Isabel Gose setzt vor der EM auf den Feinschliff

Vier deutsche Meistertitel im April, ein Europarekord auf der Kurzbahn im Dezember und WM-Gold im Freiwasser: Isabel Gose blickt auf erfolgreiche Monate zurück. Vor den Europameisterschaften in Paris sieht die Olympiadritte von 2024 ihre Form dennoch noch nicht am Optimum.
„Formtechnisch darf gerne noch ein bisschen was kommen“, sagt Gose nach vier intensiven Wochen im Höhentrainingslager. Die Zeit in der Sierra Nevada sei wie immer hart gewesen, dennoch zieht sie ein positives Fazit: „Ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind.“
Dabei war die Magdeburgerin in diesem Jahr von Schulterproblemen ausgebremst worden. Inzwischen seien die Beschwerden aber deutlich besser geworden. „Ich bin weitestgehend schmerzfrei“, berichtet Gose, auch wenn das Problem noch nicht vollständig verschwunden sei.
Wie stark Isabel Gose trotz der gesundheitlichen Einschränkungen unterwegs ist, zeigte sie bei der Kurzbahn-EM im Dezember in Lublin. Dort gewann sie zweimal Gold und glänzte über die 400m Freistil mit einem neuen Europarekord. „Am liebsten würde ich natürlich von der Kurzbahn-EM so viel es geht mit nach Paris nehmen“, verrät sie. Die starken Leistungen in Lublin seien tatsächlich etwas überraschend gekommen. Im Vorfeld hatte die Magdeburger Trainingsgruppe erstmals ein Höhentrainingslager in Arizona (USA) absolviert – ein neuer Reiz, der offenbar Wirkung zeigte.
Der Europarekord auf der Langbahn sei dennoch nicht automatisch das nächste Ziel. Seit vielen Jahren schwimmt Gose die 400m Freistil auf einem konstant hohen Niveau, hält den Deutschen Rekord und steht bei internationalen Titelkämpfen meist im Finale. Große Leistungssprünge seien deshalb, nur schwer zu erzielen.
Gerade diese Konstanz ist für die 24-Jährige inzwischen zu einer ihrer größten Stärken geworden. Die Motivation über Jahre hinweg aufrechtzuerhalten, sei dennoch kein Selbstläufer. „Man hangelt sich so von Wettkampf zu Wettkampf und möchte jeden davon natürlich bestmöglich gestalten. Und da kommt ja irgendwie doch immer was Neues bei raus, selbst wenn die Zeiten konstant bleiben.“
Eine große Neuheit brachte das vergangene Jahr. Erstmals startete Gose auch im Freiwasser – und feierte bei den Weltmeisterschaften in Singapur direkt einen WM-Titel mit der Mixedstaffel. „Das war schon etwas Besonderes, beim Debüt Gold zu feiern“, blickt sie zurück.
Auch bei der EM in Paris wird Gose wieder doppelt gefordert sein. Dass die Kombination aus Becken- und Freiwasserevents mehr Energie kostet als zunächst erwartet, habe sie inzwischen gelernt. Trotzdem möchte sie dem Doppel nochmal eine Chance geben.
Bei ihrer letzten EM-Teilnahme vor vier Jahren gewann Gose einen kompletten Medaillensatz und stand erstmals bei internationalen Titelkämpfen ganz oben auf dem Podium. Welche Ergebnisse diesmal möglich sind, möchte sie mitten aus der Vorbereitung heraus jedoch noch nicht prognostizieren: „Ich versuche natürlich, das Bestmögliche aus mir rauszuholen. Und dann schauen wir, wofür es reicht.“ Zu ihren stärksten Konkurrentinnen im Becken zählt erneut die Italienerin Simona Quadarella. Im direkten Duell gehe es für Gose aber nicht nur um die bessere Platzierung. Entscheidend sei auch, die bestmögliche Zeit ins Wasser zu bringen.
Mit Blick auf die kommenden zwei Jahre bis zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles setzt Gose auf Kontinuität. „Die kleinen Stellschrauben bleiben die gleichen. Es ist klar, was noch verbessert werden muss und aber auch, was schon gut ist.“ Ob das Freiwasser auch langfristig Teil ihres Wettkampfprogramms bleibt, ist dagegen noch offen. Ebenso wie die Zeit nach Olympia, wenn im Sport traditionell die Karten neu gemischt werden.
Bild: Tino Henschel
Diese Schwimm-Highlights erwarten euch im August

Im August jagt ein großes Schwimm-Highlight das nächste. Sowohl im Becken als auch im Freiwasser stehen zahlreiche internationale Wettkampfhöhepunkte auf dem Programm, auf die sich Schwimmfans weltweit freuen dürfen. Damit ihr bei dem vollen Wettkampfkalender den Überblick behaltet, haben wir euch hier die wichtigsten Events zusammengestellt.
Den Auftakt macht die Schwimm-EM im Freiwasser vom 4. bis 8. August in Paris. Geschwommen wird in der Seine, bevor nur wenige Tage danach die Schwimm-EM im Becken folgt. Vom 10. bis 16. August geht es für die europäischen Schwimmstars um Titel und Medaillen – jeweils mit einem schlagkräftigen deutschen Team.
Parallel dazu finden vom 12. bis 15. August in Kalifornien die Pan Pacific Championships statt. Bei dem traditionsreichen Event treffen in erster Linie die Schwimm-Asse aus den USA, Australien, Kanada und Japan aufeinander. Im Freiwasser gehen zudem Florian Wellbrock und Jeannette Spiwoks an den Start, für die der Wettkampf eine wichtige Generalprobe mit Blick auf die Olympischen Spiele gleichenorts in zwei Jahren bildet.
Aber auch auf europäischer Ebene warten im Freiwasser weitere spannende Rennen: Am 22. August startet in München der diesjährige Freiwasser-Europacup.
Zudem sind auch die Masters bei den Europameisterschaften gefordert. Vom 19. bis 30. August findet die Masters-EM in Šamorín (Slowakei) statt.
Und auch danach ist der Schwimm-Sommer noch lange nicht vorbei: Im September stehen unter anderem die Para-Europameisterschaften in der Türkei sowie die Junioren-WM im Freiwasser in Argentinien auf dem Programm.
Training im Freiwasser: Keine Schwimmhalle? Kein Problem!

So toll die steigenden Temperaturen und der Sommer auch sind – für viele von uns heißt es auch, dass die örtliche Schwimmhalle nun geschlossen bleibt. Im überlaufenen Freibad zu trainieren grenzt oft an ein Ding der Unmöglichkeit. Freie Gewässer wie Seen oder Flüsse bieten zwar deutlich mehr Platz, doch ohne Beckenrand, Leinen und Startblöcke schwimmt es sich für das pool-verwöhnte Schwimmvolk hier recht ungewohnt. Trotzdem eignet sich das Freiwasser nicht nur zum Entspannen, sondern man kann hier auch durchaus anspruchsvolle Trainingssessions ansetzen. Wir haben dazu mit erfahrenen Coaches und Open Water Enthusiasten gesprochen und euch einige ihrer besten Hinweise zusammengestellt.
Bevor wir im Freiwasser draufloskeulen heißt es zunächst: Safety first. Offene Gewässer können mitunter unberechenbar sein, hier ist also Vorsicht geboten. Es gibt keine Leinen, an denen wir uns festhalten können und der Seeboden kann, ohne dass wir es merken, plötzlich einige Meter tiefer liegen, als noch ein paar Schwimmzüge zuvor. Mit einigen einfachen Vorkehrungen seid ihr auf der sicheren Seite:
1. Alleingänge vermeiden: Ideal ist es, wenn ihr nicht allein unterwegs seid, sondern am Ufer jemanden habt, um euch im Auge zu behalten. Sollte das nicht möglich sein, kann es sich anbieten, zumindest einer Person aus dem Freundes- oder Familienkreis kurz Bescheid zu geben, wo und wann man trainieren möchte.
2. Bojen sind nicht nur was für Schiffe: Schwimmbojen fürs Freiwasserschwimmen sind nicht nur hilfreich, damit ihr vom Ufer aus gesehen werdet. Sie sorgen auch dafür, dass andere Wasserverkehrsteilnehmer wie zum Beispiel Boote oder Surfer euch schneller erkennen. Zudem können sie bei Pausen dazu dienen, ein wenig Auftrieb zu geben und einige Bojen bieten sogar die Möglichkeit, Smartphones zu verstauen. Das kann durchaus entscheidend sein, wenn doch mal ein Notruf abgesetzt werden muss.
3. Warum in die Ferne schweifen? Scheinbar unendliche Weiten, ruhiger Wellengang und vielleicht noch eine leichte Abenddämmerung – solche Bedingungen verleiten dazu, sich einfach ins Wasser zu stürzen und los zu schwimmen. Da kann es schnell passieren, dass man unterschätzt, wie weit man schon geschwommen ist und vergisst, dass man ja auch noch den Rückweg bestreiten muss. Wenn man das Freiwasser zum Training nutzen will, bietet es sich stattdessen an, gar nicht allzu weit raus zu schwimmen. Stattdessen einfach, nachdem man zwanzig bis dreißig Meter zurückgelegt hat, eine 90-Grad-Kurve einlegen und jetzt parallel zum Ufer schwimmen. Je nach Gewässer befindet man sich nun idealerweise sogar in einem Bereich, in dem man noch stehen kann.
Training strukturieren im Freiwasser
Eine weiter Vorkehrung die man treffen kann, die aber nicht unbedingt sicherheitsrelevant ist, sondern dem Training selbst dient: Kenne deine Zugzahlen pro Bahn in den unterschiedlichen Schwimmarten. Im Freiwasser gibt es bekanntlich keine Bahnmarkierungen, woher sollen wir also wissen, wie weit wir geschwommen sind? Das können wir ausrechnen. Brauchen wir zum Beispiel in der Schwimmhalle mit Abstoß beim Kraulschwimmen 33 Züge je Bahn, setzen wir im Freiwasser 35 Züge für 50m an (es fehlt schließlich der Abstoß). So haben wir auch direkt die erste Möglichkeit, uns Trainingsserien zu erarbeiten. Statt 4x50m schwimmen wir nun eben 4x35 Züge. Dabei können wir, wie im Becken üblich, auch unterschiedlichste Inhalte ansetzen und Technik- bis hin zu Geschwindigkeitsaspekten trainieren. So lässt sich direkt etwas Struktur ins Training bringen. Dabei können wir ähnlich wie in der Schwimmhalle das Training in unterschiedliche Teile gliedern, vom Warmup über das Pre-Set hin zu einer Hauptserie. Ein Unterschied: Im offenen Gewässer bietet es sich durchaus an, nach Sets ein paar mehrminütige Pausen einzulegen, die man gern auch am Ufer verbringen kann. Klar, bei den Hauptserien liegt es nahe, das Training im Freiwasser per Dauermethode für Ausdaueraspekte zu nutzen. Da es hierbei schnell passieren kann, dass man sich bei den Zügen verzählt, können Schwimmuhren Abhilfe schaffen. Je nach Modell sind diese durchaus in der Lage, Entfernungen beim Freiwasserschwimmen korrekt festzuhalten. Je länger man in eine Richtung schwimmt, umso besser funktioniert das, daher ist es vor allem für die Dauermethoden geeignet.
Abwechslung statt Monotonie
Und auch, wenn wir in einem niedrigen Belastungsbereich schwimmen, heißt das nicht, dass wir uns einfach monoton Zug um Zug vorwärts bewegen müssen. Ähnlich wie im Becken können wir hier variieren und zum Beispiel alle 35 Zügen einen „Zwischensprint“ von 10 bis 15 Zügen einlegen. So bekommt man direkt ein wenig Intensität ins Training. So trainieren wir zudem die Fähigkeit, im Rennen Antritte aus der Wende heraus zu starten. Klassische Wenden können wir im Freiwasser zwar nicht machen, trotzdem können wir regelmäßig einen Richtungswechsel einlegen. Dann muss zwar „aus dem Stand“ losgeschwommen werden, aber auch diese Besonderheit bietet einen guten Trainingsreiz. Das hilft uns zudem ein Lagenset aufzubauen und die Teilstrecken jeweils nach der Wende in unterschiedlichen Schwimmarten zu absolvieren. Auch für das Techniktraining bieten sich einige Vorteile: Ohne Wenden können wir gezielt z.B. am Zugverlauf arbeiten und müssten nicht nach 50m zwangsweise stoppen. Auch Tools wie Flossen oder Schnorchel sind für bestimmte Sets einsetzbar. Zwar ist es unpraktisch, diese für die gesamte Session im Freiwasser anzulegen. Dafür kann man sie aber einfach am Ufer platzieren, dann z.B. zwischendurch das Zurückschwimmen zum Ufer direkt zum Lockerschwimmen nutzen, die Tools mitnehmen und jetzt damit trainieren. Praktisch ist es zudem, wenn wir nicht allein sind. Zu zweit oder in einer Gruppe kann man dem Training im Freiwasser weitere abwechslungsreiche Komponenten verpassen, indem zum Beispiel mit einem Schwimmbrett Beine „gegeneinander“ geschwommen wird (auf jeder Seite ein Athlet) oder wir in einer Gruppe schwimmen und jeweils der Letzte an allen vorbeiziehen muss, um den Ersten zu überholen usw... Man sieht: Wenn die standardisierte Umgebung einer Schwimmhalle mal fehlt, bieten auch die offenen Gewässer allerlei Möglichkeiten, um sie nicht nur zum entspannten Baden, sondern auch zum ambitionierten Training zu nutzen.
Beispiel für eine Trainingssession im Freiwasser:*
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Inhalt |
Umfang |
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Einschwimmen |
20 Züge rausschwimmen, |
ca. 200m |
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Technik-Set |
8x35 Züge (bzw. je nach Schwimmart) Technikübungen |
ca. 400m |
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Lockerschwimmen |
20 Züge zurück zum Ufer |
ca. 50m |
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Pre-Set |
6x100 „m“* Lagen (Wende nach jeder Schwimmart / Brust mit Kicks) |
600m |
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Lockerschwimmen |
20 Züge zurück zum Ufer |
150m |
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Hauptserie |
6x 140 Züge |
1200m |
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Ausschwimmen |
8x35 Züge locker |
400m |
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Gesamt: |
3000m |
*Zugzahlen, die wir für 50m angesetzt haben:
Schmetterling: 25 Züge
Brust: 20 Züge
Rücken / Freistil: 35 Züge
Dieser Artikel erschien in der Sommerausgabe 2022 des swimsportMagazine. Alle noch verfügbaren Ausgaben der Zeitschrift für den Schwimmsport können im großen swimsportMagazine-Paket bestellt werden. Zum Sonderpreis erwarten euch hier mehr als 1500 Seiten geballtes Schwimmwissen --> Das swimsportMagazine-Paket
Der Ausrichter für die Freiwasser-JEM 2027 steht fest

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Erst in der vergangenen Woche haben die Europameisterschaften der Junior*innen im Freiwasser in Ungarn stattgefunden. Nun kann bereits für die Titelkämpfe im nächsten Jahr geplant werden!
Wie European Aquatics verkündete, wird die Freiwasser-JEM im kommenden Jahr vom 16. bis 19. Juni 2027 in der Schweiz zu Gast sein. Damit finden die Titelkämpfe gut einen Monat früher statt, als noch in diesem Jahr. Der genaue Austragungsort ist allerdings noch nicht bekannt.
51,71! Pieter Coetze zweitschnellster Rückenschwimmer aller Zeiten

Nur elf Hundertstel fehlten Pieter Coetze zum Abschluss der Commonwealth Games in Glasgow zum Weltrekord-Kracher! Als Startschwimmer der südafrikanischen Lagenstaffel setzte Coetze über die 100m Rücken eine Zeit von 51,71 Sekunden ins Becken – nur Weltrekordhalter Thomas Ceccon (51,60) war je schneller.
Damit feierte Pieter Coetze seinen insgesamt achten Commonwealth Games Rekord bei diesen Titelkämpfen. Kurz zuvor hatte der Weltmeister auch die Einzelentscheidung über die 100m Rücken eindrucksvoll für sich entschieden und in 51,77 Sekunden seinen dritten Goldtriumph perfekt gemacht. Beim Sieg der australischen Lagenstaffel um Henry Allan, Sam Williamson, Matt Temple und Flynn Southam – die in 3:28,71 Minuten ebenfalls mit einem neuen Veranstaltungsrekord glänzten – landete das Quartett aus Südafrika (3:31,13) hinter England (3:30,68) auf dem Bronzerang. Mit 21 Medaillen ist Chad le Clos, der die Staffel über die 100m Schmetterling verstärkte, nun der alleinige Edelmetall-Rekordhalter bei Commonwealth Games.
Auch die australischen Damen entschieden die 4x100m Lagenstaffel für sich und sorgten somit dafür, dass das Team aus Australien jede einzelne Staffelentscheidung bei diesen Titelkämpfen gewinnen konnte. In 3:54,25 Minuten stellten Iona Anderson, Sienna Toohey, Alex Perkins und Meg Harris ebenfalls einen neuen Rekord auf und siegten vor den Teams aus Schottland (3:57,02) und Südafrika (3:58,58).
Einen weiteren Veranstaltungsrekord gab es auch über die 50m Schmetterling zu bejubeln – und das gleich doppelt. Denn in 22,73 Sekunden schmetterten Kyle Chalmers und Ben Armbruster zeitgleich zu Gold und auch zu einem neuen Ozeanienrekord. Bereits im Halbfinale waren die beiden australischen Sprintstars zeitgleich unterwegs gewesen.
Über das gelungene Goldtriple durfte sich Sam Short freuen, der in 14:42,11 Minuten auch die 1500m Freistil zu seinem Gunsten entschied. Und auch Kai Taylor über die 200m Freistil (1:45,22), Meg Harris über die 50m Freistil (24,23) sowie Brittany Castelluzzo (2:06,56) setzten die australische Goldjagd in Glasgow fort. Aber auch das Gastgeberteam aus Schottland durfte sich am letzten Wettkampftag nochmal über eine Goldmedaille freuen. Dafür sorgte nach Gold über die 100m Brust erneut Angharad Evans, die auch über die doppelte Distanz in 2:23,79 Minuten nicht zu schlagen war.
Während für die britischen Schwimm-Asse bereits in der übernächsten Woche bei der EM in Paris bereits der nächste internationale Saisonhöhepunkt ansteht, werden zahlreiche Topstars aus Australien und Kanada zeitgleich bei den Pan Pacific Championships auf Medaillen- und Rekordjagd gehen.
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Bild: World Aquatics
Kurzfristiges EM-Aus: Lea Boy verzichtet auf Paris

In der nächsten Woche beginnen die Freiwasser-Europameisterschaften in Paris – allerdings ohne Lea Boy. Die deutsche Hoffnungsträgerin sagte ihre Teilnahme kurzfristig ab, nachdem sie zuletzt bereits die Freiwasser-DM sowie die Finals hatte auslassen müssen.
Unmittelbar nach dem Weltcup-Finale in Portugal hatte Boy infolge der schlechten Wasserqualität mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, die sie längere Zeit am Training hinderten. Inzwischen seien die Symptome zwar nicht mehr präsent, aber die dreifache WM-Medaillengewinnerin sieht sich noch nicht wieder in der Verfassung, um bei der EM auf einem Spitzenplatz zu landen.
"Nach dem Weltcup in Portugal bin ich einfach zu lange ausgefallen, nun fehlt mir dadurch die Substanz für ein Topergebnis. Und für einen Platz außerhalb der Top Ten muss ich dort nicht hinfahren", erklärte Boy ihre Entscheidung.
Stattdessen richtet Lea Boy ihren Fokus bereits auf die kommende Saison. Dann beginnt die Qualifikation für die olympischen Freiwasserwettbewerbe. Für Boy wären es ihre ersten Olympischen Spielen und somit ein großer Traum.
Trotz des EM-Verzichts kann sie auf eine starke Saison zurückblicken. Insbesondere mit Rang drei in der Gesamtwertung des Freiwasser-Weltcups untermauerte Boy abermals ihren Platz in der Weltspitze. Den frei gewordenen Startplatz in der deutschen MIxedstaffel wird in Paris voraussichtlich Julia Ackermann übernehmen, die erst in der vergangenen Woche bei der Freiwasser-JEM mit zwei Gold- und einer Silbermedaille begeistert hatte.
Bild: European Aquatics
Zwanzigste Commonwealth-Medaille für Chad le Clos

Chad le Clos ist nun – gemeinsam mit der Australierin Emma McKeon – der höchstdekorierte Schwimmer aller Zeiten bei den Commonwealth Games. Bei den laufenden Titelkämpfen in Glasgow feierte le Clos seine insgesamt zwanzigste Medaille. Der vierfache Medaillengewinner bei Olympischen Spielen startete im Vorlauf für die südafrikanische 4x100m Lagen Mixedstaffel, die später im Finale die Silbermedaille gewann.
Einen weiteren Staffeltriumph gab es für das australische Team: In 3:40,46 Minuten stellten Iona Anderson, Sam Williamson, Matthew Temple und Meg Harris zudem einen neuen Veranstaltungsrekord auf. Aber auch Südafrika konnte in den Rekordjubel einsteigen, denn die Silberstaffel begeisterte in 3:42,61 Minuten mit einem neuen Afrikarekord – auch dank der herausragenden Angangszeit von Pieter Coetze über die 100m Rücken, die ebenfalls einen neuen Commonwealth Games Rekord bedeutete. In 51,98 Sekunden verbesserte der amtierende Weltmeister seine erst kurz zuvor im Halbfinale aufgestellte Bestmarke erneut um 2,2 Zehntelsekunden. Damit konnte sich Coetze in dieser Woche bereits über alle Rückenstrecken in die Rekordbücher eintragen und steht mit einem deutlichen Vorsprung von etwa einer halben Sekunde an der Spitze der Weltjahresbestenliste.
Einen weiteren Veranstaltungsrekord gab es auch für Lani Pallister, die mit ihrem Sieg über die 800m Freistil (8:11,12) das Goldtriple auf den langen Freistilstrecken perfekt machte. Über ihre dritte Goldmedaille bei diesen Titelkämpfen durfte sich mit Jenna Forrester eine weitere Australierin freuen, die über die 200m Lagen (2:09,24) zum Sieg schwamm. Und auch über die 100m Freistil der Männer ging die Goldmedaille an das australische Team: In 47,13 Sekunden sprintete Flynn Southam an die Spitze des Klassements und zu seinem ersten Commonwealth-Titel.
Ein historisches Gold wurde über die 200m Brust der Männer vergeben: In 2:07,87 Minuten war Filip Nowacki nicht zu schlagen, der damit den erst zweiten Commonwealth-Titel überhaupt für die Insel Jersey gewann. Die weiteren Goldmedaillen des Tages schnappten sich Lewis Clareburt über die 400m Lagen (4:08,72), Kylie Masse über die 50m Rücken (27,32) sowie Lara van Niekerk über die 50m Brust (30,43).
Ein letzter Wettkampftag steht noch aus, bevor die Schwimmwettbewerbe bei den Commonwealth Games in Glasgow auch schon wieder Geschichte sind.
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''Ich werde alles dafür geben'': Johannes Liebmann zwischen Europarekord und Medaillenambitionen

Als Johannes Liebmann bei der Stockholm Swim Open im April nach den 800m Freistil anschlug, wusste er schnell, dass ihm etwas Besonderes gelungen war. Schon während des Rennens hatte er gespürt, dass er extrem schnell unterwegs war. „Ich habe das Rennen sehr genossen“, erinnert sich Liebmann zurück. Als er die Zeit an der Anzeigetafel sah, war die Freude riesig. Dass es sogar ein neuer Europarekord war, realisierte er erst, als der Hallensprecher dies verkündete.
Mit dieser Ausnahmeleistung sorgte Johannes Liebmann auch international für Aufsehen. Anerkennung erhielt er nicht nur von seinen Magdeburger Trainingspartnern und Freunden Florian Wellbrock, Lukas Märtens und Oliver Klemet, sondern erhielt auch Gratulationen von internationalen Topstars wie Olympiasieger Ahmed Hafnaoui und Weltmeister Ahmed Jaouadi. Diese Glückwünsche kamen durchaus überraschend und blieben ihm daher besonders in Erinnerung.
Doch schon vor dem Europarekord hatte Johannes Liebmann seine beeindruckende Leistungsfähigkeit auf den langen Freistilstrecken zur Schau gestellt und gehörte in den vergangenen zwei Jahren zu den erfolgreichsten Nachwuchsschwimmern Europas. Bei der JEM im letzten Jahr gewann er drei Medaillen und glänzte auch bei den Junioren-Weltmeisterschaften mit vorderen Platzierungen. Bei seinem EM-Debüt auf der Kurzbahn in Lublin verpasste er als Vierter zweimal nur knapp das Podest und stellte über die 800m Freistil einen neuen Junioren-Weltrekord auf.
Wie sein Trainer Bernd Berkhahn wechselte auch Liebmann von Elmshorn nach Magdeburg, nicht jedoch aufgrund dieser Gemeinsamkeit. Entscheidend waren die Trainingsbedingungen vor Ort, insbesondere auch die großen Namen in der Trainingsgruppe. Denn mittlerweile zieht Johannes Liebmann tagtäglich seine Bahnen mit seinen Vorbildern Florian Wellbrock, Lukas Märtens und Oliver Klemet und kann sich von jedem individuell Dinge abschauen: von Wellbrock die nahezu perfekte Technik, von Märtens dessen Spritzigkeit und Mut im Wettkampf, von Klemet Fokus und Ehrgeiz. Und auch andersherum bringt Liebmann eigene Stärken mit, wie seinen enormen Ehrgeiz und der ständige Wunsch, besser zu werden– manchmal sogar so sehr, dass er im Training versucht, schneller als alle anderen zu schwimmen, „was nicht immer das Schlauste ist.“
Die vergangene Saison war dennoch auch von einigen Herausforderungen geprägt. Wegen der geschlossenen Schwimmhalle in Magdeburg mussten die Trainingsbedingungen mehrfach angepasst werden. Gleichzeitig stand für Liebmann das Abitur auf dem Programm, das er mittlerweile mit Bravour bestanden hat. „Ich habe viel trainiert und das Beste aus dem gemacht, was ich beeinflussen kann“, blickt er zurück. Hinzu kam, dass er körperlich nochmal einen deutlichen Entwicklungsschritt machte.
Trotz seiner rasanten Entwicklung sieht Liebman noch reichlich Potenzial. Entscheidend seien inzwischen nicht mehr große Veränderungen, sondern die kleinen Details: mehr Konstanz in der Technik, eine für ihn optimale Wasserlage, mehr Schnelligkeit und ein noch besseres Wassergefühl. All das komme mit den Trainingsjahren.
Nun richtet sich der Blick auf die Europameisterschaften in Paris. Dort wird Johannes Liebmann sowohl im Becken als auch im Freiwasser an den Start gehen. Im Knockout Sprint im Freiwasser fehlt ihm zwar noch die große Erfahrung, entsprechend vorsichtig formuliert er seine Erwartungen: „Ich denke, das wird eine gute Einstimmung auf das Wettkampffeeling und den EM-Vibe.“ Da die Priorität jedoch klar auf den Beckenevents liegt, will er im Zweifel kein Risiko eingehen – etwa, falls die Wasserqualität Probleme bereiten sollte.
Im Becken sind seine Ziele deutlich konkreter: Mit seinem Europarekord über die 800m Freistil zählt er klar zu den Favoriten und ist offen über seine Medaillenambitionen. „Ich denke, durch die Zeit, die ich in diesem Jahr schon gezeigt habe, darf ich schon in Richtung Gold blicken.“ Und auch über die 400m und 1500m Freistil wird Liebmann ins Becken springen – alles Strecken mit einer starken innerdeutschen Konkurrenz. Weil pro Nation nur zwei Finaltickets zu vergeben sind, ist das Kräftesparen im Vorlauf praktisch unmöglich. „Die beiden Deutschen, die ins Finale kommen, sollten sehr gute Chancen auf die Medaillenplätze haben. Aber entschieden ist da definitiv noch nichts.“
Rückenwind geben Johannes Liebmann dabei auch seine Erfahrungen von der Kurzbahn-EM des vergangenen Jahres – seinen ersten internationalen Titelkämpfen in der offenen Klasse. Mit zwei starken vierten Plätzen und dem Junioren-Weltrekord blickt er äußerst positiv auf sein EM-Debüt zurück: „Ich bin sehr zufrieden mit Lublin, auch wenn es natürlich schade ist, dass es für eine Medaille knapp nicht gereicht hat.“
Auch über den 800m Weltrekord macht sich Liebmann Gedanken. Dieser gilt seit Jahren als nahezu unerreichbar und ist nochmals fast sechs Sekunden schneller als der Europarekord. „Ich sage nicht, dass es unmöglich ist. Jeder Rekord kann gebrochen werden, aber die 800m sind definitiv auf einem anderen Niveau. Aber wir haben im Moment möglicherweise die besten Chancen, den zu knacken.“ Zusätzliche Motivation liefert nicht nur die innerdeutsche Leistungsdichte, sondern auch das Fernduell mit dem Australier Sam Short, der in diesem Jahr als Einziger schneller schwamm als Liebmann. „Das kann neue Reserven und neue Energien freischalten.“
Nun zählt jedoch erst einmal die EM in Paris. Dort möchte Johannes Liebmann nicht nur nach den Medaillen greifen, sondern zeigen, dass sein Europarekord kein einmaliger Ausreißer war. Sein eigenes Fazit fällt entsprechend klar aus: „Ich werde alles dafür geben. Und wenn es diesmal noch nicht reicht, nehme ich die Erfahrungen mit und arbeite weiter daran, mich Schritt für Schritt zu verbessern.“
Bild: Tino Henschel
Commonwealth Games: Nächste Bronzemedaille für Adam Peaty

Topstar Adam Ramsay-Peaty muss weiterhin auf seine erste Goldmedaille bei den laufenden Commonwealth Games in Glasgow warten. Nach Bronze über die 100m Brust verpasste der dreifache Olympiasieger auch über die 50m Brust die anvisierte Titelverteidigung und sprintete in 26,94 Sekunden erneut auf den Bronzerang.
Wie schon über die doppelte Distanz, war der Australier Sam Williamson (26,50) nicht zu schlagen. Zwischen Williamson und Peaty schob sich der Südafrikaner Michael Houlie (26,77), der im Halbfinale über die 100m Brust mit seiner Angangszeit für einen neuen Afrika- sowie Commonwealth Games Rekord gesorgt hatte – eine Zeit, die in der Medaillenentscheidung den Sieg bedeutet hätte.
Zur Halbzeit der Commonwealth Games setzte das Team aus Australien seine eindrucksvolle Erfolgsserie fort und feierte zahlreiche weitere Siege. Über die 100m Freistil machten Meg Harris (52,90), Mollie O'Callaghan (53,25) und Shayna Jack (53,38) sogar einen australischen Dreifach-Triumph perfekt.
Mit dem einzigen Veranstaltungsrekord des Tages glänzte Sam Short über die 800m Freistil. In 7:39,81 Minuten blieb Short jedoch erneut über seiner Topzeit von den Australischen Meisterschaften, wo er als einziger Schwimmer in diesem Jahr schneller als Europarekordhalter Johannes Liebmann war.
Ebenfalls schnell unterwegs und zu ihrem zweiten Gold bei diesen Titelkämpfen schwamm Alexandria Perkins über die 100m Schmetterling. In 56,38 Sekunden steht Perkins nun an vierter Position in der Weltjahresbestenliste, unmittelbar hinter Angelina Köhler, die weiterhin die schnellste Europäerin in diesem Jahr bleibt.
Über ihre dritte Medaille in Glasgow durfte sich zudem Jenna Forrester freuen. Über die 400m Lagen setzte die amtierende Vizeweltmeisterin in 4:31,19 Minuten die schnellste Zeit ins Becken.
Für den einzigen nicht-australischen Sieg des Tages sorgte der Neuseeländer Lewis Clareburt über die 200m Schmetterling in 1:55,05 Minuten. Denn erwartungsgemäß sicherte sich auch die australische 4x200m Freistilstaffel der Damen souverän die Goldmedaille. In 7:42,53 Minuten schlugen Lani Pallister, Hannah Casey, Inez Miller und Mollie O'Callaghan deutlich vor den Quartetten aus England (7:50,10) und Neuseeland (7:51,94) an.
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US Nationals: Walsh, Douglass, Dressel und Co. greifen nach Meistertiteln

Ab Dienstag werden in den USA (Irvine, Kalifornien) für fünf Tage die nationalen Meistertitel vergeben. Für viele US-amerikanische Topstars dienen die Titelkämpfe als letzte Generalprobe vor den Pan Pacific Championships im August.
Aufgrund der zeitlichen Nähe zum internationalen Saisonhöhepunkt kommen nicht alle großen Namen der US-Schwimmszene in Irvine zusammen. Nichtsdestotrotz sind zahlreiche Schwimm-Asse bei den nationalen Meisterschaften mit von der Partie. Besonders spannend dürfte das Aufeinandertreffen von Gretchen Walsh und Kate Douglass über die 50m Freistil werden, die beide zuletzt nur innerhalb weniger Tage mit neuen Weltrekorden über diese Strecke begeisterten.
Dicht an den Weltrekord heran geschwommen war im Mai auch Anna Moesch über die 100m Freistil, die dabei mit einem US-Rekord und einer Zeit von unter 52 Sekunden geglänzt hatte.
Auch bei den Männern, dürfte es einige packende Rennen um die Medaillen zu erwarten geben. Mit Jack Alexy, Michael Andrew, Ilya Kharun, Caeleb Dressel und Hunter Armstrong haben sich auch hier hochdekorierte Topstars angekündigt. Aus deutscher Sicht dürfte sich zudem auch der Blick auf die langen Freistilstrecken lohnen, wo der tunesische Olympiasieger von 2021 Ahmed Hafnaoui für schnelle Zeiten sorgen könnte.
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Bild: La Presse / Arena
20,97! McEvoy bringt Weltrekord zum Wackeln

Am dritten Tag der Commonwealth Games in Glasgow war Cameron McEvoy im Finale über seine Weltrekordstrecke 50m Freistil gefordert – und wusste ein weiteres Mal in diesem Jahr zu begeistern! In 20,97 Sekunden blieb McEvoy erneut unter der Schallmauer von 21 Sekunden und verpasste seine Allzeit-Bestmarke um gerade einmal neun Hundertstelsekunden.
Damit feierte der amtierende Weltmeister und Olympiasieger seinen ersten Einzelsieg bei den Commonwealth Games überhaupt. Im August hat Cameron McEvoy im Rahmen der Pan Pacific Championships dann noch einmal die Gelegenheit, seine Weltrekordzeit anzugreifen.
Wie McEvoy durfte auch Pieter Coetze über einen Commonwealth Games Rekord jubeln und das bereits zum vierten Mal bei diesen Titelkämpfen. Nach Gold über die 50m Rücken war Coetze auch über die 200m Rücken eine Klasse für sich und verbesserte die bisherige Bestmarke in 1:54,22 Minuten um satte 1,3 Sekunden.
Ebenfalls in Rekordlaune präsentierte sich Josh Liendo, der die 100m Schmetterling für sich entschied. In 50,42 Sekunden schmetterte Liendo mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung vor dem Australier Matthew Temple zum Sieg. Sechs Hundertstel trennten Gold und Silber über die 100m Rücken bei den Damen. Auch hier gingen die ersten beiden Plätze an Kanada und Australien, allerdings in umgekehrter Reihenfolge: In 58,71 Sekunden sicherte sich Iona Anderson aus Australien den Titel, dicht gefolgt von der Kanadierin Kylie Masse (58,77).
Ein weiteres Gold für Australien gab es auch über die 1500m Freistil. Wie schon über die 400m Freistil war Lani Pallister nicht zu schlagen und schwamm in 15:41,03 Minuten zu ihrem zweiten Titel in Glasgow.
Und auch Gastgeber Schottland durfte über einen Goldtriumph jubeln. Über die 100m Brust schnappte sich Angharad Evans die Goldmedaille, obwohl sie in 1:06,07 Minuten deutlich über ihrer starken Zeit aus dem Halbfinale (1:05,34) blieb. Bereits im April hatte Evans mit einer Zeit von 1:04,96 für Begeisterung gesorgt und sich an die Spitze der Weltjahresbestenliste gesetzt.
Staffelgold Nummer Vier machte das Team aus Australien perfekt. Über die 4x200m Freistilstaffel bei den Männer glänzten Sam Short, Harrison Turner, Edward Sommerville und Kai Taylor mit einem neuen Veranstaltungsrekord von 7:01,47 Minuten. Das Quartett aus England (7:04,98) lieferte den Australiern langzeit ein Kopf-an-Kopf Rennen und sicherte sich schlussendlich die Silbermedaille. Bronze ging an die Staffel aus Wales (7:09,59).
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Meistertitel für Schwarz, Gose, Salchow & Bocska bei den Finals 2026

Zum Abschluss der Schwimmwettbewerbe bei den Finals in Hannover wurden insgesamt vier nationale Meistertitel über die Freistilstrecken vergeben. Es jubelten stets Aktive aus dem deutschen EM-Team für Paris - eine gelungene Generalprobe!
Den Anfang machten die Entscheidungen in der Mittelstrecken-Kombinationswertung. Zur Halbzeit hatte sich je ein spannender Zweikampf um die Goldmedaille angedeutet. Da jedoch sowohl Oliver Klemet als auch Maya Werner ihre Starts abmeldeten, sicherten sich Sven Schwarz und Isabel Gose relativ unangefochten die Titel. Schwarz präsentierte sich dem heimischen Publikum auch über die 400m Freistil in vielversprechender Form und schlug in 3:49,40 Minuten mit der schnellsten Zeit an. Gose war indes über die 800m Freistil gefordert und musste sich in 8:28,27 Minuten lediglich ihrer Magdeburger Trainingspartnerin Moesha Johnson (8:24,46) geschlagen geben.
Den krönenden Abschluss der Titelkämpfe bildeten dann die Elimination Sprints über die 50m Freistil. Bei den Damen sprintete Julianna Dora Bocska zur Goldmedaille, während Josha Salchow mit seinem Sieg seinen Medaillensatz bei den Finals komplettierte. Ebenfalls bis ins Sprintfinale vorstoßen konnten Nina Jazy und Svenja Götting sowie Ole Eidam und Julian Koch, die sich somit allesamt über Edelmetall freuen durften.
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Bild: Tino Henschel (Archiv)
JEM Freiwasser: Deutsches Gold in der Mixedstaffel

NEWS zur Freiwasser-JEM 2026 powered by Speedo
Zum Abschluss der JEM im Freiwasser konnte sich das deutsche U19 Team in der 4x 1500 Meter Staffel die Goldmedaille sichern. In der Aufstellung Juliana Buttler, Julia Ackermann, Moritz Erkmann und Johannes Liebmann ließ das deutsche Quartett in einer Gesamtzeit von 1:06,39 Stunden das zweitplatzierte Team aus Italien um satte 36 Sekunden hinter sich.
Nachdem Startschwimmerin Juliana Buttler auf Platz zehn an ihre bereits mit Gold und Silber dekorierte Teamkollegin Julia Ackermann übergeben hatte, schwamm diese auf Platz vier nach vorne. Als Drittes sprang Moritz Erkmann ins Wasser, der sich von Platz vier auf Platz eins nach vorne arbeitete und das deutsche Team in Führung brachte. Beim Wechsel auf Schlussschwimmer Johannes Liebmann lagen sowohl das Team aus Ungarn als auch das Team aus Russland nur knapp hinter den deutschen Schwimmern. Liebmann, der im Knockout Sprint bereits den zweiten Platz belegt hatte, baute den Vorsprung auf die Verfolger aber deutlich aus und war schlussendlich mit großem Vorsprung im Ziel.
Für die U16 Staffel mit Julia Franziska Kaul, Zarina Selimovic, Jannik Hafelinger und Pedro Stier reichte es am Ende in einer Gesamtzeit von 1:10,14 Stunden für Platz fünf. Das siegreiche Team aus Ungarn beendete das Rennen nach 1:08,14 Stunden und damit knapp zwei Minuten vor dem deutschen Quartett. Für die bronzene Medaille, die sich die italienischen SchwimmerInnen sicherten, wäre eine Zeit von 1:09,25 Stunden notwendig gewesen.
Mit zwei Goldmedaillen (Julia Ackermann 3km Knockout Spint, 4x 1500m U19 Staffel) und zwei Silbermedaillen (Julia Ackermann 10km, Johannes Liebmann 3km Knockout Sprint) blickt das deutsche JuniorInnen Freiwasserteam auf einen erfolgreichen Wettkampf zurück, für den es am Ende Rang vier im Medaillenspiegel gab. Während sich die meisten SportlerInnen in die Sommerpause begeben werden, werden die beiden Medaillengewinner Ackermann und Liebmann noch bei den Europameisterschaften Anfang August in Paris zu sehen sein.
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Bild: European Aquatics / Aniko Kovacs
Australiens Topstars dominieren weiter bei den Commonwealth Games | Adam Peaty geschlagen

Auch am zweiten Wettkampftag der Commonwealth Games in Glasgow glänzten die Schwimm-Asse mit drei neuen Veranstaltungsrekorden. Vor allem das Team aus Australien präsentierte sich erneut in Goldlaune und baute eindrucksvoll seine Erfolgsserie aus.
Besonders schnell unterwegs war wieder einmal Sam Short über die 400m Freistil. In 3:41,25 Minuten schwamm der Vizeweltmeister mit deutlichem Vorsprung zu Gold. Zwar kam Short nicht ganz an seine Saisonbestleistung (3:40,67) heran, mit der er weiterhin an der Spitze der Weltjahresbestenliste steht, war aber erneut schneller als alle anderen Schwimmer weltweit in diesem Jahr – darunter auch Olympiasieger Lukas Märtens (3:41,76).
Auch die beiden Medaillenentscheidungen bei den Damen entschieden zwei australische Schwimmerinnen für sich: Über die 200m Freistil war Olympiasiegerin Mollie O'Callaghan in 1:54,66 Minuten nicht zu schlagen, während Vizeweltmeisterin Alexandria Perkins über die 50m Schmetterling in 25,37 Sekunden zum Commonwealth Titel schmetterte. Adam Ramsay-Peaty verpasste über die 100m Brust hingegen sein drittes Commonwealth-Gold über diese Strecke. In 59,65 Sekunden landete der britische Weltrekordhalter beim Sieg des Australiers Sam Williamson (59,17) auf dem Bronzerang.
Den einzigen nicht-australischen Sieg des Tages feierte Pieter Coetze. Über die 50m Rücken stellte der Südafrikaner in 24,18 Sekunden bereits seinen dritten Veranstaltungsrekord über diese Strecke auf. Dabei blieb Coetze auch nur eine Hundertstelsekunde über seinem eigenen Afrikarekord von den Weltmeisterschaften in Singapur, wo er Silber gewonnen hatte.
Für einen weiteren Veranstaltungsrekord sorgte zudem Matthew Temple im Halbfinale über die 100m Schmetterling in 50,63 Sekunden. Im Finale erwartet Temple ein packendes Duell mit Josh Liendo, der in 50,67 Sekunden nur zwei Hundertstel über der bisherigen Bestmarke von Chad le Clos blieb. Auch Le Clos selbst wird als Achter in der Medaillenentscheidung vertreten sein.
Die australischen Staffeln bleiben auch nach dem zweiten Wettkampftag in Glasgow ungeschlagen. In der 4x100m Freistil Mixedstaffel sicherten sich Flynn Southam, Kyle Chalmers, Shayna Jack und Meg Harris souverän die Goldmedaille und stellten in 3:19,36 Minuten zudem einen weiteren Veranstaltungsrekord auf. Die weiteren Podestplätze sicherten sich die Quartette aus England (3:23,91) und Wales (3:24,33).
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Gold & Silber! Zwei Medaillen für Deutschland im JEM Knockout Sprint

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Am dritten Wettkampftag der JEM im Freiwasser in Ungarn wurden die Wettkämpfe über den 3km Knockout Sprint ausgetragen. Am Vormittag gingen die Damen und Herren der Altersklasse 17 – 19 an den Start. Die Entscheidungen der Altersklasse 14 – 16 wurden am Nachmittag ausgetragen. Das deutsche Team durfte sich über zwei Medaillen freuen!
In der AK 17 – 19 gewann Julia Ackermann die Goldmedaille, nachdem sie zwei Tage zuvor bereits über die 10km auf dem zweiten Platz gelandet war. Ein starkes Zeichen vor den Europameisterschaften in Paris, wo Ackermann erneut das deutsche Team verstärken wird. Die erste Runde des Knockout Sprints, die 1500 Meter umfasst, wurde in zwei Läufen ausgetragen. Die schnellsten zehn SchwimmerInnen jedes Laufs qualifizierten sich für die 1000 Meter. Im ersten der beiden Läufe schwamm Ackermann in 17:26,28 Minuten auf dem ersten Platz souverän eine Runde weiter. Auch Melina Nitschke konnte sich als Zehnte für die zweite Runde qualifizieren (17:46,66 Minuten). Im zweiten Lauf, der insgesamt deutlich schneller war, schwamm die dritte deutsche Starterin, Juliana Buttler, in 17:13,55 Minuten auf Platz neun und somit ebenfalls in das Rennen über die 1000 Meter. Die zweite Entscheidung über 1000 Meter wurde ebenfalls in zwei Läufen ausgetragen, in denen sich jeweils die schnellsten fünf Schwimmerinnen für die Finalrunde über 500 Meter qualifizierten. Im ersten der beiden Läufe gingen Ackermann und Nitschke an den Start. Dabei belegte Julia Ackermann abermals den ersten Platz in 11:25,95 Minuten. Melina Nitzschke schied als Siebte aus dem Wettbewerb aus (11:35,10 Minuten). Auch Juliana Buttler belegte ihn ihrem Lauf den neunten Platz (11:32,67 Minuten) und musste nach den 1000 Metern ihren Wettkampf beenden. In der Finalrunde über die 500 Meter hatte die deutsche Schwimmerin Julia Ackermann noch die meisten Kräfte und schwamm in 5:20,92 Minuten auf den ersten Platz. Sie ließ die Zweitplatzierte fast vier Sekunden hinter sich und gewann damit jedes ihrer Rennen. Damit gewann sie nicht nur den Titel als Junioren-Europameisterin, sondern auch die erste und bisher einzige Goldmedaille für das deutsche Team in der JEM.
Auch bei den Männern konnte sich die deutschen Schwimmer über eine Medaille freuen. Johannes Liebmanngewann in einem spannenden Finish die Silbermedaille. Nach 500 Metern hatte er gerade einmal sieben Hundertstel Vorsprung vor Platz drei und weniger als drei Zehntel Vorsprung vor Platz vier und konnte sich in dieser knappen Entscheidung in 4:54,45 Minuten den zweiten Platz sichern. Liebmann hatte seine Läufe sowohl über die 1500 Meter als auch die 1000 Meter souverän gewonnen und musste im Finale nur dem Franzosen Ethan Parker den Vortritt lassen. Für die zweite Runde über die 1000 Meter hatten sich auch die anderen beiden deutschen Starter Simon Brugger und Mattheo Straßburger qualifiziert, die aber dann in ihren Läufen über die Kilometerdistanz ausschieden und jeweils den achten Platz in ihren Rennen belegten.
Über die 1000 Meter war auch für die deutschen Schwimmer in der jüngeren Altersklasse 14 – 16 Schluss. In der ersten Runde qualifizierten sich Jannik Hafelinger (16:19,80 Minuten), Pedro Stier (16:31,21 Minuten) und Raphael Zesewitz (16:32,04 Minuten) noch für das zweite Rennen. Keinem der Drei gelang es dann aber als einer der fünfschnellsten ihres Laufes anzuschlagen, um sich in das Finale über die 500 Meter zu schwimmen. Raphael Zesewitz schied in 10:50,43 Minuten gerade einmal sieben Hundertstel hinter dem letzten Qualifikationsplatz auf Platz sechs aus. Im gleichen Rennen belegte Pedro Stier in 10:53,13 Minuten Platz acht. Jannik Hafelinger schwamm in 10:47,01 Minuten auf Platz sieben. Im Finale wurden die ersten drei Plätze von ungarischen Schwimmern belegt. Schnellster war Zeteny Sarkany in 5:01,74 Minuten, der somit bereits sein zweites Gold bei dieser JEM feierte.
Auch die Finalrunde der Damen der AK 14 – 16 fand ohne deutsche Beteiligung statt. Abermals hatten sich alle drei deutschen Starterinnen für die 1000 Meter qualifizierten, schafften den Sprung aber nicht unter die letzten zehn Schwimmerinnen. Besonders spannend war der erste der beiden Läufe. Innerhalb von einer Sekunde wurden die Plätze zwei bis sechs ausgemacht. Mittendrin war auch die deutsche Starterin Zarina Selimovic, die eigentlich als vierte Schwimmerin im Ziel war, im Nachhinein aber noch disqualifiziert worden ist und daher nicht ins Finale vorrutschte. Auch im zweiten Lauf war das Glück nicht auf der Seite der deutschen Sportlerinnen. Tekla Kaminskabeendete ihr Rennen in 11:47,83 Minuten und blieb damit nur drei Zehntel hinter Platz fünf, der für das Finale gereicht hätte. So schied sie auf Platz sieben aus dem Wettbewerb aus. Nika Benkler, die dritte deutsche Starterin, belegte im gleichen Lauf Platz neun in 11:59,03 Minuten. Der Sieg ging in diesem Wettbewerb an die Italienerin Sofia Biagi.
Zum Abschluss der JEM werden morgen noch die Staffelentscheidungen über die 4x 1500 Meter Mixed in der Kategorie U19 und U16 ausgetragen.
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Bild: Tino Henschel / Christian Gold
Vier weitere Titel bei den Finals vergeben: Köhler schmettert erneut in Rekordnähe

Am dritten Tag der Finals in Hannover standen erneut vier Titelentscheidungen in den Elimination Sprints auf dem Programm - diesmal über die 50m Schmetterling und 50m Brust.
Besonders stark präsentierte sich Angelina Köhler, die nicht nur alle drei Runden souverän für sich entschied und stets schnellere Zeiten ins Becken setzte, sondern zum Abschluss auch dicht an ihren eigenen Deutschen Rekord heran schmetterte. In 25,75 Sekunden blieb Köhler trotz der kurzen Pausen zwischen den Rennen gerade einmal 2,5 Zehntel über der nationalen Bestmarke. Auch Yara Fay Riefstahl kam als Zweitplatzierte dicht an einen Rekord heran: In 26,59 Sekunden verpasste sie ebenfalls im dritten Rennen den Altersklassenrekord bei den 18-Jährigen um lediglich 15 Hundertstelsekunden.
Bei den Männern sicherte sich Ole Eidam den Titel im Schmetterlingssprint. Nachdem er bereits die zweite Runde für sich entschieden hatte, setzte sich Eidam auch im Entscheidungsrennen gegenüber Kaii Winkler und Josha Salchow durch.
Auch über die Bruststrecke bewiesen Lena Ludwig und Melvin Imoudu als Titelträger starke Ausdauerleistungen und steigerten ihre Zeiten von Runde zu Runde. Ludwig überzeugte im Finale mit einer Zeit von 31,44 Sekunden und verwies so Lilly-Fay Wallbaum und Nina Jazy auf die weiteren Podestplätze. Bei den Männern siegte der Deutsche Rekordhalter Melvin Imoudu in 27,52 Sekunden gegen Malte Gräfe und Subäjr Biltaev, die allesamt auch bei der EM in Paris aufeinandertreffen werden.
Spannende Zweikämpfe deuten sich in der Kombinationswertung über die Freistil Mittelstrecken an. Bei den Frauen lieferten sich Maya Werner und Isabel Gose über die 400m Freistil ein enges Duell, das Werner in 4:06,73 Minuten knapp vor Gose (4:07,27) für sich entschied. Vor dem morgigen 800m Rennen hat sie somit einen Vorsprung von sechs Punkten.
Nur drei Punkte trennen Sven Schwarz und Oliver Klemet voneinander, für die zunächst die längere Distanz auf dem Programm stand. Schwarz gewann die 800m Freistil in 7:47,77 Minuten knapp vor Klemet (7:48,38). Damit verspricht auch der letzte Wettkampftag in Hannover nochmals eine Reihe von spannenden Entscheidungen!
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Bild: Tino Henschel (Archiv)
Rekordflut zum Auftakt der Commonwealth Games

Zum Auftakt der Schwimmwettbewerbe bei den Commonwealth Games in Glasgow gab es zahlreiche Veranstaltungsrekorde und Weltklasseleistungen zu bestaunen.
Eine der ersten Goldmedaillen feierte Duncan Scott (Schottland) über die 200m Lagen, der somit souverän seinen Titel von den letzten Commonwealth Games vor vier Jahren verteidigen konnte. In 1:56,38 Minuten war Scott nochmals fünf Zehntel schneller unterwegs als bei seinem letzten Triumph und stellte somit einen neuen Veranstaltungsrekord auf.
Auch Lani Pallister aus Australien überzeugte mit Gold über die 400m Freistil und blieb in starken 3:59,56 Minuten ein weiteres Mal unter der Marke von vier Minuten. Das dritte Einzelgold des Tages sicherte sich die Australierin Jenna Forrester über die 200m Rücken in 2:08,17 Minuten.
Über gleich zwei neue Veranstaltungsrekorde durfte sich Pieter Coetze aus Südafrika freuen. Über die 50m Rücken verbesserte der Vizeweltmeister die bisherige Bestmarke sowohl im Vorlauf als auch im Halbfinale und steht somit in 24,29 Sekunden als klarer Favorit im Finale.
Und auch im Halbfinale über die 100m Brust fiel ein neuer Commonwealth Games Rekord – allerdings auf ungewöhnliche Weise. In 26,38 Sekunden sprintete Michael Houlie (Südafrika) über die ersten 50m zu einem neuen Rekord und zog am Ende in 1:00,03 als Fünfter sicher ins Finale ein. Auch den Afrikanischen Rekord verbesserte Houlie mit seiner herausragenden Angangszeit um 1,6 Zehntel und steht im Allzeit-Ranking nun unter den Top Ten. Zur schnellsten Zeit des Halbfinals schwamm derweil Adam Ramsay-Peaty in 59,19 Sekunden.
Besonders stark präsentierten sich zudem die australischen Staffeln, die über die 4x100m Freistil sowohl bei den Damen als auch bei den Herren nicht zu schlagen waren. In 3:31,40 Minuten setzte sich das Damenquartett um Meg Harris, Shayna Jack, Alex Perkins und Mollie O'Callaghan eindrucksvoll gegenüber der Teams aus England (3:35,66) und Südafrika (3:38,67 - Afrikanischer Rekord) durch. Die Männer glänzten in 3:09,49 Minuten mit einem weiteren Veranstaltungsrekord und auch Startschwimmer Flynn Southam eröffnete die Staffel mit einer neuen Rekordzeit von 47,09 Sekunden. Southam steht in der Weltjahresbestenliste somit nun an zweiter Position. Gemeinsam mit Kai Taylor, Harrison Turner und Kyle Chalmers sicherte sich das Team ebenfalls souverän die Goldmedaille vor England (3:11,69) und Südafrika (3:13,99).
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Die Finals 2026: Elendt, Seidel, Jahn & Riefstahl triumphieren doppelt!

Am zweiten Tag der Schwimmentscheidungen bei den Finals in Hannover wurden erstmals die nationalen Meistertitel in den Kombinationswertungen der jeweiligen Schwimmarten vergeben. Während Anna Elendt, Lise Seidel, Cornelius Jahn und Yara Fay Riefstahl ihre Siege vom Vortag wiederholen konnten und sich somit souverän die Goldmedaillen sicherten, waren über die anderen Strecken Rechenkünste gefordert.
Nach ihren Siegen über die 200m Rücken waren Seidel (1:00,86) und Jahn (54,55) auch über die 100m Rücken nicht zu schlagen und entschieden so auch die Kombinationswertung mit deutlichem Vorsprung für sich. Für Lise Seidel ist es bereits die zweite Goldmedaille bei den Titelkämpfen in Hannover – bereits in den Elimination Sprints über die 50m Rücken kürte sie sich zur Deutschen Meisterin.
Ihrer Favoritenrolle wurde auch Anna Elendt eindrucksvoll gerecht und zeigte über die 200m Brust in 2:25,39 Minuten ein starkes Rennen. Bei den Männern machte Melvin Imoudu in 2:15,73 Minuten und Rang Drei über die 200m Brust seinen Kombinations-Sieg perfekt. Mit der schnellsten Zeit über die längere Strecke glänzte sein Potsdamer Trainingspartner Kenneth Bock (2:13,42).
Auch Yara Fay Riefstahl durfte dank ihres Doppelsieges über Gold in der Schmett-Kombinationswertung jubeln. Über die 200m Schmetterling schmettere die Deutsche Meisterin in 2:12,90 Minuten souverän an die Spitze des Klassements. Bei den Herren durfte sich Tobias Scholz über den Gesamttriumph freuen, obwohl er auf den Einzelstrecken jeweils anderen den Vortritt lassen musste. Wie bei den Damen war über die 200m Schmetterling der amtierende Deutsche Meister Björn Kammann (2:03,07) nicht zu schlagen. Gestern hatte Kammann bereits den Rücken Elimination-Sprint für sich entschieden und hatte diesen drei Rennen direkt im Anschluss über die 100m Schmetterling ordentlich Tribut zollen müssen. Scholz feierte den Sieg in der Kombinationswertung mit seinen Zeiten von 55,57 Sekunden bzw. 2:04,34 Minuten.
Fleißig gerechnet werden musste auch in den Freistil-Kombinationswertungen. Lukas Märtens konnte seinen Vorsprung mit Platz 4 über die 100m Freistil und einer Zeit von 49,74 Sekunden eindrucksvoll verteidigen, während sich Kaii Winkler in 48,40 Sekunden über die Topzeit des Feldes freuen durfte. Winkler war gestern über die doppelte Strecke nicht am Start gewesen.
Bei den Damen entschieden nach beiden Rennen gerade einmal sechs Punkte über alle drei Medaillenränge. Jubeln durfte am Ende Nicole Maier, die über die 100m Freistil in 54,75 Sekunden nicht zu schlagen war und insgesamt 1677 Punkte erzielen konnte. Als Dritte und Vierte schlugen über die kürzere Strecke Maya Tobehn (55,01) und Linda Roth (823) an und mussten so Maier in der Gesamtwertung den Vortritt lassen. Tobehn kam schlussendlich auf 1675 Punkte während Roth nach ihrem Triumph über die 200m Freistil insgesamt 1671 Punkte sammelte.
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Top 10 Platzierungen bei der Freiwasser-JEM für Ammar, Kaul & Tesche

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Am zweiten Tag der JEM im Freiwasser in Ungarn wurden die Rennen über die 5km ausgetragen. Sowohl bei den Herren als auch bei den Damen gingen je drei deutsche SportlerInnen an den Start.
Für die beste Platzierung bei den Herren sorgte Akram Ammar, der in 58:06 Minuten auf den sechsten Platz schwamm. Nach der ersten Runde lag er noch auf Platz 16 und konnte sich dann auf der zweiten Runde bereits auf den achten Platz vorarbeiten. Im Schlusssprint ließ Ammar noch einige Konkurrenten hinter sich und beendete sein Rennen 90 Sekunden hinter dem siegreichen Ungarn Zeteny Sarkany (56:37 Minuten). Dieser hatte sich von Beginn an vom Feld abgesetzt und gewann souverän mit fast 50 Sekunden Vorsprung vor dem Zweitplatzierten. Zweitbester Deutscher wurde Mohamed Laadraoui, der nach 1:00,54 Stunden auf Platz 20 schwamm. Deutschlands dritter Starter Moritz Engmann belegte in 1:04,55 Stunden Platz 25.
Bei den Damen war es Julia Franziska Kaul, die mit Platz vier das beste Ergebnis für das deutsche Team einfahren konnte. Von Beginn an führte sie die Verfolgergruppe des russischen Spitzentrios an und konnte diese Position auch ins Ziel bringen. Nach 1:01,27 Stunden beendete sie ihr Rennen und schwamm 46 Sekunden langsamer als die Drittplatzierte Russin Nelli Petrovskaia. Leni Tesche, die bis zur dritten Runde mit ihrer Teamkameradin geschwommen war, musste in der letzten Runde etwas abreißen lassen und belegte in 1:01,38 Stunden Platz 9. Die dritte deutsche Starterin Michelle Mikulic schwamm in 1:05,22 Stunden auf Platz 22. Die Medaillen machten die russischen Athletinnen unter sich aus, die sich vom Start weg vom Feld abgesetzt hatten. Nach 1:00,03 Stunden war Kira Guseva als erste Schwimmerin im Ziel.
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Bild: European Aquatics (Archiv)
Seidel & Kammann triumphieren zum Auftakt der Finals 2026

Im Rahmen der Finals 2026 werden in Hannover derzeit erstmals die Deutschen Sprint- und Lagenmeisterschaften im Schwimmen ausgetragen. Das neue Wettkampfformat vereint Sprintentscheidungen und Kombinationswertungen und bietet zugleich die Gelegenheit, große Teile der deutschen EM-Teams für Paris nur wenige Wochen vor dem Saisonhöhepunkt im Wettkampfbecken zu erleben.
Bereits am ersten Wettkampftag wurden die ersten Meistertitel vergeben, nämlich in den Elimination-Sprints über die 50m Rücken. Bei den Damen dominierte Lise Seidel das Event eindrucksvoll und triumphierte in allen drei Runden, die jeweils nur wenige Minuten nacheinander stattfanden. Bei den Männern standen hingegen mit Maurice Grabowski, Ole Braunschweig und Björn Kammann stets andere Namen an der Spitze des Klassements. Im entscheidenden Aufeinandertreffen setzte sich dann Björn Kammann durch und durfte sich über die Goldmedaille freuen.
Zuvor hatte Lise Seidel bereits über die 200m Rücken überzeugt und sich in 2:12,32 Minuten mit einem deutlichen Vorsprung die beste Ausgangsposition für die Kombinationswertung gesichert. Da der Meistertitel anhand der addierten Punktzahl aus den 100m und 200m Strecken vergeben wird, ist die Medaillenentscheidung allerdings noch offen. Bei den Männern führt der Deutsche Meister Cornelius Jahn (2:00,02) zur Halbzeit das Ranking über die Rücken-Kombination an.
Auch über die 100m Brust ließen die amtierenden Deutschen Meister*innen nichts anbrennen: Weltmeisterin Anna Elendt setzte sich erwartungsgemäß in 1:06,95 Minuten durch. Bei den Männern behauptete sich Melvin Imoudu in 1:00,72 Minuten erneut an der nationalen Spitze und verwies wie schon bei der DM Ende April Lucas Matzerath (1:01,56) auf Rang zwei.
Besonders spannend verlief das Rennen über die 200m Freistil der Damen, wo es erneut eine starke Leistungsdichte zu bestaunen gab. Am Ende trennten die Top 4 gerade einmal sechs Zehntelsekunden. Die Topzeit sicherte sich Linda Roth (1:58,56), die sich nach ihrem Golderfolg bei der JEM weiterhin in bestechender Form präsentiert. Im Kampf um die Kombinationswertung schwammen sich dahinter auch Maya Tobehn (1:58,69), Maya Werner (1:58,86) und Nicole Maier (1:59,15) in eine gute Ausgangsposition.
Bei den Männern steht Olympiasieger Lukas Märtens in der Kombinationswertung nun in der Rolle des Gejagten: In 1:47,09 Minuten setzte er sich gegenüber Jarno Bäschnitt (1:48,98) und Timo Sorgius (1:49,02) durch. Der Deutsche Rekordhalter über die 100m Freistil Josha Salchow (1:51,10) hat indes auf seiner Paradestrecke einiges aufzuholen.
Die engste Entscheidung bei den Männern fiel hingegen über die 100m Schmetterling. Der frischgebackenen Deutsche Rekordhalter Kaii Winkler war in schnellen 51,64 Sekunden siegreich und blieb damit unter seiner Goldzeit von den Deutschen Meisterschaften. Auch Ole Eidam schmetterte in 51,87 Sekunden unter die Marke von 52 Sekunden.
Bei den Damen lieferten sich Yara Fay Riefstahl (59,70) und Maya Tobehn (1:00,28) ein packendes Duell um den Sieg, das über die doppelte Distanz dann seine Fortsetzung finden wird.
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Silber für Julia Ackermann zum Auftakt der Freiwasser-JEM

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Zum Auftakt der Europameisterschaften der JuniorInnen im Freiwasser im ungarischen Sukoró gewann Julia Ackermann die Silbermedaille über die 10km. Das ganze Rennen über hielt sich die 19-Jährige knapp hinter der führenden Schwimmerin und lag bei Kilometer acht noch auf dem achten Platz. Der Tempoverschärfung auf den letzten Kilometern konnte Ackermann standhalten und war am Ende nach 2:02,45 Stunden als zweitschnellste Schwimmerin im Ziel. Schneller war nur die Russin Polin Koziakina, die gute sieben Sekunden vor Ackermann ihr Rennen beendete. Im gleichen Rennen belegte Marie Strohalm in 2:10,34 Stunden den 14. Platz.
Über die 10km der Herren gingen drei deutsche Sportler an den Start. Für die beste Platzierung sorgte als Neunter Finn Constantin Kleinheinz, der in 1:55,12 Stunden nur eine gute Minute hinter dem siegreichen Ungar Krisztian Grandpierre lag (1:53,59 Stunden). Dieser setzte sich gerade einmal sechs Hundertstel vor dem Italiener Davide Grossi und neun Zehntel vor dem Franzosen Ethan Parker durch. Moritz Erkmann kam in 1:55,26 Stunden als Elfter ins Ziel. Lukas Steuter schwamm in 1:57,51 Stunden auf Platz 16.
Nach den Wettbewerben über die 10km gingen auch die SchwimmerInnen über die 7,5km ins Wasser. Bei den Herren war Ben David Preuss der schnellste deutsche Starter, der bis zu den drei Kilometern sogar auf dem zweiten Platz lag. Anschließend rutschte er bis auf Platz 13 nach hinten, konnte sich aber dann nochmal steigern und schlug schlussendlich auf Platz zehn in 1:27,01 Stunden an. Der Sieger des Rennens, der Ungar Balint Kreisz, war in 1:26,23 Stunden nur gute 38 Sekunden schneller als Preuss. Auf Platz 20 kam Jonas Lieschke ins Ziel, der sich zwischenzeitlich auf Platz sieben vorgekämpft hatte. Nach einer schweren zweiten Hälfte beendete er sein Rennen in 1:30,08 Stunden. Der dritte deutsche Starter Mattheo Straßburger kam nicht im Ziel an und musste sein Rennen zwischendrin aufgeben.
Bei den Damen sorgte Melina Nitschke über die 7,5km für die schnellste Zeit im deutschen Team. Nach 1:37,15 Stunden belegte sie Platz 15. Hanna Mitterer schwamm sich nach 1:40,43 Minuten auf Platz 18. Marina Maja Krietenbrink belegte in 1:43,20 Stunden Platz 24. Schnellste Schwimmerin und Siegerin über die 7,5km war die Italienerin Mahila Spennato, die nach 1:32,49 Stunden im Ziel war.
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Bilder: Steven Krüger / European Aquatics
Silber für Julia Ackermann zum Auftakt Freiwasser-JEM

Zum Auftakt der Europameisterschaften der JuniorInnen im Freiwasser im ungarischen Sukoró gewann Julia Ackermann die Silbermedaille über die 10km. Das ganze Rennen über hielt sich die 19-Jährige knapp hinter der führenden Schwimmerin und lag bei Kilometer acht noch auf dem achten Platz. Der Tempoverschärfung auf den letzten Kilometern konnte Ackermann standhalten und war am Ende nach 2:02,45 Stunden als zweitschnellste Schwimmerin im Ziel. Schneller war nur die Russin Polin Koziakina, die gute sieben Sekunden vor Ackermann ihr Rennen beendete. Im gleichen Rennen belegte Marie Strohalm in 2:10,34 Stunden den 14. Platz.
Über die 10km der Herren gingen drei deutsche Sportler an den Start. Für die beste Platzierung sorgte Finn Constantin Kleinheinz, der in 1:55,12 Stunden nur eine gute Minute hinter dem siegreichen Ungar Krisztian Grandpierre lag (1:53,59 Stunden). Dieser setzte sich gerade einmal sechs Hundertstel vor dem Italiener Davide Grossi und neun Zehntel vor dem Franzosen Ethan Parker durch. Moritz Erkmann kam in 1:55,26 Stunden als Elfter ins Ziel. Lukas Steuter schwamm in 1:57,51 Stunden auf Platz 16.
Nach den Wettbewerben über die 10km gingen auch die SchwimmerInnen über die 7,5km ins Wasser. Bei den Herren war Ben David Preuss der schnellste deutsche Starter, der bis zu den drei Kilometern sogar auf dem zweiten Platz lag. Anschließend rutschte er bis auf Platz 13 nach hinten, konnte sich aber dann nochmal steigern und schlug schlussendlich auf Platz zehn in 1:27,01 Stunden an. Der Sieger des Rennens, der Ungar Balint Kreisz, war in 1:26,23 Stunden nur gute 38 Sekunden schneller als Preuss. Auf Platz 20 kam Jonas Lieschke ins Ziel, der sich zwischenzeitlich auf Platz sieben vorgekämpft hatte. Nach einer schweren zweiten Hälfte beendete er sein Rennen in 1:30,08 Stunden. Der dritte deutsche Starter Mattheo Straßburger kam nicht im Ziel an und musste sein Rennen zwischendrin aufgeben.
Bei den Damen sorgte Melina Nitschke über die 7,5km für die schnellste Zeit im deutschen Team. Nach 1:37,15 Stunden belegte sie Platz 15. Hanna Mitterer schwamm sich nach 1:40,43 Minuten auf Platz 18. Marina Maja Krietenbrink belegte in 1:43,20 Stunden Platz 24. Schnellste Schwimmerin und Siegerin über die 7,5km war die Italienerin Mahila Spennato, die nach 1:32,49 Stunden im Ziel war.
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McEvoy, Peaty, Le Clos und Co: Commonwealth Games locken internationale Schwimmelite nach Glasgow

Für die britischen Schwimmstars stehen in diesem Sommer gleich zwei große internationale Höhepunkte auf dem Programm. Bevor im August die Europameisterschaften in Paris anstehen, gehts es ab morgen erst einmal bei den Commonwealth Games auf Titeljagd.
Von Freitag bis Mittwoch (24. bis 29. Juli) finden in Glasgow (Schottland) die Schwimmevents der Commonwealth Games statt. Ähnlich wie bei den Olympischen Spielen werden hier parallel Wettbewerbe in zahlreichen Sportarten ausgetragen. Alle vier Jahre treten die Nationen des ehemaligen britischen Empires gegeneinander an.
Gastgeber Großbritannien schickt ein hochkarätiges Team ins Rennen. Die Aktiven starten jedochnicht für Großbritannien, sondern für ihre jeweiligen Länder England, Schottland, Wales und Co. Dazu zählen Adam Ramsay-Peaty, James Guy, Tom Dean, Daniel Wiffen, Angharad Evans und Freya Colbert.
Australien reist ebenfalls mit zahlreichen großen Namen an, unter ihnen Cameron McEvoy, Sam Short, Kyle Chalmers, Mollie O'Callaghan und Lani Pallister. Bei der letzten Ausgabe der Commonwealth Games hatte sich das australische Team souverän an die Spitze des Medaillenspiegels gesetzt. Weitere Hoffnungsträger kommen aus Kanada mit Josh Liendo und Kylie Masse sowie aus Südafrika mit Chad le Clos und Pieter Coetze.
Auch im Para-Schwimmen wird in den nächsten Tagen um die Commonwealth-Titel geschwommen. Die Commonwealth Games gelten traditionell als eines der hochklassigsten Schwimmevents außerhalb von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Entsprechend warten sechs spannungsgeladene Wettkampftage auf alle Schwimmfans!
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Commonwealth Games 2026: Startlisten
JEM Freiwasser 2026: Alle deutschen Starts

Von Donnerstag bis Sonntag finden im ungarischen Sukoró die Europameisterschaften der Junior*innen im Freiwasser statt. Für das deutsche Team gehen insgesamt 26 Aktive an den Start – darunter auch Europarekordhalter Johannes Liebmann.
Liebmann wird in den nächsten Wochen auch noch bei der EM in Paris sowohl im Freiwasser als auch im Becken gefordert sein. Bei der letzten Freiwasser-JEM stand er gemeinsam mit der deutschen Staffel auf dem Podium – ein gutes Vorzeichen! Und auch Julia Ackermann wird nach der JEM noch bei dem Europameisterschaften in Paris das deutsche Team verstärken.
Mit JEM-Erfahrung im Rücken reisen auch Juliana Buttler, Melina Nitschke, Zarina Selimovic, Moritz Erkmann, Simon Brugger, Jonas Lieschke und Mattheo Straßburger nach Ungarn, die zuletzt bereits allesamt die deutschen Farben bei den Beckentitelkämpfen in München vertreten durften. Buttler, Erkmann und Brugger standen dort jeweils sogar im Finale und begeisterten mit starken Platzierungen.
Alle deutschen Starts bei der Freiwasser-JEM 2026:
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5 km |
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Julia Kaul |
Moritz Engmann |
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Leni Tesche |
Akram Ammar |
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Michelle Miculis |
Mohamed Laadraoui |
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7,5 km |
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Hannah Mitterer |
Ben David Preuß |
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Melina Nitschke |
Mattheo Straßburger |
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Marina Maja Krietenbrink |
Jonas Lieschke |
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10km |
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Julia Ackermann |
Finn Constantin Kleinheinz |
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Marie Strohalm |
Moritz Erkmann |
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Lukas Steuter |
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Knockout Sprint (AK 14-16) |
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Zarina Selimovic |
Pedro Stier |
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Nika Benkler |
Jannik Häfelinger |
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Tekla Kaminska |
Raphael Zesewitz |
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Knockout Sprint (AK 17-19) |
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Juliana Buttler |
Johannes Liebmann |
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Julia Ackermann |
Simon Brugger |
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Melina Nitschke |
Mattheo Straßburger |
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Meldeergebnis, Livestream & Co: Alle wichtigen Links zu den Finals 2026

Premiere in Hannover! Im Rahmen der Finals 2026 werden von Donnerstag bis Sonntag erstmals die Deutschen Sprint und Lagenmeisterschaften ausgetragen. Insgesamt 125 Aktive schwimmen in Hannover um die nationalen Titel – darunter auch das deutsche EM-Team für Paris, angeführt von Olympiasieger Lukas Märtens, Weltmeisterin Anna Elendt, Lokalmatador Sven Schwarz und Isabel Gose. Mit dabei sind zudem auch Freiwasser-Ass Moesha Johnson und Paralympics-Sieger Taliso Engel.
Im Mittelpunkt der Schwimmwettbewerbe stehen bei den Finals 2026 erstmals neue Wettkampfformate. So werden auf den 50m Strecken die sogenannten Sprintmeisterschaften ausgetragen. Die Titeljagd folgt dabei einem Eliminationsprinzip: Nach den Vorläufen treten die acht Schnellsten gegeneinander an. Im ersten Zwischenlauf scheiden die langsamten zwei Schwimmer*innen aus, im darauffolgenden Rennen die langsamsten drei. Die verbleiben Top drei schwimmen anschließend in einem dritten Rennen um den den Meistertitel. Zwischen den einzelnen Entscheidungen liegen jeweils nur wenige Minuten.
Darüber hinaus werden in den einzelnen Schwimmarten weitere Titel vergeben. In einer Kombinationswertung werden die Leistungen über die 100m und 200m Strecken addiert – allerdings nicht anhand der geschwommenen Zeiten, sondern auf Basis der Punktetabelle des Weltverbandes, die im Verhältnis zum aktuellen Weltrekord stehen. Auch eine Langstreckenwertung über die 400m und 800m Freistil gibt es.
Die Medaillenentscheidungen finden jeweils am Nachmittag statt. Zu folgenden Uhrzeiten lassen sich die Titelkämpfe in Hannover live mitverfolgen:
• Donnerstag: 16:15 Uhr (ZDF)
• Freitag: 17:45 Uhr (ARD)
• Samstag: 16:15 Uhr (ZDF)
• Sonntag: 16:00 Uhr (ARD)
Mit dem neuen Meisterschaftsformat sollen nicht nur neue Wettkampfreize gesetzt werden, sondern das Schwimmen im Rahmen der Finals 2026 insgesamt attraktiver gestaltet werden.
Wichtige Links zum Thema:
Die Finals 2026 Schwimmen: Startlisten & Ergebnisse
Die Finals 2026 Schwimmen: Livestream ZDF
Die Finals 2026 Schwimmen: Livestream ARD
Bild: HD Media