Zeitplan der Schwimm-EM 2026 in Paris | Alle Vorläufe und Finals

Anfang August sind die schnellsten Schwimmerinnen und Schwimmer Europas bei den Europameisterschaften in Paris gefordert. Bei diesen werden die neuen Champions sowohl im Freiwasser als auch beim Beckenschwimmen gesucht. Den genauen Zeitplan über die Wettbewerbe der Schwimm-EM 2026 findet ihr hier in unserer Übersicht. 

Die Freiwasser-Events machen wie schon bei den letzten Weltmeisterschaften den Anfang: Vom 4. bis zum 8. August geht es hier um die Medaillen. Die Beckenwettbewerbe werden dann unmittelbar im Anschluss vom 10. bis zum 16. August ausgetragen. 

Für all diejenigen, die die Titelkämpfe live Vorort in Paris verfolgen möchten, gibt es bereits die Möglichkeit erste Tickets zu erwerben. Mehr dazu gibt es hier: Ticketverkauf für Schwimm-EM 2026 startet! 

 

Der Zeitplan der Schwimm-EM 2026 in Paris (Becken):

Vorläufe

9:30 Uhr

Montag, 10.08.2026

Finals

18:30 Uhr

400m Lagen (m)

 

HF - 50m Schmetterling (m)

100m Freistil (w)

 

HF - 100m Freistil (w)

50m Schmetterling (m)

 

F- 400m Lagen (m)

200m Rücken (w)

 

HF - 200m Rücken (w)

100m Brust (m)

 

HF - 100m Brust (m)

4x200m Freistil (w)

 

F - 4x200m Freistil (w)

4x200m Freistil (m)

 

F - 4x200m Freistil (m)

800m Freistil (w)

 

 

 

 

 

Vorläufe

9:30 Uhr

Dienstag, 11.08.2026

Finals

18:30 Uhr

50m Schmetterling (w)

 

F - 200m Rücken (w)

100m Freistil (m)

 

F - 50m Schmetterling (m)

100m Brust (w)

 

F - 100m Freistil (w)

200m Rücken (m)

 

F - 100m Brust (m)

4x100m Lagen (mixed)

 

HF - 100m Brust (w)

800m Freistil (m)

 

HF - 200m Rücken (m)

 

 

HF - 50m Schmetterling (w)

 

 

HF - 100m Freistil (m)

 

 

F - 800m Freistil (w)

 

 

F - 4x100m Lagen (mixed)

 

 

 

Vorläufe

9:30 Uhr

Mittwoch, 12.08.2026

Finals

18:30 Uhr

200m Freistil (w)

 

HF - 200m Freistil (w)

100m Schmetterling (m)

 

F - 200m Rücken (m)

50m Rücken (w)

 

F - 50m Schmetterling (w)

200m Brust (m)

 

F - 100m Freistil (m)

400m Lagen (w)

 

F - 100m Brust (w)

4x100m Freistil (w)

 

HF - 200m Brust (m)

 

 

HF - 50m Rücken (w)

 

 

HF - 100m Schmetterling (m)

 

 

F - 400m Lagen (w)

 

 

F - 800m Freistil (m)

 

 

F - 4x100m Freistil (w)

 

 

 

Vorläufe

9:30 Uhr

Donnerstag, 13.08.2026

Finals

18:30 Uhr

200m Freistil (m)

 

F - 100m Schmetterling (m)

100m Schmetterling (w)

 

F - 50m Rücken (w)

50m Rücken (m)

 

HF - 200m Freistil (m)

200m Brust (w)

 

HF - 100m Schmetterling (w)

4x100m Freistil (m)

 

HF - 50m Rücken (m)

1500m Freistil (w)

 

HF - 200m Brust (w)

 

 

F - 200m Brust (m)

 

 

F - 200m Freistil (w)

 

 

F - 4x100m Freistil (m)

 

 

 

Vorläufe

9:30 Uhr

Freitag,  14.08.2026

Finals

18:30 Uhr

50m Freistil (w)

 

F - 100m Schmetterling (w)

50m Brust (m)

 

F - 200m Freistil (m)

100m Rücken (w)

 

F - 200m Brust (w)

200m Schmetterling (m)

 

HF - 100m Rücken (w)

200m Lagen (w)

 

HF - 50m Brust (m)

4x100m Freistil (mixed)

 

HF - 50m Freistil (w)

1500m Freistil (m)

 

HF - 200m Schmetterling (m)

 

 

HF - 200m Lagen (w)

 

 

F - 1500m Freistil (w)

 

 

F - 4x100m Freistil (mixed)

 

 

 

Vorläufe

9:30 Uhr

Samstag, 15.08.2026

Finals

18:30 Uhr

50m Freistil (m)

 

F - 200m Schmetterling (m)

200m Schmetterling (w)

 

F - 50m Freistil (w)

100m Rücken (m)

 

F - 50m Brust (m)

50m Brust (w)

 

F - 200m Lagen (w)

200m Lagen (m)

 

HF - 50m Freistil (m)

4x200m Freistil (mixed)

 

HF - 50m Brust (w)

 

 

F - 1500m Freistil (m)

 

 

HF - 200m Schmetterling (w)

 

 

HF - 200m Lagen (m)

 

 

F - 100m Rücken (w)

 

 

HF - 100m Rücken (m)

 

 

F - 4x200m Freistil (mixed)

 

 

 

Vorläufe

9:30 Uhr

Sonntag, 16.08.2026

Finals

18:30 Uhr

400m Freistil (w)

 

F - 50m Freistil (m)

400m Freistil (m)

 

F - 50m Brust (w)

4x100m Lagen (w)

 

F - 200m Lagen (m)

4x100m Lagen (m)

 

F - 200m Schmetterling (w)

 

 

F - 100m Rücken (m)

 

 

F - 400m Freistil (w)

 

 

F - 400m Freistil (m)

 

 

F - 4x100m Lagen (w)

 

 

F - 4x100m Lagen (m)

 

Der Zeitplan der Schwimm-EM 2026 in Paris (Freiwasser):

Tag

Uhrzeit

Disziplin

Geschlecht

04. August

10:00

10km

Männer

04. August

15:00

10km

Frauen

05. August

10:00

5km

Männer

05. August

15:00

5km

Frauen

07. August

10:00

3km Knockout

Frauen

07. August

16:00

3km Knockout

Männer

08. August

10:00

Mixed-Staffel

Mixed

 

Bild: Speedo | Wade

Mission Titelverteidigung: Imoudu und Armbruster stellen sich in Luxemburg der internationalen Konkurrenz

Traditionell steht das Euro Meet in Luxemburg ganz weit vorne im Wettkampfkalender eines neuen Jahres. Auch an diesem Wochenende (30. Januar bis 1.Februar) ist es erneut soweit und zahlreiche deutsche Namen zieren wieder einmal das internationale Starterfeld. 

Allen voran sind mit Melvin Imoudu und Luca Nik Armbruster zum wiederholten Male zwei Olympiateilnehmer dabei, die im vergangenen Jahr in Luxemburg mit Siegen geglänzt hatten. Ebenfalls mit von der Partie sein werden Noelle Benkler, Kenneth Bock und Lena Ludwig, die allesamt zuletzt das deutsche Team bei den Kurzbahn-Europameisterschaften vertreten haben. 

Doch auch die internationale Konkurrenz ist stark: So werden es Imoudu und Bock auf den Bruststrecken unter anderem mit dem Kurzbahn-Europameister und Weltrekordhalter Caspar Corbeau aufnehmen müssen. Und auch Corbeaus niederländische Teamkollegin Tes Schouten hat schon öfters bei internationalen Meisterschaften auf dem Podium gestanden. Gleiches gilt auch für die dänischen Schwimmerinnen um Martine Damborg und Helena Rosendahl Bach. Auch Großbritannien schickt ein starkes Team ins Rennen, angeführt von Matt Richards, Max Litchfield und Freya Colbert

Die letzten Ausgaben des Euro Meet haben gezeigt, dass der renommierte Wettkampf für die Aktiven einen ersten wichtigen Formtest im neuen Jahr darstellen. Auch in diesem Jahr, sind demnach packende Rennen und schnelle Zeiten zu erwarten. 

 

Wichtige Links zum Thema:

Startlisten & Ergebnisse Euro Meet 2026

Livestream Euro Meet 2026 

 

Bild: Tino Henschel

US-Schwimmverband erwartet Millionendefizit für 2025

Der US-amerikanische Schwimmverband 'USA Swimming' steuert im abgeschlossenen Jahr 2025 auf ein deutliches finanzielles Minus zu. Nach aktuellen Berechnungen rechnet der Verband mit einem Defizit von rund 1,07 Millionen US-Dollar. Ursprünglich war für das entsprechende Jahr noch ein Gewinn von knapp 100.000 US-Dollar prognostiziert worden, doch diese Einschätzung änderte sich nach Abschluss des dritten Quartals im September 2025 erheblich.

Ein wesentlicher Grund für die signifikante Verschlechterung der Finanzlage sind rückläufige Einnahmen aus Kooperationen und Partnerschaften. Besonders ins Gewicht fällt dabei der Ausstieg von TYR als Namensgeber der Pro Swim Series, was zu geringeren Sponsoreneinnahmen geführt hat. 

Auch auf der Mitgliederseite verzeichnet USA Swimming Einbußen. Sinkende Mitgliedsbeiträge infolge geringerer Neuregistrierungen belasten die finanziellen Einnahmen zusätzlich. Damit setzt sich ein Trend fort, der bereits in den vergangenen Jahren zu beobachten war. 

Dem gegenüber stehen zwar reduzierte Ausgaben, unter anderem weil der Verband zeitweise keinen festen CEO beschäftigte, doch diese Einsparungen reichen nicht aus, um die Einnahmeverluste zu kompensieren. Als weitere entscheidender Kostenfaktor gilt der laufende Rechtsstreit mit den Enhanced Games, der die finanzielle Planung zusätzlich belastet. 

Sollten sich die aktuelle Prognosen bestätigen, würde USA Swimming zum siebten Mal innerhalb von neun Jahren mit einem negativen Jahresergebnis abschließen. Lediglich in den Jahren 2022 und 2024 konnte der Verband schwarze Zahlen schreiben. 

Berliner Schwimmbäder sollen für 200 Millionen Euro saniert werden

Es ist ein bundesweites Problem: Zahlreiche Schwimmhallen sind seit Jahren sanierungsbedürftig, die Ausstattung ist oftmals veraltet – doch den Städten und Kommunen fehlt vielerorts das Geld. In Berlin soll dem nun Abhilfe geschaffen werden, mit einer Summe von 200 Millionen Euro. 

Die Berliner Bäder-Betriebe sollen bis 2030 über 200 Millionen Euro für die Sanierung von Schwimmbädern erhalten. Das Geld soll aus dem sogenannten Klimapaket kommen, das in dieser Woche zwischen dem Senat und landeseigenen Unternehmen verabschiedet wurde. "Dieses Geld versetzt uns in die Lage, nachhaltig in Gebäude und Technik unserer Bäder zu investieren", erklärte die BBB-Vorständin Marie Rupprecht.  

Konkret sollen 170 Millionen Euro in die Grund- oder Teilsanierung von Hallenbädern fließen. Um den Fokus auf Klimaschutz und Energieeffizienz zu gewährleisten, sollen beispielsweise eine moderne Beleuchtung und neue Wärmespeicher flächendeckend integriert werden. 

Zu den vier Schwimmbädern, für die eine Grundsanierung geplant ist, zählt unter anderem die Sport-und Lehrschwimmhalle Schöneberg, wo neben dem allgemeinen Schwimmbetrieb auch viele Berliner Wasserballteams trainieren und ihre Wettkämpfe abhalten. Auch das Kombibad Seestraße sowie die beiden Stadtbäder Charlottenburg sollen komplett saniert werden. 

Aber auch die Sommerbäder gehen bei den geplanten Sanierungsarbeiten nicht leer aus: Hier sollen Beckenabdeckungen installiert werden, um den Wärmeverlust zu reduzieren. Zudem sollen Wärmespeicher dafür sorgen, dass die Abwärme von Industrieanlagen effektiver genutzt werden kann. 

Insgesamt sind 67 Schwimm-, Frei- und Strandbäder Teil der Berliner Bäder Betriebe. Damit gelten die BBB als größter kommunaler Bäderbetreiber Europas. 

Jahresauftakt in Japan: Ohashi und Watanabe glänzen mit 2:08 auf 200m Brust

Japans Schwimm-Asse sind mit schnellen Zeiten in das Schwimmjahr 2026 gestartet. Im Rahmen des Kosuke Kitajima Cup, der in der vergangenen Woche im olympischen Schwimmbecken von Tokio ausgetragen wurde, zeigten die Aktiven auf mehreren Strecken beachtliche Leistungen, die bei den letzten Weltmeisterschaften jeweils einen Platz im Finale bedeutet hätten. 

Ein besonders packendes Duell gab es über die 200m Brust der Männer zu bestaunen. Beim Aufeinandertreffen des Junioren-Weltrekordhalters Shin Ohashi mit dem amtierenden Vizeweltmeister und ehemaligen Weltrekordhalter Ippei Watanabe setzte sich das Nachwuchstalent in schnellen 2:08,33 Minuten durch. Watanabe sorgte 2,4 Zehntel dahinter ebenfalls für eine beeindruckende Zeit zum Jahresauftakt. 

Doch nicht nur Japans Brustschwimmer zeigten sich in bestechender Form: Über die 200m Schmetterling sorgte Tomoru Honda in 1:54,91 Minuten für ein Achtungszeichen. Auch mit dieser Zeit hätte sich der Olympiazweite von Tokio bei der WM in Singapur über ein Finalticket freuen dürfen. Honda hatte die nationale Qualifikation für die Titelkämpfe im vergangenen Jahr verpasst –  umso höher zu bewerten ist diese vielversprechende Leistung. 

Auch auf den Lagenstrecken präsentierten sich die Japaner traditionell stark. Über die 200m Lagen kam Vizeweltmeister Tomoyuki Matsushita in 1:56,81 Minuten zwar nicht ganz an seine letzte Leistung aus dem November heran, untermauerte aber dennoch seine Stellung in der Weltspitze. 

ISL gewinnt Klage gegen Weltverband – aber bekommt nur 1 Dollar

Mit der Ankündigung, noch in diesem Jahr eine Neuauflage der 'International Swimming League' zu starten, sorgte die ISL zuletzt für Schlagzeilen. Nun gab es zudem einen juristischen Triumph zu feiern, der jedoch in erster Linie eine symbolische Wirkung hatte. 

Vor nunmehr acht Jahren hatte die ISL eine Klage gegen den Weltverband World Aquatics (damals noch FINA) eingereicht und eine Schadenssumme von 41 Millionen US-Dollar gefordert. Grundlage war das vermeintlich wettbewerbswidrige Verhalten des Weltverbandes, das den Geschäftsinteressen der ISL geschadet habe. FINA habe in zahlreichen Nationen einen Boycott der ersten möglichen ISL-Auflage 2018 bewirkt, der in der Absage des Events resultierte. Ein amerikanisches Gericht gab der ISL nun Recht – der vereinbarte Vergleich in Höhe von 1 Dollar hat jedoch primär symbolische Wirkung. Der Betrag kam auch deshalb zustande, da die ISL den konkreten finanziellen Schaden nicht beziffern konnte. 

"Dieses Ergebnis ist nicht nur ein Sieg für die ISL, sondern für den Schwimmsport insgesamt.", erklärte ISL-Kommissionsmitglied Ben Allen. "Ziel der Einleitung dieses Verfahrens gegen die FINA durch die ISL war es, einen fairen Wettbewerb ohne rechtswidrige Eingriffe und Störungen zu ermöglichen. Die ISL hat sich stets für die Wahlfreiheit der Athletinnen und Athleten eingesetzt, indem sie mehr Karrierechance geschaffen und gleichzeitig durch innovative neue Formate, die Zuschauerinnen und Zuschauer angesprochen haben, dazu beigetragen hat, das weltweite Publikum des Sports zu vergrößern.". 

Auch der Weltverband zeigte sich erleichtert darüber, dass der Rechtsstreit nun zu einem Ende gefunden hat: "Dieser Fall hat Ressourcen gebunden, die weitaus sinnvoller eingesetzt worden wären, wenn sie dem Sport und den Athletinnen und Athleten zugute gekommen wären. Wir danke der Jury und Richterin Corley für die Beilegung des Falls.". World Aquatics Präsident Husain Al Mussallam kommentierte zudem, die ausgebliebenen Zahlungen an die Aktiven sowie die geplante Neuauflage der ISL: "Es war enttäuschend, während des Verfahrens zu erfahren, dass viele Athletinnen und Athleten sowie Dienstleister in der Schwimmgemeinschaft von der ISL weiterhin nicht bezahlt wurden, und wir begrüßen die Zusage der ISL, die 7 Millionen US-Dollar, die sie den Schwimmerinnen und Schwimmern schuldet, zu begleichen, bevor versucht wird, die Liga neu zu starten.". 

Bereits in diesem Herbst soll die International Swimming League einen Neustart erfahren. Mehr dazu gibt es hier: International Swimming League kündigt Comeback an  

Australische Meisterschaften: Moesha Johnson glänzt mit drei Titeln

Bei den australischen Freiwassermeisterschaften hat Moesha Johnson den Titelkämpfen auch in diesem Jahr ihren Stempel aufgedrückt. Die Vize-Olympiasiegerin von Paris sicherte sich bei anspruchsvollen Bedingungen gleich drei nationale Titel und knüpfte damit nahtlos an ihre Erfolge der vergangenen Jahre an. 

Insbesondere starker Wind sorgte für schwierige Bedingungen bei den australischen Titelkämpfen, die vergangene Woche in der Koombana Bay ausgetragen wurden. So musste beispielsweise das 5km Rennen der Herren nach nur einer Runde abgebrochen und später neu gestartet werden. 

Moesha Johnson, die seit einigen Jahren zeitweise bei Bernd Berkhahn in Magdeburg trainiert, lies sich von den erschwerten Bedingungen jedoch nicht beeindrucken: Über die 5km, 10km sowie im 3km Knockout-Sprint schwamm die dreifache Medaillengewinnerin der letzten Weltmeisterschaften jeweils souverän zu Gold. 

Dreifaches Gold gab es auch für Kyle Lee, der ebenfalls die 5km und 10mm sowie die 4x1,5km Staffel für sich entschied. Für Aufmerksamkeit sorgte zudem Sam Short, der vielen Schwimmfans vor allem aus dem Becken bekannt ist. Der Dauerrivale von Lukas Märtens und Sven Schwarz bewies auch im Freiwasser sein Können, triumphierte im 3km Knockout-Sprint und sicherte sich darüber hinaus Silber im 5km Rennen. 

Olympia-Medaillengewinner Ilya Kharun ändert Nationalität

Als Teil der kanadischen Nationalmannschaft hat Ilya Kharun in den vergangenen Jahren zahlreiche Medaillen bei internationalen Titelkämpfen gewinnen können: doppeltes Bronze bei den Olympischen Spielen in Paris, WM-Bronze in Singapur und bei der Kurzbahn-WM 2024 kürte sich Kharun sogar zum Weltmeister über 200m Schmetterling. Fortan wird der ehemals kanadische Hoffnungsträger auf der internationalen Bühne jedoch für die USA an den Start gehen. 

Ilya Kharun ist zwar in Kanada geboren, hat jedoch zeit seines Lebens in den USA gewohnt.  Aktuell trainiert und studiert der 20-jährige Schmetterlingsspezialist an der Arizona State University. Bereits seit April 2024 besitzt Kharun neben der kanadischen auch die amerikanische Staatsbürgerschaft. Nichtsdestotrotz kommt sein Startrechtswechsel für viele überraschend. 

Auf Instagram sprach der mehrfache kanadische Rekordhalter dem kanadischen Team seinen Dank aus, betonte aber auch, dass er sich schon immer wie ein Amerikaner gefühlt habe: "Ich habe noch eine lange Schwimmkarriere vor mir und ich möchte gerne meine Heimat vertreten. Und diese Heimat sind die USA."

Ab Ende Oktober wird Ilya Kharun dann offiziell das US-amerikanische Team vertreten dürfen, pünktlich zu den US-Trials für die Kurzbahn-WM. Der Weltverband schreibt vor, dass bei einem Nationalitätswechsel mindestens zwölf Monate vergehen müssen. Zuletzt war Kharun beim Heimweltcup in Toronto Ende Oktober 2025 unter kanadischer Flagge gestartet. 

 

Bild: World Aquatics

Erfolgreicher Jahresauftakt am Berliner Olympiastützpunkt für Köhler, Passek und Co.

Eigentlich wird die Schwimmhalle am Berliner Sportforum primär für Trainingszwecke genutzt, doch am vergangenen Wochenende ging es ebendort im Rahmen des "Stützpunktwettkampf" um erste Wettkampfzeiten im Schwimmjahr 2026. Doch nicht nur zahlreiche Nachwuchstalente aus Berlin und die Schwimm-Asse Angelina Köhler, Ole Braunschweig und Vincent Passek waren mit von der Partie, sondern auch einige bekannte Gäste. 

Auch in diesem Jahr dürften die Schmetterlingsstrecken auf der nationalen Ebene von Weltmeisterin Angelina Köhler dominiert werden. Über die 50m Schmetterling sprintete Köhler in 26,56 Sekunden zum Sieg und bewies auch über die doppelte Distanz in 58,42 Sekunden eine gute Form. 

Auf den kurzen Rückenstrecken stand abermals das Duell der Trainingspartner Ole Braunschweig und Vincent Passek im Vordergrund, welches dieses Mal in einem Remis endete: Über die 50m Rücken schlugen Braunschweig und Passek zeitgleich nach 25,47 Sekunden an und blieben somit gerade einmal neun Zehntel über dem Deutschen Rekord. Über die 100m Rücken setzte Vincent Passek in 56,11 Sekunden eine erste Richtzeit für die nationale Konkurrenz in diesem Jahr. 

Auch ein Team vom Potsdamer Olympiastützpunkt war am Wochenende in Berlin zu Gast und sorgte insbesondere auf den Bruststrecken für vielversprechende Auftritte. Der Olympiavierte Melvin Imoudu war sowohl über die 50m und 100m Brust nicht zu schlagen und zeigte bei seinem ersten Wettkampf des Jahres in 27,40 Sekunden und 1:00,94 Minuten bereits schnelle Zeiten. Auch Juniorenweltrekordhalter Malte Gräfe präsentierte sich in 27,87 Sekunden und 1:02,65 Minuten in aussichtsreicher Form. Über die 200m Brust musste sich Gräfe in 2:17,95 Minuten lediglich dem Deutschen Vizemeister und EM-Halbfinalisten Kenneth Bock (2:17,31) geschlagen geben. 

Des Weiteren nutzten auch zahlreiche paralympische Schwimmer*innen wie Mira Jeanne Maack und Maike Naomi Schwarz den Stützpunktwettkampf in Berlin als ersten Formtest. 

Hier gibt es alle Ergebnisse: Protokoll Stützpunktwettkampf Berlin 2026 

 

Bild: Tino Henschel

Wann und warum: Schwimm-Wettkämpfe strategisch planen

Für viele Sportler sind Wettkämpfe die Hauptmotivation, um ins tagtägliche Training zu gehen. Die wenigsten Leistungsschwimmer, wenn nicht sogar keiner, würden das hohe Pensum absolvieren, wenn es heißen würde, es gibt nur noch Training und keinen Wettkampf mehr. Dann würden für einige auch wenige Einheiten in der Woche reichen als Ausgleich und sportliche Betätigung und die Inhalte wären nicht so umfassend. Aber Wettkampf ist nicht gleich Wettkampf. Im Laufe einer Saison fungieren sie nicht nur als Höhepunkte, sondern auch Leistungstests und Zwischenstationen. Wir werfen einen Blick darauf, wann Wettkämpfe Sinn machen und wann wir die Zeit lieber ins Training investieren sollten.

Jeder Sportler hat das Recht verdient, sein bestmögliches Potential zu erreichen oder es zumindest zu versuchen. Hierfür ist natürlich eine kontinuierliche und altersadäquate Summation an Trainingsreizen und Regenerationsmaßnahmen notwendig, um in einer Ausdauersportart wie Schwimmen erfolgreich zu sein. Die Wettkämpfe sind dabei eine Leistungsüberprüfung und geben ein Ziel vor. Nicht jeder Wettkampf dient allerdings dazu, Bestzeiten zu schwimmen. Der Mensch ist keine Maschine und benötigt Zeit, Fleiß und Geduld, um angestrebte Ziele zu erreichen. Es bedarf einer systematischen und konsequenten Strategie, um langfristig Leistungen zu steigern. Die einen schaffen das vielleicht in etwas kürzerer Zeit, andere brauchen wiederum länger, um sich zu steigern. Es gibt keine Abkürzung zum Erfolg. Die harte Trainingsarbeit (die sogenannte „hard work“) ist elementar wichtig und einer der Schlüssel für viele erstrebenswerte Ziele. Dies gilt sowohl für den Sport als auch für die berufliche Perspektive. Somit finden sich direkt die Verknüpfungspunkte zwischen Schule/Ausbildung/Studium/Job und Leistungssport. Im Lebensalltag kommen Herausforderungen gern mal unangekündigt, im Sport aber können wir zumindest planen, wann und wo wir uns diesen stellen. 

Periodisierung als Entscheidungsgrundlage

Im Saisonverlauf bieten sich verschiedene Wettkämpfe an, um Leistungs-, Technik- und Entwicklungsziele oder strategisch-taktische Ziele zu überprüfen. Wie wir wissen, ist unser Saisonkalender hierzulande in eine Kurzbahnsaison (ca. August bis Dezember) und Langbahnsaison (Januar bis Juli) aufgeteilt. Einen Zyklus von mehreren Monaten nennen wir in der Trainingsterminologie einen Makrozyklus und je nach Leistungsstand und Alter gibt es in einer kompletten Schwimmsaison zwei bis vier Makrozyklen. Am Ende von einem Makrozyklus steht meistens ein Zielwettkampf, um die Erfolge der Arbeit in den vergangenen Wochen und Monaten zu überprüfen (siehe Abb.1). Generell muss man hier natürlich zwischen Profischwimmern und Nicht-Profis unterscheiden. Der Profischwimmer verdient, wie der Name auch sagt, sein Geld damit und muss sich bei verschiedenen Wettkämpfen meistens in guter Form präsentieren, um entsprechend Gelder zu akquirieren, Sponsoren zu gewinnen, medial stark präsent zu sein etc. Da dies auf die wenigsten Schwimmer in Deutschland zutrifft, beziehen wir uns daher in den kommenden Abschnitten auf die leistungsorientierten Schwimmer im Jugend- und Erwachsenenalter, die nebenbei zur Schule gehen oder eine Ausbildung bzw. ein Studium absolvieren oder sogar beruflich eingebunden sind.

Innerhalb eines Makrozyklus werden alle ein bis zwei Monate, ein bis drei Wettkämpfe geschwommen. Wichtig ist hierbei, dass diese Zwischen-Wettkämpfe aus dem Training geschwommen werden, um keine Trainingsrückstände hinsichtlich der Vorbereitung auf den Saisonhöhepunt entstehen zu lassen. Die Anzahl der Wettkämpfe sollte von Jahr zu Jahr theoretisch gesteigert werden. Wettkämpfe alle zwei Wochen können phasenweise eventuell vorkommen, sollten aber weitestgehend minimiert werden. Die Abbildung zwei zeigt ein Beispiel, wie ein Makrozyklus im Jugendbereich aussehen könnte. Am Ende von einem Mesozyklus (mehrere Wochen), welcher eine inhaltliche Thematik umfasst, bietet es sich an, einen Testwettkampf als Überprüfung zu platzieren. 

Nicht jeder Wettkampf muss Bestzeiten liefern

Sicherlich möchte jeder gerne bei allen Wettkämpfen eine tolle Zeit schwimmen, wenn nicht sogar neue Bestzeiten erzielen. Je nach Leistungsniveau ist das jedoch nicht immer möglich oder überhaupt erstrebenswert. Was ist damit gemeint: Wettkämpfe können auch in allererster Linie das Ziel haben, mit anderen zu konkurrieren und damit Spaß am Leistungssport zu gewinnen. Eine weitere Herausforderung könnte sein, die persönlich bestmögliche Leistung für den Tag herauszuholen. Denn „beste Leistung“ bedeutet nicht immer Bestzeit. Manchmal ist man in einem Trainingsblock noch relativ müde und benötigt etwas mehr Regeneration als die Anderen. Wettkämpfe können auch das Ziel haben eine gewisse Lockerheit oder Routine für die Zukunft zu erarbeiten oder neue Strategien auszuprobieren. Weiterhin können auch technische Ziele verfolgt oder strategische Ziele geübt werden (z.B. erste Rennhälfte deutlich ruhiger und am Ende die Beine viel intensiver einzusetzen etc.). Und: Es ist auch möglich, Wettkämpfe zu nutzen, um gute und spezifische Intensitätsreize zu erzielen. Egal wie müde jemand ist, normalerweise schwimmt man immer schneller im Wettkampf als im Training. Dies ist der Grund, warum einige z.B. eine Woche nach einem Wettkampf bereits deutlich schneller schwimmen können. Dies liegt nicht daran, dass in den fünf Tagen davor so viel erarbeitet wurde, sondern daran, dass der Körper sich vom Wettkampfreiz der vergangenen Woche erholt hat und durch die Adaptation profitiert.  Wir beobachten daher auch z.B. bei den erwachsenen Profisportlern wie sie bei mehreren Weltcup-Stationen oder ISL-Wettkämpfen von Mal zu Mal schneller werden und ihre Leistung somit über mehrere Wochen steigern oder länger halten können. Entscheidend ist, dass zwischen den Einheiten auch ruhig Grundlagenkapazitäten erschwommen werden und die Wettkämpfe somit als Intensität genutzt werden. Diese Strategie empfiehlt sich allerdings nur für erfahrene Sportler, die bereits mehrjährige Trainingserfahrung vorweisen können und hohe Kapazitäten im Grundlagenbereich haben. Die Abbildung drei zeigt beispielhaft einen Makrozyklus von einem Schwimmer im Hochleistungsbereich. Hier ist eine höhere Wettkampfteilnahme zu erkennen und strategisch eingebaut extensive und regenerative Phasen.

Im Kinder und Jugendbereich hingegen empfiehlt es sich, nicht zu viele Wettkämpfe einzubauen (eventuell ein bis drei Wettkämpfe innerhalb von drei Monaten). Fast jedes zweite Wochenende Wettkämpfe zu schwimmen, würde nur dazu führen, dass die Trainingsblöcke zu kurz werden und mehr die Intensitätskomponenten im Vordergrund stehen. Wir wissen über langjährige Erfahrung, dass ein zu intensives Training im Grundlagen- und Aufbaubereich vielleicht schnelle Erfolge erzielt, langfristig jedoch der Sportler früher stagniert. Ein junger Sportler benötigt eine Kontinuität an Grundlagenausdauer und guter Technikarbeit, um später entsprechend stabiler und langfristiger im Wettkampfgeschehen Erfolge zu erzielen. Eine hohe Wettkampfdichte steigert den Intensitätsanteil zu sehr und wäre im Sinne des langfristigen Leistungsaufbaus mit Vorsicht zu genießen. Hinzu kommt die zeitliche Belastung für die jungen Aktiven und deren Umfeld.

Wettkämpfe im Saisonverlauf auswählen

Die Auswahl von Wettkämpfen hängt in erster Linie von der Zusammensetzung der Trainingsgruppe ab. Ich persönlich bevorzuge es eine bunte Mischung an Wettkämpfen einzubauen. Im Bereich der Periodisierung ist die Vorgehensstrategie relativ identisch. Der Coach notiert zuerst die Schwerpunktwettkämpfe für die gesamte Saison. Danach werden die Landesmeisterschaften, wenn bekannt, notiert. Anschließend arbeitet man rückwärts und notiert, wo im Idealfall ein Wettkampf gut reinpassen würde (als Überprüfung z.B. am Ende vom Mesozyklus? Oder zur Qualifikation für einen der Höhepunkte?). Man geht auf die Suche im Wettkampfkalender und filtert die passenden Events für den Zeitraum heraus. Ich persönlich finde diese Strategie zielführender als erstmal alle Wettkämpfe, die man schwimmen möchte, zu notieren und dann erst auf deren Basis die Periodisierung vorzunehmen. Ein Wettkampf sollte immer mit den Inhalten im Saisonaufbau einhergehen. Natürlich gibt es die einen oder anderen Einladungswettkämpfe oder Heimwettkämpfe, die Pflicht sind oder die man traditionell besucht. Nichtsdestotrotz lohnt es sich auch strategisch und leistungsbedingt unterschiedliche Gruppen im Verein auf unterschiedliche Wettkämpfe zu schicken.

Idealerweise trainiert man für einen Zyklus eine gewisse Schwerpunkt-Thematik, die man später im Wettkampf sehen oder nutzen möchte.  Vielleicht war die Rücken-auf-Brust-Wende ein Schwerpunktthema oder z.B. die Qualität und Effektivität der Beinarbeit. Hat man z.B. in einem Mesozyklus intensiver an den Unterwasserkicks gearbeitet (natürlich sollten Unterwasserkicks ganzjährig trainiert werden), so sollte das Thema auch beim Wettkampf im Fokus stehen. Der Gruppe muss also in diesem Beispiel vor dem Wettkampf klargemacht werden, dass wir als Coaches jetzt besonders auf die Unterwasserarbeit achten. Taucht der Sportler direkt nach der Wende auf oder werden mehrere Delfinkicks eingebaut? Wie ist die Anzahl an Kicks nach der letzten Wende? Natürlich muss auch die Kickanzahl für jeden Sportler individuell im Training thematisiert werden. Manche können vielleicht für fünf Kicks eine gute Geschwindigkeit halten und lassen dann anschließend nach. Hier wäre es kontraproduktiv von diesem Sportler acht oder neun Kicks nach der Wende zu verlangen. Es hängt immer davon ab, was und wie man etwas im Training thematisiert hat.

Herunterfahren vor Wettkämpfen?

Entscheidend ist, dass die Zwischenwettkämpfe aus dem Training geschwommen werden. Viele Sportler sind in der Lage, mit zwei oder drei ruhigen Trainingseinheiten (wenig Intensität und leicht verringerter Umfang) vor dem Wettkampf relativ schnell zu schwimmen, ohne dass sie zwei bis drei Wochen die Gesamtbelastung runterfahren. Bei erwachsenen Sportlern im Hochleistungsbereich macht es durchaus Sinn, die Wettkämpfe relativ ‚frisch‘ zu schwimmen. Frisch bedeutet auch hier nicht, dass man zwei Wochen alle Systeme runterfährt, sondern situativ durch ein bis zwei Einheiten in der Wettkampfwoche oder sogar ein paar Einheiten in der Woche davor extensiv gestaltet. Einen Zwischenwettkampf zu schwimmen, bei dem die Aktiven sehr weit von ihrer Zielzeit entfernt sind, ist nie motivierend. Die Tendenz international ist, ein viel höheres Leistungsniveau im Saisonverlauf vorzuweisen. Dann ist der Sprung am Saisonende vielleicht nicht so hoch, aber das Ergebnis kann immer noch zum Sieg oder zum Erreichen der Ziele führen. Durch diese Strategie können die Sportler außerdem im Saisonverlauf wertvolle Erfahrungen bei den Wettkämpfen sammeln, da die Wettkampfgeschwindigkeit sehr hoch ist. 

Viele Wettkämpfe oder wenige Wettkämpfe zu bestreiten sollte außerdem auch aus physiologischer Sicht beurteilt werden. Die Strategie der Bestreitung von vielen Wettkämpfen, eignet sich meiner Meinung nach eher für Sportler, die bereits hohe Kapazitäten vorweisen. In der spezifischen Terminologie heißt das: Hoher Wert für die maximale Sauerstoffaufnahme in der Muskulatur,  höhere VLA Max-Werte und VO2 Max sowie die entsprechend  ausgeprägte  Laktatproduktionsrate in der Muskulatur. Eine zu hohe Wettkampfanzahl mit geringen Kapazitätswerten zu bestreiten, führt dazu, dass der Sportler sich über mehrere Wettkampfwochenenden ‚leer‘ schwimmt und danach durch meist zu intensive Trainingsphasen keine weiteren Fortschritte erzielt. Die optimale Relation zwischen Training und Regeneration sowie auch die Anzahl der Wettkampfreize sind bei Sportlern sehr individuell zu betrachten. Unabhängig von der Zielstellung: Jeder Wettkampf eignet sich als hervorragende Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln, wenn er mit der richtigen Intention angegangen wird!

Dieser Artikel von Mark Jayasundara erschien in der Winterausgabe 2022 des swimsportMagazine. Alle noch verfügbaren Ausgaben der Zeitschrift für den Schwimmsport können im großen swimsportMagazine-Paket bestellt werden. Zum Sonderpreis erwarten euch hier mehr als 1500 Seiten geballtes Schwimmwissen --> Das swimsportMagazine-Paket

Schlussverkauf: 30% Rabatt auf den Schwimm-Kalender 2026

Der Schwimm-Kalender 2026 ist euer perfekter Begleiter durch das Schwimmjahr 2026! Nur noch wenige Exempare sind verfügbar und die gibt es jetzt für kurze Zeit mit 30% Rabatt im großen Kalender-Schlussverkauf!

Freut euch im Schwimm-Kalender 2026 auf die Stars von morgen! Der Sportfotograf Tino Henschel hat euch eine Auswahl seiner besten Fotos von einigen der besten deutschen Nachwuchsschwimmer im Kalender 2026 zusammengestellt!

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Mit dabei sind Nachwuchstalente wie Johannes Liebmann, Lena Ludwig, Julia Ackermann, Malte Gräfe oder auch Julianna Bocska und Leo Leverkus

ABER ACHTUNG: Der Kalender 2026 ist limitiert! Das heißt: Das Angebot gilt nur solange der Vorrat reicht!

Ticketverkauf für Schwimm-EM 2026 startet!

Wer die Schwimm-Europameisterschaften diesen Sommer live Vorort in Paris verfolgen möchte, kann ab heute wieder Tickets dafür erwerben. Lediglich die Fans vom Freiwasserschwimmen müssen sich noch etwas gedulden. 

Um 14 Uhr deutscher Zeit startet der offizielle Ticketverkauf für die Schwimm-EM 2026. Neben dem Beckenschwimmen (10. bis 16. August) können auch fürs Synchronschwimmen und Wasserspringen ab heute Eintrittskarten für die Titelkämpfe gekauft werden. Die Tickets für die Freiwasserwettbewerbe (4. bis 8. August) werden erst zu einem späteren Zeitpunkt freigeschaltet. 

Für die Schwimmwettbewerbe unterscheiden sich die Preise nicht nur nach Sitzkategorie und Tageszeit, sondern auch nach den Wochentagen. So belaufen sich die Ticketpreise für die Vorläufe unter der Woche zwischen 23-44€; am Wochenende dann zwischen 27-53€. Um die Finalentscheidungen in der Halle mitverfolgen zu können, werden unter der Woche 46-91€ verlangt; an den beiden Wochenendtagen dann 56-109€. Günstigere Tickets sind jeweils mit Sichteinschränkungen verfügbar. 

Die Schwimm-EM findet im Paris Olympic Aquatic Center statt, wo im Rahmen der Olympischen Spiele bereits die Wettbewerbe im Wasserspringen, Wasserball und Synchronschwimmen ausgetragen wurden. Nun dürfen auch die Beckenschwimmer erstmals die neugebaute Venue erleben. 

Hier geht es zum offiziellen Ticketverkauf: Tickets Schwimm-EM 2026

Vom Staat geehrt: Silbernes Lorbeerblatt für Leonie Beck

Das Silberne Lorbeerblatt gilt als die höchste staatliche Auszeichnung im deutschen Sport. Auch Freiwasser-Weltmeisterin Leonie Beck zählt seit dieser Woche zu den Würdenträgerinnen. 

Gemeinsam mit mehr als 80 Weltmeisterinnen und Weltmeistern bekam Leonie Beck Anfang dieser Woche das Silberne Lorbeerblatt für ihre sportlichen Erfolge verliehen. Die Verleihung fand im Bundeskanzleramt statt – überreicht wurden die Ehrenzeichen durch die Staatsministerin Christiane Schenderlein. Am 4.Februar folgt dann der zweite Teil der Ehrung mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. 

Als Grundlage für die Auszeichnung gelten in der Regel Titelgewinne bei Weltmeisterschaften sowie Medaillenerfolge bei Olympischen und Paralympischen Spielen. Im vergangenen Jahren waren so unter anderem Lukas Märtens, Isabel Gose, Oliver Klemet, Taliso Engel und Elena Semechin mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet worden. 

Neben Leonie Beck wurden mit Marek Leipold, Niklas Lossner, Justus Mörstedt und Max Poschart auch vier Flossenschwimmer geehrt. Und auch der Deafolympics-Medaillengewinner Lars Kochmann zählt zu den ausgezeichneten Sportlern. Nina Holt, die zuletzt Bronze bei den Kurzbahn-Europameisterschaften gewann, führt als mehrfache Weltmeisterin im Rettungsschwimmen die Liste der Rettungsschwimmer*innen an, die sich über das Silberne Lorbeerblatt freuen durften: Alica Gebhard, Julia Hennig, Emilie Undine Lauerwald, Jan Malkowski, Lena Oppermann, Sebastian Pierre-Louis und Danny Wieck

Olympiafinalist Lucas Matzerath wechselt zu TEAM Bochum

Bereits seit Ende 2021 zieht Lucas Matzerath seine Trainingsbahnen am Landesstützpunkt in Bochum. Nun wird der mehrfache deutsche Meister und Olympiafünfte von Paris auch bei Wettkämpfen für das TEAM Bochum an den Start gehen. 

Bislang startete Matzerath für die SG Frankfurt und verhalf dem Team zuletzt entscheidend zum DMS-Meistertitel. Nun folgt der offizielle Wechsel nach Bochum: "Die sportlichen Bedingungen in Bochum haben sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt. Zudem haben wir hier ein engagiertes und professionelles Trainerteam und erfolgreiche Mannschaften mit erfahrenen Athleten und ambitionierten Nachwuchssportlern", erläutert der 25-Jährige seine Beweggründe. Bereits 2024 wurde Lucas Matzerath zu Bochums Sportler des Jahres gekürt. 

Neben zahlreichen Deutschen Meistertiteln und den Olympiaerfolgen von Paris gewann der Deutsche Rekordhalter über 100m Brust Bronze bei den Europameisterschaften 2022. Das erklärte Ziel für die Zukunft: bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles auf das Siegerpodest zu schwimmen. 

Das TEAM Bochum gibt es seit 2024 als es aus einem Zusammenschluss der Vereine SV Blau-Weiß Bochum und SG Ruhr entstand. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren steht das leistungsstarke Team, dem auch WM-Teilnehmer Jarno Bäschnitt angehört, bereits in der 1. DMS Bundesliga. Die sportliche Verantwortung tragen Mark Jayasundara und Kati Hämmerich

 

Bild: Christina Stentenbach/TEAM Bochum

NRW: Diese Teams steigen in die 2. DMS Bundesliga 2026 auf

Mit dem Abschluss der 1.DMS Bundesliga zum Jahresende, wo die SG Frankfurt gleich doppelt triumphierte, wurden neben der Meisterschaft auch diejenigen Teams bestimmt, die 2026 in der 2. DMS Bundesliga antreten werden. Parallel kann der Blick nun auch auf die Aufsteiger in eben diese Liga gerichtet werden – den Auftakt macht Nordrhein-Westfalen. 

Mit den Wettbewerben in der Landes- und Oberliga wurden in NRW bereits die ersten Tickets für die 2. DMS Bundesliga 2026 vergeben. Bei den Damen durften sich gleich vier Teams über den gelungenen Aufstieg freuen: VfL Gladbeck 1921, SG Schwimmen Münster, SG Bayer II und Freie Schwimmer Düsseldorf 1910

Bei den Herren sicherten sich indes die Teams der SG Essen II sowie des S.V. Bergisch Gladbach 1920/71 die meisten Punkte und somit die zwei offenen Startplätze in der 2.Bundesliga auf NRW-Ebene. 

Die aufsteigenden Teams in die 2.DMS Bundesliga Nord und Süd stehen hingegen noch nicht fest. Die finale Entscheidung wird jeweils am Wochenende des 7. und 8. Februars fallen. 

Link zum Thema: Vorläufiges Ergebnis zur DMS 2025 (NRW)

Deutsche Masters starten in Ingelheim mit Weltrekorden ins Jahr 2026

Auch die deutschen Masters sind mittlerweile offiziell in das neue Schwimmjahr 2026 gestartet und glänzten zum Auftakt direkt mit neuen Rekorden Bei den am vergangenen Wochenende in Ingelheim ausgetragenen 35. Internationalen Masters waren zusätzlich zu den nationalen Masters auch Aktive aus vier anderen europäischen Ländern mit am Start, die ebenfalls für Rekorde sorgten. 

Für Begeisterung sorgten allen voran zwei neue Weltrekorde sowie drei neue Europarekorde. Frisch in die Altersklasse 90 aufgestiegen, stellte Hans Reichelt direkt zwei neue Bestmarken auf. Sowohl über die 100m Brust (1:54,43) als auch über die 200m Brust (4:12,84) jubelte der Münchener über neue Welt- und Europarekorde. Die dritte europäische Bestmarke ging an die Schweiz: Über die 400m Lagen stellte Kurt Frei (Basel Aquatics) in 7:18,85 Minuten einen neuen Europarekord in der Altersklasse 80 auf. 

Insgesamt wurden im Rahmen der 35. Internationalen Masters auch 14 Deutsche Rekorde sowie 10 Schweizer Rekorde und 26 Luxemburgische Rekorde verzeichnet. Eine Übersicht über alle geknackten Rekorde gibt es hier: Rekordübersicht 35. Internationale Masters 2026

Doch auch die Veranstaltung selbst feierte einen Rekord: Mit über 1300 Meldungen durch 91 Vereine freute sich der Veranstalter 1. SSV Ingelheim über einen neuen Melderekord. Die Mannschaftswertung konnte sowohl bei den Damen als auch bei den Herren der Mainzer SV 01 für sich entschieden. 

Weitere Links zum Thema: Ergebnisse 35. Internationale Masters in Ingelheim 

 

Bild: Sandrine van Krosigk | 1.SSV Ingelheim

Angelina Köhler verschafft Youngsters Inspiration bei ''Sprint with the Stars''

Im direkten Duell gegen Weltmeister und Olympiasieger schwimmen: Dieses besondere Privileg erlebten am vergangenen Wochenende zahlreiche Nachwuchstalente in Rumänien. Auch Deutschlands Schmetterlings-Ass Angelina Köhler war Teil der europäischen Auswahl, die bei diesem besonderen Wettkampfformat "Sprint with the Stars" mit von der Partie war. 

Organisiert wurde das Event von Lokalmatador David Popovici, der bereits 2023 an einem "Sprint with the Stars" Wettkampf in London teilgenommen hat und dieses Format nun in seine rumänische Heimat holte. Von seiner Begeisterung über dieses Projekt erzählte Popovici zuletzt auch im Interview mit uns: "Anfang des Jahres werde ich „Sprint with the Stars“ nach Rumänien bringen — ein Event, bei dem junge Schwimmer das Becken mit Weltmeistern teilen können. Für mich ist das der wahre Sinn von Erfolg: andere voranbringen, während man selbst weiter an seine Grenzen geht.". Das gesamte Interview gibt es hier nachzulesen: Mentale Stärke als Erfolgsrezept: Wie sich David Popovici in der Weltspitze etablierte

Bei "Sprint with the Stars" stehen alle 50m Strecken auf dem Programm. Die Nachwuchstalente gehen in zwei Altersklassen an den Start. Über jede Strecke qualifizieren sich die schnellsten neun  Talente der Vorläufe für das Finale. Im Finale sind dann auch die internationalen Stars wie Popovici und Köhler gefordert und springen mit einem zuvor errechneten Rückstand ins Wasser, den es aufzuholen gilt. Die Medaillenentscheidungen – oftmals extrem eng!

Angelina Köhler war für die 50m Schmetterling aufgestellt worden und schlug in den beiden Finals einmal als Erste und einmal als Zweite an. Popovici ging über die Freistilstrecke an den Start. Ebenfalls Teil der europäischen Star-Auswahl waren Diogo Ribeiro (Schmetterling), Apostolos Christou (Rücken), Lauren Cox (Rücken), Adam Peaty (Brust), Veera Kivirinta (Brust) und Roos Vanotterdijk (Freistil). 

Wo und zu welchem Zeitpunkt das nächste "Sprint with the Stars" Event stattfinden soll, ist noch nicht bekannt. 

Nächste internationale Auszeichnung für Florian Wellbrock

Florian Wellbrock zehrt weiterhin von seinen herausragenden Erfolgen bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Sommer. Nach seiner Auszeichnung vom Weltverband zum Freiwasserschwimmer des Jahres 2025 wurde der vierfache Weltmeister nun auch vom europäischen Schwimmverband European Aquatics geehrt. 

Mit vier Goldmedaillen dominierte Florian Wellbrock die Freiwasser-Wettbewerbe bei den Weltmeisterschaften in Singapur und setzte mit dieser perfekten Siegesserie neue Maßstäbe. Sowohl im Freiwasser als auch im Becken ist der Magdeburger Langstreckenschwimmer seit vielen Jahren fest in der absoluten Weltspitze etabliert. 

Die Auszeichnung vom europäischen Schwimmverband zum "Freiwasserschwimmer des Jahres 2025" erhielt Wellbrock mit beeindruckenden 48,67 Prozent der Stimmen. Das Votum setzt sich traditionell aus den Stimmen der nationalen Schwimmverbände und European Aquatics (zu 70%) sowie einer öffentlichen Wahl der europäischen Schwimmfans (zu 30%) zusammen. Ebenfalls nominiert war der Olympiadritte David Bethlehem aus Ungarn, der mit 21,44% den zweiten Platz gefolgt vom Italiener Gregorio Paltrinieri (16,23%) belegte. 

Bei den Frauen durfte sich die Ungarin Bettina Fabian über die Ehrung zu Europa's Freiwasserschwimmerin des Jahres 2025 freuen. Fabian glänzte im zurückliegenden Jahr mit zwei EM-Titeln und gewann zudem zwei Bronzemedaillen bei den Weltmeisterschaften in Singapur. Mit 30,51 Prozent der Stimmen setzte sie sich knapp gegenüber der Italiener Ginevra Taddeucci und Lisa Pou aus Monaco durch. Eine deutsche Schwimmerin stand hier nicht zur Wahl. 

 

Bild: World Aquatics

Pro Swim Series: Zweite Medaille für Anna Elendt

Zwei Starts, zwei Medaillen: Mit dieser Ausbeute ist Weltmeisterin Anna Elendt erfolgreich in das Wettkampfjahr 2026 gestartet. Nach ihrem Sieg am ersten Wettkampftag der Pro Swim Series in Austin über 100m Brust schwamm Elendt nun noch ein weiteres Mal auf das Podest. 

Über die 50m Brust musste sich Anna Elendt in 30,76 Sekunden lediglich der US-Amerikanerin Skyler Smith (30,43) geschlagen geben. Elendt lebt und trainiert schon seit einigen Jahren in Austin und bestritt als einzige deutsche Schwimmerin ihren Jahresauftakt bei der diesjährigen Pro Swim Series. Dafür waren insbesondere zahlreiche internationale Topstar aus Frankreich zu Gast – wie der dreifache Weltmeister Maxime Grousset, der über die 50m Schmetterling in 22,80 Sekunden mit einem neuen US-Rekord glänzte. 

Für weitere französische Siege sorgte zudem Léon Marchand, der an den letzten beiden Wettkampftagen über die 400m Lagen (4:13,21) und 200m Brust (2:09,72) nicht zu schlagen war. Wie Marchand sammelte auch Katie Ledecky insgesamt drei Goldmedaillen, denn auch über die 800m Freistil war Ledecky in 8:10,16 Minuten abermals eine absolute Klasse für sich. Mit deutlichem Vorsprung feierten auch Summer McIntosh über 400m Lagen (4:28,13) und Regan Smith über 200m Schmetterling (2:05,29) weitere Siege. Beide trainieren gemeinsam mit Léon Marchand in Austin unter Starcoach Bob Bowman. 

Hier geht es zu den Ergebnissen: Ergebnisse Pro Swim Series Austin 2026 

 

Bild: Tino Henschel

4:00! Katie Ledecky feiert nächsten Sieg bei der Pro Swim Series

Nachdem Katie Ledecky zum Auftakt der Pro Swim Series in Austin (Texas) ihren Weltrekord über die 1500m Freistil zum Wackeln brachte, war Ledecky auch über die 400m Freistil abermals eine Klasse für sich. Und auch Anna Elendt präsentierte sich nach ihrem Sieg über die 100m Brust erneut in starker Form. 

In 4:00,54 Minuten setzte Katie Ledecky über die 400m Freistil eine erste schnelle Richtzeit, die es im Laufe des gerade begonnenen Schwimmjahres zu schlagen gilt. Weltrekordhalterin Summer McIntosh war hingegen nicht am Start, sondern stellte sich stattdessen den 200m Lagen und 100m Schmetterling. Über die 200m Lagen triumphierte McIntosh in 2:08,48 Minuten eindrucksvoll mit einem satten Vorsprung von fünf Sekunden. Über die 100m Schmetterling musste sich die kanadische Ausnahmeschwimmerin in 58,56 Sekunden hingegen ihrer Trainingspartnerin Regan Smith geschlagen geben, die in starken 56,18 Sekunden zum Sieg schmetterte. 

Bei den Männern schnappte sich Weltmeister Maxime Grousset den Sieg über die 100m Schmetterling und lies in 50,95 Sekunden niemand geringeren als Weltrekordhalter Caeleb Dressel (51,62) hinter sich. 

Wie McIntosh durfte sich auch Léon Marchand am zweiten Wettkampftag der Pro Swim Series über zwei Podestplätze freuen. Auch für Marchand gab es Gold über 200m Lagen (1:57,65). Hinzu kam ein zweiter Platz über 200m Rücken (1:57,90). Schneller war hier in 1:56,68 Minuten der französische WM-Bronzemedaillengewinner Yohann Ndoye-Brouard.

Für Anna Elendt stand nach ihrem Auftaktsieg über die 100m Brust nun die kurze Sprintdistanz auf dem Programm. Mit ihrer Halbfinalszeit von 30,85 Sekunden steht die Deutsche Rekordhalterin als Schnellste im Endlauf über 50m Brust und schickt sich an, ihre Siegesserie in Austin fortzusetzen. 

Hier geht es zu den Ergebnissen: Ergebnisse Pro Swim Series Austin 2026 

Popovici und Steenbergen sind Europas Schwimmer*innen des Jahres

Der europäische Schwimmverband European Aquatics hat den Schwimmer und die Schwimmerin des zurückliegenden Jahres 2025 gekürt! In einer engen Abstimmung durften sich David Popovici und Marrit Steenbergen über die Auszeichnung freuen. 

Mit knapp 38 Prozent der Stimmen setzte sich David Popovici unter anderem gegen den französischen Schwimm-Star Léon Marchand durch, der zuletzt vom Weltverband zum Schwimmer des Jahres gekrönt wurde. Popovici hatte bei den Weltmeisterschaften in Singapur mit Doppelgold über die 100m und 200m Freistil begeistert und über die kürzere Strecke in 46,51 Sekunden einen neuen Europarekord aufgestellt. Auch bei der U23 Europameisterschaft hatte der rumänische Topschwimmer bereits über beide Strecken triumphiert. Marchand gewann bei den Titelkämpfen in Singapur ebenfalls zwei Goldmedaillen und glänzte über die 200m Lagen zudem mit einem neuen Weltrekord. 

Auch Lukas Märtens hatte 2025 über einen neuen Weltrekord sowie WM-Gold jubeln dürfen und landete bei der Wahl zu Europa's Schwimmer des Jahres nun auf Rang Vier. Ebenfalls nominiert wurden waren der ungarische Rückenspezialist Hubert Kos (Platz 3) und der französische Top-Sprinter Maxime Grousset (Platz 5).

Auch bei den Damen ging der vierte Platz nach Deutschland – und zwar an Überraschungs-Weltmeisterin Anna Elendt. Die Auszeichnung zu Europa's Schwimmerin des Jahres ging mit 36 Prozent der Stimmen an die Niederländerin Marrit Steenbergen. Steenbergen kürte sich im Sommer zur Weltmeisterin über 100m Freistil und drückte zuletzt den Kurzbahn-Europameisterschaften mit fünf Goldmedaillen und fünf Europarekorden eindrucksvoll ihren Stempel auf. 

Ebenfalls mehrere WM- und EM-Medaillen sammelte die italienische Langstreckenspezialistin Simona Quadarella, die in der Abstimmung den zweiten Platz belegte. Auf Rang drei landete die 50m Brust Weltmeisterin Ruta Meilutyte, während die belgische Allrounderin Ross Vanotterdijk als Fünftplatzierte die Liste der Nominierten abrundete. 

Das Abstimmungsergebnis setzte sich auch in diesem Jahr aus den Stimmen der nationalen Schwimmverbände und European Aquatics (zu 70%) sowie einer öffentlichen Wahl der europäischen Schwimmfans (zu 30%) zusammen. 

 

Bild: Arena | La Presse

Anna Elendt triumphiert zum Auftakt der Pro Swim Series | Ledecky kratzt am Weltrekord

Erster Wettkampf, erster Sieg des Jahres: 2026 beginnt für Anna Elendt vielversprechend! Am ersten Tag der Pro Swim Series in ihrer amerikanischen Heimat Austin wurde Elendt ihrer Favoritenrolle gerecht und war über die 100m Brust nicht zu schlagen. Für eine beeindruckende Leistung sorgte auch Katie Ledecky, die dicht an ihren eigenen Weltrekord heran schwamm. 

In 1:06,91 Minuten siegte Weltmeisterin Anna Elendt über ihre Paradestrecke 100m Brust mit knapp einer Sekunde Vorsprung vor dem Rest des Feldes. An ihre Bestzeit aus dem WM-Finale (1:05,19) kam die Deutsche Rekordhalterin zu diesem frühen Saisonzeitpunkt jedoch noch nicht entscheidend heran. 

Anders Langstrecken-Ass Katie Ledecky: Über die 1500m Freistil verpasste Ledecky ihren eigenen Weltrekord aus dem Jahr 2018 um weniger als drei Sekunden und glänzte in 15:23,21 Minuten mit der zweitschnellsten je geschwommen Zeit. Bei den Männern gab es über die selbe Strecke ein mit Spannung erwartetes Duell zwischen den beiden Olympiasiegern Bobby Finke (15:01,70) und Daniel Wiffen (15:04,98) zu verfolgen – mit dem besseren Ausgang für den US-Amerikaner Finke. Beide blieben jedoch über der 15 Minuten Marke, was die internationale Konkurrenz um Florian Wellbrock und Sven Schwarz sicherlich vernommen haben wird. 

Schnell unterwegs war auch Regan Smith: Über die 100m Rücken schwamm die Weltrekordhalterin und Vizeweltmeisterin souverän zum Sieg und kam in 57,98 Sekunden bis auf 8,5 Zehntel an ihre Bestmarke heran. 

 

Hier geht es zu den Ergebnissen: Ergebnisse Pro Swim Series Austin 2026 

 

Bild: Speedo | Wade

Das sind die ältesten Deutschen Jahrgangsrekorde

Der Jahresbeginn leitet traditionell auch die Jagd nach neuen Deutschen Altersklassenrekorden ein, denn zum Stichtag am 1.Januar rutschen alle Nachwuchstalente jeweils in eine neue Altersklasse. Während im zurückliegenden Jahr zahlreiche Bestmarken neu aufgestellt wurden, bestehen einige schon seit mehreren Jahrzehnten. Grund genug, mal einen Blick auf die ältesten Deutschen Altersklassenrekorde zu werfen. 

Insbesondere bei den Herren wurden in den vergangenen Jahren einige Altersklassenrekorde, die zuvor etwa vier Jahrzehnte lang bestand hatten, gebrochen. Während Rainer Henkel weiterhin den ältesten Altersklassenrekord hält, scheinen die zahlreichen Bestmarken von Schwimm-Legende Michael Groß besonders schwer zu unterbieten zu sein. 

Bei den Damen taucht der Name Petra Schneider am häufigsten auf. Die langezeit älteste Bestmarke wurde 2021 von Alina Baievych über die 200m Schmetterling in der AK12 geknackt, die damit den Rekord von Nicole Hesse aus dem Jahr 1979 ablöste. Alle anderen in dieser Übersicht auftauchenden Rekorde führten auch schon vor zehn Jahren das Ranking an. 

In der offenen Klasse wird der "Uralt-Rekord" aktuell ebenfalls von Petra Schneider gehalten, die diesen 1982 über die 400m Lagen auf der Langbahn in 4:36,10 Minuten aufstellte. Es ist der einzige Deutsche Rekord, der noch aus dem letzten Jahrhundert stammt. 

 

Die ältesten Deutschen Jahrgangsrekorde bei den Herren:

Datum

Strecke

Bahn

AK

Schwimmer

Zeit

04.08.1979

1500m Freistil

50m

15

Rainer Henkel

15:40,66

11.09.1981

200m Schmett.

50m

17

Michael Groß

1:59,19

22.07.1982

200m Freistil

50m

18

Michael Groß

1:47,87

27.11.1982

200m Freistil

25m

18

Michael Groß

1:44,50

22.07.1983

200m Freistil

50m

18

Michael Groß

1:47,87

26.08.1983

200m Schmett.

50m

18/19

Michael Groß

1:57,05

18.08.1985

1500m Freistil

50m

13

Torsten Wilhelm

16:33,81

09.08.1996

200m Rücken

50m

16

Sebastian Halgasch

2:03,72

14.12.2002

50m Rücken

50m

12

Johannes Kelle

28,96

20.12.2002

800m Freistil

50m

12

Paul-Philipp Drobny

9:16,04

 

Die ältesten Deutschen Jahrgangsrekorde bei den Damen: 

Datum

Strecke

Bahn

AK

Schwimmerin

Zeit

14.07.1979

400m Freistil

50m 

12

Trixi Kubin

4:33,83

23.07.1980

100m Rücken

50m

15

Rica Reinisch

1:00,86

26.07.1980

400m Lagen

50m

17

Petra Schneider

4:36,29

27.07.1980

200m Rücken

50m

15

Rica Reinisch

2:11,77

04.07.1981

200m Lagen

50m

17

Ute Geweniger

2:11,73

09.01.1982

400m Lagen

25m

19

Petra Schneider

4:33,65

10.01.1982

1500m Freistil

25m

19

Petra Schneider

15:43,31

01.08.1982

400m Lagen

50m

19

Petra Schneider

4:36,10

03.08.1982

100m Rücken

50m

16

Kristin Otto

1:01,30

07.08.1982

200m Rücken

50m

16

Cornelia Sirch

2:09,91

 

Bild: Tino Henschel

Aussie-Nationalmannschaft reist für Trainingslager nach Darmstadt

Die Stadt Darmstadt erwartet in diesem Sommer hoher Besuch: Die australische Nationalmannschaft reist für ein mehrwöchiges Trainingslager nach Hessen, um sich dort bestmöglich auf die Commonwealth Games vorzubereiten. 

Vom 11. bis 22. Juli werden die Schwimmer*innen aus Australien in Darmstadt zu Gast sein, um dort die unmittelbare Wettkampfvorbereitung für die Commonwealth Games zu absolvieren. Die Commonwealth Games werden Ende Juli im schottischen Glasgow ausgetragen. Als Trainingsbecken stehen der Aussie-Nationalmannschaft das Darmstädter Nordbad sowie das DSW-Freibad zur Verfügung. 

„Der Besuch der australischen Schwimm-Nationalmannschaft ist eine große Auszeichnung für Darmstadt und betont die hervorragende Zusammenarbeit von Stadt, Vereinen und Partnern. Solche internationale Trainingscamps stärken unseren Sportstandort, begeistern den Nachwuchs und zeigen, dass Darmstadt optimale Bedingungen für Leistungssport auf höchstem Niveau bietet“, betont der Darmstädter Oberbürgermeister und Sportdezernent Hanno Benz.

Die Commonwealth Games sind Olympia-ähnliche Titelkämpfe, bei denen alle vier Jahre Länder wie Australien, Kanada, Großbritannien, Neuseeland, Südafrika und weitere Nationen und Territorien, die dem britischen Commonwealth angehören, in zahlreichen Sportarten gegeneinander antreten. In einem Jahr wie 2026, wo keine Schwimm-Weltmeisterschaften stattfinden, kommt den Commonwealth Games eine besonders große Bedeutung zu. 

Jahresauftakt für Elendt, McIntosh, Marchand und Co. in Austin

Das neue Jahr 2026 ist erst knappe zwei Wochen alt, da steht mit der Pro Swim Series in Austin (Texas) bereits ein erster hochkarätig besetzter Wettkampf an, bei dem sich zahlreiche Weltmeister*innen des vergangenen Jahres miteinander messen – darunter auch Anna Elendt

Ausgetragen auf der 50m Bahn findet die Pro Swim Series von Mittwoch bis Samstag (14. bis 17. Januar) in Austin statt. Neben großen Teilen des US-amerikanischen Nationalteams um Katie Ledecky, Caeleb Dressel, Bobby Finke und Jack Alexy, sind auch zahlreiche internationale Topstars mit von der Partie. Die deutsche Weltmeisterin Anna Elendt wird in ihrer amerikanischen Heimat die 50m und 100m Brust bestreiten. Über beide Strecken führt Elendt die Starliste jeweils mit der schnellsten Meldezeit an. Mit Maxime Grousset und Daniel Wiffen sind neben Anna Elendt noch weitere Goldmedaillengewinner der letzten Kurzbahn-EM in dieser Woche am Start. 

Ebenfalls ihren Heimvorteil nutzen könnte die Trainingsgruppe von Star-Coach Bob Bowman, die unter anderem Summer McIntosh, Léon Marchand, Regan Smith und Shaine Casas ins Rennen schickt. Angesichts der zahlreichen hochdekorierten Aktiven könnte die Pro Swim Series in Austin bereits zu diesem frühen Jahreszeitpunkt entscheidende Richtzeiten für das kommende Schwimmjahr 2026 setzen. 

Hier gibt es die gesamte Startliste: Psych Sheet Pro Swim Serien Austin 2026 

 

Bild: Speedo | Wade

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