Liebmann und Gose empfehlen sich für Freiwasser-EM

Die Norddeutschen Meisterschaften "Lange Strecke" in Magdeburg standen am Wochenende ganz im Zeichen der EM-Qualifikation im Freiwasser. Denn in einem Time Trial über die 5000 Meter ging es zum Auftakt der EM-Quali um erste schnelle Zeiten. Während sich Isabel Gose bei den Damen in eine vielversprechende Ausgangsposition schwamm, sorgte bei den Herren allen voran Johannes Liebmann für ein echtes Achtungszeichen.

Der Junioren-Weltrekordhalter über die 800m Freistil setzte sich im 5000m Rennen eindrucksvoll gegen Deutschlands hochdekorierte Langstrecken-Asse durch. In 51:46,49 Minuten setzte Johannes Liebmann die deutlich schnellste Zeit ins Becken, die einer starken Durchschnittszeit von etwa 1:02 Minuten pro 100 Meter entspricht. Da konnten auch der Vizeolympiasieger von Paris Oliver Klemet (52:20,76) und der vierfache Weltmeister des vergangenen Jahres Florian Wellbrock (52:51,31) nicht entscheidend gegenhalten. Wellbrock ist durch seinen WM-Triumph bereits sicher für das 5km Rennen bei den Europameisterschaften diesen Sommer in Paris gesetzt. Beste Chancen auf den zweiten Startplatz hat nun erst einmal Johannes Liebmann – bis zum 7. März kann die nationale Konkurrenz noch nachziehen. Mehr zu den Qualifikationsrichtlinien gibt es hier: Freiwasser-EM 2026: So werden die deutschen Startplätze vergeben 

Bei den Frauen sicherte sich Isabel Gose in schnellen 56:15,61 Minuten den Sieg über 5000m. Auf Rang zwei folgte die US-Amerikanerin Mariah Denigan (57:47,41), die derzeit ebenfalls im Erfolgsteam von Bernd Berkhahn in Magdeburg trainiert. Dritte wurde Olympiateilnehmerin Leonie Märtens (57:59,72), die nach langer Verletzungspause ebenfalls hoffnungsvoll auf eine mögliche EM-Qualifikation blicken kann. 

Auch auf den etwas kürzeren Strecken untermauerte Johannes Liebmann seine starke Form und hielt die namenhafte Konkurrenz in Schach: Über die 1500m Freistil setzte er sich in 15:06,27 Minuten gegen Vizeweltmeister Sven Schwarz (15:15,91) durch – über die 800m Freistil schnappte sich Liebmann in 7:56,60 Minuten den Sieg vor dem WM-Dritten und Weltrekordhalter über die halbe Distanz Lukas Märtens (8:06,89). 

Ebenfalls überzeugen konnte die Neu-Magdeburgerin Linda Roth, die bei ihrem Sieg über die 400m Lagen in 4:48,64 Minuten eine neue Bestzeit aufstellte. Gleiches gelang ihr auch über die 800m Freistil. Hier musste Roth in 8:41,75 Minuten lediglich der australischen Freiwasserspezialistin Moesha Johnson (8:33,60) den Vortritt lassen. Johnson gewann zudem die 1500m Freistil in 16:19,98 Minuten und feierte damit einen Doppelerfolg. 

Alle wichtigen Links zum Thema: Ergebnisse NDM Lange Strecke 2026

 

Bild: Tino Henschel

Schwimm-Training im Strömungskanal: Let’s make waves!

An manchen Tagen hat man das Gefühl, man schwimmt, aber bleibt dennoch stehen. Nichts will so richtig funktionieren und die Wand scheint überhaupt nicht näherzukommen. Schwimmerinnen und Schwimmer, die dieses Gefühl haben, befinden sich dann meistens entweder in einer harten Trainingseinheit - oder in einem Strömungskanal. Das Training in der Gegenstromanlage ist wohl das einzige, bei dem man stehen bleibt und trotzdem vorankommt. Kanaltraining ist eine der vielseitigsten und reichhaltigsten Trainingsformen neben dem klassischen Beckentraining. Jedoch ist das Schwimmen auf der Stelle eine eigene Welt für sich und es gibt einige Dinge, die man wissen sollte, bevor man sich in die anströmenden Fluten stürzt.

In einem Strömungskanal wird Wasser durch Turbinen in einem Kreislauf in Bewegung versetzt. Die meist unter dem Schwimmbecken liegenden Triebwerke saugen das Wasser an und befördern es durch ein Schutzgitter nach oben, wo es den Schwimmer dann von vorn anströmt. Besonders Leistungsschwimmer nutzen das Training im Kanal regelmäßig. Aber auch für ambitionierte Hobby-Athleten kann das Kanaltraining eine wertvolle Ergänzung zum normalen Bahnen ziehen sein. 

Techniktraining im Kanal

Meist finden die Sessions im Strömungskanal in professioneller Begleitung durch Trainingswissenschaftler oder erfahrene Coaches statt, die anschließend umfassendes Feedback über die Technik geben können. Und hier sind wir auch schon bei einem der größten Vorteile, die das Training in der Gegenstromanlage hat. Man hat quasi Laborbedingungen und kann buchstäblich alle Lagen aus allen Lagen analysieren. Kameras an der Decke, den Seiten und von vorn legen dabei jede noch so kleine technische Unsauberkeit offen. Und das, wenn gewünscht, auch in Slow-Motion. Zudem können die gängigen Kanäle jede beliebige Geschwindigkeit bis zu einem Speed von ca. 2,5 Meter pro Sekunde simulieren, manche schaffen sogar 3m/s. Wenn man bedenkt, dass die maximale Schwimmgeschwindigkeit von Profi-Athleten auf 50m Freistil bei ca. 2,3 m/s liegt, zeigt das, dass man ein Rennen gegen den Kanal höchstens auf dem Jetski gewinnen kann. Die durch die Turbinen erzeugten Kräfte sind nicht zu unterschätzen. Im entgegenströmenden Wasser spürt man jeden technischen Fehler sofort. Im normalen Schwimmen merkt man zudem meist gar nicht, wie viel größer der Strömungswiderstand des Wassers bei höheren Geschwindigkeiten wird.  Athleten, die ohnehin eine gute Wasserlage haben und wenig Widerstand produzieren, haben meist einen Vorteil gegenüber Schwimmern, die eher tiefer im Wasser liegen und sich ihre Wasserlage stärker über Kraft erkaufen. Anhand der entstandenen Videoaufnahmen im Kanal können die Coaches den Athleten nach kurzer Zeit sehr genaues Feedback geben zu technischen Aspekten. Neben der Wasserlage sind zum Beispiel auch das genaue Zugverhalten, die Armführung über Wasser oder das Timing der Beinarbeit klassische Baustellen, an denen man im Kanal besonders gut arbeiten kann. Bei der Video-Analyse nutzen Coaches dann sehr gern das berüchtigte „siehste“-Prinzip. Der Armeinsatz bei Rücken, der dem Schwimmer vielleicht so vorkommt, als setzte er sowieso schon so weit außen ein, dass er fast den Beckenrand berühren kann, zeigt sich im Video dann gern als immer noch zu weit innen. Das innere Bewegungsprogramm umzustellen ist nicht so einfach, weshalb die Visualisierung im Kanal sehr wertvoll sein kann. Um Erfolge auch langfristig zu erkennen und stets Feedback zu bekommen, empfiehlt sich besonders für Leistungssportler ein regelmäßiger Besuch in der „Wasserröhre“. So lassen sich Erfolge und noch bestehende Fehler langfristig gut beobachten. 

Sprinttraining im Kanal

Wenn man von einer guten Technik spricht, geht es im Schwimmsport meist vor allem um eine effektive und möglichst effiziente Wettkampftechnik. Um die zu trainieren, braucht es allerdings ebenfalls Wettkampfbedingungen. Genau hierin besteht ein weiterer großer Vorteil des Strömungskanals. Man kann Geschwindigkeiten simulieren, die ein Schwimmer nur im Wettkampf erreichen kann. Und das ist nicht alles. Stellt man den Kanal nämlich noch ein wenig schneller ein, kann man den Sportler sogar im „Übertempo“ schwimmen lassen. Der Athlet muss dann versuchen, so lang wie möglich gegen die Strömung anzuschwimmen, ohne Boden zu verlieren. Dieses sogenannte Supramaximal-Training ist besonders bei Sprintern eine beliebte Trainingsform, um neue Reize zu setzen. Das Gehirn muss sich dabei auf die neue, höhere Bewegungsgeschwindigkeit einstellen. Untersuchungen haben ergeben, dass dies tatsächlich zu einer Leistungssteigerung im Sprintbereich führen kann. Zudem kann anschließend analysiert werden, wie sich die Technik des Sportlers bei zunehmender Geschwindigkeit verändert. Es lässt sich dabei auch gut beobachten, woher der Schwimmer die höhere Geschwindigkeit bezieht. Erhöht er beispielsweise bei schnellerem Tempo lediglich die Frequenz des Armzugs und wird zunehmend kürzer in der Zugphase, weiß der Schwimmer, worauf er im Training seinen Fokus legen sollte. Als Konsequenz aus diesem Fall könnte man zum Beispiel Sprint-Sets mit Paddles einbauen, bei denen auf eine kraftvolle Zugphase geachtet wird. Oder man kann sich generell bei intensiven Belastungen auf diesen Aspekt der Technik konzentrieren. 

Eine klassische Einheit im Kanal

Um das Potenzial des Kanals wirklich nutzen zu können, muss man natürlich wissen, wie man ihn richtig einstellt, beziehungsweise welche Geschwindigkeit man jeweils wählen sollte. Um das zu beantworten, schauen wir uns exemplarisch ein typisches Kanal-Trainingsprogramm von Stefano Razeto an. Er ist mehrfacher DM-Medaillengewinner über die 50m Freistil und nutzt regelmäßig den Strömungskanal im T3 Trainingszentrum auf Teneriffa für sein Schnelligkeitstraining. Seine typische Einheit ist aufgebaut in drei Sätzen. Die Schwimmart bleibt dabei dieselbe. Ein Satz besteht aus zwei Durchgängen in denen jeweils 30 Züge in Wettkampftechnik geschwommen werden. Die ersten beiden werden mit 95% der Spitzengeschwindigkeit absolviert. Im zweiten Set sind es 85% und im dritten Set 80% des Topspeeds. Die Maximalgeschwindigkeit wird aus der 50m Bestzeit errechnet. Wenn ein Schwimmer zum Beispiel eine Bestzeit von 25 Sekunden auf 50m Freistil hat, sind das 2 m/s. Hiervon 95% ergibt dann die Geschwindigkeit für die erste Stufe. In diesem Fall wären das 1,9m/s. Die Pausen dazwischen nutzen Stefano und sein Team zur technischen Analyse des jeweiligen Durchgangs. Hierbei nehmen sie sich einen speziellen Aspekt heraus, der dann versucht wird im nächsten Durchgang zu verbessern. Die niedrigere Geschwindigkeit macht es etwas einfacher, das auch umzusetzen. Spätestens im dritten Durchgang klappt es dann meist schon, die entsprechende Vorgabe zu erfüllen. Dieses Programm kann man in einer Einheit für ein bis zwei weitere Schwimmlagen wiederholen. Im weiteren Training wird dann versucht, an den ermittelten technischen Baustellen weiterzuarbeiten und die neuen Bewegung zu automatisieren. 

Ein wichtiger Punkt, den man beim Kanaltraining mit auf dem Zettel haben sollte, ist die Organisation der Einheit. Da die meisten Schwimmer in einer Trainingsgruppe trainieren und nicht allein den ganzen Kanal für sich haben, bietet es sich bei allen Sets an, ähnlich schnelle Sportler zusammen schwimmen zu lassen. Je nach Breite des Kanals können so zwei bis drei Schwimmer gleichzeitig üben. Wenn ein normales Becken neben dem Kanal zur Verfügung steht, kann man die TG auch in einzelne Gruppen aufteilen, die abwechselnd den Kanal nutzen. So wird niemandem kalt zwischendurch und man kann sich bei intensiven Einheiten kurz locker schwimmen.  

Dauermethoden im Kanal

Wenn man die Möglichkeit hat, die Strömungsanlage mal länger in Anspruch nehmen zu dürfen, kann der Kanal auch für das Ausdauertraining genutzt werden. Wertvoll ist das vor allem als begleitende Rehabilitationsmaßnahme nach Verletzungen. Hat ein Sportler etwa eine Fußverletzung und kann sich deshalb nicht richtig vom Beckenrand abstoßen, kann man den Kanal nutzen, um dennoch ein paar Kilometer zu absolvieren. Für längere Distanzen wird die Geschwindigkeit meist von der 400m-Bestzeit abgeleitet. Bei einer Bestzeit von fünf Minuten (ca. 1,3m/s) ergibt sich für die Belastungszone 3, also intensives Grundlagen-Ausdauertraining, eine Geschwindigkeit von 1,07 m/s für den Schwimmer. Das entspricht 80% der Bestzeit. Je nach gewünschter Intensität wird dann die entsprechende Geschwindigkeit nach unten oder oben angepasst. Am Bundesstützpunkt in Potsdam hat man zusätzlich sogar die Möglichkeit, im Kanal künstlich Höhenluft zu simulieren. Der Sauerstoffgehalt in der Luft wird dabei so eingestellt wie auf 1500m bis 2000m Höhe. Das soll die Bildung von roten Blutkörperchen fördern, ähnlich wie beim normalen Höhentraining. 

Doch nicht für jeden ist das Ausdauertraining im Kanal sinnvoll oder überhaupt möglich. Da der Stromverbrauch eines Kanals und demzufolge die Betriebskosten nicht ganz ohne sind, ist diese Trainingsform sehr teuer. Zudem gibt es in Deutschland nur wenige Trainingszentren, an denen es überhaupt einen Strömungskanal gibt. Wer die Möglichkeit hat, an den jeweiligen Standorten zum Beispiel mal ein Trainingslager abzuhalten, sollte sich aber nicht scheuen, die Nutzung des Kanals anzufragen. Unter realistischen, wettkampfnahen Bedingungen kann man sehr genaue Erkenntnisse über alle Aspekte der Technik eines Schwimmers gewinnen und damit Fokuspunkte für das weitere Training ableiten. Für die technische und wettkampfspezifische Ausbildung kann der Kanal eine wahre Goldgrube sein. 

Dieser Artikel erschien in der Frühjahrsausgabe 2023 des swimsportMagazine. Alle noch verfügbaren Ausgaben der Zeitschrift für den Schwimmsport können im großen swimsportMagazine-Paket bestellt werden. Zum Sonderpreis erwarten euch hier mehr als 1500 Seiten geballtes Schwimmwissen --> Das swimsportMagazine-Paket

Die Ausschreibung für die Schwimm-DM 2026 ist da!

Der Deutsche Schwimm-Verband hat die Ausschreibung für die Deutschen Meisterschaften 2026 im Beckenschwimmen veröffentlicht, die in diesem Jahr vom 23. bis 26. April traditionell in Berlin ausgetragen werden. Neben dem Zeitplan gibt es somit nun auch Einblicke in die Qualifikationsrichtlinien für die nationalen Titelkämpfe. 

Auch im Hinblick auf die internationalen Saisonhöhepunkte kommt der Schwimm-DM erneut eine besondere Rolle zu: Die Deutschen Meisterschaften bilden die abschließende Möglichkeit, sich für die Europameisterschaften 2026 zu qualifizieren. Und auch für die Europameisterschaften der Junior*innen werden die letzten Tickets in Berlin vergeben. 

Startberechtigt sind auf jeder Strecke die Top 50 des Landes. Hinzu kommen Richtzeiten, die unabhängig von der Platzierung in der Bestenliste einen Start garantieren. Diese Zeiten sind dieselben wie im Vorjahr und können der Ausschreibung entnommen werden. Meldeschluss für die Schwimm-DM ist am 9. April. 

 

Wichtige Links zum Thema: Ausschreibung Schwimm-DM 2026

Innovation am Startblock: Diese Erfindung soll den Startsprung optimieren

Schnelligkeit durch Abdruck: Mit dieser Vision arbeitet Matthias Schmitt seit einigen Jahren gezielt an der Optimierung des Startsprungs. Er hat schon vor Jahren erkannt, dass Schwimmrennen nicht nur im Wasser gewonnen werden. 

Für schnellere und kraftvollere Startsprünge entwickelt der Tüftler aus dem Schwabenland mit seiner Firma 'Schmitzler-Startsysteme' innovative Trainings- und Wettkampftools. Bereits vor einigen Jahren haben wir ausführlich über Schmitt's Entwicklungen berichtet: Mithilfe eines Aufsatzes aus Stahl und Glasfaser können herkömmliche Startblöcke in World-Aquatics-konforme-Startsockel mit verstellbarer Abdruckfläche verwandelt werden – und das mit nur wenigen Handgriffen. Nun macht Schmitzler-Startsysteme mit einer neuartigen Startblocktechnik auf sich aufmerksam. 

Reine Reaktionszeit statt Blockzeit

Die Neuheit trägt den Namen ReaktionsKraftsmessSystem (RKS). An dem System wird bereits seit gut sieben Jahren gearbeitet. Ausgangspunkt war die Unzufriedenheit mit der Blockzeitmessung, denn diese ignoriert die reine Reaktionszeit. "Das hat mich immer geärgert. Man muss auch die reine Reaktionszeit messen können, um Rückschlüsse auf bessere Startzeiten erzielen zu können“, sagt Schmitt. Nach der Entwicklung vieler Prototypen ist ihm und seinem Team schließlich der Durchbruch gelungen. 


Wertvoller Nebeneffekt: Kraftmessung

Was ursprünglich "nur" die Reaktionszeit erfassen sollte, entwickelte sich in der Vision schnell weiter. Denn das RKS ermöglicht ebenso eine detaillierte Kraftmessung während der gesamten Startphase. Das System basiert erneut auf modular aufgebauten Startblock-Aufsätzen. Das eingespielte Startsignal aktiviert die Messung, in dessen Folge Reaktionszeit, Blockzeit und die Absprungkräfte gleichzeitig erfasst werden. Die Daten werden als Zeit-Kraft-Messkurve dargestellt und zeigen, welche horizontalen und vertikalen Kräfte beim Absprung wirken. Die Messwerte können in Echtzeit auf mobilen Datenträgern zur Auswertung eingesehen werden. Zur Orientierung: Eine gute Reaktionszeit beträgt etwa drei Zehntelsekunden. Die daraus gewonnene Erkenntnis zeigt, dass eine schnellere Startreaktion mit dem richtigen Training die Blockzeit verkürzen kann.

 SONST RKS SchmitzlerStartsystem

Fehlstartmessung erstmals möglich

Ein weiteres Novum: Die integrierte Intelligenzplattform des RKS erfasst schon leichte Kraftveränderungen auf dem Startblock vor dem offiziellen Startsignal. Somit ist erstmals eine objektive Fehlstartmessung in der Praxis möglich.

Das RKS ist primär als Trainingstool konzipiert. "Der Startsprung kommt im Training eigentlich immer ein bisschen zu kurz", erklärt Schmitt, der lange Zeit selbst als Trainer am Beckenrand stand. Er führt weiter aus: "Wenn ich Bestzeiten schwimmen will, egal auf welcher Strecke, ist der Start immer wichtig." Die bisherigen Auswertungen zeigen zudem, dass die Schwächen beim Startsprung oft weniger in der Reaktionszeit als in den Abdruckphasen liegen. In anderen Worten: Viele Schwimmer*innen springen zu hoch und belasten dabei oft nur den Vorderfuß. Das Kraftpotenzial des Hinterfußes wird nicht voll genutzt.

Positives Feedback aus der Praxis

Die Rückmeldungen zu Schmitt’s Startblock Innovation fallen durchweg positiv aus. Schwimmer*innen zeigen sich neugierig, wissbegierig und offen für die neuen Einblicke in ihren Start. Getestet wurde das System zunächst intensiv im Labor, zuletzt dann bei Wettkämpfen wie der DMS Bayrische Landesliga. Auch einige Vereine waren involviert und nutzten das RKS im Training zu Testzwecken. 

Für Schmitzler-Startsysteme ist die Entwicklung des Tools damit noch nicht abgeschlossen. Geplant für die Zukunft ist unter anderem ein Videomodul für die exakte Bewegungsanalyse während der Startphase. Ein weiteres Ziel ist es, eine Zeitmessung zu implementieren, die die Durchgangszeit bei 15 Metern erfasst. 

Als Resümee bleibt festzuhalten: Der Startsprung kann entscheidend im Schwimmsport sein. Innovationen wie das ReaktionsKraftmessSystem helfen, diesen oftmals nur schwer greifbaren Moment messbar, analysierbar und vor allem besser trainierbar zu machen. 

 GER Schmitzler2

Das RKS im Einsatz

Dank der modularen Bauweise kann das RKS mit der Track-Startplatte flexibel eingesetzt werden. Der nächste größere öffentliche Test unter der Leitung von Matthias Schmitt steht für das RKS bereits bevor: Vom 17. bis 19. April wird das System bei einem Wettkampf in Langen zwischen den Abschnitten zur Erprobung für die Aktiven zur Verfügung stehen. Das ReaktionsKraftmessSystem kann von Vereinen für individuelle Trainings-einheiten angefragt werden, auch Workshops sind geplant.

Alle wichtigen Informationen zum ReaktionsKraftsmessSystem sowie zur Kontaktaufnahme mit Matthias Schmitt gibt es hier: Schmitzler Starsysteme

Magdeburg eröffnet EM-Qualifikation mit 5000 Meter Time-Trial

An diesem Wochenende beginnt der Qualifikationszeitraum für die diesjährigen Freiwasser-Europameisterschaften. Doch dafür gilt es zunächst, sich im Becken zu beweisen – und zwar in einem 5000m Rennen. Mit dabei auch die deutsche Weltmeisterstaffel um Florian Wellbrock, Oliver Klemet, Isabel Gose und Celine Rieder

Bei den in Magdeburg stattfindenden Norddeutschen Meisterschaften "Lange Strecke" steht speziell für die EM und JEM Qualifikation das 5km Rennen in Form eines Time-Trials auf dem Programm, für das sich mit Johannes Liebmann, Fabienne Wenske und Leonie Märtens weitere Hoffnungsträger*innen gemeldet haben. Eine Übersicht über die Freiwasser-Nominierungsrichtlinien gibt es hier: Freiwasser-EM 2026: So werden die deutschen Startplätze vergeben  

Aber auch auf den kürzeren Langstrecken werden die Meistertitel eng umkämpft sein und womöglich erste Richtzeiten für die nationale und internationale Konkurrenz gesetzt werden. So wird es auf den 800m Freistil beispielsweise zum Aufeinandertreffen der beiden WM-Medaillengewinner Sven Schwarz und Lukas Märtens kommen, die im vergangenen Jahr jeweils mit neuen Europarekorden auf dieser Strecke beeindruckten. 

Bei den Damen muss sich Isabel Gose gegen ihre australische Trainingspartnerin und Freiwasserspezialistin Moesha Johnson behaupten und auch Maya Werner präsentierte sich zuletzt bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in bestechender Form, wo sie wie Gose mit zwei Medaillen geglänzt hatte. 

Die gesamte Meldeliste für das Wochenende gibt es hier: Meldeliste Norddeutsche Meisterschaften "Lange Strecke" 2026

 

Bild: Speedo | Wade

13-Jähriger schwimmt vier Stunden im offenen Meer um seine Familie zu retten

Ein 13-jähriger Australier hat bei einem Vorfall vor der Küste seines Heimatlandes außergewöhnliche Ausdauer und Entschlossenheit bewiesen: Austin Applebee schwamm rund vier Kilometer durch das offene Meer, um Hilfe für seine Familie zu holen. 

Gemeinsam mit seiner Mutter und zwei jüngeren Geschwistern war er mit einem Kajak und Paddleboards unterwegs, als die Familie durch Wind und Strömung aufs offene Meer hinausgetrieben wurde. Die eigenständige Rückkehr an die Küste – scheinbar unmöglich. 

Auf Initiative der Mutter entschloss sich Austin, Hilfe zu holen. Zunächst versuchte er, mit dem aufblasbaren Kajak zurück zur Küste zu gelangen. Nach kurzer Zeit ließ er dies jedoch zurück und setzte seinen Weg schwimmend fort. Auch seine Rettungsweste legte Austin ab, da sie ihn beim Schwimmen einschränkte. 

"Die Wellen sind riesig, und ich habe keine Rettungsweste an. ... Ich habe mir immer wieder gesagt: Einfach weiterschwimmen, einfach weiterschwimmen", schilderte der nun als Held gefeierte Teenager später. 

Rund vier Stunden war Austin im Wasser. Nach Erreichen des Strandes lief er noch etwa zwei Kilometer weiter, bevor er die Handtasche seiner Mutter fand und die Polizei alarmierte. Die Rettungskräfte starteten daraufhin eine Suche, die schließlich zum Erfolg führte: Die Mutter und beide Geschwister wurden nach mehr als zehn Stunden im Wasser mithilfe eines Helikopters geborgen. Happy End also!

Internationale Stars um Gretchen Walsh und Kyle Chalmers für China Open angekündigt

Die China Open in Shenzhen sind in diesem Jahr besonders stark besetzt: Zahlreiche internationale Olympiasieger und Weltmeister haben verlauten lassen, bei dem vom 19. bis 22. März stattfindenden Wettkampf mit von der Partie zu sein. So auch starke Teams aus den USA und Australien.

Angeführt von Gretchen Walsh, Kate Douglass, Regan Smith und Jack Alexy schicken die USA etliche hochdekorierte Topstars nach China. Dort werden mit Kyle Chalmers, Mollie O'Callaghan, Lani Pallister und Cameron McEvoy auch einige australische Schwimm-Asse erwartet. 

Die Gastgeber aus China werden ihrerseits alles daransetzen, vor heimischem Publikum zu glänzen. Mit Spannung erwartet wird unter anderem der Auftritt des erst 13-jährigen Ausnahmetalents Yu Zidi, Zudem geht der Blick auf den 100m Freistil Olympiasieger und Weltrekordhalter Pan Zhanle, der sich gegen Jack Alexy und Kyle Chalmers beweisen muss. Und auch Europa wird mit Noè Ponti und Thomas Ceccon prominent vertreten sein. 

In einem Jahr ohne globale Titelkämpfe im Sommer sind so stark besetzte Wettkämpfe wie die China Open mehr als nur ein Formtest. Sie bieten die seltene Gelegenheit zum direkten Vergleich der internationalen Schwimmstars – und könnten wichtige Achtungszeichen für alle weiteren Saisonhöhepunkte setzen. 

USA und Australien verzichten auf Youth Olympic Games 2026

Die Schwimmwettbewerbe der Youth Olympic Games in Dakar werden in diesem Jahr ohne zwei der traditionell stärksten Nationen stattfinden: Sowohl die USA als auch Australien haben in dieser Woche angekündigt, kein Team bei den Titelkämpfen an den Start zu schicken. Die Entscheidung wurde unmittelbar nach der Veröffentlichung der konkreten Wettkampfdaten und -bestimmungen getroffen. 

Die ursprünglich bereits vor vier Jahren geplante Austragung der Youth Olympic Games war 2022 aufgrund der Corona-Pandemie verschoben wurden. Nun sollen die Schwimmwettbewerbe der Veranstaltung vom 1. bis 6. November 2026 in der senegalesischen Hauptstadt ausgetragen werden – allerdings ohne die USA und Australien. Nachdem das Team USA den geplanten Verzicht verkündete, zog Australien nur wenige Tage später nach. Für das australische Team hatte Topstar Kaylee McKeown bei der letzten Ausgabe der Youth Olympic Games 2018 mit einem kompletten Medaillensatz geglänzt. 

Statt einer Teilnahme an den Titelkämpfen in Dakar wollen beide Nationen ihren Fokus auf andere Saisonhöhepunkt im Juniorenbereich legen. So stehen etwa die im August stattfindenden Junior Pan Pacific Championships im Mittelpunkt der Saisonplanung. 

Grundsätzlich darf jedes Land bis zu vier Schwimmerinnen und Schwimmer nominieren. Wie es um ein mögliches deutsches Team für die Youth Olympic Games steht, ist derzeit noch offen. In den bislang veröffentlichten Nominierungsrichtlinien des Deutschen Schwimm-Verbands für die Saisonhöhepunkte des Jahres werden die konkreten Qualifikationswege für die Nachwuchsspiele bislang nicht aufgeführt. 

Russische und belarussische Junioren dürfen wieder unter Landesflagge starten

European Aquatics und World Aquatics haben angekündigt, künftig den Empfehlungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zu folgen. Damit dürfen russische und belarussische Nachwuchsschwimmerinnen und -schwimmer bei internationalen Titelkämpfen wieder unter ihrer jeweiligen Landesflagge antreten.

Konkret betrifft die Entscheidung auch die nächsten Europameisterschaften der Junioren*innen (JEM), die in diesem Sommer in München stattfinden werden. Auch bei der JWM sowie den Youth Olympic Games 2026 sollen Talente aus Russland und Belarus wieder offiziell ihr Land vertreten dürfen.

Seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine waren Sportlerinnen und Sportler aus beiden Ländern bei vielen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen oder nur unter neutraler Flagge startberechtigt. Nun werden diese Beschränkungen im Nachwuchsbereich teilweise gelockert.

In der offenen Klasse bleiben die bisherigen Regelungen jedoch bestehen. Dort dürfen Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus weiterhin lediglich unter neutraler Flagge bei internationalen Titelkämpfen an den Start gehen. 

Mit dem Schritt setzen die internationalen Schwimmverbände nach eigenen Angaben die Vorgaben des IOC um. Dieses hatte zuletzt eine differenzierte Regelung empfohlen, die zwischen Nachwuchs- und Elitebereich unterscheidet. Die Entscheidung dürfte dennoch für Diskussionen sorgen. Während Befürworter auf die Bedeutung des Sports als verbindendes Element verweisen, sehen Kritiker darin ein falsches Signal angesichts des weiterhin andauernden Krieges in der Ukraine.

Die Aufsteiger in die 2. DMS Bundesliga 2026 stehen fest!

Die Deutschen Mannschaftsmeister 2025 wurden bereits zu Beginn des Winters ermittelt – die SG Frankfurt feierte hier einen Doppeltriumph – doch in den zurückliegenden Wochen fanden zahlreiche ebenso spannungsgeladene regionale DMS-Wettkämpfe statt. Nach deren bundesweiten Abschluss steht nun auch fest, welchen Teams der Aufstieg in die 2. Bundesliga für das Jahr 2026 geglückt ist. 

Ein Verein durfte sich sogar doppelt über den Aufstieg freuen, denn der SG Bamberg gelang es, sowohl bei den Damen als auch bei den Herren in die 2. DMS-Bundesliga Süd aufzurücken. Bemerkenswert zudem: Die Männer der SG Essen und des DSW 1912 Darmstadt sowie die Damen der SG Bayer werden in der kommenden Saison nun mit jeweils zwei Teams in den ersten beiden Bundesligen vertreten sein. 

 

Die Aufsteiger in die 2. DMS Bundesliga 2026: 

 

2. DMS-Bundesliga Nord

 

Damen

 

Herren

TWG 1861 Göttingen 

 

Hamburger SC

SG Schöneberg Berlin

 

Waspo Nordhorn

 

2. DMS-Bundesliga West

 

Damen

 

Herren

VfL Gladbeck 1921

 

SG Essen II

SG Schwimmen Münster

 

S.V. Bergisch Gladbach 1920/71

SG Bayer II

 

 

Freie Schwimmer Düsseldorf 1910

 

 

 

2. DMS-Bundesliga Süd

 

Damen

 

Herren

SG Rhein-Mosel

 

SSG Reutlingen-Tübingen

SG Bamberg

 

SGR Karlsruhe

 

 

DSW 1912 Darmstadt II

 

 

SG Bamberg

Bild: SG Schöneberg

Haughey, Kornev, Chalmers und Co. begeistern in Dubai mit Topzeiten

Die am vergangenen Wochenende ausgetragenen Dubai Open Championships lockten auch in diesem Jahr ein stark besetztes internationales Starterfeld an. Zahlreiche Topstars wie Siobhan Haughey und Kyle Chalmers nutzen die Gelegenheit, sich im direkten Aufeinandertreffen zu schnellen Zeiten zu pushen. 

Siobhan Haughey glänzte über die 200m Freistil sogar mit einer neuen Weltjahresbestzeit. Die Olympiadritte aus Paris schlug nach 1:54,85 Minuten an. Und auch über die 100m Freistil (52,77) und 50m Freistil (24,67) war Haughey schnell unterwegs und sprintete souverän zu Gold. Hinzu kam eine Silbermedaille über die 50m Brust (30,83). Schneller war hier lediglich die Südafrikanerin Lara van Niekerk, die sich in 30,26 Sekunden ebenfalls in den Top 3 der Welt in dieser Saison platzierte. Van Niekerk war auch über die 100m Brust (1:07,75) nicht zu schlagen. Bei den Männern schnappte sich hier der niederländische Routinier Arno Kamminga den Sieg in guten 1:00,15 Minuten. 

Mit starken Zeiten wusste auch Egor Kornev von sich zu überzeugen. Der russische Staffelweltmeister triumphierte wie Haughey sowohl über die 50m Freistil (21,72) als auch 100m Freistil (48,38). Da konnte auch der australische Schwimmstar Kyle Chalmers nicht mithalten, der sich in 22,02 Sekunden bzw. 48,47 Sekunden jeweils mit Rang Zwei zufrieden geben musste. Und auch über die 50m Schmetterling stellte Kornev in 23,05 Sekunden seine Sprinterqualitäten unter Beweis. 

Team Bochum um Matzerath und Bäschnitt glänzt Zuhause mit starken Zeiten 

Erst vor wenigen Wochen wechselte der Olympiafünfte Lucas Matzerath sein Startrecht zum Team Bochum – nun folgte bereits der erste Wettkampf unter neuen Farben. Im Rahmen der SG Ruhr Challenge am letzten Wochenende zeigte sich Matzerath gut in Form – ebenso sein Trainingspartner Jarno Bäschnitt

Insbesondere auf seinen Paradestrecken wusste Lucas Matzerath zu überzeugen: Über 50m Brust schlug er nach 27,58 Sekunden an, die 100m Brust absolvierte der Deutsche Rekordhalter in 1:00,77 Minuten. Im Fernduell gegen seinen Dauerrivalen Melvin Imoudu, der an den beiden Wochenenden zuvor die ersten Wettkämpfe des Jahres bestritten hatte, musste sich Matzerath dieses Mal knapp geschlagen geben. 

Auch WM-Teilnehmer Jarno Bäschnitt unterstrich, dass in diesem Schwimmjahr erneut mit ihm zu rechnen sein wird. Mit Zeiten von 1:48,54 Minuten über 200m Freistil sowie 2:04,39 Minuten über 200m Schmetterling lieferte Bäschnitt zum frühen Zeitpunkt der Langbahnsaison vielversprechende Leistungen ab. 

 

Bild: Tino Henschel

Deutsches Team dominiert bei Eisschwimm-EM 2026

Bei den Europameisterschaften im Eisschwimmen, die vergangene Woche im italienischen Molveno ausgetragen wurden, feierte das deutsche Team große Erfolge. Mit mehr als zwei Dutzend Medaillen drückten die deutschen Athletinnen und Athleten den Titelkämpfen abermals  ihren Stempel auf. Allen voran wurden Alisa Fatum-Böker und Andreas Waschburger ihrer Favoritenrolle gerecht und jubelten gleich mehrfach über EM-Gold. 

Mit vier Goldmedaillen kürte sich Alisa Fatum-Böker zur erfolgreichsten Schwimmerin der Eisschwimm-EM. Besonders eindrucksvoll war ihr Sieg über die 1000m Freistil, den die Leipzigerin mit mehr als einer Minute Vorsprung für sich entschied. Auch über die 250m Freistil, 500m Freistil und 100m Schmetterling war Fatum-Böker nicht zu schlagen. 

Mit starken Leistungen wusste auch Andreas Waschburger zu überzeugen. Der ehemalige Olympiateilnehmer im Freiwasser holte über die 500m und 1000m Freistil den EM-Titel und ergänzte seine Medaillenausbeute mit Silber über 250m Freistil. Gemeinsam mit Marie-Therese Bartl und Kilian Graef sicherten sich Waschburger und Fatum-Böker auch mit der deutschen 4x250m Freistilstaffel die Bronzemedaille. 

Bartl selbst konnte sich zusätzlich über Silber im Einzelrennen über die 250m Freistil freuen und gewann zudem Bronze über 100m Schmetterling. Weitere Podestplätze für das deutsche Team holten Ines Hahn (Silber 500m Freistil, 200m Lagen), Sarah-Anne Richter (Bronze 200m Lagen) und Christina Gockeln (Bronze 100m Brust). 

Auch in der Para-Wertung präsentierte sich das deutsche Team äußerst erfolgreich. Tina Deeken dominierte die Konkurrenz mit insgesamt sieben Goldmedaillen. Joseph Rothenaicher feierte ebenfalls zwei Goldmedaillen und auch Georg Dreuw gelang der Sprung auf das Siegerpodest. 

Nach den erfolgreichen Titelkämpfen in Molveno richtet sich der Blick nun auf die kommenden Saisonhöhepunkte. Ende Februar stehen zunächst die Deutsche Meisterschaften im Eisschwimmen an, bevor im März die Weltmeisterschaften in Finnland folgen.

 

Alle Ergebnisse gibt es hier: Ergebnisse Eisschwimm-EM 2026 

 

Bild: HYLO® SPORT / Aaron Lombardozzi

Comeback nach Schwangerschaft: Sarah Sjöström peilt EM 2026 an

Gut fünf Monate nachdem ihr erstes Kind auf die Welt gekommen ist, steht Sarah Sjöström nun wieder fest im Training. Noch in diesem Sommer will der schwedische Schwimmstar wieder an internationalen Titelkämpfen teilnehmen – vorausgesetzt sie ist rechtzeitig fit und konkurrenzfähig. 

„Ich möchte mich dort richtig wohlfühlen. Ich würde nicht hinfahren, nur um ins Halbfinale zu kommen", erläutert Sjöström ihre Ambitionen für die anstehenden Europameisterschaften. "Natürlich möchte ich dabei sein und konkurrenzfähig sein, aber ich werde mich nicht stressen. Ich werde entspannt bleiben und alles Schritt für Schritt angehen, nichts überstürzen und sehen, was dabei herauskommt.". Die Titelkämpfe in Paris finden Mitte August statt – ziemlich genau ein Jahr nachdem Sohn Adrian geboren wurde. 

Für ihr geplantes Comeback bestritt die 32-jährige Erfolgsschwimmerin zuletzt ein fünfwöchiges Trainingslager in Südafrika. Zuvor hatte Sjöström mit Pilates und einzelnen Wassereinheiten langsam wieder den Sport in ihren neuen Alltag integriert. Der Fokus nach der Babypause liege für die dreifache Olympiasiegerin und 20-fache Weltmeisterin nun auf dem Kraftaufbau – vor allem auch außerhalb des Schwimmbeckens. Im Wasser will sie weniger und kürzere Einheiten absolvieren, auch da sich ihre Regenerationszeit erheblich verlängert habe: "Ich vergleiche mich nicht mit meinem früheren Zustand, aber ich kann die Fortschritte von Tag zu Tag sehen. Im Vergleich zu vor Paris ist der Unterschied natürlich enorm, aber es macht Spaß, die Fortschritte jetzt täglich zu beobachten“, verrät Sjöström. 

Bei den Europameisterschaften in Paris sollen insbesondere die kurzen Sprintstrecken 50m Freistil und Schmetterling im Vordergrund stehen. Sollte Sarah Sjöström bei ihrem Comeback zu Gold schwimmen, könnte sie mit Rekord-Europameisterin Franziska van Almsick gleichziehen. Van Almsick gewann während ihrer Karriere insgesamt 18 EM-Titel – Sjöström steht aktuell bei 17. 

Trainingsplanung im Schwimmen: Umfang vs. Intensität

Wenn wir uns mit Daten und der Macht der Zahlen im Schwimmsport beschäftigen, dann spielt eine Kenngröße in der Diskussion oft eine besondere Rolle: Der Trainingsumfang. Wie viele Kilometer man pro Jahr, Woche oder auch Trainingseinheit schwimmt, wird in Gesprächen zwischen Sportlern und auch Trainern immer wieder zum Thema. Mitunter wird dabei hitzig debattiert, ob der Fokus im Training nun mehr auf der Intensität oder dem Umfang liegen sollte. Doch beide Komponenten schließen sich nicht aus, sondern gehören bei der Trainingsplanung direkt zusammen.

Viele Trainer, Sportler und auch Sportwissenschafter versuchen im großen Bereich der Trainingsplanung immer wieder die Schere zwischen Belastungsumfang (geschwommene Kilometer) und Belastungsintensität (Höhe der Trainingsbeanspruchung) neu zu überdenken und zu optimieren. Gern wird dabei auf die Erfahrungen und Beobachtungen von diversen Weltklassesportlern und Top-Coaches aus den verschiedensten Ländern der Welt zurückgegriffen. Das Spektrum reicht dabei von sehr hohen Belastungsumfängen pro Woche bis hin zu relativ geringen Umfängen mit aber sehr hohen Intensitäten. Hohe Belastungsumfänge im Schwimmen liegen je nach Leistungsniveau und Trainingsalter bei 50km bis 80km oder sogar 100km pro Woche. Das sind hochgerechnet etwa 2500 bis 3300 km pro Trainingsjahr. Die große Variable entsteht auf Grund der Abhängigkeit, wie viele Wettkämpfe in einer Saison geschwommen werden, beziehungsweise wie das Trainingsjahr grundsätzlich periodisiert wird. Geringe Belastungsumfänge im modernen Schwimmsport liegen bei 25 bis 35 km pro Woche. Diese werden häufig allerdings mit sehr hohen Intensitäten absolviert und darüber hinaus meist von einem hohen Anteil an Athletiktraining (Kraft, Schnelligkeit, Koordination, Beweglichkeit, etc.) begleitet. Der Gesamtumfang liegt in diesem Fall bei etwa 1300 bis 1700km pro Jahr. 

 

Umfänge und Periodisierung

Nun sind dies Kenngrößen aus dem Spitzensport, die nicht eins zu eins auf die eigenen Athleten oder sich selbst übertragen werden können. Die erste Frage, die sich beim Planen der Trainingsinhalte stellt, ist natürlich das Trainingsziel eines Schwimmers bzw. einer Trainingsgruppe. In der klassischen Periodisierung des Trainings machen höhere Umfänge zu Beginn eines Makrozyklus großen Sinn. Im weiteren Verlauf des Trainingsjahres weichen die hohen Umfänge dann den höheren Intensitäten. Bei Wettkampfdistanzen ab 400m aufwärts sehen wir aber häufig, dass die geschwommenen Kilometer pro Woche bis knapp zu den Wettkämpfen sehr hoch bleiben. Natürlich ist auch diese Angabe sehr vom Individuum abhängig. Dies wird zum Beispiel dadurch deutlich, dass gerade bei längeren Distanzen Schwimmer bei Vorbereitungswettkämpfen auch nach hohen Umfangswochen mit unter bessere Zeiten erzielen als bei den Hauptwettkämpfen, vor denen die Umfänge zurück genommen wurden. Selbst für einen individuellen Athleten ist jeder Tag also anders im Hinblick auf Umfeldbelastungen und die individuelle Belastungsverträglichkeit. Das zeigt umso mehr, dass zwei verschiedene Sportler nie gleich auf diese Faktoren reagieren. Nur weil eine Trainingsbelastung für den einen Athleten optimal ist, bedeutet das noch lange nicht, dass dieselbe für einen anderen Athleten passt, auch wenn sich die Sportler sehr ähnlich sind. 

Belastung und Beanspruchung

Um die Belastungsverträglichkeit einschätzen zu können, ist es wichtig, sich erst einmal Grundlagen zu widmen. Denn die Problemstellung „Umfang vs. Intensität“ ist eigentlich kein Widerspruch. Beide Elemente gehören ins Spektrum der Belastungskomponenten. Dies sind maßgebende Größen für die Dosierung der Trainingsbelastung und beinhalten neben dem Umfang und der Intensität auch die Belastungsdichte (Pause), die Belastungsdauer und oftmals wird auch die Trainingshäufigkeit pro Woche dazugezählt. Insofern müssen eigentlich immer alle Belastungskomponenten nebeneinander beurteilt werden und es ist somit nicht sinnvoll die Belastung nur auf Intensität und Umfang zu begrenzen. Zu beachten ist zudem, dass Belastung nicht gleich Beanspruchung ist. Die vom Trainer extern vorgegebenen Belastungskomponenten werden von jedem Athleten anders verarbeitet und resultieren damit auch in einer unterschiedlichen Beanspruchung. Um diese einschätzen und festhalten zu können, gibt es mehrere Referenzgrößen:

Das Messen der Herzfrequenz ist dabei ein gängiger Parameter (Ruheherzfrequenz, Trainingsherzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität). Im Leistungssport wird die Messung der Herzfrequenz zudem oft durch die Messung der Laktatwerte während des Trainings ergänzt. Für die Messung der Herzfrequenzen beim Schwimmen gibt es durch neuwertige technische Entwicklungen, die den Puls live messen und aufzeichnen, sehr gute Möglichkeiten ein direktes Feedback zur Beanspruchung zu bekommen. Eine weitere Kenngröße ist die (maximale) Sauerstoffaufnahme. Sie wird meist am Fahrradergometer mit einer Spiroergometrie gemessen. Der Nachteil für Schwimmer ist, dass beim Radfahren nicht die spezifische Muskulatur auf ihre Sauerstoffaufnahme getestet werden kann. Im modernen Hochleistungssport wird daher mittlerweile versucht, durch mobile Geräte zur Messung der Sauerstoffaufnahme nach dem Anschlag beim Training die Beanspruchung zu ermitteln. Ebenfalls im Profibereich werden zusehends auch die Werte der Creatinkinase (CK-Werte) gemessen. Sie spiegeln die Belastung innerhalb der Muskulatur wieder. CK- Werte können uns individuelle Rückschlüsse auf Trainingsbeanspruchungen und den Fortschritt der Regeneration geben. Weniger genau, aber bei der Bewertung der Belastung ebenso wichtig ist zudem das subjektive Empfinden der Sportler. Dieses sollte und kann bei jedem Training erhoben werden. Man wird nicht jeden Tag ein Fragebogen mit den Sportlern ausfüllen, aber eine gute Kommunikation über das aktuelle Empfinden und Gefühl der Sportler ist sehr wichtig. 

Trainingsreiz und Anpassung

Wir sehen: Die Belastungskomponenten und die unterschiedliche Beanspruchung der Athleten eröffnen ein breites Feld an Handlungsalternativen, um gezielt Trainingsreize zu setzen. Die Trainingsmethoden, die Trainingsintensitäten und der Belastungsumfang sind die wesentlichen Komponenten zur Auslösung der jeweiligen Anpassungsvorgänge, wobei festgehalten werden muss, dass sowohl der Umfang als auch die Intensität ganz spezifische Anpassungen auslösen. Grundsätzlich gilt, dass der Umfang nicht durch die Intensität ausgetauscht werden kann und umgekehrt. 

Erzielen die Trainingsreize irgendwann keine Homöostase (inneres Gleichgewicht) mehr, weil sich der Organismus an die vorangegangenen Reize angepasst und sich damit die individuelle Reizschwelle entwickelt hat, muss der Trainingsreiz erhöht bzw. geändert werden. Aufgrund der sich daraus ergebenden Leistungssteigerung kann aus dem „starken trainingswirksamen Reiz“ ein „leichter trainingswirksamer Reiz“ werden. Langfristig ist die Änderung der Belastungskomponenten in folgender Reihenfolge sinnvoll: 

  1. Erhöhung der Trainingshäufigkeit 
  2. Erhöhung der Trainingsumfänge in ausgewählten Trainingseinheiten 
  3. Erhöhung der Trainingsintensität in ausgewählten Trainingseinheiten 

Zusätzlich kann die geplante Belastungssteigerung beispielsweise über höhere koordinative Ansprüche im Training aber auch über eine Anhebung der Wettkampfanzahl in einem gewissen Zeitraum erfolgen. Darüber hinaus sollte sich der Wechsel der Trainingsreize nicht nur auf Intensität und Umfang, sondern auch auf einen Wechsel der Trainingsinhalte, der Trainingsmittel, der Trainingsmethoden, der Bewegungsdynamik und der Umfeldbedingungen beziehen.

Interessant ist zudem die Frage „wie“ ich die Belastungen steigern sollte. Im Breiten-, Nachwuchs- und Gesundheitssport ist es meist sinnvoll, mit einer linearen bzw. stufenförmigen Belastungssteigerung zu arbeiten. Im Leistungssport hingegen führt diese sehr regelmäßig steigernde Belastung jedoch häufig zu keinen Anpassungserscheinungen mehr, folglich kann hier mit einer sprunghaften Belastungssteigerung geplant werden. Erreicht wird dies in der Praxis über Trainingslager oder bestimmte Trainingsblöcke im Saisonverlauf. Die biologischen Anpassungsprozesse, vor allem im strukturellen Bereich, benötigen dabei Zeit. Deshalb ist das Prinzip der geplanten Belastungssteigerung äußerst gefühlvoll und differenziert zu handhaben. Die Belastungen im Training dürfen nur so schnell gesteigert werden, dass die am langsamsten adaptierenden Systeme (Muskulatur, Gelenke, Herzkreislaufsystem, etc.) schritthalten können. Wird dieser wichtige Grundsatz nicht berücksichtigt, läuft man Gefahr, Verletzungen und chronische Überbelastungen zu provozieren. Neben der Periodisierung und Zyklisierung des Trainings sind daher gezielte Regenerationsmaßnahmen (auch Sportartenwechsel), ein begleitendes Belastungsverträglichkeitstraining und die Beobachtung individueller Belastungsreaktionen von besonderer Bedeutung. Dies gilt nicht nur innerhalb einer Saison sondern auch beim mehrjährigen Trainingsaufbau. Zur Orientierung: Hier betragen die Steigerungsraten der Jahresumfänge zwischen 5 und 15 Prozent pro Jahr. 

Dein persönlicher Akku ist entscheidend

Bei der Planung von Umfängen, Intensitäten und den weiteren Belastungskomponenten ist es also wichtig, jeden Athleten als Individuum zu sehen. Wir können uns hierfür einen Akku vorstellen, der mit 100 Prozent gefüllt ist. Wenn ein Sportler diverse Belastungen erfährt, wird dieser Akku entleert. Ähnlich versucht es in der Trainingslehre das „Prinzip der Überkompensation“ zu erklären. Wobei in diesem Modell die Entleerung der Kohlenhydratspeicher und die überschüssige Auffüllung jener erklärt wird. Bei unserem Akku für den Sportler geht es aber nicht nur um die Kohlenhydratspeicher, sondern um die Vielzahl der Belastungen, die wir in unserem Training planen. Versuche dir für deine Sportler vorzustellen, wie diverse Ausdauertrainingsmethoden (von aerob bis hoch laktazid), Krafttrainingsreize (von Kraftausdauer bis hin zu Maximalkraft) oder Schnelligkeitselemente sich auf den Akku des Athleten auswirken. Hinzu kommen Alltagsbelastungen von Schule bis hin zu sozialen Faktoren, welche Energie geben aber auch Energie nehmen können. Das kann zu einem langfristige Entleeren des Akkus führen, was wir im Sport meist „Übertraining“ nennen. Übertraining ist als Wort naturgemäß eher negativ behaftet und bedeutet eigentlich, wenn es langfristig auftritt, dass Fehler in der Trainingsplanung passiert sind. Bei genauerer Betrachtung der Tatsachen kann oft festgestellt werden, dass der Fehler nicht im Training lag, sondern in der (fehlenden) Regenerationsphase. Somit könnte man statt Übertraining auch von „Unterpause“ sprechen. Dieser Faktor sollte auch bei der Bewertung von Trainingsperioden, in welchen keine Verbesserungen erzielt werden konnten, berücksichtigt werden. In jedem Fall ist nicht nur beim Smartphone, sondern auch für unsere Sportler das Auffüllen der Akkus ein höchst bedeutender und elementarer Bestandteil, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten und auszubauen. Bei der Abschätzung der Gesamtbelastung kommt es somit auf das Trainer-Auge, die Trainer-Erfahrung sowie -Kompetenz und vor allem die direkte Kommunikation mit den Sportlern an. Es gibt keine Kochrezepte für zukünftige Olympiasieger, aber es gibt eine gewissenhafte individuelle Trainingsplanung, welche die Erfolgschancen zum Erreichen der gesteckten Ziele wesentlich erhöht. Die Belastungskomponenten wie Intensität und Umfang stehen sich hier nicht widersprüchlich gegenüber, sondern sind stets einander ergänzende Bausteine.

Dieser Artikel erschien in der Frühjahrsausgabe 2021 des swimsportMagazine. Alle noch verfügbaren Ausgaben der Zeitschrift für den Schwimmsport können im großen swimsportMagazine-Paket bestellt werden. Zum Sonderpreis erwarten euch hier mehr als 1500 Seiten geballtes Schwimmwissen --> Das swimsportMagazine-Paket

Vom Becken auf Eis und Schnee: Schwimmer bei Olympischen Winterspielen

Heute ist es soweit: In Mailand und Cortina d'Ampezzo werden die Olympischen Winterspiele eröffnet! Auch für Schwimmfans lohnt sich ein genaueres Hinsehen – denn auch ein Ex-Schwimmer hat es dieses Mal zu den Winterspielen geschafft. 

Im amerikanischen Olympiateam steht mit Carsten Vissering ein Bobfahrer im Aufgebot, der zuvor auf College-Ebene erfolgreich geschwommen war und langezeit im selben Verein wie Katie Ledecky trainierte. Auch wenn es Vissering als Schwimmer nicht zu Olympischen Spielen schaffte, zeigt ein Blick in die Vergangenheit, dass es einigen Athleten tatsächlich gelungen ist, sowohl bei Sommer- als auch Winterspielen an den Start zu gehen. 

Besonders beeindruckend ist die Geschichte des Österreichers Karl Schäfer. Bei den Olympischen Sommerspielen 1928 in Amsterdam sowie 1936 in Berlin trat der Brustsspezialist und siebenfache Österreichische Meister im Becken an. Parallel dazu schrieb Schäfer Wintersportgeschichte: Als Eiskunstläufer nahm er an den Winterspielen 1928, 1932 und 1936 teil. Dort dominierte er seine Disziplin auf der internationalen Bühne, wurde siebenmal Weltmeister und krönte seine Karriere 1932 mit Olympiagold. 

Auch Martial Van Schelle aus Belgien gelang die doppelte Olympiateilnahme: Zwischen 1920 und 1928 startete er dreimal bei Olympischen Sommerspielen im Schwimmen. 1936 wechselte er die Bühne und trat bei den Winterspielen in Garmisch-Patenkirchen im Bobfahren an. Medaillen blieben ihm zwar verwehrt, doch allein die erfolgreiche Olympiaqualifikation in zwei so unterschiedlichen Sportarten macht ihn zu einer außergewöhnlichen Figur der olympischen Geschichte. 

Diese eindrucksvollen Beispiele zeigen: Der Weg vom Wasser auf Eis und Schnee ist zwar selten, aber möglich. Gerade zum Auftakt der diesjährigen Winterspiele lohnt es sich, an jene Athleten zu erinnern, die sportliche Grenzen überwunden und olympische Vielseitigkeit auf ganz besondere Weise gelebt haben. 

Der Zeitplan für die Schwimm-WM 2027 ist da | Offene Klasse und Masters

Die Schwimm-WM in Budapest 2027 schickt sich an, ein Sportevent der Superlative zu werden: die größten Wassersport-Titelkämpfe, die es bislang geben hat! Der nun veröffentlichte Zeitplan gibt erst Einblicke, in die chronologische Wettkampfstruktur. 

An 23 Wettkampftagen versammelt sich die internationale Wassersport-Elite im nächsten Sommer in der ungarischen Hauptstadt, die in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Titelkämpfe mit Bravour ausrichtete. Bei den Weltmeisterschaften 2027 werden sportartenübergreifend rund 10.500 Aktive erwartet. 

Die Beckenwettbewerbe finden vom 10. bis 18. Juli 2027 im MVM Dome statt – einer der größten europäischen Indoor-Sportarenen mit über 20.000 Plätzen. Die Masters werden ihre Titelkämpfe an gleicher Stelle unmittelbar davor bestreiten (3. bis 9. Juli 2027). Parallel dazu finden auch die Freiwasser-Events statt, bei denen es vom 3. bis 8. Juli 2027 um die WM-Medaillen geht. Für die Masters stehen die Freiwasser-Entscheidungen am 29. und 30. Juni 2027 auf dem Programm. Hinzu kommen traditionell auch das Synchronschwimmen, Wasserball, Wasserspringen und High Diving. 

World Aquatics Präsident Husain Al Musallam betont die etablierte Rolle Budapests, als Austragungsort für große Titelkämpfe: „Budapest hat sich in der Vergangenheit als Austragungsort außergewöhnlicher Wassersportveranstaltungen bewährt. Und wir sind zuversichtlich, dass die 2027 Athlet*innen in jeder Phase ihrer sportlichen Laufbahn ein hervorragendes Wettkampfumfeld bieten werden. Wir laden die Weltgemeinschaft ein, uns auf dieser spannenden Reise zu begleiten. Und die Aktiven jeden Alters auf ihrem Weg zu Spitzenleistungen zu unterstützen.“. 

 

Der Zeitplan der Schwimm-WM 2027 im Überblick: 

  • Freiwasser-Masters: 29./30. Juni 2027
  • Freiwasser: 3. bis 8. Juli 2027
  • Beckenschwimmen-Masters: 3. bis 9. Juli 2027
  • Beckenschwimmen: 10. bis 18. Juli 2027

Chefbundestrainer verlässt DSV

Seit dem Sommer vergangenen Jahres unterstütze Dr. Karsten Görsdorf den Deutschen Schwimm-Verband als Chefbundestrainer. Nach nur wenigen Monaten in Amt ist die Zusammenarbeit mit dem renommierten Sportwissenschaftler nun allerdings bereits wieder beendet. Die Rolle Görsdorfs sei von Beginn an befristet gewesen und er habe in den Monaten seines Wirkens wichtige Impulse setzen können, so der DSV.

„Karsten Görsdorf hat den DSV in einer wichtigen Phase begleitet, in der es darum ging, den Leistungssport aus Sicht der Aktiven, aber auch aus einer systemischen Perspektive neu zu betrachten“, erklärt der Vorstandsvorsitzender des DSV Jan Pommer. „Nach einer fundierten Analyse des Status quo hat er gezielt Impulse gesetzt und Pilotprojekte angestoßen, die uns helfen, unsere Strukturen leistungsorientierter, moderner und zugleich menschlicher weiterzuentwickeln.“

So setzte Karsten Görsdorf unter anderem einen Schwerpunkt auf ein systematisches Gesundheitsmonitoring. Medizinische Daten wurde explizit für die Trainingssteuerung und die Entwicklung präventiver Maßnahmen genutzt. Des Weiteren sollte die Drop-out-Rate bei jungen Athletinnen verringert werden sowie die Möglichkeiten Leistungssport und Ausbildungen miteinander zu vereinbaren, erweitert werden. Auch neue Feedbackformate wurden entwickelt: „Nicht alles war von Beginn an perfekt“, reflektiert Görsdorf. „Aber regelmäßiges Feedback in alle Richtungen schafft Transparenz, fördert Selbstreflexion und hilft, Rollen passgenauer zu definieren – für das Hier und Jetzt, aber auch mit Blick auf die Zukunft.“.  

Der Blick auf die Zukunft führt Karsten Görsdorf nun wieder zurück zu seiner international expandierenden Firma, die datenbasierte Analyse- und Diagnostiksysteme für die Sportwelt entwickelt. Für die Zukunft des deutschen Schwimmsports sieht Görsdorf großes Potential: „Teilt euer Wissen, tauscht euch aus, nutzt unterschiedliche Perspektiven. Dann ist mehr möglich, als man oft glaubt.“. 

Die Normzeiten für die Junioren-EM 2026

Einen großen Saisonhöhepunkt für Deutschlands Nachwuchstalente bilden auch in diesem Jahr die Europameisterschaften der Junior*innen (JEM), die erstmals seit 40 Jahren wieder in Deutschland stattfinden werden: vom 7. bis 12. Juli 2026 werden die Titelkämpfe in München ausgetragen. Auch hierfür veröffentlichte der Deutsche Schwimm-Verband nun die geforderten Normzeiten. 

Der Qualifikationszeitraum beginnt im 17. April – gut eine Woche vor Beginn der Deutschen Meisterschaften, die dann auch direkt die finale Entscheidung um die JEM-Tickets darstellen. Auf den Einzelstrecken sollen jeweils bis zu vier Startplätze vergeben werden. Startberechtigt sind in diesem Jahr die Jahrgänge 2008 bis 2010 – bei den Damen mit variierenden Normzeiten je nach Alter. 

In Hinblick auf den Heimvorteil betont Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes die entsprechenden Chancen: „Natürlich wünschen wir uns, dass wir ein besonders großes und schlagkräftiges Team in München an den Start schicken können. So ein Heimspiel setzt schließlich auch zusätzliche Motivation frei.“. 

Auch für die jüngeren Jahrgänge 2011/12 steht in diesem Sommer ein internationaler Saisonhöhepunkt im Wettkampfkalender. Beim Central European Countries Junior Meeting (CECJM), das vom 17. bis 19.Juli in Slowenien stattfinden wird, soll ein 20-köpfiges Team die deutschen Farben vertreten. Die Plätze hierfür werden bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (9. bis 13. Juni) vergeben – allerdings nicht anhand von Normzeiten, sondern in den verschiedenen Disziplinblöcken.

 

Diese Normzeiten müssen für die JEM 2026 unterboten werden:

Damen Jahrgang 2008

Damen Jahrgang 2009/10

Strecke

Männer alle Jahrgänge

25,50

25,80

50m Freistil

23,00

55,60

56,20

100m Freistil

50,50

2:00,60

2:02,27

200m Freistil

1:50,90

4:15,00

4:16,50

400m Freistil

3:54,00

8:41,80

8:51,90

800m Freistil

8:07,00

16:45,80

16:58.00

1500m Freistil

15:33,00

27,10

27,30

50m Schmetterling

24,40

1:00,00

1:00,73

100m Schmetterling

54,20

2:13,20

2:13,60

200m Schmetterling

2:01,50

28,80

29,00

50m Rücken

25,80

1:02,00

1:02,80

100m Rücken

56,10

2:13,30

2:14,70

200m Rücken

2:02,40

31,70

31,90

50m Brust

28,30

1:09,40

1:10,20

100m Brust

1:03,00

2:29,00

2:31,40

200m Brust

2:17,00

2:16,50

2:18,00

200m Lagen

2:04,20

4:49,50

4:53,50

400m Lagen

4:27,10

 

3:44,00

4x100m Freistil

3:20,80

 

8:10,00

4x200m Freistil

7:24,00

 

4:08,00

4x100m Lagen

3:41,00

 

3:52,00

4x100m Lagen mixed

3:52,00

 

3:32,00

4x100m Freistil mixed

3:32,00

Die ausführlichen Nominierungsrichtlinien gibt es hier: Nominierungsrichtlinien Beckenschwimmen 2026 

 

Bild: Tino Henschel

Normzeiten für Schwimm-EM 2026 veröffentlicht

Nach den Olympischen Spielen 2024 versammelt sich die europäische Schwimmelite in diesem Sommer erneut in Paris. Dieses Mal stehen vom 10. bis 16. August die Europameisterschaften auf dem Programm, für die der Deutsche Schwimm-Verband nun die zu erfüllenden Normzeiten veröffentlicht hat. 

Über die Einzelstrecken können jeweils bis zu vier EM-Tickets vergeben werden – mit gesonderten Normzeiten für die U23-Aktiven. Vorrangig nominiert werden sollen all diejenigen, die bei den vergangenen Weltmeisterschaften in Singapur mit Top 4 Platzierungen geglänzt hatten. Neben Anna Elendt (100m Brust) und Lukas Märtens (400m & 800m Freistil) trifft dies auch auf Sven Schwarz (800m & 1500m Freistil) und Angelina Köhler (50m Schmetterling). Die Staffelplätze werden auch in diesem Jahr wieder anhand der schnellsten Durchschnittszeiten aus dem Vor- und Endlauf eines Tages ermittelt. 

Der Qualifikationszeitraum beginnt am 30. März und findet traditionell mit den Deutschen Meisterschaften (23. bis 26. April) seinen Abschluss. Neben unterbotenen Normzeiten ist auch die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften sowie an den Finals in Hannover (23. bis 26. Juli) eine Grundvoraussetzung für die EM-Nominierung. 

Auch wenn der Qualifikationszeitraum noch nicht offiziell begonnen hat, haben die ersten Schwimmerinnen und Schwimmer bereits angedeutet, dass sie die Normzeiten in diesem Jahr drauf haben. So zeigten Melvin Imoudu (50m Brust - 27,14) und Luca Nik Armbruster (50m Schmetterling - 23,43) am letzten Wochenende in Luxemburg ihrer Sprintqualitäten und Angelina Köhler schwamm in der Vorwoche über ihre Paradestrecke (100m Schmetterling - 58,42) bereits unter die Norm. 

Welche Aktiven sich dann schlussendlich in das deutsche EM-Team für Paris schwimmen, werden die zahlreichen geplanten Qualifikationswettkämpfe im Frühjahr zeigen. 

 

Diese Normzeiten müssen für die Schwimm-EM 2026 unterboten werden: 

Frauen U23

Frauen offene Klasse

Strecke

Männer offene Klasse

Männer U23

25,15

25,00

50m Freistil

22,10

22,25

55,00

54,60

100m Freistil

48,90

49,20

2:00,10

1:59,60

200m Freistil

1:47,20

1:48,00

4:12,80

4:08,40

400m Freistil

3:46,60

3:48,60

8:36,50

8:32,20

800m Freistil

7:48,90

7:52,50

16:28,70

16:17,30

1500m Freistil

15:04,70

15:14,10

26,45

26,25

50m Schmetterling

23,45

23,60

59,10

58,60

100m Schmetterling

52,00

52,30

2:12,00

2:11,00

200m Schmetterling

1:57,00

1:57,90

28,45

28,25

50m Rücken

25,15

25,35

1:00,80

1:00,40

100m Rücken

54,40

54,80

2:12,80

2:11,80

200m Rücken

1:58,10

1:59,00

31,20

31,00

50m Brust

27,35

27,55

1:07,30

1:06,80

100m Brust

59,70

1:00,20

2:27,20

2:26,10

200m Brust

2:10,90

2:11,90

2:13,80

2:12,80

200m Lagen

2:00,60

2:01,50

4:44,60

4:43,50

400m Lagen

4:15,60

4:17,50

 

3:39,80

4x100m Freistil

3:15,40

 

 

7:57,50

4x200m Freistil

7:10,00

 

 

4:01,40

4x100m Lagen

3:35,40

 

 

3:46,70

4x100m Lagen mixed

3:46,70

 

 

3:28,50

4x100m Freistil mixed

3:28,50

 

 

7:31,00

4x200m Freistil mixed

7:31,00

 

 

Die ausführlichen Nominierungsrichtlinien gibt es hier: Nominierungsrichtlinien Beckenschwimmen 2026 

Offiziell bestätigt: JEM 2026 findet in München statt

Nachdem die Stadt München bereits Ende des vergangenen Jahres grünes Licht gegeben hatte, gab es nun auch vom Deutschen Schwimm-Verband die offizielle Bestätigung: Die Europameisterschaften der Junior*innen (JEM) werden 2026 in der einstigen Olympiastadt stattfinden. 

Vom 7. bis 12. Juli 2026 kommen Europas Nachwuchstalente in München zusammen, um sich bei den Titelkämpfen im Beckenschwimmen zu messen. In den Tagen zuvor wird gleichenorts auch die JEM im Synchronschwimmen ausgetragen. Geschwommen wird in der Olympia-Schwimmhalle von 1972 - voraussichtlich mit Platz für 1500 Schwimmfans. Der Ticketverkauf für die JEM soll im März beginnen. 

„2026 wird Deutschland mit München zum Zentrum des europäischen Schwimmsports. Die Vergabe von gleich zwei Junior*innen-Europameisterschaften ist ein starkes Signal für die Nachwuchsförderung und gibt unseren Talenten weiteren Rückenwind auf dem Weg zu Olympia.", sprach der DSV-Vorstandsvorsitzende Jan Pommer seine Begeisterung aus. 

Bei den letzten JEM-Titelkämpfen in Samorin konnte das deutsche Team vergangenen Sommer mit zehn Medaillen glänzen – eine starke Bilanz, die sich möglicherweise sogar noch steigern lässt: „Natürlich streben wir an, den Heimvorteil in diesem Jahr erfolgreich zu nutzen. Münchens olympisches Flair wird so manche Karriere sicherlich erst so richtig beflügeln“, erklärte Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes.

Das letzte Mal, dass Deutschland eine JEM ausrichtet ist übrigens exakt 40 Jahre her. Damals fanden die Titelkämpfe 1986 in Westberlin statt.

 

Bild: Tino Henschel

Freiwasser-EM 2026: So werden die deutschen Startplätze vergeben

Die Nominierungsrichtlinien für die Saisonhöhepunkt im Freiwasser 2026 sind da! Die Qualifikation für die Europameisterschaften in Paris beginnt bereits Mitte Februar – zunächst allerdings im Becken. Doch das ist nicht die einzige Neuheit, die der Blick auf die Nominierungsrichtlinien verrät. 

Bei den Titelkämpfen in Paris stehen pro Geschlecht drei Einzelrennen sowie die Mixedstaffel auf dem Programm – mit jeweils bis zu drei Startplätzen für das deutsche Team. Die Qualifikationswege unterscheiden sich dabei allerdings je nach Strecke. Für das 10km Rennen ist vor allem der Weltcup in Ägypten ausschlaggebend, der am letzten Märzwochenende stattfinden wird. Während es für die deutschen Damen um alle drei möglichen EM-Tickets geht, gibt es bei den Männern voraussichtlich nur noch einen Startplatz zu vergeben. Der Grund: die Top Vier der Weltmeisterschaften 2025 können vorrangig nominiert werden. Demnach können vierfach Weltmeister Florian Wellbrock (alle Einzelstrecken) und Oliver Klemet (10km) bereits sicher mit EM-Starts in Paris planen. Für eine Nominierung müssen sich die Aktiven beim Weltcup unter die Top 12 schwimmen. Hier werden in einer bereinigten Bestenliste jeweils die Top 3 aller europäischen Nationen berücksichtigt. 

Für die 5km Rennen beginnt der Qualifikationszeitraum bereits am 14. Februar und findet am 7. März seinen Abschluss. Die 5km müssen in diesem Zeitraum jedoch im Becken und nicht im Freiwasser absolviert werden. Ein anschließender Start beim Weltcup in Ägypten ist dennoch eine Grundvorraussetzung. 

Die EM-Tickets für den Knockout Sprint werden parallel zum EM-Qualifikationszeitraum im Becken (30.März bis 26.April) vergeben. Auf den langen Freistilstrecken – von 400m bis 1500m – gilt es die meisten Punkte zu sammeln, wobei die kürzeren Strecken höher gewertet werden. Auch die Startplätze für die Mixedstaffel werden in diesem Zeitraum vergeben. Entscheidend sind hierbei ausschließlich die erbrachten Leistungen auf den 1500m Freistil. 

Neben der Freiwasser-EM hält die Saison noch einige weitere Höhepunkte bereit – insbesondere im Nachwuchsbereich: Für die JEM, die vom 23. bis 26. Juli in Ungarn stattfinden wird, spielt sich die gesamte Qualifikationsphase ebenfalls im Becken ab. Auch hier können auf den drei langen Freistilstrecken Punkte gesammelt werden – und das schon seit September 2025. Bis zum 26. April gibt es noch die Möglichkeit, schnelle Zeiten für mögliche JEM-Tickets ins Becken zu setzen. Zudem werden die anstehenden 5km Rennen im Frühjahr berücksichtigt – mit Ausnahme der Startplätze für den Knockout Sprint. Startberechtigt sind bei den Titelkämpfen in diesem Jahr die Jahrgänge 2007 bis 2012.  

Für die im September in Argentinien stattfindenden Weltmeisterschaften der Junior*innen sind in erster Linie die Ergebnisse der JEM entscheidend. Hier gilt es vordere Platzierungen zu erzielen, um sich für die JWM-Tickets zu empfehlen. 

Die ausführlichen Nominierungsrichtlinien gibt es hier: Nominierungsrichtlinien Freiwasser 2026

Bild: Christian Gold

Freiwasser-Europacup 2026 kommt im August nach Deutschland

Dass der Auftakt des diesjährigen Freiwasser-Europacups Mitte April auf Zypern stattfinden wird, stand bereits seit einiger Zeit fest. Nun hat der europäische Schwimmverband European Aquatics auch alle weiteren Termine und Austragungsorte bestätigt. Mit München ist auch eine deutsche Stadt dabei. 

Los geht es mit der fünfteiligen Wettkampfserie am 18. April in Protoras (Zypern), wo der Freiwasser-Europacup bereits im letzten Jahr Station gemacht hat. Danach gibt es eine lange Pause, denn alle anderen Europacup-Rennen finden erst nach den Schwimm-Europameisterschaften in der zweiten Jahreshälfte statt. Im Zeitraum zwischen März und Juni finden nämlich alle Wettbewerbe der Freiwasser-Weltcupserie statt, wodurch die Wettkampfwochenenden breiter auf das Jahr verteilt sind. 

Am 22. August ist der Europacup dann in München zu Gast – Heimvorteil also für Deutschlands Freiwasser-Asse, die es in den vergangenen Jahren bei zahlreichen Europacup-Rennen auf das Siegerpodest schafften. Wie München ist auch Tenero (Schweiz) am 5. September erstmals als Austragungsort Teil der Wettkampfserie. Drei Wochen später wird am 26. September im kroatischen Razanac geschwommen, bevor die finalen Entscheidungen im Freiwasser-Europacup 2026 dann am 3. Oktober in Barcelona fallen. 

 

Alle Stationen des Freiwasser-Europacups 2026 im Überblick: 

  • Protoras (Zypern): 18. April 2026
  • München (Deutschland): 22. August 2026
  • Tenero (Schweiz): 5. September 2026
  • Razanac (Kroatien): 26. September 2026
  • Barcelona (Spanien): 3. Oktober 2026

Eisschwimm-EM 2026: Titelchancen für Andreas Waschburger und Alisa Fatum-Böker

Mit den Europameisterschaften steht für das deutsche Eisschwimmteam in dieser Woche der Saisonhöhepunkt an. Die Titelkämpfe im italienischen Molveno finden traditionell unter extremen Bedingungen statt – bei Wassertemperaturen von rund einem Grad Celsius. 

Aus deutscher Sicht richten sich die Blicke und Titelhoffnungen insbesondere auf Andreas Waschburger und Alisa Fatum-Böker, die dank ihrer großen Erfolge in den letzten Jahren mit einer klaren Favoritenrolle an den Start gehen. Olympiateilnehmer Waschburger hält zudem über die 500m und 1000m Strecke die aktuellen Weltrekorde, die er bei den letzten Europameisterschaften bei wärmeren Bedingungen aufgestellt hatte. 

Insgesamt sind bei der diesjährigen Eisschwimm-EM, die am heutigen Dienstag ihren Auftakt hat, 45 deutsche Aktive mit von der Partie – im Alter von 13 bis 73 Jahren. Diese beeindruckende Altersspanne unterstreicht den besonderen Charakter des Eisschwimmens, bei dem mentale Stärke, Erfahrung und Leidenschaft mindestens ebenso wichtig sind wie reine körperliche Leistungsfähigkeit. 

 

Wichtige Links zum Thema:

Eisschwimm-EM 2026: Event Homepage

Eisschwimm-EM 2026: Ergebnisse

Eisschwimm-EM 2026: Livestream

 

Bild: Archiv

Imoudu und Armbruster feiern Siege in Luxemburg mit Topzeiten

Beim renommierten Euro Meet, das am vergangenen Wochenende in Luxemburg ausgetragen wurde und zahlreiche internationale Schwimm-Asse anlockte, wussten auch die deutschen Aktiven von sich zu überzeugen. Nach Siegen im vergangenen Jahr, begeisterten insbesondere Melvin Imoudu und Luca Nik Armbruster mit erfolgreichen Titelverteidigungen und setzten schnelle Richtzeiten für den weiteren Jahresverlauf. 

Besonders stark präsentierte sich Melvin Imoudu, der gleich doppelt triumphierte. Sowohl über die 50m als auch 100m Brust setzte sich Imoudu gegen die starke internationale Konkurrenz um den niederländischen Weltrekordhalter Caspar Corbeau durch. Über die kurze Sprintstrecke kam der Deutsche Rekordhalter in 27,14 Sekunden bis auf 5,2 Zehntel an seine Bestmarke heran und auch seine Zeit von 59,85 Sekunden auf der doppelten Distanz sorgte für große Zufriedenheit, denn noch nie zuvor war Imoudu zu diesem Saisonzeitpunkt schon so schnell unterwegs. Das lässt äußert hoffnungsvoll auf den weiteren Verlauf des Jahres blicken. 

Wie schon im vergangenen Jahr wusste auch Luca Nik Armbruster in Luxemburg wieder mit einem Sieg zu glänzen. Über die 50m Schmetterling war der WM-Sechste in 23,43 Sekunden nicht zu schlagen. Zudem entschied Armbruster das B-Finale über die 100m Schmetterling für sich. Seine Zeit von 52,41 Sekunden hätte im A-Finale zu Silber hinter dem Britin Lewis Fraser (52,16) gereicht. 

Auch Noelle Benkler durfte sich über zwei Medaillen freuen. Sowohl über 200m Lagen (2:15,99) als auch über 400m Lagen (4:50,01) schwamm die Deutsche Meisterin jeweils auf den Bronzerang. 

Für ein Ausrufezeichen sorgte derweil die Dänin Helena Rosendahl Bach, die über die 200m Schmetterling den bisherigen Veranstaltungsrekord von Franziska Hentke knackte. In 2:08,03 Minuten verbesserte die amtierende Europameisterin die Rekordzeit aus dem Jahr 2018 um 1,5 Zehntel. Für den zweiten Veranstaltungsrekord des Wochenendes sorgte der irische Youngster John Shortt über 200m Rücken in 1:57,84 Minuten. 

Alle Ergebnisse des Euro Meet 2026 gibt es hier: Euro Meet Luxemburg 2026 Ergebnisse 

 

Bild: Tino Henschel

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