa University durfte sich auch Ben Vester über den Bronzerang freuen. 

Neben spannenden Entscheidungen um die Gesamtwertung und den Team-Meistertitel versprechen die verbleibenden Wettkampftage auch für die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer weitere Final- und Medaillenchancen. 

 

Wichtige Links zum Thema: Ergebnisse NCAA Division II 2026

  

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Bild: Lynn University

13-jähriges Ausnahmetalent Yu Zidi für Laureus Award nominiert

Das chinesische Schwimm-Talent Yu Zidi darf sich Hoffnung auf eine der prestigeträchtigsten Auszeichungen im Weltsport machen: Die erst 13-Jährige ist für den Laureus World Sports Award 2026 nominiert. 

Yu steht in der Kategorie "World Breakthrough of the Year" zur Wahl, in der sportartenübergreifend der eindrucksvollste internationale Durchbruch des vergangenen Jahres geehrt wird. Yu Zidi hatte insbesondere bei den Weltmeisterschaften in Singapur für Aufsehen gesorgt, als sie mit gerade einmal zwölf Jahren gleich dreimal als Viertplatzierte dicht an die Medaillenränge heran schwamm.  Als Teil der chinesischen 4x200m Freistilstaffel, für die sie im Vorlauf startete, holte das Ausnahmetalent zudem Bronze – und wurde damit zur jüngsten Schwimmerin, die jemals bei einer Weltmeisterschaft Edelmetall gewann. 

Bereits mit ihrer Nominierung für eine Laureus Award schreibt Yu nun erneut Geschichte: Bislang war die fünffache Olympiasiegerin Missy Franklin die jüngste je nominierte Sportlerin, als sie mit 18 Jahren zur Athletin des Jahres gekürt wurde. 

Auch eine weitere prominente Schwimmerin ist in diesem Jahr unter den Nominierten zu finden: Katie Ledecky ist in der Kategorie "Sportswoman of the Year" vertreten. Ledecky glänzte im vergangen Jahr mit zwei Gold- und einer Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften und verbesserte zudem ihren bisherigen Weltrekord über die 800m Freistil. 

Darüber hinaus dürfen sich auch drei Para-Schwimmer Hoffnung auf eine Auszeichnung mit dem Laureus Award machen: Gabriel Araujo (Brasilien), Simone Barlaam (Italien) und David Kratochvil (Tschechien) sind in der Kategorie "Sportsperson of the Year with a Disability" nominiert. 

Die Ehrung der Preisträger*innen findet am 20. April in Madrid statt. Vergeben werden die Laureus Awards anhand der Wahl von mehr als 1000 Sportmedien aus über 70 Ländern. 

Trotz Iran-Krieg: Weltverband hält an Weltcups in Zentralasien fest

Der Weltverband World Aquatics hält trotz der angespannten Sicherheitslage im Zuge des Iran-Kriegs an den geplanten Weltcup-Stationen in Zentralasien fest. Nach aktuellem Stand sollen die drei Wettkampfwochenenden entlang der historischen Seidenstraße weiterhin im Oktober 2026 stattfinden.

Den Auftakt bildet dabei Baku - Hauptstadt von Aserbaidschan – wo die Lage aktuell besonders ungewiss scheint. Denn das Land grenzt unmittelbar an den Iran und erst in der vergangenen Woche war aus der Region von einem Drohneneinschlag berichtet worden. 

Die weiteren Weltcup-Events sind für Tashkent (Usbekistan) und Astana (Kasachstan) geplant. Auch wenn diese beiden Ländern keine gemeinsame Grenze mit dem Iran teilen, ist die Sicherheitslage in der gesamten Regionen zurzeit volatil und die Zukunft des Krieges ungewiss. 

Der Weltverband erklärte, man verfolge die Lage daher aufmerksam: "World Aquatics beobachtet die Situation in der Region genau und steht weiterhin in regelmäßigem Kontakt mit unseren Gastgebern. Derzeit gibt es keine Änderungen an den Veranstaltungen des Silk Roas World Cup 2026. Die Gesundheit und Sicherheit der Athletinnen und Athleten, Teams, Offiziellen und Fans bleiben unsere oberste Verantwortung.", teilte der Verband mit. 

Sollte sich die Sicherheitslage akut verschlechtern, könnten Anpassungen der geplanten Weltcups sicherlich auch kurzfristig erfolgen. 

EM-Qualifikation: Gose und Liebmann führen Ranking für 5km-Tickets an

Auch wenn in diesem Jahr bislang noch keine Wettkämpfe im Freiwasser stattgefunden haben, ist der Qualifikationszeitraum für das 5km Rennen bei den Europameisterschaften in Paris seit dem vergangenen Wochenende beendet. Für einen der jeweils maximal drei Startplätze bei den Titelkämpfen im Freiwasser Anfang August galt es, bei einem 5000m Rennen im Becken die schnellsten Zeiten im nationalen Vergleich zu schwimmen.

Bei den Männern hatten sich gleich zu Beginn des Qualifikationszeitraumes Johannes Liebmann (51:56,49) und Oliver Klemet (52:20,76) sowie der als Weltmeister bereits sicher für die EM qualifizierte Florian Wellbrock (52:51,31) an die Spitze des Rankings gesetzt – und konnten von diesen Positionen auch nicht mehr verdrängt werden. 

Bei den Damen verschob sich die Rangliste zum Abschluss der Qualifikationsfensters hingegen doch noch einmal stark. Während Isabel Gose (56:15,61) ihren Platz an der Spitze behaupten konnte, schoben sich Lea Boy (56:24,49) und Julia Ackermann (56:56,70) unmittelbar dahinter auf die aussichtsreichen vorderen Plätze und somit vorbei an Leonie Märtens (57:59,72) und Fabienne Wenske (58:09,06). 

Der nächste wichtige Schritt zu einem möglichen EM-Ticket ist der Freiwasser-Weltcup im ägyptischen Somabay am letzten Märzwochenende. Eine Teilnahme dort ist laut der Nominierungsrichtlinien des DSV ebenfalls Voraussetzung für einen EM-Start im 5km Rennen. Neben Isabel Gose, Florian Wellbrock, Oliver Klemet und Leonie Märtens ist auch bei Lea Boy, Fabienne Wenske und Moritz Bockes die Teilnahme am Weltcup-Auftakt bestätigt. In Ägypten wird zudem auch um die EM-Tickets für das 10km Rennen geschwommen.  

Alle Infos zur Qualifikation für die Freiwasser-EM 2026 gibt es hier: Freiwasser-EM 2026: So werden die deutschen Startplätze vergeben

Die endgültige Nominierung für die Freiwasser-EM erfolgt dann nach den Deutschen Meisterschaften im Becken (23. bis 26. April), wenn auch der Qualifikationszeitraum für die Freiwasser-Mixedstaffel und den Knockout Sprint endet. 

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Hinweis: Wir hatten ursprünglich berichtet, dass bei den Damen Leonie Märtens und Fabienne Wenske Platz zwei und drei im Ranking belegt hatten. Dabei waren die internen Time Trials jedoch noch nicht berücksichtigt. Wir haben diesen Fehler daher korrigiert.

Eisschwimm-WM: Deutsches Team begeistert mit 73 Medaillen 

Die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer konnten bei der Eisschwimm-WM an die eindrucksvollen Erfolge der Europameisterschaften vor wenigen Wochen anknüpfen. Über 70 Mal waren die deutschen Farben bei den Titelkämpfen im finnischen Oulu auf dem Podium vertreten. 

Athletinnen und Athleten aus 50 Nationen schwammen in der vergangenen Woche bei der Eisschwimm-WM um die Meistertitel – bei Wassertemperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt. Auch die deutschen Vereinen waren mit über 130 Teilnehmenden in großer Zahl vertreten und durften insgesamt 73 Mal über Edelmetall jubeln. 

67 Medaillen gingen dabei an die Frauen – angeführt von Marie-Therese Bartl und Alisa Fatum-Böker. Mit acht Medaillen – fünf davon Gold – kürte sich Bartl zur erfolgreichsten Edelmetallsammlerin. Fatum-Böker schaffte sieben Mal den Sprung auf das Siegerpodest und darf sich nun dreifache Weltmeisterin nennen. 

Die internationalen Titelkämpfe im Eisschwimmen entpuppen sich zunehmend als eine deutsche Erfolgsquelle und lassen mit großer Vorfreude auf zukünftige Events blicken. 

Alle Ergebnisse gibt es hier: Ergebnisse Eisschwimm-WM 2026

 

Bild: Alisa Fatum-Böker (privat)

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