Individualisierung im Gruppentraining - Wie man dem Einzelnen und doch allen gerecht werden kann
„Gruppe 1, Abgang halb. Gruppe 2, zehn Sekunden später“, tönt es vom Beckenrand. Viele kennen das, wenn der Trainer mal wieder Anweisungen Richtung Pool ruft und versucht bei 10, 20 oder sogar noch mehr Athleten den Überblick zu behalten. Oft ist das gar nicht so einfach und wenn sich dann noch Rückenschwimmer und Brustspezis über den Haufen schwimmen, dann ist das Chaos perfekt. Schwimmer trainieren meist in Gruppen, doch am Ende des Tages sind wir Individualsportler. Jeder Athlet hat andere Bedürfnisse und Voraussetzung und eigentlich will man als Coach jedem Sportler gerecht werden. Doch wie kann das überhaupt funktionieren? Wir haben uns der Frage nach der Individualisierbarkeit im Gruppentraining gewidmet.
Kein Schwimmer ist wie der andere. Der eine mag Sprints, der andere ist ein Langstreckenspezi. Es gibt vier verschiedene Schwimmarten und als ob das noch nicht genug wäre, kombinieren wir diese dann auch noch in eine fünfte, das Lagenschwimmen. Schaut man sich dann noch die unterschiedlichen Leistungsniveaus, körperliche Voraussetzung oder auch Zielstellungen an (Will ich Weltmeister werden oder schwimme ich, um fit zu bleiben?), ergeben sich die unterschiedlichsten Varianten dafür, wie denn eigentlich das ideale Training für den einzelnen Sportler aussehen soll. Und doch: Im Vereins- und Leistungssport trainieren nahezu weltweit alle Athleten in Gruppen und nur sehr selten ziehen Sportler im Einzeltraining mit einem persönlichen Coach ihre Bahnen. Doch warum eigentlich?
Geteiltes Leid ist halbes Leid
Der Schwimmsport wird beinahe weltweit in Trainingsgruppen organisiert. In den üblichen Teams und Vereinen sind häufig Gruppen zwischen 10 und 20 Schwimmern zusammen, also sprechen wir hier eigentlich schon von einer ganzen Mannschaft. Das hat durchaus seine Gründe und bringt auch so manchen Vorteil mit sich. Frei nach dem Motto „geteiltes Leid ist halbes Leid“ kann das Gruppengefüge dabei helfen, harte Trainingseinheiten durchzustehen. Beim Wettkampf ist man ebenfalls nicht allein, sondern kann sich auf die Unterstützung vom Beckenrand verlassen. Und das „gegeneinander“ schwimmen im Training, also eine gesunde Konkurrenz mit den Teamkollegen, hilft dabei sich gegenseitig zu neuen Höchstleistungen zu pushen. Oftmals sind es jedoch gar nicht diese idealistischen Hintergründe, warum das Training von Schwimmern in Gruppen organisiert ist. Würde jeder Athlet auf ein Einzelcoaching bestehen, bräuchte es eine ganze Armee an Trainern, die ja dann auch bitte bestens ausgebildet sein sollten. Zudem gilt: Je kleiner die Trainingsgruppe, desto mehr Platz auf der Bahn hat der Einzelne. Im Umkehrschluss heißt das: In größeren Gruppen können mehr Schwimmer auf der gleichen Wasserfläche trainieren. Und Bahnenzeiten sind in den meisten Orten nun einmal knapp bemessen. Das Training in Gruppen folgt also durchaus auch einigen Effizienzgesichtspunkten.
Anderer Schwimmer, andere Bedürfnisse
Das große „Aber“ haben wir bereits erwähnt: Jeder Schwimmer hat individuelle Voraussetzungen und Ansprüche. Das Gruppentraining kann somit einige Nachteile mit sich bringen. Ist das Programm an den Top-Schwimmern der Gruppe ausgerichtet, kann es die schwächeren überlasten. Umgekehrt können die starken Sportler unterfordert sein, wenn man ihnen nicht genug abverlangt. Im Vereinswesen wird zudem vielerorts eine zweifelhafte Vorgehensweise bei der Gruppeneinteilung praktiziert: Oft werden diese vor allem nach Alter und weniger nach Leistungsstärke eingeteilt. So verschärft man das Problem der mangelnden Individualisierung, da damit auch die unterschiedliche körperliche Entwicklung, die Jugendliche während und nach der Pubertät durchlaufen, nicht beachtet wird. Eines weiteren Nachteils sollte man sich im Gruppentraining bewusst sein: Auch das ständige Schwimmen im Kreisverkehr kann sich auf die Dauer negativ auswirken. So schleift es sich bei Wenden zum Beispiel ein, dass sich Schwimmer in Richtung der neuen Bahnhälfte abstoßen. Auch im Wettkampf sieht man daher immer wieder Schwimmer, die auf ihrer Bahn nicht nur auf und ab, sondern quasi im Kreis schwimmen und damit unnötige Extrameter zurücklegen.
Aus der speziellen Trainingslehre kennen wir zudem die Bedeutung der Wiederherstellung, also Regeneration, nach jedem Training. Gehen wir also davon aus, dass ein Training X mit einem bestimmten Ziel für eine Gruppe gemacht wurde. Es stellt sich dann die Frage, ob beim Folgetraining alle im gleichen und damit erholten Zustand sind, um den nächsten richtigen Trainingsreiz zu setzen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt müssen wir feststellen, dass bei allen Vorteilen des Gruppentrainings die Wichtigkeit sehr hoch ist, ein individuell angepasstes Training umzusetzen, um mittel- und langfristig einen Leistungszuwachs zu erzielen. Passt dieses System von Belastung und Erholung über einen längeren Zeitraum nicht zusammen, wird es zu einer Leistungsstagnation kommen, auch wenn grundsätzlich gut trainiert wurde.
Andere Trainer – anderes Training
Welche Möglichkeiten lassen sich also einsetzen, um eine gewisses Maß an Individualität zu erlangen. Schauen wir auf die internationale Spitze, dann fällt auch hier auf, dass dort meist in Gruppen trainiert wird. Aber: Der Trend geht hier stark hin zu sehr homogenen Gruppen. Jeder Schwimmer hat dort zwar eigene Ansprüche, doch diese unterscheiden sich nicht allzu sehr von denen der anderen. Mitunter funktioniert diese Auswahl automatisch: Ein als „Sprintexperte“ bekannter Trainer zieht zum Beispiel die Kurzstreckenspezialisten zu sich und wenn ein Athlet merkt, dass er mit der Trainingsweise seines Coaches nicht zurechtkommt, erwägt er zwangsläufig irgendwann einen Wechsel. Je nachdem, welche Ziele man für sich selbst setzt, kann es also durchaus Sinn machen, sich mal in der Umgebung umzuschauen und auszuloten, wie dort trainiert wird. So kann man sich dem Trainer anschließen, der den individuellen Bedürfnissen am besten gerecht wird.
Gerade im Vereinssport wird es sich nicht machen lassen, komplette Trainingsgruppen nach Sprintern, Langstrecklern usw. zusammenzusetzen. Was jedoch möglich ist: Man kann die eigene Trainingsgruppe in mehrere Untergruppen teilen und hier zum Beispiel unterscheiden nach Distanzen (Lang, Mittel, Sprint), nach Schwimmart oder auch nach Leistungsstand. Letzteres wird in der Praxis oft gemacht, indem beim Training auf mehreren Bahnen die besten Athleten jeweils an der Spitze des Pulks schwimmen und so als Abgangsgruppe starten. Nach hinten zu wird dann nach Leistungsstärke abgestuft. Dies hat zwar für den Trainer den Vorteil, dass ein Trainingsplan für alle reicht. Letztlich dient diese Form der Unterteilung aber eher der Organisation des Trainingsbetriebs und weniger dazu dem einzelnen Athleten gerecht zu werden. Ein erster Schritt zu mehr Individualität ist das bewährte Schwimmen von Haupt- und Nebenlagen. Das dürfte jeder Vereinsschwimmer kennen. Die Belastungsintensitäten für die einzelnen Athleten sind dabei meist gleich, sie schwimmen die vorgegebenen Serien aber jeder in seiner individuellen Hauptlage. Da dafür die Brustschwimmer natürlich andere Abgänge benötigen als die Kraulexperten, ergeben sich automatisch meist auch leicht andere Umfänge oder Pausenzeiten. Dies kann sich durchaus nachteilig auswirken, wenn die Freistil-Asse schon am Beckenrand chillen, während die anderen kaum hinterherkommen.
Merke: Die Durchführung von individuell gesteuerten Hauptlage-Serien in verschiedenen Schwimmdisziplinen ist bei großen Gruppen nicht optimal durchführbar. Die Steuerung der interindividuellen Pausen- bzw. Abgangszeiten wird beispielsweise schon sehr schwierig werden. Die Lösung als Kompromiss über einen Mittelweg muss dann sehr gut geplant sein. Es sollte nicht zu einer ständigen Über- und Unterforderung der Schwimmer kommen.
Eine Gruppe – mehrere Programme
Ab einem bestimmten Level macht es also durchaus Sinn, sich unterschiedliche Inhalte für die Gruppe zu überlegen und damit für die einzelnen Untergruppen tatsächlich eigene Trainingsprogramme zu schreiben. Doch wonach richte ich mich als Coach hierbei? Streckenlänge? Leistungsniveau? Oder Spezialschwimmart? Das „Prinzip der individualisierten Belastung“ spielt da eine besonders große Rolle. Jedes Training muss auf die individuellen Ziele und Bedürfnisse sowie psychophysische Voraussetzungen abgestimmt und ausgerichtet sein. Natürlich müssen die Trainingsreize auch an den Anforderungen der Strecke bzw. Disziplin orientiert sein. Dabei darf nicht vernachlässigt werden, dass die sportliche Leistung ein Komplex aus vielen Teilkomponenten ist und erst mit der richtigen Mischung, individuell abgestimmt, die persönliche Höchstleistung des jeweiligen Sportlers erreicht werden kann. Wenn ein Training optimal ausgeführt werden soll, muss dieses im gesamten langfristigen Leistungsaufbau neben dem Geschlecht auch auf das biologische Alter ausgerichtet sein. Zielsetzungen, Inhalte und Methoden sind daher immer alters- und geschlechtsspezifisch auszuwählen.
Gesetzte Ziele sollten dabei immer dem Schlagwort „S-M-A-R-T“ folgen:
S... Spezifisch (individuell)
M... Messbar
A... Angemessen (körperlich, altersgemäß)
R... Realisierbar (Rahmenbedingungen, Umfeld)
T... Terminierbar (Zeitmanagement)
Eine Zieldefinition muss also mit jedem einzelnen Schwimmer getroffen werden. Hier gilt es festzuhalten: Wo wollen wir gemeinsam hin? Die Jahresplanung ergibt sich dann aus dem jeweiligen nationalen und internationalen Wettkampfkalender und ist an das Niveau der Sportler angepasst. So muss zum Beispiel nicht jeder Schwimmer in der Gruppe alle Wettkämpfe schwimmen, sondern diese werden nach den individuellen Zielen gesetzt. Auf diese Weise kann schon bei der Jahresplanung auf die Bedürfnisse der einzelnen Athleten eingegangen werden. Basierend auf den Zielstellungen (Strecken, Disziplinen, Zeiten), den Leistungsvoraussetzungen und den sich daraus ergebenden Komponenten wie zum Beispiel dem Wettkampfplan können wir unsere Gruppe in Untergruppen einteilen. Dabei kann es auch eine Rolle spielen, auf welche Arten des Trainings (z.B. Dauermethoden, Intervalltraining) die einzelnen Athleten besser anschlagen. Die Gruppen können und sollten im Laufe der Saison durchaus auch gemischt werden, wenn zum Beispiel nicht mehr nach Strecken sondern dem bevorstehenden unterschiedlichen Wettkampf unterteilt wird. Die Differenzierung innerhalb der Gruppe wird dabei immer stärker, je näher wir uns auf den Saisonhöhepunkt zubewegen. Oft gibt zudem die zur Verfügung stehende Infrastruktur den Ordnungsrahmen für den Trainingsinhalt vor. Viele Vereine haben an verschiedenen Tagen eine verschiedene Anzahl an Bahnen zur Verfügung. In diesem Fall sollte auch die inhaltliche Aufteilung der Trainingseinheiten an die Gegebenheiten angepasst werden. Umso mehr Bahnen ein Trainer zur Verfügung hat, umso komplexer und interindividueller sollte die Trainingsplangestaltung sein. Auf höherem Niveau und damit auch in vielen Leistungszentren und Trainingsgemeinschaften ist es nicht ungewöhnlich, dass innerhalb einer Trainingsgruppe drei, vier oder auch fünf unterschiedliche angepasste Programme absolviert werden.
Individuelles Training bei wenig Platz
In den meisten Vereinen dürften drei oder vier Trainingsbahnen ein Luxus sein, von dem die Teams nur träumen können. Doch wie kann ich individualisieren, wenn mir wenig Platz – zum Beispiel nur eine einzige Bahn – zur Verfügung steht. Hier dafür ein paar Anregungen:
1. Nutze die Möglichkeiten auch neben der Schwimmbahn!
- eine Bahn schwimmen mit einem vorgegebenen Inhalt (z.B. 25/50 m Kraul 3er Atmung
- danach aus dem Wasser und beim Zurückgehen gibt es 5 Stationen
- Station 1) Liegestütz, Station 2) Rolle vorwärts, Station 3) Kniebeugen, Station 4) Situps, Station 5) Tappings
Dieser Kreisbetrieb kann nach beliebigen inhaltlichen Zielen angepasst werden, und ist beispielsweise fünf- bis zehnmal zu absolvieren. Die Anzahl der Wiederholungen bei den Übungen an Land können individuell vorgegeben werden und so kann man auf die Leistungsvoraussetzungen der einzelnen Schwimmer eingehen.
2. Nutze Trainingshilfen!
- Erhöhe die Intensität für gute Sportler mit diversen Trainingsgeräten (Bremsfallschirme, Blei an den Füßen, T-Shirt, etc.), während die schwächeren Schwimmer ohne diese schwimmen.
- Umgekehrt: Erhöhe den Vortrieb bei schwächeren Athleten zum Beispiel mit Flossen.
Gerade beim Training von Grundlagenausdauereinheiten kann so gut individualisiert werden.
3. Trainiere hohe Intensitäten in Staffeln
Das dürften Schwimmer gern hören: Wenn wenig Platz ist und hohe Intensitäten geschwommen werden sollen, bieten sich Staffeln an. Normalerweise zieht sich das Feld der Trainingsgruppe sonst oft weit auseinander, wenn es große Leistungsunterschiede gibt. Dann schlägt der Schnellste schon an, wenn die letzte Abgangsgruppe gerade erst startet. Lässt man aber die Athleten in Staffeln schwimmen, bekommen die schnelleren ihre Pause während die langsameren gerade im Becken sind und so kann jeder die vorgegebene Intensität schwimmen ohne auf den Vorder- oder Hintermann achten zu müssen. Und der Fun-Faktor trägt ebenfalls positiv bei.
4. Schwimmen im Kreisel
Diese Methode kennen wir von den Rennradfahrern, wenn sie das Windschattenfahren trainieren bzw. ausnutzen. Im Schwimmen ist in diesem Fall der Wasserschatten von Bedeutung. Die Schwimmer schwimmen hintereinander, und alle 100m (oder nach bestimmten Vorgaben), schwimmt der erste Schwimmer vor der Wende rechts weg, und der zweite Schwimmer übernimmt automatisch die Führungsposition. Der stehen gebliebene Schwimmer ordnet sich als letzter wieder ein. Wann dieser Wechsel stattfindet, beziehungsweise wer wie lange die Führungsposition hält, kann je nach Leistungszustand individuell vorgegeben werden.
Vielfältiges Training sorgt für breit ausgebildete Schwimmer
Auch in Trainingsgruppen mit sehr unterschiedlichen Sportlern kann es aber durchaus Sinn machen, bewusst eben nicht individuell sondern gemeinsam trainieren zu lassen. Gerade im Nachwuchsbereich bietet sich das oft an. Eine zu frühe Individualisierung kann hier dazu führen, dass Talente gar nicht erkannt werden und die Athleten selbst überhaupt nicht richtig wissen, was in ihnen steckt. Stattdessen sollte das Training im Jugendbereich möglichst breit und vielfältig angelegt sein. Eine gut ausgebildete Technik in allen Lagen sowie in den nichtzyklischen Bewegungen (Start, Wende), Grundlagenausdauer, Körperstabilität, die Delphinbewegung und Wassergefühl sind Voraussetzungen, die man sich erst einmal erarbeiten muss, bevor der Blick auf die individuellen Vorlieben geht. Auch bei „ausgewachsenen“ Schwimmern sollte sich der Trainer gut überlegen, welche Inhalte oder gar welche ganzen Einheiten zusammen geschwommen werden sollen. Das können gerade zum Saisonbeginn diverse Grundlagenausdauerblöcke sein oder auch in einzelnen Trainings bestimmte Schnelligkeitsaufgaben oder technisch- koordinative Inhalte. Denn so wichtig die Individualisierung auch ist: Ebenso wichtig ist es für die Athleten, immer wieder zu spüren, dass sie nicht allein sind beim Kacheln zählen, sondern auf die Unterstützung ihrer Gruppe bauen können.
Dieser Artikel erschien in der Januar-Ausgabe 2020 des swimsportMagazine. Alle noch verfügbaren Ausgaben der Zeitschrift für den Schwimmsport können im großen swimsportMagazine-Paket bestellt werden. Zum Sonderpreis erwarten euch hier mehr als 1500 Seiten geballtes Schwimmwissen --> Das swimsportMagazine-Paket
Junioren-WM 2025: Der finale Medaillenspiegel
Sechs intensive Wettkampftage lang wurde im rumänischen Otopeni um die Junioren-WM-Titel geschwommen. Am Ende standen für das deutsche Team drei Silbermedaillen zu Buche, was Platz 16 im Medaillenspiegel bedeutet. Die meisten Titel gingen an die Mannschaft aus den USA, die mit insgesamt 10 Goldmedaillen glänzte.
Der finale Medaillenspiegel der Junioren-WM 2025:
Land | Gold | Silber | Bronze | Gesamt | |
1 | USA | 10 | 6 | 6 | 22 |
2 | Neutrale Athleten | 5 | 5 | 5 | 15 |
3 | China | 5 | 3 | 3 | 11 |
4 | Japan | 4 | 8 | 6 | 18 |
5 | Großbritannien | 3 | 7 | 5 | 15 |
6 | Italien | 3 | 2 | 7 | 12 |
7 | Türkei | 3 | - | 1 | 4 |
8 | Litauen | 2 | 1 | 1 | 4 |
9 | Irland | 2 | - | 1 | 3 |
10 | Südkorea | 1 | 1 | 1 | 3 |
11 | Argentinien | 1 | 1 | - | 2 |
12 | Australien | 1 | - | - | 1 |
Neuseeland | 1 | - | - | 1 | |
Südafrika | 1 | - | - | 1 | |
Ukraine | 1 | - | - | 1 | |
16 | Deutschland | - | 3 | - | 3 |
17 | Rumänien | - | 1 | 1 | 2 |
18 | Brasilien | - | 1 | - | 1 |
Ungarn | - | 1 | - | 1 | |
Nigeria | - | 1 | - | 1 | |
21 | Kanada | - | - | 1 | 1 |
Kroatien | - | - | 1 | 1 | |
Tschechien | - | - | 1 | 1 | |
Dänemark | - | - | 1 | 1 | |
Griechenland | - | - | 1 | 1 |
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Bild: World Aquatics
Gräfe und Ludwig glänzen mit Doppelsilber zum JWM-Abschluss
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Zwei Medaillen gab es für das deutsche Team am letzten Wettkampftag der Junioren-WM in Otopeni zu bejubeln. Sowohl Jan Malte Gräfe als auch Lena Ludwig schlugen auf ihren Paradestrecken jeweils auf dem Silberrang an, untermauerten erneut ihre Position in der Weltspitze der Junioren und machten so einen herausragenden Saisonabschluss perfekt.
Beinahe hätte es für Jan Malte Gräfe über die 50m Brust sogar zum ganz großen Golderfolg gereicht. In 26,99 Sekunden fehlte dem frischgebackenen Junioren-Weltrekordhalter und JEM-Dritten lediglich eine Hundertstelsekunde zum Sieg. Diesen schnappte sich der Junioren-Europameister Nusrat Allahverdi (26,98) aus der Türkei, der Gräfe's Rekordzeit (26,95) vom Vortag jedoch nicht unterbieten konnte.
Nach Silber über die 100m Brust wiederholte Lena Ludwig diesen Erfolg auch auf der doppelten Distanz und kürte sich erneut zur Vizeweltmeisterin der Junioren. In 2:26,56 Minuten war die amtierende Junioren-Europameisterin über die 200m Brust erneut die schnellste Europäerin des Feldes, schwamm persönliche Bestzeit und musste sich nur der Südkoreanerin Sua Moon (2:24,77) geschlagen geben. Wie auch über die anderen Bruststrecken war mit Hannah Schneider eine zweite deutsche Athletin am Start, konnte jedoch nicht ins Finale vorstoßen. In 2:32,27 Minuten landete Schneider im Vorlauf auf Rang 13.
Nicht viel fehlte dem deutschen Aufgebot in Otopeni zu einer dritten Medaille an diesem letzten Wettkampftag. Nach Platz 5 und 6 in den vergangenen Tagen schwamm Johannes Liebmann über die 1500m Freistil noch dichter an die Medaillenränge heran und wurde in 15:04,40 Minuten starker Vierter. Lediglich 3,1 Sekunden fehlten dem JEM-Zweiten zu einem Platz auf dem Podium, in dessen Mitte erneut der WM-Finalist Kuzey Tuncelli (14:48,81) aus der Türkei Platz nahm.
Die deutsche 4x100m Lagenstaffel der Damen verpasste hingegen den Sprung ins Finale. In 4:10,17 Minuten beendeten Noelle Benkler (1:02,14), Hannah Schneider (1:09,94), Yara Fay Riefstahl (1:00,44) und Leni von Bonin (57,65) die Titelkämpfe auf Platz 14. Den Sieg schnappte sich die US-amerikanische Staffel (3:59,85) um Charlotte Crush, Rachel McAlpin, Audrey Derivaux und Rylee Erisman. Die 4x100m Lagenstaffel der Männer entschied das Quartett aus Japan mit Yumeki Kojima, Shin Ohashi, Raito Numata und Kazusa Kuroda für sich – ein deutsches Team war nicht gemeldet.
Die zwei Vizetitel von Gräfe und Ludwig sorgten für einen extrem erfolgreichen Abschluss der Junioren-Weltmeisterschaften für das deutsche Team. Mit insgesamt drei Silbermedaillen, sechs weiteren Finalplätzen, mehreren Altersklassenrekorden sowie dem Junioren-Weltrekord von Jan Malte Gräfe begeisterten die deutschen Nachwuchstalente mit dem besten JWM-Ergebnis seit 2017.
Die weiteren Siegerinnen und Sieger des Tages:
- 100m Freistil (m): Carlos D'Ambrosio (Italien) - 47,88
- 200m Rücken (m): John Shortt (Irland) - 1:56,19
- 100m Schmetterling (w): Mizuki Hirai (Japan) - 56,87
- 200m Schmetterling (m): Kris Mihaylov (Südafrika) - 1:56,16
- 200m Freistil (w): Yang Peiqi (China) - 1:56,25
Junioren-WELTREKORD! Jan Malte Gräfe bei Junioren-WM auf Goldkurs
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26,95! So lautet der neue Junioren-Weltrekord über die 50m Brust, über den Jan Malte Gräfe bereits im Vorlauf der Junioren-WM jubeln durfte. Eine riesengroße Überraschung für den jungen Potsdamer, der vor wenigen Wochen bei der JEM Bronze gewann. Nun geht Gräfe im morgigen Finale bei den Titelkämpfen im rumänischen Otopeni auf der Favoritenbahn 4 ins Rennen.
Mit seiner Sensationsleistung von 26,95 Sekunden blieb Jan Malte Gräfe zwei Hundertstel unter der bisherigen Rekordzeit, die von niemand Geringerem als dem Olympiasieger und Weltmeister Nicolo Martinenghi aus Italien gehalten wurde. Seine Rekordlaune bei dieser JWM hatte Gräfe bereits über die doppelte Distanz mit drei deutschen Altersklassenrekorden bei den 18-Jährigen eindrucksvoll bewiesen. Auch wenn er im Halbfinale nicht ganz an seinen eigenen Junioren-Weltrekord heran kam, schwamm der deutsche Hoffnungsträger in 27,18 Sekunden erneut die schnellste Zeit des Feldes und hat damit gute Aussichten auf Edelmetall. Doch die Konkurrenz um den JEM-Sieger Nusrat Allahverdi (27,22) aus der Türkei ist ebenfalls stark einzuschätzen.
Um sich auf seine Paradestrecke zu fokussieren und seine Kräfte zu schonen, hatte Jan Malte Gräfe kurzfristig auf die 200m Brust verzichtet. Diese Strecke wird am morgigen letzten Wettkampftag dann aber Lena Ludwig bestreiten, die als amtierende Junioren-Europameisterin an den Start gehen wird und gestern bereits mit Silber über die 100m Brust ihre herausragende Form bei diesen Titelkämpfe untermauerte. Und auch Johannes Liebmann zählt über die 1500m Freistil zu den Medaillenhoffnungen des deutschen Teams.
Über die 100m Schmetterling der Damen wurden die deutschen Farben von Yara Fay Riefstahl vertreten, die sich abermals einen Platz im Halbfinale erkämpfte. Dort schmetterte Riefstahl, die morgen auch Teil der deutschen 4x100m Lagenstaffel sein wird, in 59,62 Sekunden auf Rang 13 und verpasste den Sprung ins Finale nur um wenige Zehntel.
Im Finale der 4x100m Freistilstaffel sorgte das Damen-Quartett aus den USA für einen weiteren Junioren-Weltrekord. In 3:35,53 Minuten steigerten Rylee Erisman, Liberty Clark, Julie Mishler und Lily King die bisherige Rekordzeit um mehr als sechs Zehntelsekunden und setzten sich souverän gegenüber den Staffeln der Neutrale Athleten (3:37,87) und China (3:40,38) durch.
Die weiteren Siegerinnen und Sieger des Tages:
- 1500m Freistil (w): Yang Peiqi (China) - 16:08,37
- 50m Schmetterling (m): Dean Fearn (Großbritannien) - 23,54
- 50m Rücken (w): Ainsley Trotter (Australien) - 27,88
- 400m Lagen (m): Raito Numata (Japan) - 4:11,37
Bild: Tino Henschel
Vizeweltmeisterin! Lena Ludwig begeistert mit Silber bei der Junioren-WM
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Zweitschnellste Juniorin der Welt! Mit dieser Auszeichnung darf sich Lena Ludwig nach ihrem Silbererfolg bei den Junioren-Weltmeisterschaften über die 100m Brust nun schmücken. Für das deutsche Team ist das die erste JWM-Medaille seit 2017.
Schon bei der JEM vor wenigen Wochen hatte Lena Ludwig über die 100m Brust mit der Silbermedaille geglänzt und wiederholte diesen beeindruckenden Erfolg nun auch auf der weltweiten Bühne. In 1:07,60 Minuten verbesserte die 18-jährige Heidelbergerin ihren Altersklassenrekord vom Vortag erneut um 1,5 Zehntel und musste, wie schon bei der JEM, lediglich der Litauerin Smilte Plyntykaite (1:06,86) den Vortritt lassen. Ludwigs Paradestrecke die 200m Brust finden übermorgen statt – dort wird die deutsche Hoffnungsträgerin dann als amtierende Junioren-Europameisterin an den Start gehen.
Auch Noelle Benkler war über die 200m Lagen der Sprung in das JWM-Finale gelungen. In einem engen Feld fehlten Benkler am Ende lediglich sieben Zehntel zu einer Medaille. Ihre Zeit von 2:12,54 Minuten bedeuteten dennoch einen starken fünften Platz. Die zweite deutsche Starterin Leni von Bonin beendete den Vorlauf in 2:19,93 Minuten auf Rang 29. Den Sieg über die 200m Lagen schnappte sich die US-Amerikanerin Audrey Derivaux (2:10,58), die bei diesen Titelkämpfen bereits mehrfach ganz oben auf dem Podium stand.
Wie schon über die 50m Freistil war Larus Thiel auch über die 50m Schmetterling souverän ins Halbfinale geschwommen, konnte sich dort aber keinen der begehrten Plätze unter den Top 8 sichern. In 24,09 Sekunden verpasste Thiel als Zwölfter das Finalticket nur 16 Hundertstelsekunden. Zur Topzeit des Feldes schmetterte der Brite Dean Fearn in 23,36 Sekunden.
Aus internationaler Sicht sorgte der Brite Filip Nowaki für das Highlight des Wettkampftages. Über die 200m Brust stellte Nowaki in 2:07,32 nicht nur einen neuen JWM-Rekord auf, sondern war bei seinem Golderfolg sogar neun Hundertstel schneller als der WM-Sieger aus Singapur Qin Haiyang.
Die weiteren Siegerinnen und Sieger des Tages:
- 50m Schmetterling (w): Zoe Pedersen (Neuseeland) - 25,63
- 50m Rücken (m): Georgii Iakovlev (Neutrale Athleten) & Daniele del Signore (Italien) - 24,91
- 400m Freistil (w): Yang Peiqi (China) - 4:05,38
- 50m Freistil (m): Nikita Sheremet (Neutrale Athleten) - 21,99
- 4x200m Freistil (m): Neutrale Athleten (Mikhail Shcherbakov, Grigorii Vekovishchev, Egor Babinich, Andrei Cherepkov) - 7:10,39
Bild: Tino Henschel
Junioren-WM: Lena Ludwig mit Jahrgangsrekord auf Podestkurs
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Nachdem Lena Ludwig erst vor wenigen Wochen bei der JEM mit drei Medaillen begeistern konnte, schickt sich die deutsche Nachwuchshoffnung nun auch bei den Weltmeisterschaften der Junioren an, nach Edelmetall zu greifen – und das auch gleich mit einem neuen Altersklassenrekord.
Über die 100m Brust glänzte Lena Ludwig im Vorlauf mit der Topzeit des Feldes und musste sich im Halbfinale lediglich der Litauerin Smilte Plyntykaite (1:07,64) geschlagen geben. Mit ihrer Zeit von 1:07,75 Minuten trug sich die 18-Jährige Heidelbergerin zudem in die deutschen Rekordbücher ein und steht nun als Zweitschnellste in ihrem zweiten JWM-Finale bei den laufenden Titelkämpfen im rumänischen Otopeni. Auch der zweiten deutschen Starterin Hannah Schneider war der Sprung ins Halbfinale gelungen. In 1:09,92 Minuten musste Schneider dort als 16. dann aber der starken internationalen Konkurrenz Tribut zollen.
Nach Platz 7 über die 400m Freistil erreichte Johannes Liebmann über die doppelte Strecke eine noch bessere Platzierung und schlug nach 7:54,83 Minuten als Sechster an. Der Magdeburger hatte ein beherztes Rennen gezeigt, die Medaillen schienen langezeit in Reichweite. Den Sieg über die 800m Freistil schnappte sich Kuzey Tuncelli aus der Türkei, der in 7:46,52 Minuten seiner Favoritenrolle souverän gerecht wurde. Tuncelli stand zuletzt bei der WM in Singapur sowohl über die 800m als auch 1500m Freistil im Finale und durfte sich jeweils über Top 6 Platzierungen freuen.
Bei der WM in Singapur hätte womöglich auch die frischgebackene Juniorenweltmeisterin über die 100m Freistil für eine Überraschung sorgen können, denn mit ihrer Siegeszeit von 52,79 Sekunden hätte die US-Amerikanerin Rylee Erisman bei den Weltmeisterschaften der "Großen" Bronze gewonnen.
Mit Yara Fay Riefstahl und Larus Thiel waren am dritten Wettkampftag in Otopeni noch zwei weitere deutsche Nachwuchstalente in den Halbfinals vertreten. Beide verpassten jedoch den Sprung unter die Top 8. Über die 50m Schmetterling sprintete Riefstahl in 26,85 Sekunden mit starker neuer Bestzeit auf Rang 14, während Thiel über die 50m Freistil in 22,95 Sekunden auf dem sechzehnten Platz landete. In 21,75 Sekunden sorgte Nikita Sheremet aus der Ukraine für einen neuen Junioren-Weltrekord.
Die weiteren Siegerinnen und Sieger des Tages:
- 200m Rücken (w): Audrey Derivaux (USA) - 2:06,99
- 100m Schmetterling (m): Tajus Juska (Litauen) - 51,83
- 4x100m Freistil (mixed): USA (Michael Rice, Rowan Cox, Rylee Erisman, Lily King) - 3:26,03
Bild: Tino Henschel
Diese neun Topschwimmer gehen bei der Weltcup-Serie 2025 an den Start!
Für den diesjährigen Schwimm-Weltcup hat der Weltverband World Aquatics eine Reihe hochkarätiger Athleten angekündigt, die bei allen drei Stationen an den Start gehen werden. Angeführt wird das Feld von Superstar Summer McIntosh (Kanada), die bei den Weltmeisterschaften in Singapur gleich vier Titel gewann und nun erneut für Furore sorgen möchte.
Ebenfalls mit dabei sind ihre Dauerrivalinnen auf den Rückenstrecken, Regan Smith (USA) und Kaylee McKeown (Australien). Mit Kate Douglass (USA) und Mollie O’Callaghan (Australien) verstärken zwei weitere Weltklasse-Schwimmerinnen das Aufgebot.
Auch bei den Herren ist für Spannung gesorgt: Thomas Ceccon (Italien), Weltrekordhalter über 100m Rücken, nutzt den Weltcup für einen frühen Formtest. Ergänzt wird das Feld durch Noe Ponti (Schweiz), Hubert Kos (Ungarn) sowie Josh Liendo (Kanada).
Die Weltcup-Serie beginnt vom 10. bis 12. Oktober in Carmel (USA), ehe die nächsten Stopps in Westmont (USA, 17.–19. Oktober) und Toronto (Kanada, 23.–25. Oktober) folgen.
Bild: Tino Henschel
1:00,21! Jan Malte Gräfe schwimmt dritten Rekord bei der Junioren-WM
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Mit seinem dritten deutschen Jahrgangsrekord innerhalb von zwei Tagen erreichte Jan Malte Gräfe am zweiten Wettkampftag der Junioren-WM in Otopeni (Rumänien) eine Spitzenplatzierung im Finale über 100m Brust. Bereits im Vorlauf und Halbfinale hatte er die Bestmarke der 18-Jährigen verbessert.
Im Endlauf steigerte sich Gräfe erneut und schlug nach starken 1:00,21 Minuten an, also vier Zehntelsekunden schneller als bei seinem Rekordlauf am Vortag. Damit belegte der junge Deutsche einen ausgezeichneten fünften Platz, nur 0,28 Sekunden hinter dem Bronzerang. Den Sieg sicherte sich der Brite Filip Nowacki in herausragenden 59,20 Sekunden.
Ebenfalls im Finale vertreten war Lena Ludwig über die 50m Brust. In diesem schlug Ludwig nach 31,68 Sekunden als Achte an und blieb damit beim Titelgewinn der US-Amerikanerin Rachel McAlpin (30,78) knapp über ihrer Halbfinalleistung.
Bereits im Vorlauf am Vormittag ausgeschieden waren Yara-Fay Riefstahl (2:13,92) und Leni von Bonin (2:15,92) über die 200m Schmetterling. Die beiden belegten dabei die Plätze 13 und 22. Somit fand das Finale ohne deutsche Beteiligung statt, in welchem sich Audrey Derivaux aus den USA in starken 2:07,57 Minuten den Titel holte.
Für ein weiteres Highlight sorgte Carlos D’Ambrosio (Italien), der bei seinem Sieg über die 200m Freistil in 1:45,15 Minuten für einen neuen JWM-Rekord sorgte. Dasselbe gelang auch dem 200m-Lagen-Champion Mikhail Shcherbakov, der eine Zeit von 1:57,25 ins Becken brachte, sowie Rylee Erisman (USA – 53,09) im Halbfinale über 100m Freistil.
Die weiteren Titelträger im Überblick:
- 100m Rücken (m): John Shortt - Irland - 53,86
- 4x100m Freistil mixed: Japan - 3:45,57
- 800m Freistil (w): Peiqi Yang - China - 8:22,93
Bild: Tino Henschel
Junioren-WM: Rekord-Doppelschlag durch Jan Malte Gräfe
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Direkt am ersten Wettkampftag der Junioren-WM im rumänischen Otopeni sorgte Jan Malte Gräfe für Rekordjubel im deutschen Team - und das gleich doppelt. Neben Gräfe durften sich auch Johannes Liebmann und Lena Ludwig über Finaltickets freuen.
Bereits im Vorlauf über die 100m Brust stellte Jan Malte Gräfe in 1:00,66 Minuten eine neue deutsche Jahrgangsbestmarke bei den 18-Jährigen auf und verbesserte diese im Halbfinale erneut um fünf Hundertstelsekunden. Mit seiner starken Zeit von 1:00,61 Minuten steht der JEM-Bronzemedaillengewinner souverän als Siebter im morgigen Finale.
Gleiches gelang auch Lena Ludwig über die 50m Brust, die sich in 31,35 Sekunden als Achte einen der eng umkämpften Finalplatz schnappte. Die zweite deutsche Starterin Hannah Schneider (32,12) hatte als 17. der Vorläufe nur hauchdünn den Sprung in die nächste Runde verpasst.
Aber auch am ersten Tag der Junioren-Titelkämpfe war das deutsche Team bereits in den Finals vertreten. Über die 400m Freistil schwamm Johannes Liebmann - der vor allem auch auf den noch längeren Strecken zuhause ist - in 3:49,27 Minuten auf einen sehr respektablen siebten Platz. Den Sieg sicherte sich der unter neutraler Flagge startende Grigorii Vekovishchev (3:46,64).
Über die 400m Lagen der Damen verpasste Noelle Benkler nach JEM-Silber den Einzug ins Finale nur um wenige Zehntelsekunde. Benkler’s Zeit von 4:47,67 Minuten bedeuteten im Gesamtklassement Rang Neun. Und auch Leni von Bonin (4:50,91) musste sich als 13. bereits im Vorlauf geschlagen geben. Das Finale entschied dann die Argentinierin Agostina Hein für sich, die in 4:34,34 Minuten mit einem neuen Veranstaltungsrekord glänzte.
Ohne deutsche Beteiligung fanden die beiden Staffelentscheidungen des Tages statt. Über die 4x100m Freistil der Männer triumphierte das Quartett der neutralen Athleten in Junioren-Weltrekordzeit von 3:15,68 Minuten vor den Mannschaften aus Italien (3:16,03) und den USA (3:17,06). Bei den Damen gingen die Podestplätze in der 4x200m Freistilstaffel an die frisch gebackenen Junioren-Weltmeisterinnen aus China (7:51,59) sowie die Teams aus den USA (7:52,82) und Italien (7:56,86).
Bild: Tino Henschel
Junioren-WM 2025: Die Starts des deutschen Teams
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Der Schwimmsommer 2025 geht in die nächste Runde: Von Dienstag bis Sonntag (19.-24.08.) kämpfen einige der besten Schwimmtalente des Globus bei den Junioren-Weltmeisterschaften im rumänischen Otopen um Titel und Medaillen.
Mit dabei ist auch ein achtköpfiges deutsches Team. Insgesamt 22 Einzelstarts sehen für die Mannschaft auf dem Programm. Hinzu kommt eine Staffel: Deutschland wird über die 4x100m Lagen der Damen bei den Teamevents vertreten sein.
Wir haben hier für euch die Starts des deutschen Teams bei der Junioren-WM 2025 im Überblick:
19.08.2025:
- 400m Freistil (m): Johannes Liebmann
- 50m Brust (w): Lena Ludwig / Hannah Schneider
- 400m Lagen (w): Noelle Benkler / Leni von Bonin
- 100m Brust (m): Jan Malte Gräfe
20.08.2025:
- 200m Schmett. (w): Leni von Bonin / Yara Fay Riefstahl
21.08.2025:
- 50m Schmett. (w): Yara Fay Riefstahl
- 100m Brust (w): Lena Ludwig / Hannah Schneider
- 50m Freistil (m): Larus Thiel
- 800m Freistil (m): Johannes Liebmann (schnellster Zeitlauf)
22.08.2025:
- 50m Schmett. (m): Larus Thiel
- 200m Brust (m): Jan Malte Gräfe
- 200m Lagen (w): Noelle Benkler / Leni von Bonin
23.08.2025:
- 100m Schmett. (w): Yara Fay Riefstahl
- 50m Brust (m): Jan Malte Gräfe
24.08.2025:
- 200m Brust (w): Lena Ludwig / Hannah Schneider
- 4x100m Lagen (w): Team Germany
- 1500m Freistil (m): Johannes Liebmann (schnellster Zeitlauf)
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Bild: Tino Henschel
,,Wer nur abschaut, läuft irgendwann hinterher‘‘: Marina Spottke setzt innovative Trainingsreize in Berlin
Seit drei Jahren ist Marina Spottke nun schon am Berliner Olympiastützpunkt und begleitet die Sportlerinnen und Sportler insbesondere im Athletikbereich. Doch das Athletiktraining von Marina, von dem unter anderem die Olympiateilnehmer Angelina Köhler, Ole Braunschweig und Nele Schulze profitieren, geht dabei oftmals über konventionelle Trainingsmethoden hinaus.
Den Schwerpunkt legt die Trainingswissenschaftlerin Marina Spottke nämlich auf die neuromuskuläre Kernstabilität, die es den Schwimmern ermöglicht, mehr Stabilität im Wasser zu generieren, um technische Feinheiten zu perfektionieren und das Maximum an Kraft ins Wasser zu bringen. Dafür wird der Blick häufig auf die Nervenbahnen gerichtet, denn schon minimale Anpassungen im Bewegungsapparat können entscheidende Auswirkungen haben. Ein Beispiel: Liegt der Kopf beim Schwimmen zu weit im Nacken, wird ein Nerv abgeklemmt. Dadurch kann der Bizeps nicht vernünftig angesteuert werden und die Hand des Sportlers dreht sich beim Zug weiter nach außen als gewollt. Um die Handhaltung zu verbessern, muss demnach in erster Linie die Kopfposition korrigiert werden.
Bevor sie die Position am Berliner Olympiastützpunkt annahm, war Marina Spottke lange selbstständig tätig – unter anderem als Personaltrainerin, Referentin und Mental Coach. Lasse Frank, Chefcoach des Berliner Bundesstützpunkts, kontaktierte Marina auf Instagram und bot ihr nach einem Probetag an, ihr Athletiktraining fortan am Stützpunkt zu integrieren. Seitdem arbeiten die Beiden intensiv Seite an Seite.
„Dieser Mensch ist einfach großartig, er hat mir von Anfang an großes Vertrauen geschenkt. Das schätze ich sehr.“, reflektiert Marina die Zusammenarbeit mit Lasse Frank. Um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, werden das Land- und Wassertraining eng aufeinander abgestimmt – wie Zahnräder in einem Uhrwerk, die nur ineinandergreifend funktionieren. Die allgemeine Trainingssteuerung obliegt dennoch Lasse Frank, insbesondere was die Intensitäten betrifft. Aber auch Marina steht oftmals am Beckenrand, beobachtet die Wassereinheiten eingehend, konzipiert passende Athletikaufgaben und gibt gerne auch konkrete Verbesserungsvorschläge, die im Wasser umgesetzt werden können.
Die Athletikeinheiten werden dabei ganz divers gestaltet: von Yoga, zum Skateboard fahren, zu Kraftübungen mit Traktorreifen – alles ist dabei. Besonders wichtig für die neuromuskuläre Kernstabilität sind Core-Übungen, also die Stärkung der Rumpfmuskulatur. Vor allem Übungen mit diagonalen oder asymmetrischen Elementen haben einen großen Mehrwert. Zudem macht Marina mit ihren Schützlingen auch vermehrt Atemtraining, um die Ermüdung des Körpers unter Belastung zu verzögern. Alle Trainingsmethoden folgen demselben Anspruch: „Wir sind nicht im Fitnesscenter und wollen einen schönen Körper haben, sondern wir wollen einen funktionsfähigen, einen leistungsfähigen Körper trainieren, der uns im Schwimmsport unterstützt.“ Doch nicht nur im Top-Bereich setzt neuromuskuläres Training, wie das von Marina Spottke, wichtige Impulse – auch im Nachwuchsbereich ist die Stärkung der Tiefenmuskulatur von großer Bedeutung. Marina selbst sieht in ihrer Form des Athletiktrainings die Basis für andere Trainingsbereiche, wie beispielsweise das Krafttraining.
„Ich glaube, ich profitiere sehr von meinen eigenen Erfahrungen im Leistungssport. Ohne diese Expertise könnte ich meine Arbeit nicht so ausführen“, erzählt die langjährige Leistungsschwimmerin, die 1996 an den Olympischen Spielen in Atlanta teilnahm. Selbst erlebte Defizite und Fehlerquellen adressiert Marina ganz bewusst, integriert gleichzeitig aber auch viele Übungen in ihr Training, die sie rückblickend als besonders wertvoll empfunden hat. Die Kombination aus etablierten und neuen Trainingsansätzen sei dabei entscheidend: „Ich sehe es nicht als schlecht an, alte Werte zu behalten. Ich denke, dass Innovation und Wachstum viel mit Wissensaustausch – auch generationsübergreifend – zu tun hat.“ Eine Ausdehnung des Wissensaustausch wünscht sich Marina auch zwischen den deutschen Stützpunkten, aber auch beim Blick über den Tellerrand hinaus, um von anderen Nationen und anderen Sportarten zu lernen. Dennoch sei es stets besonders wichtig, den Blick Voraus zu richten: „Am Ende des Tages, wenn man sich immer nur Dinge abguckt, läuft man auch irgendwie immer hinterher. Ich bin ein Fan davon, groß zu denken, übertrieben groß zu denken. Und daraus entsteht dann eine kleinere, realistische Idee. Deswegen denke ich: Hinschauen und dann etwas Eigenes kreieren – das ist besonders gewinnbringend.“.
In Berlin hat sich das Training von Marina Spottke in den vergangenen drei Jahren zweifellos bewährt: vom WM-Triumph Angelina Köhlers, der erfolgreichen Olympiaqualifikation von Köhler, Braunschweig und Schulze, bis hin zu zahlreichen weiteren Erfolgsmomenten. „Ich freue mich, dass ich zu den Erfolgen in Berlin etwas beitragen durfte und ein Teil des Ganzen bin. Darauf bin ich natürlich sehr stolz.“, gibt Marina preis. Die Schwimmerinnen und Schwimmer schätzen die neuen Trainingsimpulse und ihre Athletiktrainerin sehr. „Ich glaube es wird sehr geschätzt, dass ich den Menschen hinter dem Sportler sehe. Ich bin eine ganzheitliche Trainerin und ich betrachte den Menschen, der vor mir steht. Mit all seiner Gabe, mit all seinem Talent, mit seinem Charakter und mit all seiner Schönheit im Menschsein. Ich akzeptiere den Menschen, der da vor mir steht, genauso wie er ist.“, erklärt Marina ihren Erfolg. Und fügt dann noch hinzu: „Ich helfe ihnen dabei, mit Spaß zu Höchstleistungen zu kommen.“.
Mehr als 50x Gold! Deutsche Masters bei WM erneut Weltspitze
Mit der Masters-WM ging der weltmeisterliche Sommer in Singapur in den vergangenen Tagen in die nächste Runde. Sowohl im Becken als auch bei den Freiwasserwettbewerben glänzten die deutschen Masters auch in diesem Jahr mit etlichen Top-Platzierungen und durften über alle Altersklassen hinweg insgesamt 51 WM-Titel bejubeln.
Fleißigster Goldsammler des deutschen Aufgebots war Frank Gruner, der in der Altersklasse 55 gleich viermal triumphieren konnte. Zudem stand Gruner gemeinsam mit der 4x50m Freistil Mixedstaffel des SCW Eschborn ganz oben auf dem Podium. Über die 200m Lagen siegte Frank Gruner sogar in neuer Weltrekordzeit, wie auch Nicole Heidemann (AK 40), die über die 200m Brust für den zweiten deutschen Weltrekord bei diesen Titelkämpfen sorgte.
Auch Susanne Reibel-Oberle (AK 60) und Jennifer Thater (AK 35) schnappten sich jeweils vier Goldmedaillen. Dreifaches Gold gab es für Alisa Fatum-Böker, Bernd Horstmann, Günther Schmeißer und Matthias Weiss.
Neben den 51 Golderfolgen untermauerte das deutsche Masters-Aufgebot in Singapur seinen Platz in der absoluten Weltspitze auch in diesem Jahr mit zahlreichen Silber- und Bronzemedaillen.
Link zu allen Ergebnissen:
Ergebnisse Masters-WM 2025 in Singapur
Alle deutschen Siegerinnen und Sieger der Masters-WM 2025:
Name |
Altersklasse |
Strecke |
Zeit |
Johanna Ahmann |
AK 30 |
200m Schmetterling |
2:22,73 |
Robin Backhaus |
AK 35 |
200m Lagen |
2:11,46 (DR) |
Lukas Bückner |
AK 25 |
400m Freistil |
8:28,60 |
Lukas Bückner |
AK 25 |
800m Freistil |
4:06,62 |
Thomas Dockhorn |
AK 60 |
100m Rücken |
1:06,66 (DR) |
Alisa Fatum-Böker |
AK 30 |
400m Freistil |
4:30,77 (DR) |
Alisa Fatum-Böker |
AK 30 |
800m Freistil |
9:20,08 (DR) |
Alisa Fatum-Böker |
AK 30 |
3km Freiwasser |
45:41.9 |
Roland Freygang |
AK 70 |
200m Schmetterling |
3:00,27 |
Frank Gruner |
AK 55 |
100m Rücken |
1:03,71 (DR) |
Frank Gruner |
AK 55 |
200m Rücken |
2:20,38 (=DR) |
Frank Gruner |
AK 55 |
200m Lagen |
2:19,03 (WR) |
Frank Gruner |
AK 55 |
400m Lagen |
5:01,13 (DR) |
Nicole Heidemann |
AK 40 |
200m Brust |
2:37,41 (WR) |
Christian Hemker |
AK 25 |
3km Freiwasser |
42:40,8 |
Bernd Horstmann |
AK 80 |
50m Rücken |
43,02 |
Bernd Horstmann |
AK 80 |
100m Rücken |
1:31,12 |
Bernd Horstmann |
AK 80 |
200m Rücken |
3:22,67 |
Fritz Ilgen |
AK 90 |
50m Rücken |
51,39 |
Fritz Ilgen |
AK 90 |
100m Rücken |
2:01,64 |
Leif-Henning Klüver |
AK 30 |
100m Freistil |
51,42 |
Katja Otto |
AK 45 |
200m Lagen |
2:35,63 |
Susanne Reibel-Oberle |
AK 60 |
200m Freistil |
2:25,42 (DR) |
Susanne Reibel-Oberle |
AK 60 |
400m Freistil |
5:03,98 (DR) |
Susanne Reibel-Oberle |
AK 60 |
200m Schmetterling |
2:47,25 (DR) |
Susanne Reibel-Oberle |
AK 60 |
200m Lagen |
2:45,41 (DR) |
Ester Rizetto |
AK 25 |
100m Freistil |
59,18 |
Cathleen Rund |
AK 45 |
3km Freiwasser |
50:39,3 |
Günther Schmeißer |
AK 80 |
50m Brust |
49,45 |
Günther Schmeißer |
AK 80 |
100m Brust |
1:53,03 |
Günther Schmeißer |
AK 80 |
200m Brust |
4:21,66 |
Alfred Otto Seeger |
AK 85 |
100m Schmetterling |
2:26,38 |
Monika Ingrid Senftleben |
AK 80 |
50m Brust |
54,43 |
Jennifer Thater |
AK 35 |
50m Freistil |
26,58 (DR) |
Jennifer Thater |
AK 35 |
100m Freistil |
58,09 (DR) |
Jennifer Thater |
AK 35 |
100m Schmetterling |
1:04,30 (DR) |
Jennifer Thater |
AK 35 |
200m Schmetterling |
2:27,46 |
Stev Theloke |
AK 45 |
50m Rücken |
27,89 |
Claudia Thilemann |
AK 55 |
400m Freistil |
5:00,94 |
Claudia Thilemann |
AK 55 |
400m Lagen |
5:44,96 |
Ursula Trondle |
AK 50 |
50m Freistil |
28,04 |
Matthias Weiss |
AK 70 |
100m Rücken |
1:18,19 |
Matthias Weiss |
AK 70 |
200m Lagen |
2:52,18 (DR) |
Matthias Weiss |
AK 70 |
400m Lagen |
6:21,24 (DR) |
Sabine Zimmermann |
AK 35 |
800m Freistil |
9:51,59 |
Sabine Zimmermann |
AK 35 |
400m Lagen |
5:26,62 |
Ines Ziemer |
AK 70 |
100m Brust |
1:42,43 |
Stadtwerke München (Veronika Ehrenbauer, Karin Bartel, Kathrin Gliesche, Katja Otto) |
AK 160+ |
4x50m Freistil |
1:52,33 (DR) |
Stadtwerke München (Veronika Ehrenbauer, Karin Bartel, Kathrin Gliesche, Katja Otto) |
AK 160+ |
4x50m Lagen |
2:06,36 (DR) |
Berliner TSC (Frank Stüwe, Rainer Fritsche, Andrea Kutz, Ina Ziegler) |
AK 240+ |
4x50m Freistil Mixed |
1:53,98 (DR) |
SCW Eschborn (Philipp Forster, Sara Rizzetto, Frank Gruner, Ester Rizzetto) |
AK 120+ |
4x50m Freistil Mixed |
1:41,10 (DR) |
Vierjährige Dopingsperre für russischen Nachwuchsschwimmer
Bei den diesjährigen Russischen Meisterschaften hatte der 17-jährige Alexander Efimov den neunten Platz über die 100m Rücken belegt. Nun wurde gegen den Teenager eine vierjährige Dopingsperre verhängt.
Bei einem Dopingtest wurde Alexander Efimov positiv auf die verbotene Substanz Melodium getestet, die seit 2016 auf der Anti-Doping Liste steht. Melodium wurde seitdem besonders häufig bei russischen Sportlerinnen und Sportlern nachgewiesen – so auch bei der mehrfachen Weltmeisterin und Olympiamedaillengewinnerin Yulia Efimova.
Nach seinem positiven Dopingbefund wurde Alexander Efimov zunächst provisorisch gesperrt. Seine offizielle Suspendierung tritt nun rückwirkend zum 5.Mai 2025 in Kraft, er ist somit bis Mai 2029 nicht startberechtigt.
Para-WM 2025: Deutschland nominiert 10-köpfiges Team
In wenigen Wochen werden in Singapur vom 21. bis 27. September die Weltmeisterschaften des paralympischen Schwimmsports ausgetragen – etwas mehr als ein Jahr nachdem das deutsche Team bei den Paralympics in Paris große Erfolge feierte. Nun wurden 10 Aktive offiziell für die Titelkämpfe in Singapur nominiert.
Mit Taliso Engel, Josia Topf und Tanja Scholz werden auch drei Paralympics-Sieger*innen mit von der Partie sein. Doch auch der Rest des Teams zeichnet sich durch sehr ausgeprägte internationale Erfahrung aus.
Neben Engel, Topf und Scholz werden auch Gina Böttcher, Malte Braunschweig, Philiip Hebmüller, Mira Maack, Verena Schott, Naomi Maike Schwarz und Maurice Wetekam die deutschen Farben vertreten. Alle zehn Schwimmerinnen und Schwimmer hatten sich bereits im Juni bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften Para Swimming (IDM) mit starken Leistungen für die WM in Singapur empfohlen.
Mit Elena Semechin wird eine Paralympics-Siegerin aus Paris in diesem Jahr jedoch nicht im Wettkampfbecken zu sehen sein. Der Grund äußerst erfreulich: die hochdekorierte Athletin erwartet im Herbst ihr erstes Kind.
Bild: Tino Henschel
Auch deutsche Flossenschwimmer begeistern bei World Games mit Medaillen und Rekorden
Bei den World Games in Chengdu stand in den vergangenen zwei Tagen das Flossenschwimmen auf dem Programm. Wie schon beim Rettungsschwimmen glänzte das deutsche Team erneut mit zahlreichen Erfolgen.
Drei Gold- und drei Silbermedaillen lautet die starke Ausbeute der deutschen Aktiven, die zudem mit einem neuen Weltrekord, zwei World Games Rekorden und fünf nationalen Bestmarken beeindruckten.
Für einen deutschen Doppelsieg sorgten Max Poschart und Justus Mörsted im 100m Flossenschwimmen. Bei seinem Triumph stellte Poschart, der gemeinsam mit Nina Holt deutscher Fahnenträger war, zugleich einen neuen Veranstaltungsrekord auf. Gemeinsam mit Niklas Loßner und Marek Leipold jubelten die beiden in der 4x50m Staffel neben dem Golderfolg auch über einen neuen Weltrekord (59,35). In gleicher Besetzung waren Poschart, Mörsted, Loßner und Leipold auch in der 4x100m Staffel für die internationale Konkurrenz nicht zu schlagen.
Im 50m Apnoe Rennen stand Max Poschart erneut auf dem Podium und sicherte sich mit Silber seine insgesamt vierte Medaille bei diesen World Games. Eine weitere Silbermedaille schnappte sich auch Justus Mörstedt im 200m Flossenschwimmen.
Bild: IWGA
World Games: Nina Holt begeistert mit 5x GOLD und 3 Weltrekorden
Nachdem Nina Holt bei der Schwimm-WM in Singapur gemeinsam mit zwei Staffeln ins Finale schwamm, war sie als Rettungsschwimmerin gleich darauf erneut gefordert und kürte sich bei den World Games in Chengdu (China) in den zurückliegenden Tagen zur erfolgreichsten Titelsammlerin.
Dank ihrer großen Erfolge im Rettungsschwimmen durfte Nina Holt bei der Eröffnungsfeier der World Games die Fahne des deutschen Teams tragen und stellte ihr Können auch im Wettkampfbecken erneut eindrucksvoll unter Beweis. Während das deutsche Team mit ingesamt 13 Podestplätzen ein wahres Medaillen-Feuerwerk erlebte, siegte Holt gleich fünfmal und stellte zudem drei neue Weltrekorde auf.
Über die 100m Rescue Medley verbesserte die 22-jährige Magdeburgerin, die im Rettungsschwimmen für die DLRG Harsewinkel startet, ihre eigene Weltrekordzeit um fünf Hundertstelsekunden. Und auch über die 50m Manikin Carry war Holt nicht zu schlagen. In beiden Rennen machte Lena Oppermann mit Silber den deutschen Doppelerfolg perfekt. Oppermann sicherte sich über die 100m Manikin Carry mit Flossen eine weitere Silbermedaille. Gemeinsam mit Julia Hennig und Undine Lauerwald triumphierte Holt und Oppermann auch in der 4×50m Pool-Lifesaver-Staffel sowie mit Undine Lauerwal und Alica Gebhardt in der 4×25m-Manikin-Staffel – beide Male mit neuem Weltrekord. Zu ihrer fünften Goldmedaille schwamm Nina Holt ebenfalls an der Seite ihrer Teamkolleginnen Lena Oppermann, Undine Lauerwal und Alica Gebhardt in der 4×50m Medley-Staffel.
Aber nicht nur Nina Holt sammelte fleißig Medaillen für das deutsche Rettungsschwimmen-Team, das insgesamt über 5x Gold, 6x Silber und 2x Bronze jubeln durfte. So gab es weitere Silbermedaillen für Alica Gebhardt (200m Super Lifesaver) und Undine Lauerwald (100m Manikin Tow mit Flossen) sowie für die 4×50m Pool-Lifesaver-Staffel um Sebastian Pierre-Louis, Jan Malkowski, Danny Wieck und Tim Brang. Die beiden Bronzemedaillen gingen auf das Konto von Felix Hofmann (200m Super Lifesaver) und die 4×50m-Medley-Staffel der Herren mit Sebastian Pierre-Louis, Jan Malkowski, Danny Wieck und David Laufkötter.
Aktuell laufen bei den World Games in Chengdu auch noch die Wettbewerbe im Flossenschwimmen. Auch hier konnte das deutsche Team bereits mit einigen Medaillen und Rekorden glänzen. Mehr dazu gibt es in den nächsten Tagen auf swimsportnews.
Bild: IWGA
Top vorbereitet in den Frühling | Trainingslager zu Ostern 2026
Flugreisen zu Ostern 2026 – Trainingslager unter südlicher Sonne
Die Osterferien 2026 bieten perfekte Voraussetzungen für ein intensives Schwimm-Trainingslager im Süden. Vor allem Flugreisen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit – denn wer dem unbeständigen Wetter in Mitteleuropa entfliehen möchte, findet in Südeuropa ideale Bedingungen für eine optimale Saisonvorbereitung.
SWIMTOURS, der Spezialist für Schwimm-Trainingslager in Europa, bietet mit über 80 sorgfältig geprüften Standorten zahlreiche Flugdestinationen, die perfekt auf die Bedürfnisse ambitionierter Schwimmteams zugeschnitten sind – darunter Spanien, Ägypten, Portugal und Griechenland.
Früh buchen – stressfrei vorbereiten
Ostern 2026 fällt auf Anfang April – und damit genau in die ideale Zeit für ein Trainingslager im Süden. Wer früh bucht, sichert sich nicht nur die besten Bahnenzeiten, sondern auch stabile Preise, die langfristig planbar bleiben.
Gerade bei größeren Gruppen oder Vereinen mit mehreren Jahrgängen zahlt sich eine frühzeitige Planung aus: Je früher das Trainingslager steht, desto entspannter läuft die Saisonvorbereitung. Und mit dem Rundum-Service von SWIMTOURS bleibt mehr Zeit fürs Wesentliche – das Training im Wasser.
Spanien als Top-Ziel für Schwimmer*innen
Seit Jahren zählt Spanien zu den beliebtesten Oster-Destinationen für Schwimmteams – insbesondere die Regionen rund um Barcelona sowie die Costa del Sol in Andalusien. SWIMTOURS bietet dort mehrere professionelle Anlagen mit 25- oder 50-Meter-Becken, modernen Fitnessräumen und passenden Unterkünften für Schwimmergruppen.
Fokus Spanien: Unsere Top 3 für Ostern 2026
Hotel Griego Mar – Torremolinos (Costa del Sol)
Sonne, Strand und Sport: Nur 1.300 Meter vom Hotel entfernt liegt ein offener 50-m-Pool mit acht Bahnen – ideal für ein Trainingslager unter freiem Himmel. Die klimatischen Bedingungen an der andalusischen Küste sind auch im Frühjahr hervorragend. Das zentral gelegene Hotel befindet sich nur wenige Gehminuten vom Ortskern Torremolinos entfernt.
New Hotel Colón – Mataró (bei Barcelona)
Der beheizte 50-m-Pool mit zwölf Bahnen liegt direkt am Mittelmeer und ist in fünf Gehminuten erreichbar. Als Schlechtwetteralternative steht eine moderne 25-m-Halle mit sechs Bahnen, Wavekillerleinen, Startblöcken und Schwimmeruhr zur Verfügung. Perfekt für intensive Einheiten in traumhafter Lage.
Hotel Verdi – Sabadell (bei Barcelona)
Zwei 50-m-Becken sorgen für maximale Trainingsflexibilität: Ein beheizter Outdoor-Pool (zehn Bahnen, 1.200 Meter entfernt) sowie ein weiterer Indoor-Pool mit ebenfalls zehn Bahnen stehen zur Verfügung. Das Hotel liegt etwa 40 Fahrminuten vom Flughafen Barcelona entfernt – das Stadtzentrum ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln in weniger als einer Stunde erreichbar.
Ausblick: Griechenland als Newcomer-Ziel
Neben Spanien baut SWIMTOURS aktuell auch das Portfolio in Griechenland weiter aus. Die Kombination aus modernen Anlagen, stabilen Flugverbindungen und mediterranem Flair macht das Land zu einem echten Geheimtipp für 2026.
Alles aus einer Hand – mit Pauschalreise-Vorteil
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Dressel, Weinstein & Armstrong starten bei US-Sommermeisterschaften
Während sich die meisten internationalen Schwimm-Asse nach der WM in Singapur nun in die wohlverdiente Sommerpause verabschieden, steht in den USA in dieser Woche erneut ein hochkarätig besetzter Wettkampf auf dem Programm. Vom 5. bis 8. August finden im kalifornischen Irvine die US-Sommermeisterschaften statt, bei denen nicht nur Caeleb Dressel mit von der Partie sein wird, sondern mit Claire Weinstein und Bella Sims auch zwei frisch gebackene Medaillengewinnerinnen aus Singapur.
Wie Caeleb Dressel hatte mit Hunter Armstrong ein weiterer Olympiasieger und Weltmeister auf eine Teilnahme an den Titelkämpfen in Singapur verzichtetet und wird sich nun im Fernduell mit den Zeiten der WM-Schwimmer messen. Dressel wird in Irvine über die 50m und 100m Schmetterling sowie 50m Freistil zu sehen sein.
Direkt aus Singapur reisen Claire Weinstein und Bella Sims nach Kalifornien, die beide Teil der amerikanischen 4x200m Freistilstaffel waren, die vergangene Woche Silber gewann. Weinstein war auch über die Einzelstrecke der Sprung aufs Podium gelungen.
Ebenfalls bei den US-Sommermeisterschaften am Start sein wird Julian Koch, der bei der U23-EM in diesem Jahr gemeinsam mit der deutschen Staffel zu einer Medaille geschwommen war. Koch trainiert bereits seit einem Jahr an der University of Pittsburgh in den USA, kommt ursprünglich aus Dubai, startet international aber für den Deutschen Schwimm-Verband.
Schwimm-WM 2025: Der finale Medaillenspiegel
Der Becken-Medaillenspiegel bei der Schwimm-WM 2025 - nach 8/8 Tagen:
Land | Gold | Silber | Bronze | Gesamt | |
1 | USA | 9 | 11 | 9 | 29 |
2 | Australien | 8 | 6 | 6 | 20 |
3 | Frankreich | 4 | 1 | 3 | 8 |
4 | Kanada | 4 | - | 4 | 8 |
5 | Neutrale Athleten (B) | 3 | 4 | 1 | 8 |
6 | China | 2 | 6 | 6 | 14 |
7 | Deutschland | 2 | 2 | 1 | 5 |
8 | Rumänien | 2 | - | - | 2 |
Tunesien | 2 | - | - | 2 | |
10 | Italien | 1 | 4 | 2 | 7 |
11 | Südafrika | 1 | 2 | 1 | 4 |
12 | Großbritannien | 1 | 1 | - | 2 |
13 | Niederlande | 1 | - | 2 | 3 |
14 | Ungarn | 1 | - | 1 | 2 |
15 | Litauen | 1 | - | - | 1 |
16 | Japan | - | 3 | 1 | 4 |
17 | Schweiz | - | 2 | - | 2 |
18 | Belgien | - | 1 | 1 | 2 |
19 | Polen | - | 1 | - | 1 |
20 | Südkorea | - | - | 1 | 1 |
Neutrale Athleten (A) | - | - | 1 | 1 | |
Kirgisistan | - | - | 1 | 1 |
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Der Freiwasser-Medaillenspiegel bei der Schwimm-WM 2025 nach 7 von 7 Entscheidungen:
Land | Gold | Silber | Bronze | Gesamt | |
1 | Deuschland | 4 | - | - | 4 |
2 | Australien | 2 | - | 2 | 4 |
3 | Japan | 1 | - | 1 | 2 |
4 | Italien | - | 6 | - | 6 |
5 | Ungarn | - | 1 | 2 | 3 |
6 | Frankreich | - | - | 2 | 2 |
7 | Monaco | - | - | 1 | 1 |
.
Der kombinierte Medaillenspiegel Becken- & Freiwasserschwimmen bei der Schwimm-WM 2025:
Land | Gold | Silber | Bronze | Gesamt | |
1 | Australien | 10 | 6 | 8 | 26 |
2 | USA | 9 | 11 | 9 | 29 |
3 | Deutschland | 6 | 2 | 1 | 9 |
4 | Frankreich | 4 | 1 | 5 | 13 |
5 | Kanada | 4 | - | 4 | 8 |
6 | Neutrale Athleten (B) | 3 | 4 | 1 | 8 |
7 | China | 2 | 6 | 6 | 14 |
8 | Rumänien | 2 | - | - | 2 |
Tunesien | 2 | - | - | 2 | |
10 | Italien | 1 | 10 | 2 | 13 |
11 | Japan | 1 | 3 | 2 | 6 |
12 | Südafrika | 1 | 2 | 1 | 4 |
13 | Ungarn | 1 | 1 | 4 | 6 |
14 | Großbritannien | 1 | 1 | - | 2 |
15 | Niederlande | 1 | - | 2 | 3 |
16 | Litauen | 1 | - | - | 1 |
17 | Schweiz | - | 2 | - | 2 |
18 | Belgien | - | 1 | 1 | 2 |
19 | Polen | - | 1 | - | 1 |
20 | Südkorea | - | - | 1 | 1 |
Neutrale Athleten (A) | - | - | 1 | 1 | |
Kirgisistan | - | - | 1 | 1 | |
Monaco | - | - | 1 | 1 |
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Bild: World Aquatics
US-Staffel schwimmt Weltrekord zum WM-Abschluss | DSV-Quartett kratzt am deutschen Rekord
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Seit 2013 stand kein deutsches Damenquartett über die 4x100m Lagen in einem WM-Finale. Bei den Titelkämpfen in Singapur hatten Lise Seidel, Anna Elendt, Angelina Köhler und Nina Holt diese Serie am letzten Wettkampftag nun eindrucksvoll beendet und im Vorlauf mit der drittschnellsten Zeit für Begeisterung gesorgt. In gleicher Besetzung waren die Lagendamen im Finale, welches sich gleichzeitig als Weltrekordrennen entpuppte, nun nochmals schneller unterwegs.
In 3:56,02 Minuten blieben Seidel (1:01,02), Elendt (1:04,90), Köhler (56,88) und Holt (53,22) erneut nur knapp über dem Deutschen Rekord (3:55,79) aus dem Jahr 2009 und jubelten gegen die starke internationale Konkurrenz über einen bemerkenswerten sechsten Platz.
In neuer Weltrekordzeit von 3:49,34 Minuten siegte die Staffel aus den USA um Regan Smith, Kate Douglass, Gretchen Walsh und Torri Huske, die die bisherige Bestmarke aus dem Olympiafinale von Paris um gut drei Zehntel unterbieten konnten. Da hatten auch die hochgehandelten Mannschaften aus Australien (3:52,67) und China (3:54,77) das Nachsehen, vergrößerten aber im allerletzten Rennen dieser Weltmeisterschaften erneut ihre Medaillensammlungen.
Nachdem Summer McIntosh gestern über die 800m Freistil nicht wie gewohnt ganz oben auf dem Siegerpodest stand, war sie über die 400m Lagen heute wieder einmal eine Klasse für sich. In 4:25,78 Minuten entschied die Olympiasiegerin und Weltrekordhalterin das Finale nicht nur mit einem riesigen Vorsprung zu ihrem Gunsten, sondern stellte auch einen neuen WM-Rekord auf und kürte sich mit ihrer vierten Goldmedaille zur erfolgreichsten Athletin dieser Titelkämpfe. Bereits über die 400m Freistil, 200m Lagen und 200m Schmetterling war die kanadische Ausnahmeschwimmerin nicht zu schlagen gewesen – hinzu kam die Bronzemedaille über die 800m Freistil. Hinter McIntosh resultierte ein packender Zweikampf um den Vizetitel in einem geteilten Silberrang für die Australierin Jenna Forrester und Mio Narita aus Japan. Beide setzten sich in 4:33,26 Minuten genau eine halbe Sekunde gegenüber der 12-Jährigen Chinesin Yu Zidi durch, die ihre ersten Weltmeisterschaften mit beeindruckenden drei vierten Plätzen beendete.
Über die 50m Brust konnte Ruta Meilutyte ihren Weltmeistertitel zum dritten Mal in Folge verteidigen und wurde ihrer Favoritenrolle in 29,55 Sekunden eindrucksvoll gerecht. Hinter der Weltrekordhalterin schlug die Chinesin Tang Qianting (30,03) auf dem Silberrang an, nachdem sie bereits über die doppelte Strecke auf das Podium geschwommen war. Bronze schnappte sich die Italienerin Benedetta Pilato (30,14), die sich somit ihre fünfte Medaille bei Weltmeisterschaften über diese Strecke erkämpfte. Ebenfalls hochdekoriert und in den vergangenen Jahre ein fester Bestandteil der Weltspitze über die Bruststrecken ist Lilly King, die das letzte Rennen ihrer so erfolgreichen Karriere in 30,25 Sekunden auf Rang Fünf beendete.
Im zweiten Sprintfinale der Damen über die 50m Freistil triumphierte mit Meg Harris die Vize-Olympiasiegerin von Paris. Die Australierin sprintete in 24,02 Sekunden zur Goldmedaille und verdrängte dabei das Chinesische Duo um Wu Qingfeng (24,26) und Cheng Yujie (24,28) auf die weiteren Podestplätze. Beide waren im Anschlag lediglich zwei Hundertstelsekunden voneinander getrennt.
Das deutsche Team beendet die Beckenwettbewerbe bei den Weltmeisterschaften in Singapur mit insgesamt fünf Medaillen, denn in einem spannungsgeladenen Rennen über die 1500m Freistil glänzte Sven Schwarz erneut mit einer Silbermedaille. Mehr dazu hier: Erneut Vize-Weltmeister! Sven Schwarz holt WM-Silber über 1500m Freistil.
Neben den Goldtriumphen von Lukas Märtens und Anna Elendt, Doppel-Silber durch Sven Schwarz und eine weitere Bronzemedaille durch Märtens waren die Titelkämpfe auch aufgrund zahlreicher Finalteilnahmen und starken Einzelleistungen wie schon im Freiwasser ein großer Erfolg.
Im Medaillenspiegel der Beckenevents landet das deutsche Team somit am Ende auf einem starken siebten Platz --> Schwimm-WM 2025: Der finale Medaillenspiegel
Wieder eine Klasse für sich: Leon Marchand holt sein siebtes WM-Gold
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Zum Abschluss der Schwimm-Weltmeisterschaften in Singapur hat Frankreich Superstar Leon Marchand erneut eine Demonstration seiner Überlegenheit abgeliefert. Über die 400m Lagen sicherte er sich in 4:04,73 Minuten mit mehr als dreieinhalb Sekunden Vorsprung auf seine Verfolger den Titel.
Auf den Plätzen zwei und drei blieben auch der Japaner Tomoyuki Matsushida (4:08,32) und Ilia Borodin (4:09,16) unter der Marke von 4:10 Minuten.
Für dem 23-jährigen Marchand war es bereits der siebte Titel bei Schwimm-Weltmeisterschaften. In Singapur hatte er zuletzt über die 200m Lagen nicht nur mit Gold geglänzt, sondern auch den Weltrekord von US-Star Ryan Lochte geknackt. Es war auf den Einzelstrecken die einzige globale Bestmarke, die es in den vergangenen Tagen bei der WM zu bestaunen gab.
Wenig später war Marchand erneut gefordert: Als Brustschwimmer stand er für die französische Lagenstaffel auf dem Block und durfte hier über Silber jubeln. In 3:27,96 Minuten musste das Quartett aus Frankreich nur den Neutralen Athleten den Vortritt überlassen, die in 3:26,93 Minuten eine neue Europarekord-Zeit ins Becken brachten. Bronze ging an die USA (3:28,62), bei denen Schlussschwimmer Jack Alexy mit einem Split von 45,95 Sekunden noch am Team aus Italien vorbeiflog.
Direkt zum Auftakt des Wettkampftages hatte sich Kliment Kolesnikov über die 50m Rücken die Goldmedaille geschnappt. In neuem WM-Rekord von 23,68 Sekunden schlug er vor seinem unter neutraler Flagge startenden Teamkollegen Pavel Samusenko und dem Südafrikaner Pieter Coetze an, die zeitgleich in 24,17 Sekunden die Silbermedaille holten.
Das Highlight aus deutscher Sicht setzte in den Herrenevents heute Sven Schwarz mit seiner Silbermedaille über die 1500m Freistil. Mehr dazu gibt es hier --> Erneut Vize-Weltmeister! Sven Schwarz holt WM-Silber über 1500m Freistil
Bei den Damen sorgten die USA für einen Weltrekord --> US-Staffel schwimmt Weltrekord zum WM-Abschluss | DSV-Quartett kratzt am deutschen Rekord
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Erneut Vize-Weltmeister! Sven Schwarz holt WM-Silber über 1500m Freistil
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Was für ein packendes Rennen zum Abschluss der Schwimm-WM 2025! Über die 1500m Freistil schnappte sich Sven Schwarz aus Hannover wie schon über die 800m Freistil die Silbermedaille.
In 14:35,69 Minuten war der 23-Jährige so schnell wie nie zuvor in seiner Karriere und verwies damit den US-Amerikanischen Olympiasieger Bobby Finke (14:36,60) auf den dritten Platz. Schneller als Schwarz war - wie schon über die 800m - heute nur der Tunesier Ahmed Jaouadi, der mit 1,28 Sekunden Vorsprung den Titel holte.
In einem packenden Finale hatten sich die Top Drei nach etwa 1000m etwas vom Rest des Feldes, und damit auch von Florian Wellbrock abgesetzt, der heute in 14:44,29 Minuten den fünften Platz belegte. Schwarz hatte zwischenzeitlich sogar die Führung an sich gerissen, doch Jaouadi ging bei der 1400m-Wende nach vorn und ließ sich trotz eines starken Fights von Schwarz, der bis auf wenige Zehntel an Florian Wellbrocks Deutschen Rekord (14:34,89) herankam, auf der letzten Bahn nicht mehr abfangen.
Die Zusammenfassung der weiteren Herrenevents gibt es hier --> Wieder eine Klasse für sich: Leon Marchand holt sein siebtes WM-Gold
Die Zusammenfassung der Damenrennen vom Sonntag ist hier zu finden --> US-Staffel schwimmt Weltrekord zum WM-Abschluss | DSV-Quartett kratzt am deutschen Rekord
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Bild: Tino Henschel / Archiv
Schwimm-WM: Lagendamen als Dritte im Finale | Herrenquartett disqualifiziert
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Bei den Olympischen Spielen in Paris hatte die deutschen Lagenstaffel der Damen das Finale auf Rang Neun noch hauchdünn verpasst. Bei den laufenden Weltmeisterschaften in Singapur – ein Jahr später – gelang dem Quartett der Sprung unter die besten acht Teams der Welt nun mit Bravour. Die Staffel der Herren wurde hingegen disqualifiziert.
Über die 4x100m Lagen der Damen zeigten Lise Seidel (1:00,98), Anna Elendt (1:05,34), Angelina Köhler (56,27) und Nina Holt (53,85) allesamt starke Einzelleistungen, schwammen in 3:56,44 Minuten als drittschnellste Staffel in den Endlauf und blieben gerade einmal 6,5 Zehntel über dem Deutschen Rekord aus dem Jahr 2009. Elendt und Köhler glänzten jeweils sogar mit der besten Splitzeit des gesamten Feldes. Schneller als die deutschen Damen waren lediglich die Mannschaften der USA (3:54,49) und Australien (3:55,80).
Die Lagenstaffel der Herren um Lukas Märtens, Lucas Matzerath, Luca Armbruster und Josha Salchow wurde aufgrund eines Wechselfehler von Matzerath auf Armbruster disqualifiziert, Aber auch ohne Disqualifikation hätte die geschwommene Zeit des deutschen Quartetts nicht für einen Platz im Finale gereicht. Die Finalbahn 4 schnappte sich auch hier das Team USA (3:29,65).
Cedric Büssing musste bis zum letzten Wettkampftag auf seinen ersten Start bei diesen Weltmeisterschaften warten. Über die 400m Lagen konnte der Deutsche Rekordhalter seinen Finaleinzug von Olympia jedoch nicht wiederholen und beendete den Vorlauf in 4:18,95 Minuten auf Rang 19. Beinahe hätte auch Léon Marchand ein überraschendes Vorlauf-Aus erlebt: Der amtierende Olympiasieger und Weltrekordhalter qualifizierte sich in 4:13,19 Minuten als Siebter nur knapp für das Finale, welches der französische Superstar somit auf der Außenbahn bestreiten wird. Schnellster am Morgen war der Japaner Tomoyuki Matsushita (4:10,39).
Bei den Damen ging die Vorlaufbestzeit über die 400m Lagen erwartungsgemäß an die Weltrekordhalterin und Olympiasiegerin Summer McIntosh (4:35,56), die in Singapur bereits mit drei Gold- und einer Bronzemedaille dekoriert ist. Als Drittschnellste gelang auch der 12-jährigen Chinesin Yu Zidi (4:36,49) erneut der Sprung ins Finale.
Aber nicht nur die deutsche Lagenstaffel der Damen wird im abschließenden Finalabschnitt der Titelkämpfe in Singapur zu sehen sein, sondern auch Florian Wellbrock und Sven Schwarz, die über die 1500m Freistil gemeinsam auf Medaillenjagd gehen werden.
Schwimm-WM 2025: Der Medaillenspiegel
Der Becken-Medaillenspiegel bei der Schwimm-WM 2025 - nach 7/8 Tagen:
Land | Gold | Silber | Bronze | Gesamt | |
1 | USA | 8 | 11 | 7 | 26 |
2 | Australien | 7 | 4 | 6 | 17 |
3 | Kanada | 3 | - | 4 | 7 |
4 | Frankreich | 3 | - | 3 | 6 |
5 | China | 2 | 4 | 4 | 10 |
6 | Deutschland | 2 | 1 | 1 | 4 |
7 | Rumänien | 2 | - | - | 2 |
8 | Italien | 1 | 4 | 1 | 6 |
9 | Neutrale Athleten (B) | 1 | 3 | - | 4 |
10 | Südafrika | 1 | 1 | 1 | 3 |
11 | Großbritannien | 1 | 1 | - | 2 |
12 | Niederlande | 1 | - | 2 | 3 |
13 | Ungarn | 1 | - | 1 | 2 |
14 | Tunesien | 1 | - | - | 1 |
15 | Schweiz | - | 2 | - | 2 |
16 | Belgien | - | 1 | 1 | 2 |
Japan | - | 1 | 1 | 2 | |
18 | Polen | - | 1 | - | 1 |
19 | Kirgisistan | - | - | 1 | 1 |
Südkorea | - | - | 1 | 1 | |
Neutrale Athleten (A) | - | - | 1 | 1 |
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Der Freiwasser-Medaillenspiegel bei der Schwimm-WM 2025 nach 7 von 7 Entscheidungen:
Land | Gold | Silber | Bronze | Gesamt | |
1 | Deuschland | 4 | - | - | 4 |
2 | Australien | 2 | - | 2 | 4 |
3 | Japan | 1 | - | 1 | 2 |
4 | Italien | - | 6 | - | 6 |
5 | Ungarn | - | 1 | 2 | 3 |
6 | Frankreich | - | - | 2 | 2 |
7 | Monaco | - | - | 1 | 1 |
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Bild: World Aquatics
US-Staffel siegt mit Weltrekord | Maxime Grousset schwimmt Europarekord
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Nachdem das US-amerikanische Team in den vergangenen Tagen hinter den eigenen Erwartungen zurückblieb, meldeten sich die US-Schwimmer am vorletzten Wettkampftag der Weltmeisterschaften in Singapur mit einem beeindruckenden Weltrekord zurück. In der 4x100m Freistil-Mixedstaffel unterbot das amerikanische Quartett bestehend aus Jack Alexy, Patrick Sammon, Kate Douglas und Torri Huske in 3:18,48 Minuten, die alte Bestmarke des australischen Teams um 0,35 Sekunden. Silber ging in Europarekordzeit an das Team der neutralen Athleten (Egor Kornev, Ivan Girev, Daria Trofimova, Daria Klepikova - 3:19,68) vor dem französischen Team (Maxime Grousset, Yann le Goff, Marie Wattel, Beryl Gastaldello - 3:21,35) auf dem Bronzerang.
Die deutsche Staffel konnte nicht ganz an ihre Rekordzeit aus dem Vorlauf anknüpfen und beendete das Rennen in der Besetzung Josha Salchow (48,49), Rafael Miroslaw (48,25), Nina Holt (53,87) und Nina Jazy (54,68) auf dem achten Platz. In 3:25,29 Minuten war die deutsche Mannschaft knapp 4 Zehntel langsamer als im Vorlauf.
Einen Kracher zündete Maxime Grousset im Endlauf über die 100m Schmetterling: In diesem gewann der Franzose nicht nur WM-Gold, sondern brach in 49,62 Sekunden auch den Europarekord des Ungarn Kristof Milak (49,68). Damit kratzte Grousset auch am Weltrekord von Caeleb Dressel (USA), der derzeit bei 49,45 Sekunden steht. Stark war auch der Schweizer Noe Ponti, der ebenfalls mit einer Weltklassezeit von 49,83 Sekunden auf dem Silberrang landete. Diese Zeit ist zugleich ein neuer Landesrekord für den Schweizer. Bronze errang der Kanadier Ilya Kharun (50,07), der seinen Landsmann Josh Liendo (50,09) um gerade einmal 2 Hundertstel distanzierte.
Im Finale über 50 Meter Freistil wurde der Australier Cameron McEvoy seiner Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht. In herausragenden 21,14 Sekunden näherte sich der Olympiasieger der magischen 21-Sekunden-Marke und sicherte sich damit den Titel. Wie bei den Olympischen Spielen von Paris ging Silber an den Briten Ben Proud, der mit einer starken Zeit von 21,26 Sekunden überzeugte. Das Podium komplettierte der US-Amerikaner Jack Alexy, der sich in 21,46 Sekunden knapp gegen den Italiener Leonardo Deplano (21,52) durchsetzen konnte.
Mit Vincent Passek war ein deutscher Nationalschwimmer im Halbfinale über die kürzeste Rückendistanz, den 50m, vertreten. Eine Zeit von 24,82 Sekunden reichte für Passek als 14. nicht fürs Weiterkommen. Doch damit war der 19-Jährige nur minimal langsamer als seine gute Vorlaufszeit (24,79). Als Schnellster wird Kliment Kolesnikov in den morgigen Endlauf gehen. In 24,16 Sekunden ließ Kolesnikov unter anderem den Südafrikaner Pieter Coetze hinter sich, der in 24,32 Sekunden erneut einen neuen afrikanischen Rekord aufstellte.
Die Zusammenfassung der Damenfinals vom Samstag gibt es hier: Angelina Köhler schmettert Deutschen Rekord | Katie Ledecky zum 7. Mal Weltmeisterin über 800m