Ort und Datum der Süddeutschen Meisterschaften 2026 stehen fest

Das Datum und die Gastgeber der Süddeutschen Meisterschaften der offenen Klasse und Jahrgänge 2026 stehen fest: Vom 22. bis 24. Mai kämpfen die Schwimmerinnen und Schwimmer der süddeutschen Landesverbände erneut in Stuttgart um Titel und Medaillen.

Die Hauptstadt Baden-Württembergs war bereits 2025 Gastgeber der Süddeutschen Meisterschaften. Damals wurde das Event vom Turnerbund Bad Cannstatt ausgerichtet, diesmal trägt die SV Region Stuttgart gemeinschaftlich die Verantwortung. 

Die Pflichtzeiten sowie die Streckenfolge für die Süddeutschen Meisterschaften 2026 können der Vorankündigung unter diesem Link entnommen werden. Die Ausschreibung mit weiteren Details wird in Kürze veröffentlicht. 

Bereits in der vergangenen Woche fanden in Wetzlar die Süddeutschen Meisterschaften 2026 auf den langen Strecken statt. Neu waren hierbei erstmals die 5000m, bei denen man sich für die Qualifikation zu den internationalen Freiwasserevents des Jahres 2026 empfehlen konnte.

Erfolgreichster Verein bei den Süddeuschen Meisterschaften der langen Strecken 2026 wurde der SC Wiesbaden 1911 mit vier von möglichen sechs Titeln in der offenen Wertung und 19 Medaillen in den Nachwuchswertungen. Alle Champions der offenen Klasse von den Süd- sowie Norddeutschen Meisterschaften 2026 sind hier zu finden --> Die Champions der Norddeutschen und Süddeutschen Meisterschaften 'Lange Strecke' 2026

Deutsche WM-Asse greifen in Hannover und Essen an 

An diesem Wochenende richten sich die Blicke der deutschen Schwimmfans auf gleich zwei stark besetzte Wettkämpfe: das Piranha-Meeting in Hannover und die Swim & Fun Days in Essen. An beiden Standorten sind zahlreiche Schwimmerinnen und Schwimmer am Start, die zuletzt die deutschen Farben auf der internationalen Bühne vertreten haben. 

In Hannover stehen vor allem die 400m Freistil im Fokus: Hier könnten Sven Schwarz, Isabel Gose, Florian Wellbrock, Oliver Klemet und Maya Werner allesamt für Achtungszeichen sorgen. Nina Holt wird hingegen auf den kürzeren Freistildistanzen zu sehen sein und wenige Wochen vor Beginn der EM-Qualifikation vermutlich erste Richtzeiten für die nationale Konkurrenz setzen. 

Parallel dazu versprechen die Swim & Fun Days in Essen ebenso spannende Rennen. Insbesondere auf den Bruststrecken könnte sich die Potsdamer Trainingsgruppe um Melvin Imoudu, Malte Gräfe und Kenneth Bock einmal mehr zu schnellen Zeiten pushen. Zudem nutzen Cedric Büssing, Jeannette Spiwoks und Laura Sophie Kohlmann das heimische Becken, um sich vor vertrauter Kulisse zu präsentieren. 

Los geht es sowohl in Hannover als auch in Essen bereits heute Nachmittag – mit besten Voraussetzungen für ein hochklassiges Schwimmwochenende! 

 

Wichtige Links zum Thema: 

Startlisten & Ergebnisse Piranha-Meeting 2026

Startlisten & Ergebnisse Essener Swim & Fun Days 2026

 

Zurück im Training: Olympiasieger Ryan Murphy möchte ein viertes Mal zu Olympia

Anderthalb Jahre ist es her, dass Ryan Murphy bei den Olympischen Spielen in Paris seinen letzten Wettkampf bestritten hat, wo der US-amerikanische Rückenspezialist mit einem kompletten Medaillensatz begeistern konnte. Seitdem hatte Murphy auch sein Trainingspensum deutlich reduziert – das Karriereende war vermutet worden. Doch es gibt Neuigkeiten: Ryan Murphy hat neue Motivation geschöpft und die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles fest im Blick. 

Mit dem erklärten Ziel, nach Rio, Tokio und Paris seine vierten Olympischen Spiele perfekt zu machen, ist der fünfmalige Olympiasieger nach anderthalb jähriger Auszeit nun wieder ins Training eingestiegen. "Olympische Spiele zu Hause! Ich weiß, dass ich es bereuen würde, wenn ich mir die Gelegenheit entgehen lasse.", erklärte Ryan Murphy in einem Interview mit NBC.

Seit gut einem Monat zieht der mittlerweile 30-Jährige bereits wieder seine Trainingsbahnen: "Ich habe erst letzten Monat angefangen, also bin ich immer noch dabei wieder in Form zu kommen. Im Moment bekomme ich ganz schön mein Fett weg, während ich so langsam den Rost abschüttle, wieder ein Gefühl fürs Wasser bekomme und meine Fitness zurückgewinne. Aber ich freue mich drauf.“. 

In Murphy's Abwesenheit war das US-amerikanische Männerteam auf den Rückenstrecken zuletzt schwach aufgestellt. Bei der WM in Singapur schaffte es über die 100m und 200m Rücken kein amerikanischer Schwimmer ins Finale. Sollte Ryan Murphy zu alter Stärke zurückfinden, stehen die Chancen auf seine vierten Olympischen Spiele alles andere als schlecht. 

Weltverband streicht Staffelevent aus WM-Wettkampfprogramm

Der Weltverband World Aquatics hat in dieser Woche ein aktualisiertes Regelbuch veröffentlicht, aus dem einige prinzipielle Neuerungen hervorgehen. Neben Veränderungen im Wettkampfprogramm von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen betrifft dies auch technische bzw. schwimmerische Details. 

Eine entscheidende Neuheit ist die Aufnahme der 50m Strecken ins olympische Wettkampfprogramm, die bereits im Vorfeld öffentlich kommuniziert wurde. Überraschend allerdings: Um die geschwommenen Strecken bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen einander anzupassen, wird die 4x100m Freistil Mixedstaffel zukünftig nicht mehr bei Weltmeisterschaften Teil des Programms sein. Bei den letzten Weltmeisterschaften in Singapur schaffte es das deutsche Quartett um Josha Salchow, Rafael Mirsolaw, Nina Holt und Nina Jazy ins Finale und glänzte mit einem neuen Deutschen Rekord. Bei den Europameisterschaften diesen Sommer in Paris wird die Staffel jedoch weiterhin Bestandteil der Titelkämpfe sein. 

Eine schwimmerische Regeländerung betrifft die Freistil- und Schmetterlingsstrecken. Wie zuvor bereits beim Rückenschwimmen erlaubt, darf der Anschlag nun auch bei Freistil und Schmetterling vollständig Unterwasser erfolgen. Sobald der Kopf die 5m Markierung durchbricht, dürfen die Aktiven bis zum Anschlag mit dem gesamten Körper Unterwasser sein. 

Zudem sollen die Zähltafeln für die langen Strecken fortan auch in 400m Freistil Rennen zum Einsatz kommen – sowohl auf der Lang- als auch Kurzbahn. Gleiches gilt auch für das akustische Signal, das das baldige Rennende ankündigt. 

Für alle neuen Regelungen wurde eine Übergangsfrist bis einschließlich Dezember 2026 gesetzt, bis zu der alle vom Weltverband etablierten Neuheiten vollständig realisiert werden müssen. 

Das komplette neue Regelbuch von World Aquatics gibt es hier: Competiton Regulations 

USA: Podestplätze für Winkler, Koch und Dramm bei College-Meisterschaften

In der vergangenen Woche fanden vielerorts in den USA die regionalen College-Meisterschaften in der Division I statt – die Vorstufe der nationalen Titelkämpfen. Auch zahlreiche deutsche Schwimmerinnen und Schwimmer, die in den USA studieren, präsentierten sich stark. Kaii Winkler, Julian Koch und Louis Dramm durften sich auf den Einzelstrecken jeweils über Podestplätze freuen. 

Alle drei starteten bei den ACC Championships – der Atlantic Coast Conference. Gleich drei Podestplatzierungen gab es für Kaii Winkler, der an der North Carolina State University trainiert. Über die 100Y Freistil (41,10) schnappte sich der Olympiateilnehmer Silber, über die 200Y Freistil (1:31,27) und 100Y Rücken (44,62) jeweils den Bronzerang.  

Über die 100Y Freistil hätte es beinahe ein deutsches Doppelpodium gegeben. In 41,26 Sekunden schrammt Julian Koch als Vierter nur hauchdünn am Podest vorbei. Dafür schmetterte der Schwimmer der University of Pittsburgh über die 100Y Schmetterling (44,56) auf Rang Drei. 

Bronze sicherte sich auch Louis Dramm über die 200Y Lagen (1:41,40). In seinem vierten Jahr an der University of North Carolina schaffte es Dramm auch über die doppelte Strecke ins A-Finale und wurde in 3:41,42 Minuten Fünfter. Ebenfalls im A-Finale vertreten waren Martin Wrede über die 50Y Freistil (18,81 – Platz 4) und Kim Herkle über die 200Y Brust (2:07,52 – Platz 8). 

Bei den parallel stattfindenden Big 10 Championships gelang Nicole Maier und Marian Plöger der Sprung unter die Top 8. Für die University of Southern California startend sicherte sich Olympiateilnehmerin Maier über die 100Y Freistil (47,83) und 200Y Freistil (1:43,19) jeweils den vierten Platz und wurde über die 50Y Freistil (21,93) Sechste. Plöger schwamm über die 1650Y Freistil in 16:10,68 Minuten auf den siebten Platz und feierte mit ihrem Team der University of Michigan zudem den Gesamtsieg. 

Für einen neuen College-Rekord in der höchsten Liga sorgte zudem Claire Curzan. Über die 200Y Rücken blieb die mehrfache Weltmeisterin in 1:46,09 Minuten 7,3 Zehntel unter der bisherigen Bestmarke. 

Im März stehen in den USA dann die nationalen College-Meisterschaften auf dem Programm. Auch hier haben die deutschen Gäste vielversprechende Aussichten, mit vorderen Platzierungen zu glänzen. 

 

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Bild: Tino Henschel

Heimathalle von Wellbrock und Co. weiterhin gesperrt

Seit Weihnachten schon ist in der Elbeschwimmhalle in Magdeburg – Trainingsstätte von Florian Wellbrock, Lukas Märtens, Isabel Gose und Co. – kein Wassertraining möglich. Grund dafür sind gravierende Sicherheitsbedenken an der Dachkonstruktion, die bei einer regelmäßig stattfindenden Überprüfung festgestellt wurden. Seitdem gilt das 50m Becken als gesperrt – der Zeitpunkt für eine mögliche Wiedereröffnung unklar. 

Für die Aktiven des SC Magdeburg bedeutet die Sperrung Elbeschwimmhalle eine große Umstellung, die zahlreichen logistischen Herausforderungen mit sich bringt. So zieht die Trainingsgruppe von Bernd Berkhahn aktuell ihre Bahnen im Magdeburger Stadtteil Diesdorf, was mit einer deutlich weiteren Anreise verbunden ist. 

Die Auswirkungen sind auch im Wettkampfbetrieb spürbar. Zuletzt mussten die Norddeutschen Meisterschaften "Lange Strecke" ebenfalls nach Diesdorf verlegt werden, wo Wettkämpfe bislang lediglich mit Handzeitnahme durchführbar sind. Eine elektronische Zeitmessung soll jedoch zeitnah installiert werden. Denn Mitte April steht der traditionsreiche Gothaer & Friends Pokal auf dem Programm, der als wichtiger Bestandteil der EM-Qualifikation gilt. 

Die Herausforderungen um die Elbeschwimmhalle heben die Bedeutung von modernen und vor allem sicheren Trainingsstätten hervor. Die Perspektiven für Magdeburg sind diesbezüglich dennoch positiv, denn Ende des vergangenen Jahres wurde die Finanzierung für ein nationales Schwimmzentrum bestätigt. Mehr dazu hier: 51 Mio. Euro! Finanzierung für nationales Schwimmzentrum in Magdeburg gesichert 

Doch an erster Stelle steht erst einmal die Wiedereröffnung der Elbeschwimmhalle. Eine zeitliche Orientierung hierfür gibt es jedoch noch nicht. 

Comeback nach Babypause: Elena Semechin ab März zurück im Wettkampfbecken

Nur wenige Monate nach der Geburt ihres ersten Kindes im September richtet Elena Semechin den Blick wieder zurück ins Wettkampfbecken. Die zweifache Paralympics-Siegerin kündigte auf Instagram an, schon bald ihre Rückkehr ins Wettkampfgeschehen zu feiern. 

Der erste Start nach der Babypause ist bereits terminiert: Am 20. März wird wird Elena Semechin in Barcelona ins Becken springen. Der Wettkampf dort ist Teil der World Series 2026 und markiert für die 32-Jährige einen besonderen Moment – es ist zugleich das Becken, in dem sie zu Beginn ihrer Schwangerschaft vor einem Jahr ihr bislang letztes Rennen bestritt. 

"Ich freue mich jetzt schon darauf, wieder auf den Startblock zu steigen und alles zu geben. Auf das Ergebnis bin ich gespannt und wünsche mit natürlich, mindestens so schnell zu sein wie bei meinem letzten Rennen zu Beginn meiner Schwangerschaft, genau bei dem selben Wettkampf in dem selben Becken vor einem Jahr.", schrieb Semechin auf Instagram. 

Die World Series im Para-Schwimmen macht in diesem Jahr auch in Berlin Station: Vom 7. bis 9. Mai wird die internationale Wettkampfserie in Berlin zu Gast sein – unmittelbar vor den Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM). Auch hier wird Elena Semechin voraussichtlich mit von der Partie sein. 

 

Bild: Tino Henschel

Die Champions der Norddeutschen und Süddeutschen Meisterschaften 'Lange Strecke' 2026

Nachdem in der vergangenen Woche die Norddeutschen Meisterschaften auf den langen Strecken in Magdeburg ausgetragen wurden, war an diesem Wochenende der Süden in Wetzlar an der Reihe. Wir haben für euch den Überblick aller Titelträger*innen der offenen Klasse zusammengestellt. 

Norddeutschland

 

Süddeutschland

Isabel Gose

56:15,61

5000m Freistil (w)

Anouk Walther 

1:00:57,87

Johannes Liebmann

51:46,49

5000m Freistil (m)

Diego Alfons Heinze

54:51,10

 

 

 

Moesha Johnson

8:33,60

800m Freistil (w)

Yvonne Prehn 

9:07,15

Johannes Liebmann 

7:56,60

800m Freistil (m)

Diego Alfons Heinze

8:26,64

 

 

 

Moesha Johnson 16:19,98

1500m Freistil (w)

Giovanna Vieten

18:04,67

Johannes Liebmann

15:06,27

1500m Freistil (m)

Florentin Bensalah

16:36,43

 

 

 

Linda Roth

4:48,64

400m Lagen (w)

Lina Winkler

5:11,14

Luca Schöttge

4:35,67

400m Lagen (m)

Jannes Schmidt

4:30,52

Auch Nordrhein-Westfalen wird auf den langen Strecken noch gefordert sein. Hier finden die Titelkämpfe vom 7. bis 8. März in Düsseldorf statt. 

 

Bild: Tino Henschel

Olympia 2028 im Blick: Nicolas Santos kündigt Comeback an 

In dieser Woche feierte der 14-fache WM-Medaillengewinner Nicolas Santos seinen 46. Geburtstag – und kündigte darüber hinaus sein Comeback an. Denn das erklärte Ziel: Der brasilianische Routinier und Ex-Weltrekordhalter möchte noch einmal an den Olympischen Spielen teilnehmen. 

Schon 2008 und 2012 war Nicolas Santos bei olympischen Titelkämpfen dabei, beendete seine schwimmerische Laufbahn aber ursprünglich bereits vor einigen Jahren. 2022 wurde er das letzte Mal Weltmeister – Gold bei der Kurzbahn-WM in Melbourne über 50m Schmetterling – mit 42 Jahren ein Rekord! Bei seinem Comeback, das Santos vergangene Woche auf Instagram verkündete, soll seine Paradestrecke – die 50m Schmetterling – erneut im Fokus stehen. Denn über diese Strecke soll es mit der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles klappen. Dort wäre der brasilianische Schwimmstar dann 48 Jahre alt. 

Doch die Olympiatickets für die neu zum Wettkampfprogramm hinzugefügten Sprintstrecken sind begrenzt und international eng umkämpft. Mehr zu den geplanten Qualifikationswegen gibt es hier: Olympia 2028: Gerade einmal 6 Startplätze für die neuen 50m-Events? 

Nach seinem vorläufigen Karriereende hatte Nicolas Santos seine Schwimmbrille tatsächlich nie so richtig an den Nagel gehangen. In den letzten Jahren bestritt er zahlreiche Master-Wettkämpfe und glänzte oft mit schnellen Zeiten, die seine Comeback-Ambitionen nun beflügelt haben könnten. 

20.000 Dollar Prämie! Auch Lukas Märtens bei China Open dabei

Die China Spring Open, die vom 19. bis 22. März in Shenzhen stattfinden werden, entwickeln sich mehr und mehr zu einem internationalen Star-Event. Auch Olympiasieger Lukas Märtens wird Mitte März die Reise nach China antreten, um sich dort mit etlichen Schwimmstars aus aller Welt zu messen – auch dank eines lukrativen Versprechens. 

Für die Teilnahme an den offenen chinesischen Meisterschaften wurde den hochdekorierten internationalen Gästen wie Lukas Märtens eine Antrittsprämie in Höhe von bis zu 20.000 US-Dollar versprochen. Auch die Reise- und Übernachtungskosten werden vom Veranstalter vollständig übernommen. 

Doch damit nicht genug: Wer sich gegen die namenhafte nationale wie internationale Konkurrenz durchsetzt, darf sich zudem über hohe Preisgelder freuen. Siege werden mit 10.000 Dollar prämiert, 8.000 Dollar gibt es für Silber und zur Bronzemedaille gibt es 6.000 Dollar. Solche hohen finanziellen Auszeichnungen gibt es im Schwimmsport nur äußerst selten.

Welche internationalen Topstars neben Lukas Märtens das lukrative Angebot einer Teilnahme angenommen haben und bei den China Spring Open ebenfalls mit von der Partie sein werden, könnt ihr hier nachlesen: Internationale Stars um Gretchen Walsh und Kyle Chalmers für China Open angekündigt 

 

Bild: Tino Henschel

Großbritannien: Angharad Evans überzeugt mit Weltjahresbestzeiten

Im Rahmen der britischen College-Meisterschaften präsentierten sich zahlreiche Aktive in guter Form und schickten mit schnellen Zeiten Grüße an die internationale Konkurrenz. Über die Bruststrecken sorgte Anna Elendts Rivalin Angharad Evans sogar gleich zweimal für die bisherige Topzeit des Jahres. 

Bei der WM in Singapur noch überraschend in den Vorläufen über 100m Brust ausgeschieden, startete Angharad Evans nun umso stärker in das neue Schwimmjahr und war in 1:06,06 Minuten gut eine Sekunde schneller als bei den Titelkämpfen im vergangenen Sommer. In 2026 war noch keine andere Schwimmerin so schnell wie die Britin. Und auch über die 200m Brust glänzte Evans in 2:24,72 Minuten mit einer neuen Weltjahresbestzeit. Das Brust-Triple bei den College-Meisterschaften komplettierte die 22-jährige Hoffnungsträgerin in ebenfalls schnellen 30,81 Sekunden. 

Auf den Bruststrecken der Männer triumphierte Archie Goodburn doppelt: Nach seiner Gehirntumor-Diagnose stellt Goodburn erneut eindrucksvoll unter Beweis, zu welchen Leistungen er fähig ist. Über die 50m Brust schwamm er in 27,12 Sekunden zum Sieg; über die doppelte Distanz schlug der frisch gebackene College-Meister nach 1:00,71 Minuten an. 

Mehrere Siege feierten auch die WM-Medaillengewinner von 2024 Freya Colbert und Max Litchfield. Während Litchfield die beiden Lagenstrecken (2:00,84 bzw. 4:20,03) für sich entschied, triumphierte Colbert zusätzlich noch über die 200m Freistil (1:57,08). Besonders souverän war ihr Meistertitel über die 200m Lagen, wo die mehrfache britische Meisterin in 2:11,10 Minuten ihre zweitbeste Karrierezeit ins Becken setzte. 

Hier geht es zu allen Ergebnissen der Britischen College-Meisterschaften: BUCS Long Course Championships 2026 

Jeremias Pock glänzt mit neuen College-Rekorden 

Nachdem Jeremias Pock zuletzt bei den Kurzbahn-Europameisterschaften bis ins Finale schwamm, setzt der in den US-trainierende Nürnberger seine Erfolgswelle nun auch in der Collegesaison fort. Am vergangenen Wochenende begeisterte Pock mit gleich zwei neuen Rekorden in der Division II – der zweithöchsten amerikanischen College-Liga – und das noch vor dem abschließenden Saisonhöhepunkt. 

Für die University of Indianapolis startend verbesserte Jeremias Pock sowohl über die 100 Yards Brust (51,58) als auch die 200 Yards Brust (1:51,26) die bisherigen Bestmarken, die zuvor elf Jahre lang Bestand hatten. Und auch über die 200 Yards Lagen stellte der amtierende Deutsche Meister in 1:43,63 Minuten eine neue Bestmarke aus – dieses Mal einen Conference Rekord. 

Die nationalen Titelkämpfe in der Division II stehen für Pock und sein Team dann Mitte März an. 2025 hatte der 23-jährige deutsche Hoffnungsträger bereits in seiner ersten Collegesaison mehrere Siege einfahren können und zählt auch in diesem Jahr über die Brust- und Lagenstrecken zu den absoluten Topfavoriten. 

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Bild: Tino Henschel

Liebmann und Gose empfehlen sich für Freiwasser-EM

Die Norddeutschen Meisterschaften "Lange Strecke" in Magdeburg standen am Wochenende ganz im Zeichen der EM-Qualifikation im Freiwasser. Denn in einem Time Trial über die 5000 Meter ging es zum Auftakt der EM-Quali um erste schnelle Zeiten. Während sich Isabel Gose bei den Damen in eine vielversprechende Ausgangsposition schwamm, sorgte bei den Herren allen voran Johannes Liebmann für ein echtes Achtungszeichen.

Der Junioren-Weltrekordhalter über die 800m Freistil setzte sich im 5000m Rennen eindrucksvoll gegen Deutschlands hochdekorierte Langstrecken-Asse durch. In 51:46,49 Minuten setzte Johannes Liebmann die deutlich schnellste Zeit ins Becken, die einer starken Durchschnittszeit von etwa 1:02 Minuten pro 100 Meter entspricht. Da konnten auch der Vizeolympiasieger von Paris Oliver Klemet (52:20,76) und der vierfache Weltmeister des vergangenen Jahres Florian Wellbrock (52:51,31) nicht entscheidend gegenhalten. Wellbrock ist durch seinen WM-Triumph bereits sicher für das 5km Rennen bei den Europameisterschaften diesen Sommer in Paris gesetzt. Beste Chancen auf den zweiten Startplatz hat nun erst einmal Johannes Liebmann – bis zum 7. März kann die nationale Konkurrenz noch nachziehen. Mehr zu den Qualifikationsrichtlinien gibt es hier: Freiwasser-EM 2026: So werden die deutschen Startplätze vergeben 

Bei den Frauen sicherte sich Isabel Gose in schnellen 56:15,61 Minuten den Sieg über 5000m. Auf Rang zwei folgte die US-Amerikanerin Mariah Denigan (57:47,41), die derzeit ebenfalls im Erfolgsteam von Bernd Berkhahn in Magdeburg trainiert. Dritte wurde Olympiateilnehmerin Leonie Märtens (57:59,72), die nach langer Verletzungspause ebenfalls hoffnungsvoll auf eine mögliche EM-Qualifikation blicken kann. 

Auch auf den etwas kürzeren Strecken untermauerte Johannes Liebmann seine starke Form und hielt die namenhafte Konkurrenz in Schach: Über die 1500m Freistil setzte er sich in 15:06,27 Minuten gegen Vizeweltmeister Sven Schwarz (15:15,91) durch – über die 800m Freistil schnappte sich Liebmann in 7:56,60 Minuten den Sieg vor dem WM-Dritten und Weltrekordhalter über die halbe Distanz Lukas Märtens (8:06,89). 

Ebenfalls überzeugen konnte die Neu-Magdeburgerin Linda Roth, die bei ihrem Sieg über die 400m Lagen in 4:48,64 Minuten eine neue Bestzeit aufstellte. Gleiches gelang ihr auch über die 800m Freistil. Hier musste Roth in 8:41,75 Minuten lediglich der australischen Freiwasserspezialistin Moesha Johnson (8:33,60) den Vortritt lassen. Johnson gewann zudem die 1500m Freistil in 16:19,98 Minuten und feierte damit einen Doppelerfolg. 

Alle wichtigen Links zum Thema: Ergebnisse NDM Lange Strecke 2026

 

Bild: Tino Henschel

Schwimm-Training im Strömungskanal: Let’s make waves!

An manchen Tagen hat man das Gefühl, man schwimmt, aber bleibt dennoch stehen. Nichts will so richtig funktionieren und die Wand scheint überhaupt nicht näherzukommen. Schwimmerinnen und Schwimmer, die dieses Gefühl haben, befinden sich dann meistens entweder in einer harten Trainingseinheit - oder in einem Strömungskanal. Das Training in der Gegenstromanlage ist wohl das einzige, bei dem man stehen bleibt und trotzdem vorankommt. Kanaltraining ist eine der vielseitigsten und reichhaltigsten Trainingsformen neben dem klassischen Beckentraining. Jedoch ist das Schwimmen auf der Stelle eine eigene Welt für sich und es gibt einige Dinge, die man wissen sollte, bevor man sich in die anströmenden Fluten stürzt.

In einem Strömungskanal wird Wasser durch Turbinen in einem Kreislauf in Bewegung versetzt. Die meist unter dem Schwimmbecken liegenden Triebwerke saugen das Wasser an und befördern es durch ein Schutzgitter nach oben, wo es den Schwimmer dann von vorn anströmt. Besonders Leistungsschwimmer nutzen das Training im Kanal regelmäßig. Aber auch für ambitionierte Hobby-Athleten kann das Kanaltraining eine wertvolle Ergänzung zum normalen Bahnen ziehen sein. 

Techniktraining im Kanal

Meist finden die Sessions im Strömungskanal in professioneller Begleitung durch Trainingswissenschaftler oder erfahrene Coaches statt, die anschließend umfassendes Feedback über die Technik geben können. Und hier sind wir auch schon bei einem der größten Vorteile, die das Training in der Gegenstromanlage hat. Man hat quasi Laborbedingungen und kann buchstäblich alle Lagen aus allen Lagen analysieren. Kameras an der Decke, den Seiten und von vorn legen dabei jede noch so kleine technische Unsauberkeit offen. Und das, wenn gewünscht, auch in Slow-Motion. Zudem können die gängigen Kanäle jede beliebige Geschwindigkeit bis zu einem Speed von ca. 2,5 Meter pro Sekunde simulieren, manche schaffen sogar 3m/s. Wenn man bedenkt, dass die maximale Schwimmgeschwindigkeit von Profi-Athleten auf 50m Freistil bei ca. 2,3 m/s liegt, zeigt das, dass man ein Rennen gegen den Kanal höchstens auf dem Jetski gewinnen kann. Die durch die Turbinen erzeugten Kräfte sind nicht zu unterschätzen. Im entgegenströmenden Wasser spürt man jeden technischen Fehler sofort. Im normalen Schwimmen merkt man zudem meist gar nicht, wie viel größer der Strömungswiderstand des Wassers bei höheren Geschwindigkeiten wird.  Athleten, die ohnehin eine gute Wasserlage haben und wenig Widerstand produzieren, haben meist einen Vorteil gegenüber Schwimmern, die eher tiefer im Wasser liegen und sich ihre Wasserlage stärker über Kraft erkaufen. Anhand der entstandenen Videoaufnahmen im Kanal können die Coaches den Athleten nach kurzer Zeit sehr genaues Feedback geben zu technischen Aspekten. Neben der Wasserlage sind zum Beispiel auch das genaue Zugverhalten, die Armführung über Wasser oder das Timing der Beinarbeit klassische Baustellen, an denen man im Kanal besonders gut arbeiten kann. Bei der Video-Analyse nutzen Coaches dann sehr gern das berüchtigte „siehste“-Prinzip. Der Armeinsatz bei Rücken, der dem Schwimmer vielleicht so vorkommt, als setzte er sowieso schon so weit außen ein, dass er fast den Beckenrand berühren kann, zeigt sich im Video dann gern als immer noch zu weit innen. Das innere Bewegungsprogramm umzustellen ist nicht so einfach, weshalb die Visualisierung im Kanal sehr wertvoll sein kann. Um Erfolge auch langfristig zu erkennen und stets Feedback zu bekommen, empfiehlt sich besonders für Leistungssportler ein regelmäßiger Besuch in der „Wasserröhre“. So lassen sich Erfolge und noch bestehende Fehler langfristig gut beobachten. 

Sprinttraining im Kanal

Wenn man von einer guten Technik spricht, geht es im Schwimmsport meist vor allem um eine effektive und möglichst effiziente Wettkampftechnik. Um die zu trainieren, braucht es allerdings ebenfalls Wettkampfbedingungen. Genau hierin besteht ein weiterer großer Vorteil des Strömungskanals. Man kann Geschwindigkeiten simulieren, die ein Schwimmer nur im Wettkampf erreichen kann. Und das ist nicht alles. Stellt man den Kanal nämlich noch ein wenig schneller ein, kann man den Sportler sogar im „Übertempo“ schwimmen lassen. Der Athlet muss dann versuchen, so lang wie möglich gegen die Strömung anzuschwimmen, ohne Boden zu verlieren. Dieses sogenannte Supramaximal-Training ist besonders bei Sprintern eine beliebte Trainingsform, um neue Reize zu setzen. Das Gehirn muss sich dabei auf die neue, höhere Bewegungsgeschwindigkeit einstellen. Untersuchungen haben ergeben, dass dies tatsächlich zu einer Leistungssteigerung im Sprintbereich führen kann. Zudem kann anschließend analysiert werden, wie sich die Technik des Sportlers bei zunehmender Geschwindigkeit verändert. Es lässt sich dabei auch gut beobachten, woher der Schwimmer die höhere Geschwindigkeit bezieht. Erhöht er beispielsweise bei schnellerem Tempo lediglich die Frequenz des Armzugs und wird zunehmend kürzer in der Zugphase, weiß der Schwimmer, worauf er im Training seinen Fokus legen sollte. Als Konsequenz aus diesem Fall könnte man zum Beispiel Sprint-Sets mit Paddles einbauen, bei denen auf eine kraftvolle Zugphase geachtet wird. Oder man kann sich generell bei intensiven Belastungen auf diesen Aspekt der Technik konzentrieren. 

Eine klassische Einheit im Kanal

Um das Potenzial des Kanals wirklich nutzen zu können, muss man natürlich wissen, wie man ihn richtig einstellt, beziehungsweise welche Geschwindigkeit man jeweils wählen sollte. Um das zu beantworten, schauen wir uns exemplarisch ein typisches Kanal-Trainingsprogramm von Stefano Razeto an. Er ist mehrfacher DM-Medaillengewinner über die 50m Freistil und nutzt regelmäßig den Strömungskanal im T3 Trainingszentrum auf Teneriffa für sein Schnelligkeitstraining. Seine typische Einheit ist aufgebaut in drei Sätzen. Die Schwimmart bleibt dabei dieselbe. Ein Satz besteht aus zwei Durchgängen in denen jeweils 30 Züge in Wettkampftechnik geschwommen werden. Die ersten beiden werden mit 95% der Spitzengeschwindigkeit absolviert. Im zweiten Set sind es 85% und im dritten Set 80% des Topspeeds. Die Maximalgeschwindigkeit wird aus der 50m Bestzeit errechnet. Wenn ein Schwimmer zum Beispiel eine Bestzeit von 25 Sekunden auf 50m Freistil hat, sind das 2 m/s. Hiervon 95% ergibt dann die Geschwindigkeit für die erste Stufe. In diesem Fall wären das 1,9m/s. Die Pausen dazwischen nutzen Stefano und sein Team zur technischen Analyse des jeweiligen Durchgangs. Hierbei nehmen sie sich einen speziellen Aspekt heraus, der dann versucht wird im nächsten Durchgang zu verbessern. Die niedrigere Geschwindigkeit macht es etwas einfacher, das auch umzusetzen. Spätestens im dritten Durchgang klappt es dann meist schon, die entsprechende Vorgabe zu erfüllen. Dieses Programm kann man in einer Einheit für ein bis zwei weitere Schwimmlagen wiederholen. Im weiteren Training wird dann versucht, an den ermittelten technischen Baustellen weiterzuarbeiten und die neuen Bewegung zu automatisieren. 

Ein wichtiger Punkt, den man beim Kanaltraining mit auf dem Zettel haben sollte, ist die Organisation der Einheit. Da die meisten Schwimmer in einer Trainingsgruppe trainieren und nicht allein den ganzen Kanal für sich haben, bietet es sich bei allen Sets an, ähnlich schnelle Sportler zusammen schwimmen zu lassen. Je nach Breite des Kanals können so zwei bis drei Schwimmer gleichzeitig üben. Wenn ein normales Becken neben dem Kanal zur Verfügung steht, kann man die TG auch in einzelne Gruppen aufteilen, die abwechselnd den Kanal nutzen. So wird niemandem kalt zwischendurch und man kann sich bei intensiven Einheiten kurz locker schwimmen.  

Dauermethoden im Kanal

Wenn man die Möglichkeit hat, die Strömungsanlage mal länger in Anspruch nehmen zu dürfen, kann der Kanal auch für das Ausdauertraining genutzt werden. Wertvoll ist das vor allem als begleitende Rehabilitationsmaßnahme nach Verletzungen. Hat ein Sportler etwa eine Fußverletzung und kann sich deshalb nicht richtig vom Beckenrand abstoßen, kann man den Kanal nutzen, um dennoch ein paar Kilometer zu absolvieren. Für längere Distanzen wird die Geschwindigkeit meist von der 400m-Bestzeit abgeleitet. Bei einer Bestzeit von fünf Minuten (ca. 1,3m/s) ergibt sich für die Belastungszone 3, also intensives Grundlagen-Ausdauertraining, eine Geschwindigkeit von 1,07 m/s für den Schwimmer. Das entspricht 80% der Bestzeit. Je nach gewünschter Intensität wird dann die entsprechende Geschwindigkeit nach unten oder oben angepasst. Am Bundesstützpunkt in Potsdam hat man zusätzlich sogar die Möglichkeit, im Kanal künstlich Höhenluft zu simulieren. Der Sauerstoffgehalt in der Luft wird dabei so eingestellt wie auf 1500m bis 2000m Höhe. Das soll die Bildung von roten Blutkörperchen fördern, ähnlich wie beim normalen Höhentraining. 

Doch nicht für jeden ist das Ausdauertraining im Kanal sinnvoll oder überhaupt möglich. Da der Stromverbrauch eines Kanals und demzufolge die Betriebskosten nicht ganz ohne sind, ist diese Trainingsform sehr teuer. Zudem gibt es in Deutschland nur wenige Trainingszentren, an denen es überhaupt einen Strömungskanal gibt. Wer die Möglichkeit hat, an den jeweiligen Standorten zum Beispiel mal ein Trainingslager abzuhalten, sollte sich aber nicht scheuen, die Nutzung des Kanals anzufragen. Unter realistischen, wettkampfnahen Bedingungen kann man sehr genaue Erkenntnisse über alle Aspekte der Technik eines Schwimmers gewinnen und damit Fokuspunkte für das weitere Training ableiten. Für die technische und wettkampfspezifische Ausbildung kann der Kanal eine wahre Goldgrube sein. 

Dieser Artikel erschien in der Frühjahrsausgabe 2023 des swimsportMagazine. Alle noch verfügbaren Ausgaben der Zeitschrift für den Schwimmsport können im großen swimsportMagazine-Paket bestellt werden. Zum Sonderpreis erwarten euch hier mehr als 1500 Seiten geballtes Schwimmwissen --> Das swimsportMagazine-Paket

Die Ausschreibung für die Schwimm-DM 2026 ist da!

Der Deutsche Schwimm-Verband hat die Ausschreibung für die Deutschen Meisterschaften 2026 im Beckenschwimmen veröffentlicht, die in diesem Jahr vom 23. bis 26. April traditionell in Berlin ausgetragen werden. Neben dem Zeitplan gibt es somit nun auch Einblicke in die Qualifikationsrichtlinien für die nationalen Titelkämpfe. 

Auch im Hinblick auf die internationalen Saisonhöhepunkte kommt der Schwimm-DM erneut eine besondere Rolle zu: Die Deutschen Meisterschaften bilden die abschließende Möglichkeit, sich für die Europameisterschaften 2026 zu qualifizieren. Und auch für die Europameisterschaften der Junior*innen werden die letzten Tickets in Berlin vergeben. 

Startberechtigt sind auf jeder Strecke die Top 50 des Landes. Hinzu kommen Richtzeiten, die unabhängig von der Platzierung in der Bestenliste einen Start garantieren. Diese Zeiten sind dieselben wie im Vorjahr und können der Ausschreibung entnommen werden. Meldeschluss für die Schwimm-DM ist am 9. April. 

 

Wichtige Links zum Thema: Ausschreibung Schwimm-DM 2026

Innovation am Startblock: Diese Erfindung soll den Startsprung optimieren

Schnelligkeit durch Abdruck: Mit dieser Vision arbeitet Matthias Schmitt seit einigen Jahren gezielt an der Optimierung des Startsprungs. Er hat schon vor Jahren erkannt, dass Schwimmrennen nicht nur im Wasser gewonnen werden. 

Für schnellere und kraftvollere Startsprünge entwickelt der Tüftler aus dem Schwabenland mit seiner Firma 'Schmitzler-Startsysteme' innovative Trainings- und Wettkampftools. Bereits vor einigen Jahren haben wir ausführlich über Schmitt's Entwicklungen berichtet: Mithilfe eines Aufsatzes aus Stahl und Glasfaser können herkömmliche Startblöcke in World-Aquatics-konforme-Startsockel mit verstellbarer Abdruckfläche verwandelt werden – und das mit nur wenigen Handgriffen. Nun macht Schmitzler-Startsysteme mit einer neuartigen Startblocktechnik auf sich aufmerksam. 

Reine Reaktionszeit statt Blockzeit

Die Neuheit trägt den Namen ReaktionsKraftsmessSystem (RKS). An dem System wird bereits seit gut sieben Jahren gearbeitet. Ausgangspunkt war die Unzufriedenheit mit der Blockzeitmessung, denn diese ignoriert die reine Reaktionszeit. "Das hat mich immer geärgert. Man muss auch die reine Reaktionszeit messen können, um Rückschlüsse auf bessere Startzeiten erzielen zu können“, sagt Schmitt. Nach der Entwicklung vieler Prototypen ist ihm und seinem Team schließlich der Durchbruch gelungen. 


Wertvoller Nebeneffekt: Kraftmessung

Was ursprünglich "nur" die Reaktionszeit erfassen sollte, entwickelte sich in der Vision schnell weiter. Denn das RKS ermöglicht ebenso eine detaillierte Kraftmessung während der gesamten Startphase. Das System basiert erneut auf modular aufgebauten Startblock-Aufsätzen. Das eingespielte Startsignal aktiviert die Messung, in dessen Folge Reaktionszeit, Blockzeit und die Absprungkräfte gleichzeitig erfasst werden. Die Daten werden als Zeit-Kraft-Messkurve dargestellt und zeigen, welche horizontalen und vertikalen Kräfte beim Absprung wirken. Die Messwerte können in Echtzeit auf mobilen Datenträgern zur Auswertung eingesehen werden. Zur Orientierung: Eine gute Reaktionszeit beträgt etwa drei Zehntelsekunden. Die daraus gewonnene Erkenntnis zeigt, dass eine schnellere Startreaktion mit dem richtigen Training die Blockzeit verkürzen kann.

 SONST RKS SchmitzlerStartsystem

Fehlstartmessung erstmals möglich

Ein weiteres Novum: Die integrierte Intelligenzplattform des RKS erfasst schon leichte Kraftveränderungen auf dem Startblock vor dem offiziellen Startsignal. Somit ist erstmals eine objektive Fehlstartmessung in der Praxis möglich.

Das RKS ist primär als Trainingstool konzipiert. "Der Startsprung kommt im Training eigentlich immer ein bisschen zu kurz", erklärt Schmitt, der lange Zeit selbst als Trainer am Beckenrand stand. Er führt weiter aus: "Wenn ich Bestzeiten schwimmen will, egal auf welcher Strecke, ist der Start immer wichtig." Die bisherigen Auswertungen zeigen zudem, dass die Schwächen beim Startsprung oft weniger in der Reaktionszeit als in den Abdruckphasen liegen. In anderen Worten: Viele Schwimmer*innen springen zu hoch und belasten dabei oft nur den Vorderfuß. Das Kraftpotenzial des Hinterfußes wird nicht voll genutzt.

Positives Feedback aus der Praxis

Die Rückmeldungen zu Schmitt’s Startblock Innovation fallen durchweg positiv aus. Schwimmer*innen zeigen sich neugierig, wissbegierig und offen für die neuen Einblicke in ihren Start. Getestet wurde das System zunächst intensiv im Labor, zuletzt dann bei Wettkämpfen wie der DMS Bayrische Landesliga. Auch einige Vereine waren involviert und nutzten das RKS im Training zu Testzwecken. 

Für Schmitzler-Startsysteme ist die Entwicklung des Tools damit noch nicht abgeschlossen. Geplant für die Zukunft ist unter anderem ein Videomodul für die exakte Bewegungsanalyse während der Startphase. Ein weiteres Ziel ist es, eine Zeitmessung zu implementieren, die die Durchgangszeit bei 15 Metern erfasst. 

Als Resümee bleibt festzuhalten: Der Startsprung kann entscheidend im Schwimmsport sein. Innovationen wie das ReaktionsKraftmessSystem helfen, diesen oftmals nur schwer greifbaren Moment messbar, analysierbar und vor allem besser trainierbar zu machen. 

 GER Schmitzler2

Das RKS im Einsatz

Dank der modularen Bauweise kann das RKS mit der Track-Startplatte flexibel eingesetzt werden. Der nächste größere öffentliche Test unter der Leitung von Matthias Schmitt steht für das RKS bereits bevor: Vom 17. bis 19. April wird das System bei einem Wettkampf in Langen zwischen den Abschnitten zur Erprobung für die Aktiven zur Verfügung stehen. Das ReaktionsKraftmessSystem kann von Vereinen für individuelle Trainings-einheiten angefragt werden, auch Workshops sind geplant.

Alle wichtigen Informationen zum ReaktionsKraftsmessSystem sowie zur Kontaktaufnahme mit Matthias Schmitt gibt es hier: Schmitzler Starsysteme

Magdeburg eröffnet EM-Qualifikation mit 5000 Meter Time-Trial

An diesem Wochenende beginnt der Qualifikationszeitraum für die diesjährigen Freiwasser-Europameisterschaften. Doch dafür gilt es zunächst, sich im Becken zu beweisen – und zwar in einem 5000m Rennen. Mit dabei auch die deutsche Weltmeisterstaffel um Florian Wellbrock, Oliver Klemet, Isabel Gose und Celine Rieder

Bei den in Magdeburg stattfindenden Norddeutschen Meisterschaften "Lange Strecke" steht speziell für die EM und JEM Qualifikation das 5km Rennen in Form eines Time-Trials auf dem Programm, für das sich mit Johannes Liebmann, Fabienne Wenske und Leonie Märtens weitere Hoffnungsträger*innen gemeldet haben. Eine Übersicht über die Freiwasser-Nominierungsrichtlinien gibt es hier: Freiwasser-EM 2026: So werden die deutschen Startplätze vergeben  

Aber auch auf den kürzeren Langstrecken werden die Meistertitel eng umkämpft sein und womöglich erste Richtzeiten für die nationale und internationale Konkurrenz gesetzt werden. So wird es auf den 800m Freistil beispielsweise zum Aufeinandertreffen der beiden WM-Medaillengewinner Sven Schwarz und Lukas Märtens kommen, die im vergangenen Jahr jeweils mit neuen Europarekorden auf dieser Strecke beeindruckten. 

Bei den Damen muss sich Isabel Gose gegen ihre australische Trainingspartnerin und Freiwasserspezialistin Moesha Johnson behaupten und auch Maya Werner präsentierte sich zuletzt bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in bestechender Form, wo sie wie Gose mit zwei Medaillen geglänzt hatte. 

Die gesamte Meldeliste für das Wochenende gibt es hier: Meldeliste Norddeutsche Meisterschaften "Lange Strecke" 2026

 

Bild: Speedo | Wade

13-Jähriger schwimmt vier Stunden im offenen Meer um seine Familie zu retten

Ein 13-jähriger Australier hat bei einem Vorfall vor der Küste seines Heimatlandes außergewöhnliche Ausdauer und Entschlossenheit bewiesen: Austin Applebee schwamm rund vier Kilometer durch das offene Meer, um Hilfe für seine Familie zu holen. 

Gemeinsam mit seiner Mutter und zwei jüngeren Geschwistern war er mit einem Kajak und Paddleboards unterwegs, als die Familie durch Wind und Strömung aufs offene Meer hinausgetrieben wurde. Die eigenständige Rückkehr an die Küste – scheinbar unmöglich. 

Auf Initiative der Mutter entschloss sich Austin, Hilfe zu holen. Zunächst versuchte er, mit dem aufblasbaren Kajak zurück zur Küste zu gelangen. Nach kurzer Zeit ließ er dies jedoch zurück und setzte seinen Weg schwimmend fort. Auch seine Rettungsweste legte Austin ab, da sie ihn beim Schwimmen einschränkte. 

"Die Wellen sind riesig, und ich habe keine Rettungsweste an. ... Ich habe mir immer wieder gesagt: Einfach weiterschwimmen, einfach weiterschwimmen", schilderte der nun als Held gefeierte Teenager später. 

Rund vier Stunden war Austin im Wasser. Nach Erreichen des Strandes lief er noch etwa zwei Kilometer weiter, bevor er die Handtasche seiner Mutter fand und die Polizei alarmierte. Die Rettungskräfte starteten daraufhin eine Suche, die schließlich zum Erfolg führte: Die Mutter und beide Geschwister wurden nach mehr als zehn Stunden im Wasser mithilfe eines Helikopters geborgen. Happy End also!

Internationale Stars um Gretchen Walsh und Kyle Chalmers für China Open angekündigt

Die China Open in Shenzhen sind in diesem Jahr besonders stark besetzt: Zahlreiche internationale Olympiasieger und Weltmeister haben verlauten lassen, bei dem vom 19. bis 22. März stattfindenden Wettkampf mit von der Partie zu sein. So auch starke Teams aus den USA und Australien.

Angeführt von Gretchen Walsh, Kate Douglass, Regan Smith und Jack Alexy schicken die USA etliche hochdekorierte Topstars nach China. Dort werden mit Kyle Chalmers, Mollie O'Callaghan, Lani Pallister und Cameron McEvoy auch einige australische Schwimm-Asse erwartet. 

Die Gastgeber aus China werden ihrerseits alles daransetzen, vor heimischem Publikum zu glänzen. Mit Spannung erwartet wird unter anderem der Auftritt des erst 13-jährigen Ausnahmetalents Yu Zidi, Zudem geht der Blick auf den 100m Freistil Olympiasieger und Weltrekordhalter Pan Zhanle, der sich gegen Jack Alexy und Kyle Chalmers beweisen muss. Und auch Europa wird mit Noè Ponti und Thomas Ceccon prominent vertreten sein. 

In einem Jahr ohne globale Titelkämpfe im Sommer sind so stark besetzte Wettkämpfe wie die China Open mehr als nur ein Formtest. Sie bieten die seltene Gelegenheit zum direkten Vergleich der internationalen Schwimmstars – und könnten wichtige Achtungszeichen für alle weiteren Saisonhöhepunkte setzen. 

USA und Australien verzichten auf Youth Olympic Games 2026

Die Schwimmwettbewerbe der Youth Olympic Games in Dakar werden in diesem Jahr ohne zwei der traditionell stärksten Nationen stattfinden: Sowohl die USA als auch Australien haben in dieser Woche angekündigt, kein Team bei den Titelkämpfen an den Start zu schicken. Die Entscheidung wurde unmittelbar nach der Veröffentlichung der konkreten Wettkampfdaten und -bestimmungen getroffen. 

Die ursprünglich bereits vor vier Jahren geplante Austragung der Youth Olympic Games war 2022 aufgrund der Corona-Pandemie verschoben wurden. Nun sollen die Schwimmwettbewerbe der Veranstaltung vom 1. bis 6. November 2026 in der senegalesischen Hauptstadt ausgetragen werden – allerdings ohne die USA und Australien. Nachdem das Team USA den geplanten Verzicht verkündete, zog Australien nur wenige Tage später nach. Für das australische Team hatte Topstar Kaylee McKeown bei der letzten Ausgabe der Youth Olympic Games 2018 mit einem kompletten Medaillensatz geglänzt. 

Statt einer Teilnahme an den Titelkämpfen in Dakar wollen beide Nationen ihren Fokus auf andere Saisonhöhepunkt im Juniorenbereich legen. So stehen etwa die im August stattfindenden Junior Pan Pacific Championships im Mittelpunkt der Saisonplanung. 

Grundsätzlich darf jedes Land bis zu vier Schwimmerinnen und Schwimmer nominieren. Wie es um ein mögliches deutsches Team für die Youth Olympic Games steht, ist derzeit noch offen. In den bislang veröffentlichten Nominierungsrichtlinien des Deutschen Schwimm-Verbands für die Saisonhöhepunkte des Jahres werden die konkreten Qualifikationswege für die Nachwuchsspiele bislang nicht aufgeführt. 

Russische und belarussische Junioren dürfen wieder unter Landesflagge starten

European Aquatics und World Aquatics haben angekündigt, künftig den Empfehlungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zu folgen. Damit dürfen russische und belarussische Nachwuchsschwimmerinnen und -schwimmer bei internationalen Titelkämpfen wieder unter ihrer jeweiligen Landesflagge antreten.

Konkret betrifft die Entscheidung auch die nächsten Europameisterschaften der Junioren*innen (JEM), die in diesem Sommer in München stattfinden werden. Auch bei der JWM sowie den Youth Olympic Games 2026 sollen Talente aus Russland und Belarus wieder offiziell ihr Land vertreten dürfen.

Seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine waren Sportlerinnen und Sportler aus beiden Ländern bei vielen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen oder nur unter neutraler Flagge startberechtigt. Nun werden diese Beschränkungen im Nachwuchsbereich teilweise gelockert.

In der offenen Klasse bleiben die bisherigen Regelungen jedoch bestehen. Dort dürfen Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus weiterhin lediglich unter neutraler Flagge bei internationalen Titelkämpfen an den Start gehen. 

Mit dem Schritt setzen die internationalen Schwimmverbände nach eigenen Angaben die Vorgaben des IOC um. Dieses hatte zuletzt eine differenzierte Regelung empfohlen, die zwischen Nachwuchs- und Elitebereich unterscheidet. Die Entscheidung dürfte dennoch für Diskussionen sorgen. Während Befürworter auf die Bedeutung des Sports als verbindendes Element verweisen, sehen Kritiker darin ein falsches Signal angesichts des weiterhin andauernden Krieges in der Ukraine.

Die Aufsteiger in die 2. DMS Bundesliga 2026 stehen fest!

Die Deutschen Mannschaftsmeister 2025 wurden bereits zu Beginn des Winters ermittelt – die SG Frankfurt feierte hier einen Doppeltriumph – doch in den zurückliegenden Wochen fanden zahlreiche ebenso spannungsgeladene regionale DMS-Wettkämpfe statt. Nach deren bundesweiten Abschluss steht nun auch fest, welchen Teams der Aufstieg in die 2. Bundesliga für das Jahr 2026 geglückt ist. 

Ein Verein durfte sich sogar doppelt über den Aufstieg freuen, denn der SG Bamberg gelang es, sowohl bei den Damen als auch bei den Herren in die 2. DMS-Bundesliga Süd aufzurücken. Bemerkenswert zudem: Die Männer der SG Essen und des DSW 1912 Darmstadt sowie die Damen der SG Bayer werden in der kommenden Saison nun mit jeweils zwei Teams in den ersten beiden Bundesligen vertreten sein. 

 

Die Aufsteiger in die 2. DMS Bundesliga 2026: 

 

2. DMS-Bundesliga Nord

 

Damen

 

Herren

TWG 1861 Göttingen 

 

Hamburger SC

SG Schöneberg Berlin

 

Waspo Nordhorn

 

2. DMS-Bundesliga West

 

Damen

 

Herren

VfL Gladbeck 1921

 

SG Essen II

SG Schwimmen Münster

 

S.V. Bergisch Gladbach 1920/71

SG Bayer II

 

 

Freie Schwimmer Düsseldorf 1910

 

 

 

2. DMS-Bundesliga Süd

 

Damen

 

Herren

SG Rhein-Mosel

 

SSG Reutlingen-Tübingen

SG Bamberg

 

SGR Karlsruhe

 

 

DSW 1912 Darmstadt II

 

 

SG Bamberg

Bild: SG Schöneberg

Haughey, Kornev, Chalmers und Co. begeistern in Dubai mit Topzeiten

Die am vergangenen Wochenende ausgetragenen Dubai Open Championships lockten auch in diesem Jahr ein stark besetztes internationales Starterfeld an. Zahlreiche Topstars wie Siobhan Haughey und Kyle Chalmers nutzen die Gelegenheit, sich im direkten Aufeinandertreffen zu schnellen Zeiten zu pushen. 

Siobhan Haughey glänzte über die 200m Freistil sogar mit einer neuen Weltjahresbestzeit. Die Olympiadritte aus Paris schlug nach 1:54,85 Minuten an. Und auch über die 100m Freistil (52,77) und 50m Freistil (24,67) war Haughey schnell unterwegs und sprintete souverän zu Gold. Hinzu kam eine Silbermedaille über die 50m Brust (30,83). Schneller war hier lediglich die Südafrikanerin Lara van Niekerk, die sich in 30,26 Sekunden ebenfalls in den Top 3 der Welt in dieser Saison platzierte. Van Niekerk war auch über die 100m Brust (1:07,75) nicht zu schlagen. Bei den Männern schnappte sich hier der niederländische Routinier Arno Kamminga den Sieg in guten 1:00,15 Minuten. 

Mit starken Zeiten wusste auch Egor Kornev von sich zu überzeugen. Der russische Staffelweltmeister triumphierte wie Haughey sowohl über die 50m Freistil (21,72) als auch 100m Freistil (48,38). Da konnte auch der australische Schwimmstar Kyle Chalmers nicht mithalten, der sich in 22,02 Sekunden bzw. 48,47 Sekunden jeweils mit Rang Zwei zufrieden geben musste. Und auch über die 50m Schmetterling stellte Kornev in 23,05 Sekunden seine Sprinterqualitäten unter Beweis. 

Team Bochum um Matzerath und Bäschnitt glänzt Zuhause mit starken Zeiten 

Erst vor wenigen Wochen wechselte der Olympiafünfte Lucas Matzerath sein Startrecht zum Team Bochum – nun folgte bereits der erste Wettkampf unter neuen Farben. Im Rahmen der SG Ruhr Challenge am letzten Wochenende zeigte sich Matzerath gut in Form – ebenso sein Trainingspartner Jarno Bäschnitt

Insbesondere auf seinen Paradestrecken wusste Lucas Matzerath zu überzeugen: Über 50m Brust schlug er nach 27,58 Sekunden an, die 100m Brust absolvierte der Deutsche Rekordhalter in 1:00,77 Minuten. Im Fernduell gegen seinen Dauerrivalen Melvin Imoudu, der an den beiden Wochenenden zuvor die ersten Wettkämpfe des Jahres bestritten hatte, musste sich Matzerath dieses Mal knapp geschlagen geben. 

Auch WM-Teilnehmer Jarno Bäschnitt unterstrich, dass in diesem Schwimmjahr erneut mit ihm zu rechnen sein wird. Mit Zeiten von 1:48,54 Minuten über 200m Freistil sowie 2:04,39 Minuten über 200m Schmetterling lieferte Bäschnitt zum frühen Zeitpunkt der Langbahnsaison vielversprechende Leistungen ab. 

 

Bild: Tino Henschel

Deutsches Team dominiert bei Eisschwimm-EM 2026

Bei den Europameisterschaften im Eisschwimmen, die vergangene Woche im italienischen Molveno ausgetragen wurden, feierte das deutsche Team große Erfolge. Mit mehr als zwei Dutzend Medaillen drückten die deutschen Athletinnen und Athleten den Titelkämpfen abermals  ihren Stempel auf. Allen voran wurden Alisa Fatum-Böker und Andreas Waschburger ihrer Favoritenrolle gerecht und jubelten gleich mehrfach über EM-Gold. 

Mit vier Goldmedaillen kürte sich Alisa Fatum-Böker zur erfolgreichsten Schwimmerin der Eisschwimm-EM. Besonders eindrucksvoll war ihr Sieg über die 1000m Freistil, den die Leipzigerin mit mehr als einer Minute Vorsprung für sich entschied. Auch über die 250m Freistil, 500m Freistil und 100m Schmetterling war Fatum-Böker nicht zu schlagen. 

Mit starken Leistungen wusste auch Andreas Waschburger zu überzeugen. Der ehemalige Olympiateilnehmer im Freiwasser holte über die 500m und 1000m Freistil den EM-Titel und ergänzte seine Medaillenausbeute mit Silber über 250m Freistil. Gemeinsam mit Marie-Therese Bartl und Kilian Graef sicherten sich Waschburger und Fatum-Böker auch mit der deutschen 4x250m Freistilstaffel die Bronzemedaille. 

Bartl selbst konnte sich zusätzlich über Silber im Einzelrennen über die 250m Freistil freuen und gewann zudem Bronze über 100m Schmetterling. Weitere Podestplätze für das deutsche Team holten Ines Hahn (Silber 500m Freistil, 200m Lagen), Sarah-Anne Richter (Bronze 200m Lagen) und Christina Gockeln (Bronze 100m Brust). 

Auch in der Para-Wertung präsentierte sich das deutsche Team äußerst erfolgreich. Tina Deeken dominierte die Konkurrenz mit insgesamt sieben Goldmedaillen. Joseph Rothenaicher feierte ebenfalls zwei Goldmedaillen und auch Georg Dreuw gelang der Sprung auf das Siegerpodest. 

Nach den erfolgreichen Titelkämpfen in Molveno richtet sich der Blick nun auf die kommenden Saisonhöhepunkte. Ende Februar stehen zunächst die Deutsche Meisterschaften im Eisschwimmen an, bevor im März die Weltmeisterschaften in Finnland folgen.

 

Alle Ergebnisse gibt es hier: Ergebnisse Eisschwimm-EM 2026 

 

Bild: HYLO® SPORT / Aaron Lombardozzi

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